Jein ihrer Handlungen haben und dafür die volle Verantwortlichkeit tragen und dem Geistes kranken, der finnlos- oft wie ein Tier spricht und handelt, gibt es eine breite Schicht von Menschen, die man mit dem zutreffenden Namen der Minderwertigkeiten bezeichnet hat. Entartete, die in der Aufregung oder unter frankhaften Einbildungen und Vorstellungen die Eindrüde des Lebens objektiv falsch, jubjektiv aber so darstellen, als ob sie aus ihrer tiefsten Ueberzeugung fämen. Der Begriff der Lüge schmilzt bei diesen Minderwertigen ein. Denn sie sehen die Welt in ihren frankhaften Antrieben anders und wissen als erregtere, leidenschaftliche Menschen diese Trugbilder eines entarteten Gehirns als Selbstgeschautes darzustellen.
Wir haben es in diesem Prozesse mit einer der seltsamsten und vielgestaltigsten Krankheiten zu tun, mit der Hysterie. Noch wissen wir nicht, worin das Wesen dieser Krankheit besteht. Aber ihre Erscheinungen werden immer besser beobachtet. Es ist ein Glüd, daß wir es gelernt haben, die Diagnose Hysterie" nicht ins Blaue hineinzustellen und daß eine sorgsame Beobachtung eine Fülle seelischer Verkehrt heiten feststellt, die die Diagnose sichern. Der berühmte Jrrenkliniker, Professor Kraepelin, hat das seltsame paradore Spiel der Charakteräußerungen der Minna Wagner analysiert: Ehrlichkeit bei ausgesprochener Verlogenheit, Humor neben Rachsucht, Fleiß neben der Lust am Vagabundieren. Und zu alledem ein Mangel an Selbstbeherrschung und die Neigung, allerlei unbedeutende Unpäßlichkeiten als schwere innere Verlegung hinzustellen. Dieser Typus von Hysterischen droht immer mit Selbstmord und führt auch Versuche dazu aus, freilich immer nur soweit, daß sie nicht dabei zugrunde gehen. So schwärmerisch oft ihre Liebesbezeugungen sind, so maßlos und alle Bande durchbrechend ist ihre Rachsucht. Es tann feinem Zeifel unterliegen, daß dieser Vergiftungsversuch mit Salzsäure von der Wagner selbst inszeniert wurde. Dafür spricht gerade die Quantität der Salzsäure. Ein Fremder, der ein Interesse daran hat, jemand ums Leben zu bringen, wird wahrscheinlich immer Mengen eines Giftes nehmen, die prompt den Zwed erfüllen. Es ist für eine Hysterische ganz charakteristisch, daß sie sich von dem Gifte nur soviel zufügt, um Beschwerden zu haben, niemals aber um den Tod zu finden. Bis зи welchen Manipulationen Hysterische greifen können, um die Aufmerksamkeit oder das Mitleid anderer auf sich zu lenten ein ganz besonderes Charakteristikum darauf hat neuerdings ein Chirurg aufmerksam gemacht. Ihm wurde eine Dame unter den Zeichen einer gefährlichen und widerlichen Krankheit vorgeführt. Er stellte die Diagnose einer Darmverschlingung, öffnete den Leib, fand aber nicht die geringste frankhafte Veränderung in den Därmen. Das Erbrechen aber ließ durch Wochen nicht nach und man stand vor einem Rätsel, weil die Darmverschlingung meist in wenigen Tagen tödlich endet bis die strengste Beobachtung das Geheimnis lüftete. Die Krante steckte sich das anscheinend Erbrochene in den Mund, um die Aerzte zu täuschen.
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Arm ihren vierjährigen, auf das Gleis gekommenen Sogn beim Einlaufen des Zuges zurückziehen, als alle drei von ber Lokomotive erfaßt, zurückgeschleudert und tödlich verletzt wurden.
