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Der Reichskanzler urst Bülow hat sich nach Norderney zurückbegeben. Vor seiner Abreise wurde er vom Kaiser empfangen.
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Wie aus Wien gemeldet, erlitt Erzberzeg Eugen einen Wagenunfall. Als der Erzherzog sich auf das Manöverfeld in der Nähe von Steher begeben wollte, scheuten die Pferde der Equipage und rannten gegen einen Gaslandelaber. Die Equipage sowie der Kandelaber wurden vollständig zertrümmert. Nur durch den Umstand, daß es dem Herzog und seinem Adjutanten gelang, rechtzeitig ab zuspringen, wurde Unglück verhütet.
Soziales Leben.
X Ein Kongreß preußischer Gemeindebeamtenvereine hat in Kreuznach getagt. Für weitere Kreise von Interesse ist das Ergebnis einer Teilerhebung über die Verhältnisse der Gemeindebeamten in Preußen. Man hat in etwa 500 Städten Ermittelungen angestellt und dabei gefunden, daß angestellt find a) bei der ordentlichen Verwaltung 40 Prozent der Beamten auf Lebenszeit, 42 Prozent auf Kündigung, 1,6 Prozent vorübergehend und 16,4 Prozent durch Privatdienstvertrag; b) bei den Betriebsverwaltungen 25 Prozent auf Lebenszeit, 32,2 Prozent auf Kündigung, 4,5 Prozent vorübergehend und 38,3 Prozent durch Privatdienstvertrag.
X Neues Institut zur Bekämpfung der Krankheiten. In Begenwart des preußischen Kultusministers von Studt, der tädtischen Behörden und der Vertreter der ärztlichen Wissens chaft fand die Einweihung des Georg- Speyer- Hauses statt, bas Institut soll der Erfindung und Erforschung nener Heilstoffe dienen.
X Gärung im Duger Revier. In einer in Dur abgehaltenen Versammlung beschlossen die der Partei der unabhängigen Sozialisten angehörenden Bergarbeiter, sofort in den Ausstand zu treten. Eine gleichzeitig tagende Delegiertenbersammlung der sozialdemokratischen Bergarbeiter sprach sich gegen den Ausstand aus. Die unabhängigen Sozialisten
brangen in den Saal der Delegiertenversammlung ein, wodurch ein Tumult entstand. Einige Führer der Sozialdemo fraten wurden verletzt. Gendarmerie räumte den Saal.
× Streiffrawalle. Im Komitat Hunyard fanden Krawalle der ausständigen Arbeiter der Petrosenyer Kohlenbergwerke mit dem Militär statt, bei denen 175 Personen leicht verwundet wurden. Der Anführer der Streifenden Mihaly Gulassy wurde mit 15 Genossen verhaftet. Ein Arbeiter der einfahren wollte, wurde von seinen Genossen derart mißHandelt, daß er in das Krankenhaus überführt werden mußte. Das Militär wurde um zwei Kompagnieen Infanterie verstärkt. Die Zahl der Streifenden beträgt 7000.
Der Hlldeutfche Verbandstag. H. Dresden, 3. September.
Heute ist der Verbandstag geschlossen worden. Den Mittelpunkt der Verhandlungen bildete die gestrige Sigung im großen Saale des Gewerbehauses, zu der außer Professor Hasse fast alle führenden Leute der aldeutschen Propaganda erschienen waren. So bemerkte man Exzellenz Liebert- Berlin, Graf E. Reventlow, Senator Neumann- Lübeck, Major Stößer Potsdam, die Reichstagsabgg. Lattmann- Kassel und SchackHamburg, Superintendent Klingemann- Essen. Besonderes Interesse erweckte das Erscheinen des Reichstagsabgeordneten Dr. Stein- Wien, des Führers der alldeutschen Bestrebungen in Desterreich. Professor Hasse, der durch Krankheit in seiner Familie verhindert war, wurde im Vorsitz durch Rechtsanwalt Glaß aus Frankfurt a. M. vertreten.
