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3. Auguft 190
Baugenofchieden entgegenzutreten.
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24 Uhr bon
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Das Großh. Minifterium, Abteilung für Schulangenheiten, fordert die mit der Erziehung der Jugend Bauten auf, den neuesten Auswüchsen oer Jugend Gemeint ist be= urders das Werfen mit Stinen nach Eisenbahnzügen und mobilen, ein Unfug, der in neuester Beit sehr überhand t, wenn auch die Täter nicht immer dem jugendlichen Mer angehören.
A Das Gruppenwasserwert des hessischen
auf Freisprechung. Da in der Berufungsverhandlung nicht feftftand, ob die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Be rufung rechtzeitig erfolgt ist, trat, zwicks Feststellung dieses, Vrtagung ein.
Manöverbriefe. Mit Rücksicht auf den häufigen Wechsel der Kantonements Quartiere empfiehlt es sich, der genauen Adress: des Empfängers( Regiment, Bataillor, Kompagnie, Schwadron oder Batterie) nur den Namen des fändigen Garnisonortes beizufügen. Die Weiterbeförderung der Briefe erfolgt dann sicher und schnell vom Garnison. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. orte aus nach dem jeweiligen Aufenthaltsort der betreffenden Truppen. * Der hessische Landwirtschaftsrat gibt be
Geborene.
Sorsigende baates in Oberhessea. Infolge der neuen ausgedehten fannt, daß in diesem Herbst erheblich größere Nachfrage nach Arthur Rayfowsti ein Sohn, Kuct Werner; 15. Kunst- und ung dec Gutralmaschinenanlage, Dampfwäscherei und der Vergrößerung erfreulicherweise zu bemerken, daß lokale Vereine und Ge und des Utlichen Betriebe in Bad Nauheim, wie Fernheizwerk Saatgut aus den Saatbaustellen besteht. Insbesondere ist ußerste Gem Bades durch zwei neue Badehäuser, war der Staat ge- nossenschaften für eine größere Anzahl ihrer Mitglieder Tochter, Erna Helene; Bureaugehilfen Ludwig Volpert ein
enfchaft ift
ungen, eine neue Wasserleitung für Bad Nauheim zu erten und faufte in dem Tale der Lauter östlich des Dorfes Da nun aber
einen Versuch mit Einführung der bewährtesten reinen Wintergetreidesorten an Stelle der bisher gebauten, durch Kreuzung und Entartung unrein und allmählig weniger er
halb ist vor Bohrversuche bald zeigten, daß die vorhandenen Wasser- tragreich gewordenen Sorten machen wollen.
* Wetzlar, 24. Auguft. Wie der„ Weßl. Anz." von zuverlässiger Seite hört, dürfte die Wertzu wachssteuer auch in unserer Stadt zur Einführung gelangen. Ein ent
3wed, fie ter an der Bingmühle ein Duelgebiet. nisfcage zungen den Bedarf des Staates erheblich überschritten, so großer Bordalo die Regierung, ein großes Gruppenwasserwert für den 10 29 Ortschaften der oberen und mitleren Wetterau bis erfüllt worhaben sich zahlreiche Orte angeschlossen, z. B. Friedberg, Kommission gefunden. schiedenen Rauheim- Stadt, Melbach, Lauter, Münster, Dornheim, Motyges, Schwalheim, Södel, Berstadt u. a. Das oben erist als Vert minte Qullgebiet an der Bingmühle ist in einem 10 Meter stalt die fen Brunnen gefaßt und liefert fast 6000 Stubitmeter n Namen eftes Trinkwass r. Der Staat hat dazu noch ein größeres der Entwidi Terrain oberhalb der Tröllermühle für ca. 20 000 t. geteil nehme. auft. Allenthalben sieht man hier in oem Wiesental sehr desversicherung giebige Duellen hervorbrechen, an deren Fassung jezt durch Die Er Darlehnat ftellung langet Rieseltanäle gearbeitet wird. bigkeit diefer Quelle schäßt man auf ca. 4-5 000 Rubitsodann den ter, sodaß das ganze Werf täglich ca. 10-11 000 Kubit fenschaften ter Wasser liefern wird, wovon Bad und Stadt Nauheim twa nur ein Drittel brauchen. Die Rohrlegung auf der eines( in dom ter langen Strecke von Lauter nach Bad Nauheim
d
