525252
Heute mit dem 1. März beginnt ein einmonatiges Probe- Abonnement auf die ,, Giessener Zeitung". Abonnementspreis 40 Pfg.
Parlamentarisches aus Hessen.
** Die Antonomie der Gemeinden im Gebiete indirekter Steuern fordert ein der Zweiten Kammer zugegangener Antrag Glässing:„ die Regierung zu ersuchen, eine besondere Gesetzesvorlage vorzulegen, wonach die Gemeinden zur Erhebung indirekter Steuern innerhalb der durch die Reichs- und Landesgesetze zurzeit gezogenen Grenzen befugt sind." Der Antrag soll zunächst den Gemeinden die Möglichkeit geben, Vergnügungssteuern im Wege des Ortsstatutes einzuführen.
Lokales.
Gießen, den 1. März 1910. ** Vorlesungen an der Universität. Nach dem Vorlesungsverzeichnis der Universität, von dessen Erscheinen wir bereits kurz Meldung gemacht hatten, findet die Immatrikulation für das Sommersemester 1910 am 18. April statt, während der Beginn der Vorlesungen auf den 25. April festgesetzt ist.
*)(* Stadterweiterungsfond. Der Kassenvorrat und der Wert des erworbenen Grundstückes erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Höhe von 3 237 370 Mart. Die Schulden an der Stadtkasse betrugen 1 997 030 Mart, so daß sich das Vermögen des Fonds auf 1 240 340 Mart beläuft.
*)(* Vom städt. Wasserwerk. In dem städt. Wasserwerk, das die Stadtverwaltung befanntlich gegen= wärtig vergrößern läßt, wird eine 4. Maschine aufgestellt werden, welche über 100 Pferdefräfte verfügt, während die drei vorhandenen Maschinen nur zusammen eine derartige Kraft entwickeln können.
** Der Kriegervereinsbezirk Gießen hält sein Bezirksfest in Londorf am 3. und 4. Juli ab, dessen Kriegerverein gleichzeitig sein Jubiläumsfest begeht. Der große Andrang zu dem Fest wird jedenfalls die Einlage eines Ertrazuges notwendig machen.
** Meisterkurse. Wie alljährlich, so wird auch diesmal wieder der Meisterprüfung ein Vorbereitungskursus in der Gewerbeschule vorangehen, der unter seine Unter= richtsfächer die gewerbliche Gesetzgebung, Buch- und Rechnungsführung, Wechsellehre, Arbeiterversicherung, Raum- lehre, Baustofflehre, Materialfunde und Uebungen im Kaltulieren, Kontoforrentrechnung und Scheckverfehr aufnehmen wird. Jedenfalls verspricht auch in diesem Jahr der Andrang zu den Kursen ein großer zu werden, da die jungen Handwerker den Wert derartiger Uebungsstunden sehr wohl zu würdigen wissen und da außerdem wohl auch eine große Beteiligung aus der Provinz zu erwarten steht. Anmeld= ungen und Ausfünfte übernimmt Architeft Garnon, Ge= werbeschule Gießen.
: tt: Stadttheater. Es sei darauf hingewiesen, daß für Mittwoch noch eine und zwar unbedingt letzte Aufführung von Ostar Wildes„ Salome" ermöglicht wurde. Diese Vorstellung bedeutet zugleich das letzte Auftreten von Frl. Sybill Vane.
führen, daß die überraschende Wirkung so mancher der geheimnisvollen Demonstrationen der spiritistischen Medien, Gedankenleser und Hellseher vor allem auf der„ Macht der Suggestion" beruht. Der hiesige Experimentalvortrag F. Cumberlands wird Donnerstag, den 3. März, in Steins Garten stattfinden. Der„ Mainzer Neueste Anz." schreibt 3. B.: Herr F. Cumberland verstand es in meisterhafter Weise, seine zahlreichen Besucher, darunter eine Anzahl namhafter Aerzte, nicht nur in fesselnder Weise zu unterhalten, sondern ihnen auch mancherlei geistige Anregung und Belehrung zu bieten. Die meisten Experimente des Künstlers sind absolut neu und eigenartig; andere wie z. B. die Gedankenübertragung, haben wir in so vollendeter Weise hier noch nicht gesehen. Vorverkauftarten zu ermäßigten Preisen sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier erhältlich.