Rechtsanwalt Glaß führte in seiner Programmrede aus, es sei die Anschauung weitester Kreise, daß die deutsche Marokkopolitik mit einem Mißerfolge geendet habe. Der Redner sagte u. a.:
Wir haben uns darüber nicht gewundert und messen auch der Haltung Italiens in diesem Falle keine besondere Bedeutung bei, da nach unserer Ueberzeugung der Dreibund längst nur noch ein Stück Papier ist. Wie traurig es in Wahrheit mit der äußeren Politik des deutschen Reiches bestellt ist, geht daraus hervor, daß ihm nur die angeblich unbedingte Freundschaft und Zuverlässigkeit Desterreich- Ungarns geblieben ist. Auf dem Gebiete der inneren Reichspolitik in von Erfolgen auch nichts zu sehen. Nur keine Konflikte" bleibt das Merkwort des gegen wärtigen Kurses. Wir sind berechtigt, zu sagen, daß die innere Politik des heutigen Regiments nicht zu trennen ist von der äußeren, daß die Fehler der einen sich wiederfinden bei der anderen. Nur Viertel- Arbeit ist in der Flottenfrage geleistet, nicht anders steht es mit der Kolonialpolitik, wo die Schwäche und Haltlosigkeit der Regierung zusammenfallend mit der Eng herzigkeit und Verständnislosigkeit der Volksvertretung, einen traurigen Zusammenbruch herbeigeführt haben, für den beide die Verantwortung zu tragen haben.
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Nachdem Oberbürgermeister Beutler den Verbandstag begrüßt hatte, nahm Graf Reventlow das Wort zur Frage der Abrüstung. Der Redner äußerte sich heftig gegen alle
kraft desto stärker sein muß, je schärfer unsere auswärtige Politik sei. In der Diskussion betonte Generalleutnant Liebert, Deutschland hätte die geringste Ursache, von Ab. rüstung zu sprechen und fuhr fort:
oder Teilhaber der großen Konzessionsgesellschaften! Eine stärkere Heranziehung der freien Kaufmannschaft, der Missionen und wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kenner der Kolonien zu seinen Beratungen sei notwendig.
Generalleutnant Liebert äußerte sich in ähnlichem Sinne und wandte sich zum Schluß gegen den infamen" Formalismus und gegen Humanitätsduselei. ,, Wir wollen in den Kolonien nicht die Leute zu Christen machen, sondern sie follen für uns arbeiten. Das wollen wir mal rund heraus sagen! Dieser Humanitätsdusel ist geradezu lächerlich. Die deutsche Sentimentalität hat uns einen Mann wie Peters geraubt. Das deutsche Kapital flage ich an, das sein Geld nicht in deutsche, sondern in fremde Kolonien, sogar in die faulen portugiesischen Kolonien steckt.
Lehrer Heeger- Graz gab einen Ueberblick über die Arbeit der deutsch- österreichischen Schutzvereine. Redner sprach den Wunsch aus, es mögen die Deutschen in Desterreich endlich auf der Plattform gemeinsamer Bedrängnis, frei von fleinlichem Parteigezänke, frei von trennenden Standesvorurteilen und sonstiger gesellschaftlicher Berklüftung sich fest zusammenschließen zu einem einzigen, gewaltigen Machtfaktor, dessen erstes und höchstes Ziel sein müßte: Die Wiederherstellung der deutschen Vormacht in Desterreich.
Am Spätnachmittag wurde im Ausstellungspark eine zahlreich besuchte Sedanfeier abgehalten, bei der Superintendent Klingemann- Essen die Festrede hielt.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses stand der pensionierte Oberdrucker aus dem bayerischen Kriegsministerium, Joh. Seidl, aus Rothenburg o. Z., vor der 3. Münchener Straftammer. Die Verhandlung fand unter strengster Ausschließung der Oeffentlich eit statt. Es handelte sich um die aufsehenerregenden Vorfälle, die sich f. 3. während der juristischen Zwischenprüfungen an der Münchener Universität ereigneten. Seidl hatte die Vervielfältigungs- Arbeiten in der Druckerei des Kriegsministeriums zu überwachen, und gab einem der Kandidaten Aufschlüsse über die in der Prüfung zu stellenden Fragen 2c. Die Sache kam heraus und gab Anlaß zur Sistierung der Prüfungen. Seidi kam mit nur 10 M. Geldstrafe davon, weil er selbst das Opfer eines Vertrauensbruches geworden und von seiner Indiskretion nicht den mindesten petuniären Vorteil gehabt hat.
