× Arbeitsnachweiskonferenz. Der Verein deutscher Arbeitgeberverbände erläßt eine Einladung zu einer in Eisenach am 24. August d. J. stattfindenden Arbeitsnachweisfonferenz. Die Tagesordnung umfaßt folgende Referate: Arbeitsnachweise, Gesellschaften zur Entschädigung bei Arbeitseinstellungen, Aussperrungstaftit, Koalition.
× Aussperrung im Bürsten und Pinsel- Gewerbe. Der Arbeitgeberverband der Bürsten- und Pinsel- Fabrikation in Schönheide im Vogtlande beschloß, allen organisierten Arbeitern und Arbeiterinnen der Fabriken in Rothenkirchen, Slügengrün und Bärenwalde zu fündigen, wenn die Arbeit in den Schönheider Fabriken nicht bis zum 12. September wieder aufgenommen würde.
Bruder Jonathan auf Cuba.
Es gewinnt immer mehr den Anschein, daß die Vereinigten Staaten von Amerika die gegenwärtige Revolution auf Cuba nicht ungern sehen, ja vielleicht sogar die Finger an der Drähten haben, an denen die Puppen dort tanzen. Ein Gerücht will wissen, daß der Staatssekretär Root bei seiner Abfahrt in Bahia Blanca in Gegenwart des argentinischen Ministers des Aeußern erklärt habe, die Vereinigten Staaten seien entschlossen, Cuba zu annektieren, falls ein solches Gesuch an die Unionsregierung gerichtet würde.
Zwar dementiert man in Washington eifrig jede Absicht einer Intervention der Union und behauptet, daß die cubanische Regierung allein mit dem ,, Aufständchen" fertig werden würde, aber Dementis pflegen in der Diplomatie Amerikas ebenso wenig Glauben zu verdienen, als anderswo, und außerdem fieht es nicht so aus, als ob General Nunez ohne Onfel Jonathans Hilfe durchkommen würde.
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Die Verhältnisse werden unterdessen mit jedem Tage un ficherer. Der Staatssekretär D'Farril y Chappotin sowie der Minister des Innern sind von ihren Posten zurückgetreten. Der Aufstand macht reißende Fortschritte. An schiedenen Stellen der Insel haben die Insurgenten Erfolge errungen; sie nahmen San Juan, und starke Truppenmassen der Aufständigen bedrohen Pinar del Rio. Die Regierung mobilisiert die Milizen und stellt alle waffenfähigen Leute, sogar Knaben von 15 Jahren ein. Selbst bis in die Nähe bon Havanna wagen sich die Rebellen, und bereits sind Aufständige in den Vororten der Hauptstadt gesehen worden. Die Verbindungen zwischen Havanna und den Provinzen Santa Clara und Cardenas sind unterbrochen. Nach der Einnahme von San Juan, der Endstation der kubanischen Westbahn, sandte der Rebellenführer eine Botschaft an den Oberleiter der Bahn: Ich bin im Besitz Ihrer Station; wenn Sie Truppen auf der Bahn befördern, sprenge ich Stationen und Brücken in die Luft." Ein Zug mit Regierungstruppen ist von Havanna nach Pinar del Rio abge: fahren.
Allerdings haben die Rebellen an anderer Stelle eine empfindliche Niederlage erlitten. Das Lager ihres Führers General Bandera wurde überrumpelt, wobei dieser und zwei Offiziere fielen, während die übrigen Mannschaften entflohen. Natürlich werden sie sich inzwischen schon an einem sicheren Drte unter Führung eines anderen Generals" gesammelt haben und der Regierung neuerdings zu schaffen machen. Selbst die Presse Cubas glaubt nicht an eine schnelle Unterwerfung der Aufständischen und fordert die Errichtung einer Diktatur. Der Diktator aber wird, wenn er kommt, wohl Bruder Jonathan heißen. Der Yankee hat eine große Tasche und Cuba hätte wohl noch Play darin!
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Nab und fern.
† Im Eisenbahnzuge beraubt wurde auf der Fahrt von Berlin nach Stettin der Gastwirt Boellert aus Berlin. B. hatte furz vor seiner Abreise in Berlin zwei gutgekleidete Männer kennen gelernt, die ihm erzählten sie hätten dasselbe Reiseziel. Auf der Fahrt fiel Boellert in einen tiefen Schlaf. Als er erwachte waren seine beiden neuen Bekannten und mit ihnen seine Taschenuhr und eine Handtasche mit 280 Mt. berschwunden. Es wird angenommen, daß Boellert durch sog. Morphiumzigaretten eingeschläfert und dann beraubi wurde. Nach den beiden Tätern wird eifrig gefahndet.
