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und im Auslande erträglichere Lebensbedingungen sucht. Die Auswanderung hat eine nie gefannte Höhe erreicht Pässe find zu haben, sobald genügend Bestechungsgelder aufgewendet

werden.

Die Straßenkrawalle vor Gericht. § Breslau, 16. September Vor der ersten Straffammer des hiesigen Landgerichts beginnen morgen die auf eine Woche berechneten Ver­handlungen gegen eine Anzahl Teilnehmer an den viel bes prochenen Breslauer April- Krawallen, die namentlich durch bie abgehackte Hand des Arbeiters Biewald eine überaus sensationelle Färbung erhalten haben.

Die Vorgänge am 19. April.

Wie erinnerlich, bildete der Streif in einer Waggonfabril ben Anlaß zu den Krawallen. Gegen Mittag des 19. April hatten die aufgestellten Streitposten eine große Anzahl Neu­gieriger angelockt, unter denen sich eine Anzahl halbwüchsiger Radaumacher unliebsam bemerkbar machten. Gegen 53/4 Uhr nachmittags zogen dann von allen Seiten große Haufen Männer, Frauen und Kinder, besonders aber auch der bei feinem Nadau fehlende Janhagel nach dem Striegauer Plaz, wo nur ein Polizeifommissar mit wenigen Beamten Posten stand. In dem Augenblick, als die Arbeitswilligen die Waggonfabrik verließen, begann sofort ein ohrenbetäubender Lärm. Mit aller Gewalt wurde versucht, auf die Arbeits: willigen einzudringen. Die wenigen Beamten waren der Menge

Von der Herzogin von Connaught überfahren. Auf einer Automobilfahrt von Bagshot nach London hatte die Herzogin von Connaught das Unglüd, einen Knaben zu über: fahren und ihn lebensgefährlich zu verlegen. Den Chauffeur der Herzogin trifft keine Schuld. Der Knabe hatte sich an einen fahrenden Wagen gehängt( die alte Unfitte!), war dann plötzlich abgesprungen und vor das Automobil gelaufen. Die Herzogin ließ sofort anhalten, den Knaben in ihren Wagen tragen und fuhr so schnell wie möglich nach dem Hospital. Erst nach längerer Zeit, als man ihr verficherte, daß der Knabe voraussichtlich nicht sterben werde, sezte sie ihre Fahrt nach London fort.

gegenüber, die nach ungefährer Schäzung 4000 Menschen betrug, vollständig machtlos, sodaß tele­phonisch polizeiliche Hilfe herbeigerufen werden mußte. Die Schußmannschaft und die Kommissare sammelten sich unter dem Kommando des Polizeiinspektors Püschel. Bald traf auch der Kommandeur der Schuhmannschaft, Hauptmann Roll, ein und wiederholt wurde die aufgeregte Menge auf gefordert auseinanderzugehen. Jedoch nur Schreien und Johlen war die Antwort. Als schließlich noch Stühle, Flaschen, Töpfe, Kohlenstücke usw. gegen die Beamten ge: worfen wurden, gingen diese mit der blanken Waffe vor. Die berittenen Mannschaften stürmten von allen Seiten gegen die Menge vor, wobei auf beiden Seiten schwere Verlegungen vorkamen. Gegen 6 Uhr bemerkte Polizeifommissar Schmidt einen Trapp von etwa 500 Mann, der johlend und alles stürmend, die Friedrich- Wilhelmstraße entlang kam. Es ge­lang, den Haufen aufzuhalten und nach dem Plaze zurück­zudrängen. An der Ecke Leuthenstraße befanden sich mehrere Beamte in schwerer Gefahr, wurden aber von den vorrückenden Beamten durch einen energischen Angriff befreit. Nunmehr wurde der Befehl ausgegeben, sämtliche Läden und Restau­rationen zu schließen. Als von allen Seiten von den Dächern und aus den Fenstern alle nur möglichen Gegenstände ge­worfen wurden und die Menge Freiheitslieder sang und Revolution" rief, aber feine Miene machte, auch nur einen Schritt zurückzuweichen, zog der Kommissar seine Mannschaften, von denen bereits mehrere bluteten, zusammen in eine ge= schlossene Linie und gab den Befehl, keine Verhaftung vor: zunehmen, damit eine Zersplitterung der Kräfte vermieden werde. Jetzt wurde aber ganz energisch vorgegangen, und in furzer Zeit waren die umliegenden Straßen frei. Einen ähnlich schweren Stand hatten die Kommissare Mitt­mann und John, die mit ihren Beamten an der Berliner Chaussee postiert waren. Wiederholt wurden aus der Menge Kanonenschläge gegen die Beamten geworfen, so daß sie sich schließlich genötigt sahen, mit Hilfe der Berittenen unter Führung des Kommissars Meißner scharf vorzugehen. Ein Haufe wurde durch die Beamten des Knmmissars Mittmann nach der Schweizerstraße abgeschoben. Als sich hier die Zu sammenrottungen wiederholten und Kommissar Mittmann von einer mit äßender Flüssigkeit gefüllten Flasche getroffen wurde, gab er einige Schreckschüsse ab, worauf die Menge aus­einanderstob. Einer der Tumultuanten hatte bereits vorher ebenfalls geschossen und die Kugel war zwischen den beiden Kommissaren John und Mittmann auf das Straßenpflaster aufgeprallt.