-e= E v. Arbeiterverein. Gelegentlich des am Sonntag abgehaltenen Vortragsabends hielt Prof. Velte einen Vortrag aus dem wirtschaftlichen und sozialen Leben der römischen Kaiserzeit. Redner schilderte in fesselnder Weise die Zustände der damaligen Zeit in der Sklaventum und Wohnungselend ganz besonders ausgeprägt waren. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen des Referenten, dem vom Vorsitzenden der Dank der Zuhörer abgestattet wurde.
Eine
= p- Warnung vor Auswanderung. Firma Edendale u. Comp. in London macht in Zeitungsinseraten Propaganda für die Auswanderung nach der Delta Kolonie in Argentinien, einem Unternehmen zur Kolonisation des Parana- Deltas. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß nach zuverlässigen Ausfünften dieses Unter nehmen den deutschen Auswanderern keineswegs empfohlen werden kann, sodaß den Auswanderern gegenüber diesen Anerbieten Vorsicht zu empfehlen ist.
!!! F. Cumberland, der bekannte Antispiritist, unternimmt nach mehrjähriger Pause zurzeit wieder eine Tournee durch Deutschland und wird auch in unserer Stadt einen Experimentalvortrag über das Thema:„ Die Macht der Suggestion" halten. Cumberland, der sich in früheren Jahren durch seine energische Bekämpfung des Medium= Schwindels einen Namen gemacht hat, wird durch eine Reihe von höchst eigenartigen Experimenten den Nachweis
36)
Der Fall Welshofen.
Kriminalroman von M. Koffat.
( Nachdruck verboten.)
-h Franz. Vortrag. Am Samstag hielt Prof. Berryer einen interessanten Vortrag über das französi sche Theater, das französische Sportswesen und Belgien. Ganz besonders angenehm berührte die langsame und deutliche Sprechweise des Redners, welche auch den in der französischen Sprache minder Bewanderten ein gutes Verstehen ermöglichte. Nicht minder großen Beifall fanden die Lichtbilder, welche in gelungenen Aufnahmen Szenen aus Moliere, Racine und Victor Hugo sowie Ansichten aus den in architektonischer Hinsicht äußerst interessanten Städten Belgiens brachten. Im Hinblick auf die Vorzüge des Vortrages möchten wir wünschen, daß Prof. Berryer bei seinem nächsten Vortrage zahlreichere Zuhörer um sich versammeln möge.
Dann erzählte Olfers weiter: Wie ich geweint und gefobt habe, als ich fort mußte, aber es half alles nichts. Anfangs meinte ich, vor Sehnsucht nach meiner Anita sterben zu müssen, aber allmählich beruhigte ich mich und bergaß sie. So sind wir Menschen! Mein Vater gab mir eine gute Erziehung, und da ich viel Interesse für die Wissenschaften hatte und leicht lernte, so war ich im Grunde glücklich mir scheint, als wäre jene Zeit in Deutschland die glücklichste meines Lebens gewesen. Daß mein Vater starb, als er ruiniert war, und daß ich nach Italien ging, weil nicht die Mittel vorhanden waren, um meine Studien fortseßen zu können, wissen Sie ja wohl, denn es wissen es alle. Ich kann daher rasch über diese Dinge hinweggehen. In Neapel sah ich die Anita wieder als Tarantellatänzerin. Sie war noch schöner denn als Kind und wurde gefeiert und bewundert und natürlich ich liebte sie. Aber meben ihr stand wieder der widrige Gesell, ber James. Er hatte sich bei der Truppe, bei der sie engagiert war, eingenistet und füllte die Pausen zwischen den Tanzszenen durch humoristische Vorträge aus. Er schien ganz unzertrennlich von meiner Schönsten und baß meine Eifersucht wieder hell auflohte, versteht sich von felbst
,, Liebte das Mädchen Sie denn?" warf Brümmel ein, dem es auffiel, daß Offers dieses Punktes noch kein einzigesmal während seiner Erzählung Erwähnung getan Hatte.
