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Den Kuba je erlebt hat. Der Byflon fonnte auf Grund der barometrischen Beobachtungen den Einwohnern eine halbe Etunde vorher angefündigt werden, sodaß, als das Toben des Sturmes Mittwoch um die Mittagszeit begann, man schon einige Schuhmaßregeln hatte treffen können. Wäre das Unwetter, das Donnerstag früh seinen Höhepunkt erreichte, unvermutet über Kuba hereingebrochen, so wäre ein gar nicht absehbarer Schaden angerichtet worden. Der westliche Teil von Kuba hatte am schieriten unter dem Wüten des Orfans zu leiden. Die Verbindung mit Havana ist abgeschnitten, und man hegt schwere Besorgnis wegen der Sicherheit der Stadt. Seit Mittwoch 10 Uhr abends existiert feine Kabel­berbindung mit Havana, aus diesem Grunde wurde auch das Unglüd in seiner ganzen Schwere erst so spät befannt. In Washington hegte man ernste Besorgnis für die Kriegsschiffe 111d die Bundestruppen. Die amerikanischen Kriegsschiffe baben jedoch sämtlich den Sturm gut überstanden mit Ausnahme des Kreuzers Brooklyn", der auf Strand getrieben wurde; es gelang aber nach langem Be­mihen, den Kreuzer wieder frei zu bekommen. Die Bundestruppen haben, als der Zyklon fignalisiert wurde, ihr Zeltlager verlassen und in Havana Schuß gesucht. Die gelandeten Mannschaften der amerikanischen Kriegsschiffe hatten Zeit genug, sich an Bord ihrer Schiffe zu flüchten. Während des Sturmes wurden die Schiffe derart gerüttelt, als ob fie fich inmitten eines Erdbebens befunden hätten. In Havana selbst hat der Orkan furchtbaren Schaden an gerichtet. Viele hunderte Personen erlitten schwere Ver­legungen. Die Mehrzahl der Getöteten wurde durch ein­stürzende Gebäude erschlagen. Die Wagen der Tramway wurden aus den Gleisen gehoben. Häuser schaufelten, als ob fie Schiffe auf dem Meere wären. Kirchtürme stürzten ein. Unter den Trümmern der Häuser befinden sich noch zahlreiche Leichen. Im Hafen wurden 35 Schiffe beschädigt. Der Dampfer, Lucile" sant mit der ganzen Mannschaft, etwa vierzig Matrosen, trotzdem er veranfert war. In Havana ist jeder Verkehr aufgehoben, die Eisenbahnverbindungen nach dem Innern sind unterbrochen. Man schäßt den Material schaden auf zwei Millionen Dollar. Der Zyklon, dessen Bentrum über Pinar del Rio hinweggegangen ist, hat den größten Teil der Ernte vernichtet, die Tabakernte ist dadurch ernstlich in Frage gestellt.

Nach einer neueren Schätzung sollen 94 Eingeborene und 16 Ausländer ums Leben gekommen sein. Der Orkan, der in Kuba so furchtbare Verwüstungen anrichtete, hat auch die Ostküste von Florida heimgesucht. Eine Anzahl festgebauter Häuser wurde durch den Wind demoliert und Eisenbahnen zerstört. Fast alle Telegraphendrähte find niedergebrochen. In der Stadt Miami auf Florida wurden an hundert Häuser und mehrere Kirchen vom Sturm zerstört.

Von einer Flutwelle verschlungen

wurde die Insel Elliots Key, man glaubt, daß sämtliche Bewohner, 250 an der Zahl, ums Leben gekommen sind. Jm Staate Salvador wütet der Sturm bereits seit zehn Zagen und hat große Verluste an Menschenleben und Vieh fowie großen Schaden an der Ernte verursacht. Das Kriegs­Schiff Szalco" ist bei Acajutla verloren gegangen. In San Salvador und Sonsonate sind viele Gebäude eingestürzt und Haben die Bewohner unter den Trümmern begraben, eiserne Brücken sind zerstört und die Wasserleitung und elektrischen Lichtanlagen find stark beschädigt worden. Der Sturm läßt nach. Der angerichtete Schaden ist vorläufig unberechenbar. In Guatemala und Honduras beziffert er sich auf Millionen bon Dollars.

Eisenbahnunfall. Auf dem Personenbahnhof von Hamm fließ ein Schnellzug, von Münster fommend, infolge Ueber­fahrens des Haltesignals auf eine Wechselmaschine; fieben Reisende und ein Heizer wurden leicht verletzt.

