Ausgabe 
6.10.1906 Erstes Blatt
 
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mögen. Man hat keine Ahnung, welche Bewanonis es mu den Sfeletten haben könnte.

Nancy, 4. Oktober. Das hiesige Theater ist heute abend Durch einen Brand zerstört worden.

Newyork, 5. Oktober. Ein Zug mit nach Kuba bestimm­ter Kavallerie stieß bei Troy mit einem Personenzug zu­sammen. Sieben Passagiere des letzteren wurden getötet, 20 verwundet. Von den Soldaten ist keiner verlegt.

Der Vorbang fällt!

Fg. Berlin, 5. Oftober.

Mit grausamer Hand hat das Schicksal in das Leben zweier Menschen eingegriffen. Blinde Eifersucht machte den Schwärmer Romeo zum rasenden Othello und der Revolver gab das Stichwort für das Fallen des Vorhanges. Fräulein Reta Walter, die gefeierte Opernsängerin, das aufstrebende, vielversprechende Talent fiel von der Hand des Privatiers Hesse, dem sie einst in Liebe zugetan war, jedoch in einer Liebe, nicht stark genug, um der Zeit und den Wechselfäller des Geschickes Trotz zu bieten. Ein Anderer ließ ihr Herz höher schlagen, das grausame Schicksal des aus allen Himmeln Verstoßenen vermochte der Verschmähte nicht zu ertragen ein schneller Entschluß eine blutige Tat- und zwei Menschenleben hatten aufgehört zu sein.

Mit prosaischen Augen betrachtet, gibt uns die Eifer­suchtstragödie in der Neuen Ansbacherstraße folgendes Bild:

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Frl. Reta Walter, die Tochter eines Fabrikanten aus Augsburg, wurde 1885 geboren und sollte Konzertsängerin werden. Ihre Stimmittel berechtigten zu den schönsten Hoffnungen, eine glänzende Laufbahn stand ihr offen. Vor drei Jahren lernte sie den Privatier Hesse kennen und bald auch lieben; ein Bund fürs Leben schien geschlossen, denn auch Hesse wollte, da er Talent zum Sänger zu haben glaubte, zur Bühne gehen. Für Reta Walter erstrahlte bald ein heller Glücksstern, ihr Talent wurde anerkannt und schon nach kurzer Zeit erfolgte ihr Engagement an die Komische Oper, fie hatte es erreicht. Anders war es mit ihrem Bräutigam. Die Hoffnungen Hesses, es als Sänger seiner Braut gleich zu tun, erwiesen sich als gänzlich trügerisch, er mußte all seinen Träumen von fünftiger Größe Valet sagen. Von dem Zeitpunkt, da Reta Walter die Gewißheit besaß, daß ihr Verlobter fein Sänger, kein Künstler werden könne, batiert eine Abkühlung ihrer einst heißen Liebe, beginnt eine gewisse Entfremdung zwischen dem Brautpaar. Hesse konnte es anfangs immer noch nicht glauben, daß er mit dem Ruhm auch noch das Glück verloren hatte, er flammerte sich immer fester an die Geliebte. Reta Walter lernte vor nicht allzu= langer Zeit einen Sänger kennen, den Tenor Raventos, und bald fühlte sie, daß in demselben Grade als ihre Liebe zu Hesse sich verringerte, ihre Zuneigung für Raventos wuchs. Hesse blieb dieses nicht zu lange verborgen, und jetzt packte den Verschmähten ohnmächtige Wut. Eines Tages verriegelte Hesse das Wohnzimmer seiner Braut, beschwor sie, ihm ihre Liebe wieder zu schenken, und als dieser Bitte ein starres Nein entgegengesetzt wurde, stürzte er sich auf die Geliebte, würgte und mißhandelte sie. Auch gegen Raventos, den begünstigten Nebenbuhler, trug sich Hesse mit finsteren Rache­plänen, doch kam es hier nie zur entscheidenden Tat. Frl. Reta Walter, welcher der verstörte Zustand ihres einstigen Bräutigams Sorge machte, ließ zu ihrem Schutz die hoch­betagte Mutter kommen, und hoffte so vor den Eifersuchts­Szenen sicher zu sein. Vorgestern tam Hesse wieder einmal zu seiner Braut, er wurde auch vorgelassen und durfte sie in Gegenwart ihrer Mutter sprechen. Als die Mutter auf einen Augenblick das Zimmer verlassen hatte, stürzte Hesse auf die Knie und beschwor die Geliebte, ihm doch roieder ihre Liebe zu schenken. Als auch diesmal sein Flehen keine Erhörung fand, schritt Hesse zur Ausführung der wohl schon längst geplanten Tat. Un bemerkt zog er einen Revolver, zwei Schüsse krachten, Frl. Walter and Hesse fielen entseelt zu Boden. Der Mörder hatte nur zu gut gezielt, der erste Schuß zerschmetterte der Armen den Kopf, der zweite durchbohrte das eigene Herz. Die beim Knall des Schusses herbeieilende Mutter fand:: ur noch zwei Leichen, und brach bewußtloa zusammen.

