Ausgabe 
27.10.1906 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Zayobary yat den Streich, über den die Welt lacht, ausge Sonnen und verblüffend durchgeführt. Ein armseliger Zucht­häusler ist es, der in den wenigen freien Tagen, die ihm der Aufenthalt hinter Kerfermauern von seinem Leben übrig ließ, das ehrsame Schusterhandwerk erlernt hatte. Von den 57 Jahren seines irdischen Daseins mußte er wegen verschiedener Straftaten 27 Jahre in den Gefängnissen zubringen. Er hat gestohlen, eine Urkundenfälschung begangen, eine Gerichtstaffe beraubt. Keine Taten von genialem Schwung, feine merkwürdige Bes gebenheit in diesem fläglichen Vegetieren eines Geschöpfes, das sich nun einmal nicht durch die Maschen des Strafgeset­buches hindurch winden kann. Und nun der glorreiche" Tag von Köpenid, die imponierende Konzeption großzügigen Gaunertums. Darin liegt der tragikomische Effekt, der in voller Stärke die dupierten und genasführten Opfer der Spizbuben­Intelligenz trifft. Während der Telegraph nach allen Wind­richtungen spielt, während man auf einen gescheiterten Offizier, einen weltbekannten Yankeeschwindler, ein Wahnsinnstalent nach Lombroso rät, fißt das unbedeutende und unbeachtete Schusterlein ruhig in seinem Zimmer und trinkt den Morgenkaffee. Macht gar feine Einwendungen, gesteht alles zu und überrascht durch seine bei einem Gewohnheits­berbrecher auffällige, gutbürgerliche Sparsamkeit. Denn über 3500 Mark von dem geraubten Gelde sind vorhanden nicht viel, wenn man bedenkt, welche Spesen das voll. brachte Geschäft" forderte. Kleidete er sich Loch beispiels­weise in einem der vornehmsten Konfektionshäuser Berlins ein, als er seine furze militärische Laufbahn wieder mit dem Zivilleben vertauschte. Denn wirklich Soldat ist Wilhelm Voigt niemals gewesen bis zu dem Augenblid, wo er als tommandierender Häuptling" nach Köpenick marschierte. Was nun? In der Vergangenheit Voigts ist nichts zu entdecken von jenem genialischen Zug, der hervorragende Beutelschneider auszeichnet von einem höchst nichtssagenden Schustergesellen ließ man sich hinters Licht führen. Die kleinen Leute auf der Kopfstraße zu Rirdorf wollten denn auch zuerst garnicht an die Täterschaft dieses netten und bescheidenen Nachbarn glauben. Als Jammermensch erschien er auf dem Polizei­präsidium. Die ganze Gestalt frumm und gebückt, der Körper mager, die Hände verarbeitet und deutlich die Spuren seines Handwerks tragend.

Als die Kommissare

ihm eine Flasche Portwein spendierten, wurde er gesprächig und erzählte alles in einfacher Weise. Er sei stets überzeugt ge­wesen, daß eine große Sache mit Soldaten zu machen set. Mit einer Uniform und auf eine militärische Macht gestützt, mache er alles, auch noch mit ganz anderen Leuten als dem Bürgermeister und dem Kaupttassen- Rendanten von Köpenid.

Ein billiger Troft für die Herren und Bürger von Köpenid, das der gefaßte, Hauptmann" übrigens nie in seinem Leben vorher nach seiner Aussage gesehen hat. Also gut, daß er in ficherer Hut ist, denn zum Auskneifen wie Hennig scheint er fein Geschick und auch keine Energie zu befizen. Sonst fönnte man sich bei diesem sicheren Vertrauen des Herrn Voigt auf seinen Trick" noch wunderbarer Dinge bersehen.

Als eine Katastrophe begann das Drama von Köpenick; fie entwickelte fich alsbald zu einer Tragikomödie. Dieser Abschluß gibt ihr die unverfälschte Possenfignatur. Im Gerichtssaale wird dem sinn- und ränkereichen Schuhmacher feine Flasche Portwein, dafür aber eine längliche Ge fängnis- oder Buchthausstrafe zuteil werden. Er wird darüber wohl vergessen werden, denn das Elendsbild eines fümmer­lichen Menschen, das in Berliner Abendblättern veröffentlicht wird, hat schwerlich längere Eindrudskraft. Aber seine Tat, gerade von ihm, dem unglaublichsten aller in Betracht kommenden Verdächtigen, ausgeführt, wird lebendig bleiben, Stoff für hundert Schwankdichter und Heiterkeit einigen Benerationen geben.

