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Auguft 190
der Berichte des Anwalts, und es kann gesagt ban, daß diese Kritik auf den Erfahrungen einer fast Origen Geschichte und auf strenger Beobachtung geIn den letzten
eutschen Benahren wurden 16126 Genossenschaften gegründet, n den Lagerlöft 3110-19%. Im letzten Jahre dagegen stehen Demfelben Bründungen 206 Auflösungen= 23% gegenüber. En Zeilen off, Wert und Magazingenossenschaften sind
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So neu gegründet, aber 165 aufgelöst worden. Serfreulich die Gründungen seien, so geben die
darauf das Hoch auf den Großherzog aus. Geh. Regierungsrat Schönfeld- Schotten überreichte dann die Fahnenschleife und schloß mit etnem Hoch auf den Kaiser. Im Auftrage des Hassiaverbandes hielt Poftsekretär Mayer Gießen eine patriotische Ansprache. Er ließ seine Rede ausklingen in einem Hoch auf den Geh. Regierungsrat Schönfeld, den unentwegten yörderer des Kriegervereinswesens.
* Löhuberg. Auf der Deismannschen Ziegelei wurden Seim Ausgraben interessante Funde gemacht. Man fand mehrere Speere und Wurfspieße, Streitort, Schnallen von Pferdegeschirren, irdene Näpfe, auch Menschen- und Bferdefnochen. Man nimmt an, daß hier Gräber aus dem
gen stattgefunt retchen Auflösungen doch zu denken. Redner gibt an bergangann einen Ueberblick über die Entwicklung des GeSigung abfchaftswesens in den letzten 10 Jahren, welchem 30jährigen Kriege vorhanden sind. des Evangelide Zahlen zu entnehmen sind:
16 Aufficia
1, fowie intende Kredit
er beiden& Genossenschaften
erstatteten liederzahl
1896
872 491 000
1906
921
440 000
haltstoffe iftanes Vermögen 153 Millionen M. 232 Millionen M.
auf 619 Perinde Gelder
n 14 Benfion
497 Millionen M. 859 Millionen M.
560 Millionen M. 900 Millionen M.
* Wächtersbach, 20. August. Die Wächtersbach Biersteiner Kleinbahn soll bis zum Staatsbahnhof Wächtersbach verlängert werden, was sehr stark im Interesse des den Durchgangsverkehr benutzenden Publikums liegt.
* Cronberg, 20. Auguft. Der Kaiser trifft am Samstag in Schloß Friedrichshof ein und nimmt bis Montag hier Aufenthalt.
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vorschriften auf dem Frachtbrief und für die Abkürzung der Abfertigungsfrist für Eilgut auf einen halben Tag, für Frachtgut auf einen Tag.
Reform des Wechsel proteste 8. Im Reichsanzeiger wurde vor einiger Zeit ein vom Reich justizamt ausgearbeiteter Gesetzentwurf, betr. die Erleichterung des Wechselproteftes veröffentlicht. Der Entwurf sieht insbesondere die Einführung des Pofiprotestes und mehrere Vereinfachungen des Protestverfahrens vor. Der Protest mangels Zahlung ist auf den Wechsel selbst zu setzen, womit die Wechselabschrift überflüssig wird. Bis zur Aushändigung der Protesturkunde sollen Berichtigungen zulässig sein. An Stelle der Eintragung der Proteste in ein Regifter werden Abschriften der Proteste gefordert. Die Protestbeamten sollen die Befugnis zur Annahme der Wechselzahlung erhalten und die Proteststunden sollen einheitlich auf die Beit von 8 Uhr vormittags bis 7 nachmittags festgesetzt werden. Endlich ist die Gleich. stellung der Domizil und Zahlstellenwechsel in Bezug auf die Protesterhebung und die Folgen ihrer Unterlassung vorgesehen. Der Entwurf trägt den Wünschen des Handels im allgemeinen Rechnung, sodaß die Handelskammer bon Abänderungsanträgen abzusehen beschloß.