Lokales.

§ Heute Nachmittag 34 Uhr tagte im Café Ebel zu Gießen eine Kreistonferenz der Bürgermeister des Kreises Gießen. Auf der Tagesordnung stehen: 1. die neue Landgemeindeordnung. Hier die Vorschläge" der Abgeordneten Köhler und Uebel, betr. die Stellung und Einkommensverhältnisse der Bürgermeister, die Diäten, das Gemeindebeomtengefeß. 2. Erhebung noch nicht einge gangener Jahresbeiträge. 3. Nuwaht ds 1. Sprechers anstelle des ausscheidenden Bürgermeisters Köhler. Langsdorf.­4. Allgemein Besprechungen.

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hatte. In dem Kursus wurde der landwirtschaftliche Unterricht für Fortbildungsschulen durchgenommen. Den Unter­richt erteilten Prof. Gisevius und Dr. Kleberger. Im Laufe tes Winters sollen weitere Zusammenfünpfte und Besprech ungen über den Lehrstoff stattfinden. An zehn Fort bildungsschulen des Kreises wird im kommenden Winter: balbjahr nach dem neuen Lehrplan der landwirtschaftliche Unterricht erteilt.

** Wir weisen nochmals auf die morgen in Steins Saalbau tagende Versammlung der gemeinnüßigen Bauvereine Hessens hin.

* Durch auswärtige Zeitungen geht folgende Notiz: Ein höchst bedeutsames Projekt beschäftigt gegenwärtig die Kreise unserer Stadt und der Nachbarorte, es ist dies die Einrichtung einer Automobil- Omnibus. Verbindung der industriereichen großen Orte in der Umgebung der Stadt. Sie sollen unter sich selbst und mit der Stadt verbunden werden. Gegenwärtig finden Berechnungen über Rentabilität und Anlagekosten statt. Man beabsichtigt zwei Linien zu errichten und die Dörfer Klein Linden, Heuchelheim, Wieseck, Rodheim, Alten- Buseck, Großen Buseck, Großen- Linden und Krof­dorf anzuschließen. Was an dieser Meldung zu­treffend ist, wird die Zukunft ja lehren.

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tt. Stadttheater Gießen. In dem neuen Schwant von Radelburg Der Weg zur Hölle", der am Sonntag zur ersten Aufführung gelangt, find von neuen Mitgliedern die Damen Bonè und Schufter beschäftigt. Außerdem sind in Hauptrollen tätig die Herrn Goul, Lippert, Rober sowie Fräulein Schellenberg.

-b- Durch Inserat bereits befannt gegeben, hält der Bernhardtsche Bither- und Mandolinenchor am morgigen Sonntag- Abend im Hotel Einhorn" eines seiner beliebten volkstümlichen Konzerte ab. Wie aus Wie aus borliegendem Programm ersichtlich, verspricht es einen genuß­reichen Abend. Zum Vortrag gelangen Chöre und Soli für Zither, Mandoline, Violine, 8ymbal, Verraphon. Ab­wechslung bringen Gesangseinlagen( Herrn und Damen) mit Bitherbegleitung. Auch Nichtmitgliedern ist die Gelegenheit geboten, durch an der Kasse zu lösende Eintrittskarten dem Ronzert beizuwohnen.

