Das Unglück in Valparaíso.
Wie nach jedem größeren Ereignis stellen sich auch nach bem Erdbeben in Chile die widersprechendsten Nachrichten ein. Es scheint vorläufig unmöglich zu sein, den Umfang der Katastrophe zu ermessen, da eine Meldung der andern wider. spricht. Soviel darf indessen als sicher gelten, daß der Schaden an Gebäuden sehr erheblich ist, Menschenleben aber weit weniger zu beklagen find, als gewisse amerikanische Phantasieberichte melden, die von 10 000 und noch mehr Toten sprechen. Vermutlich sind etwa 1000 Menschen umgekommen. Auch von einem Mangel an Lebensmitteln is leine Rede, da in Valparaiso ungeheure Mengen von Reis, Weizen und Mehl auf den Speichern und an Bord der Schiffe lagern. So lauten auch
die amtlichen Berichte
bie in Berlin eingetroffen sind. Die chilenische Gesandtschaft erhielt folgendes Telegramm des Ministeriums in Santiago: Am 16. August abends wurden die Provinzen von Valparaiso und Talca von Erdbeben heimgesucht. Verluste an Menschen. leben nicht bedeutend, Schaden an Eigentum in Valparaiso bes deutend, in Santiago weniger bedeutend. Deffentliche Ordnung ungestört, Behörden und Private sorgen für alle Bedürfnisse der auswärtigen Vertreter und deren Familien.
Damit ist auch die Nachricht widerlegt, daß Santiago bon jeder Verbindung abgeschnitten sei. Eine Depesche an bie Deutsch- Ueberseeische Elektrizitätsgesellschaft, die in Santiago Anlagen besitzt, bestätigt dies ebenfalls. Das betreffende Telegramm lautet:
Durch das stattgehabte Erdbeben haben die Kraftstation und elektrischen Anlagen anscheinend keinen Schaden erlitten. Die Lichtabgabe konnte ohne Unterbrechung fortgesezt und der Bahndienst am 19. d. M. wieder aufgenommen werden. Alle Beamten sind unverlegt.
Ferner ging dem chilenischen Konsul in Berlin die Meldung zu, daß das Salpetergebiet nicht gelitten habe und der Betrieb ungestört sei. Nach den neuesten Meldungen scheint denn auch
die Gefahr vorüber
zu sein. Die Feuersbrunst in der Stadt Valparaiso ist erloschen. Ein Teil der deutschen Familien hat sich auf die im Hafen liegenden Schiffe der Bremer Rolandlinie begeben, indessen kehrt die Beruhigung in der Stadt wieder. Die Banken hatten bereits stundenweise ihre Lofale wieder geöffnet und allgemein werden Anstalten getroffen, um die Spuren des Unglücks zu beseitigen. Allerdings bereitet es große Schwierig feiten, die Obdachlosen, deren Zahl sehr beträchtlich ist, unterzubringen. Tausende tampieren auf den Hügeln und in den Parts, wo sie unter der Temperatur sehr zu leiden haben, da die Nächte kalt und windig sind. Hülfsaktionen sind im Gange, die Notleidenden mit Kleidung und Zelten zu versehen. Wasser ist reichlich vorhanden.
In den Ruinen.
Am meisten hat Balparaiso gelitten. Der Stadtteil Almendral ist vollständig zerstört, auch dürfte das Feuer an den primitiven Holzhäusern der eingeborenen Chilenen reichliche Nahrung gefunden haben, wodurch sich auch die hohe Zahl der Obdachlosen erklärt. Die größeren Geschäfts- und Wohnhäuser im Europäerviertel sind teilweise zerstört, fast alle aber beschädigt. Ob der Schaden wirklich eine Milliarde Mart beträgt, wie ein Newyorker Blatt verbreitet, läßt sich natürlich nicht kontrollieren. Wahrscheinlich ist die Zahl aber reichlich hoch gegriffen. In Santiago ist das Erdbeben weniger start aufgetreten. Kleinere Stöße sind noch am 19. verspürt worden. Die öffentlichen Gebäude sind teilweise beschädigt worden, am stärksten die Kirchen und die Militärbaracken. Ferner find größere Schäden in den Dörfern an ben Cordilleren entstanden, in denen das Erdbeben sehr stark aufgetreten ist. Wie in San Franzisko handelte es sich übrigens auch hier nicht um ein vulkanisches Beben, sondern um Gebirgsverschiebungen, die natürlich in den auf den Bergen belegenen Ortschaften am gefährlichsten wirken.
