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Politifche Rundschau.

Deutfches Reich.

* Der Braunschweigische Landtag nahm zur Thronfolge frage für das Herzogtum Braunschweig eine Resolution an, In der zum Ausdruck gebracht wird, daß der Landtag eine [ ängere Fortdauer des Provisoriums nicht für förderlich halte.

Der Landtag ist deshalb der Meinung, daß die Vornahme ber Regentenwahl einstweilen nicht zweckmäßig sei. Es soll bielmehr der Versuch gemacht werden, auf eine Beseitigung der vorhandenen Gegensäße hinzuwirken. Die Landesver: sammlung richtet deshalb an den Regentschaftsrat folgenden Antrag:

Den Reichstanzler als Vorsitzenden des Bundesrats zu ersuchen, die zur Beseitigung der bezeichneten Gegen­fäße geeigneten Schritte zu tun und zugleich diese Re­solution zur Kenntnis der Königlich Preußischen Staats: regierung und Seiner Königlichen Hoheit des Herzogs von Cumberland und zu Braunschweig und Lüneburg zu bringen."

Präsident Semler verlas ein Schreiben des Reichskanzlers, in dem die volle Unterstützung des Regentschaftsrates durch die Reichsregierung bei den schwebenden Aufgaben zugesagt wird. Darauf vertagte sich der Landtag.

* Von gestern ab tagt der sozialdemokratische Parteitag zu Mannheim wieder im städtischen Saalbau, im Nibelungen: saal, dem schönsten Saal Deutschlands. Nach Eintritt in die Verhandlungen wurde der Bericht der Mandatsprüfungs: fommission erstattet. Danach sind 313 Delegierte erschienen, welche 335 Mandate vertreten, außerdem sind noch anwesend 52 Vertreter der sozialdemokratischen Partei im Reichstage, 20 Parteifunktionäre und 19 ausländische Gäste mit Mandaten, im ganzen 404 Teilnehmer. In der Diskussion fam der " Fall Stampfer" zur Sprache. Stampfer hatte dem Vor: wärts" vorgeworfen, daß er bald so und bald so schreibe, und hatte das mit Zitaten belegt. Der Vorwärts" hatte das als einen Bubenstreich bezeichnet und als eine böswillige Fälschung des Sinnes seiner Ausführungen. Dr. Adolf Braun, der Herausgeber der Neuen Gesellschaft" erklärt die Angriffe Stampfers auf den Vorwärts" für berechtigt, Ledebour und Redakteur Ströbel verteidigen das Zentral: organ, dem namentlich in der preußischen Wahlrechtsfrage Schwankungen vorgeworfen werden. Die Angelegenheit Etampfer soll einem Schiedsgericht unterbreitet werden. In seinem Schlußwort weist Abg. Pfannkuch die verschiedenen gegen den Vorstand erhobenen Vorwürfe zurück. Haupt: sächlich löst sich die Diskussion in eine Polemit zwischen Vor: wärtsfreunden und Anhängern der Neuen Gesellschaft" ( Herausgeber Dr. Braun und Frau Lilli Braun) auf. In der Nachmittagssigung ermahnt Abg. Gerisch die Genossen zur Stärkung des Parteifonds. Dann wurde der Bericht über die Tätigkeit der Reichstagsfraktion entgegengenommen. Es liegen zahlreiche Anträge vor, unter denen die Mißbilligung Sozialdemokratischer Teilnahme an der Weinprobe im Reichstag Durch die Genossen des 3. Hamburger Wahlkreises Heiterkeit crregte.

* In Mailand ist der internationale Handelskammer. Tongreß eröffnet worden, dem etwa 600 Delegierte aller Wulturstaaten beiwohnen. Das Hauptinteresse der Verhand­ingen bilden die von den Aeltesten der Berliner Kaufmann­ichaft eingebrachten Resolutionen über internationales Wechsel­cecht und Organisation der Handelskammern.

Rufeland.