Cokales.
4. September 1906.
** Der Großherzog hat am 1. September den
Serwalter bei der Gemeinschaftsverwaltung der medizinischen
und der Frauenklinik der Landesuniversität ernannt.
** Webertragen wurde dem Schulverwalter August
Becker aus Holzhausen v. d. H. die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wohnfeld und der Schulverwalterin Johanna Jockel aus Wetsenau mit Wirkung vom 1. Oktober an eine Lehrerinnenstelle an der höheren Bürger( Mädchen-) Schule zu Alsfeld.
* Die ersten deutschen Postkarten mit zwei Marten gelangen in den nächsten Tagen zur Ausgabe. Es sind dies die bei der Abschaffung der 8weipfennigtage übriggebliebenen Karten, denen eine zweite Marte zu 3 Pfg. in brauner Farbe aufgedruckt ist. Die Reichsbruckerei verschickt die Karten jezt an die Kassen der Oberpostdirektionen. Es ist die Anordnung getroffen, daß diese Karten vor den Karten zu 5 Pig. verkauft werden.
Bom Mänöver 1906. Das Regiments- Exerzieren der meisten Truppenteile ist jetzt beendet und im Laufe dieser Woche beginnt das Brigade Exerzieren. Die Regimenter der 42. Infanterie- Brigade( 80er, 81er, 166er) übten sett dem 17. August im Gelände Braunheim, Nieder- Mosel, Weißkirchen. Gestern Montag wurden die Regimenter durch Exzellenz von Eichhorn und General von Gail besichtigt. Diese Infanterie- Brigade begibt sich Dienstag nach Mainz und dann nach Rheinhessen, wo die gesamte 21. Division
Wie man an maßgebender Stelle hört, wird die Eröffnung des Landesmuseums in zwei bis drei Monaten stattfind jedenfalls vor Weihnachten.
R. Der 19. deutsche evangelische Kirchengesang bereingtag wurde am legten Sonntag, dem 2. Septemb nachmittags 3 Uhr im Rathaussaale Schleswig durch da stellv. Vorsitzenden, Herrn Oberkonsistorialrat D. Flöring.
Die Zeitung, alfo fpra S der Gefundenzeiger Und wenn ihr Wort aud Die Wirkung dauert, bie Gleichwie der Regen, den Sid in der Staaten Fru Und zum Schluffe fp
Darmstadt, eröffnet. Der Bestand des Evangelischen Kirch Munich aus:
gefangvereins für Deutschland hat sich gegen das Vorjahr nicht wesentlich verändert; er umfaßt 22 Landes- und Provinzialvereine und 6 Einzelvereine mit etwa 1600 Rirchen und 400 Schülerhören. Neu beigetreten ist letthin der Kirchenmuftifoerein zu Schwerein. Eine Reihe von deutsche Kirchenbehörden und Synoden hat es anch im vergangenen
sache nicht fehlen lassen, und auch die Eisenacher Konferen
Den Naden freif, die Aug Der Freiheit treu und fei So mögft du weiter burd
nb immer foll's bein R Sm Macht'gen diefer Er
Profdorf. Um 1.
folgende Seminariften
Jahr an tatkräftiger Unterstützung der Krchengesangberein am Lehrerfeminar deutscher Kirchenregierungen hat bei der Verhandlung über Krofdorf, D di: Nebengottesdienste der Wirksamkeit der Kirchengesang Die Genannten
vereine zur Hebung des gottesdienstlichen Lebens anerkennend gedacht. Die Jahresrechnung schließt mit 1317,76 m. in Einnahme und 1028,81 M. in Ausgabe ab, also mit einem Kassenbestand von 288,95 Mt. Denkscheist über die Schleswiger Tagung wurde beschlossen, ebenso die Fortsetzung des Vereinstatalogs.
