Ernie Burgermeister Dr. von Borscht in Empfang nahm. Bet dem Festbanfett in der Festhalle hielt der Thronfolger Prinz Ludwig, der mit dem Prinzen Alphons in Schüßentracht erschienen war, eine bedeutsame Rede, in der er die Deutschen und die Desterreicher zur Einigkeit mahnte. Mit endlosem Jubel wurde der nachmittags auf der Theresienwiese erscheinende greise Prinzregent Luitpold begrüßt. Dann be gann das offizielle Bundesschießen. Der Tag schloß mit einem Festspiel in der Hauptfesthalle, das eine zwerchfellerschütternde Parodie auf den Freischuß" bot, von ersten Münchener Künstlern zur Darstellung gebracht.
Der
† Die Kosten eines Sensationsprozesses. Prozeß Zander ist nach einer Verhandlungsdauer von fast 3 Wochen zu Ende geführt und zwar mit der Verurteilung des Majors und der Freisprechung der beiden anderen Angeflagten. Die der Staatstaffe zur Last fallenden Kosten des Prozesses sollen sich auf über 60 000 Marf belaufen. Major von Zander wird aber auch eine nicht unbeträchtliche Summe zu zahlen haben, da ihm, als dem Verurteilten, die Kosten zur Last fallen, welche die Führung des Prozesses beanspruchte, soweit er Bezug auf den Major b. 8. hatte.
+ Rur Bierfraae. In den Saarstädten weigern sich die Gastwirte entschieden, eine Erhöhung des Bierpreises fich auferlegen zu lassen. Sie betonen, daß die Brauereibenzer wohl in der Lage seten, die Biersteuer selbst zu tragen, wenn sie z. B den Flaschenbierhändlern nicht mehr auf eigene Kosten Pferde und Wagen zur Verfügung stellen und wenn sie ein Flaschenvfand einführen würden. In Solingen haben die Wirte beschlossen, kein Pilsener Bier mehr auszu schänken, nachdem die Brauereien infolge der Kollerhöhung, die auf den Hektoliter 2 Mark ausmacht, den Bierpreis um 2,50 Mart erhöht haben.
† Unglücksfall auf der Radrennbahn. Bei dem Radrennen um der Goldpofal auf der Kölner Bahn fuhr der Motor des Radfahrers Nat Butler, der von Begny gesteuert wurde, durch die Barriere, die bei dem Anprall in Stücke ging, mit voller Wucht in die Zuschauermenge hinein. Sechs Personen wurden von der Maschine verlegt, ein Tagelöhner jerhielt einen schweren Schädelbruch, der der Tod des Mannes nach sich ziehen dürfte.
+ Unwetter überall! In Schlesien find wieder starte Regengüsse niedergegangen. Namentlich im Oberlauf der Oder ist erneut Hochwasser eingetreten. In den hochgelegenen Alpenschutzhütten, besonders in den Zillertaler Alpen waren mehrere Tage lang viele Touristen eingeschneit. Auch aus den Gegenden des Schwarzen und des Kaspischen Meeres wird von Regengüssen berichtet, die große Verheerungen an richteten und Dämme und Brücken fortspülten.
+ Beim Bootfahren ertrunken. In Lübed ertranfen zwei Kaufleute. Die Lustyacht, auf der sie eine Segelpartie unternommen hatten, war gefentert.
+ Eine Rabenmutter. In Dahlen wurde eine Fran verhaftet, die ihr einige Monate altes Kind hatte verhungern laffen. Die unnatürliche Mutter soll bereits fünf Kinder auf diese Weise ums Leben gebracht haben.
† Feuer in einer Fabrik. Die bedeutendste MaisStärke- Fabrik, das Etablissement von Düben, Schmidt und Bunge in Steutz, wurde ein Opfer der Flammen. Wahrscheinlich ist das Feuer durch Kurzschluß verursacht worden.