** Trotz aller behördlichen Strenge dauern die Attentate und Räubercien fort. Die Unsicherheit ist selbst in den Groß­städten erschreckend. In Petersburg drangen einige anständig gefleidete junge Leute in die Wohnung eines Hausverwalters, schlossen die Anwesenden in ein Zimmer ein und raubten Wertsachen, Pfandbriefe und Wechsel im Betrage von 200 000 Rubel. Die Räuber entkamen. In der Intendantur: niederlage ist ein Diebstahl von 1 Million Arschin Leinwand im Werte von 80 000 Rubel entdeckt worden. Der Admiral Besolrasow erhielt von den Revolutionären die Mitteilung, daß er zum Tode verurteilt sei. In Dembowagura kam es zu einem Rusammenstoß zwischen Polizei und Kosaken und den Teilnehmern an einer Arbeiterversammlung. Zwei Ar­beiter wurden getötet, mehrere verwundet. An Wiederher stellung der Ordnung ist also noch lange nicht zu denken.

Belgien.

** Das in Gent tagende Institut für internationales Recht kam zu folgendem Beschluß bezüglich des Luftballons und der drahtlosen Telegraphie: Die Luft ist frei. Die Staaten haben an ihr in Friedens- und in Kriegszeiten nur die zur Selbsterhaltung erforderlichen Rechte. Auf die draht: lose Telegraphie finden mangels besonderer Bestimmungen, die für den gewöhnlichen telegraphischen Verkehr geltenden Regeln Anwendung. Jedem Staate steht es frei, zur eigenen Sicherheit die Leitung Hertz'scher Wellen über sein Land­oder Seegebiet zu untersagen, er ist jedoch gehalten, die anderen Staaten von einem solchen Verbote sofort zu benach: richtigen.

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Balkanftaaten.

** Die Zustimmung der Schußmächte zu dem Beschluss Griechenlands, die Ernennung eines neuen Statthalters Kreta selbst vorzunehmen, bedeutet ein Entgegenkommen, das lebhaft besprochen wird. Ursprünglich verlangte Griechenland die Einverleibung Kretas. Da die Schußmächte sich nicht entschließen konnten, das zuzulassen, und zwar hauptsächlich aus Rücksicht auf Bulgarien, das sonst Mazedonien für sich berlangt hätte, wurde das erwähnte Bugeständnis als eine Art Abschlagszahlung gemacht.

Amerika.

** Der Aufstand auf Cuba ist vorläufig durch einen Waffenstillstand beendet worden. Wie es heißt, haben die Regierung und die gemäßigte Partei sich bereit erklärt, den Forderungen der Liberalen und der Aufständischen in allen Bunften nachzugeben.

Afrika.

** Bei den neuesten Vorgängen in Südafrika fällt die loyale Haltung Englands Deutschland gegenüber angenehm auf. In einer in Kapstadt abgehaltenen Gerichtsverhandlung gegen zwei Engländer, die dabei ertappt wurden, wie sie Waffen und Munition für die Herero über die Grenze von Südwestafrika schafften, kennzeichnete der Richter ihre Hand­lungsweise in den denkbar schärfsten Ausdrüden und wies darauf hin, daß ein solches Verfahren gespannte Beziehungen mit Deutschland hervorrufen müsse, falls es nicht sofort unter­brückt und geahndet würde. Er verhängte über jeden der Beiden eine Geldstrafe von dreißig Pfund Sterling eventuell bier Monate Gefängnis.

Dof und Gefellschaft.

In Heidelberg ist der Großherzog von Baden nebst Gemahlin gestern vormittag eingetroffen, um an der Einweihung des Instituts für Krebsforschung teil­zunehmen. Das Großherzogspaar wurde am Bahnhof von Oberbürgermeister Dr. Wildens und dem Geheimen Kirchen­rat Prorektor Troeltsch empfangen und fuhren dann durch die reichgeschmückte Stadt nach dem Institut. Dort hielt Professor Czerny die Begrüßungsrede.