† Räubertomantik in Ostpreußen. In das katholische Pfarrhaus in Insterburg drangen nachts in Abwesenheit des Pfarrers drei nastierte Männer ein. Die Haushälterin wurde gefnebelt, an das Treppengeländer gebunden, ihrer Börse beraubt und mit einem Rasiermesser erheblich an den Händen, am Gesicht und Oberkörper verlegt. In der Pfarrwohnung wurden die Behälter durchwühlt, geraubt aber anscheinend nichts. In dem Hause war bereits vor kurzem ein Einbruch versucht worden. Die Täter sind noch nicht er. mittelt.
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† Panit in einem Kinematograph Theater. In der Sommerfrische Kostenblut bei Tepliz fing in einem Kinematograph Theater das Kleid des den Apparat bedienenden Mädchens Feuer. Es entstand eine wilde Panik; in dem Gedränge eclitten fast sämtliche Besucher, ungefähr 150 Personen, leichtere oder schwerere Verletzungen.
† Vom Erdbeben. In Santiago de Chile ereigneten fich Donnerstag und Freitag wiederholt neue Erdstöße. In Valparaiso hat man energische Maßregeln ergriffen, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. 150 Personen, die bei Räubereien betroffen wurden, sind erschossen worden. Ueber 1500 Leichen beim Erdbeben zu Tode gekommener Personen wurden beerdigt und noch immer werden Tote geborgen. Eine Epidemie erscheint nahezu unausbleiblich. Die Straßenbahngesellschaft hat einen Materialschaden von über 300 000 Mark erlitten. Die Erdbeben- Epoche der letzten Jahre soll übrigens noch nicht abgeschlossen sein, wenn man dem Meteorologen Wragge in Sidney glauben darf. Er prophezeit große Erdbeben für die Länder nördlich vom Aequator für das laufende und das kommende Jahr. Hoffentlich
irrt er sich.
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† Unterschlagungen einer Bürgermeisterin. In Groß biberau bei Darmstadt wurde die Frau des verstorbenen Bürgermeisters und Sparkassenrechners Merz verhaftet, ala fie eine leine Reise" nach Amerika antreten wollte. Frau Merz hatte die Geschäfte der Sparkasse selbständig geführt. Vor einiger Zeit waren bei der Prüfung durch die Ober rechnungskammer eine Reihe von Unregelmäßigkeiten fest gestellt worden.
† Blutiges Kirchweihfest. Bei der Kirchweihe in Schnappach bei St. Inabert fam es zu einer Schlägerei, bei
ber Messer und Revolver eine Rolle spielten, und die schließlich in einen Straßenkampf ausartete. Mehrere Personen wurden verletzt, vier davon schwer, einer ist seinen Wunden bereits erlegen.
† Grenzzwischenfälle. Beim österreichisch- ungarischen Brenzübergang Moczki wurden die dort postierten Grenzjoldaten nachts durch falsche Signalschüsse in einen Hinterhalt gelockt. Der Wachtfapitän wurde erschossen, die Soldaten ber Waffen beraubt und gefesselt. Währenddem passierten etwa 12 Mann, vermutlich mit Waffen und Munition, unbehelligt die Grenze. Die zwischen Libau und Polangen berkehrende russische Post, wurde, als sie einen Wald passierte, von sechs bis sieben jungen Leuten überfallen. Dem Postillon gelang es, mit der Post zu entkommen, obgleich er durch mehrere Schüsse verlegt wurde.
Bunte Tages- Chronik.
Krenznach), 23. August. Eine Falschmünzerbande hat auf dem Jahrmarkt eine Menge falscher Zweimarkstücke mit dem Bildnisse des bayerischen Königs ausgegeben. Einer der Betrüger ist verhaftet worden.
Werdau, 24. August. Zwei an der Hochspannungsleitung Krimmitschau- Werdau beschäftigte Arbeiter kamen dem Drahi zu nahe und wurden sofort vom Strome getötet.
Neustadt( Holst.), 24. Auguſt. Im Ostseebade Grömit berstarb der Major a. D. Drigalski während des Badens in folge Herzschlages.
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,, Die Jnfel der Heiligen."
- Leben und Sitten im heutigen Jrland. Erdbeben. Der entrüstete Fischer.- Home rule. Fort mit Eng and. Nationalfehler. Arbeit ein notwendiges Uebel. De Rutscher spielt Murmel. Unter zerrissenen Strohdächern. .Gi'me a penny."