+ Brandstifter in Pommern. In dem Städtchen Belgard treiben seit einiger Zeit Brandstifter ihr Wesen. Nachdem sie schon eine Anzahl fleinerer Brände in den letzten Wochen veranlaßt hatten, haben sie jetzt einen ganzen Häuserblock vernichtet. Zehn Wohnhäuser mit allen Neben gebäuden fielen ihrem verbrecherischen Treiben zum Opfer. in vier Stellen zugleich fam das Feuer auf. In einem Hause wurde ein angezündetes Bund Stroh rechtzeitig entdeckt und gelöscht. Die aus älterer Zeit stammenden Häuser standen im Nu in Flammen, sodaß das Rettungswert sehr schwierig war.
† Großfeuer in der Messe- Stadt. Im Nishninowgorod wütete in der Nähe der Messe sechs Stunden lang ein großes Feuer. Nicht weniger als 275 Häuser wurden eingeäschert. Auf der Messe gerieten mehrere Depots und die armenische Kirche in Brand.
† Die Peft. Im Kreise Bjelostok ist die sibirische Best aufgetreten. Auch in der französischen Hafenstadt Le Havre ist ein Matrose an der Pest gestorben. Dank energischer Desinfektionsmaßregeln find weitere Fälle dort nicht vor.
gekommen.
† Der reichste Mann der Welt †. In London ist der reichste Mann der Welt gestorben. Es ist das der Ches der bekannten Firma Wernher, Beit& Co., Mr. Alfred Beit. Er war einer der Intimen Cecil Rhodes. Ende vorigen Jahres wurde Alfred Beit vom Kaiser im Neuen Palais zu Potsdam empfangen. Beit hatte dem Alten Museum in Berlin wertvolle Geschenke gemacht und der Stadt Hamburg zwei Millionen Mart für wissenschaftliche Swede gestiftet.
† Ein untergegangenes Kaliwwerk. Das Kaltwer! Affe in Braunschweig ist vollständig ersoffen. Die Arbeiten zur Rettung des Werkes mußten als aussichtslos aufgegeben werden. Die Chaussee hat bis in 2½ Kilometer Entfernung eine Senfung erfahren, und der Eisenbahndamm ist auf der Strecke Braunschweig- Schöning teilweise zerstört.
† Katastrophe bei einer Leichenfeier. Als in der italienischen Ortschaft Calabritto um die aufgebahrte Leiche eines verstorbenen Kaufmanns die Verwandten und Nachbarn zahlreich versammelt waren, brach der Fußboden des zweiten Stockes, in dem die Trauerfeier stattfand, ein. Der Sarg und alle Versammelten stürzten in das erste Stockwerf. Auch bort brach der Fußboden, und alles stürzte in eine Vorratshalle im Keller. Unter den Trümmern zog man viele Verwundete hervor. Die Witwe des Toten ist irrsinnig geworden; fie behauptete, er habe sich bewegt und gesprochen. Ein Kind fand man nach 10stündigen Räumungsarbeiten wohlbehalten unter den Brettern.
+ Verhängnisvoller Zusammenstoß von Straßenbahnwagen. In Frascati gerieten zwei Straßenbahnwagen aneinander. Dabei erlitten 35 Personen Verlegungen.
† Die heimliche Vermählung der Millionärstochter. In der amerikanischen Kolonie zu Paris wird die heimliche Bermählung der Tochter des vielfachen Millionärs Wort viel besprochen. Die junge Miß hatte sich zu ihrem Ehemanne Ihren Reitlehrer Aurel Baionyi aus Budapest erkoren, den Sie in der vornehmsten Newyorker Reitschule dort, wo auch Alice Roosevelt von Batonyi Reitunterricht erhalten, fennen gelernt hatte. Das junge Paar ist in Paris eingetroffen.
