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er des Zoologis olizeirevier und brachte einen zweijährigen Knaben mit, der

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Ein heller Berliner Junge kam gestern auf ein Berliner der erst Zwölfjährige, gefunden haben wollte. Die Polize cherchierte nun eifrig, in welcher Familie ein Kind in diesem lter vermißt wurde, jedoch ohne Erfolg. Am Abend erf

ne bertrochen heldete sich ein Junge, der nach seinem kleinen Bruder fragte

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De Man sieht sich den Jungen an, und wer war es? hliche Finder, der morgens das Kind einlieferte. A13 mar ben Jungen fragte, warum er dieses Manöver ausgeführ babe, gestand er, daß er auf seinen Bruder aufpassen müsse denn seine Eltern auf Arbeit gingen. Da er aber gern ein mal baden gehen wollte, hätte er seinen Bruder nicht sicherei unterbringen können, als daß er ihn inzwischen der Obhu dec Polizei anvertraute.

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Die Fabrifgeb befannte ungarische Primadonna geriet bei einer Autofahri

Das gänsemordende Auto. Frl. Sari Fedak, di

turz vor einem Dorfe Oberungarns in eine Gänseheerde und rich tete ein furchtbares Blutbad an. Als die Sängerin bei ihrer Rückfahrt das Dorf wieder passierte, fand sie die Land: berrammelt. Der Motorwagen mußte stehen

beitungsfabrit niedergebrannt. dem Brande e erwehrkommande fra Be

erabfallenden Bal bleiben, und man stieg aus, um sich zu erfundigen, was denn

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des Gebält zu bedeuten hätte. Da trat eine Gruppe vor Dorfinsassen auf die Künstlerin zu und überreichte ihr ein Rechnung über 140 Stüd Gänse, das Stück zu vier Kronen

äude, zwei g Und die Künstlerin bezahlte schwere 560 Kronen, worauf der

auf den Grund chtiger Landfrei

Bea freigegeben wurde.

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Grausame Gnade. Vor einigen Tagen wurde die im

m Teil durch 99. Lebensjahre stehende Marie Jamnikar aus der Weibera

e hiesige Boißmi er ferstrafe abbüßen sollte, entlassen. Nachdem sie zwei Jahre ägt 200 000 von ihrer Strafzeit abgebüßt hatte, ist ihr der Rest der Strafe

tra fanstalt Vigoun in Desterreich, wo sie eine vieljährige

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geschenkt worden. Im Jahre 1904 hatte sich die damals im 97. Lebensjahre stehende Marie Jamnikar wegen versuchten Meuchelmordes vor dem Schwurgerichte in Cilli zu ver­entworten gehabt. Sie hatte ihre Schwiegertochter, mit der

eine Person geti fie im fortwährenden Hader lebte, durch Arsenik zu vergiften e eines Unteth versucht. Die Geschworenen sprachen sie schuldig und die Tore Collombbechar des Zuchthauses schlossen sich hinter der fast Hundertjährigen. mte wurden getöt Nun hat man sie entlassen, und dieser Gnadenakt stellt die hilflose Greisin in das Leben zurück, in dem sie nirgends eine Stüße mehr finden dürfte.

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Ein fettes Pöstchen war das Hausmeisteramt am

Rathaus in Brüssel. Der Portier empfing früher von jedem Fremden, den er herumführte, ein Trinkgeld von ungefähr

1. Er hatte fich 1 Frank. Die Gemeindeverwaltung war der Ansicht, daß der it gejagt, weil i Stadtsäckel diese Trinkgelder selbst ganz gut gebrauchen könne, Der jugendise und erhob 50 Centimes Eintrittsgeld, wo hingegen das Trink­zugeführt, wo gel für den Portier wegfiel. Vom Juli 1896 bis August 3 eine Lebensgef 1906 belief sich das Eintrittsgeld auf 161 532 Fr. Wenn an ihn dann at man berechnet, daß der Portier stets 1 Fr., also das Doppelte ischen Rohr. erhalten hat, so kann man nicht umhin, sich ein solches Haus­meistereinkommen zu wünschen.

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Lokales.