Beglar. Der Pre
Big. auf 70 Pfg. das Bom Bogelsberg Beftion Ulrichstein be
Die Herausgabe einer ferung Lauterbach- D
Der Kirchen des Sommers erneu gesango reinstag im Jahre 1907 wird in Stuttgart gefeiert od über Petershaine und damit das Jubiläum des 25jährigen Bestehens des ergeführt worden. D deutschen Gesamtvereins verbunden werden. Dem Vorstande der hainerhof bis Laubac des Zentralausschusses und besonders Herrn Oberfonfiftorial rend, ist allen Freunden i
rat Flöring wurde auf Antrag des Herrn Storchenrats D. Herold warmer Dank für seine Tätigkeit ausgesprochen,
pichlen.
Langsdorf Rome
und die angeregte Sigung sodann nach zweistündiger Dauer arzellenvermeffung und den geschlossen. Abends 8 Uhr fand im Rathaussaale eine Beenartung Feldheim, die grügungsversammlung statt, die einen sehr angeregten Vergen liegt und Hungen Zwischen den einzelnen Reden erfreute derheiten fließ man auf eine Schleswiger Lehrergesangverein unter Leitung des Herrn nend zu einem Gebäu Kantors Ehlers die Versammlung durch prähtige Lieder for Röschen- Gieß
lauf nahm.
vorträge.
Teil des Limes handelt
Inheiden und durchschn
* In einer in Frankfurt abgehaltenen Versammlung ingen Auneburg fom von Mitgliedern der Hessischen Obst- und Gartenbauvereine wurde beschlossen, einen Landesverband hessischer hem war vor Jahrhund Obst- und Gartenbauveine zu gründen, um es der hat man die umfart dadurch möglich zn machen, ein außerordentliches stimmbe felt. Das jeßt entdeck rechtigtes Mitglied in die hessische Landwirtschaftskammer 0 Minuten nördlich d
zu wählen.
Gouterslirchen, 3. Se 6gulhaus eingen tung des Straßenmeifters
*** Der Gesamt- Taunusklub hält am 23. Sept in Weg ac seine General Bersammlung ab. abreicht 9520 Beer gegen 12867 um Juli 1906 um ** Gießener Volts bad. Im Auguft wurden verkoſtenaufmande von 2 10170 im August 1905 oder im Durchschnitt per Tag
107 Bäder gegen 415 im Juli 1906 und 328 im August 1905.
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Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3741 Männer, darunter 587 34 10 g. 1582 Frauen, 484 10 Wannenbäder: 1. Kl. 287 Männer, 103 Frauen. 2. l. 668 Brausebäder 1. kl. 765 Männer, 126 Frauen. 2. Kl. 1235
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Dampf und Heißluftbäder, sowie Wassage" zusammen 111 Männer, 20 Frauen.
Die Personenwage wurde von 280 Personen benut, tas Bad von 2 Personen besichtigt.
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bebick Harter Hobgräfe.
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Ai, 3. Sept. Err
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pruch beim Kreisamt erh A Bad Nauheim, 3. S Klär: und Kanal drohen mancherlei Schwi
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Falanals für die Badeh Stadt wies auf das ge daß es ihr nicht mög
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5000 St.) mindestens d Friedberg, 3. Septe
gliche Tätigkeit für das Kreisarzt Dr. Nebel
* Vom Waidwerk. In Oberhessen sind laut Darmst. Btg." die Meinungen nach den ersten Hühner tagen recht geteilt. Man findet ſtrichweise recht gut befeßte. Magbem bie t Revere, und von anderen Seiten, besonders aus den höheren Gebieten Oberhessens, hört man viel flagen. Rehwild hat im Vogelsberg sehr gelitten, sodaß sehr viele engegangene Stücke gefunden wurden. Mit Fasanen scheint es in Oberhessen verhältnismäßig besser bestellt zu sein, we mit Hühnern. Allerdings kommen Fasanen in Oberheffen überhaupt nicht nicht abzu häufig vor.