† Seeräuber an der Küste von China. Auf der Höhe von Wutschou wurde der Dampfer ,, Sainam" von Seeräubern angegriffen. Der Kapitän des Damp ers wurde schwer verwundet, ein Chinese und ein englischer Missionar wurden getötet. Ein englisches Kriegsschiff ist in die Gegend, wo der Ueberfall stattfand, abgegangen.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Der Zanderprozeß beim Reichsgericht. Justizrat Mamioth, der Verteidiger des Majors von Zander in dem jezt abgeschlossenen großen Prozeß, will sich nach Meldungen aus Breslau bei der Verurteilung seines Klienten zu 300. Geldstrafe nicht beruhigen, sondern Revision beim Reichsgericht anmelden.
§ Einstellung des Verfahrens gegen den Arbeiter Biewald. Dem Arbeiter Biewald, dem bei den Kra wallen in Breslau am 19. April die linke Hand abgeschlagen wurde, ist der Bescheid des Untersuchungsrichters zugegangen, daß das gegen ihn eingeleitete Straf berjahren wegen Aufruhrs eingestellt worden ist.
§ Ein Schuhmann verurteilt. In Wiesbaden wurde ber Schuhmann Walter von der Straskanımer zu zwei Jahren Gefängnis megen Körperverlegung verurteilt. Er hatte einen unrechtmäßig verhafteten Bürger auf der Polizeiwache durch Fußtritte und Ohrfeigen schwer mißhandelt.
§ Tierqälerei auf der Jagd. Ein Jäger, der bei Ausübung der Jagd einen Hund angeschossen und unterlassen hatte, ihm den Fangschuß zu geben, wurde von dem Landgericht Saarbrücken in der Berufungsinstanz wegen Tier quälerei zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er mit der Mög lichkeit habe rechnen müssen, daß der Hund unter qualvollen Leiden verenden werde. Die von dem Angeflagten gegen dieses Urteil eingelegte Revision wurde durch Urteil des Kölner Oberlandesgerichtes mit der Begründung verworfen, der Vorderrichter habe in dem dargestellten Verhalten des Angeklagten mit Recht den Tatbestand einer rohen Mißhandlung des Tieres gefunden.
Ein betrogener Betrüger.
( Sonder- Bericht.)
Madrid, 15. Juli.
Von einer Echwindelaffäre, deren Eristenz man längt fannte, die man aber, aus gewissen Gründen so lange als möglich den Augen der Oeffentlichkeit entzog, find in den legten Tagen alle verhüllenden Schleier gerissen worden. En Standal wurde offenbar, dessen Details so ungeheuerlich flingen, daß fie einen Entrüstungssturm nicht nur in Madrid, sondern auch weit darüber hinaus erregen.
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Und was ist der Kern der ganzen Sache? Eine Generalstochter, die an der Spiße einer geheimen Spielbank ges fährlichster Art steht und nebenbei ein Heer von Handschriftenfälschern, Wucherern und Schwindlern in ihrem Solde hat. Meisterhaft verstand fie es, durch große Summen die Auffichtsbehörden" bezw. deren Funktionäre zu zwingen," hier und da ein oder zwei Augen zuzudrücken. In diesen Strudel find leider auch hohe und höchste Personen hineingezogen, allerdings ungewollt und unverschuldet; unangenehm im höchsten Grade bleibt es aber trotzdem.