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bergeben und soll noch dies Jahr vollendet worden. Der it den staatlichen Betrieb erforderliche Hochbehälter soll auf wen Goldstein bei Bad Nauheim errichtet werden, er ist zu 1, 24. Augut 35 000 t. veranschlagt. Die Gesamtkosten der großen uptversam milage betragen 1867 000 Mt. einschließlich der den t, erstattet Rühlembefizern zu gewährenden angemessenen Entschädigungen. Bericht über die ganze Anlage ohne jeglichen Maschinenbetrieb nur gemeinen natürlichem Gefäll erbaut wird, so ist der Staat in der Beandstandunge, das Wasser an die Orte für einen sehr niedrigen die Rechnung Bus und zwar für 8 Pig. pro Rubikmeter abzugeben. g ohne Debaberhalb des Dorfes Lauter wird für die höchstgelegenen htet Oppermate, pie Lauter, Rödges, Nonnenreth, Ober- Bessingen und tert die einzeln after ein besonderes Reservoir angelegt. In der Nähe alls einstimmion Imheiden hat der Staat ein weiteres Quellgebiet von wird die bo 10 orgen angekauft zwecks späterer Husnüßung. Das Cauterer Wasserwert wird bis zum Frühjahr zum größten Tal im Betrieb sein.( Sollte diese legte Angabe unseres Baichterstatters nicht ein Irrtum sein? D. R.) Etwa 5 Muglen t. borläufig den dabei betroffen. ung betrifft de Der grollende Baldr. Voll heftigen Ingrimms
der Beiträge 23 Reingewinn
egen seine Mitbürger, die ton nicht mehr zum Bürgermeister wahlen wollen, schreibt der Landtagsabgeordnete Köhler ffenschaftsgeles Bangsborf in der hessischen Beamtenzeitung. In diesem hat lediglich tel, der von der„ Stellung des Bürgermeisters in seiner in der Verbomeinde" handelt, meint Köhler: Ich selbst weiß ein Lied, gen und der S war tein hohes, aber ein solches, das Steine erweichen, tügen. Die enschen rasend machen fann, aus meiner amtszeit von 9 ert werden duraren zu singen, wie ich angefendet wurde wegen all der die Organisatie hzeitigen Verhältnisse, die to herzustellen bestrebt war, erständnisses en eine rückständige, störrische und in Haß und Rachsucht Decke der Revisi abiffene Mehrheit in meiner Gemeinde, die mir stets mit richterstatters, twiederwahl drohte, die ich aber dennoch stets mit GlaceVerbandsreb fchuhe anfassen sollte, was ich selbstverständlich als ausschusses gender Mensch nicht zu tun vermochte: Und darum ist es uf um 12% fat als sicher vorauszusehen, daß man am 25. Auguft( am mit herzlige der Bürgermeisterwahl) mir den Stuhl vor die Türe Probst- Münd en wird. Dies Lied witß ich zu singen, als einer, über -Stettin Dan stets das Damoklesschwert hängt der Wolfsabstimmung, Anwalt hier Wehrheit, der Masse, die meistens feine Vernunft hat, Der Goethe sagt:" Nichts ist widerwärtiger als die Major ität, denn sie besteht aus wenigen fräftigen Vorgängern, Schelmen, die sich affommodieren aus Schwachen, die vollem Erntet assimilteren aus der Masse, die nachrollt, ohne nur im besten zu wissen, was sie will." Das alles sind Ausr. Kingsume dieser diretten Wahlen 2c.!
hat bereits die Genehmigung der
A Lich, 24. August. Die voriges Jahr hier für den Kreis Gießen neu errichtete Ackerbauschule erhält gegenwärtig einen Neubau, der jetzt im Rohbau fast vollendet ift; er steht in der Nähe der fürstlichen Obermühle. Am 6. September wird der 2. Unterrichtsfurfus anfangen. * Büdingen, 23. August. Ene bemerkenswerte Verfügung hat die Kreisschulkommission erlassen. Kinder, die zu Ostern 1907 die nötigen Schultenntnisse nicht aufweisen, sollen zu längerem Schulbesuch verpflichtet sein. * Aus dem Odenwald. Unfreiwillige Komit offenbart eine Friedhofsordnung, die gegenwärtig am Friedhoftore zu Groß- Bieberau zur Nachachtung der Bewohnerschaft prangt. Darin findet sich wörtlich der merkwürdige Passus:„ Kinder bürfen den Friedhof nur in der Bekleidung Erwachsener betreten." Man vergegenwärtige sich nun die Bübchen in Großvaters Kirchenrock, Männerhosen, abgeschabte Zylinder oder vormaligem, Dreimaster" und dem obligaten Familienregenschirm von riesigen Dimensionen und anderseits die kleinen Mädels in den Urgroßmutterhauben zc. bei einem Begräbnisse! Die Dctsbehörde hatte wohl keineswegs die Absicht, durch diese Anordnung zur Erheiterung der„ tieftrauernden Hinterbliebenen" beizutragen; es dürfte vielmehr die ausführende Künstlerhand mit der deutschen RechtSchreibung etwas auf dem Kriegsfuße leben.