Nah und fern.

Eine feltene goldene Hochzeitsfeier fand in Konig stau Die beiden Brüder Johann und Andreas Warnke heirateten vor fünfzig Jahren zwei Schwestern und konnten jetzt au eine 50 jährige Ehe zurückblicken. Der Kaiser verlieh den beiden Jubelpaaren ein Geldgeschenk von je 50 Mark.

+ Erdbebenkatastrophe im Kongogebiet. Im unteren Rongogebiet find fieben starke Erdbeben erfolgt. 300 Wohn­orte find vollständig verschwunden.

Mysteriöse Bergiftungsaffäre. In München wurden die Töchter Berta und Marie des berühmten Glockengießers Straßer tot und der Sohn des Privatiers Josef Straßer be­wußtlos im Bette aufgefunden. Wie die bisherigen Fests stellungen ergeben haben, sollen die beiden Schwestern ihren Tod durch Erstiden infolge Einatmung von Kohlengas_ge= funden haben. Ob die Hähne aus Unachtsamkeit offengelassen, ob die Gasleitung schadhaft, oder ob man aber das Gas abfichtlich ausströmen ließ, ist noch nicht festgestellt.

In den Flammen umgekommen. In Pulsnig brannte die Oskar Liebschersche Bäckerei vollständig nieder. Durch den Einsturz des Giebels verunglückten der Töpfer Wilhelm, der Kupferschmiedemeister Hofmann und der Riemermeister Urban sen. Die beiden letzteren haben schwere Verlegungen erlitten, während Wilhelm tot aus den Trümmern hervor­gezogen wurde.

Großfener in Paris. In einer Klavierfabrik in der Oberkampfstraße in Paris brach ein Feuer aus, das auch auf eine daneben gelegene Fabrik mechanischer Konstruktionen über­sprang; beide Fabriken find fast völlig niedergebrannt. Eine Frau ist vor Schreck gestorben. Die der Brandstätte benach­barten Häuſer mußten geräumt werden. Der Schaden ist fehr beträchtlich

Mit einer Sade erschlagen hat in Erfurt der Gärtnez Friedrich Meyer nach furzem Wortstreit seinen Kollegen, den Gärtner Scholz. Der Tod trat sofort ein. Hierauf öffnete fich der Mörder die Pulsadern und schnitt sich die Kehle durch. Sein Zustand ist hoffnungslos.

Schweres Fahrstuhlunglück. In einem Hamburger Geschäftshaus wurde ein junger Mann von dem Fahrstuhl erfaßt, mit in die Höhe gezogen und zwischen der Schacht­vand und dem Fahrstuhl festgeklemmt. Auf den mart erschütternden Schrei des Unglücklichen wurde vom Hauss wart sofort der Fahrstuhl abgestellt und nersucht, den Bedauernswerten aus seiner Lage zu befreien. Die Feuers roehr mußte den Körper des Verunglückten direkt heraussägen, um ihn frei zu bekommen. Der Aermste hatte schwere innere Verlegungen erlitten. Der eine Fuß war ihm geradezu platt gedrückt.

Die Opfer des Zyklons auf Kuba fcheinen noch immer nicht alle befannt zu sein. Auf eine große Schiffskatastrophe

läßt schließen, daß seit dem 19. Oftober wijchen Cap Hatteras und Kinnakett 400 Rettungsgürtel an Land geschwemmt worden sind.

Orfanverwüstungen in Japan. Ein Orfan wütete vor­gestern im Südwesten Japans. Mehrere hundert Boote von Korallenfischern werden vermißt, von denen jedes mindestens zwei Mann Besagung hatte.

Hus dem Gerichtsfaal

§ Warnung für Telephonisten. Wegen Körperverlegung Infolge heftigen Umdrehens der Telephonfurbel wurde der Angestellte einer Geschäftsfirma in Düsseldorf vom dortigen Schöffengericht zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt. Der An­geklagte hatte beim Anruf des Fernſprechamts eine Tele­graphistin durch mehrmaliges, schnelles und heftiges Umdrehen der Kurbel derart verlegt, daß das junge Mädchen ohnmächtig zusammenbrach und seitdem infolge heftiger Nervenzuckungen dienstunfähig ist.