Deutsche Interessen in Chile.
Die Schadenregulierung wird, wie bei dem californischen Unglück, auch hier deutsches Geld in Mitleidenschaft ziehen. Von deutschen Versicherungsgesellschaften, die in ecster Reihe in Frage kommen, sind die Aachen- Münchener Feuerverficherung, die Kölner Rückversicherung, die Minerva und bie Hanseatische Feuerversicherung mit mehr oder weniger erheblichen Summen in Chile engagiert. Es wird zunächst abzuwarten sein, ob die Schäden durch Feuer oder Erdbeben entstanden sind, da gegen die letzteren die Gesellschaften durch Klauseln geschützt sind. Die Schiffe deutscher Dampfergesellschaften, mie der Kosmos-, Roland- und Hamburg- AmerikaLinie, die im Hafen lagen, find nicht beschädigt worden. In zweiter Reihe sind die Deutsche Bank und die Diskontogesellschaft in Chile durch Filialunternehmen großen Umfanges vertreten, ferner die anderen führenden deutschen Banken durch die von ihnen gegründete Deutsch- Südamerikanische Bank. Eine deutsch- Überseeische Elektrizitätsgesellschaft, an der die deutschen Großfirmen der Branche beteiligt sind, ist Besitzerin fast aller Licht-, Kraft- und Bahnanlagen in Chile. Das in diesem Lande vertretene deutsche Kapital ist demnach sehr beträchtlich und da überdies die Ausfuhr von Kupfer und Salpeter nach Deutschland umfangreich ist, sind die Interessen unseres Handels und unserer Landwirtschaft in Chile groß genug, um Befürchtungen zu erwecker; diese bürften jedoch grundlos sein. Das Salpetergebiet ist nicht bom Unglück betroffen, die Gebäude der deutschen Banken find wenig oder garnicht beschädigt und der Handelsverkehr wird kaum eine fühlbare Unterbrechung erleiden. Eine ernste Schädigung unserer wirtschaftlichen Interessen in Chile er scheint demnach ausgeschlossen.
Vom 53. Deutfchen Katholikentag.
ziehen. Ueber 5 Stunden daiterte das großartige Schauspiel, mehr als 50 000 Teilnehmer bewegten sich in musterhafter Ordnung durch die festlich geschmüdten Straßen, und begaben sich von da aus in die einzelnen Versammlungslokale. Um 8 Uhr abends fand in der riesigen Festhalle der offizielle Begrüßungs: att statt. Auf der Estrade hatten Platz genommen Kardinal: Erzbischof Dr. Fischer, Kardinal Vincenz Vanutelli aus Rom, Erzbischof Nörber aus Freiburg und viele Reichs- und Landtagsabgeordnete. Nach einer Eröffnungsrede des Landgerichts. präsidenten Laarmann- Essen, die in einem jubelnd aufgenommenen Hoch auf Kaiser und Papst schloß, begrüßte Oberbürgermeister Geh. Oberregierungsrat Holle im Namen der Stadt Essen die Festteilnehmer, und schloß mit einem Glück zu in Essen!" seine beifällig aufgenommene Rede. Es folgten dieser noch mehrere andere Reden, u. a. die des Jesuitenpaters de Santi- Rom, der die Grüße des hl. Vaters überbrachte. Außer in der Festhalle fanden gleichzeitig noch 15 öffentliche Festversammlungen statt. Heute begannen die eigentlichen Verhandlungen des Katholikentages, Sen Borsig führt Reichs- und Landtagsabgeordneter Gröber- Heilbronn. Was soll beschlossen werden?