5. September 1906.

* Am Samstag hatten Stadtverordneter Kirch als Vertreter der Stadt Gießen, Bürgermeister Kris mer­Steinbach als Vertreter der in Betracht kommenden Land­gemeinden und Kreisrat Merck als Vertreter des Kreises Gießen beim Finanzminister Gnaut eine Audienz, um ihn für das Projekt einer direkten Eisenbahnverbindung Gießen- Queckborn- Laubach zu interessieren, nach deffen Durchführung 10 weitere Ortschaften, darunter sehr industriereiche, Eisenbahnanschluß erhalten würden. mehrstündigen Auseinanders Bung wohnte auch der Dezernent für Eisenbahnwesen Ministerialrat Seifert bei. Der Finanz minifter erklärte, daß er persönlich dieser Eisenbahnverbindung sehr sympath sch gegenüberstehe.

Der

Bantdirektor Dernbura, der neue Leiter des Kolonial Amts, ist im Jahre 1855 zu Darmstadt ge­boren und besuchte in Berlin das ymnasium. Er ist wie die Darmst. Btg." schreibt, ein Schüler des Direkters der Deutschen Bant, v. Siemens, mit dem er mehrfach zu Studienzwecken in Amerika weilte. Auch war Dernburg längere Zeit in der von der Deutschen Bant gegründeten deutschen Treuhand Gesellschaft an hervorragender Stelle tätig, bis er im Jahre 1901 in das Direktorium der Darmstädter Bank eintrat. Dernburgs Vater war früher in Darmstadt Advokat und eine Reihe von Jahren einer der Führer der nationalliberalen Partei. Als solcher vertrat er ben Wahlkreis Offenbach, der später an die Sozialdemokraten fiel. Der neue Rolonial- Dirftor wird als Mann von großer Tallkraft bezeichnet, der nicht nur große Sachkenntnis, sondern auch umfassendes ssen b sizt.

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* Vom Manöver. Dem am Montag bei Weiß­firchen gelieferten Gefecht lag folgende Idee zu Grunde: Ein Armeekorps marschiert auf der Straße Homburg Ober­ufel auf Frankfurt und hat als rechte Seitendeckung die 42. Infanterie Brigade, bestehend aus den Regimentern 166 und 80, auf der Straße Weßlirchen- Steinbach detachiert. Das Armeekorps ist in ein Gefecht getreten gegen einen bom Frankfurt her auf Homburg anrückenden Feind. Die 42. Infanterie- Brigade erhält dabei den Befehl, in das Gefecht auf dem rechten Flügel einzugreifen. Das Gefecht, das um 7 Uhr 30 morgens begann, wurde gegen 10 Uhr abgebrochen. Freiherr v. Gayl besprach den Verlauf des Gefechtes eingehend und erkannte an, daß das Ererzier Reglement für die Infanterie vom 29. Mai 1906 jedem einzelnen der 42. Brigade in Fleisch und Blut übergegangen sei. * Ein nicht besonders günstiger Stern scheint über den die jährigen Manövern zu stehen. Nachdem in voriger Boche der Kanonier Wagenbach von Burkhardsfelden seinen Tob gefunden, verunglückte am Montag in der Nähe von Groß- Umstadt ein Pferd und gestern erlitt im Manöver gelände ein Difizier einen Beinbruch.

*

Nach einer Verfügung des Ministeriums von 1902 besteht bei der Vereidigung der Lehrer im Großh. eim Unterschied in der Eidesformel. Von den provisorisch angestellten Schulverwaltern, also den seminaristisch gebildeten uünftigen Volksschullehrern und von Lehrern aus anderen Bundesstaaten, welche in Hessen ihre erste dienstliche Ber­bendung finden, verlangt man, daß sie unter Eid geloben, eiren gottesfürchtigen, christlichen Sinn und Wandel bis an

ihr Ende zu betätigen, während die provisorisch angestellten akademish gebildeten Lehrer( Lehramtsatzessiten und Ass ssoren) nur eidlich versprechen müssen, die ihnen obliegenden Pflichten nach bestem Wissen und Gewissen genau zu erfüllen.