Von Schweinen totgebissen. In Oberndorf bei Brud fand eine Bäuerin ihr sechsjähriges Pflegefind im Schweines stall blutüberströmt auf dem Boden und von den Schweinen zerfleischt. Die sonst gutmütigen Schweine waren durch das Geschrei eines tranfen Schweines wütend geworden und hatten das Kind, als es zum Stalle fam, zu Boden gerissen. Einige Stunden nachher ist das Mädchen unter fürchterlichen Schmerzen gestorben.

Von den Verletzungen war keine lebensgefährlich. Am schwersten hatte der Bierfüller Karl Biewald gelitten, dem in dem Flur eines Hauses auf der Flucht von einem hinterher eilenden Schutzmanne die rechte Hand abgeschlagen wurde. In die Voruntersuchung war zunächst auch Biewald verwickelt, doch wurde gegen ihn wie gegen 60 weitere Angeschuldigte schließlich das Verfahren eingestellt, so daß sich morgen nur eine kleine Anzahl Ruhestörer zu verantworten hat, und zwar wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Erregung ruhe­störenden Lärms und ähnlicher Delikte. Nur einer der Tumultuanten ist vor das Schwurgericht verwiesen worden.

Nah und Fern.

Bunte Tages- Chronik.

Dresden, 16. September. Infolge Besserung des Wasser­Standes haben die Elbschiffahrtsgesellschaften heute den regels mäßigen Betrieb wieder aufgenommen.

Der langjährige Haida i. Böhmen, 15. September. Totengräber im Dorfe Pihl erhängte sich, nachdem er sich selbst das Grab gegraben hatte.

Mailand, 15. September. In Gegenwart des Königs und der Königin ist heute der neue Pavillon für dekorative Kunst, der an Stelle des abgebrannten errichtet ist, eröffnet worden.

Kunst und Wiffenfchaft.

EL. Deutscher Naturforscher- und Aerztetag. In der schwäbischen Residenz, im zwischen Weinbergen schön gelegenen Stuttgart, ist zum 78. Mal der von tausenden deutscher und österreichischer Gelehrten besuchte Deutsche Naturforscher: und Aerztetag zusammengetreten. Die wissenschaftliche Be deutung dieser Versammlung erhellt schon äußerlich daraus, daß in nicht weniger als 31 Abteilungen das reiche Beratungs material erledigt werden muß. Das Hauptinteresse der dies­jährigen Tagung wird dem Vortrag des Münchener Professors Lipps Naturwissenschaft und Weltanschauung" entgegen­gebracht. In den Abteilungssigungen wird u. a. Graf Zeppelin über motorische Luftschiffahrt sprechen. Insgesamt stehen über 400 Vorträge auf der Tagesordnung der 31 Abteilungs­fizungen, für die 5 Tage vorgesehen sind.