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268 Wagen mit 8wetschen waren heute auf dem Wochenmartt Gießen aufgefahren. Seit langen Jahren ist das die höchste Ziffer und rechnet man noch hinzu, daß auch von anderen Früchten immerhin reiche Vorräte da waren, so tann der Leser sich schon ein Bild machen, welcher das heutige Markttreiben in der Wirklichkeit nicht ge­sehen hat.

* Die Gießener Ortsfrankenkasse, die im vergangenen Jahre gerade nicht sehr günstig abgeschlossen hat, haben die Aerzte durch den Vorstand ihrer Organi­sation auf den 31. Oftober ds. Js. die Verträge ge­kündigt zu dem Zweck, freie Aerztewahl und höheres Honorar von der Kasse zu erhalten. Seither betrug das von der Kasse gewährte Entgelt für das under­heiratete Mitglied 3,50 Mt., für das verheirate 7,50 Mt., verlangt werden 4 Mt. und 10 mt, außerdem aber noch besondere Gebühren in besonders angeführten Fällen, wie Entbindungen usw.

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* In unserem Großherzogtum herrscht zur Zeit ein folcher Lehrermangel, daß nach einer Verfügung der zuständigen Schulbehörde die Abiturienten der Lehrerseminare zu Friedberg, Bensheim und Alz y schon zu Ende Januar 1907, statt zu Ostern, entlassen werden, damit sie sofort als Lehrer verwendet werden können.- Sm abaelaufenen Schul­jahre wurden an Bolfschüler im ganzen 79068 Schulbäder verabfolgt, ausschließlich in den betreffenden Schulges bäuden selbst.

* Die Einstellung Einjährig Freiwilliger am 1. April 1907 findet in Darmstadt beim Inf. Regt. Nr. 115, in Gießen beim Inf. Regt. Nr. 116, und Frankfurt a. M. beim Inf. Regt Nr. 81 statt.

Am landwirtschaftlichen Institut der Landes­Universität wurde gestern ein Kursus für Volksschul­lehrer geschlossen, der den ganzen Sommer über gewährt

-s- Infolge der ungünstigen Witterung des heurigen Sommers blieb der Absatz der Lose in der Nürnberger Landesausstellung hinter den Erwartungen zurück und die Ziehung der Ausstellunglotterie wurde deshalb auf den 12. November und folgende Tage verschoben.

* Der Magiftrat zu Worms will bei der Regierung auf baldige Diffnung der Grenzen zur Hebung der Fleisch­not vorstellig werden.

* Das Landes- Ariegerdenkmal in Darmstadt wird in Kürze vor den Turm des Museums versezt werden, wie dies schon vor längerer Zeit angefündigt wurde. Augenblicklich ist man mit den Erdarbeiten beschäftigt. Der in Aussicht genommene Plag läßt erhoffen, daß das Dent­mal dort wieder den schönen Eindruck machen wird, den es vor Erbauung des Museums hervorrief.

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* Eine Belehrung. Der bisherige freireligiöse Prediger in Mainz, Askanius Freiherr v. Zucco und Cuccagna erläßt im Mainzer Jurnal" einen öffentlichen Widerruf. Freiherr v. Zucco und Cuccagna stammt aus einem alten istrischen Adelsgeschlecht. Bald nach seiner Herkunft tat er sich auch politisch hervor, d. h. nach. dem er sich die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hatte, indem er offen zur sozialdemokratischen Partei übertrat. Er war ein fatholischer Prifter gewefen. In Arbeiter und Parteifreisen hielt er wissenschaftliche Vorträge, und wo diese auf dem Religionsgebiet sich bewegten, zeigte er sich als der schärfste Gegner nicht allein der katholischen, sondern auch Als Zucco der protestantischen Briesterschaft und Kirche. durch die Regierung in den Schulvorstand der Stadt Mainz berufen wurde, machten sich Einflüsse dahin geltend, daß diese Berufung nach nur zweimaliger Teilnahme Zuccos und ohne daß er auch je ein Wort dort gesprochen, zurückgezogen wurde. Diese Angelegenheit beschäftigte auch die Zweite

Biedenkapp vom Flen funger Hof aufführen. In absehbarer Zeit bilden Merlau, Mücke und Flensungen ein Ganzes.. Die von hier aus über Ruppertenrod gehende Personen­post nach Ulrichstein erleidet mit dem Winterfahrplan nicht die sonst vom 1. Oft. ab eintretende Veränderung. Sie schließt, wie im Sommer, auch während des Winterhalb jahres an den um 6,45 Uhr hier von Gießen kommenden Zug an.