Aus Hessen und Nachbargebiet.
* Auz Oberhessen. Ein hohes Alter erreichte in Rodenbach Frau A. Hammel, sie wurde 92 Jahre alt. Fast 90 Jahre alt wurde Valentin Scholl in Höingen. und Schwabenrod. Rechner Pein- Nieder- Bessingen blickt aul Alte Gemeinderechner besitzen die Orte Nieder- Bessingen eine fast 40jährige Amtszeit zurück, Scheuer- Schwabenrod hat 25 Dienstjahre und ist 83 Jahre alt.
Ob sie mich liebte?" wiederholte fener sinnend.;, Chi To fa! Sie fofettierte mit mir, aber sie fofettierte mit allen, auch mit dem James. Wenn ich ich sie fragte, ob sie mich liebte, gab sie zur Antwort: ,, Gib mir schöne Kleider und goldene Armbänder und Ketten, dann will ich Dich Bussen. Mache mich reich, dann werde ich Deine Frau." nb ich verliebter Narr, ich wahr wie wahnsinnig, weil ich nicht von dem geben konnte, was sie begehrte, denn bürstete nach threm Kuß Troß aller meiner Bemüh
w Krofdorf, 27. Febr. Die heute stattgefundene öffentliche Versammlung, in der Elektrizitätswertsdirektor Stolte- Gießen sprach, war außerordentlich stark besucht, auch die Nachbarorte Launsbach, Wißmar und Rodheim waren vertreten. Die Ausführungen des Referenten erstreckten sich besonders auf die Vorteile und Kosten der Elettrizität für Beleuchtungs- und Kraftzwecke. Herr Stolte führte aus, daß bei einer Berechnung von 50 Pfennig pro Kilowatt das elektrische Licht bei den Metallfäden sich billiger stellte und auch wesentliche Vorteile der Delbeleuchtung biete. Auch die Straßenbahn wurde berührt und ausgeführt, daß diese Frage jetzt noch nicht zu lösen sei, da Gießen erst die Ergebnisse des 1. Betriebsjahres abwarten wolle.
|
* Nieder- Mörlen. Während seit Jahren für die hiesige Gemeindejagd immer 1500 Mt. jährlich bezahlt wurden, konnten diesmal bei drei Versteigerungen nur 1000 Mark erzielt werden. Die Jagd liegt ganz nahe an den Stationen Bad Nauheim, Ostheim und Bußbach.
* Friedberg, 28. Febr. Zwei Häuser, die bereits mehrere Jahrhunderte stehen, auf dem Marktplate an der Kaiserstraße, werden eben niedergerissen. Das eine, das zu den sogen. drei schiefen Häusern gehört und auf allen Ansichtskarten Friedbergs zu finden ist, erregte stets die Aufmerksamkeit der Fremden. Beide Häuser werden, da sie, wie die ganze Kaiserstraße, unter dem Dentmalschuße stehen, im alten Stile neu aufgeführt, einen Schmuck der Kaiser= straße bilden.
* Hoch- Weisel, 28. Febr. Die Bürgermeister wahl findet am 4. März statt. Anscheinend wird der Wahlkampf ein recht lebhafter.
die
1817 in Mainz mit 566, der Turnverein Mombach mit 478, Turnverein Aizen mit 432, Turnverein Kastel mit 391, Turngesellschaft Mainz mit 304 Mitgliedern und andere mit weniger als 300 Mitgliedern. * Offenbach. Ein Unbekannter gab hier einem Dienstmann ein verschlossenes Kuvert mit dem Auftrag, dieses in einem hiesigen Bankhaus abzugeben. In diesem Kuvert befand sich ein von einer hiesigen namhaften Firma ausgestellter Scheck auf 8500 Mt. Letzterer wurde auch anstandslos ausbezahlt. Bald darauf stellte sich deraus, daß der Scheck gefälscht war und ein Schwindler sich auf diesem nicht gerade ungewöhnlichen Weg das Geld zu verschaffen gewußt hatte.