Ein falscher Marineoffizier. Aus Potsdam verschwunden ist nach Verübung zahlreicher Schwindeleien der angebliche frühere Marineoffizier Egon von Radingen. Er hat dort vor adeligen Damen Darlehen erschwindelt unter der Angabe, das er verabschiedet sei, und sich mit seinen Angehörigen über: worfen habe. Er beabsichtige indessen, sich mit seinem Vater, dem Rittergutsbesitzer General a. D. Egon von Radingen au Schloß Lindenhof bei Trier, wieder auszuföhnen, wozu ihm aber das nötige Reisegeld fehle. Es wird vermutet, daß der geriebene Hochstapler, nachdem ihm der Boden in Potsdam zu heiß geworden, sich nach einer andern Stadt gewandt hat, um seine Schwindeleien dort fortzusetzen.

ZN. Ein neues lenkbares Luftschiff. Nachdem sich die Heeresleitungen Frankreichs und Deutschlands besonders eifrig nach einem brauchbaren Luftschiff umsehen, hört man häufiger als früher auch infolge technischer Errungenschaften von Plänen zu lenkbaren Luftschiffen. Jezt glaubt in Metz ein Bürger das Problem der völligen Lenkbarkeit gelöst zu haben. Zeichnungen und Beschreibungen sind fertig. Es fehlt ihm nur das Kapital zum Bau des Luftschiffes, das ganz aus Aluminium hergestellt werden und Meteor" heißer foll.

Alter schützt vor Torheit nicht. In Schönefeld wurde gestern die 48jährige Schlosserswitwe Helene Knorr und der bei ihr in Schlafstelle wohnende Maschinenschlosser Willy Schmiedel mit Schnittwunden an den Pulsadern aufgefunden. Schmiedel, der mit seiner Ehefrau in Scheidung liegt, hat gemeinsam mit der vorgenannten Witwe die Tat ausgeführt, weil beide das Aussichtslose einer Verbindung voraussahen. Die Knorr ist Die Verletzten sind außer Lebensgefahr. bereits zum zweiten Male verwitwet. Sie hat aus zweiter Ehe einen Sohn im Alter von etwa 12 Jahren. Die Frau erwarb sich die nötigen Existenzmittel durch Vermieten. Daß Schmiedel und die Knorr gemeinschaftlich handelten, geht aus ihren schriftlichen Aufzeichnungen unzweideutig hervor.

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Elektrische Mulik.

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Dresdener Amtsgericht den Bäder Ernst Emil Müller vom dort, der ein hervorragendes Mitglied der Gesellschaft in der Versammlung um Begleichung einer Schuld gemahnt hatte, zu 3 Wochen Gefängnis. In der Urteilsbegründung wird dargelegt, daß die Heilsarmee nach verschiedenen Ent­scheidungen als eine staatlich anerkannte Reli gionsgesellschaft zu gelten habe, und daß im vor­liegenden Falle eine gottesdienstliche Handlung vorlag.

- Eine alte Erfindung in neuer Form. Die Versuche, Musik auf elektrischem Wege auf fürzere oder weitere Entfernungen zu übertragen und Konzertbesuchern das Leben noch bequemer zu machen, sind nicht gerade neu. In Berlin kann man seit fast 10 Jahren die Oper telephonisch anhören und in anderen Städten gibt es ähnliche Genüsse. Nun hat aber ein englischer Doktor Cahill ein Instrument erfunden, das in der musikalischen Welt eine vollständige Revolution hervorrufen dürfte. Das Instrument des Doktors Cahill bringt nicht nur alle Töne hervor, die die in den Orchestern benutzten Instrumente hören lassen, sondern auch musikalische Töne, die man bis jetzt noch nie und nirgends gehört hat. Es hat nichts, was an die schlecht ineinander­greifenden normalen Töne des Phonographen erinnern könnte; seine Noten sind voll, wohlklingend, rein und deutlich.

