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hervortreten, um die Franzosen würdig zu empfangen. U. a. ist ein deutsch- französisches Banfett in der neuen Ausstellungs­halle im Zoologischen Garten geplant, an dem etwa 5000 Bersonen teilnehmen sollen, unter ihnen auch die 24 Berg­Icute aus Herne, die damals die Rettungsarbeiten in Courrières ausgeführt haben. Der französische Friedenskämpfer Baron d'Estournelles de Constant wird ihnen hier die eigens für diesen Zwed geprägte Ehrenmedaille überreichen.

* Den zum Deutschen Tag in Marienburg ver­sammelten Vorstands Mitgliedern des Ost marken= vereins ist ein Antworttelegramm des Kaisers zugegangen, in welchem der Kaiser betont, daß er die treue und aner­tennenswerte Arbeit der Ostmärfer auch ferner mit den besten Wünschen begleiten werde. Der Reichskanzler drückt in seinem Antworttelegramm aus: er sei fest entschlossen an der bis­herigen Ostmarkenpolitik festzuhalten." Der wichtigste Bun't der Verhandlungen bi dete ,, die Fortführung und Ausgestal­fung einer nationalen Bodenpolitif in den Ostmarken." Der Ostmartenverein umfaßt z. 3. 406 Ortsgruppen mit 40 520 Mitgliedern. Die festlichen Vorführungen des Deutschen Zages" litten unter der Unbilden der Witterung. Den Be­schluß bildete die Aufführung eines patriotischen Festspiels ,, Bartolomäus Blume".

* Eine bedeutsame Entscheidung hat das preußische Kultusministerium getroffen. Der Vorstand des Deutschen Apothekervereins hatte den Wunsch geäußert, man möge jungen Mädchen den Eintritt in den Apothekerberuf ermög= lichen, und zwar unter der Voraussetzung, daß die Be­werberinnen eine höhere Töchterschule mit Eri- la besucht und eine Sonderprüfung in Latein bestanden haben müßten. Das Ministerium hat ablehnend geantwortet. Der erfolgreiche Besuch einer höheren Mädchenschule fönne auch bei Ablegung einer Sonderprüfung im Latein nicht als gleichwertig mit der Prüfungsordnung für Apotheker für die Zulassung zum Apothekerberuf geforderten Schulbildung ang sehen werden. Amerika.

dieser Tage ein auswärtiger Unternehmer auch eine solche Maschine aufstellte, begoß der Schlossermeister nachts die im Freien Felde stehende Maschine mit Benzin und zündete es an. Das Feuer wurde bald gelöscht, doch verbrannte ein neben der Maschine stehender Wagen mit Garben. Der Brandstifter wurde verhaftet.

Bunte Tages- Chronik.

Neiße, 26. August. Drei hiesige Touristen sind im Alt batergebirge in Desterreich- Schlesien durch Absturz verunglückt, wobei zwei, der Kreiskassenrendant Bubeck und der Pfeffer tüchler Springer getötet wurden.

Oldenburg, 27. August. Jm Emskanal wurde die Ehe frau Lörs ermordet und furchtbar verstümmelt aufgefunden; es liegt schwerer Lustmord vor.

Dortmund, 27. August. Der Maurer Kurowski in Barm feuerte nach einem Streit auf den Fabrikarbeiter Tewes und dessen Sohn Revolverschüsse ab; der alte Mann wurde ge tötet, der Sohn schwer verletzt; der Täter ist flüchtig.