Vor einigen Jahren erhielt der Vertrauensmann eines befannten Wucherers, dem der Spißname„ El Cantinero" beigegeben war, einen Brief seines nach Frankreich verreisten Herrn mit dem Austrage, einem genau beschriebenen Manne 254 000 Pesetas zu übergeben. Der so Beauftragte zahlte das Geld, der Wucherer fam zurück, erklärte den Brief als Fälschung und ließ seinen Vertrauensmann verhaften, weil er annahm, daß dieser die Briefgeschichte ale Finte vorschiebe und sich selbst das Geld angeetanet habe. Nach langen Untersuchungen stellte sich die Unschuld des Angeklagten heraus, gleichzeitig fam man auf die Spur einer weit ver zweigten Bande von Schwindlern, Wucherern 2c., und ermittelte als deren Oberhaupt die Generalstochter. Die Polizei drang bald darauf in die Spielhölle ein, und wen mußte fie unter deren ständigen Gästen entdecken: neben Falschspielern und Halbweltdamen, Angehörige der höchsten Beanitenund aristokratischen Kreise, die Söhne eines Generals und Chefs des Militärkabinetts des Königs und zulegt Mitglieder der Polizei. Nach dem Spiele wurden alles mit Erlaubnis und unter reger Beteiligung der hochwohllöblichen Polizei- Gelage und Bachanale schlimmster Art veranstaltet. Die Generalstochter brauchte Geld, da die Spielhölle fich nicht genügend rentierte, anscheinend waren die Tagesspelen", Bestechungsgelder 2c., zu hoch. Deshalb fam ihr der Gedanke, den schwerreichen Wucherer El Cantinero" zu prellen, ein bekannter Fälscher Mariano Conde fälschte täuschend den Brief an ben Vertrauensmann- und El Cantinero" war um 254 000 Pesetas ärmer. Conde ist in feinem" Spezialfach" einer der geschicktesten Fälscher, die man fich denken fann; als er fich vor mehreren Jahren hier in Untersuchungshaft befand, richtete er durch Vermittelung von Helfershelfern unter Nach ahmung der Handschrift des damaligen Ministerpräsidenten Canovas einen Brief an den Justizminister, worin feine sofortige Entlassung angeordnet wurde. Der Minister führte den Befehl seines Vorgesezten sofort aus. Präsident Canovas
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Der Schleier.
Modeplauderei von Emma Reichen.
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Sobald die Reisezeit begonnen hat, macht sich in dem Straßenbilde der Schleier gleich einer wehenden Fahne geltend. In allen Farben flattert er von den großen und fleinen Hüten herab, nach dem er sich locker um das Kinn und die Ohren geschlungen hat. Mitunter wird er auf der linfen Seite zu einem losen Knoten gefnüpft, der verhältnis. mäßig dick ist. Man schreibt dem Schleier große Kleidsamkeit zu, und daher taucht er von altersher auf, und wenn er in den verflossenen Zeitläufen für eine Weile aus der Mode gestrichen war, wirbt er sehr bald wieder mit erneuter Ver führungsfenst um die Gunst der Frauen. Diese Epoche hat faum wieder begonnen, und schon ist sie auf ihrem Höhepunkt. Der grüne Schleier ist wohl der modernste wie überhaupt die grüne Farbe mit der Wiederbelebung des Empiregrün die Mode stark beherrscht. Freilich fönnen sehr bleiche Ge fichter den grünen Schleier nicht recht vertragen. Sie be tonen die Bartheit ihrer Haut durch einen weißen oder dunkelvioletten Shleier, während Damen mit braunem Teint sich vor jedem braunen Schleier hüten müssen, weil er die Haut unflarer erscheinen läßt. Sie nehmen ihre Zuflucht zu einem blauen Gewebe, unter welchem das Geficht lieblich ausschaut. Im Grunde hat bei der modischen Art, den Schleier zu tragen, die Farbe nicht die größte Bedeutung. Denn in den heißen Tagen denkt feine Dame daran, ihr Gesicht dermaßen zu verhüllen. Freilich ist das Verhüllen der Ursprung der Schleieridee. Bekanntlich will der Mann immer Rät el lösen. Er will Verborgenes erfunden. Und die Frau fommt seinem Verlangen entgegen. Der Schleier gibt das Geheimnis zur Hälfte preis. Aber jegt lockt er nur von 1üdwärts, wie einst die von den Schwingern herabhängenden Bänder, welche mit den Namen: Suivez- moi( folget mir) be lean den, me dit is dan teren Suivez- moi get mi,) beit
werden über Migfte gegangen. Insbefond Ablieferung der Stüd jogert worden fei, da Güterfchuppen abgefte Ablieferung gewartet Beamten der Güterab güter zur Wage und fenbahnwaggons vero fight, daß das jebige 2 au umfländlich und ze eine Beschleunigung ber Einstellung eines zahlre worten.- Ferner wir abtischen Befige befind of Plage geführt. Sie eil der Zufuhrstraße Camms und der Geilfuf er Bahn gehörigen St fuhrftrage zwischen der Hängerten Alinifftraße un Margarethenbütte. Die mus berechtigt und befchl um eine beffere Inftand 3. Salterräu Helle Gießen. D mebenftelle zu Gießen ha Mehr als unzureichende angel empfunden, daß felle eine Ereforanlage handen find. Die Kam direktorium das Ersuche Gefäftsgebäudes
wir uns an ihm fünstlerisch betätigen fönnen. Bald drapieren wir ihn in Wogen auf dem Kopfe des Hutes, daß er wellenartig die Krempe mit bededi, bald legen wir ihn quer über den garnierten Hut, vorn mit einer filbernen Nadel zu sammengehalten, daß er uns vor Wind und Wetter schüßt. Wir sind nie um einen Vorwand verlegen, wenn wir unsere Kofetterie entschuldigen wollen.