Wegen Begünstigung eines Mörders wurde der Speise: wirt Johann Rosczewsky in Eydtkuhnen von der Strafkaminer in Stallupönen zu einem Jahre Gefängnis verurteilt, auch feine sofortige Verhaftung im Gerichtssaale angeordnet. Der Angeklagte hatte vor mehreren Jahren einen russischen Unter: offizier, der nach Ermordung seines Vorgesezten über die deutsche Grenze geflüchtet war, bei sich verborgen gehalten und später durch seinen Angestellten, den jetzt selbst im Ge fängnis fizenden Arbeiter Rudolf Schulz, seiner Zeit nach London befördern lassen. Durch einen Brief des Unteroffiziers, den er nach seiner Heimat richtete, kam die Sache ans Tages: licht. Der Mörder wurde später in London verhaftet.

Lokales.

Badmann gefchriebe

dürfte es deshalb in den Gemeinderatssitzungen in Zukunft tionsbefugnis zu

nicht fehlen.

* ie fann man Kohlen sparen. Ein

prodjen.

Wegen

bereits anfangen, im Preise zu steigen. Man kann jebog Heinrich Rübler billiges Heizmittel ist heute sehr begehrt, zumal die Kohler en mit unzüchtige die Heizkraft der Kohle in den Defen durch ein recht einen Gefängnis, wovo

en. Er war Hellenlo

Bab Bauheim gebräng

faches Mittel bedeutend erhöhen. Unter der Heiztüre be findet sich meistens eine fleine Schieblade, in welche die Asche fällt. Diese füllt man halb mit Wasser. Natürlig fertigen.

muß die Schieblade wasserdicht sein, sonst stelle man ein

Dem

bftein wurden vom

Gefäß mit Basser hinein. Sobald das Wasser anfängt ze wegen Tierquälere verdunster, ziehen de Dämpfe von unten durch die glühenden: Da er weder an Kohlen; es bildet sich Wasserstoffgas, und die Heizkraft er erfchien, wurde d des Ofen wird dadurch um das doppelte erhöht. Das Bochen bezw. 22 Ta

Wasser muß tagsüber ein oder ein paar mal erneuert

werden.

] Leihgesteru, 27. Oft. Heute ist hier ein Rod tursus eröffnet worden, an dem 20 Teilnehmerinnen fig beteiligen.

§ Lollar, 26. Dft. Die Duellen des Gruppen. wasserwerts der Orte Staufenberg, Mainzlar, Bollar und Daubringen sind bereits gefaßt worden. Demnächst werden die Rohre gelegt werden.

§ Lollar. Bei einem Sturze von dem Gerüfte in die Scheune zog der Schuhmacher Rain sich so schwere Ber legungen zu, daß er in die Klinik nach Gießen übergeführt werden mußte.

Adolf Hofmann u

von Freienfe digung verflagt. dt Laubach zu 15 mann Freisprechung eilten erfannte die 15 Mart Belbftraf

Cheater

C

Trauerfpiel in 52 Wir begehen in die Aber nicht mit wohltönent

n. Fronhausen, 27. Oft. Heute Vormittag 27 Uhr undern in ftiller Einkehr fand der Hülfsweichensteller Fleck im öftlichen Geleise des ritet, die aus den * Erledigt: Die mit einem evangelischen Lehrer zu Kopf abgefahren war. In dem Toten wurde der hier wohn. verblaßte, wurde der hiesigen Bahnhofes eine männliche Person, welcher der ren. Kurz bevor der

Biuchenbrücken. Mit der Stelle ist Organistendienst ver­bunden.

e Muth festgellt. Der Verunglückte ist sicherlich in der der borbringende ne In dem Konfirmandensaal zu Gießen wurde eine feierft the Abschieb seinfirmandenfaat zu Gießen urbe in ug überfahren worden. Er ist Gb bei Rumen Roflegen beliebt. u firmam Ende begin Dunkelheit beim Einsteigen oder durch einen herantommenden inri Laube niemals w

*

Ruhestand tretenden Pfarrer Naumann gehalten, an oer Vertreter der evangelischen Gesamtgemeinde teilnahmen. Die Feftrede hielt Pfarcer D. Schlosser.

h Die Vorarbeiten für die elettrische Straßen­beleuchtung in Gießen sind, wie wir erfahren, be­reits energisch in Angriff genommen worden; es ist nicht ausgeschlossen, daß uns vor dem Weihnachtsfest der Selters­weg in eleftrischem Licht erstrahlt.

h. Den Zuschlag auf die Verpachtung der Bahn­hofrestauration Gießen hat, wie wir aus zuber­lässiger Quelle erfahren, Herr Niemann junior( der Sohn

des Bahnhofsrestaurateurs Ernst Nimann in Darmstadt), gegen eine Pachtsumme von jährlich 20 000 Mt., erhalten. tt. Stadttheater Gießen. Auf die morgige Sonn­tagsvorstellung von Inspettor Bräsig" set besonders hingewiesen, da das Stück seit einer Reihe von Jahren hier nicht gegeben wurde. Dazu kommt, daß unsere Bühne in Herrn Batcf, der aus der Heimat Frizz Reuters stammt und daher den Dialekt vorzüglich beherrscht, einen geborenen Repräsentanten für den Bräfig besitzt.

