regierungsrat Spielhagen, als Vertreter der preußischen Staatsregierung Geh. Regierungsrat Dr. Franke vom Ministerium für Handel und Gewerbe und Regierungs- und Getoerbeschulrat v. Czihak vom Landesgewerbeamt in Berlin. Die bayerische Staatsregierung ist durch Ministerialrat Ritter von Raud, die sächsische Staatsregierung durch Geh. Regierungsrat Stadler vertreten. Ferner sind Regierungsvertreter aus Württemberg, Baden, Mecklenburg- Schwerin und Lübeck erschienen.
Vor dem den gestrigen Tag abschließenden Festessen war noch eine Resolution der Handwerkskammer Breslau angenommen worden, die den vom Reichsjustizamt aufgestellten Entwurf für eine Erleichterung des Wechsel protestes sympathisch begrüßte. Heute beschäftigte man sich zunächst mit dem Befähigungsnachweis für das Baugewerbe. Reichstagsabgeordneter Maltewiß- Stettin empfah! die Resolution, welche den Gesetzentwurf betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung zur Beseitigung der Miss stände im Baugewerbe zwar nicht für ausreichend hält und bei der Forderung des Befähigungsnachweises bleibt, aber den Versuch zur Abstellung der schlimmsten Uebeistände anerkennt. Der bon der Reichstagskommission befürwortete sog. Kleine Befähigungsnachweis sei schleunigst durchzuführen. Der Referent führte noch verschiedene KonIurrenz- und Schwindelmanöver aus dem Baugewerbe als Beispiel vor und folgert dann: Ich bedauere, daß die Reichstagskommission die Vorlage nicht abgelehnt hat, wie die Arbeitswilligen- Schußvorlage und doch, wie gut ist diese VorIage gewesen.( Widerspruch). Sicherlich hätten wir die Krawalle in Nürnberg und Bayreuth niemals zu erleben brauchen, wenn wir das Gesetz zum Schutze der Arbeitswilligen gehabt hätten.( Wiederholter Widerspruch). Gine bom Korreferenten, Schneidermeister Spinneberg, eingebrachte Resolution erachtet die Beschlüsse der Reichstagsfommission nicht für ausreichend und ersucht den Reichstag, die Vorlage abzulehnen, dafür aber die Regierung aufzufordern, beldmöglichst einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher den Vefähigungsnachweis für das ganze Baugewerbe, mindestens aber die obligatorische Meister- und Gesellenprüfung enthält.
Reichs- und Landtagsabgeordneter Euler betont, man habe von der Regierungsvorlage sowohl wie von der Reichstagsfommission mehr erwarten müssen. Er stände auf dem Boden des obligatorischen Befähigungsnachweises, mindestens der obligatorischen Meister- und Gesellenprüfung. Trotzdem halte er die Annahme des jetzigen Gesezentwurfes im Reichstage zunächst als wünschenswert als ein Schritt auf dem Wege zu weiteren Verbesserungen.
Im Verlaufe der Diskussion nahm auch der Vertreter des Staatssekretärs Grafen Posadowsky Geh. Oberregierungsrat Spielhagen das Wort zu folgenden Ausführungen:
Es ist nicht üblich, daß sich ein Regierungsvertreter über die fünftige Gestaltung einer Vorlage äußert, bevor nicht die maßgebenden Stellen gesprochen haben. Aber mein hoher Chef hat ja bereits erklärt, daß er für den fleinen Befähigungsnachweis einzutreten bereit sei( Hört! Hört!). Ohne Indiskretion kann ich Ihnen mitteilen, daß Sie mit der Erklärung, die der Staatssetretär Graf Posadowsty beim Zusammentritt des Reichstages abgeben wird, zufrieden sein werden.( Bewegung und Hört! Hört!) Die Befürchtung des Vorredners, daß der fleine Befähigungsnachweis lediglich für das Baugewerbe eingeführt werden wird, ist nicht zutreffend.( Bewegung und lebhafter Beifall.)
Nach dem Schlußwort wird die erste vom Referenten Maltewig eingebrachte Resolution angenommen, nachdem das Wort zunächst" eingeschaltet ist.
funden werde", deshalb die dringende Bitte an alle Einwohner von Taft ergeht, durch Belehrung und Beispiel hier erzieherisch zu wirken.