* Lich, 5. Oft. Die Kartoffelernte ist überall in An­griff genommen. Das Malter foftet hier 5 Mart.

Welt mit fchwa er Sbeale bine Piriter geworden, ine Rünftler fchaft en Berarbeitung mmenfäule bricht der ganzen Fadelfchein on f grimmes Sohngel ens hinaustlingt. wenn berwandte wie zart, wie fe neue Afforde auf mächtigen Weltat tiefen Gänge zu wir, daß der une hinrauscht. Digters nur wenig inen Namen zum trug. Man mag bie Nerven es geft

* Bad Nauheim, 5. Dkt. Ueber das Vermögen des Hotelbesizers Heinrich Richard Langsdorf, des Inhabers des befannten Sprudelhotels, wurde am Dienstag- Nach­mittag das Konkursverfahren eröffnet.- Frau Langs­dorf ist vor einiger Zeit mit dem Betriebsleiter des Sprudel­hotels flüchtig gegangen.

* Lauterbach, 5. Oft. Die erzielten Resultate der am 30. September geschloffenen Weideperiode auf der Jung­vieh weide zu Lauterbach sind durchwegs sehr gute. Bei einzelnen Rindern wurde eine Gewichtszunahme von 300 Pfund festgestellt.

* Obstmarkt in Frankfurt. Bei dem von der Bentral- Obstverwertungsstelle Frankfurt an der Stadthalle vers anstalteten ersten Obstmarkt am Mittwoch waren ungefähr 700 Proben von Aepfeln und Birnen ausgestellt. Der Zu­spruch war etwa in gleicher Höhe wie im Vorjahr, ausge­fertigt wurden 392 Schlußscheine. Die Preise stellten sich im Bentner wie folgt: Aepfel: Goldparmänen 20-28 Mt., Kanada- Reinetten 18-30 Mt., Baumann- Reinetten 18­25 Mt., Casseler Reinetten 20-24 Mt., Gravensteiner 24­30 Mt., Boscoop 25-30 Rt., Inanas 30-40 Mt., Bos­dorfer 22-30 Mt., Rodäpfel 12-15 Mt. Relterobst der Doppelzentner 12-13 Mt. Birnen: St. Germain 20 Mt., Grumtower 20 Mt., Mellebusch 12-18 M., Herzogin von Angouleme 28 M., Hardenpout 20 Mt.. Liegel 17 M., Kochbirnen 7-10 Mt. 3 wetsch en 3,50 Mt. Ein zweiter Obstmarkt wird am Mittwoch, 10. Oft., abgehalten.

* Turnerisches. Die Bezirksvorturnerstunde des 5. Bezirks des Gaues Hessen findet am nächsten Sonntag

nachmittags 3 Uhr in dec Turnhalle zu Buzbach statt. Am Sonntag, den 21. Dft. wird in der Turnhalle der Stadtschule zu Bad Nauheim von den beiden Gauturnwarten eine Vorturnerftunde abgehalten für Leiterinnen und Leiter von Frauenabteilungen.

§ Rinzenbach, 4. Ottober. Der hiesige Gefangberein Foriuna", welcher am 1. Julisonntag sein 30. Stiftungs­feft feierte und dabei auch finanziell gut abschnitt, hat jetzt seinen Ehrenmitgliedern Diplome überreicht.

* Müde, 5. Qft. Nachdem das neuerbaute Hotel seiner Bestimmung übergeben ist, erhebt sich jest schon wieder ein Neubau. Das neue Gebäude läßt der Bieragent

Ein Notschrei zur Fleischnot.*) Jegt fämpfen wir nun zwei Jahre schon An gegen Windmühlenflügel;

Was wir erreichten, war Spott und Hohn, Stets straffer spannt man die Zügel. Mit jeder Woche wird größer die Not, Wird teurer das Vieh im Lande, Mit jeder Woche der Kampf ums Brod Bird schwerer dem Fleischeistande.