* Frankfurt, 21. Auguft. Giftmord. Heute wurden trägt jest ährte Kredite 13/4 Milliarden M. 3 Milliarden M. die Akten gegen den Bauunternehmer Welter von der Polizei stellt sich genftände die Staatsanwaltschaft zurückgegeben. Das Dienst Die Gründung von besonderen polnischen Genossen mädchen und eine andere Frauensperson blieben bei ihrer len. Dem& often ist als grober Unsuz zu bezeichnen, ebenso müssen Aussage, daß Welter wiederholt ein weißes Pulver den beschlossen, der Reichsregierung eine gefeßliche Regelung der die notwendung entschieden gegen die Gründung besonderer Spar- Speisen zugesetzt habe, ganz besonders bet jungen Hähnen, ru Darlehensfassen für Eisenbahnarbeiter aussprechen. die für Frau Welter waren. Welter habe behauptet, das tigrate oli ist sogar ein besonderer Verband solcher Darlehens. Pulver sei für das Herz. Der Hund Welters sei an den urde zunächst im gegründet worden, und man hat sogar versucht, eine Resten verendet. Die weitere Untersuchung wird ergeben, brung bermit bar bsfasse für Baugenossenschaften zu schaffen, welche als ob die beiden Frauen Glauben verdienen. Für Hilfebügleichsstelle wirken soll. Das ist ein Widerspruch in
Nachmittags
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Jahre noch ftellen, ist eine ganz unglückliche Verquickung des Realibidende in weiterten Personalkredits wird die Sache nicht verbessert. ftion" referien as die Genossenschaft nicht mit Kredit, sondern mit Bürga. 5. Gr oft eintreten soll, ist noch weit gefährlicher, weil diese In Ansicht der Benpflichtungen nicht aus der Bilanz hervorgehen. aus prattis er vom gl. Rat Pröbst- München über den Bericht des Ueber die Gil nwalts eröffneten Debatte wies Verbandsdirektor der land. on der Auffi irtichaftlichen Genossenschaften Ptitjean darauf hin, daß visor Sörensallei der verschieben großen Mitgliederzahl der beiden Vereinem 3. T. lellände die Beurteilung der Konkursstatistik nicht nach der halb beschleial der Neugründungen, sondern nach der Gesamtzahl der Auf Einladung me Material mossenschaften hatte stattfinden sollen. ichtigen. Us Dr. Helm Leipzig namens ber beiben Leipziger Genossen furt a. M. ein aften und der Kreditbank, Akt.- Ges, wurde als Ort für on Verlusten en nächstjährigen Algemeinen Genossenschaftstag Leipzig einstimmige ftimmt. Hiermit fanden die Verhandlungen der ersten lufte unter all Souptversammlung um 122 Uhr ihr Ende. ufstrechaung de müßten.
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Lokales.
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21. August 1dlungen ton F. Scheues Pferd. Gestern Abend 1/28 Uhr nen Tage heute in der oberen Grünbergerstraße ein Pferd, riß die n des enger Dichsel vom Wagen und rannte in die Stadt, wo es in er Alicenstraße von dem Fuhrmann zum Stehen gebracht onden fonnte. Auf der Exkursion wurden noch zwei andere 21. Auguft. Bagen von dem Tiere beschädigt. um 91 Der Verbandstag beutscher Gewerbevereine München, mi bird vom 10. bis 12. September in Nürnberg abgehalten, eröffnet. dejen Besuch voraussichtlich ein starker sein wird, da den Vocsigende zu Ennehmern der Besuch der Ausstellung unter fundiger des Schirm Fahrung in Aussicht gestellt ist. - Nach einem Unschuldig verurteilt wurden am letzten de folgende Bonnerstag die Dragoner- Gefreiten Mönnighoff, Dietrich helmshöhe ab und Seib von dem Kriegsgericht Darmstadt. Sie waren beschuldigt, einen Refruten auf der Stallwache schwer n unter dere mishandelt zu haben. Jetzt haben drei andere Dragoner el zusammen dem Eskadronchef eingestanden, daß sie die Täter waren, die en Gauen de Sache aber nicht früher aufklärten, in der Annahme, daß Benossenschaft die drei Gefreiten, welche die Tat geleugnet hatten nicht deutschen bestraft würden.
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Steigerung der Fleischpreise. Aus allen Borfizender." Teilen des Reiches laufen, wie die" Allg. Fleischerzeitung" ie erschienen berichtet, Meldungen ein, wonach die Viehpreise während der Staatsbehörde esten Märkte um 5 bis 6 Mark gestiegen sind. * Gewerbliches Vereinswesen. Im abgecwähnen find Vertreter delaufenen Jahre gab es im Großherzogtum Hessen 220 geBewerbe, erbliche Vereinigungen mit zusammen 15 385 Mitglieder. Broßh. Badi Darunter find 123 Gewerbevereine mit 11 000 Mitgliedern, her Zentrale freie gewerbliche Vereinigungen mit 1410 Mitgliedern, der Dresden freie Innungen mit 1556 Mitgliedern, 16 Zwangsinnungen Ferner find 1093 Mitgliedern und ein Innungsverband mit 326 Ungarn itgliedern. Die Zahl der Zwangsinnungen geht immer efenden Ehren mehr zurück. In abgelaufenen Jahr haben sich drei Vertreter de vangsinnungen aufgelöst, 14 von den 16 der Zwangsungen find in Rheinhessen, 8 in Mainz, 3 in Worms Reg.- Affeffor nb je eine in Alzey, Bingen und Kostheim, in Startenburg
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uf fpcach deffenbach) gibt es nur eine, und auch in Oberhessen ommensgrüße Gießen) nur eine Zwangsinnung.