*** In Kopenhagen wurde die Prinzessin Wal­demar, als sie von dem Palais nach Schloß Bernstorff fuhr, aus dem Wagen geschleudert. Sie erlitt mehrere Ver­legungen, die jedoch anscheinend nur leichterer Natur sind. Die Prinzessin wurde sofort zu ihrem Palais zurückgefahren.

Deer und flotte.

Als Präsident des Reichsmilitärgerichts ist als Nachfolger des Generals von Massow der Kommandierende General des XI. Armeekorps Wilhelm Linde in Aussicht genommen.

Wechsel im Kommando des 2. Korps. Als Nachfolger des bisherigen kommandierenden Generals des II. Armeekorps, Generals der Kavallerie von Langenbeck ist der bisherige Kommandeur der 22. Division in Kassel Generalleutnant von Heeringen mit der Führung des II. Armeekorps beauftragt worden.

Typhus- Epidemie in der Wiener Garnison. Beim Regi­ment Hoch- und Deutschmeister in Wien sind 24 Mann am Typhus erkrankt. Die Aerzte führen die Erkrankungen auf den Genuß schlechten Trinkwassers während der Manöver zurück.

Französische Deserteure. In dem elsässischen Grenzdorf Stoßweiler haben sich in diesen Tagen 4 französische Desers teure gemeldet, die von ihrem Truppenteile, dem in Epinal garnisonierenden 6. Jägerbataillon zu Pferde heimlich ent­wichen waren. Uniform und Waffe hatten sie jenseits der Grenze zurückgelassen; fie trugen Zivilkleider und Feldmüßen. Die Fahnenflüchtigen wurden nach Feststellung ihrer Persön­lichkeit durch die Gendarmen über die schweizerische Grenze komplimentiert.

Soziales Leben.

X Streik der Schmiede in Glasgow. 10 000 Kessel­schmiede am Clyde haben beschlossen, zum 29. d. M. zu tündigen. Sie verlangen 5 Prozent Lohnerhöhung, was die Arbeitgeber rundweg ablehnen.

X Frieden im französischen Handschuhmacher- Streit. Der Ausstand in Grenoble mird als beendet angesehen. Im Zu­sammenhang mit den Ausschreitungen der Streifenden werden noch Verhaftungen vorgenommen; ein bei den Unruhen durch einen Steinwurf verletzter Soldat ist heute gestorben.

Nab und fern.

Verschollen. Im Mai d. J. reiste eine junge Wiener Sängerin St. Rosenstiel von Wien nach Leipzig in Begleitung eines Russen, der sich Schweinit nannte und sich als ihren Bräutigam ausgab, obwohl er verheiratet war und seine Frau in Berlin im Stich gelassen hatte. Seit Mai ist von ber jungen Dame keine Spur mehr aufzufinden, sie gilt als verschollen.

Eine Ortschaft eingeäschert. Das russische Grenz­tädtchen Krzepice wurde durch eine furchtbare Feuersbrunst vernichtet. 144 Wohnhäuser und 158 Wirtschafts­gebäude mit Mobilar, Wirtschaftsgeräten und Futter­mitteln sind niedergebrannt. Zur Linderung der großen Not hat sich in Bozanowitz, der benachbarten preu­Bischen Grenzstadt, ein Hilfskomitee gebildet, das die jen­seitigen Grenzbewohner mit dem Notdürftigsten versehen will.

Schreckenstat eines Jrren. Der Eigentümer Bauer aus Falkenwalde in Pommern erschoß in einem Anfall von Geistesstörung seine Ehefrau, Mutter von neun Kindern, von denen das jüngste vier Wochen alt ist, und darauf sich selbst.