"
An erster Stelle unter den ungemein zahlreich einge: gangenen Anträgen steht natürlich der zur Papstfrage, in welchem die alte Forderung auf Wiederherstellung der völligen Unabhängigkeit des Papstes er hoben wird. Ein weiterer umfangreicher Antrag betrifft die Wiederzulassung der Jesuiten.
Von dem Fürsten zu Löwenstein- Wertheim- Freudenberg liegt der Antrag auf Unterstützung der von dem Antragsteller und seinen Freunden begründeten ,, Anti- Duell- Riga" vor. In der Begründung wird ausgeführt, daß das Duell im Widerspruch mit Vernunft, Gewissen, Zivilisation und dem Wohle des Staates wie der Gesellschaft stche. Auch die Anti- Alkohol- Bewegung wird in einem Antrage des Rektors Dr. Neumann- Honnef zum Gegenstande der Verhandlungen gemacht, desgleichen die Bekämpfung der Unsittlichkeit, in welchem Kampfe noch immer der Abgeordnete Roeren an der Spitze steht. Weitere Anträge betreffen die Agrarfrage( Antragsteller Abg. Herold), die Unterstützung der katholischen Arbeitervereine, die Schulfrage, die Missionen u. a. m.
Tk. Essen, 20. August. Feierliche Glockentöne verkündeten gestern die Eröffnung der 53. Tagung der Soliken Deutschlands; in dem Münster strömten die von Nah und Fern in stattlicher Anzahl herbei. geeilten Festteilnehmer zusammen, um an dem Pontifikal amt teilzunehmen. Mehr als 50000 Mitglieder der katholischen Arbeiter, Gesellen- 2c. Vereine füllten Straßen und Plätze der festlich geschmückten ,, Kanonenstadt."
Eröffnungsfeier.
Auf dem Burgplatz ließ der greise Kardinalerzbischo Dr. Fischer, der auch vom Papst ausersehen wurde, den ober Hirtlichen Segen der Festversammlung zu spenden, umgeber von einer Suite von Bischöfen, Prälaten, Reichs- und Land taasabaeordneten. den imposanten Feftzug an sich vorüber
Die Rednerliste
meist eine ganze Anzahl vollklingender Namen auf, und ohne Ausnahme interessant sind die von den Rednern behandelten Thematas. Wir erwähnen folgende: Professor Dr. EinigTrier: Gottesglaube, Offenbarungsglaube und Wissenschaft. Professor Seiler S. J. aus Feldkirch: Die Kirche und die soziale Frage. Reichstagsabgeordneter Arbeitersekretär Giesberts- Mt. Gladbach: Die Aufgabe der Katholifen bei Lösung der sozialen Frage. Ritter v. Kralik- Wien: Volksbildungsbestrebungen. Reichstagsabgeordneter Oberlandesgerichtsrat Burlage- Oldenburg: Die römische Frage. Seminarpräses Lausberg- Köln: Die Frauenfrage. Universitätsprofessor Dr. Bahn- Straßburg: Erziehung durch die Kunst. Landtags- Abgeordneter Justizrat Dr. Porsch- Breslau: Die Schulfrage. Huldigungstelegramme.
Nachdem zu Beginn des heutigen ersten Verhandlungstages die Herren Prälat Huels fam- Münster und Fabrikant Wiese- Verden zu Ehrenpräsidenten gewählt worden waren, wurde die Absendung zweier Huldigungstelegramme an Kaiser und Papst beschlossen. Das Telegramm an den Kaiser schloß mit der Versicherung:
,, Ausschließlich geleitet vom Geiste der Liebe und Gerechtigkeit wird die Generalversammlung im Sinne und nach dem Vorbilde Euer Majestät der Versöhnung der konfessionellen und sozialen Gegensäge zu dienen bestrebt sein, zum Heile des geliebten deutschen Vaterlandes."
Und das Telegramm an den Kardinal Merry del Val besagte u. a.:
Die Generalversammlung lege dem Heiligen Vater die Gefühle findlicher Liebe und den ehrfurchtsvollsten Gehorsam untertänigst zu Füßen und bittet als Unterpfand der väterlichen Zuneigung Seiner Heiligkeit und zur Erlangung der göttlichen Hilfe untertänigst um den apostolischen Segen."