Gestohlene Gobelins. Aus der Lorenzkirche in Nürn berg sind zwei wertvolle Gobelins gestohlen worden. Die Bilder stellen dar: Die heilige Katharina vermählt sich mit dem Jesuskinde. Der andere Gobelin stellt dar: Ecce homo zwischen Maria und Johannes, im Anschluß: Johannes der Täufer und der heilige Hieronymus. Beide Gobelins find je etwa 1.20 m lang und etwa 80 cm breit. Als Täter werden ztvei Damen verdächtigt.

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§ Eine sensationelle Entführungsgeschichte beschäftigte die Kölner Straffammer. Der in Montevideo ansässige Kauf­mann Antonio Keppenberg wußte bei seiner letzten Anwesen. heit in Köln seine bildhübsche Nichte Nettchen Hauser zu be stimmen, zu ihrer Erholung" ihm nach Montevideo zu fol gen. Auf der Ueberfahrt verliebte sich K. in seine Nichte, diese wies ihn jedoch ab, darauf erklärte K., das Mädchen leide an schweren Krämpfen. In Montevideo hatte das arme Mädchen viele Leiden auszustehen, bis sich endlich dort wohnende Deutsche seiner annahmen. Durch Brezagitation wurden Geldmittel zusammengebracht, sodaß das Mädchen in die Heimat zurückreisen konnte. Der würdige Onfel erklärte nun, seine Nichte habe ihm eine ganze Summe Geldes ent wendet und strengte deshalb Klage an. Der Gerichtshof schenkte jedoch dem seine völlige Unschuld beteuernden Mäd chen Glauben, und wies den Onkel nach stürmischen Prozez­Szenen kostenpflichtig ab.

Die Kosten der ersten Einführung der neuen elektro­musikalischen Industrie sind sehr bedeutend. Das neue Musik­Instrument kostet nicht weniger als 800 000 Mark, dafür wiegt es aber auch 200 000 Kilogramm. Ebenso wie im modernen Kriege der kommandierende General im Telegraphenbureau Fizzt und den Krieg leitet, ohne auch nur den Fuß auf das Schlachtfeld zu setzen, werden die Kapellmeister der neuen Schule hübsch zu Hause bleiben und von ihrem Arbeits­zimmer aus die Welt mit Musik speisen können. Um die Wirkung der von ihm im stillen Kämmerlein produzierten Musik kennen zu lernen, wird sich der Maestro einen Telephon­hörer ans Ohr legen müssen. Das Instrument gleicht einer Schreibmaschine; man drückt leicht auf einen Knopf, und die entsprechende Note läßt sich in einem hundert und mehr Kilometer entfernten Konzertsaal hören.

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Teures Beefsteak. In Hagen verlangte ein Reisender in einem Restaurant ein Beefsteak aber schnell, in 37 Minuten geht mein Zug." Der Reisende mußte jedoch zum Zuge, ehe das Essen fertig war; er verweigerte deshalb die Bezahlung des Beefsteaks und es kam zur Klage. Der Reisende wurde zur Zahlung verurteilt, weil er nicht von vornherein die Lieferzeit genau bestimmt hat, er hätte sagen müssen ich verlange das Essen in 10 Minuten, fomme es später, so nehme er es nicht mehr". Das Urteil ist für jeden, der Bestellungen in den Bahnhofsrestaurationen machen will, von Wichtigkeit und berdient allgemeine Beachtung.