Schmuggel en gros. Auf der Grenzstation Meran­drowo wurde ein Warschauer Großkaufmann, der einen großen Schmuggel an goldenen Uhren und Ketten ausführen wollte, bon russischen Zollbeamten verhaftet, jedoch nach Zahlung bon 2500 Rubel Strafe wieder freigelassen. Der Schmuggler hatte die Wertsachen, die beschlagnahmt wurden, an seinen Unterbeinkleidern befestigt.

170 Personen ertrunken. In der Nähe von Campbell­pore fippte auf dem Fluß Indus eine Fähre um. An Bord der Fähre waren 200 Personen, ausschließlich eingeborene Inder. 170 Personen ertranken.

Kanonenboot Helena" nicht untergegangen. Di Meldung, das amerikanische Bundeskanonenboot ,, Helena" sel während des letzten Taifuns mit der gesamten Besazung von 175 Mann untergegangen, bewahrheitet sich erfreulicherweis nicht. Das Marinedepartement der Vereinigten Staaten hai aus Shanghai die Meldung erhalten, daß die Helena" glück: lich dort angekommen ist.

Von den Toten auferstanden. Der verschwunden Pfarrer Delarue von Chatenay bei Paris, dessen Abhanden kommen so großes Aufsehen erregte, den man ermordel glaubte, ist im Vorort St. Gilles bei Brüssel entdeckt worden. Delarue erklärt, er habe den Priesterrock ausziehen und fünf: tig fich anderweit sein Brot suchen wollen. Delarue trägt einen starken Bart, was sein Erkennen erschwerte.

Blutige Raffenkämpfe in Amerika. Die Greueltaten des Pöbels von Atlanta( Georgia), der in der Nacht zum Sonntag 30 Neger tötete und über 100 verwundete, haben ein ebenso blutiges Nachspiel gehabt. Gestern früh stürmten ungefähr 200 Mänrer das Gefängnis in Atlanta, holten einen Neger heraus, hingen ihn an eine Telegraphenstange und durchborten ihn mit zahllosen Kugeln. 16 Kompagnien Infanterie, eine Batterie leichter Artillerie, eine Schwadron Kavallerie und die ganze Polizei von Atlanta wurden auf­geboten, um die Ordnung in der Stadt aufrechtzuerhalten. Während der Nacht wurde wiederholt aus dem Hinterhalt auf Straßenbahnwagen geschossen, so daß der Verkehr aus mehreren Linien eingeſtellt werden mußte. Um zehn Uhr wurde ein Neger von 50 Personen verfolgt. Er flüchtete in ein Hotel und wurde dort von seinen Verfolgern erschossen. Der Rückschlag ist aber auch nicht ausgeblieben, die Neger haben für die Greueltaten Vergeltung geübt. Zwanzia

ozen wurden an der Weichbildgrenze der Stadt übe fallen, vermutlich durch studierende Neger. Der Universität

arbeiten. In der W

sekretär und ein Polizeioffizier wurden getötet, vier Polizer, weil er nicht arbe beamte verwundet, sechs Schwarze wurden ergriffen, hierbo r die Mutter, für die

zwei erst, nachdem sie auf der Flucht von dem Volkshause halbtot geschlagen worden waren.

Bunte Tages- Chronik.

Fulda, 24. September. Auf offener Straße wurde italienischer Kanalarbeiter von mehreren seiner Landsleve erstochen. Cleve, 24. September. In Mörs am Niederrhein wurden schwer verletzt, die beiden anderen wurden als Leichen hervo gezogen.

boburch auf den Gebar

Frau Rothschild Geld auf

babe dort öfters gefehe Beredar nahm, ale er i Barz faßte Steinmet Tat. Er brachte ber den Hals bei, fodaß fie

vier Kinder in einer Sandgrube verschüttet. Zwei wurdte fie in den hintere

Innsbruck, 24. September. Tot gestürzt hat sich in Schmuck des heimkehrenden Almviehs holen wollte.