Newyork, 20. Oktober. Eine Depesche aus Key West meldet, daß der österreichische Dampfer Jennie", nach Genua bestimmt, in Key West 49 Schiffbrüchige gelandet hat, die er auf See an der Ostküste von Kuba aufgefischt hat. Die Leute gehören zu einer für die Hafenerweiterungsbauten an der Ostküste von Florida angeworbenen Arbeiterkolonne, die auf einem großen Segelboot dorthin unterwegs vom Sturm übers rascht worden find. Während des Sturmes sind auch noch neun andere Boote unterwegs gewesen, und man befürchtet, daß sehr viele Personen dabei umgekommen find.

Newyork, 20. Oktober. In Miami( Florida) wurde der Dampfer St. Lucie" mit Hafenarbeitern vom Sturme erfaßt und zum Scheitern gebracht, wobei 20 Mann ertrunken sind.

Doppelmord. Zwei Mordtaten find an einem Tage in der Nähe von Schandau versucht worden. Auf dem Wege bon Herrnskretschen nach Schandau fand man morgens die Botenfrau Marie Richter aus Herrnstretschen in schwer. berletztem Zustande. Mittags wurde auf dem Wege zwischen dem Lichtenhainer Wasserfall und Lichtenhain die 12jährige Tochter des Werfführers Tiermann erwürgt aufgefunden. In beiden Fällen scheint es sich um ein und denselben Täter zu Handeln. In Frage kommt der Arbeiter Arthur Schilling, der in der Nacht vorher in der Herberge in Schandau über­nachtet hatte.

London, 20. Oktober. Es wird gemeldet, daß ein großes Boot mit hundert Personen vom Kai auf Elliots Key los. brach und bei Barama aufgelesen wurde, nachdem die Hälfte der Insassen über Bord gewaschen war.

Nah und Fern.

Das Mordfahrzeug. Bei Esch in Luxemburg rannte ein mit vier Personen besetztes Automobil gegen einen Baum. Die Insassen wurden herausgeschleudert und blieben mit schweren inneren Verlegungen liegen. Das Automobil wurde zertrümmert.

Zerstörte Kunstschätze. Die historische Abtei von St. German und St. Mary in Yorkshire wurde von einer Feuersbrunst zerstört. Sie war früher ein Benediktinerkloster und wurde unter Wilhelm dem Eroberer begründet; jetzt diente sie als englische protestantische Kirche. Das Feuer entstand vermutlich durch eine Gasmaschine, welche die Orgel trieb. Der Schaden wird auf eine Million Mark geschätzt. Bunte Tages- Chronik.

Falsches Papiergeld. Die belgische Nationalbank hat beschlossen, nachdem der Drud der neuen, vierfarbigen 100 Franknoten genügend fortgeschritten ist, die im Januar d. J. ausgegebenen provisorischen Billetts mit den in rot braun gedruckten Worten" Cent Francs" zurückzuziehen, da Versuche zur Fälschung dieser provisorischen Banknoten gemacht worden sind. Sie ersucht daher um deren bald. mögliche Einwechselung gegen neue 100 Franknoten.

Explosionskatastrophe. In einem Probierraum der Körtingschen Fabrik in Hannover explodierte ein Gasmotor. Umherfliegende Eisenteile trafen die anwesenden Arbeiter. Der Schlosser Reine erlitt einen Ober- und Unterschenkel­hruch, der Schlosser Böcker eine schwere Brust- und Unter­tieferverlegung; beide erlitten auch schwere Brandwunden.

Myslowitz, 20. Oktober. Heute früh sollte im hiesigen Schlachthof ein Pferd erschossen werden. Durch unvorsichtige Handhabung des Schießapparates wurde der daneben stehende Bierverleger Schneider erschossen.

Ein unvorsichtiger Koch. Von 62 Teilnehmern an einem Bankett von Angestellten der Flandrischen Bank in Brüssel erkrankten 57 an Vergiftungserscheinungen, einige davon schwer. Die Ursache der Vergiftung ist noch nicht ficher festgestellt.

Lübed, 20. Oktober. Eine Volksversammlung beschloß, den Bierboykott aufzuheben. Der Bierkrieg eudete mit einem Siege des Brauereiringes über die Wirte.

Trier, 21. Oftober. Die hiesige Kriminalpolizei entdeckte im Kordaler Wald eine vollständige Falschmünzerwerfstätte, in der falsche Markstücke hergestellt wurden. Zwei Falsch­münzer wurden verhaftet.

Sterben als Geschäft. In Marseille starb plötzlich ein sehr angesehener Kaufmann unter Vergiftungserscheinungen. Bu gleicher Zeit wurde bekannt, daß eine seinem Haushalt angehörende Person ihn bei 34 verschiedenen Versicherungs­gesellschaften mit hohen Summen versichert hat. Man glaubt, daß ein Verbrechen vorliegt, das begangen worden ist, um sich in den Besitz der Versicherungssummen zu setzen.

