Ausgabe 
6.10.1906 Erstes Blatt
 
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fführen. In absehbarer enfungen ein Ganzes. ob gehende Bersonen Dem Winterfahrplan night

er die Welt mit schwarzen Linien in den hellen Hinter­mb feiner Ideale hineingezeichnet. Dadurch ist er oft Satiriker geworden, o'tmals ung wollt und oftmals

Geldstrafe verurteilt wurden. Lemler focht das Urteil an, seine Berufung war aber erfolglos, da das Urteil seine Bestätigung fand.

ende Veränderung. Siet er feine Künstlerschaft geopfert, indem er an Stelle der Shrend des Winterhalterischen Verarbeitung die Moralisierung gefeßt. Wie Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. von Gießen tommenden me Flammensäule bricht er hervor, ein Stück Erde zer­

ernte ist überall in An et hier 5 Mart.

krstend, um der ganzen mit grellem Lichte zu leuchten, das roter Fackelschein on schwarzen Felswänden hinaufläuft, sährend grimmes Hohngelächter in die graue Wasser wüste

me

ber das Bermögen des Lebens hinausflingt. Und dann, wenn die Stürme

Geborene.

gsdorf, des Inhabers des peigen, wenn verwandte Klänge seine Seele in Vibrationen Hermine Auguste; 25. Taglöhner Johann Friedrich

wurde am Dienstag- Nad

n eröffnet.- Frau Lange

rieben, wie zart, wie fein schwebt dann seine Poesie hin, mer neue Afforde auflösend, bis sie zuletzt in einem

Betriebsleiter des Sprudel. igen mächtigen Weltattord er brauft und dann versinkend Johannes Erdmann eine Tochter, Elfriede Anna

rzielten Resultate der am periode auf der Jung

ihre tiefen Gänge zurückkehrt. In diesen Augenbl den hlen wir, daß der Genius mit leisem Flügelschlage In Nora tritt die Künstlerschaft ber uns hinrauscht.

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durchwegs sehr gute. Bei Dichters nur wenig hervor, aber sie ist das Schauspiel,

ewichtszunahme von 300

Fleischnot.*) Jahre schon

pott und Hohn,

e Bügel. er die Not, ande,

ums Brod ſtande.

seinen Namen zum ersten Male in die große Welt inoustrug. Man mag Nora so oft sehen, wie man will, der die Nerven es gestatten- wobei man noch garnicht ortbesaitet, sondern nur gesund zu sein braucht der einliche Eindruck ist immer der selbe. Die Erklärung liegt orin, daß Nora" fein geschlossenes Kunstwerk ist, das aus fich selbst heraus sich erklärt, sondern nur verschiedene Ent­idlungsstadien eines dichter schen Prozesses, die hier erstarrt imb, neben einander legt. Evident tritt dies in dem Dottor Rant in die Erscheinung, der nur als fünftes Rad mitläuft. Der Anfang zu Nora liegt weit vor dem 1. Aft and bas Ende fällt weit über den leßten hinaus. Man darf sich durch die Darstellung nicht täuschen lassen, denn Sbfens Gestaltungstraft ist so groß, daß er ruhig Re­lapitulationen und Reflexionen als Handlung anbieten darf. Die Aufführung iteß an manchen Stellen zu wünschen übrig; trozdem erzielte die Regie Hermann Batofs in ganz gutes Zusammenspiel. Die Sache ist eben die, daß sobald Ibsensche Gestalten verfö pert werden sollen, man eben mit der herkömmlichen Fächerteilung brechen muß. Nora wurde von Elfriede Bayrhammer in guter Anlage nnd auch mit Leben gespielt, jedoch mor sie verschiedentlich zu oberflächlich. Das selbe gilt bor Conrad Soft als Helmer, der einige Szenen in fraftvoller, geschlossener Weise durchführte, in den Uebergängen aber weniger glücklich war und auf dem Höhepunkte des letzten Aftes, sowie in mehreren der folgenden Partien zu schnell nachließ. Ein abgerundetes, mit festen Strichen durchgeführtes Spiel gaben dagegen Jofepine Jagemann( Frau Linden) und Max Günther wurde von Herm. Manne die Muskel strafft, Serrscher( Dottor Rant). Batof in treffender Maske auf die Bühne gebracht, aber leider durch etwas unnatürliche Stimme in der Wirkung er­G. H. heblich beeinträchtigt.

Handwerk geführt, egen; was ihm gebührt und Regen. ot ruiniert Ruins geführt, tämpfen. das Los, Reide;

Der Fleisher blos, Bleiche.

oltes erschlafft, orden,

rden.

Arbeiter fann

den Magen; dwerksmann

ntsagen. Unrecht dreift ndler zu schmähen:

ie Schuld zumeift, gehen.

erung ftumm hören;

Srei sich herum St ffören. politit,

Lande,

Misgefchid,

ande.

balb gelingt, offen;

Einseh'n zwingt, macht offen.

Der Bauer erbracht,

ich kann versorgen; niffen gemacht, rgen.

leuchtet ins Land,

ler gewandt,

ben.

bort gemacht,

inde,

ein Ende gemacht

wende.

der Not befreit, ich bewegen; bereit,

egen, grarier zu

Lieb

verwenden nicht ewig trüb,

eder spenden

Fidus,

er Fleischerzeitung veröffentli

n einem Nachfaz auffordert, fir

berall besorgt zu sein.

Giessen.

Don Henrif Jbsen gegangen, feit das li Tag tat. Bu Un re eine wesentlich peffim turaliftische bezeichnet.

n lebiglich dem tragi und der Welt bef haftlichen großen E

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Aus dem Gerichtsfaal. Straftammer.