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Belfast, im August. Die Zeit der Erdbeben- Katastrophen ist auch an unserer grünen Insel nicht spurlos vorbeigegangen. Kleinere Be wegungen der Mutter Erde wurden nicht sonderlich beobachtet, bis ein ziemlich heftiger Stoß in dieser Woche die Gemüter in Schrecken setzte. Glücklicherweise scheinen größere Schäden bis auf eine Panit in einem der betroffenen Dörfer, bei der einige Personen verlegt wurden, nicht entstanden zu sein. Aber der Jrländer ist keine topf: hängerische Natur, der Schrecken ist bald vergessen und das Leben geht seinen gewohnten Gang.
In alten, längst vergangenen Tagen muß Jrland mil wahrhaft guten, heiligen Männern gesegnet gewesen sein, denn Der Name dieses Eilandes lautete damals„ Isle of saints" b. i. Insel der Heiligen". Ob man der anmutigen Insel tuch noch heutigen Tages das Recht einräumen dürfte, diesen Titel für sich in Anspruch zu nehmen, ist eine Frage, die mir neulich den ganzen ehrlichen Zorn eines einfachen Fischernannes eingetragen hat, als ich ihm offen mit einem festen , No!" antwortete. Er war erst wieder etwas beruhigt, als ch ähnliches wie später vielleicht" murmelte. Ja, später," tieß er tief aufatmend hervor, später, wenn wir wieder ganz risch sind, frei von der englischen Herrschaft."
Charakteristisch für den Irländer ist, daß er den Eng
länder durchaus nicht liebt, sondern ihn verachtet, ihn stolz und eingebildet schimpft und seine Sitten und Gebräuche perspottet und verlacht. Die Meisten träumen immer noch Don einer Home rule", d. i. vollständige Unabhängigkeit von England und eigene Regierung und Parlament. Das m Herzen ängstlich Gehoffte ist, zurückkehren zu können, zu ben alten, irischen Gebräuchen, zur eigenen alten irischen Sprache. Weg mit der englischen Sprache in Irland! Und nit Sorge predigen die Alten den Jungen, daß das Land, bas die Sitten eines anderen annimmt, rettungslos verloren st, und traurig müssen sie von Tag zu Tag sehen, daß der Frländer anstatt fein Frisch" zu fultivieren, immer mehr ind mehr dem englischen Akzent als sichere Beute anheim ällt. Sie wollen nicht schwache Nachahmer der Briten sein, ondern sehnen mit aller Kraft den Tag herbei, an dem sie, vie man mir stolz versicherte, ihren Plaz wieder als selb₁ tändige Nation unter den freien und unabhängigen Völkern der Welt einnehmen werden. Irland hat noch ein Wort in der Weltgeschichte mitzureden" so begeistert nationale Literatur Die atemlose Leserschar.„ Aber die erste Bedingung dafür ist, Jaß Irland wieder ganz irisch wird, abschüttelt die eng ischen Gebräuche, die englische Sprache ignoriert und, daß eder seine eigene Muttersprache lernt und spricht." Würde Dieser Wunsch, frei von England zu sein, je in Erfüllung tehen, so wäre damit Irlands Schicksal erfüllt, da es meiner Ansicht nach, durchaus nicht die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu egieren,
Der Nationalfehler ist, daß Spiel und Sport zur Zeit jas Universalgeschäft des Irländers ist. Arbeit ist etwas Rästiges, ist ein notwendiges Uebel, das in aller Eile so gut vie möglich erledigt werden muß, damit man sich mit vollem Ernst und Eifer dem einzig richtigen Geschäft des Lebens jingeben fann: Bridge und Whist zu spielen, Golf, Fußball, Cricket und viele, viele andere Spiele. Ein überaus beliebtes Bolksspiel für Männer ist das Murmelspiel, dem sie in ihrer reien Zeit oft auf der Straße fröhnen. Braucht man eine Droschke und ist der Kutscher nicht zur Stelle, so fann man icher sein ihn in der Nähe beim Murmelspiel mit seinen Kameraden zu finden.