† Ohne Urlaubskarte. Ein Soldat vom Bezirkskommando in Wismar, der gegen 11 Uhr abends in einem Tanzlofal in der Nähe des Hafens sich vergnügte, wurde, da er keine Urlaubstarte bei sich hatte, von einem Unteroffizier aufgefordert, mit zur Sache zu kommen. Unmittelbar vor der Kaserne riß sich der Arrestant von seinem Begleiter los, lief direkt dem Hafen zu und sprang ins Wasser. Bald darauf wurde seine Leiche gelandet und ins Garnisonlazarett gebracht.
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† Unfälle im Eisenbahnbetriebe. In Roßbach bei Bad Elster ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück, wobei ein Oberingenieur getötet und der Bahnhofsinspektor schwer verlegt wurde. In Bießenhofen stieß bei Einfahrt in den Bahnhoi der von Kaufbeuren tommende Zug Nr. 2131 mit dem Bug Nr. 2106 seitlich zusammen. Es wurden drei Wagen umgeworfen, ein Wagen zertrümmert und ein Mann leicht' berlegt.
† Typhusepidemie. In dem anhaltinischen Dorfe Rathmannsdorf bei Güsten brach eine Typhusepidemie aus. Bis jez. find 36 Erkrankungen zu melden. Es sind regierungsseitig umfassende Vorkehrungen getroffen worden, um einem Weitergreifen der Epidemie vorzubeugen.
+ Folgen der Hige. Der Personen- und Güterverkehr auf der Mosel ist wegen zu niedrigen Wasserstandes ganz eingestellt worden.
† Berhafteter Revolverjournalist. Der Verfasser der s. 3. auch in Deutschland vielbesprochenen Zeysig- Broschüre, Journalist Arpad Zigany, wurde in Kronstadt wegen einer an einer Firma versuchten Erpressung von 30 000 kronen verhaftet.
Nach einer Pause schreitet die Versammlung zur Beratung über den Beschluß der Reichstagskommission betreffend Aus= übung der Baukontrolle. Die westfälische Handwerkskammer beantragt dazu, der Handwer'ertag möge mit aller Entschiedenheit gegen den Antrag der Abgeordneten Dr. Hizze, Trimborn und Dr. Dahlem betreffend Ausübung der Baukontrolle durch Gewerbeinspektoren unter Hinzuziehung gewählter Bauarbeiter Stellung nehmen. Der Referent Obermeister Heine sagte, der Antrag Trimborn und Genossen decke sich mit der Eingabe der Arbeiterorganisationen. Es sei zu befürchten, daß der Reichstag diesem Antrage zustimmen könnte, deshalb müßte das Handwerk rechtzeitig seine warnende Stimme erheber. Die Durchfithrung des Antrags sei geeignet, die vorhanden: Kluft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bedeutend zu vertiefen. Denn von den Beauftragten der Arbeiter würde ungehindert sozialdemokratische Agitation betrieben werden können. Die guten Arbeiter, Poliere, Vorarbeiter, ruhige und ordentliche Gesellen würden schutzlos dieser Art Leute ausgesetzt sein. Der Sozialdemokratie würden die Arbeiter, die jetzt ihrem zersetzenden Einfluß noch nicht ausgesetzt sind, verfallen. Redner befürwortet die vorgeschlagene Eingabe an den Bundesrat in der Angelegenheit. Obermeister Herzog- Danzig spricht sich in ähnlichem Sinne aus. Er müsse den Abgeordneten Hiße und Trimborn zu rufen:„ Schuster bleib bei deinem Leisten!" Sie hätten wirklich nichts von der Baukontrolle verstanden.
Nab und fern.
† Schiekollision. Bei Nymivegen wurde der Raddampfer Taunus" der Frankfurter Aktiengesellschaft für Rhein- und Mainschiffahrt von einem kleinen Schraubenboot angefahren und sant sofort. Die Mannschaft fonnte sich retien, der Schiffsführer des Schraubenbootes ist angeblich ertrunken.
wurden.