Nab und fern.
+ Eisenbahn- Karambolage. Auf der Strecke EuskirchenGerolsheim stieß eine Lokomotive auf den Schnellzug Nr. 152 Köln- Trier so stark auf, daß der letzte Personenwagen sowie der Postwagen eingedrückt wurden. Zwei Reisende erlitten Beinbrüche, viele andere leichtere Verlegungen an Armen und Beinen. Der Personenwagen, der Postwagen und die Maschine find stark beschädigt.
† Unglücklicher Schüte. Der Hilfsförster Mollenhauer aus Ollet erschoß versehentlich den auf dem Scheibenstande als Anzeiger fungierenden Gärtner Biskupski aus Weißhof. Die Flinte soll zu früh, schon während des Ladens, losgegangen sein. Die eingeleitete Untersuchung wird das Nähere ergeben.
Strecke Paris- Cherbourg. Das Automobil wurde vollständig zertrümmert. Der Zustand des Prinzen erscheint hoffnungs. Los. Der Chauffeur starb alsbald.
† Der Macedonische Flüchtling" als Hochstapler. In einer Leipziger Druckerei stellte sich ein junger Mann vor, der einen gedruckten Zettel mit der Angabe vorwies, daß bei den Christenverfolgungen in Macedonien seine Eltern aufgehängt, seine Schwester verstümmelt worden seien, und daß man ihm die Zunge ausgeschnitten habe. Da er seine Angaben glaubhaft machte, erhielt er ein ansehnliches Geschenk. Dem Werkführer der Firma kam die Sache nachträglich ver dächtig vor, man ging dem verfolgten„ Christen" in ein Gasthaus nach und machte da die Entdeckung, daß der ,, Mann ohne Zunge" es fich trefflich schmecken ließ und zwar bei heiterſtem Geplauder, mit dem er die Anwesenden unter Hielt.
Bunte Tages- Chronik.
An der großen Sanbe bei Maing vor haften Samstag, 25 Feneral- Rommandos Soifion, der 41, 42, 1. Ravallerie- Brigabe fanterie Regimenter 81, 115, 116 und 16 as Bonier- Bataillon Amb die erfte Abteilun Gine Galadron des be ird am Absperren b
Zeulenroda, 20. August. Drei Mitglieder der Familie eines Hutmachers sind hier an Vergiftung gestorben. Sie hatten Gurkensalat gegessen, der in einem fupfernen Kessel zubereitet war.
Norderney, 20. August. Beim Baden wurden drei Damen und ein Kind von der Strömung weggerissen, aber in bewust Losem Zustande geborgen. Bei einer Dame blieben die Wiederbelebungsversuche erfolglos.
Trier, 20. August. Im Kloster zu Ehrang sprangen drei Nonnen einem in eine Senfgrube gestürzten Manne nach, um ihn zu retten. Die Nonnen erfranften lebensgefährlich, der Mann ist tot.
Mereits mit der 1. Abtei
24. b. M. in M
Hamburg, 20. August. In Sachen des Lotterieschwindlers beendeter Para Fischer( Altona) sind weitere Verhaftungen von hier ansässigen Die Regimenter Nr. E
Personen erfolgt.
=
Vermischtes.
Ein ,, blutiger Vorgang" im Eisenbahnwagen. Auf der
bar Truppenschau fri Standorten nach Mc 115, 116 und 16 Regiment Nr. 80 Mainz berföftigt unt Morte zurück. Als F
Strecke zwischen Berlin und Köln entstand dieser Tage großer bom Regiment Raifer zwei Uhr morgens mußte ein Reisender den Korridor befohlen worden. Schrecken unter den Passagieren des Nachtschnellzuges. Gegen Galadron die 3. Get
† Der Mörder seiner Ehefran. In Weißensee bei Berlin wurde gestern in einer Laubenkolonie die Leiche der 32jährigen Frau des Malers Blocksdorf mit einer Schußwunde im Kopf tot aufgefunden. Der Mann ist ein verbummeltes Subjeft. Da er eigentümliche Reden führte, wurde er verhaftet. Es gilt als sicher, daß er seine Frau erschossen hat. Zweifelhaft ist noch, ob es durch Leichtsinn oder mit Absicht geschah.
