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rühmten Bezirk von Bendigo gibt es 8 Vergiverfe, die scho über 900 Meter und 14, die über 750 Meter hinabgehen In der Bictoria- Mine sinkt ein Schacht bis 1050 Meter cin anderer in der Lazarus- Mine bis 1017 Meter. Jahr 1905 wurde in einem Bergwerf, das gegenwärtig da! tiefste in der ganzen Welt überhaupt sein soll, aus 1267 Me tern unter der Erdoberfläche Gold hervorgeholt. Der Ab bau von golbhaltigem Schwemmsand vollzieht sich dagegen fast immer in der Nähe der Oberfläche. In Victoria werder im Sande Goldflumden bis zu 30 Pfund Geiricht gefun de: 1, ferner wird Gold auch dura Fischen in Strönten mii goldhaltigem Bett gewonnen. Die Hauptmasse des austra lischen Goldes wird aber aus Quarzriffen direkt gezogen. Die reichsten Felder in Victoria sind die von Bendigo und Ballarat, die jetzt schon ein halbes Jahrhundert ununterbrochen bearbeitet werden. ohne Anzeichen einer Erschöpfung zu zeign. Dort find 25 000 Arbeiter tätig n Queensland ist der Bezirk von Charters Towers der eigentliche Mittelpunkt der Goldindustrie, der immerhin noch nicht 10 000 Menschen beschäftigt. n Pen- Südwales liegt die miditiaite Mine beim Berge Boppy Fei Cobar, die sich erst foerbältnismäßig furzer Zeit entwickelt bet und ein superordentlich reiches Erz Fefcrt. In den letzten Gab.
hat Weſtaustralien den ersten Mang unter den autre Tischen Staaten in der Goldproduktion eingenommen, und der dortige Jahresertrag ist noch in dauernder Zunahme begriffen Die Minen des Ost Coolgardie- Feldes sind die reichsten Goldlager der Welt.
Das Haus der Duma.
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Der Sigungssaal der russischen Volksvertreter. Da Rußland num einmal eine Art von Barlament erhalten soll, sieht man sich in Petersburg nach einem passen. den Versammlungslokal um. Man hat gefunden, daß das Taurische Palais sich am besten zur Aufnahme der Abgeordneten eignen würde.
Das Taurische Palais ist von einer besonderen Kommission unter dem Präsidium des Reichssekretärs Baron Uerfüll von Gyldenbandt eingehend besichtigt worden; es sollte festgestellt werden, ob sich der Palast als Sibungslokal der Reichsduma eigne. Die Besichtigung führte zu einem positiven Ergebnis, und Baron Uerfüll ist die Aufgabe geworden, das Palais durch Vornahme von Umbanten seinem besonderen Zweck anzupassen. Die Würfel sind also gefallen: über das Schicksal eines historischen Bauwerkes ist endgültig entschieden worden.
In den Kreisen der Petersburger Gesellschaft ist man nicht besonders einverstanden mit der Wahl. Besonders einige kunstbegeisterte Stimmen werden laut in mancherlei wehmütigen Betrachtungen. So wird darauf hingewiesen, wie herrlich das Taurische Palais einst als Wintergarten gewesen. Einst amüsierte sich dort die große Katharina"; das Palais lag außerhalb der Stadt, seine Terrassen wurden von der Newa bespült. Ringsum ein bezaubernder Park, in dem jest fast zu allen Jahreszeiten eine märchenhafte Stille herrscht. Nirgends hat das Leben Katharinas so tief eingegrabene Spuren zurückgelassen, wie in diesen falten Sälen, die so wenig für das rauhe Klima der nordischen Residenz zu passen scheinen. Der ganze Palast ist eine Laune, der Einfall eines„ faulen Giganten". Die Präsidententribüne ist unter dem Bildnis der Kaiserin Katharina zu errichten. Neben dem Bildnis Tschesmenskis
soll sich die Ministertribüne erheben und neben dem Bildnis des schönen Grigori Orlow die Journalistentribüne. So disponiert die Kommission über die geweihten Räume In diesem Zusammenfallen liegt etwas Symbolisches.