* Bad Nauheim, 28. Febr. Nette Früchtchen sind zwei Schuljungen aus dem nahen Steinfurth, einem Wirte daselbst 150 Mt. stahlen, im Felde vergruben und nach und nach sich von ihrem Raube holten. Der Nauheimer Gendarmerie gelang es durch Nachforschungen, die jugendlichen Diebe zu entdecken.
* Wiesbaden, 28. Febr. Ueber die Ausstellung für Handwerk, Gewerbe, Kunst- und Gartenbau 1909 liegt jetzt die Abrechnung vor. Danach beläuft sich der Fehlbetrag auf 40 000 Mt., sodaß eine Inanspruchnahme der Garantiezeichner bis zur Höhe von 10 Prozent erfolgen
Gau Rheinhessen mit fast 16 000 Mitgliedern. Dem Gau * Der größte Turngau im Mittelrheinkreis ist der gehören insgesamt 151 Turnvereine an, von denen die Turngemeinde Worms die größte mit 679 Mitgliedern ist. An großen Turnvereinen folgen dann der Turnverein von
wird.
* Mannheim, 26. Febr. Die Familien Heinrich der Reserve von Seubert haben aus Anlaß des demnächstiLanz, Geheimer Kommerzienrat Röchling und Rittmeister gen 50jährigen Jubiläums der Fabrik Lanz der Stadtgemeinde Mannheim den Betrag von 1 Million Mark zur Verfügung gestellt, dessen Zinsen für die wissenschaftlichen Zwecke der hiesigen Handelshochschule Verwendung finden sollen.
Gerichtssaal.
Straffammer.
Gießen, 26. Februar 1910.
Wegen verbotenen Glücksspiels standen der angebliche Techniker Emil 3alga aus Hultschin bei Ratibor, der Kaufmann Karl Prinz aus Guben und der Kaufmann Paul Wohlmann aus Breslau unter Anklage. Die Angeklagten sind beschuldigt, das Glücksspiel als Gewerbe ausgeübt zu haben. Im letzten Sommer fanden sie sich in Bad- Nauheim ein, wo sie von einem Mechanifer, der einen größeren Geldbetrag verspielt hat, angezeigt wurden. Zalga und Prinz wurden verhaftet, während es Wohlmann gelong, sich nach Friedberg fahren zu lassen, von wo aus er in der Richtung nach Berlin fuhr. Es wurde insbeson= ten„ Schwarz und rot". Manchmal hatten sie guten Erfolg dere das Pockern getrieben; auch mauschelten sie und spielund hängten Kurgästen größere Geldbeträge ab. Die Verhaftung erfolgte um destillen, weil angenommen wurde, sie hätten die Glücksspiele auf eine betrügerische Art ge= spielt. Eine diesbezügliche Anklage wurde aber nicht erhoben, wenn auch Zalga, der ein geriebener Spieler und eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich hat, sehr verdächtig war. Er hat behauptet, die anderen Angeklagten hätten beim Mischen der Karten betrügerische Manipu lationen vorgenommen und hätten ihn um Geld gebracht, dabei stand fest, daß er der einzige war, der die Handlun gen beim Mischen, in denen der Betrug erblickt wurde, ausführen konnte. Er hat sich früher auch gerühmt, dieses zu können. Bezüglich des Zalga nahm das Gericht an, daß zum mindesten teilweise seinen Unterhalt durch das Glücksspiel verschaffte; er wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, worauf 5 Monate und 3 Wochen Untersuchungshaft anzurechnen sind. Die anderen Angeklagten mußten wegen Beweismangel freigesprochen werden, wenn sie auch verdächtig waren, gewerbsmäßig gespielt zu haben.