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sp. Rabrennen zu Brandenburg a. H. ben zum Austrag gebrachten Dauerrennen war der Berliner ben Großen Havelpreis( 20 km) als auch den großen Ausvollständige Hellungspreis( 1 Std.) Stellbrinf, welcher Brennabor fährt, brauchte weder im 20 km- Rennen sowie im Stundenrennen e Anwesenden Seine Maschine zu wechseln.
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? Ruppertsburg. Das Bezirkskriegerfest des Szirts Laubach ift Sonntag in bester Weise verlaufen. Mit dem Feste waren das Jubiläum des 25jährigen Bestehens jeres Kriegervereirs und die Ueberreichung der faiserlichen fahrenschleife verbunden. Um 2 Uhr nachmittags bewegte fi ein stattlicher Festzug, in dem 20 Kriegervereine marschierten, durch unseren im Festschmuck prangenden Ort. Auf dem Festplatz hielt Bürgermeister Lehr die Begrüßungsprache, Bezickepräsident R. Ritter aus Laubach brachte
* Mainz, 20. August. Glückliche Stadt. Mainz
hat abermals eine Erbschaft gemacht: Jos. Schick, Guts befizer in Marrheim, Ebersheim und Wackenheim, hat nahezu seine ganzen Liegenschaften im Wert von etwa 100 000 R. ihr teftamentarisch vermacht.
* Mainz, 20. August. Auf Anordnung der Staats: anwaltschaft Mainz wurde die 21 Jahre alte Dienstmago Elisabetha Brenner aus Winnweiler wegen eines in Pfedders heim begangenen Giftmordversuches verhaftet. Es wird ihr zur Last gelegt, vor fnrzem während der Abwesen heit der Dienstherrschaft den Kindern und dem Dienstknecht
im Kaffee Lysol beigebracht zu haben, in der Absicht, den Tod der Genannten herbeizuführen. Glücklicherweise wurde aber infolge des widerlichen Geruches taum etwas von dem Kaffee genossen und die Bedrohten blieben daher unversehrt. * Vom Westerwald. Vor mehr als 50 Jahren bestand in vielen Orten auf dem Westerwald eine eigenartige Sitte. Wenn ein Bauer, ein reicher ausgenommen, bauen wollte, Haus, Scheune oder Stall, so wurde auf den angrenzenden Octen zum Bau aufgehoben". Die Hausfrau zog ihr Sonntagsfieio an und ging in Begleitung einer Nachbarin mit mehreren großen Körben auf ein benachbartes Dorf. Sie ersuchte nun eine Freundin oder Bekannte, wean möglich aus besserer Familie, mit ihr Umgang zu halten. Beide gingen nun in fast alle Häuser. Die Begleiterin sagte beim Eintritt:" Hier ist eine Bauaufhebersche" Nachdem letztere ihre Angabe gemacht hatte, was sie bauen wolle, empfing sie eine Schüssel doll Mehl oder Gerste, Erbsen oder eine Anzahl Eier. Hier und da gab es auch zur Erfrischung einen guten Kaffee. Bis zum Abend waren bann einige Körbe voll Viktualien zusammengebettelt. Mittlerweile war auch der Mann der Bauaufheberschen" angekommen und half nun die Beute nachhauſe tragen. So ging das Geschäft vtele Tage, und es gab einen reichen Vorrat von Lebensmitteln. Diese wurden dann zur Kost für die Bauhandwerker verwendet. Nach dem Jahre 1848 wurde diese alte Sitte polizeilich verboten.
8. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
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( Protokoll Auszug.)
Gießen, den 15. August 1906. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsigender, Dürbeck, Friedberger, Klingspor, Nowack, Ramspeck, Rinn, Röhr, Schmall, Stammler, Wallach, Zurbuch, sowie der Syndikus Dr. Knipper.
1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteilen: Herr H. Steine de Lollar hat infolge seines Wegzugs aus dem Kammerbezirk sein Amt als Mitglied der Handelskammer niedergelegt. Die Ersazwahl soll gegen Ende des Jahres gelegentlich der regelmäßigen Ergänzungswahlen vorgenommen werden.