† Sturm- und Wetterkatastrophen. In der Umgegend von Madrid gingen furchtbare Gewitter nieder, wobei infolge der Blitzschläge eine Person getötet und mehrere verlett Die Eisenbahn zwischen Madrid und Ciudad Real ist auf eine Strecke von sechs Kilometern zerstört. Enorme Regengüsse waren auch in Valencia zu verzeichnen, wo große. Ueberschwemmungen hervorgerufen wurden. Auch sie französischen Antillen werden andauernd von starken Regengüssen und Stürmen heimgesucht. Der Dampfer France" mußte Fort de France verlassen und sich in Point- à- Pitre in, Sicherheit bringen. In Martinique und Santa Lucia wurden Erdstöße verspürt, die jedoch keinen Schaden anrichteten.
† Vom historischen Eckfenster abgestürzt ist der Putzer Nathan. N. hatte an dem Palais Kaiser Wilhelms I. die Fenster gereinigt, und als er das historische Eckfenster von außen säubern wollte, verlor er das Gleichgewicht und stürzte rücklings in die Tiefe. N. schlug so unglücklich mit dem Kopf auf das Pflaster, daß er bald darauf an den Folgen der erlittenen schweren Verlegungen starb.
+ Ehrengabe für die Retter von Conrrières. Die Berliner Ehrengabe für die Bergleute aus Herne, die an den Rettungsarbeiten in Courrières teilgenommen haben, hat eine Höhe bon 6910,50 Mark erreicht. Diese Summe ist nach den Vors schlägen des Bergwerksdirektors Meyer zu Herne an die 21 bei den Rettungsarbeiten beteiligten Bergleute unter Berückfichtigung der Dauer ihrer Tätigkeit in Beträgen von 185,63 Mart bis 433,40 Mart verteilt worden.
† Mit seinem eigenen Revolver erschossen hat sich der Berliner Schumann Wolf in einem Gartenlokal in der Prenzlauer Allee. Wolf hatte mit seinem Dienstrevolver allerlei Spielereien verübt, dabei entlud sich die Waffe und berletzte einen der Umsitzenden. Wolf brachte den Verwundeten nach der nächsten Unfallstation und schoß sich dann, in die Wirtschaft zurückgekehrt, eine Kugel in die rechte Schläfe, die seinen sofortigen Tod zur Folge hatte.
+ Lästige Zuschauer. Der Magistrat zu Liegniß weist, anläßlich des bevorstehenden Kaiserbesuches darauf hin ,,, daß, da namentlich die Unfitte, Ferngläser auf den Kaiser zu richten, von dem Monarchen peinlich emp=
Jm Zentrum der Balkan- irren.
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Die deutsch- österreichische Kolonie findet sich zumeist ebenfalls vor den Kaffeehäusern nahe der See ein, oder versammelt sich im ,, Deutschen Regelklub", der über einen schmucken Saal in einem neuen Hause verfügt. Der Verein erfährt von den deutschen Konsuln, Herrn Konsul v. Verjen und Vizekonsul Dr. Hesse, zwei energischen Vertretern des Reiches, die beste Förderung. Serben, Bulgaren, Griechen, Rumänen haben ihre Vereine. Diese erfreuen sich natürlich der zartesten Aufmerksamkeit der Türkei, was nur zu sehr nottut. Hört man doch Tag um Tag von Untaten schrecklichster Art. Die Unglücklichen, die ihrem Feinde nicht dem Türken, sondern mechselsweise Serben, Bulgaren, Griechen, Rumänen, lebend in die Hände fallen, finden einen furchtbaren Tod. Man ist in Saloniki leider schon so abgeſtumpft gegen dieje häufigen Meldungen, daß man fie faum mehr beachtet.
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Winchen
Stets der Univerfität Röntgen in Münd früher Phyfitprof for fam er nach Würzburg den nach ihm benan Sabre 1900 folgte er Falide Bweim ig von Württemberg durzeit im Umlauf. F. Borausfichtlich we Bießener Feuer De Ginwohnerfchaft wolle arauf hinweisen. Die Engmaliften und Tambou Ein Juftizro Beleidiger. Das Sd mit einer Antlage geg Beibig in Bieken wegen 2 Dienst. Die Zuhöre Juriften, die fich we Herben Art und Weife, in ber Beweisaufnahme hat er ein Recht zu haben g Redisanwalt zu verlanger baß Sie' rausformen"
Wenn wirklich der Krieg ausbricht, sind die schlimmster Zustände zu erwarten. Die hier wohnenden Nordeuropäer hoffen immer noch auf Beilegung der Schwierigkeiten unt ziehen das türkische Regiment, obwohl es seine Schattenseiten hat, jeder bulgarischen oder griechischen Befreiung" vor Dr. R. A. Koernig- Saloniki.