Betrachten wir den Westen Jrlands, so lernen wir die ärmste ind unterste Klasse der Bevölkerung fennen, denen die Armut ind das Elend, in dem sie leben, selbst zuzuschreiben ist. Die Menschen sind von einer unglaublichen Faulheit, Bequemlichkeit ind Sorglosigkeit. Wo sind hier Häuser? Wo ist Arbeit? Wo st Leben? Nichts, nichts von menschenwürdiger Eristenz zu nerken. Hier und da isoliert steht eine Hütte, zwei oder drei oder vier, selten mehr, zu wenig ein Dorf zu bilden. Mit hrem zerwehten Strohdach, ihren niedrigen, kleinen Fenstern, jölzernen Türen, gewähren diese Bauten einen seltsam nelancholischen Anblick. Nirgends ein Garten. Kein Mensch jat viel zu arbeiten. Da stehen die Leute an die Häuser jelehnt auf der Straße, die Männer mit furzen Pfeifen im Munde, die immer mit Tabat gefüllt sind und alt werden am Tage. Sie sprechen wenig. Die Frauen mit nackten Füßen und schmußigem Rod, mit einem Imschlagetuch über Rücken, Brust und Kopf geschlagen, ein Find auf dem Arm, lungern schwazend umher. Die Knaben ind Mädchen, die bereits laufen können, beobachten die fremden Borübergehenden, um sie mit ihrem ewigen:" Gi'me a penny i'me a penny"( geben Sie mir 10 Pfennig) anzubetteln. Wenn der Acker genug Kraut und Kartoffeln liefert, so fragt nan nach nichts weiter und ist zufrieden in allem Schmuz ind aller Armut. M. Richter.
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47. Allgemeiner Genossenschaftstag.
Das Großh. S beiten, fordert b rauten auf, den neu tigieben entg ders das Werfen to mobilen, ein Unf ter angeboren.
or. Rassel, 23. Auguft 1906, Separatverhandlung der Baugenoffen schaften.
rat Reisewig namens der königlichen Eisenbahndirektion, wenn auch die
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laates in Oberh atlichen Betriebe entralmalainenanlage Babes durch zwei ungen, eine neue ten und faufte in ter an der Bingm Bobrverfade bald ngen den Bedarf be Gloß die Regierung 29 Ortschaften de
Die Verhandlung, der u a. der Geh. Regierungs Kassel beiwohnte, wurde nachmittags 214 Uhr von den Vorsitzenden, Landrat Berthold Blumenthal mit Worter herzlicher Begrüßung eröffnet. Der Vorsigende betont daß von der Leitung des Allgemeinen und des Unter verbandes stets dringend auf Beachtung dec Grunt säße: Vorsicht, strenges Maßhalten, äußerste Gewissen haftigkeit und Redlichkeit in der Geschäftsführung ge drungen worden ist. Die Baugenossenschaft ist ni Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck, sie dar nicht als Sport betrieben werden, deshalb ist vor de Gründung ganz besonders die Bedürfnisfrage zu ent scheiden und zwar mit außerordentlich großer Vorsicht Der Vorsitzende konstatiert, daß es in den 10 Jahren leider sei aber eine Hoffnung nicht erfüllt worden,
haben fich zahlre
der Tätigkeit des Unterverbandes besser geworden sei Friedberg, Affen Iuämlich auf die Einigung der verschiedenen Bau Bad Nauheim- Stadt,
genossenschaftsverbände.
Landesrat Dr. Schröder- Kassel heißt als Vertreter der hessischen Landesversicherungsanstalt die Ab geordneten der Baugenossenschaften im Namen seiner Anstalt herzlich willkommen, die an der Entwicklung der Baugenossenschaften lebhaften Anteil nehme. G
tiges, Schwalbeim inte Dullgebiet ar fen Brunnen gefa betes Trintwaff Terrain oberhalb der Lauft. Allentpalben f
erläutert sodann das Verhältnis der Landesversicherungsgiebige Quellen hero
anstalt zu den Baugenossenschaften und Darlehnstassen der Provinz Hessen.
Assessor Donath- Berlin begründet sodann den An trag des Anwalts: Den Baugenossenschaften wird empfohlen, bei der Bilanzaufstellung fich eines( in dem Antrage ausführlich angegebenen) Schemas zu bedienen. Schluß der Verhandlungen 6 Uhr.
Kassel, 24. August.
berftellung langer Rie ebigkeit diefer Quelle Peter, fodaß das ganze Waffer liefern
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bergeben und foll n den Staatlichen Betz Goloftein bei Bat 35 000 Rt. beranj
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Bad und zwar für 8 alb des Dorfes Oppermanne Lauter, Rödg
Zu Beginn der heutigen 5. Hauptversam mlnng, betragen 186 die Kgl. Nat Pröbst München leitet, erstattet Bebefizern zu gewä bands direktor Oppermann- Magdeburg Bericht über die be ganze Anlage Prüfung der Jahresrechnung des Allgemeinen Veratürlichem Gejal bandes, die keine Veranlassung zu Beandstandungen das Bier an bot. Im Verfolg des Berichtes wird die Rechnung an erkannt und der Antrag auf Entlastung ohne Debatte einstimmig genehmigt. Sodann berichtet Oppermann über den Voranschlag 1906/7 und erläutert die einzelnen Posten, worauf der Voranschlag ebenfalls einstimmige Annahme fand. Im Anschluß hieran wird die vom Referenten empfohlene Ermäßigung der Beiträge für Baugenossenschaften auf 1½ Proz. des Reingewinnes bei einem Minimalbeitrag von 10 Mt. vorläufig auf
ein Jahr beschlossen.