Ein grauer unsichtiger Herbsttag brach Donnerstag ein. Auf den gewaltigen Panzerkolossen in der Eckernförder Bucht herrschte noch völlige Stille, die Ruhe vor dem Sturm. Nur dichte Rauchschwaden, die den Schloten sich entringen, fünden an, daß in den grauen Eisevungetümen Leben herricht. Blöz­lich wurde es auf dem Wasser lebendig, Boote, mit Mann: schaften vollbesetzt, wurden zu Wasser herabgelassen und fast unhörbar am Ufer des Badeortes Borby gelandet. Immer wieder kehrten sie zurück und brachten neue Landungstruppen, die, im weißen Drillichanzug und in braunen Gamaschen feld: marschmäßig ausgerüstet, am Ufer sich in Marschtolonne for: mierten. Auch Geschüße wurden gelandet an der Schiffbrücke und mit schnell requirierter Bespannung versehen. Schwieriger vollzog sich die Landung der Tuppen des Aufklärungs­geschwaders, die die Aufgabe hatten, die Forts von der Randseite her anzugreifen. Am hochbordigen Ufer der Otseite der Eckernförder Bucht wurden sie ausgeschifft, und in Gilmärschen ging es nach Friedrichsort und Fort Falkens stein zu. Inzwischen war dem Führer der in Eckernförde zurückgebliebenen Truppen durch einen gefangenen Vorposten die Kunde geworden, daß feindliche Truppen von Kiel und Rendsburg heranrückten. Auf Laufwegen zwischen hohen Knicks ging es landeinwärts dem Feinde entgegen. Nach anderthalbstündigem Marsche wurden die Vorposten gesichtet, und der Kampf begann, wobei sich unsere Blaujacken vorzüg lich in die ihnen so ungewohnte Situation einer Landtruppe hineinzufinden wußten. Sie schwärmten in Schüzenlinie aus, suchten, bald im taufrischen Grase niederknieend, bald hinter Knicks Deckung suchend, gefolgt von den Maschinenkanonen, an die feindliche Schüzenlinie heranzukommen. Auf den Höhen hatte die leichte Schiffsartillerie Stellung genommen, und bald entspann sich ein Kampf, der wohl zwei Stunden mit wechselndem Glücke hin- und herwogte, bis nach dem Ur­teile der Schiedsrichter es unzweifelhaft war, daß der Angriff der feindchen Landungstruppen zurückgeschlagen war. Während Großoomiral von Köster bie Kritik über die Landungsmanöver abhielt, drang bisweilen ein dumpfes Grollen von ferne her aus der Richtung von Kiel. Bald nachdem nämlich die Truppen ausgeschifft waren, gingen die feindlichen Geschwader nur drei Schiffe blieben zum Schuße der Boote zurück in See, um von der Wasserseite die Befestigungen unter ihr Feuer zu nehmen. Zwischen 9 und 10 Uhr morgens begann das Gefecht, weit draußen in See lagen die grauen Panzerkolosse und richteten ihre Feuer­schlünde auf die Forts an der Außenförde. Kurz vor 10 Uhr griffen dann die Festungswerke in den Kampf ein. Schuß auf Schuß blitte auf, und ein ohrenbetäubendes Getöse er­füllte die Luft. Dicke Schwaden gelblich grauen Pulverdampfes legten sich auf das Wasser, vom auffrischenden Winde in mächtigen Wolkenfezen an das jenseitige Ufer gewälzt. Als der Kampf seinen Höhepunkt erreicht hatte und gleichzeitig die Aufmerksamkeit der Festungsartillerie durch die von der Landseite her ange­tommenen feindlichen Landungstruppen in Anspruch genommen wurde, ging die Flotte direkt zum Kampfe über. Führung der Kreuzer, von denen mancher kampfunfähig gemacht, die schwarze Flagge hissen mußte, dampften die grauen Panzerkolosse in Kiellinie unter ständigem Feuern in die Föhrde hinein und erzwangen die Einfahrt in den Hafen.

** In den Kämpfen auf Ruba hat die Regierung einige Vorteile errungen. Etroa 150 Rurales( Landmiligtruppen) griffen in der Nähe von Santa Roja einen Trupp von 200 Aufständischen an und zerstreuten ihn, wobei 20 Auf­ständische getötet worden sein sollen. Bräsident Paima hat einen Aufruf zur Bildung einer freiwilligen Infanterie- und Kavallerielandwehr erlassen. Carlos Mendieta, Führer der Aufständischen in der Provinz Santa Clara wurde gefangen genommen, Mendieta trug, als er gefaßt wurde, 18 000 Dollars bei sich. Oberst Aranda, der Mendieta begleitete, wurde ebenfalls gefangen genommen. Zwischen Präsident Paima und dem Vizepräsidenten Capoli bestehen ernste Meinungs­verschiedenheiten, da letterer gegen Palma agitiert haben soll. Die Vereinigten Staaten haben große Posten Waffen und Geschosse für die Regierung nach Cuba verladen. Kleine politifche Nachrichten.