Dem Sefretär nahm einem Schachtelchen in goldene Uhr mit Ret

Kranebitterflamm der Senner Franz Turch, der Eiben un Beripapieren ließ er

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Im Breslauer Krawallprozeß wurde auf Antrag de Verteidigung am Montag nochmals in die Beweisaufnahm eingetreten, da fich noch neue Zeugen gemeldet hatten. Di

Dienstag beendet.

ante er in der Küche Berftein. Das 8wa

Efter wechseln. De A Bett mit der Bemerf

Geld in der Lotterie bmdte er die Uhr mit d bafe in Darmstadt für erflärte Steinme

fragen

Vernehmungen dieser, sowie einiger noch von der Verteidigung und fich auch keinerlei und dem Staatsanwalt benannter Zeugen wurde dam at zum Montag fchlie Die Vorgeladenen befundeten nicht berstadt und schenkte wesentlich neues. Staatsanwalt Dr. Hensel nimmt in seinem den er selbst am Finger Plaidoyer die Schußmannschaft in Schutz; sie habe keine Aus bas er am Tage vorher g schreitung begangen, auch nicht im Falle Biewald. Dem Muiter hörte, Frau Roth

betr. Beamten, der die Hand Biewalds abgehauen habe, Furd

vor der strafrechtlichen Verfolgung vorzuwerfen, weil er fi

Schneider 1/2 Jahre, gegen Jaczik 10 Monate, gegen die

er nights erwidern. Am

Epur des Täters gefomm

nicht melde, sei nicht angebracht. Es könne auch andere mim Athletenllub burd Gründe haben! Der Staatsanwalt beantragt schließlich gegen wifchen burch die der andern Angeklagten Strafen von 12 Jahren bis zu 6 Wochen auf den Kopf zugefag Gefängnis, gegen die Hebeamme Haase 100 Mart Geldstrafe Steinme:" Jawohl!" C § Eine anonyme Postkarte hatte eine Frau 3. in Friedenau atal gebracht. Damit w bei Berlin von einer früheren guten" Freundin erhalten beendet und es begannen

Die Karte zeigte das Bild eines buntgefiederten Hahnes, darunter standen die Worte:" Dumm, faul, gefräßig und aufgeblasen." Die Absenderin wurde ermittelt und wegen Beleidigung zu 20 M. Geldstrafe bezw. 4 Tagen Gefängnis berurteilt.

§ Wegen Kautionsschwindels wurde in Aachen der In haber einer inzwischen eingegangenen Auskunftei und Inkasso geschäftes Plaire& Co., die in Eschweiler, Düren und Trier

Filialen unterhielt, zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Gin junger Mann, dem 2000 M. Kaution abgeschwindelt wurden, veranlaßte die Anzeige des betrügerischen Gebahrens de Firma.

Lokales.

25. September 1906.

Abendfiunde wurde das U f Todesstrafe lautet. Die Biehjeuche verbreitet. Vor allem ift inlegter Beit in Gießen, born- Steinberg, Hungen, Bleidenrod, Alsfeld, Obern Richelnau, Nieder- Mockit mitten, Wetterfeld, Bodenrod, Nieder Weisel, heim, Bad Nauheim, und Oberheffen faft erloschen und Bodenrod, Milzbrar Langgone, Muschen

i Eichelsdorf, Eschenrod,

*

Ringfreies

Homburg v. d. H. erl

** Erledigt: Die mit einem fatholischen Lehrer befeßende erste Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Oppersfelbſtändigen Gastwirte hofen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.

* Landtagserfahwahl. Wie verlautet, wird als Nachfolger des verstorbenen Abgeordneten Häusel, Bosthalter Dlt in Höchst i. D. von der nationalliberalen Partei als Land tagskandidat aufgestellt werden.