er
ist,
ändert, hauptsäc Gahneidergefellen fabritation jahlreiche offene fonnten. Im N gegen Dezember Witterung wird Berer Bedarf
Der Arbeitsmarkt im Januar 1910. Arbeitsmarktes Platz zu greifen, wenn auch diese Besserung Endlich scheint eine langsame Besserung des keine überall beobachtete Erscheinung bildet. Der gute Beschäftigungsgrad in der Lederwaren- und Reiseartikel- Industrie( Portefeuille), über den wir schon seit einigen Monaten berichten konnten, hielt weiter an, die Beschäftigung war durchschnittlich besser als im Vorjahre der in den letzten Monaten beobachtete flotte Geschäftsgang in derselben Zeit. In der Schuhfabritation hält Schuhwarenindustrie als für die Portefeuillebranche genügimmer noch an. Arbeitskräfte sind aber sowohl für die end vorhanden. In der Metallindustrie tritt endlich allem Anschein nach die lang erwartete Besserung der Lage des Arbeitsmarktes ein. Die Maschinen- Industrie ist gegen das Vorjahr etwas besser beschdftigt, wie z. B. aus Offenbach gemeldet wird. Das Baugewerbe | erwartet fast überall mit Bestimmtheit einen recht baldigen größeren Ausschwung, sobald bessere Witterung eintritt, da in allen größeren und mittleren Städten zahlreiche Neustrie hält der schlechte Geschäftsgang noch immer an, man und Umbauten angemeldet sind. In der Holz- Induerwartet aber auch hier bald gute Aufträge für die ange meldeten Bauten. Im Bekleidungsgewerbe war die Lage des Arbeitsmarktes gegen den Vormonat unver
ungen, etwas zu verdienen, gefang es mir doch nur in bescheidenstem Maße. Der einzige Erwerb, den ich fand, war der durch Aushilfsstunden in der deutschen Sprache bei der Wilson- Scool in Neapel. Er brachte mir aber nicht mehr ein, als was ich meiner Mutter, die ia selbst so blutarm war, geben mußte, um meinen notdürftigsten Unterhalt zu bestreiten. Da geschah's, daß der Todd, meine wahnsinnige Verliebtheit nüßend, als Versucher an mich herantrat. Werd Schmuggler" riet er mir- ,, dann verdienst Du viel und kannst der Anita schöne Kleider und goldene Ketten kaufen." Ich bedachte mich nicht lange und folgte seinem Rat. Wie es sich herausstellte, hatte er schon wiederholt das gleiche gefährliche Gewerbe betrieben und fand es daher leicht, meine Verbindung mit den Sch.nugglern einzuleiten. Ich mußte Neapel verlassen um nach einem Dorf in den Abruzzen zu ziehen, aber da ich mir goldene Berge vom Schmuggeln versprach ,, so hoffte ich bald mit Schäßen beladen nach Neapel zurückkehren zu können. Meine Mutter, der ich meinen Plan anvertraute, begleitete mich, sie erwies sich denn in der Folge auch sehr nüßlich beim Verbergen ber Waren. Das seltsamste bei der Sache aber war, daß der Todd uns nach kurzer Zeit ebenfalls folgte und sich zum Haupte unserer Bande aufwarf. Er hatte eine teuflische Schlauheit darin, uns heimliche Durchzüge durch die Berge zu ermöglichen ohne den Gendarmen in die Hände zu fallen und die Patrouillen irre zu führen. Wie es zuging, daß gerade ich stets auf dem gefährlichsten Bosten stand, mag der Himrnel wissen! Ich hegte damals in meiner törichten Verblendung kein Mißtrauen gegen ihn und gehorchte ihm blind heute weiß ich, daß er mich durch das Versprechen von reichem Gewinn hinterlistig in alle Gefahren lockte, die sonst niemand bestehen moche. Ein paarmal ließ er mich auch eine Menge Geld verdienen, in der Regel aber ste cfte er es in seine eigene Tasche. Er muß damals reiche Beute gemacht haben der Schuft! Und alles tat ich, was er wollte- alles! Ich brauchte ia Gerd, um der Anita schöne Kleider und goldene Ketten zu kaufen! Wie behert war ich Narr! Und dann kam eine Nacht, die ich bis zu meinem Todestage nicht vergessen werde!