Paris, 27. August. Man behauptet hier, daß der russische Rechtsanwalt Margoline, der vor furzem in Neuenahr starb, ein Opfer der russischen Revolutionäre geworden und von diesen vergiftet worden sei. Margoline war der Vertraute Gapons und hatte seine Papiere in Verwahrung.

Constantinopel, 27. August. Den Gerüchten, daß die Türkei gegen Bulgarien rüste, wird hier entschieden entgegen­getreten. Der Bevollmächtigte in Sofia, Medsehib Pascha soll in geheimer Mission zum Fürsten Ferdinand gesandt worden sein.

Athen, 27. August. Berichte aus Kreta melden, Prinz Georg bereite seine Abreise vor und Zaimis sei endgiltig als Nachfolger des Prinzen designiert. Die Garantiemächte wünschen, daß der Prinz unauffällig Kreta verlasse. Die hiesige Regierung verlangt dagegen seinen feierlichen Abgang unter Mitwirkung der internationalen Truppen. Es finden diesbezügliche Verhandlungen statt.

Triest, 27. August. Die griechische Regierung bestellte in der Fabrik Steyer hunderttausend Manlicher- Repetiergewehre für die griechische Armee, mit deren Lieferung bereits be­gonnen wird.( Diese Reubestehung ist sicherlich eine Folge des griechisch- bulgarischen Konflikts.)

Heer und flotte.

Opfer der Hitze. Jm Manövergelände der Kreise Brieg und Falkenberg find 5 Soldaten von den Infanterie­Regimentern 11 und 51 sowie bei Zuelz 4 Reservisten des 6. Jägerbataillons durch Hitzschlag gestorben.

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Unter

Der Feind hatte gestegt, die Seebefestigungen, die unsere Stadt, unseren Hafen schützen sollten, haben sich als zu schwach erwiesen. Zwar waren die Verluste des Feindes, die durch die auf manchen Schiffen wehenden schwarzen Flaggen marfiert waren, recht beträchtlich, aber das ist nur ein schwacher Trost.

Das Großbeeren- Denkmal der Stadt Berlin ist am 26., dem Gedenktage der Schlacht von Großbeeren auf dem Schlacht­felde feierlich eingeweiht worden. Stadtrat Marggraff hielt in Vertretung des Berliner Oberbürgermeisters die Weiherede. Der Feier ging ein Gottesdienst aus dem historischen Friedhof voran. Das Denkmal besteht aus einer etwa 10 Meter hohen Pyramide aus sogenannten Findlingen. Eine Tafel aus Erz auf der Südseite enthält die Inschrift: Zur Erinnerung an die siegreiche Schlacht von Großbeeren am 23. August 1813." Auf der andern Seite befindet sich eine Tafel mit dem Bildnis des Generals v. Bülow und den bekannten Worten: ,, Dies­seits Berlins sollen unsere Gebeine bleichen, nicht jenseits der Spree."

Soziales Leben.

Die

Hannover, 27. August. Gestern wurde auf dem Bahnho der diensthabende Stationsassistent Raddatz von einem Zug überfahren und sofort getötet.

Aus dem Gerichtsfaal.

Erledigt: pende Bebrer Stumpertenro bunden.

