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Nr. 196.

Batortionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Ober­Ben, bie Kreise Wehlar unb Marburg 10 Pfg. fenft 15 Bfg. Steflamen bie Petitzetle 30 refp. 40 fg.

Rabattion u. Haupterpebition: Gießen, Gettersweg 88. Serufprechenfchluk r. 868.

Dienstaa, den 22. August 1905.

Gießener

14. Jahrgang

Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Vor der Entscheidung.

Die Verhandlungen in Portsmouth sind auf dem toten Bunft angelangt. Sie sollen zwar heute wieder eröffnet werden, aber wenn bisher die Frage nach Krieg oder Frie­den schon nicht beantwortet konnte, so ist sie augenblicklich unklarer denn je.

Pessimistische Aeußerungen Wittes.

Einem Korrespondenten des Matin" gegenüber äußerte fich am Sonntag Minister Witte ziemlich hoffnungslos. Bei der großen Meinungsverschiedenheit zwischyn Rußland und Japan über die Kriegsentschädigung und die Abtretung Sachalins sei eine Verständigung fast ausgeschlossen. Die japanischen Forderungen seien nicht allein ungerecht, sondern auch beschimpfend. Wenn Japan die Kriegsentschädigung und den Anspruch auf Sachalin nicht fallen lasse, sei jede Aussicht auf den Frieden verloren. Man kann nun freilich annehmen, daß diese Auslassungen des russischen Ministers zum Teil auch für japanische Ohren bestimmt sind, um gegebenenfalls eine vermehrte Willsäh­rigkeit bei diesen zu veranlassen. Ob damit allerdings etwas erzielt wird, ist sehr fraglich.

Die Stimmung in Japan.

Die öffentliche Meinung in Japan verlangt mit aller Entschiedenheit rücksichtsloses Bcharren bei den ausgestellten Bedingungen. Ein Mitglied der japanischen Mission er­flärte, wenn Rußland bezüglich Sachalins nicht nachgebe, sei der Bruch unvermeidlich, das verlange das japanische Volk einmütig.

Ministerrat in Tokio hielt unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Grafen Katsura eine lange Beratung ab, die bis 1 Uhr mittags dauerte. In der Situng wurde über die Bedingungen des Friedensschlusses beraten. Man ist in Japan etwas verstimmt, namentlich über die rege Ein­mischung des Präsidenten Roosevelt. Es herrscht die Be­fürchtung, durch den Druck der neutralen Mächte um den Siegespreis gebracht zu werden.

Die Haltung Dentschlands.

Für die deutsche Reichsregierung trifft diese japanische Befürchtung jedenfalls nicht zu. So erfahren wir von unter­richteter diplomatischer Seite über die in den maßgebenden deutschen Regierungsfreisen herrschende Anschauung:

Die Bemühungen des Präsidenten Roosevelt sind mit herzlichem Eifer darauf gerichtet, in dem jetzigen kritischen Zeitpunkt dahin zu wirken, daß die Friedensverhandlun­gen in Newcastle nicht abgebrochen, sondern fortgesetzt werden. In diesen Bemühungen sind alle neutralen Mächte den Präsidenten Roosevelt zu unterstützen be­flissen. Deutschland wünscht im allgemeinen Interesse, daß der Friedensschluß zustande kommt, ist aber weit da­von entfernt, Rußland etwa die Annahme einer lästigen oder gar demütigenden Bedingung anzuraten. Ebenso­wenig fann Deutschland auf Japan eine Einwirkung da­hin versuchen, daß es von einer Bedingung Abstand neh­men oder sie mildere. Für den Frieden tritt Deutschland ein, nicht für die Friedensbedingungen, die es als aus­schließliches Internum Japans und Rußlands betrachtet. Ein Schiedsgericht.