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Limburg a. 2., 20. Oftober. Der Direktor der Wach­Schließgesellschaft ist unter Mitnahme sämtlicher Abonnementsgelder geflohen.

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Schreckensszene an Bord. Ein an Bord des italienischen Dampfers Sardegna" in Buenos Aires eingeschiffter Passagier wurde auf hoher See von plötzlichem Wahnsinnsanfall heim­gesucht und tötete durch Messerstiche einen Maschinisten und zwei Matrosen. Nur mit großen Schwierigkeiten konnte der Irre unschädlich gemacht werden.

Hattersheim, 20. Oftober. Hier erschlug nach durchzechter Nacht der Landwirt Moof seine eigene, in bitterster Not ebende Frau. Der Gattenmörder ist verhaftet.

Lübed, 20. Oktober. In Seereg wurde die Pflegefrau Walkowski wegen Engelmacherei in Untersuchungshaft ge= Bis jetzt sind sechs Fälle festgestellt, in denen sie die ihr anvertrauten Kinder vermutlich ermordet und be­seitigt hat.

nommen.

Saarlouis, 20. Oftober. n der Gemeindekasse Neu­forweiler wurde ein viele tausend Mark betragendes Defizit festgestellt. Der flüchtige Rendant wurde in Malstatt- Burbach verhaftet.

Gefühnt. Am 20. murde in Stendal der Arbeiter Tyczinski, der im Monat Dezember die Frau des Guts­aufsehers Sollwedel in Kläden ermordet hatte, hingerichtet.

London, 20. Oktober. Ein heftiger Nordsturm hat in Schottland und im nördlichen England große Verheerungen angerichtet. Gestern abend war der Eisenbahnverkehr unter­brochen, Schiffahrt und Fischerei waren gestört.

Johannesburg, 20. Oftober. In der gestrigen Nacht hat sich auf der Simmerdaſtgrube" ein schrecklicher Unfall zu= getragen. Als beim Einfahren der Nachtschicht ein Förder­forb, in dem sich 23 Chinesen befanden, in 700 Fuß Tiefe angekommen war, hörte man ein verdächtiges Knirschen der Seile, der Förderkorb schwankte, das Seil riß, und der Förderkorb fiel etwa tausend Fuß tief hinab. Die Insassen wurden sämtlich getötet.

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Vermischtes.

Nun ist es auch gelungen, festzustellen, wo der Hauptmann" die Uniform gekauft hat. Es hat sich die Trödlerin Remlinger aus der kleinen Mittelstraße gemeldet, bei der der Haupt­mann Offiziersüberrod, Mantel und Hose kaufte. Inzwischen glaubt man in Treptow eine Spur des Hauptmanns gefunden zu haben. Ein Bauarbeiter aus Rigdorf jah einen Mann, dessen Aussehen auf das Signalement des Pseudohauptmanns paßte; der Mann schien im Waldboden etwas vergraben zu wollen. Als man auf ihn zuschritt, ergriff der Mann die Flucht und lief nach der Rirdorfer Grenze zu. Hier kletterte er über einen Zaun des dortigen Gartengeländes und war wie vom Erdboden verschwunden. Alles Absuchen der Arbeiter blieb ohne Erfolg.

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Aus

$ Die Affäre- im

burger Landgerich Gemeindearbeiter and des Eppendo fhtunghaften S torbenen. In der her zugeben, daß e ten den Leichen A er Diege in Stra pe verkaufte die S Berftorbenen gewe ben waren. Ferne getiffen Seident Buppe enthaltend orden fei. In Ant mahme tam der edung des Schönb $ Sennig als Priminalbeamten, di morders Hennig zu om Reichsgericht T 18 Januar 1907 an mtvalt, der die Ve um bei der Staats tellt, die Strafvolft bis über die Revifion im Falle der Aufheb Hennig für die eb als Benge gebraucht anwaltschaft Botsdam

Eine millionenschwere Sendung. Ein Millionen- Geld­transport ist dieser Tage von Berlin aus nach der Türkei abgegangen. Es handelte sich um Gelder einer englisch­türkischen Anleihe in Höhe von vier Millionen Dollars in Gold und Wertpapieren. Die kostbare Sendung war in schweren Risten verpackt und wurde, begleitet von einer Anzahl Posts beamten, zunächst nach Myslowih in Oberschlesien expediert, auf dem dortigen Bahnhofe ausgeladen und während der Nacht im Postgebäude untergebracht. Am Vormittag des nächstfolgenden Tages wurden die Wertkisten wieder zur Bahn gebracht, um über Sczakowa nach der Türkei weiter befördert zu werden.