K. Bur Refor dnung teilt man Landgemeindeord frang Pee Inftit ber die Notwendig lagenen Einrichtun ebt jedoch ficher fe titats die Gemein dwrdmäßigere un Faridtung wäre die de Organ bon Crgan und Befehung riften Leuten. Es an jedem fleinen dmehr mehrere D reinigt und in be mittag abgeho Der Ortsgerichte ern faatliches Silfe fein foll. Man fo die Führung der S Regifter, Mitwirkun fireden. Außerdem $ 14 8. 8. 6.) f errichtet werden. D Etaatsanwaltfdaften, rite freibereien entl Algemeinheit anerta indliche Ausführu r. Das Bublifu Ranigt it fish an di meift mit Bitve bunden ift. Die Ei bifpieliger als das Sigridajte eingebe gen völlig deden wi warten ließe. Vor daabig. An ftac den Regieruna n Brittidreiberfad Vor der Ed Wirkung der z deutlich der M Loti zu Schlag Sereffe ift auch ein

§ Die Frau eines Landgerichtsrates als Gattenmörderin. Kolossales Aufsehen erregt in Innsbruck die Verhandlung wider die Frau des Landgerichtsrats Rutthofer, die beschuldigt wird, ihren Ehemann durch sieben Messerstiche vorsätzlich ge tötet zu haben. Die so schwer Angeklagte bestreitet die Absicht der vorsäglichen Tötung und stellt die Bluttat als einen A der Notwehr dar.

Der Ausfall dieses hochinteressanten Manövers hat den Leuten rechtgegeben, die schon lange behaupteten, die zum Schutze des Reichskriegshafens Kiel angelegten Befestigungen genügten den Anforderungen der modernen Kriegstechnik nicht mehr. Nun hat das Manöver den Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptungen erbracht, und an maßgebender Stell wird man diese Erfahrung in Betracht ziehen.

× Der Hafenarbeiterstreik in Stettin spielt bereits nach England, Dänemark und Schweden hinüber. Die dortigen Reeder sind von dem Ausstande verständigt und bringen eigene Arbeiter zum Löschen ihrer Fahrzeuge mit. städtischen Arbeiter und Hilfsarbeiter, die für gewöhnlich in einer Stärke von 700 Mann beim Löschen helfen, erklärten sich mit den Ausständigen solidarisch und verpflichteten sich, keinerlei Streifarbeit zu verrichten.

Die Eroberung von Kiel.

RS. Kiel, 26. Auguft.

Nab und Fern.

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Vermischtes.

Das sparsame Preußen. Hinsichtlich des Spartriebe seiner Bevölkerung und dessen wirklicher Betätigung nimm Preußen den ersten Plazz ein. Mit seinen 7 Milliarden 762 Millionen Mark Spareinlagen wird es von feinem anderen Volke, auch nicht vom reichen England, übertroffen, obwohl dort wie auch in anderen Ländern die Gelegenheit zum Sparen wegen der Postsparkassen günstiger ist wie in Preußen. Auf den Kopf der Bevölkerung fommen in Preußen 210 Mark; hierin wird es nur von Dänemark übertroffen, wo auf den Kopf 342 Mart kommen. Dänemark und Preußen zunächst stehen hinsichtlich seiner sparenden Bevölkerung Norwegen mit 178 Mart, Desterreich mit 144 Mart und Schweden mit 126 Mark Spareinlagen pro Kopf.

Eugen Gura. Der Kammersänger Eugen Gura ist in seiner Villa in Aufkirchen bei Starnberg gestorben. Gura war ursprünglich zum Mechaniker bestimmt, sattelte aber recht­zeitig um und begann Studien auf der Münchener Akademie, um Maler zu werden. Durch Zufall wurde seine Stimme entdeckt, worauf er sich der Sänger- Laufbahn zuwandte. Sein Ruf als Sänger war bereits in den 70 er Jahren be­gründet. Gura, der 64 Jahre alt geworden ist, war bereits jeit längerer Zeit frank und nicht mehr auf der Bühne tätig.

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Das Modegift. Die Frau eines Fabrikanten in Dresden gab aus Kummer, weil der Mann in Zahlungsschwierigkeiten geraten war, ihrem fiebenjährigen Kinde Lysol und sprang selbst in die Elbe, wo sie den Tod fai.d. Das Kind ist schwer berlegt; man hofft aber, es zu retten.