Infolge ergangene

tingfreie Brauerei, welch liefern. Depot fann Angebote sind zu richten Gantwirte des Ober- 2

feine so einfache Sache&

Die Leiche im

verbreitet war, ein weni

Etzierung der Leiche ber

P. Polizei Konferenz. Einladung von Seiten des Polizeiamtmannes Herbergsteriöse Dunkel, das ü fand heute Vormittag im Sizungssaale des Bürgermeister gebäudes zu Gießen die 15. Konferenz der Polizeiamts- und Bolizeiverwaltungsvorstände statt. Nach Schluß der Sizaten ergeben, die mit ist im Hotel Großherzog ein gemeinsames Eſſen vorgesehen.

P. Ladendie berei. Vorgestern faufte eine Gießener Frau in Begleitung ihres 14jährigen Töchterchen in einen

Laden etwas ein. Hierbei wurde vom Personal beobachtet, daß tas Mädchen heimlich eine Tortenschaufel in feine Tasche verschwinden ließ. Mutter und Tochter leugnete anfangs und gaben an, die Schaufel in einem anderen G schäft erworben zu haben, allein das Geschäftszeichen die Herkunft nicht bestreiten und so wurde Anzeige erhoben

nämlich wie der F

Ward fließen laffen.

Ermordeten die Zunge a durch ein sicheres Beichen fi die Leiche ist der obert worden, die ihr Gutachten

mertmale abgab.

Die Druderid

zur im politiſchen, sond

durch fie geht, wie ein

der Weg zum Reichtum

* Selbstmord im Gefängnis. Im Unter suchungsgefängnis zu Gießen hat der Kl. Preſſe" zufolg der inferiert, fofort ein der Kaufmann J. Dörffer, gebürtig aus Glogau, feirenin bedeutend besseres& Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Dörffer, ein me und fein Kundenfreis w

fach wegen Eigentumsvergehen bestrafter Mensch, war Bad Nauheim bei Begehung eines schweren Diebftable b gefaßt worden und dringend verdächtig, die mehrfach legter Zeit dort begangenen Einbrüche verübt zu haben.

Am Montag begannen die Obstversteigerunge an den Kreisstraßen und zwar Gießen- Heuchelheim- Rodhen Klein Linden- Dutenhofen, Klein- Linden- Großen- Linden. D erzielten Preise waren recht hoch, da sich zahlreiche Händle aus der weiteren Umgebung eingefunden hatten. Es tave nur vorzügliche Tafeläpfel wie Goltparmänen, Schöner to Bostop, Peping, graue Reinette, Ananas- Reinette und den zum Verkauf. Der Zentner foftete am Baume 8-13

A Die Arbeiten an der Kreissammel was en meisterei bei Garbenteich sind seit einigen Bochen in r griff genommen. Aus dem gesamten Kreise Gießen mi das gefallene Vieh in die Kreiswasenmeisterei gebracht. 8 Transport der Tierkadaver sollen Kraftwagen angesch werden. Die gesamte Anlage des Werfes ist zu 120 000 R beranschlagt.

* Der Raubmord in Pfungstadt. Gestern te handelte das Schwurgericht in Darmstadt gegen den Raa mörder Steinmez aus Pfungstadt. Steinmetz, ein b schränkt aussehender Bursche, 21 Jahre alt, antwort zögernd auf die geft Uten Fragen. Es gibt zu, den Rea mord begangen zu haben. In den beiden legten Winter hat Steinmetz in der Milchhandlung von Engel gearbeit wo er 12 Mt. die Woche verdiente, die er stets sein Mutter ablieferte. Er unterhielt ein Verhältnis mit b Tochter eiues gewissen Crößmann, vertehite öfters dessen Familie und machte dem Mädchen zeitweise flin Geschenke. Am 23. Fbruar hörte Steinmez bei Engel au

and dreifache vermehren glaubt, die Leute müßte alb feien die Geschäfts Lagbung zur fleißigen Blattes freundlicht Beginn der Herbfifaison

Brignachtsgeldhaft folge

Beka

Wir bringen

angehörigen, daß in wählt wurden:

1. Bendant D

2. Buchhalter G 3. Buchhalter S

Gießen, den 2

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