† Entgleift. Am Mittwoch entgleiste in dem vom Butt städter Pferdemarkt zurückkehrenden Sonderzug auf der Haltestelle Stabtfulza ein Viehwagen. Mehrere Personen wurden berlegt, ein Reisender erlitt einen Oberschenkelbruch, ein zweiter eine Rippenquetschung.
† Sohe Automobilfahrer. Bei Lüchow in Hannover wurde vor furzem von einem Berliner Automobil der Arbeiter Riebor überfahren und tödlich verlegt. Der Kraftwagen, dessen Insassen das Unheil anrichteten, sauste in schnellster Fahrt davon, ohne daß sich die Automobilisten um den Verunglückten, dem der Kopf zermalmt war, fümmerten. Nunmehr ist es gelungen, die Urheber des Unfalles zu ermitteln. Das Automobil trägt die No. A. 2686 und ist Eigentum eines Charlottenburger Sanitätsrats. Ob dem Lenfer des Kraftwagens ein Verschulden trifft, wird das seitens des Staatsanwalts gegen ihn eingeleitete Strafverfahren ergeben.
† Der Uebeltäter auf See. Der bei Ostende gesunkene Argodampfer Hermann", dessen Besatzung von 23 Mann ertrunken ist, ist, wie jetzt festgestellt wurde, von dem in Bremen beheimateten Viermaster Veter Ridmers" überrannt worden. Dieses Schiff ist bei Thorton Ridge vor Anfer
gegangen.
† Lohnende Diebesbeute. In vergangener Nacht erbrachen Diebe den Geldschrank der Berliner Papier- Engros- Firma Salinger& Leppmann und entnahmen ihm 35 000 Mart bares Geld. Die Einbrecher scheinen ihren Raub in aller Ruhe erst gezählt zu haben, denn sie ließen einige Falsifikate, die sich unter den Geldstücken befanden, in der Kasse liegen. Sonst nahmen sie aber den letzten Pfennig mit. Von der Tätern fehlt bisher jede Spur.
Kranke, die zu solchen Handlungen fähig find, was macht denen Ehre und Leben ihres Nebenmenschen aus? Die tiefe Bedeutung des Heusler- Prozesses greift weit über die persön liche Rechtfertigung und Genugtuung des Opfers hinaus. Sie ist eine eindringliche Mahnung an alle diejenigen, in deren Hand Leben und die Ehre der Nebenmenschen gelegt ist. Und dazu sind nicht nur Richter, sondern durch die Geschworenengerichte auch Laien berufen. Je mehr wir das Seelenleben des Menschen erkennen, um so mehr drängt sich uns die Notwendigkeit auf, mit dem Begriff des" normalen Menschen" vorsichtig umzugehen. Die Aussagen sollen nicht als solche hingenommen werden, sie erhalten erst ihren Wert durch die seelische Struktur des Aussagenden. Und auch in allen den Fällen, in denen scheinbar nur gesunde Menschen sich über einen Vorgang geäußert haben, hat es sich heraus: gestellt, daß jeder Beobachter im Grunde etwas anderes ge sehen hat. Hat schon so der Wert der Zeugenaussagen durch die modernen psychologischen Untersuchungen eine starke Ein. schränkung erfahren, so dürfen wir es geradezu als einen fulturellen Fortschritt höchsten Grades bezeichnen, daß uns allmählich auct die Aeußerungen seelisch minderwertiger Menschen zur Vor: ficht zwingen. So hat auch dieser Prozeß gelehrt, daß wachsende Erkenntnis im letzten Grunde auch die Moral stützt. Nicht nur die Wissenschaft wird reicher, auch unsere moralischen Anschauungen, Wertungen und unsere fittliche Genugtuung werden gesteigert, wenn wir über die Anschauung„ Dei Mensch eine Maschine" emporsteigen zu der von dem vor wundersamen, einst unerklärlichen Trieben geleiteten Seelen leben, das keine Maschine ist. Die Freude an der Befreiung der Stiftsdame Elise von Heusler fonnte nur wachsen aus dem Siege der modernen, die ganze Größe und Schwierigkei des Problems erfassenden Frrenheilkunde.