Der Landwirt.

dk. Preissteigerung landwirtschaftlicher Grundstücke. Der Jahresbericht der westpreußischen Landwirtschaftskammer weißt eine erhebliche Erhöhung der Preise für reines Ackerland in Westpreußen nach. Für das Heftar wurden gezahlt im Jahre 1901: 343 Mart: 1902: 425 Mart, 1903: 584 Marf, 1904: 603 Mart, 1905: 1083 Mart. Der Verkaufswert hat sich also in fünf Jahren auf das Dreifache erhöht.

mg. Rationelle Obstzucht. Amerika bringt in diesem Jahre 4-42 Millionen Bushels Obst zur Ausfuhr und zwar größtenteils nach England. Die Zahl der Apfelbäume in Amerika beträgt ca. 200 Millionen, ihr durchschnittlicher Ertrag wird auf 400 Millionen Dollars berechnet. Die Obst fultur muß also wie diese Zahlen beweisen, als einer der einträglichsten Zweige der Landwirtschaft betrachtet werden. Bei uns in Deutschland ist man noch nicht zu der Einsicht gekommen, daß etwas mehr Sorgfalt, der Pflege der Obst bäume zugewendet, sich glänzend rentieren würde. rationeller Obstzucht könnte die deutsche Landwirtschaft noch viele Millionen verdienen, die jetzt nach dem Auslande gehen. Man müßte fich in Deutschland unter Ausschluß aller Spiele reien und Liebhabereien in der Obstzucht auf wenige gute und matähige Sorten beschränken.

Im Anfang wird die elektrische Musik natürlich ein Luxus sein, den sich nur Theater, Konzertsäle, Restaurants, Hotels und große Warenhäuser werden leisten können. Andererseits dürften aber auch kleinere Städte, die nur selten Gelegenheit haben, gute Musik zu hören, vor einem kleinen Dpfer nicht zurückschrecken, um sich mit der in der nächst= gelegenen größeren Stadt installierten Opern- und Sonaten­fabrik in Verbindung zu setzen. Nach den Berechnungen sollten die musikalischen Stationen nie weiter als höchstens BO Kilometer voneinander entfernt sein. Die Töne können allerdings ganz gut noch viel weiter vernommen werden, aber wenn die oben angegebene Grenze überschritten ist, verliert die Musik an Klarheit und Deutlichkeit. Die Harmonie und bie Reinheit der Akkorde würden ferner auch zu wünschen übrig lassen, wenn die Noten durch einen Telegraphendraht oder durch eine für das elektrische Licht bestimmte Leitung übertragen würden; man wird also für die Meisterwerke der Musik einen besonderen Draht brauchen.

Wenn die Sache sich wirklich so verhält, werden wir also in Zukunft über ausverkaufte Konzertsäle und Plaz­mangel nicht mehr zu klagen brauchen. Manchmal soll auch jezt schon fein Grund dazu vorhanden sein. Nun fehlt nur noch das elektrisch übertragene Theater und die Menschen brauchen überhaupt nicht mehr ihre Wohnung zu verlassen. E. S. Bellamys Zukunftstraum ist dann erfüllt.

Aus dem Gerichtsfaal. §Wegen Störung einer gottesdienstlichen Handlung und zwar einer Versammlung der Heilsarmee verurteilte das

Berliner Kabaretts.

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batte in trunkenem Zu genommen. Während d all bon delirium treme fh mit einem Meffer b baufe wohnenden Frau und deren beide Kind beniger als Meffe leichteren Verwundungen Edreden aus dem Fens Tourrières, der festgeno ichtern wurde, teine G