passieren. Als er an der Tür eines Koupées vorbeifam, in
benn aus dem Koupée rann unverkennbar Blut. Die
Die Ortsfro
3572 M., das auf ei
bem zwei Herren schliefen, stieß er einen Schreckensruf aus, al beim Abschluß des anderen Reisegenossen waren bald alarmiert. Endlich erschien Troßdem ist de der Kondukteur, öffnete das Roupée, aber man sah nur zweiber Referbefonds betr
† Wettersturz. Jn Tirol sant Sonntag und Montag die Temperatur in erheblicher Weise. Das Thermometer zeigte nur noch 6 Grad Celsius. Auf den Bergen liegt in einer Höhe von etwa 2000 Metern dichter Neuschnee; im Tale fällt unablässig ein falter Regen. In den Bergen find viele Touristen in den Schutzhütten eingeschneit.
† Ein Prinz im Automobil verunglückt. Auf der Station Bernay( Frankreich) geriet ein Automobil, in dem sich der 38 jährige, in Kairo geborene Prinz Ibrahim Mohammed befand, vor die Lokomotive eines Eisenbahnzuges auf der
friedlich ausgestreckte Schläfer. Das vermeintliche Blut ramn aus einer Aktentasche, die oben im Neze lag. In ihr wollte ein sorglicher Gatte seiner Frau fünf Kilo Tomaten in die Sommerfrische mitbringen; ein daraufgeworfener Handkoffer
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*
Die Notiz ve Theaterneube
von zwanzig Kilogramm hatte sie aber inzwischen zerdrückt. in Berüft zufammeng Daher das Blutgerinnsel. Man lachte und legte sich wieder abgefallen ift.
schlafen.
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** Golbenes gemeldet, startet der underennen um da akifameister, der berei
von Gießen i brere internationale
Automaten zum Frankieren der Postsendungen. Frankfurt a. M. ist eine Maschine praktisch erprobt worden, welche die Bostwertzeichen nicht nur verkauft, sondern auch aufklebt. Zu diesem Zwecke wird der Brief oder die Karte in den Schlitz eines Automaten geschoben und ein Hebeldrud ausgeübt, wodurch die Briefmarke über den Brief geführt, befeuchtet, losgetrennt und aufgeklebt wird. Es find eine en Breise von M ganze Reihe von Vorgängen erforderlich, bis eine Marke frei wird, und dieser Umstand erschwert den Diebstahl, während es beim gewöhnlichen Markenverkaufsautomaten möglich und tatsächlich auch vorgekommen ist, daß nach der durch Einwurf eines Geldſtückes erfolgten Auslösung, mit Hilfe von allerlei Diebsgerät, Marken ohne Bezahlung entnommen wurden Mehrere solcher Markenklebautomaten sollen, für die ver schiedenen Wertzeichen zu einem Pavillon vereinigt, an einem geeigneten Plage aufgestellt werden.
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Geheimnisvolle Detektivkünste. Paris ist seit einiger Beit in Aufregung über das geheimnisvolle Verschwinden eines Priesters, des Abbé Delarue, Pfarrers von Chantenay. Die Polizei war ratlos, bis sich ein indischer Fafir namens Deva meldete. Bisher hatte man von dem verschwundenen Pfarrer nur seinen Hut gefunden, der Fakir fand am ersten Tage in Begleitung eines Reporters das Fahrrad des Priesters in einem Gehölze und spürte dann unweit der Stelle ein großes Messer mit Menschenblutspuren auf. Die Spötter behaupten zwar, es handele sich um einer: Reporterfniff, andererseita fann man nicht bestreiten, daß das aufgefundene Fahrrad wirklich dem Abbé Delarue gehört hat.