Nab und Fern.
† Schwarze Pocken. In Styrum bei Mühlheim a. R ind die echten schwarzen Pocken an mehreren Personen ärzt ich festgestellt worden. Die nötigen Vorsichtsmaßregeln find jetroffen worden.
+ Ein Gemütsmensch. In Mülheim a. Rhein goß ein Einwohner nach einem Zwist mit seiner Frau den Inhalt einer Petroleumkanne über sie aus und zündete die mit Petroleum getränkten Kleider an. Die Frau erlitt schwere Brandwunden und wurde in hoffnungslosem Zustande in das Städtische Krankenhaus gebracht. Der rohe Ehegatte wurde verhaftet.
Bunte Cages- Chronik.
wie Heidelberg, Würzburg, Freiburg, München, Halle, Marburg und Straßburg Lehrstühle für Zahnheilkunde errichtet. An der zahnärztlichen Klinik zu Marburg wurden im legten Semester zirka 50 Studierende für Zahnheilkunde immatrikuliert. Auch die Studierenden der Medizin sind zahlreich Hörer in den Vorlesungen für Zahnheilkunde.
Charlottenburg, 1. November. Die Einwohnerzahl unserer Stadt hat jetzt eine Viertelmillion überstiegen. Charlottenburg zählt 250 300 Seelen.
Halle a. S., 1. November. Der Kleine Wuttig, dem von einem Wolfe beide Arme abgefressen wurden, ist gestorben.
in Ollober 1905
ier gegen 293 im G
Befuch im einzelnen mbab: 4486 Män 1146 Frau Bammenbäder: 1. Al 2. Al Braufebäber 1. Al. 2. Al. Dampf und Heißluft inner, 37 Frauen. Sir Berfonenwage w A von 6 Berfonen
X Eine Rembrandt- Ausstellung, veranstaltet bom evangelischen Arbeiterverein Gießen, findet rächsten Sonntag im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde, Liebigstraße Nr. 56, statt. Sie ist geöffnet von 11 Uhr vormittags his 6 Uhr abends. Um 22 Uhr wird ein Vortrag von Prof. Dr. Sauer in Verbindung mit Klavier- und Harmoniumspiel, dargeboten von Rentamtmann Schäfer und Dirigenten Gernhardt, gehalten werden. Jedermann hat freien Zutritt.
Leipzig, 1. November. Die hiesige Polizei verhaftete den Handelsmann Schädlich, der angeklagt ist, an seiner Frau einen Mordversuch begangen zu haben, indem er sie aus der Wohnung in den Hof stürzte.
† Ein Aerzteskandal beschäftigt gegenwärtig das Ehren Jericht in Worms. Dort hatte der Fuhrmann Jacob Seiler zachts Hülfe für seine Frau erbeten, da diese sich beim Schlafengehen eine Vene aufgestoßen hatte und Verblutungs. gefahr vorlag, wurde aber von fünf Aerzten abgewiesen Einer der Herren äußerte: Wenn die Leute sagen, daß die Frau tot sei, da hat es feinen Wert, daß ich mit Ihnen gehe Sehen Sie..m Armenarzt." Dieser Mann endlich wai feiner Pflicht bewußt, und erschien augenblicklich am Kranken lager, aber die arme Frau war tot. Alle Wiederbelebungs versuche waren nußlos. Fuhrmann Seiler gibt durch die Beitung die Namen der fünf Aerzte bekannt, an die er fick pergeblich gewendet habe. Der Fall erregt ungeheures Aufiehen und wird doppelt peinlich dadurch, daß die An gelegenheit auch in die Kreise der Ehrengerichtsmitglieder pineingreifen soll.