( Von unserem ständigen Korrespondenten) Wir erinnern uns noch alle der Tage, in denen der Freis Herr Ernst von Wolzogen das erste deutsche Ueberbrett! er öffnete, und seine Getreuen mit lauter Stimme ins Sand hineinschrieen, daß die einzig wahre Kunst nunmehr erst entdeckt sei. Hanns Heinz Ewers, der Ehrlichsten einer unter Wolzogens Trabanten hatte seine Fabeln vom Mi fäfer", von der Wasserleiche" und vom Schweinestall" den Publikum von Berlin W. mit Nonchalance ins Gesicht erzählt, und solche flatschende Brutalitäten lagen noch tausendiältig am Wege. Evoe! die neue Kunst war da: der Zynismus lag grinsend in ihren Zügen. Seitdem ist mancher Tag ins Land gegangen; das Ueberbrettl ist inzwischen unselig au Hölle gefahren, und Ernst von Wolzogen schreibt aufs neve an Dekadenz- Romanen. Auf den Trümmern des Ueberbrett aber ist eine neue Erscheinung erstanden: die Berline Kabaretts. Wie die Pilze schossen sie aus der Erde; at jedem Tage der Woche tagte" eines und fütterte seire Gäste mit ganz frischer Kunst. Man war da ganz unte fich, ganz intim. Weil man feine Gewerbesteuer zahle und mit dem Zensor unter feinen Umständen etwas tun haben wollte, wurde kein Eintrittsgeld verlangt, ein Beitrag zu den Unkosten" in Höhe von einer bis z Mart. Am Klavier saß gewöhnlich der Komponist". Ar dem Podium stand die ausgeschrieene Primadonna und san uns mit dem letzten Schmelz ihrer längst verloren gegangene Stimme: ,, Adieu Marie, adieu Marie, adieu" in die armen Ohre Oder ein Lyriker, der tagsüber bei Gerson Damenwäsche ve fauft, trug uns die Empfindungen seines liebesfranken Herzer in standierter Prosa vor. Oder Madame Dolorosa deklamiert mit müder Stimme ein Sehnsuchtslied nach der Peitsch Dder ( fie hat es wirklich nötig!). oder... oder.- oder. Man könnte sich baden in Glossen, so viel hätte mo zu machen, wollte man auch nur annähernd beleuchten, we dem Besucher dieser Kabaretts, die so schöne Namen trug wie , Ban, Saun Silberne Punschterrine"," Grü Minna" usw. alles zugemutet wurde. Hier war die Kle funst wirklich intim geworden, so intim, daß man sie bes plump- vertraulich nennen konnte.

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*** Heute begeht jungen Großherzog blt es zu feiner Fürft Logter aus hessischem Berehrung des Volkes Buneigung, das zwische fnüpfen. Durch tatt

Und was ist nun wieder davon übrig geblieben? mählich waren so viel Kabaretts entstanden, daß sie einande erdrückten, und da das Publikum immer das gleiche war u die Produktion nicht im entferntesten die Nachfrage zu be friedigen vermochte, war das Resultat nur ein selbstverstär an Gel= liches: Eins nach dem andern ging an Mangel überfluß zu Grunde. Einige hielten fich trotzdem bis a den heutigen Tag. Ihre Leiter hatten begriffen, worauf antam. Šie meldete furzer Hand eine Varieté- Konzeffion und erhielten sie auch. So find die noch jetzt existierende Unternehmungen: der Klimperkasten", der Roland b Berlin", das ,, Kabarett Unter den Linden", der Struww peter", heute nichts weiter als kleine Variétés mit Weinzmag und unmäßigen Eintrittspreisen. Traten früher noch zuwei m aus dem Publikum bessere oder schlechtere Dilettanten auf, wird heute das Programm von bezahlten Berufskomödian bestritten. Das Repertoir dieser Damen und Herren unte scheidet sich in nichts von dem der gewerbsmäßigen Humorism

Berlaffenen und Förder herzogin Eleonore auf d meuen reichen Segen gef das überall Liebe und Seenland dem Großher Gegen wünscht.

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Unläßlich des herzogin sind die öffe

** Der Großher Vortrag den Sta

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waifter Gnauth, den Janern Braun. die evangelische Pfar übertragen worden. ** In Vertretung marshall General von feiten in Camenz teil.

** Erannt wurde thaus Marienidlo Gefangenauffeherin am

mit Birtung vom 1. D Das Ehrenzeich wehren wurde dem Mi Lid Karl Ludwig Sc

** Die Zerm wirtschaftsfammer

Auf Grund der§§ 7, 1906 wird beftimat, da inner am Donn

und die Wahlen der Mi tammer und der A Donnerstag, de Hauptman

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