* Seligenstadt. 8um Mädchenmord. Jetzt will man in Rippenberg in Baden den Mörder der Elise Weih verhaftet haben. Es soll der Mann sein, der vor einiger Zeit in der Ammerschläger'schen Wirtschaft in Aschaffenburg eine Postkarte an das Amtsgericht in Seligenstadt schrieb. Nach vorgefundenen Legitimationspapieren heißt er Frizz Taud und ist aus Frankfurt. Auch die bei Wirt Spinnler gestohlene Dose mit dem Bildnis des Papstes wurde bei ihm gefunden.
* Darmstadt, 24. Aug. Gefährliche Sträflinge. Vor der Straffammer standen heute vier jugendliche Gefangene, die am 22. Mai d. I. aus dem Arresthaus auszubrechen versuchten. Die Anklage lautet auf Mordversuch, Gefangenenbefreiung und Sachbeschädigung. Bei dem Ausbruchsversuch hat der 18jährige Taglöhner Johann Gotha aus Bierstadt den Oberaufseher Plaz durch Beilhiebe auf den Kopf verlegt, daß der Mann dauernd arbeitsunfähig und teilweise gelähmt ist. Gotha erhält 7 Jahre 4 Monate Gefängnis. Der mitangeklagte 17jährige Arbeiter Mar Koch erhält 3 Jahre 8 Monate, der 16jährige Spengler Friedrich Wißmann aus Bürgel 2 Jahre 7 Morate und der 18jahrige Bäckergeselle Franz Jahn aus Desterreich wegen Sadbishädiouna 3 Monate Gefängnis.
Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer.
Gießen, 24. Auguft. Unter Ausschluß der Deffentlichkeit wurden der Schweizer Franz Sailer aus Saulgrub und der Gärtner Philipp Karl Martin von Stein Fischbach wegen widernatürlicher Unzucht zu je 2 Monaten Gefängnis verurteilt. M., der bei seiner Verhaftung und auch bei seiner Einlieferung in das Haftlokal einen falschen Namen angab, wodurch falsche Einträge in die Gefangenenbücher bewirkt wurden, erhielt außerdem wegen intellektueller Urkundenfälschung 2 Wochen A. Gießener Pferdemarkt- Lotterie. Die Gefängnis. Die Ehefrau Lemfe in Bad Nauheim hatte her wider. Jobes am 11. September flattfindenden Herbst- Pferde- mit ihrem Dienstmädchen einen schriftlichen Vertrag ab= auſend und Abertan: ein viersiziger Bittoriawagen, ein- und zweispännig treten tönne. Da sie das Mädchen vor Ablauf der Bade
ein und auf
zusammen.
bar, nebst Pferd und silberplattiertem Geschirr, ein bitten mit Plüschgarnitur, Pelzoecke und Laternen nebst olt heute abd und vernickeltem Kumm.tgeschirr, ein Lauterbacher
saison nicht entbehren fonnte, änderte sie das Datum des Austritts und legte den Vertrag der Polizei vor, um das Mädchen zu zwingen, bei ihr zu bleiben. Sie wurde wegen
en geliebten Langen mit Kutschierbock und Bremse nebst Pferd und Urkundenfälschung zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt.