Der Hauptmann von Köpenid. Noch hat man ihn nicht gefunden, doch seine Uniform ist fast vollständig zur Stelle geschafft. Erst den Säbel, dann die Hose, hierauf die Feldbinde und nun auch die Stiefel des Eroberers von Köpenick. Der Verbrecher hat sie in einem kleinen Schuh­warengeschäft in der Mödernstraße, nahe dem Anhalter Bahnhof, zurückgelassen, wo er sich anstatt ihrer neue Stiefel taufte; über die Tragikomödie von Köpenick find natürlich eine Unmenge von Gedichten fabriziert worden, eines der besten erschien in der Prager, Bohemia", frei nach Liliencron, wir lassen es folgen:

Klingling, bumbum und tschingdada, Zieht im Triumph der Perserschah? Und um die Ecke brausend bricht's Wie Tubaton des Weltgerichts, Voran der Bürgermeister.

Der Bürgermeister ächzt und stöhnt. Er ist das Schweigen nicht gewöhnt. Auch der Rendant marschiert im Trab. Man nahm ihm seine Schlüssel ab. Und dann der Herre Hauptmann. Der Hauptmann naht mit stolzem Sinn, Die Schuppenketten unterm Kinn,

Die Schärpe schnürt den schlanken Leib, Beim Zeus! das ist kein Zeitvertreib, Und dann det viele Jelde!

Zwei Pferdchen, rosenrot und braun, Sieh'n den Herrn Bürgermeister traun, Samt der Frau Bürgermeisterin, Auch der Rendant sitzt mitten drin. Und dann die Grenadiere.

Die Grenadier' im strammen Tritt,

In Schritt und Tritt und Tritt und Schritt, Das stampft und dröhnt und flappt und flirrt Laternenglas und Fenster flirrt, Und dann die Köpenicker.

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Die Köpenicker, dicht gedrängt, Steh'n schwitzend ins Spalier gezwängt. Aus Tür und Tor und Hof und Haus Schaut Mine, Trine, Stine aus Und leiner wagt zu mudsen! Der Hauptmann unterdes ganz sacht Hat schlau sich aus dem Staub gemacht. Ganz leise bumbumbumbum tsching Flog da ein bunter Schmetterling Tsching tsching, bum, um die Ecke!

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2 Millionen Mark für Reklame. Pie Aktiengesell­schaft Bears Soap" in London, deren Seifen in der ganzen Welt bekannt sind, hatte bisher für ihre Reflame einen Etat von ca. 2 Millionen Mark jährlich ausgeworfen. Das Resultat war, daß die Gesellschaft 18 bis 20 Prozent Dividende an ihre Aftionäre verteilen konnte. Man glaubte nun, die Seife sei derart eingeführt, daß man die Reklame einstellen könnte, und strich den Reklameetat. Jezt war das Resultat: die Gesellschaft konnte im letzten Jahre überhaupt keine Divis dende verteilen und zwar, wie in der Generalversammlung ausdrücklich angegeben wurde, weil man feine Reklame ge macht hatte.

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Erschwerte Volkszählung. Während der türkischen Volkszählung kam es in Mossul zu Unruhen, die dadurch hervorgerufen wurden, daß die Mohammedaner sich weigerten, ihre Frauen zählen zu lassen. Sie schlossen die Läden und Basare. Der Vali verhaftete die Rädelsführer, steigerte dadurch aber die Empörung der Volksmenge in einem solchen Grade, daß er sich schließlich genötigt sah, die Verhafteten freizugeben. Er war ferner gezwungen, die Bolkszählung einzustellen. Es wurde eine Anzahl von Verlegungen ge meldet. Die feindselige Stimmung beschränkt sich auf die Mohammedaner.

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Anonyme Brief Frau Amtmann Dr. wegen der anonymen S vor dem Reichsgericht von der Bochumer S viertägiger Verhandlun glieder der ersten Ba anonime Briefe höchft haben. Das Urteil la Der Kächer fein in Böhmen gebürtige, porzeitiger Seimfehr in Frau, einen Schloffer, gerit in Nürnberg ve Todesstrafe gemäß freigesprochen.