Neuerdings nimmt man vielfach an, daß von Präsident Roosevelt bei dem russischen Delegierten Baron von Rosen in der Hauptsache ein Schiedsgericht angeregt wurde. Es ist nicht bekannt, ob Roosevelt dieses Schiedsgericht für die Entscheidung aller Artikel in Vorschlag gebracht hat, aber man hält es für wahrscheinlich, daß ihm nur die Frage der Kriegs­entschädigung oder diese nebst der Abtretung von Sachalin unterbreitet werden soll.

Auf dem Kriegsschauplat

zeigt sich wieder erhöhte Tätigkeit. Trop heftiger Regengüsse gingen die Japaner in Nordkorea vor; die Russen gaben ihre Verteidigungswerke auf, wurden, nachdem sie den Tu­menfluß überschritten, nach Norden zurückgedrängt und zer­ftörten die Brücken. Allem Anschein nach stehen jetzt keine Russen mehe südlich vom Tumen.

Der Kommandant des nach Samtschatta entsandten ja­panischen Geschwaders berichtet, daß er am 13. d. M. im Hafen von Petropawlowst das russische Transportschiff Australia" aufgebracht hat.

Wie aus Petersburg gemeldet wird, haben drei russische Offiziere, welche unter großen Beschwerden von Sachalin nach dem Festland gelangt sind, berichtet, daß eine russische Abteilung im Innern Sachalins einen schwer erreichbaren Punkt einnehme und von Sträflingen unterstützt werde.

Hat Russland eine Verfaffung? ( Ein Stimmungsbild aus Peters burg.)

Haben wir nun eine Verfassung, oder haben wir sie, trotz Barenmanifest und Zarenduma, noch immer nicht? Wenn man Verfassung als die tatsächliche Machtverteilung im Lande definiert, so haben wir freilich eine Verfassung. Aber

das kann der Sinn jener Frage nicht sein. Man versteht unter Verfassung eine Staatseinrichtung, die das Volk an Gesetzgebung und Verwaltung durch gewählte Vertreter teilnehmen läßt; und es ist nicht ganz klar, ob die Berufung einer Reichs- Duma unter Aufrechterhaltung des selbstherr­scherlichen Regiments die Einführung einer Verfassung dar­stellt und nicht vielmehr einen neuen, bloß dekorativen Auf­putz des alten autokratischen Gewandes. Die Verkündung des Manifests und der Verordnung über die Zaren- Duma hat verblüfft. Man verstand die Worte nicht recht. Die Aus führlichkeit war groß, aber die Deutlichkeit ließ zu wünschen übrig. Die Kommentare der Petersburger Zeitungen än­derten nichts an diesem unerfreulichen Zustand. Daß die einen Hymnen auf den Zaren und sein väterliches Gnaden­geschenf anstimmten, war fein Beweis für die Trefflichkeit des Dargebotenen; ebensowenig hatte die Kritik der anderen, die an dem Entwurf kein gutes Haar ließen-- augenblick­lich dürfen die hauptstädtischen und sogar die Provinzzeitun gen sich radikal gebärden überzeugende Kraft. Die Pe tersburger Blätter erkannten das selbst, und taten, was sie in solchen Fällen immer tun: sie fragten das Ausland. Die Telegraphenagenturen ließen sich aus Berlin und Wien, aus Paris und London die Ansichten der dortigen Zeitungen berichten. Spaltenlange Telegramme tamen, und nun hatte man die Auswahl unter dem reichsten Assortiment von Meinungen. Eine Morgenröte, eine aufgehende Sonne, ein strahlendes Gestirn wurde die Verfassung genannt, eine Großtat des Zaren, der zum Wohltäter seines Volkes ge­worden und Rußland in die Reihe der zivilisierten Staaten gehoben habe. Dann wieder hieß die Verfassung der Anfang cines so groß wie vorsichtig angelegten Reformwerkes. Der Anfang sei zwar schüchtern, aber die Entwickelung unauf­haltsam. Die westeuropäischen Muster seien nicht nachge­ahmt, aber als Anlehnung benutzt. Die Betonung der Bei­behaltung des autokratischen Prinzips dürfe nur als eine Konzession an eine jetzt überwundene und nur noch der Ver­gangenheit angehörige Anschauung angesehen werden. Eine Ironie des Schicksals habe Pobjedonoszew, den Träger der Idee des selbstherrscherlichen Regiments, zu dessen Toten­gräber bestellt. Freilich gäbe es noch harte Arbeit, um in die Wirklichkeit überzuführen, was im Augenblick blog auf dem Papier stehe, um fertig auszugestalten, was vorers: nur in Umrissen mehr noch angedeutet als genau vorge zeichnet sei. Eine dritte Gruppe von Beurteilern im Aus­land erzählte den aufhorchenden Petersburgern, daß Povje­donoszews Werk seines Urhebers würdig, daß es Trug und Schein, und daß die Verfassung die Tinte nicht wert sei, mit der sie geschrieben worden. Die Duma sei keine Volks sondern eine Ständevertretung. Sie sei ein fünftes Rad am Wagen, ohne eigenen Willen und ohne die Fähigkeit, ihren Beschlüssen Anerkennung zu verschaffen. Die ganze Einrichtung werde nur ein neues Schild zur Deckung der allmächtigen Beamtenschaft sein. Und wenn sie etwa sich aufraffen wollte, wirklich etwas zu bedeuten, so würde der Zar, der durch einen Ukas sie geschaffen, sie durch einen anderen Ukas wieder vernichten. Denn dieses Recht habe er sich nicht bloß stillschweigend, sondern ausdrücklich vorbe­halten, indem er an die Spiße seines Manifestes den Satz von der Erhaltung des Selbstherrschertums stellte.