* P. Gaunerstreich. Am verflossenen Sonntag Morgen erschien am Hauptpoftamt ein junger Mensch und verlangte die Boftsachen einer Gießener Firma, die ihm auch anstandslos verabreicht wurden. Da die Firma an Sonn­tagen nicht regelmäßig ihre Briefschaften holen läßt, fiel die Sache auch nicht auf, aber Montag fürh lagen alle Briefe geöffnet in dem Hofe der Firma und es stellte sich heraus, daß ein Unberechtigter die Briefe geöffnet und den Inhalt durchstöbert hatte. Der Täter wurde heute in der Person eines hiesigen stellen­Losen Kommis ermittelt und verhaftet. Er geftand ein, die Briefe geholt und geöffnet zu haben, um sich der darin be­findlichen Wertsachen zu bemächtigen. Der junge Mann wird auch von der Gr. Staatsanwaltschaft Darmstadt wegen Urkundenfälschung und Betrugs verfolgt.

P. Verhaft wurde heute Vormittag in Gießen der von der Kgl. Staatsanwaltschaft Kassel wegen Einbruchs­Diebstahls gesuchte Arbeiter Friedrich Müller aus Zwergen.

P. Liebenswürdiger Geselle. Der Arbeiter A. von Gießen, der wiederholt seine Familie bedrohte und fortges Bt in dem Hause standalierte, wurde in Polizeigewahr

sam genommen.

P. Gestohlen wurden aus einem Neubau eine Anzahl Werkzeuge, als Schneidkluppe, Rohrschneider, Bangen 2c.

*** Eugen Richter Dentmal Wie uns mitge teilt wird, sind für das dem verstorbenen Abgeordneten Eugen Richter zu errichtende Denkmal von Mitgliedern der freisinnigen Partei und Verehrern dieses großen, unvergeß lichen Volksmannes gegen 700 Mt. beigesteuert worden. Es ist nicht zu bezweifeln, daß es noch genug Verehrer dieses schwer zu ersetzenden Kämpfers für Recht und Frei­heit gibt, die gern auch einen Beitrag stiften und so mit dazu beitragen wollen, das Denkmal in recht würdiger Weise zur Ausführung zu bringen. Die Vorstandsmitglieder des freisinnigen Vereins Gießen sind gerne bereit, derartige Be. träge entgegenzunehmen, erwünscht wäre allerdings, wenn solche alsbalo eingeliefert würden; auch die kleinsten Gaben werden mit Dant angenommen.

-

* Sorgt für Kohien. Wer noch nicht mit Kohlen bis in den nächsten Sommer hinein versehen ist, möge das Versäumte schleunigst nachholen. Es ist mit ziemlicher Sicher heit darauf zu rechnen, daß das Endergebnis der gegen wärtigen Verhandlungen zwischen Grubenbesißern Händlern eine nicht unerhebliche Erhöhung der Preise für Kohlen und Kofs sein wird.

und

* Hohes Alter. Ihren 105. Geburtstag begeht in verhältnismäßig förperlicher Frische die in weiteren Kreisen unter dem Namen Sachsen bärbel" befavnte Botin Barbara Kuhnert in Rigingen am Main.

* Eine originelle Gemeinderatswahl fand in Leutershausen an der Bergstraße statt. Dort soll ein neues Rathaus erbaut werden, weshalb die freien und chriftlichen Gewerkschaften 10 Maurer als Kandidaten auf­stellten, die auch gewählt wurden. Un Sachverständgen

fine Berleberget

hundert mit allen feinen

feine Merkmale aufge ber Theaterverein gera Befon gewählt. Der

* Aus der Wetterau, 26. Dft. Das massenhafte Auf treten der Feldmäuse war im bald verflossenen Herbst zu einer Plage geworden, besonders großen Schaden haben fie an den Hackfrüchten angerichtet. Infolge des gelinden Wetters sieht man die Mäuse jezt noch scharenweise auf dem Felde und befürchtet für die Winteraussaat. Es ist deshalb in einigen Gemeinden behördlicherseits gestattet worden, auf den Aeckern zur Vertilgung der Schädlinge Gift zu legen. * Friedberg. Der abgelaufene Pferdemarkt barfelte als ein sehr guter bezeichnet werden. Bei hohen Preisen war der Handel ein durchaus flotter.