Ein feindliches Geschwader hat den Reichskriegshafen eingenommen. Mit Windes­eile lief die Kunde durch unsere Stadt. Gar so schlimm wie diese Nachricht flingt, ist sie jedoch nicht, erfreulicherweise. Die mächtigen Panzer, welche den Eingang in den Reichs­friegshafen forcierten, gehörten feiner feindlichen Macht an, sondern dem Manövergeschwader unserer Flotte, und das Ganze war nur ein Manöver, und zwar ein leider geglücktes. Wir sagen leider, weil uns das kombinierte Manöver den Beweis erbracht hat, daß unser Reichskriegs­hafen, der Stützpunkt der deutschen Seemacht, ohne viel Ver­luste von einem feindlichen Geschwader genommen werden kann. I Und das aibt viel au denken!

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Die Lokomotive als Wetterprophetin. Die Direktion der Lahnbahn hat an den Lokomotiven dieser Strecke auf beiden Seiten Wettersignale angebracht, die nach den Voraus­sagen des öffentlichen Wetterdienstes das für die Zeit bis zum nächsten Abend wahrscheinliche Wetter den Anwohnern kenntlich machen. Und zwar bedeutet: weißes Quadrat: trocken, weißes Dreieck( Spitze unten): stellenweise geringer Regen, weißes Dreieck mit schwarzem Strich: stellenweise Gewitter, weißes Dreieck( Spize oben): Regenfälle, weißes Dreieck mit schwarzem Strich: Gewitterregen. Die Schilder find weithin deutlich sichtbar, sodaß auch die auf den von der Strecke entfernter liegenden Feldern arbeitenden Landleute Nuzen von dieser Neueinrichtung ziehen können.

Das Ende einer Ehe. In Germersheim erregte vor einiger Zeit ein Familiendrama großes Aufsehen. Der Adjunkt Schmitt überraschte seine Frau in Gesellschaft eines Offiziers und verletzte sie nach kurzem Wortwechsel durch zwei Schüsse in den Kopf so schwer, daß sie alsbald verstarb. In der ge= richtlichen Untersuchung sagte der u. a. als Zeuge vernommene Oberleutnant Röder vom 17. Infanterieregiment, aus, daß er mit der Frau Schmitt keinen Verkehr gepflogen habe, der über die Grenzen des Erlaubten hinausgegangen wäre. Es wurde aber erwiesen, daß Röder noch am Tage vor der Katastrophe mit Frau Schmitt verkehrt habe. Er wurde daher wegen Verbrechen des Meineides verhaftet.

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Galgenhumor. Nach Unterschlagung von ca. 18 000 Mark ist der Verwalter der Lübecker Polizeikasse Fisahn flüchtig geworden. Der Defraudant, dessen man bis jetzt noch nicht habhaft werden konnte, erlaubt sich sogar mit der heiligen Hermandad schlechte Wize. Er teilte der Lübecker Polizei­behörde in einem offenbar aus Kopenhagen stammenden, aber von Thorn abgestempelten Schreiben mit, daß er sich letzten Mittwoch abend dem Untersuchungsrichter freiwillig stellen wolle. Er träfe abends 11 Uhr mit dem Zuge in Lübeck ein. Die Polizei stellte darauf eine Ehrenwache", die noch von zahlreichen neugierigen Bürger bedeutend verstärkt wurde. Wer aber nicht so gut war, zu kommen, das war natürlich Fisahn.

Der Begründer der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, ber Schriftsteller, Geh. Hofrat Mag von Eyth, ist 73 Jahre lt in Ulm gestorben. Eyth war ein außerordentlich tüchtiger Ingenieur und unentbehrlicher Teilhaber der bekannten Fowlerschen Fabrik für Dampfpflüge. Auf weiten Reisen, die hn durch die halbe Welt führten, war er stets bemüht, die Dampffultur in allen Ländern einzuführen. In Bonn rief er 1882 die deutsche Landwirtschaftsgesellschaft ins Leben, die er zuerst von dort, dann von 1885 bis 96 von Berlin aus leitete und der er seitdem als Ehrenmitglied des Vorstandes an gehörte.