Sommerliche Eindrücke aus der Hauptstadt Macedoniens. Kriegsfurcht. Der unbotmäßige Vali. Das Neueste".- Informationen im Café. Unvers Münchener Bier vom Fasse. Schleierte Türkinnen. Kurmusik. Ein deutscher Kegelklub. Barte Aufmerksamkeit. Alle gegen Alle. Trübe Aussichten. Die zunehmende Besorgnis vor einem Ausbruch be waffneter Auseinandersetzungen zwischen der Türkei, Bulgarien und Griechenland um die Herrschaft über die macedonischen Landschaften ist in der Haupstadt des umstrittenen Gebiets, in unserer alten Hafen- und Seehandelsstadt auf das Aeußerste gestiegen. Zwar haben alle Großmächte," an welche die Pforte sich wegen der Haltung Bulgariens gewandt hat, beruhigende Antworten gegeben. Zu gleicher Zeit aber gaben sie ihrer Unzufriedenheit mit der Türkei Ausdruck, weil der Vali von Saloniki strategische Arbeiten vornehmen will, die von der europäischen Finanzkommission nicht genehmigt sind. Es iſt ein Zeichen für die zunehmende Kriegslust bei den türkischen Würdenträgern, daß unser oberster Beamter in solcher Weise fich gegen die Vertreter der Großmächte auflehnt. Unsere Bevölkerung geht zwar noch ungestört ihrem Tagewerk nach, aber unter der scheinbaren Ruhe lauert die Furcht und brennt das Feuer der bulgarischen und griechischen Agitationen. Mit der Information durch die Presse sieht es sehr fläglich aus. Das einzige dem Fremden lesbare Blatt ist ein kleines französisches Journal", das dreimal wöchentlich das Neueste" bringt, es gibt ein paar Ziffern über eingelaufene Schiffe, ein paar Verlobungen und Todesfälle in reichen Familien, orientalische Lobsprüche etwa auf den Geburtstag oder eine Beförderung eines Generals oder einer anderen Exzellenz, über das Wetter, den Staub, den furchtbaren Geruch der Fischhalle, ein paar Diebstähle. Manchmal erlaubt die Zensur eine furze Mitteilung über Bandenkämpfe. Denselben Tert haben drei in hebräischen Lettern auf spanisch gedruckte Blättchen und die griechischen Blätter ,, Wahrheit" und der ,, Leuchtturm." Aus einer solchen Presse kann man nun freilich das Neueste nicht erfahren, besonders wenn der fürkische Zensor alles Politische unterdrückt; Fremde und angesessene Europäer man ist in der Türkei eigentlich nicht mehr in Europa! gehen daher in die Kaffee
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Aus dem Gerichtsfaal. Mumm contra Mumm. Die bekannte Champagner. firma G. H. Mumm& Co. in Rheims flagt schon seit langer Zeit gegen den Weinagenten L. David aus Charlottenburg wegen unlauteren Wettbewerbs. David hatte ein Frl. Mumm aufgefunden, die er in eine von ihm neubegründete Firma Mumm& Co. steckte und nun die Welt mit billigen Offerten bon Mumm- Seft" überschwemmte. Vom Vorfißenden be fragt, warum er denn diese offenbare Täuschung des Publi. mit ,, David- Sett" sicher kein Geschäft gemacht. Der Gerichts. hof verurteilte den Angeklagten David über den Antrag des Staatsanwalts hinaus zu 3000 Mart, die Angeklagte Mumm zu 300 Mark Geldstrafe, im Nichtbeitreibungsfalle zu ent Sprechender Gefängnisstrafe.