* Preußische Klassenlotterie. Nachdem es sich herausgestellt, daß ein großer Teil der Spieler die Er­neuerung der Lose, die jedesmal 4 Tage vor der Ziehung spätestens geschehen muß, versäumt hat, ist es den König­lichen Einnehmern für Hessen- Thüringes ausnahmsweise gestattet worden, die Frist der Erneuerung noch bis zum legten Tage vor der Ziehung abends 6 Uhr auszudehnen. Dann nicht erneuerte Lose sollen der Lotteriekasse verfallen. Das spielende Publikum ist eben noch zu sehr an die Ge­pflogenheiten der früheren Hessisch Thüringischen Staats­lotterie gewöhnt, bei der nicht so sehr auf die strikte Ein­haltung der Erneuerungstermine gesehen wurde.

* 20 Jahre desertiert. Im Jahre 1886, also vor 20 Jahren, nahm ein Soldat von der 11. Kompagnie des Leibgarde Infanterie- Regiments Nr. 115 in Darmstadt Reißaus und blieb sitdem verschollen. Nach mannigfachen Wechselfällen verschlug das Schicksal den Deserteur nach Deutsch- Südwest- Afrika, wo er vor wenigen Wochen erkannt und festgenommen wurde. Er wurde nach Deutschland ein. geschifft und fürzlich den Militärbehörden zu Hamburg über­liefert. Dieser Tage esfortierten ihn zwei Unteroffiziere von Hamburg nach Darmstadt, woselbst er nunmehr seine Be­strafung erwartet. Da der Deserteur bereits 42 Jahre alt ist, dürfte er wohl schwerlich zur nachträglichen Absolvierung Der feiner aktiven Militärdienstzeit verurteilt werden. wettergebräunte Fahnenflüchtige scheint in den beiden Dezennien seiner Desertion des Lebens Tück: zur Genüge gefoftet zu haben.

** Vom Bierkrieg. Den Brauereien rückt man immer schärfer auf den Leib. Eine in Frankfurt abgehaltene Wirteversammlung nahm folgende Resolution an: Die Ver­sammlung erkennt die seitens der Volksversammlungen ge­faßten Beschlüsse zur Beseitigung der Bierpreiserhöhung an und beschließt, daß jeder Wirt verpflichtet ist, dem Volks­versammlungsbeschluß nachzukommen und während des des Boykotts kein Ber zum Ausschank zu bringen und die zur Kontrolle dienenden Plakate der Boykottkommission sicht­bar auszuhängen." Die Brauereien erklären in einem Flugblatt, daß sie unmöglich die neue Steuer tragen fönnen, doch sind diese Gründe nur in den Wino gesprochene Worte beim Publikum, das ja mehr Zeit zum Warten als die Brauereien hat. Ein brillantes Geschäft machen die Aeppel­weintneipen. In Hanau hatten vor kurzem die geselligen Vereine beschlossen, vom 1. September ab bis zum 1. April 1907 feinerlei Vereinsfestlichkeiten abzuhalten, wenn seitens der Brauereibefizer mit der Bierboykoti- Kommission bezüglich Aufhebung der Bierpreiserhöhung bis zu einem festgefeßten Termine feine Einigung erzielt sei. Da diese Einigung nicht herbeigeführt worden ist, hat jetzt auch eine Versammlung bon 12 sogenannten Vergnügungsvereinen beschlossen, dem Beschluß jener Vereine, beizutreten. Die Gesangvereine der Stadt haben nicht nur beschlossen, feinerlei Festlichkeiten in diesem Winter abzuhalten, sie wollen vielmehr auch keinerlei feftliche Veranstaltungen durch gesangliche Mitwirkung unterstüßen. Ob die Brauereien noch nicht bald das Grausen packt?

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sp. Sportliches. Das goldene Rad von Burg ( Stundenrennen mit Motorführung) gewann Adam Bäumler auf Brennabor. Er schlug sämtliche Bahnrekords bis zu einer Stunde.