+ Reiche Bente machte ein Einbrecher, der in der Nacht bas Kontor des Tischlermeisters P. in Berlin heimsuchte. Ihm fielen 70000 Mark in Wertpapieren in die Hände. Durch eine Unvorsichtigkeit des Hehlers, bei dem der Dieb die Papiere berfilbert hatte, konnte ein Teil des Geldes wiedergefunden und mehrere an der Sache beteiligte Personen verhaftet werden. Von dem Rest des Geldes und dem Hauptspitzbuben hat man noch keine Spur.

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= Von einem Krokodil getötet wurde in Salisbury ( Rhodesia) ein englischer Händler namens Warman. einem Floß setzte die Reisegesellschaft über den Kafue- Fluß. In der Mitte des Flusses angekommen, wurde das Floß von einem Krokodil umgeschlagen. Warman und ein Gefährte namens Bennett fanden sich plötzlich im Wasser und schwammen dem jenseitigen Ufer zu. Bennet erreichte dasselbe; als er fich aber nach Warman umblickte, sah er, wie diesen daz Krokodil beim Beine faßte und unter das Wasser zog. Bennett mußte noch 300 Meilen marschieren, ehe er zu der Wohnstätte eines weißen Mannes fam.

+ Brandstiftung aus Konkurrenzneid. In Siegen hatte ein Schlossermeister eine Dampfdreschmaschine, die ihm bei der Kornernte eine beträchtliche Einnahme verschaffte. As nun

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2. Thüringischen gegen Frankrei Wißenburg,

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en und schweren 2, 3. und 4. De Mutigen dachten Orleans ift er eE der 3tägigen 1871 um le Mang Er hatte in diesem Fel Ribjale ertragen; Armee. Wir aber w dankbares Anden impjer jdmilat im

Fortschritt der chinesischen Zeitungen. Noch vor etwa 10 Jahren mußte der Herausgeber einer der bedeutendsten Zeitungen in China fortwährend die Teehäuser besuchen, un dort Stimmung zu machen. Heute braucht das niemand mehr zu tun. Der Journalismus hat einen gewaltigen Schritt borwärts gemacht, und es hat sich ein Geschmad an anderer geistiger Kost als nur chinesischer eingestellt, weshalb z. B. die großen Tageszeitungen des modernen Schanghai von vielen tausenden Personen aus allen Ständen eifrig gelesen werden Die chinesische Presse trägt mehr dazu bei, das fünftige Schicksal des Reiches zu bestimmen als alle nach fremden Muster gedrillten Bataillone. Es ist sowohl interessant nie belehrend, die Artikel der chinesischen Zeitungen, wie fie bot 15 Jahren waren, mit denen von heute zu vergleichen. J dieser Spanne Zeit zeigt sich mehr Fortschritt als z. B. bei der Londoner Times von ihrer Begründung bis zu Krimkrieae.

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Sich selbst in die Luft gesprengt hat der Eisenbahn beamte Gibbs in Wellington. Er verschaffte sich ein Paket Dynamit, band dieses um seinen Hals und setzte dann den Zünder in Brand. Eine furchtbare Detonation erschütterte buchstäblich die ganze Stadt, und in der näheren Umgebung wurden viele Fenster eingedrückt. Gibbs aber war dermaßen in fleinste Teile zersprengt, daß es unmöglich war, seine Ueber reste aufzufinden, und ein Begräbnis unnötig wurde. Gin gahnendes Loch in der Straße bezeichnete den Play, wo der Mann gestanden hatte. Verzweiflung über unglückliche Liebe hatte ihn dazu getrieben, in dieser entseglichen Weise seinem Leben ein Ende zu machen. In einem Brief an die Geliebte schrieb er: ,, Das ganze Land wird von meinem Tode wide hallen."

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