Gießen, 5. Oftober. Eine Anzahl Kellner hatten nachts einen betrunkenen Wirt zu Gießen mißhandelt, weshalb sie wegen Körper­berlegung unter Anklage gestellt wurden. Zwei mußten bom Schöffengericht wegen Mangel an Beweis freige. prochen werden, während Heinrich Lemler und Karl Busch zu je 50 Mt. und Philipp Lehrmund zu 70 Mt.

Am 22. Sept. Dem Milchhändler Philipp Eisen­huth eine Tochter, Emma Elise Anna Ottilie Margarete; 23. Stnecht Konrad Schneider eine Tochter, Katharine; 24. Schreiner Hermann Deuster eine Tochter, Marie Wenzel ein Sohn, Friedrich Philipp; 26. Bierbrauer Karl Zimmer ein Sohn, Heinrich Wilhelm; Rentner Katharine; 27. Hilfs- Lademeister Karl Weber eine Tochter, Luise; Kaufmann Heinrich Joh ein Sohn, Willi Heinrich Walter; 28. Uhrmacher August Schwab ein Sohn; 29. Kutscher Ludwig Schmidt ein Sohn, Ludwig Heinrich; Taglöhner Georg Reichwein ein Sohn, Hans Andreas Georg; 30. Buchbinder Wilhelm Braunsdorf ein Sohn, Karl Friedrich Wilhelmn; Großh. Universitätsprofessor Dr. Albrecht Heinrich Körte eine Tochter, Frieda Auguste. 28. Großh. Universitäts­professor Dr. Johannes Haller ein Sohn, Hans Jokob Pontus. Am 1. Oktober. Fuhrmann Georg Sauer eine Tochter, Christine Elisabeth; 2. Schuhmacher Karl Daubertshäußer ein Sohn, Arthur.

Aufgebote.

Am 29. Sept. Christian Pfaff, Oberpostschaffner dahier mit Marie Elisabeth Wagner, geb. Diezel in Frankfurt a. M. Am 1. Oktober. Hermann Kcause, Schußmann dahier mit Minna Fai hierselbst. Albert Haibach, Schneider dahier mit Gertrude Wurm hierselbst. 3. Anton Bender, Hüttenarbeiter dahier mit Marie Gleiß hierselbst. 4. Alexander Paul Wiederhold, Kaufmann in Budapest mit Mathilde Müller dahter. 5. Georg Todt, Kaufmann dahier mit Margarete klein hierselbst. Eheschließungen.

Am 29. Sept. Wilhelm Lepper, Technifer dahier Bernhard Schulze, mit Marie Stühler hierselbst. wissenschl. Hilfslehrer am neuen Gymnasium in Bremen mit Mathilde Ott dahier. Karl Schäfer, Installateur dahier mit Marie Dickel hierselbst. Am 4. Oftober. Friedrich Hofmann, Streckenarbeiter dahier mit Else Frieda Zech hierselbst.

Gestorbene.

Am 30. Septbr. Hans Rosenbecker, 4 Mte. alt, Sohn des Dienstknechts Joyann Peter Rosenbecker. Am 1. Oktbr. Amalie Rödel, geb. Stöcker, 68 Jahre alt, Ehefrau des Pcivatmanns Theodor Nödel. 2. Marte Johanna Linsenmann, 1 Jahr alt, Tochter des Lager­arbeiters Johann Evangelist Linsenmann. 4. Lina Klein geb. Siegbert, 37 Jahre alt, Ehefrau des Lehrers und Kantors Bernhard Klein.

Marktberigte

teher, 6. Oftober. Auf dem heutigen Wochenmartt topeten Butter per fb 090-1.00 mt., Sibnereler ber Stüd 8-9 Pfg., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Vid. 18-24 Bfg., Linsen der Pfd. 25-40 Bfg., Tauben ver

per Stüd 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 0.00-0.00 mt., Gänse Baar 0.80-1.00 Mr., Sühner per Stück 1.00-1.60 mt., Sahnen her Pfd 00-00 Pfg.. Ochsenfleiss per Pfd. 82-88 Pfg., Rind­fleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 90-100 Bfg. Schweinefleisch gefalzen per Pfd. 10+ Pfa., Kalbfleisch per fb. 84-90 Pfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 5.00-6.00 m., Weiskraut per Std. 10-15 fg., per St. 00-00 Pfg., Aepfel per Ctr. 10-18 Mt., Zwetschen per 3tr. 200-2.50 Mr., Birnen per Ctr. 9-15 Mt., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochen­marktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 7. Oftober. Zunehmende Trübung und Regenfälle, Temperatur nicht verändert, starke südliche Winde.

( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde in Gießen.

Ich habe Scotts Emulsion schäßen gelernt."

Erfahrung macht flug! Hat Scotts Emulsion dem einen Kinde gute Dienste getan, so wird sie auch den anderen von Nutzen sein.

Meiderich Schmidtstraße 15, den 19. Dezember 1905. Ich habe den Wert Ihrer Scotts Emulsion schäßen gelernt, während ich sie bei zweten meiner Kinder anwandte. Das jüngere, Johann, litt an Stimmrigenkrämpfen, die manchmal 6-7 mal täglich auftraten, und war dadurch so heruntergekommen, daß wir ihn verloren gaben. Mit 2 Jahren dachte er noch nicht ans Gehen, aber schon die erste Flasche Scotts Emulsion ließ eine sicht­liche Besserung in seinem Befinden seben. Der Junge befam guten Appetit, stellte sich bald auf seine Füße, und jetzt ist er so munter und flint, wie er nur sein kann. Auch dem älteren Knaben Heinrich, der strofulos war, hat das Präparat sehr gut getan. Jetzt will ich Scotts Emulsion nun auch bei meinem Jüngsten brauchen." ( gez) Johann Gräfen.

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