Gute Schleier waren von feher teuer. Man bevorzugte die echten Spizenschleier, deren Muster von namhaften Künstlern gezeichnet waren, und deren Herstellung aus un endlich feinem Garn größte Mühe verursachte. Der Besitz solcher Schleier gilt auch heute noch als ein Reichtum. Aber seitdem die Mode allgemeiner geworden ist, können es fich auch weniger bemittelte Damen gestatten, ihrem Hut das Prädikat, chif" mit Hilfe eines wallenden Schleiers zu ver schaffen. Die Maschinen pßen werden den echten so täuschend nachgeahmt, daß fie faum von den Nadelarbeiten zu unterscheiden sind. Schleier ans gepunktem Tüll mit einem Spizenrand entsprechen den modernen Bedürfnissen. Mehr in Aufnahme gefommen ist jedoch der sogenannte Automobilschleier aus einem Gewebe, das die Mitte zwischen Tüll und Chiffon hält. Er hat den Vorzug ungemustert zu sein; denn es gibt Augenärzte, welche den fieinen Tupfen des Schleiers sehr viel Böjes nachsagen. Dann aber befißt er die gute Eigenschaft auch als eine Art von Boa um die Schultern geschlungen werden und endlich in Ermangelung eines Gürtels diejen in Form einer Schärpe ersetzen zu fönnen.
Ein Schleier verleiht der Trägerin immer etwas Be sonderes; ihre Erscheinung wirkt vornehm. Viele wollen baher den Schleier nur für den Wagen gelten lassen. Aber alle die, welche ohne Equipage zur Welt famen, wollen fich bie fleidsame Umrahmung des Gesichtchens nicht entgehen lassen. Darum bringen sie den Schleierhut nur in Ver bindung zu einem guten Kleide.
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Vermischtes.
Der Kampf gegen die Schleppe. In den schlesischen Bädern tritt man jezt ganz energisch gegen die Schleppe auf. Zunächst hat die Badeverwaltung in Salzbrunn die Damen in einer öffentlichen Befanntmachung gebeten, die Schleppen nur gerafft tragen zu wollen. Die Aufforderung
hatte jedoch so wenig Eriolg, daß man jezt Strafs bestimmungen gegen den Unjug des Schleppentragens erlassen will. Die Badeverwaltung in Warmbrunn hat folgende Bekanntmachung erlassen:" Die Damen werden höflichst ersucht, in sämtlichen Promenadenanlagen sowie auf der Kur haus- Terrasse aus hygienischen Rücksichten die Schleppe nur gerafft tragen zu wollen.
Rodefeller- Denkmal. In Larrisan Corner- Neu Yerfen hat der Delfönig John D. Rockefeller e: uem seine deutschen Vorfahren ein Dentmal aus Stein gesezt mi folgender Inschrift:„ Zum Andenken an Johann Pete Rockefeller, der 1733 von Deutschland kam und hier 1781 Farb".
6. Sigung der Großh. Handelskammer
in die Wege zu leiten, auernd freigenden Ber lieitig auch dem figen Blas fidh als n einen fann.