, borläufig die S durch den Landrat v. Biedenkopf, 3. Sep Jedenfalls haftliche Ausstellu baben eröffnet. Sie Das große goldene Rad von und Gartenprodukte,
ihr Manöver abhält. Die Regimenter 166 Hanau und fich aber gegen früher der Fasanenbestand erfreulicherwet
168 Buzbach- Offenbach, die sonst nur zwei Bataillone haben, wurden durch Einziehen von Reservisten des beurlaubten Standes am 23. August auf drei Bataillone gebracht. Ihre Ausbildung im Gewehr Modell 98 und im neuen Exerzierreglement fand seither statt, jetzt sind sie zu den anderen Bataillonen ins Feld gerückt. Das 3. Bat. 168er
marschierte von Offenbach über Langen nach Griesheim. Abrüftungspläne und kam zu dem Resultat, daß unsere Wehr. 168er) beiſammen und nun findet dies: Woche Brigad. Dort iſt jezt die 49. Infanterie. Brigade( 115er, 116er, Exerzieren statt, an das sich Ende der Woche die Besichtigung schließt. Die eigentlichen Manöver beginnen am 11. Sept. mit dem Brigademanöver. Die 25.( hessische) Division manövriert in Startenburg. Die Divisionsmanöver beginnen am 17. Sept. und enden am 22. Sept. in der Nähe von Reinheim Dieburg- Roßdorf. Am gleichen Tage werden die Infanterie- Truppenteile noch nachhause gebracht, am 24. wird die Infanterie- Reserve entlassen, die Reserve der Artillerie und Kavallerie einige Tage später.
Wir brauchen unser Heer nicht nur im Kriegsfall, sondern wir würden uns im Falle seiner Abschaffung auch für den Frieden der besten Waffe für die Entwickelung von Technit, Handel und Verkehr entledigen. Wir Deutsche haben umsomehr ein starkes Heer und eine starke Flotte nötig, als uns jetzt eine Diplomatie fehlt. In der ganzen deutschen Geschichte gibt es außer Bismarck nicht einen großen Diplomaten. Das, was uns an Diplomaten fehlt, müssen wir durch brutale Macht, durch Kraft ersetzen. Diese Macht ist eben Heer und Flotte. Bedauerlich ist, daß wir Deutschen kein einziges großes nationales Blatt baben, welches auch im Auslande den Ton angibt. Wir haben uns in Berlin bemüht, ein führendes nationales Blatt zu schaffen. Wir brauchen ein starkes Heer, nicht nur gegen unseren Feind, sondern auch für die Aufrechterhaltung der Ordnung im Innern. Wir müssen also auch für den inneren Kampf gerüstet sein. Wenn mich jemand fragt, ob wir abrüsten sollen, dann sage ich; Um Gotteswillen, erhaltet euch eure Arince! Baut Kähne, Kähne, Kähne!
Hierauf sprach Reichstagsabgeordneter Amtsgerichtsrat Lattmann- Kassel, der die Afrikareise der Abgeordneten mitge macht hat, über das Thema„ Neuaufbau der deutschen Kolonialpolitik."
Die Notwendigkeit einer Kolonialreform, so führt der Redner aus, werde allgemein anerkannt, auch von der Regierung. Der erste Grund des Zusammenbruchs der bis: herigen Kolonialpolitik liege in dem Mangel flar erkennbarer Arbeitsziele. Planlosigkeit sei der Hauptstempel der Politik gewesen. Die Organisationsreform habe zu bringen ein selbständiges Kolonialamt, eine Aenderung in der Zusammensetzung des Kolonialrats und Deffentlichkeit seiner Verhandlunaen. Etwa die Hälfte seiner 38 Mitglieder seien Leiter
* Die Kriegertameradschaft Hassia umfaßt zur Zeit 920 Vereine mit über 64 000 Mitgliedern.
17.