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belustigung ging dem Gastwirt Heinrich Rühl von Utphe ein Strafbescheid zu, gegen den er gerichtliche Entscheidung beantragte. Es wurde festgestellt, daß ein Weggergeselle in seiner Wirtschaft Bichharmonika gespielt und daß einige
Am 11. August. Dem Bierhändler Joseph Gentner eine Tochter, Margarete Marie Elise; 12. Prokuristen Handelsgärtner Rudolf Weber eine Tochter, Katharine Emilie Luise Hermine; 17. Kaffeboten Adolf Schmidt eine Sohn, Heinrich Karl; 18. Schneider Ludwig Wilhelm Eich eine Tochter Emma Chriftina; 20. Installateur Louis August Jele ein Sohn; 21. Großh. Regierungsbaumeister Friedrich Konrad Kuhlmann eine Tochter; Taglöhner Heinrich Weber ein Sohn.
Aufgebote.
Am 17. Auguſt. Adolf Schmidt, Kaufmanr in
Mingolsheim mit Lina Hahn dahier. Heinrich Ludwig Brück, Taglöhner in Alten- Bused mit Marie Hofmann dahier. 18. Karl Klös, Schneider in Rödgen mit Elisabethe Christiane Henkel, geb. Dehler, dahier. 20. Gustav Bruno Konrad, Bahnsteigschaffner dahier, mit Katharine Marie Schönewolf, geb. Finfernagel, in Frankfurt a. M. 22. Sally Kaz, Kaufmann dahier mit Mathilde Hammel in Heddernheim. Adolf Diez, Schlosser dahier mit Dorothea Deutscher, geb. Köhler, hierselbst. 23. Wilhelm Lepper, Techniker dahier mit Marie Stühler hierselbst. Eheschließungen.
Wilhelm
Am 18. Auguft. Christian Reibeling, Bureauvorsteher dahier mit Elise Stemmler hierseibst. Heinrich Lehrmund, Schlosser dahier mit Eva Hamm hierselbit. Sennings, Ingenieur in Solingen mit Marie Ditilie Gelhar dahier. Friedrich Reuling, Lackierer dahier mit Elisabethe Marie Luise Hermine Simon hierselbst. Wilhelm Weigel, Schlosser dahier mit Wilhelmine Berg hierselbst. Wilhelm Schuchardt, Taglöhner dahier mit Elisabethe Narz hierselbst. Start Giller, Kaufmann in Homberg a. d. O. mit Sydonie Braun dahier. 21. Moses Lehmann, Schanfwirt in Eberftadt mit Staroline Stern in Ulrichstein. 23. Theodor Loos, Kaufmann dahier mit Ottilie Müller dahier.
Gestorbene.
Am 17. August. Margarete Loh, geb. Euler, 51 Jahre alt, Witwe des Dienstmanns Wilhelm Loh dahier. 16. Margarete Wild, 5 Mte. alt, Tochter des Gastwirts Edmund Wild dahier. Käthchen Güngerich, 79 Jahre alt, Privatin dahier. 19. Marie Schulz, 11 Jahre alt, Tochter des Taglöhners Heinrich Schulz dahier. 21. Christian Schmidt 2, 68 Jahre alt, Fabrikarbetter dahier. Weber( noch ohne Vornamen), 6 Ston. alt, Sohn des Taglöhners Heinrich Weber dahier. 22. Franz Kreuter, 1 Jahr alt, Sohn des Fabrikanten Joseph Kreuter dahier. Mathilde von Henning, geb. Baum, 76 Jahre alt, Rentnerin in Dresden.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 26. Auguft. Trüb, Regenfälle, kühler, starke weftliche Winde.
Marttberigte.
Gichex, 25. Aug. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butter per Pfb. 1.20-1.30 Mt., Hühnereter per Stück 8-9 Pfg., Enteneier St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 ẞfg., Erbsen per Bfd. 22 fg., Linsen per Pfd. 32 Pfg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 Mt., Hahnen per Stück 0.80-1.80 Mt., Enten per Stück 1.80-2.20 Wit., Gänse per Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 80-86 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 fg., Schweinefleisch per Pfd. 80-91 Bfg. Schweinefleisch gefalzen per fd. 94-00 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 80-84 Pfg., Hammelfletsch per Pfd. 60-80 Pig., Kartoffeln per 10 Kilo 7.00-8.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00 wt., Weiskraut per Std. 15-30 d., per St. 10-30 Pfg., Aepfel per Pfb.15-20 Pfg., 3wetschenper Str. 0.00-000 mt., Kirschen per Bfd. 30-40 Pfg., Much per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarttverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden.
Verantwortlich für die politik und den Inseratente! Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belle in Gießen.
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