Was soll ich alle Cinzelheiten erzählen! Genug, wis
wurden, in einem Engpaß von den Gendarmen überfallen, es fam zu einem Gefecht und ich Unglücklicher hatte das Unglück, den Patrouillenführer niederzustechen. Er kannte mich, da er ein Nachbarssohn meiner Mutter aus Neapel war. Ich hatte auch eine Wunde erhalten und sank bald, nachdem mein Opfer gefallen war, bewußta los nieder. Als ich erwachte, fand ich mich allein in dem Engpaß mit James.
werbe beffert Arbeitsmartt im richtsmonat im Arbeitsmartte to entsprechend, nod martte hält Arbeitsuchenden d
Die Gendarmen- so erzählte er mir wären nach dem Tode ihres Führers in ein wildes Entseßen geraten, das um so begreiflicher erschien, als sie sich uns Schmugg lern gegenüber in der Minderzahl befanden, sodaß sie did Flucht ergriffen, Den toten Führer hatten sie mitge nommen. Die Unserigen waren inzwischen ebenfalls enfa kommen, nur James war zu meinem Schuß bei mir, dem Bewußtlosen, zurückgeblieben- so behauptete er wenig stens und ich Tor glaubte ihm abermals. James führte mich dann in eine verlassene Berghütte, die mir sicheren Versteck bot und ging nach dem nächsten Dorf, um für mich, der ich infolge meiner Verwundung sehr schwach war Speise und Trank zu holen. Am nächsten Morgen fehrte er zurück und berichtete mir, daß der Patrouillenführer noch nicht tot sei, sondern frank im Dorfe liege, aber jedenfalls noch im Laufe des Tages sterben werde.
Er hatte ihn seiner Aussage nach gesehen und den Mann, der im Begriff gewesen, nach dem Geistlichen zu schicken, um diesem ein Schriftstück zu diktieren, in dem er mich als seinen Mörder anklagte, zum Schweigen vera anlaßt, indem er ihm für diesen Fall eine Unterstüßung für die Seinigen versprach. Diese sollte ich natürlich zah fen. Wovon?" fragte ich. Nun, Du wirst das Schmuge lerhandwerk doch weiterbetreiben." Ich war zu frant und verzweifelt, um ihn zu widersprechen, aber im sti gelobte ich mir, von jenem gräßlichen Gewerbe zu falle bas mich mit einem Mord belastet hatte,
CortfeBuna folaLI
!! Ueber de licht die belgisch Mitteilung, daß durch einen Tei met mehrere M Abende danach
rend 78 Tage, Romet innerhalb langften Teils bi
fein.
!! Er fo dieser Tage den Bod in Havann Fahren als arm 23 der größten wäre ein taum Deutschen" gewe tenlose Ueberna daß Bed 23 d herrschte, d. h.
Wi
Franz Abt, „ Wenn die Schn Du mein herzig Kapellmeister b war, wie es gangen ift, im artig aus einer der Nordd. A
Meister saß ein
ftid. Da wurd dete sich bei i werden, ihm Zimmer und 300 Mart ang gesichts seiner neigt. Dann v Vertröftungen a feine große Lie ab an dem P und nach sehr
der Meister, g
Besuch Ruhe
furze Zeit eini fiedelte dann a Hand, Feder u Viertelftunde i
den Schneider
damit zu m Ihr kleines Ben anderen
zurüd." Der aber doch nac das Manuſtri geldbedürftigen Kapellmeister
Das tat beiden war Wenn S
Am Son Gießen nach
97
Reum
James, fob Bliebenen de
Lage in de
Italien. Un
her und ver und Rezitato wenig was i leben fönnen,
te, reichlich
für die Hinte und dann
war er, nad
Schwebt hatte
lich als ein i
Um in mich zu ersta
zu Boden S
einigermaßen Verführung
der Lasche
miffen zu b
Denn vor
dort, wo id
mir gefälscht
mir den Sch
Az ich gen Schmugg Gefecht gehab Untersuchung ler sämtlich g den Gendarme ich allein von früher täglich meine Geftalt g S besteifelt
minbeiten