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Ein Mäcenas weist darauf hin, wie wenig angebracht es sei, die Volkstribunen im Taurischen Palast zu versammeln. ,, Was haben," sagt er, die glänzenden Bälle des Fürsten von Taurien mit der großen Sache einer Volksvertretung gemein? Jetzt ist der Palast ein Anachronismus, ein Kirch hof, eine seltene Reliquie, ein Blatt aus der russischen Ge schichte. Man kann den Palast den zukünftigen Zwecken an passen was kann man bei uns in Rußland nicht„ an passen"!, umbauen, aber nicht neu erstehen lassen. Doc der Palast soll nur temporär neuen Zwecken angepaẞt werden; trotzdem nimmt man nicht Anstand, ihn für ewig zu berändern. Im übrigen begreife ich nicht, ob eine„, An passung" möglich ist. Im Winter ist es zu falt, um dort zu wohnen an Stelle der einstigen Prachtdielen Asphalt und Sand. Als ich zum erstenmal den Palast sah, zweifelte ich daran, ob dort auch nur eine Ausstellung beranſtaltet werden könnte. Keine Wände, Säulen und Fenster bis zur Oberlage ein überdachter freier Plazz. Noch eins, und das ist keine Kleinigkeit: schon wenn nur zwei Menschen mit einander sprechen, hallt es gewaltig wider. Wie wird es erst sein, wenn Hunderte miteinander sprechen, von denen man nicht annehmen kann, daß sie flüstern werden! Und dann die Teilung der gewaltigen Räume in Zellen für pro fane Kanzleien. Es gibt nichts weniger Temporäres", ale die Säle des Taurischen Palastes und die Tribünen der Volksvertretung warum das Unvereinbare vereinen? Hierin liegt eine zweifache Nichtachtung: einmal dem histo rischen Denkmal der Vergangenheit und dann dem historischen Moment der Gegenwart gegenüber."
Es ist nicht anzunehmen, das russische Volk werde sich sehr bekümmern um solche Klagen. Für ihn ist die Tatsache wesentlicher, endlich einmal die Stimme erheben zu dürfen bei der Beratung über sein eigenes Geschick, obwohl es nicht ausgeschlossen ist, daß die ganze mit so vielen Worten ins Leben gerufene Reichsduma ein Schlag ins Wasser bleibt. Die Frage ist wichtig, unendlich wichtiger als die Erinnerung an die Zeiten einer sogenannten großen Katharina und eines Potemkin. Sie können ruhig vergessen werden samt ihren recht zweifelhaften Kunstschöpfungen.
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Vermischtes.
Ein Jubiläum am unrechten Ort. Einem Siebzigjährigen, der niemals einen Tropfen Alkohol zu sich genommen hatte, wurde von den Abstinenten eine große Ehrung zuteil. Bei der Feier erzählte der Jubilar, daß er einen um fü.if Jahre älteren Bruder habe. Gleich wollten bie Festfeiernden auch ihm zu seinem Ehrentag gratulieren. Aber der Jubilar riet davon cb mit den Worten: Ich fürchte, das ist nichts für Sie, denn der Kerl trinkt ganz furchtbar!"
Ein Dorf anf der Reise. Der Ort Oberndorf an der Salzach in Bayern wird gegenwärtig von seinen gesamten Einwohnern verlassen. Die Auswanderer müssen ihren Heimatort verlassen, weil dieser in absehbarer Zeit dem Untergang durch eventuell eintretendes Hochwasser geweiht ist. Sie werden sich in der Nähe ansiedeln und eine vollständig neue Ortschaft mit neuen Häusern gründen.
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Betr.: Den Erlaß von Unfallverhütungsvor. OG000066QGXQ0000000 Q schriften für landwirtschaftliche Maschinen and landwirtschaftliche Nebenbetriebe. Bekanntmachung.