Wer früher mit Fleiß sein Handwerk geführt, Dem brachte es goldenen Segen;

Es brachte dem Fleischer, was ihm gebührt Für Mühen und Schaffen und Regen. Heut sind durch die Fleischnot ruiniert Viel Tausende Existenzen;

Viel' Tausend am Rand des Ruins geführt, Die voller Verzweiflung noch tämpfen.

Und immer härter noch wird das Los, Schlägt tiefe Wunden dem Reiche; Nicht triff's das Gewerbe der Fleischer blos, Dem Gastwirt drohet das Gleiche.

Die Macht des deutschen Volkes erschlafft, Man tut seine Wehrkraft morden,

Wenn das Fleisch, das dem Manne die Muskel strafft, Ein Luxus für Reiche geworden.

Bei solch hohen Preisen fein Arbeiter fann Mit Fleischkost sich stärken den Magen; Bediente, Beamte, der Handwerksmann Dem Fleischgenuß müssen entsagen. Und dabei versucht man zu Unrecht dreift Noch den Fleischer und Händler zu schmähen:: Sie trügen am Aufschlag die Schuld zumeist, Die selber zu Grund daran gehen.

Doch leider bleibt die Regierung stumm Und will die Klagen nicht hören; Ete dreht um den heißen Brei sich herum Und läßt sich im Kurs nicht stören. Sie stüßt die unselige Bollpolitif, Verleugnet die Fleischnot im Lande, Und füllt une, o trauriges Mißgeschick, Den Unglücksbecher zum Rande.

Daß dem Volkes willen es bald gelingt, Das läßt allein uns noch hoffen; Daß er die Regierung zum Einseh'n zwingt, Daß sie endlich die Gr.nzen macht offen. Es hat den Beweis nicht der Bauer erbracht, Daß er Deutschland mit Vieh kann versorgen; D'rum auf und die Grenzen iffen gemacht, Geld hat er genugsam geborgen.

Ein Lichtstrahl endlich uns leuchtet ins Land, Thüringens Staaten haben

Sch dringend an den Kanzler gewandt, Den starren Sinn zu begraben. Und wie's die Regierungen dort gemacht, So regen sich bald alle Hände, Daß der Fleischnot werde ein Ende gemacht Und das Unheil sich endlich wende.

Daß Deutschland vcm Asp der Not befreit, Laß Kanzler des Reichs dich bewegen; Gehör uns zu schenken, set bereit, Erwirb dir des Landes Segen, Daß nicht einer Gruppe Agrarier zu Lieb' Sich der Staat allein läßt verwenden Es bleib uns die Sonne nicht ewig trüb, Auch uns laß sie Licht wieder spenden.

Fidus.

*) In einer der neuesten Nr. der Fleischerzeitung veröffentlicht, beren Redaktion die Meggermeister in einem Nachfaz auffordert, für Veröffentlichung des Vorstehenden überall besorgt zu sein.

Stadttheater Giessen.

Nora.

Schauspiel in 3 Aufzügen von Henrik Ibsen. Vier Monde find ins Land gegangen, seit das leiden. schaftliche Herz den letzten Schlag tat. Zu Un recht hat man Jbsens Weltanschauung als eine wesentlich peffimifische seine Schaffensweise als eine naturalistische bezeichnet. Die berben, bitteren Büge entspring n lediglich dem tragischer Kor flikt, der zwischen seinem Ich und der Welt besteht. Mit ganzer Heftigteit seiner leidenschaftlichen großen Seele

faitet, fondern n iche Eindruck ist in daß Nora" fein felbft heraus fich er

lungsflabien eines bi neben einander ottor Rant in die Erf

läuft. Der Anfang& bas Ende fällt weit fich durch die Darfte en Geftaltungstraft

halationen und Reflexi De Aufführung lie g; trobem erzielte

gang gutes Bufamme Sobald bfensche Befta mit der herkömmlichen be von Elfriede 2

ad mit Leben gespie oberflächlich. Das fel mer, der einige Szenen

fibrte, in den Ueber uf dem Söhepunkte d

folgenden Partien zu fo feten Strichen dur Spiepine Jageman furtiger( Dotior Ran alof in treffender Ma er durch etwas unnatü beeinträchtigt.

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Gine Anzahl Kellner Bitt zu Gießen mißhan belegung unter Anflage tom Edoffengericht w rogen werden, währe du je 50 Mt. un

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