Edoffengericht verurte.lte bollatcher im Dienft fid bef Wide Anwalts befand, Ju
fums in Szene gesetzt habe, entgegnete der Angeklagte, er hätte beleidigung zu brei Mart
häuser, die sich in den großen Hotels Olympos" und ,, Angleterre" befinden und suchen von ankommenden Reisenden das Neueste zu hören. Beide Kaffeehäuser sind so modern und schmuck eingerichtet, daß man, wenn man sich durch den orientalischen Schmutz am Hafen durchgearbeitet hat, bei ihrem Anblicke äußerst erfreut ist. Hier ist Sommer und Winter der Treffpunkt der Gesellschaft von Saloniki. In beiden Cafés gibt es, was der ankommende Deutsche freudig hört, - Münchener Bier vom Fasse, dort Spaten", hier Pschorr". Auf der Straße stehen die Stühle und Tische, sodaß für die durchlaufende Pferdebahn ein schmaler Raum bleibt. Man kann sagen, daß an Sommerabenden, an denen meist ein frischer Hauch vom Meere kommt, das gerade vor uns in tiefblauem Schimmer liegt, dort kein Plaz leer ist, und getrunken wird ganz tüchtig. Der Stoff ist gut, frisch und billig, denn die Halbe fostet nur 40 Pfg. Da kann ein rechter Biertrinker gegenüber Konstantinopel, Kairo, Smyrna, Ersparnisse machen!
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§ Umfangreiche Darlehnsschwindeleien haben in Nizza der ehemalige Berliner Bankier Koschorek und ein gewisser Marschall, die an der Spitze einer Schwindlerbande standen, verübt. Die Gattin des einst viel genannten Berliner Bant birektors Romeick, die mit Marschall zusammenlebte, war unter dem Verdacht, an den Schwindeleien beteiligt gewesen zu sein, mit verhaftet worden. Jeßt, nach dreimonatiger Haft, wurde sie auf freien Fuß gesetzt. Die Auslieferung von Roschoret und Marschall an die Berliner Gerichtsbehörde ist in wenigen Tagen zu erwarten.
Auf der Straße entwickelt sich das bunteste Treiben. In ihren langen, reichfarbigen Röcken gehen würdevoll alte türkische und jüdische Herren einher. Junge türkische Frauen von denen manche sogar unverhüllte reizende Gesichter sehen lassen kommen zu drei, vier rasch vorbei. Eseltreiber schreien die kleinen fleißig schleppenden Grautiere an, der Kutscher der Pferdebahn tutet in unerträglicher Weise. Vom Meere her bernimmt man das tiefe aber schrille Brummen der Schiffsfirenen. Die Leute, die vorüberkommen, unterhaiten sich sehr laut. Das alles gibt ein wirres Gemisch von Tönen; es ist die Kurmusik des Seebades Saloniki.
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Vermischtes.
Pech eines Deserteurs. Auf dem Marsche in den Quartierort überholte eine Kompagnie des in Saarlouis garnisonierenden Infanterie- Regiments einen betrunkenen Landstreicher. Die Soldaten erkannten in dem Bummler einen ehemaligen Kameraden wieder, der im vorigen Jahre burch einen kühnen Sprung aus dem ersten Stock des Lazaretta bie Flucht ergriffen hatte und desertiert war. Der Wanderer war schon eine Strecke von der Kompagnie entfernt, als die Unteroffiziere und durch diese die Offiziere von der Begegnung Kenntnis erhielten. Sofort machten sich der Hauptmann und Offiziere zu Pferde sowie einige Unteroffiziere mit dem Fahr rad auf und es gelang ihnen, den Mann festzunehmen.
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Die milde Strafe wurde, l
e dem Verurteilten barfch auszudrüden. Der Borftand des Fereins richtet ein Gefud bittet, das Minifteriu Rin beftvergütung für ein gatorischen Fortbildungs de Seit 30 Jahren w Stunde bezahlt.
Deutsche Taxameterdroschken in Mexiko. In Merike find von einer Berliner Gesellschaft Taxameterdroschken ein geführt worden. Besonders willkommen ist diese Neuerung im Fuhrwesen der Polizei von Mexiko, die ein gut Teil ihrer Tätigkeit darauf verwenden mußte, die Differenzen zu schlichten, die wie in einigen europäischen Hauptstädten auch- zwischen Kutscher und Fahrgast über die Höhe des Fahrpreises entstanden. Das einstimmige Urteil der Fachleute Meritos war ein sehr lobenswertes für den Apparat und die deutsche Industrie.
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Bald
Der Oberheisii Cober in Lauterbach eine planter einen Dbflmarkt.