Nachstehende Bekanntmachung der land: und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt, welche für Inhaber von landwirtschaftlic en Betrieben, von Brennereien, Molkereien, Steinbrüchen, Ziegeleien und Mehl- und Delmühlen von ganz bedeutender Wichtigkeit ist, bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis unter Hinweis darauf, daß die betreffenden Unfallverhütungsvorschriften bei uns zur Einsicht offen liegen.
Gießen, den 22. Oftober 1905.
Großh. Bolizeiamt Gießen.
Herberg.
Bekanntmachung.
Von der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen sind durch Beschluß der Genossenschaftsversammlung vom 19. Dezember v. J8. und mit Genehmigung Großh. Landesversicherungsamts vom 2. Januar 1. J8. Unfallverbütungsvorschriften für landwirtschaftliche Maschinen, sowie für landwirtschaftliche Nebenbetriebe und zwar:
1. Brennerei, Molkeret- und Stärkebereltungsbetriebe,
2. Ziegeleien Gräbe eten über Tage und Torfgräbereten, 3. Steinbrüche,
4. Mahl- und Delmühlen
erlassen worden, welche am 1. Januar 1906 in Kraft treten.
Diese Vorschriften- von denen je ein Exemplar den in Be= tracht kommenden Betriebsunternehmern bereits zugestellt wo den ft- liegen bei den Gro zh. Bürgermeistereien und den Herrn Vertrauensmännern dauernd zu Jedermanns Einsicht offen und können gegen portofreie Einsendung von 20 Pfg. für das Exemplar von bem Vorstand der Berufsgenossenschaft bezogen werden.
Wir empfehlen den Betriebsunternehmern und Betriebsleitern genaue Befolgung der angeordneten Schußmaßregeln und bemerken schon jetzt, daß alsbald nach dem Inkrafttreten der Vorschriften durch den technischen Aufsichtsbeamten der Berufsgenossenschaft Revisionen in den in Frage kommenden Betrieben vorgenommen und Ermittlungen an Ort und St lle darüber angestellt werden, ob die vorgeschriebenen Schußvorrichtungen angebracht sind und die zur Sicherheit des Betriebes dienenden Vorschriften befolgt werden. Gemäß§ 126 des Unfallversicherungsgesetzes für Land- und Forstwirtschaft sind die Betriebsunternehmer verpflichtet, den als folchen legitimierten technischen Aufsichtsbeamten der Genossenschaft auf Erfordern den Zutritt zu ihren Betriebsstätten während der Betriebs eit zu gestatten und können hierzu auf Antrag der Auffichtsbeamten von dem zuständigen Großh. Kreisamt durch Geldftrafen bis zu 300 Mt. angehalten werden.
Genossenschaftsmitglieder, welche den Unfallverhütungs- Vorschriften zuwiderhandeln, können mit einer Geldstrafe bis zu 1000 Mt. oder mit Zuschlägen bis zum doppelten Betrage ihrer Beiträge belegt werden.
Versicherte Personen fönnen im Falle der Zuwiderhandlung mit einer Geldstrafe bis zu 6 Mark belegt werden.
Darmstadt, ben 4. Oftober 1905.
Der Borstand
der land- and forstwirtschaftlichen Berufsgenossens schaft für das Großherzogtum Hessen.
gez.: Rach, Regierungsrat.
Keine Trunksucht mehr.