Wert. Es ist

fügten Szenen, p gender Araft, wenn portifchen Schwung mit den übrigen Tr Borzüge liegen in dem großen

K

fbart er seine ganze eine Formung. Die Aufführung gin

* Gonterskirchen, 26. Dft. Hier wurde die zweite Schulstelle errichtet, nachdem die Schülerzahl auf 116 geftiege Die neue Stelle erhielt Lehrer Lenz aus keinung des Direttors S Linden.

war.

*

Burkhards, 26. Dft. telephonischen Anschluß dem Verkehr nähergerückt.

Unser Dorf hat nunmehr nach Gebern erhalten und ist

fattung vor sich. Di

it& vom Frankfurter S

del vereinigten fein S

draftvoller Durchführun

* Lauterbach, 26. Oft. Der hiesige Kriegerverein began- gang im Leb schloß, vom 10.- 12. Novbr. die Kriegsfestspiele auf zuführen.

*

Frankfurt a. M.( Heu und Strohmarkt) Heu 3,00-3,40 mt. Strob 2,80-3,00 Mt. Alles per Bentner.

* Darmstadt, 25. Ott. Hochzeit in der Familie Schlitz. Die Vermählungsfeierlichkeiten des Grafen Wilhelm von Schlitz, gen. von Götz, mit der Freiin Cateau von Riedesel zu Eisenbach, nahmen einen sehr feierlichen Verlauf. Nach der um 22 Uhr in der Johannisfirche durch Pfarrer Dingeldey vorgenommen Trauung begann um 1/23 Uhr bas Hochzeitsmal im Alten Palais, u welchem auch der Groß­herzog erschienen war. Bei der Festtafel hielt der Landes­herr eine längere zu Herzen gehende Ansprache, in der das hübsche Familienglück schilderte, wenn auch nicht alle Tage die Sonne scheine und schließlich ein Hoch auf das junge Baar ausbrachte.

*

Darmstadt, 26. Dft. In der gestern Nachmittag stattgehabten Sigung der Stadtverordneten wurde mit aller gegen dret Stimmen beschlossen, die Errichtung eines städtischer ber Großh. Bürgermeisterei zu genehmigen und die dafür ange Hallenschwimmbades nach Vorlage der forderte Summe von 900 000 t. zu bewilligen. Mat foften des Projettes auf rund 1 Million Mt. fteller mar aber jest schon der Meinung, daß sich die Gesamt dürften. In der Versammlung wurde ohne Widersprud darauf hingewies n, daß demnächst eine weitere Steuererhöhun, unausbleiblich sei.

* Kassel, 24. Oft. Die teuere Zeit tommt aug in den Einnahmen unserer Stadt zum beredten Ausdrud Im Jahre 1905 sind an Fleischsteuern 4000 Mt. weniger ale im Vorjahre eingenommen worden.

Aus dem Gerichtssaal. Straffammer.

Gießen, 26. Oftober.

Die Taglöhner Konrad Lachmann 3 und Heinric Roth von Frischborn, hatten gemeinschaftlich eine Eingabe an die Staatsanwaltschaft gemacht, in der sie den Landwir Heinrich Funk des Meineids beschuldigten. Die Parteier stehen sich schon seit längerer Zeit feindlich gegenüber, und diese Feindschaft steigerte sich, als die Ersten auf Beran lassung des Lezten zu Strafen verurteilt wurden. Die Staatsanwaltschaft nahm an, daß die Anzeige von den Angeklagten gegen besseres Wissen erhoben worden ist weshalb Anklage wegen falscher Anschuldigung erfolgte Lachmann wurde des ihm zur Laft gelegten Bergehens für schuldig befunden, und zu einer Gefängnisstrafe bon

6 Monaten, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrecht auf 2 Jahre verurteilt; auch sprach das Gericht dem Kläger die

Sieben. Nicht wenig Doneder bei, die ihm Bite fland. Jeber Bug dres, oft nur hingehauch figt. Ueber ihre Rutla belles für fich einnehmer

be

on Josephine

taftend, im weiter gegeben. Gute Lei Bir Robert Cecil), San&

Betan Dammitrage wire

Die unterm 21. Se

Gießen, den 25

Großh.

Doppelte bi

Wiese

b

Thomas

Stern

Marke Rechtzeitiges Au gewährleistet Vor minderw

Thomasphosph

B

Wegen

an die bekan

Laknkalk August G

Kalkwerke:

Felante Bau- u

Prima Hartb