Ein Denkmal für einen Einbrecher. Die Stadtväter von Sheldon( Vermont) zerbrachen sich ein ganzes Jahr lang die Köpfe darüber, was sie mit einer Barschaft im Werte von 500 M. tun sollten, die man bei einem Einbrecher gefunden hatte, der während der Ausübung seines Berufes erschossen worden war. Endlich kam man auf den genialen Gedanken, dem Einbrecher für sein Geld einen schönen Denkstein zu setzen mit der Inschrift: Dein unbekannten Manne, der in der Nacht des 13. Oktober 1905 erschossen wurde, als er in den Räumen der Firma Gennison& Gallop den Geldschrank zu öffnen versuchte."

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Mutterliebe. Eine arme Witwe in Newhort, der es an Mitteln gebrach, um ihr neugeborenes Töchterchen zu er nähren, entschloß sich nach langem Zögern, das Kind einer reichen Familie zu überlassen, die es adoptieren wollte. Alle Formalitäten waren erledigt und man trat vor den Richter. Die Mutter gab weinend ihr Kind der reichen Frau, die es tüßte. Der Richter fragte, ob sie willens sei, ihre Tochter wegzugeben. Nur schwer entrang sich ihr das" Ja". Dann nahm sie die Feder, um den Vertrag endgültig zu unter schreiben. Aber in diesem Augenblid gewann die Mutterliebe ganz den Sieg über das arme Weib. Sie warf die Feder von sich, riß das Kind aus den Armen der reichen Leute und schrie: hr sollt mir mein Kind nicht nehmen. Richter, Lassen Sie es nicht zu. Es ist mein Kind, ich lasse mein Kind nicht von mir!" Dann riß fie die fostbaren Kleider von dem fleinen Körperchen und hüllte das Kind wieder in das arm selige Zeug. Der Richter erhob fich und sagte: Die Atten dieses Falles sind zu vernichten. Der Gerichtshof" beugt fich einem höheren Gesez."

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Die Arbeit der Meereswellen. Die übliche Annahme, daß England durch Abspülungen stets Land verliert, wird durch den Generaldirektor der fartographischen Abteilung als irrig bezeichnet. Er habe festgestellt, daß in den letzten 35 Jahren das Land durch Anspülungen um 30 000 Morgen brauchbaren Ackerlandes zugenommen habe. Die Anspülun gen seien allerdings teilweise mit einer Abbrödlung der Vor­küste verbunden. Lincoln habe beispielsweise 400 Morgen Küste eingebüßt und 9000 Morgen gewonnen. Die Graf schaft Suffolk habe dagegen eine Einbuße von 367 Morgen zu verzeichnen gehabt. Die Abspülungen seien dort sehr start. In Irland bröckelt die Ostküste langsam ab, während Schottland 3839 Morgen brauchbaren Landes gewann, dafür aber allerdings 8371 Morgen Küstenland verlor.

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Eine geistestranke Revolverheldin. Die Restaurateurs­witwe Haberstroh, die wegen des Revolverattentates auf den töniglichen Musikdirigenten Mehring in Liegnitz vom dortigen Schwurgericht freigesprochen wurde, weil sie die Tat in einem Anfalle von Geistesstörung verübt hat, ist als gemeingefährlich der Polizei überwiesen worden. Frau H. wurde gestern vom Liegnizer Untersuchungsgefängnis in geschlossenem Wagen der Polizei zugeführt, die sie sofort nach der Jrrenabteilung des Städtischen Krankenhauses bringen ließ. Von dort aus wird Frau H. einer öffentlichen Frrenanstalt überwiesen.

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Tausend Einwohner. Eine kleine Gemeinde im Elsaß glaubte bei der letzten Volkszählung die Ziffer 1000 zu er reichen, doch sahen sich die Gemeindevertreter getäuscht, es fehlten noch 7 Einwohner an der runden Summe. In höchster Not wurde eine Zigeunerbande, die 12 Köpfe zählte, schnell in die Zählkarten eingetragen und es war erreicht. Nun tommt aber der bittere Nachgeschmad. Die jetzt über 1000 Einwohner zählende Gemeinde muß, so will das neue badische Elementarunterrichtsgeseh, 2160 M. Gemeindebeitrag für ihre Lehrer zahlen, ohne Zigeuner", als Gemeinde unter 1000, wäre fie mit 1900 M. davongekommen. Die umlagepflich tigen Bürger pfeifen jetzt auf die teuren ,, 1000" und wüten gegen den zerknirschten Bürgermeister und seinen Verwaltungs cat. Die Bessergelaunten aber haben das Wortspiel geprägt: Erst zählen dann zahlen.

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Die neue beffiid Samstag Bormitta Eindelammer zu ihrer Bureau Wahl zujammer Seiten Rammer angef

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die Landwirtschaft bat einen wesentlich er in Preußen; der folgt, nach dem G organisation dabei ma fft auf ein gedeihli Dberspricht Ihnen,

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