=
Sprachinstrumente für Affen. Ein amerikanischer Gelehrter will wieder einmal eine epochemachende" Ent deckung gemacht haben. Dr. V. Reed Blair behauptet, die Affen könnten nur deshalb nicht sprechen, weil sie keine geeignete Nase besäßen. Er will nun angeblich bei einem jungen Affen den Versuch machen, die Nase in eine der menschlichen ähnliche umzuwandeln, und später die gleiche Operation an zwei erwachsenen Orang- Utans vornehmen. Eine erfolgreiche Operation an einem Manne ohne Nase, der insolge dieses Fehlers nicht deutlich sprechen konnte, soll Dr. Blair auf die Jdee gebracht haben. Es wird sicher zu wenig gesprochen
in der Welt, die Affen müssen unbedingt mitreden.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Butterschwindel. Die Eheleute Ginzel aus Linden waren vor der Straffammer in Hannover wegen Butter berfälschung angeflagt, mußten aber freigesprochen werden
großen Ladungen nach Deutschland eingeführte sibirische Butta
großen Preis mag das goldene fer startet Eurom her blieb im verf e Sieger, ist also ennen, der dritte Kon rainierende Ludwig F ben nächsten Tagen die hypreden.
Die Generalver reins im Groß 33 September in Opp die Ausstellung von Provinz Rheinheff Brausteuer uptfteueramtes Dar Großherzogtums neuen Braufteuer mereien beträgt die bas Hektoliter, bet leine Mart und bie Mehrbelaftung
Gedern, 20. Bobbertale wird gegen Beneri ein let
ritet. Die Gebäu afgestellt. Kreisrat hit, er genehmigte di Mertenfrig die Einfi Das Wert ist so ange
und gewerbliche Unter k. Lauterbach. die Ehefrau des
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ohnung berichloffen.
trotzdem die Butter einen zu hohen Wassergehalt aufzuweisen Tür gewaltsam. hatte. In der Verhandlung wurde festgestellt, daß die in leunig erhängt vo an Kleinhändler und Konsumenten als Molkereibutter ver besuchte Sehensw kauft wird. Der Transport von Sibirien auf dem Wajerinlich die 1691 erb
wege nimmt einige Wochen in Anspruch, aber auch in Deutsch land bleibt die Butter mitunter noch lange Zeit auf Lage stehen. In dem vorliegenden Falle hat die Butter allein sec Wochen lang in Hannover gestanden, bevor sie als angebliq
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genartiges Kunstwer
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frische Molfercibutter in die Hände des Publikums gelangt. nd gestanden, der Obwohl bei der Zubereitung der sibirischen Butter at andere Geschicht
den weiten Versand Rücksicht genommen wird, nicht zu vermeiden, daß fie ranzig wird. Dem soll dann da durch abgeholfen werden, daß die Butter durch Einfneten und Wiederherauspressen von Wasser gewaschen wird. Meg di derart behandelte Butter nun vielleicht auch ganz gut schmeden, frisch ist sie nicht, und gerade darauf legt doch der Konsument großen Wert. Jedenfalls sollte auf das nachdrücklichste gegen solche Händler eingeschritten werden, die das Publikum dur
butter ausgeben, übervorteilen.
agen das Gebäude
Buzbach.
27 September vorge mit treinamtlicher Gene perlegt worden. Ec
tattfindenden großen
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Bad Nauheim,
den Verkauf alter sibirischer Butter, die sie für frische Molteret Boche find 1296 § Mauscheln ein Glücksspiel. Die Straffammern stehen genanntem Lage
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schon lange auf dem Standpunkt, daß Mauscheln,( Vierblat und Dreiblatt) auch ohne Aßzwang als Glücksspiel zu be trachten sei. Vor kurzem hat nun auch das Reichsgericht er Urteil der Straffammer zu Aachen, die das Mauscheln fin ein Glücksspiel erklärte, bestätigt. Die Inhaber öffentliche Lofale werden also gut tun, das Mauscheln auch ohne A zwang sowie die ibn verwandten Spiele Vierblatt und Dreb blatt, auch Zuppen. oder Zwiden genannt, nicht zu dulden.
quenz beträgt bis z
urben bis zum legte A Friedberg 2 Laden der Gefahr
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Broteftversamm
Cauereien flatt.