)( Butzbach, 4. Sept. 1. Erweiterter Zucht­vieh markt. Am 20. Sept. findet dec erste erweiterte

Buchiviehmarkt für die vier südlichen Kreise der Provinz ftatt, zugleich halten der Zuchtverein für den Kreis Friedberg, der Kreisziegenzuchtverein und der Pferdezuchtverein Prämiierungen ab; auch für Zuchtschweine stehen besondere Preise zur Verfügung. Die Transportkosten für die ange­meldeten Tiere nach Butzbach werden vergütet; die Tiere müssen aber rechtzeitig angemeldet sein. Der Termin ist am 3. Sept. schon abgelaufen, wird aber nochmals bis 8. Sept. verlängert. Die Anmeldungen sind so früh notwendig, da noch ein Katalog gedruckt wird, der bis zum 10. Sept. versandtfertig sein muß. Die Anmeldeliften und Markt­ordnungen liegen auf sämtlichen Bürgermeistereien. Die Herren Obmänner werden gebeten, sie dort abzuholen und ausgefüllt umgehend einzusenden an die Geschäftsstelle Friedberg( Homburger Landstraße 9.)

* Büdingen, 4. September. Der Ausschuß der Ge werbevereine des Bezirksverbandes Büsingen- Schotten faßte in seiner jüngsten Sigung den bemerkenswerten Be­schluß, gelegentlich der abwechselnd in den einz- Inen Ver= bandsgemeinden stattfindenden Bezirksversammlungen ferner­hin jedesmal eine Ausstellung von Schülerarbeiten der be­treffenden Handwecker- Sonntagsschule zu veranstalten. Die Gewerbeschulen beginnen im ganzen Bezirksverbande anfangs Ottober. Eine lebhafte Diskussion veranlaßte eine Eingabe seitens des Büdinger Ortsgewerbevereins, die Abstellung von Unregelmäßigkeiten bei Vergebung staatlicher Arbeiten betreffend, die bei Ausführung der Schreinerarbeiten beim hiesigen Bezirksfassengebäude unterlaufen sein sollen. Die Engabe wird demnächst der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe und der Handelskammer zur Weiterverfolgung unterbreitet. Für die nächste Tagung wurde Shotten in Aussicht genommen.

* Fulda. Reservisten als Arbeissoldaten. Zur Ableistung einer Uebung wurden bei der hiesigen Garnison 18 ehemalige vorbestrafte Soldaten eingezogen. Sie sind aus dem Heere ausgestoßen und genügen statt einer militärischen Uebung ihrer Pflicht als Arbeitssoldaten. Unter Bedeckung arbeiten sie auf den Ererzierplage am Neuenberg, wo sie die aufgefahrenen Löcher und sonstige Ungleichheiten in einen fahrbaren Zustand umwandeln, damit das Bierde­material feinen Schaden nimmt und die Kanoniere auf den Geschüßen bei den Fahrübungen nicht allzusehr gerüttelt

werden.

* Bellhausen. Zum Mädchenmord. Der Mord ist noch immer nicht aufgeklärt. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittelungen haben bisher in feiner Weise Erfolg gehabt, und es scheint, als ob tatsächlich ein Wandergeselle, der glig nach der Tat ins benachbarte Bayern oder nach Preußen abging, der Mörder gew sen sei. Indessen fann man sich doch der Vermutung nicht verfchließen, daß der Täter vielleicht unter den männlichen Bekannten der Ermord ton zu suchen ist. Neuerdings hat die Staatsanwaltschaft fest­gestellt, daß zwischen dem 8 Chausener Mord und der vor zwei Jabren erfolgten Ermordung der Telephonistin Haas bei Aschaffenburg gewisse Aehnlichkeiten bestehen. Sie hat deshalb von schaffenburg die Akten eingefordert, um genauere Vergleiche anzustellen. Der Mörder der Haas ist bekanntlich noch nicht entdeckt, vielleicht hat er auch das Verbrechen von Zellhausen auf dem Gewissen.