Eisenbahnvertehrsordnung. Das Reichs. eisenbahnamt hat einen vorläufigen Entwurf einer neuen Eisenbahnverkehrsordnung der öffentlichen Scitit übergeben. Die Handelskammer, die den En wurf durch eine Kommission einer Durchberatung hatte unterziehen lassen, erkannte ar, daß die Neubearbeitung abgesehen von einer flaren Fassung gegenüber der jegigen Verkehrsordnung manche Verbesserungen enthielt und den wiederholt geäußerten Wünschen des Handelsstandes zum Teil Regnung trägt, sei z. B. bezüglich der Aenderung des Frachtbriefformulars der Ausdehnung der Haftung der Eisenbahnverwaltung für Güter, die unter ihrem Mitverschluß im Zoll- und Revisionsschuppen untergebracht sind, und teilweise auch hinsichtlich der Abkürzung der Lieferfristen. Trozdem bleibt in dem Entwurf eine Reihe berechtigter Forderungen des Handelsstandes unerfüllt. Die Handelstammer beschloß daher, bei dem Reichseisenbahnamt noch weitere Abänderungsanträge zu stellen. Kammer sprach sin u. a. gegen die Beschränkung von Tarifen mit einzelne Erwerbsgruppen aus, wie es bei den Notstandstarifen für Futtermittel geschehen ist, ferner gegen die Erhebung von Wagenstandgeldern an Sonn- und Festtagen, sofern nicht am 2. Tage vor dem Sonn- oder Festtage der Verzug eingetreten war, sowie für die visierung lohnlagernder Güter, die Zulassung von Frachtberechnungs
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Arbeitszeit in faufmännischen Kontoren. Der Beirat für Arbeiterstatistik hat am 5. Juli 1905 Arbeitszeit in faufmännischen Betrieben, die nicht mit offenen Verkaufsstellen verbunden sind, zu empfehlen. Er hat insbesondere die Gewährung einer ununterbrochenen Ruhezeit von mindestens 11 Stunden nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit für das foufmännische Kontorpersonal, die Bewilligung einer Mittagspause von 11/2 Stunden und die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe vorgeschlagen. Eine Verlegung der 11stündigen Ruhezeit soll in außergewöhnlichen Fällen, z. B. bei Javenturarbeiten nud außerdem an höchstens 30 Tagen im Jahre, eine höchstens 2stündige Sonntagsarbeit nur auf dem Wege ortsstatutarischer Bestimungen zulässig sein. Die Handelskammer erklärte sich mit dem ersten Teile der Vorschläge einverstanden, hielt aber die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe mit Rücksicht auf die Natur der einzelnen Geschäftszweige nicht für zweckmäßig. Sie beschloß daher, in einer Eingabe an das Reichs
amt des Innern und das Großh. Ministerium des Innern gegen die auf die Einführung der vollständigen Sonntagsruhe gerichteten Vorschläge Einspruch zu erheben. Bewilligung eines Ausnahmetarifs für die Beförderung von Seßsteinen, Sentsteinen, und Schotter von Gunter sau nach Oberlahnstein. Es ist beantragt worden, die Fracht von Guntersau nach Oberlahnstein für Basalt- Seßsteine, Senksteine und Schotter zu ermäßigen, um die Ausfuhr nach Holland und darüber hinaus zu ermöglichen. Die Handelstammer, die von der Eisenbahndirektion Mainz hierzu um eine gutachtliche Aeuzerung ersucht worden war, war nach Anhörung Der Basaltsteinbruchbefizer ihres Bezirks der Ansicht, daß der beantragte Ausnahmetarif für die Hartsteinindustrie ihres Bezirks zwar nur ein beschränktes Interesse hat, aber immerhin geeignet sein würde, die Roufurrenzverhältnisse zu Ungunsten der oberhessischen Bassaltindustrie zu verschieben und beschloß in diesem Sinne der Eisenbahndirefton zu berichten. Erhebung des Frachturkundenstempels. Die Eisenbahnverwaltung zieht den Fracturfundenstempel von dem Frachtzahler ein. Diese Art der Erhebungen entspricht feineswegs der Absicht des Gesetzes und hat zu manchen Unzuträglichkeiten geführt. Da die Abwälzung der Steuer sich schwierig gestaltet, so bedeutet sie in vielen Fällen eine Belastung der Empfänger. Die Handelstammer beschloß bei der Eisenbahnverwaltung zu beantragen, daß die Einziehung des Frachturkundenstempels bei dem Aussteller des Frachtbriefs vorgenommen werden möge.
Eingänge: Der Handelskammer sind von zuverlässiger Seite Mitteilungen zugegangen über eine in St. Petersburg geplante internationale Ausstellung von Leder, Häuten, Fellen, Federn, Daunen und Erzeugnissen derarts, über sp fulative Neugründungen in Aegypten, den Absatz von Maschinen für den Bergbau nach Britisch- Indien, die amerikanischen Interessen im Wirtschaftsleben Nfaraguas, ferner über zweifelhafte Firmen in Budapest, Antwerpen und Lonton. Die Eingänge fönnen während der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 23. Auguft. Meist heiter und trocken, wärmer, leichte südliche Winde, später stellenweise Gewitter.
( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)
Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentel Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beld in Gießen.
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