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Stenographen vor 1500 Jahren. Wie wissenschaftliche Forschungen ergeben, hat schon zu den Zeiten des Kirchenbaters Augustinus auf dem Konzil von Karthago ein stenographisches Bureau in Wirksamkeit gestanden. Acht Vertreter der Kurzschrift nahmen die Verhandlungen wörtlic auf und verfuhren dabei ganz nach Art der heutigen Parla ments- Stenogrophie. Ein Turnus von Stenographen schrieb zunächst die Reden nach; war eine bestimmte Anzahl von Wachstafeln beschrieben, so erfolgte die Ablösung durch einen neuen Turnus. Die abgelösten Stenographen übertrugen in cinem andern Raume ihre Stenogramme aus Blätter in gewöhnlicher Schrift. Nach Schluß der Sitzung wurden die lebertragungen den Bischöfen, die die Reden gehalten hatten, zur Durchsicht vorgelegt. War diese er folgt, so besorgten kaiserliche Sekretäre die Reinschrift. Tie sem Vorgehen verdanken wir es, daß wir die vor fast 1500 Jahren gehaltenen Reden heute in vollem Wortlaute be ſizen. Der betrogene Abgeordnete. Die neuesten KongoGfandalaffären haben in Paris zu einem eigenartigen Be iruge herhalten müssen. Bei einem Abgeordneten erschien ein Neger, der ihm die Haut eines Verwandten zum Kaus anbet, der angeblich am Kongo zu Tode gefoltert sei. Man einigte sich auf 500 Francs als Kaufpreis. Bald daraus mußte der Deputierte sehen, daß er einem Gauner zum Opfer gefallen war. Tenn die vermeintliche Haut des Ne. gers erivies sich als das Fell eines Schweines.
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Alles streift. Unter Umständen auch Kapellmeister. So haben die Hagenauer Militärkapellmeister beschlossen, wegen der vom Armenrat veranlaßten Erhöhung der Armen. Steuer auf Konzerte, Tanz u. s. w. bis auf weiteres keine öffentlichen Konzerte u. s. w. zu veranstalten.
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Runde Häuser sind die neueste Mode in der englischen Architektur. Das erste Haus dieser Art ist für Mr. Barber Starfer in Knock Channof, Schottland, gebaut worden. E sieht angeblich gar nicht häßlich aus, ist durch Erkerfenster und bedeckte Hallen verschönert und bietet ein sehr ange nehmes Wohnen. Trotzdem hoffen wir, daß diese Neuerung bei uns nicht so bald Nachahmung finden werde.
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Gold in der Kehle hat die amerikanische Sängerin Lilian Blanvelt. Sie hat dieser Tage einen Vertrag unterzeichnet, der ihr eine wöchentliche Gage von 8000 Mart, und zwar für 42 Wochen im Jahr, sichert. Da der Vertrag auf sechs Jahre läuft, wird die Sängerin nach Ablauf dieser Beit 2016 000 Mark verdient haben.
Eine Selbstversteigerung zugunsten ihrer Mutter hat in Pennsylvanien ein junges Mädchen durchgeführt. Maud Kassuf, das schönste Mädchen der syrischen Siedelung im westlichen Bennsylvanien, hatte so viele Bewerber, daß sie sich schließlich entschloß, sich selbst zu versteigern und dem Meistbietenden, der die Kaufsumme an ihre alte Mutter auszuzahlen hatte, sobald dies geschehen war, ihre Hand zu reichen. Die Versteigerung wurde in der vorigen Woche in der Stadt Dubois vollzogen. Charles Hazey, der Hauptteilhaber in einer großen Zuckerfabrik in Altona, fand, als er schon glaubte, den Preis errungen zu haben, einen jungen Syrier aus der Heimatstadt der Braut als seinen Mitwerber. Die Angebote stiegen rasch bis auf 5000 Dollar. Hazey bot dann 6000 Dollar, und zu diesem Preise wurde ihm das Mädchen zugeschlagen. Er zahlte sofort den Betrag bar an die Mutter aus, und eine Stunde später wurde die Trauung vollzogen.
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Hammstraße zwischen Unterführung bei Geilfuß und dem Güterbahnhof von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt.
Gießen, den 26. Oftober 1905.
Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg.
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Fe liegt ficher
HAUSLICHEN
HERD
bringen können, weil mid allemal, wenn ich mich zwei- oder
dreimal
daß ich ni rumgedreht hatte, ein folcher Schwindel befiel,
weiter fonnte.
Doch was foll die Frage?" ist schlimm, daß Eure Majestät nicht walzen fönnen,"
ben Geschmad ihrer Landsmanninnen teilt und feinen anMajestät habe
einen auf diesen Tanz, und da die Kaiserin ganz
Nr. 253.
Samstag, ben 28. ftober
ssische
Familienze
1905.