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Frankfurt. Der Bureaukratismus hat wieder einmal eine schöne Blüte getrieben. Eine größere Anzahl Schüler und Schülerinnen hiesiger Schulen( wohl über 1000) hatten sich zu den Frühzügen am Hauptbahnhof eingefunden, um Ausflüge nach dem Taunus, nach dem Rhein und der Bergstraße zu unternehmen. Die Mehrzahl wurde auch glatt befördert, etwa 100 Kinder aber mußten zurückbleiben, weil ein Lehrer die von dem Beamten am Billetschalter ge forderte B scheinigung des Rektors einer Schule nicht vor= zeigen konnte, wonach der Lehrer zur Empfangnahme der Fagrtarten autorisiert war. Die Frff. N. N." fragen dazu mit Recht:" Konnte diese Bescheinigung nicht nach= träglich beigebracht werden? War es nötig, wegen dieser geringfügigen Unterlassung die Kinder, die sich gewiß schon lange auf den Ausflug gefreut haben, zurückzulassen?"

Hus dem Gerichtssaal. Straffammer.

Gießen, 4. September. Der Kaufmann Emil Bender aus Gießen war gr= ständig, im Laufe des Jahres 1904 etwa 36 Wechsel in Gesamthöhe von annähernd 6000 Mt. gefälscht zu haben, sodurch Gießener Bankiers um namhafte Beträge ges häbigt wurden. Nachdem die Sache entdeckt worden war, flüchtete er nach Belgien, von wo er fürzlich hierher ausgeliefert wurde. Die Verhandlung ergab, daß er als gelernter Seifensieder ohne jegliche faufmännische Vorkenntnisse ein Ladengeschäft betrieb, das zu seinem finanziellen Ruin führte. Nach seiner Flucht wurde der Konkurs über sein Vermögen verhärgt und gegen ihn auch ein Verfahren wegen Ver­gebens gegen die Konkursordrung eingeleitet, das aber mit Einstellung des Strafverfahrens gegen ihn endigte. Un­gesichts der erheblichen Schädigung hielt das Gericht cine empfindliche Strafe für angezeigt und verurteilte ihn zu 2 Jahren Gefängnis und 5jährigem Ehrverlust.- W gen Beleidigung eines Amtsrichters zu Lauterbach wurde dec Müller Johannes Krug 1. von Udenhausen zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat den Richter, der die Ver­handlung in einem gegen ihn schwebenden Prozeß, der zu seinen Ungunsten ausging, leitete, einen Schwindler genannt und dabei bemerkt, am Bericht fönne man auch schmieren", womit er den Richter den Vorwurf machte, daß er sich be­stechen ließe. Das Gericht hielt es im Interesse der Al­gemeinheit für geboten, auf eine empfindliche Strafe zu erkennen und sprach dem Beleidigten auch die Publikations­befugnis zu.

Literarisches.

Ackerschollen" von Lina Leidl. Allerhand spaßige und ernsthafte Geschichten aus der alt- bayerischen Bauernwelt. Verlag D. Dreyer& Co., Berlin. Preis 1 Mt. Wer Freude an frischer Lektüre hat, dem sei das Buch bestens empfohlen.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 6. September. Trübung und Regenfälle, stellenweise mit Gewitter, am Tage fühler, windig,( Witterungswechsel.) ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.)

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen.

Es können eingestellt werden:

1 Schweizer, 1 landw. Knecht, 6 landw. Arbeiter, Ziegeleiarbeiter, 4 Schlosser, 2 Schmiede, 3 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Mühlenarbeiter, 3 Waschfrauen, 1 Puz frau, 1 jüngerer Glaser, 1 Anstreicher, Erdarbeiter, 1 Küchenmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 2 Kutscher.

Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied gegen Ver­gütung, 1 Glektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner gegen Vergütung, 1 Bäcker.

Es suchen Arbeit:

1 Schweizer, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Stutscher, 4 Wasch und Putzfrauen, 1 Flickerin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Haushälterin, 1 Büglerin, 1 Näherin, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 1 Packer, 1 Kassier oder Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe.

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratente! Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen.

Carboline, der Liebling aller Frauen und Mäd­chen, erzeugt schönes, geschmeidiges Haar, verhindert dessen Ausfallen und Ergrauen und wirkt im Sommer erfrischend auf die Kopfhaut. Kein Haarpräparat besigt diese Eigenschaften so wie Carboline. Zu haben à 3 Wif. die Flasche in den Apotheken, Drogerien und Parfümerien oder direkt von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M.

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