Der letzte Punkt der Tagesordnung betrifft den Antrag des Gesamtausschusses:
Die durch§ 53 und 55 des Genossenschaftsgesetzes borgeschriebene„ Verbandsrevision" hat lediglich den
ein besonderes Saheiden hat der S 10 Morgen angefan im Betrieb sein. Wafferwert wi erftatters nicht ein erstatters nicht ein
dabei betroffen.
Der grollen feine Mitbürger, en wollen, schreibt barf in der beffi der von der E Zweck, die Organe der Genossenschaft in der Vervoll, der von der„ E ande" handelt, met fommung der geschäftlichen Einrichtungen und der Be seitigung von Mißständen zu unterstüßen. Die E lein hohes, aber füllung der Aufgabe fann nicht gesichert werden durfingen, wie Einführung von Zwangsmaßregeln in die Organisation, sondern nur durch Hebung des Verständnisses der Organe der Genossenschaft für die Zwecke der Revision.
Nach einem Schlußworte des Berichterstatters, in der er vor einer Ueberschäzung der Verbandsrevision
gen rafend machen
zu fingen, wie
igen Verhältniffe, eine rückständige, ene Mehrheit in wiederwahl drohte, ube anfaffen foll
warnt, wird der Antrag des Gesamtausschusses, gegeer Mensch nicht zu
2 Stimmen angenommen und hierauf um 1214 Uhr der Allgemeine Genossenschaftstag mit herzlichen Dankesworten seitens des Vorsitzenden Pröbst- München an die erschienenen Bertreter, denen Kurz- Stettin Dantes worte an den Vorsitzenden und den Anwalt hinzu fügte, geschlossen.
Lokales.
als sicher vorauszu ge der Bürgermeister wird. Dies Liet ftets das Damofle Mehrheit, der Ma
nder Goethe fagt: Majorität, benn fie bef
Schelmen, die fich
assimilteren aus de deften zu wiffen, w
*** Der Ludwigstag. Mitten in vollem Erntetreiben steigt der Ludwigstag zur Erde hernieder. Ringsum fährt man den schweren Segen der Felder ein und auf der dieser diretten
A. Gießener
11. Cap
Werkstätten und Fabriken drehen sich Tausend und Abates finden guten tausend Räder und dröhnen Tausend und Abertausend ein bierfigiger Hämmer zum gewaltigen Lebensschlage zusammen. Enar, nebft ferd
paar Tafte lang pausiert das hessische Volt heute aber uid
ten mit Blushgar
und vernidelten
schickt einen heißen Segenswunsch für seinen geliebten Landel mit Autfchierbo
bater nach oben, der sein Namensfest begeht. An der Seite
metgeschirr, sowie
des Kaisers blickt der Großherzog heute auf die Blüte ub Maschinen, agr
Hoffaung Heffens herab, im freudigen Stolze gleitet da Auge Ernst Ludwigs über seine Regimenter, die in Mainz in Parade ver ihm stehen. Großherzog Ernst Ludwig e sehnt feinen friegerischen Lorbeer, er ist ein Fürst des Frieden, den er mit starker Hand schüßt und daher wallt es bein Anblick seines bewaffneten Voltes freudig in ihm auf. Wünschen und hoffen wir, daß die Friedenszeit noch redt lange anhält, damit die großen Kulturaufgaben, die unfr Großherzog als warmer Menschenfreund so rastlos fördert, immer mehr sich erfüllen. Das ist der beste Wunsch am heurigen Ludwigstag.
* An Stelle des verstorbenen Kreisveterinärarztes Dr. Schmidt wurde Dr. Knell in Gau- Algesheim zum Kreisveterinärarzt des Kreises Gießen ernannt.
Die Oberärzte der Reserve Dr. Büchner und Dr. Rißner in Gießen wurden zu Stabsärzten des B urlaustenstandes befördert.
8.brauchsgegenstän Biebung findet au Turnhalle der S Rofe ift dem Staufa
gen
rtragen.
Lahnkallk August Ga Kalkwerke: einate Bau- un Prima Hartbr
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