* Das hessische Landesmuseum, das nach den Plänen des Professars Messel in Darmstadt am Paradeplat errichtet worden ist, wird nun doch nicht am September, dem Geburtstage der Großherzogin, eröffnet werden. Die Museumsdirektion hat zwar alle Hebel in Bewegung gefeßt, um den schon vor längerer Zeit feftgefetten Eröffnungstermin einzuhalten, es gaben sich jedoch im legten Augenblick Schwierigkeiten in der Weise eingestellt, daß die Schränke zur Unterbringung der verschiedenen Sammlungen nicht pünktlich abgeliefert worden stad. Diese Schränke find den Sammlungen angepaßt und machen den betr. Firmen viel Arbeit, was bielleicht bei Uebernahme der Aufträge mit bestimmten Ablieferungstermin nicht entsprechend berücksichtigt worden ist. Die Verschiebung des Eröffnungstermins hat den Vorteil, daß die zoologische und mineralogische Sammlung völlig eingerichtet werden fann. Der historische Teil des Museums vielleicht der wichtigste dürfte bis zu einem späteren Termine ebenfalls fast völlig fertiggestellt sein.
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bedeutend gehoben.
sp. Sportliches.
ber, Saweine, Biegen,
München( Dauerrennen über 100 km) gewann Benáte usw. Der große he Dickentmann unter Aufstellung neuer Weltrekords ipright, ift Dienstag- Weit Windschutz auf seinem bewährten Brennaborrade.
Ulrichstein, 3. Septe
* Was ist die Zeitung? Was in unseca then einen großen Tag, wurde eingeweiht. Damer flor, auf den
Zeit die Preſſe bedeutet, das schildert Oskar Blumen " Frankfurter Zeitung" zu ihrem fünfzigsten Geburts thal treffend in einem Glückwunschgedicht, das er besten die zahlreichen tag widmete:
Die Zeitung... welch ein wunderlich Geschöpf! Geboren aus dem Hasten der Sekunde, Rasch eingeflüstert von der flieh'nden Stunde. Gekleidet in ein fnisterndes Gewand Und dennoch Herrscherin in Stadt und Land. Selbst wer sie schmäht, er kann sie nicht entbehren. Und bleibt sie lässig eines Tages aus, Dann ist es uns, als würd' es still im Haus, Wir brauchen diesen mittei samen Gast, Der uns mit leicht bewegter Plauderzunge Erzählt der Weltbegebenheiten Lauf Und alle bunten Nichtse dieser Erde.
Die Zeitung ist ein weitgeöffnet Fenster, Das uns die Welt in ihcer Breite zeigt Und in der Enge unsres armen Ich Die Blicke aufschließt für das All des Lebens, Die Zeitung ist der Zaubermantel Fausts, Der über Länder uns entführt und Meere Und alles, was die Mensten freut und schreckt, Algegenwärtig vor die Augen breitet, Vom Blizz bedient, der seinen Flug begleitet. wie Zeitung ist der große Wellenspiegel, Darin die Zeit ihr wechselnd Antlig schaut. Die Tage wandern mit den Fluten fort. Verschlungen wird die Stunde von der Stunde. Das Gestern wird vom Heute überauscht- Der Spiegel aber bleibt unwandelbar, Und feine Schminke, feine Mastenkunst Besteht vor seiner mitleidlosen Klarheit. Die Zeitung ist. Was ist die Zeitung nicht? Und wer's erfahren will in einem Wort, Der frage nur den grozen Philosophen, Der in der Mainstadt einst geatmet hat.
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ererstandenen Grundma b berishte, entge bergturm ist in Baf Meter hoch, er ist an da beliefen sich auf iberg Berein aus eigen Heft aus Staatsmitt von Herrn Kreisbo ifter war Herr Ha abend brannte ein Geb
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in die Lande leuchtete. en bengalisch beleuchtet. Ulrichstein, 3. Septe egers für den Kaminfeg bejegt werden. Nieder- Pfleiden. Ben 10 Uhr verschieb dab ttmeister a. D., In
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