Oppeln, 1. November. Auf dem Güterbahnhof erfolgte ein Zusammenstoß zweier Rangierzüge, wobei ein Rangierer getötet wurde.
† Der Winter naht. Im Bayerischen und Böhmerwalde t starker Schneefall eingetreten. Mehrfach liegt der Schnee bereits zwei Fuß hoch, dazu sank die Luftwärme unJemein rasch.
** Die„ Contentia" zu Gießen gibt am Samstag, dem 3. November in Steins Garten ein Wintervergnügen mit Ball, zu dem ein hübsches Programm aufgestellt ist.
Schladern, 1. November. Ein Schornsteinfegermeister wurde von einem Mann unter Bedrohung mit einem Revolver gezwungen, seine Geldbörse herauszugeben. Als der Räuber das Geld und den Revolver einsteckte, schlug ihn der Schornsteinfeger mit einer Kugel nieder, so daß er tot auf dem Blaze blieb. Die Polizei fand bei der Leiche eine Anzahl Dietriche und verschiedene Mordinstrumente.
Bern, 1. November. Gegenwärtig finden Verhandlungen statt mit einer hiesigen Gesellschaft für die nötigen Arbeiten zur Erbauung eines zweiten Simplontunnels. Die Arbeiten sollen fünf Jahre dauern.
+ Abgebranntes Dorf. Das Dorf Ravenstein in Pommern Das wurde von einer großen Feuers brunst heimgesucht. Feuer fam vormittags in der Brauerei der föniglichen Domäne us und äscherte in wenigen Stunden 24 Gehöfte ein. Eine Frau und zwei Kinder werden vermißt und find wahrscheinlich n den Flammen umgekommen.
† Ein entsetzlicher Unfall ereignete sich auf dem Bahnjofe Jübek. Eine Frau wollte mit einem Säugling auf dem
* Arbeits nachweis. Am 31. Oftober fand, der " Darmft. 8tg." zufolge, auf Einladung Großh. Minifteriums des Innern, zu Darmstadt im Sigungssaal der Großh. Zentralftelle für die Gerwerbe eine Besprechung über einige, die Organisation des Arbeitsnachweises berührende Fragen statt. An der Konferenz nahmen außer Beamten der genannten Minifterialabteilung Vertreter derjenigen Kreise, Städte und Landgemeinden teil, in denen bereits Arbeitsnachweis stellen bestehen. Die Besprechung führte zu dem Ergebnis, daß man mit Rücksicht auf die geographischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Großherzogtums bis auf weiteres davon absehen solle, einen alle hessischen Arbeitsnachweisstellen umfassenden Landesverband zu gründen, und daß man daher auch vorläufig einen Anschluß an den süd. deutschen Arbeitsnachweisverband, der Elsaß- Lothringen, Baden und Württemberg umfaßt, nicht als zweckmäßig anerfennen fönne. Es sollen die Versuche abgewartet werden, die in dem Rhein- Main- Verband, dem fast alle hessischen Arbeitsnachweisstellen angehören, demnächst mit den Einrichtungen des genannten süddeutschen Verbandes gemacht werden.
Stockholm, 1. November. Auf dem Mälarsee hat heute nacht ein Zusammenstoß des Dampfers Transit" mit dem Schleppdamper Ferm", beide aus Stockholm, stattgefunden. Der Ferm" ist gesunken; fünf Mann der Besatzung sind ertrunken.
Nizza, 31. Oktober. Durch plötzlichen starken landeinwärts wehenden Wind trat hier das Meer über die Kaimauern. Die Promenade des Anglais und verschiedene andere Straßen und Plätze wurden überschwemmt; es wurde beträchtlicher Schaden angerichtet.
St. Raphael, 1. November. Ein heftiger Sturm hat gestern abend an den Hafendämmen großen Schaden an= gerichtet und den Verlust von drei Handelsschiffen und mehreren Fischerfahrzeugen herbeigeführt.