3um Raubmo aubmörder Adam Stei we Rotichild in Pfung it inzwischen in der Jc Geestand unterfucht Wid bon dort wieder in gefängnis zurückgebracht. fift dahin ausgefallen, da
nungsfähig, aber bird sich nunmehr Edwurgericht zu berant editt Oberstaatsanwal esanwalt Hoffmann Die Einnahmen des
ir entlassene Gefan oat fanwalt Breetorius Da Rechenschaftsberichte der jet nungsjahre 11 608
og ein Ueberschuß von 1905 find 274 Gefangene, 1 Brons, als Bfl- glinge rozentjag der weiblichen
jabe einen bedeutenden Rüd ingen gehörten ihrer Herfur
Tod durch Fliegenstich. In Wien ist dieser Tage die 47jährige Köchin Ludmilla Herzog an Blutvergiftung gestorben, nachdem sie einige Tage vorher in der Küche von einer Fliegerg 104( 38 Proz.), der S gestochen worden war. Sie hatte zuerst der Wunde, die kaum so groß war wie ein Nadelknopf, keine Beachtung geschenkt und war ihrer Beschäftigung weiter nachgegangen. jedoch stellten sich lebhafte Schmerzen ein, und die Herzog entschloß sich, einen Arzt aufzusuchen. Derselbe konstatierte eine Bustel auf dem rechten Vorderarm und stellte sofort die Diagnose auf Blutvergiftung. Trotz aller aufgewandten ärztlichen Bemühungen gelang es nicht, die Herzog zu retten
Corales.
6. September 1906.
Broving beinheffen 1 Bundeaftaaten 24( 9 Bro legt verurteilt worden: Biber ftand, Beleidigung un öffentliche Ordnung 1, Werbrechen wider das
Diebstahl und Unterschl blerei 2, Betrug und anterott 1, Jagdbergeben Fibrliche Verbrechen 3, tung 1. Die Zahl de
80. Das Interiff für en Lande ständig größ Die Behörden ord
enge tommenden hier nic
eingetroffen. Auf dem Bahnhof fand großer militärische uglich aufzuweisen f
Empfang statt.
Der Großherzog in Dresden. Der Groß herzog ist zum Besuch des Königs von Sachsen in Dresdet Der Großherzog wurde von dem Köni und dem P inzen Johann Georg auf das herzlichste begrüß Nach dem Abschreiten der Parade und dem Vorbeimari der Ehrenkompagnie fuhren die Herrschaften nach den Schlosse. Nach der Familien- und Marschalltafel ist ei Besuch der Kunstgewerbe- Ausstellung in Aussicht genommer worauf sich die Fürstlichkeiten nach Schloß Paniz begebe
werden.
** Der Großherzog hat den von dem Grafa Wilhelm zu Solms- Laubach auf die evangelische Pfarrftel zu Wohnbach, Defanat Hungen, präsentierten Pfarre Johannes Moser zu Diete.sdorf( Südharz) für dies Stelle bestätigt.
** Im Großherzoglichen Ministerium des Janern Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe ist die Es tönnen nur Stelle eines Bureauvorstehers erledigt. solche Bewerber berücksich igt werden, welche die Befähigung zur Anstellung entweder für Kreisamtsgehilfen und Streis amts Bureauvorsteher oder für die mittleren Stellen in Finanzfach erlangt haben.
** Von der Post. Bers zt sind: die Bostassistenter Bieth von Berlin nach Gießen, Rock von Cronberg( Taunus) nach Friedberg und Schliephafen von Lauterbach na Charlottenburg. * Als Nachfolger Professor Paul Drudes zu ordentlichen Professor der Physit und Direktor des Phfital.
en Gendarmerieftation
gt es den Sicherheitso en Gefellen einlaffer Lande zu schaffen. erdings verschärfte Be rem heutigen Leben i kg. Em 12. Deutsche
Sandbevölkerung, die
to, vom 8. 618 13. Ju
gieber. Bur Berteilu 83 Egrenpreise, wovon d ste Breis mit 53 Holz a arjamt find während 6163 Rarten mit 209 fir 3294 Breife( er
rage bon 48088.,
und Erz- perfonen, en Reglerbund zu bezüglichen schriftlichen in Dresden, Frei Der Igel als
Die Landwirtschaft, fo
Berdienst um Leib Reniden dadurch, da let mutiger Feind
dem Igel ein fich