4. Salterräu Biegen. Auch die S Find für den Zahlungsve mid wegen einer Er Mogh. Minifterium der
5. Ausschreibu Mit Großb. Preist and herausgeftellt, co Preisbauämter d mer abgegeben ferit erfolgen, so ift bilen Fällen nicht mi eRenderung des
6. Bahl eines jaigen Epnbifus if
ammer neu zu befezen.
Birtung vom 1. S her Sefretar der Groß 7. Eingänge theilungen zugegangen bligen Geschäftszei
ingefehen werden.com
foll damals über die Geſchicklichkeit des Fälschers äußerst er. Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld unduli sein
gewesen Conde erklärte Gericht, daß, falls
er den Brief gefälscht hätte, die Arbeit jedenfalls bedeutend besser ausgefallen wäre. Der Offizier, der mit der Untersuchung des Falles betraut war, wurde bald darauf vor ein Ehrengericht gestellt und aus dem Dienste entlassen. Warum wohl? Nach seinen Aussagen er ist inzwischen gestorben
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Lauterbach.
( Protokoll Auszug.)
Gießen, den 5. Juli 1906. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vor
Minifter D Bufizminifter Dr. Emil Darmstadt an den Herzlähmung gefta MO. Oftober b. J. bo wurde vom Großherzog fung nur infolge& Babe und es wurde ih gezeichneten Dienf
dens Philipps des
sollen verschiedene Inspektoren, unter ihnen der Beamte, fizender, Kommerzienrat Heichelheim, Stellv. Vorfigender, les Jahres 1870 wur
welcher seinerzeit die Schwindelfamilie Humbert hier ver baftete, einen größeren Teil der erschwindelten Summe unter fich geteilt haben. Die Zeitungen veröffentlichten eine Liste mit genauer Angabe der verschiedenen Beträge. Nach dieser Liste erhielt der Chef der Kriminalpolizei 25 000 pesetas. Alle diese Beamten wurden nun mit angeflagt. Alle bestritten natürlich jede Beteiligung an dem Schwindel Wegen Mangel an Beweisen mußte das Gericht zwar sämt liche Angeklagte, mit Ausnahme des einen, freilassen, aber
wenn der Fluß rauscht, so ist auch Wasser drin, sagt hier zu Lande ein Sprichwort, so ganz unschuldig sind die Herren Polizeiinspektoren wohl nicht, jedenfalls läßt dieser Prozeß sehr tief blicken.
Und wie verhielt sich unser Publikum zu dem Prozeß; war es erregt, daß man dem Bestohlenen, Betrogenen sein Geld nicht wieder schaffte? Nein, im Gegenteil! El Cantinero" ist hier nichts weniger wie beliebt, und das Sprichwort sagt: Wer einen Dieb bestiehlt, hat 100 Jahre Pardon d. h. also, der darf nicht bestraft werden. Hat das Voll damit denn so völlig unrechi? S. v. E.
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Grünewald, Thring, Klingspor, Kommerzienrat Schirmer, Schmall, Stammler, Burbuch, sowie der Syndikus Dr. Knipper. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mit
zuteilen:
a. Bei dem Reichspostamt hatte die Handelskammer be antragt, für die Aufhebung der ermäßigten Tarife für Posttarien, Drucksachen, Geschäftspapiere und Waren proben im D: ts- und Nachbarvertehr eine Uebergangsfrist zu bewilligen, dergestalt, daß für alle im Monat Juli eingelieferten Sendungen der genannten Art, die von den Absendern irrtümlich nach den alten Taxfäßen frankiert worden sind, nicht das sonst bei unge nügender Frankierung zur Erhebung tommende Straf porto, sondern lediglich der fehlende einfache Portobe trag, d. h. die Differenz zwischen den seitherigen er mäßigten Säßen und der neuen Toy, eingezogen werden möchte. Diesem Antrage ist vom Reichepoftamt ent= sprochen worden.
Hofgericht der elaffen. 1888 wurde par als Minifterialro
Beheimrat ernannt, au Rang eines Minif und des Minifteriums
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