Newyork, 1. November. Buffalo Bill ist mit seiner Gesellschaft in Sicherheit. Voraussichtlich wird nun bald ein neuer Band seiner Memoiren erscheinen.
Montreal( Kanada), 1. November. Ein Deutscher namens Karl Cremer hat hier Waren im Werte von 14 Million Mark erschwindelt unter dem Vorgeben, er sei deutscher Offizier und befize großes Vermögen.
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Lindenftruth.& fingen die Kleider e ife rechtzeitig burd Aus dem Kreise g, den 4. Rov., w Bewerbevereine un Bunfels ftattfinden. Aus dem Vogelsb ide Erscheinung, daß Fiches die Wildbr rub genau auf ber e. flanden, ale bas ge eingefauft wurde. Sigern mit 2,80 Mt. Fund Rebfleisch mit Waldbretpreifes läßt fi bem Lande faft gar te in in die Städte geb n angefichts ber ho Sheets im Verein mit f den weiß. Von In Den Epeifewirtschafte rend ihrem billigen reinlich nicht! Dann Befchäft gemacht wer Ober- Ohmen, 1. No im Orte gehörigen Ra unter der Drohung, d rob berabfolgt wird beer Drohung nic hany wirklich auszufüh hen herbeigerufe d gefährlichen Bu Busbach, 1. Nov. Benflügel am S lift bis zum näch Brgrößerung der Anf Don Beamten ist geerfest, recht bald mi beginnen. Seith delberg gemeinsam mit fehende evangelische S Militar Bachkommando Mod eine bedeutende eftatt. Am 1. ari Bewachung all Suse it dies schon fangenenauffebern i
* Der Verfasser des Gesuchs. Der Bezirksfeldwebel Scherb aus Hungen hat im August d. J. auf Drängen einer Frau aus Eichelsdorf, deren Sohn bei dem Inf. Rgt 168 eingezogen war, aber angeblich den Dienst nicht vertragen fonnte, im Namen des Vaters an das Regimentskommando ein Gesuch angefertigt, in dem unter Bezugnahme auf den Tod des ältesten Sohnes, der beim Militär erfolgt ist, um die Freigabe des jüngsten Sohnes ersucht wird. Im Falle man den Wunsche nicht erfülle, werde er, der Vater, auch in anderer Beziehung vorgehen. Damit gemeint war die Klage gegen einen Unteroffizier, der angeblich den Sohn mißhandelt haben sollte, eine Sache, die sich aber als harmlos herausstellte. Sch. soll sich aber durch Abfassen der Eingobe einer Achtungsverlegung gegenüber dem Regimentskommando schuldig gemacht haben und war daher von dem Standgericht zu 18 Tagen gelinden Arrest verurteilt worden, von denen 15 durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt gelten. In der Berufungsverhandlung vor dem Kriegsgericht der 25. Division erklärte Sch., daß er nur als Beauftragter der Frau M. das niedergeschrieben habe, was die Frau ihm mitteilte, dienstlich habe er mit der Sache nichts zu tun haben wollen. Der Ver teidiger wies darauf hin, daß der Angeklagte das Gesuch weder unterschrieben, noch beim Regiment direkt eingereicht habe, er fomme also weder als Mittäter noch als Beihelfer in Frage. Die Berufung wurde verworfen.
** Der Großherzog hat den Gerichtsassessor Albert Hoffmann aus Schlitz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Höchst, mit Wirkung vom 11. November
ernannt.
** Der Großherzog hat genehmigt, daß wegen des am 25. b. Mts. stattfindenden Totenfestes die Feier seines Geburtsfestes, und zwar auch die firchliche evangelische und katholische, am Samstag, dem 24. November, begangen
werde.
* Genossenschafts- Brauerei. Die Frankfurter Genossenschaftsbrauerei zeigt ihre Eröffnung an und beginnt mit dem Ausstoß ihres Bier 8. Ihre Entstehung ist auf den Bierkrieg zurückzuführen. Die Frankfurter Flaschenbierhändler ergriffen damals die Initiative und es will etwas Fabritbetrieb so rasch modernisieren und vergrößern fonnte, heißen, daß das junge Unternehmen den früheren Baderschen daß jezt schon die neue Bier quelle fließt.
* Das Großherzogliche Paar unternahm Mittwoch eine gemeinsame Ausfahrt. Nachmittags besuchte der Nachmittags besuchte der Großherzog das neue Landesmuseum. * Auch an unserer Landes universität werden Vorlesungen über Musik abgehalten: der Großh. Universitäts. Musikdirektor Trautmann hält neben den Vorlesungen über Musiktheorie und praktische Uebungen seit Jahren all. gemeinverständliche Vorlesungen aus der Musikgeschichte oder über einzelne Romponisten, die auch von Nichtstudierenden viel besucht werden. Für dieses Semester ist, Franz Schubert und seine Werte mit Beispielen am Klavier" angefündigt.
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Ja
* Hessische Landesausstellung 1908. der letzten Sigung des Kunstausschusses wurde das sehr erfreuliche Ergebnis der bisherigen Anmeldungen zur Be schickung der Ausstellung bekannt gegeben. Die Anmeldungen verteilen sich so ziemlich auf das gesamte Gebiet der freien und der angewandten Künste. Besonders rege ist die Beteiligung der Möbelindustrie, der Buchdruckerei, der Töpferei, und des Klavierbaues. Vom Kunstausschuß wird demnächst die Arbeit in gesonderten Gruppen für die einzelnen Ausftellungsgegenstände in Angriff genommen werden. Gewerbetreibenden mag es dabei wichtig zu wissen sein, daß der Kunstausschuß auf Verlangen Künstler für die Herstellung der etwa gewünschten Entwürfe nachweist. Die Errichtung eines Obenwald Hauses und eines oberhessischen Hauses und einiger vorbildlicher Arbeiterwohnhäuser ist in ernste Erwägung gezogen.
* Zahnärztliches Institut in Gießen. Der Verein hessischer Zahnärzte" hat eine Eingabe an die Zweite Kammer der Stände gerichtet, in welcher die Errichtung eines zahnärztlichen Instituts aus Anlaß des 300jährigen Jubiläums der Landesuniversität Gießen beantragt wird. In den letzten Jahren haben die meisten deutschen Universitäten,
* Beneibenswerte Bürger. In ganz Deutschland dürfte es wohl faum eine zweite Gemeinde geben, die ihren Bürgern gleich große Vorteile bietet wie das kleine, gar herrlich im Maintale zwischen Spessart und Odenwald ge gene Stäbtchen Klingenberg. Die Gemeinde besitzt ein Bergwerk von ungeheurer Ausdehnung, in welchem ein feuerfester Ton gegraben wird, der weithin übers Meer versandt wird und der Gemeinde alljährlich viele Hunderttausende ab wirft. Die Gemeinde sieht sich infolgedessen in die angenehme Lage versetzt, ihren ca. 500 Bürgern nicht nur alle Vorzüge des modernen Fortschritts, wie Elektrizität, Schulen, Schlachthaus usw. völlig fostenlos zu bieten, ohne jede Steuererhebung, sondern zahlt auch alljährlich jedem Bürger eine Barsumme aus. In diesen Tagen erhielt ein jeder bare 400 t. ausgezahlt. Zum Gauturnfest hes Gaues Hissen trifft der Turnvereim Bad Nauhe im als Feitgeber schon jezt Anstalten. So hat er sich hinter der fatbulischen Kirche einen Festpla von 8 Morgen 20 000 qm gfichert. ** Gießener Volts bad. Im Oftbr. wurden ber abreicht 9112 Bäder gegen 8802 im Septór. 1906 und
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