Nun wußten die Petersburger ganz genau, woran sie waren, nun waren sie so klug-- wie zuvor.

Es ist aber auch wirklich nicht leicht, die richtige Stelle zu dem Werke Pobjedonoszews zu finden, der sich hier wie­der als der Vater aller Hindernisse" erwiesen hat. Was sein Entwurf bietet, ist der Absicht nach null und nichtig, Schaum und Dunst, eine Verhöhnung der Wünsche der, In­tellektuellen". Die Zaren- Duma ist ein Kronrat, der unter Umständen und unter mancherlei Beschränkungen sprechen darf, auch wenn er nicht gefragt ist, der über Ausschreitungen von Beamten Beschwerden an den Zaren zu bringen die Möglichkeit hat, dem auch gestattet ist, zu den Budgetent­würfen und zu dem Bericht des Reichsfinanzkontroleyrs Bemerkungen zu machen. Ihre Beschlüsse aber sind ohne jede Konsequenz. Der Zar beachtet sie, wenn sie ihm ge­fallen, sonst liegen sie unter dem Tisch. Von Budgetbewilli­gung und gesetzgeberischer Befugnis ist keine Rede. Weder die Deffentlichkeit der Dumaverhandlungen noch die Im­munität der Berichte darüber ist gewährleistet. Das Wahl­recht ist so beschränkt, daß man nicht einmal gewagt hat, den Wahlmodus genau anzugeben. Man erfährt bloß, daß die eigentlichen Wähler nur nach wenigen Hundert in den sehr großen Bezirken zählen werden, und für sehr weite Gebiete Polen, Sibirien, Turkestan sind besondere Wahlreglements vorbehalten. Die Ausschließung der sechs Millionen russischen Juden vom Wahlrecht ist selbstverständ­lich, obwohl 50 000 jüdische Soldaten auf den ostasiatischen Schlachtfeldern gefallen sind oder noch vor dem Feinde stehen. Die Redefreiheit der Duma- Mitglieder ist bedenk­lich verklausuliert. Die Bestimmung, daß zu einem wenig­stens die Aussicht auf eine Wirkung eröffnenden Beschluß eine Zweidrittelmehrheit der Zarenduma gehören soll, ent­hält eine geradezu unsinnige Beschränkung. Ein idiotischer Vorschlag eines russischen Ministers kann durch die einfache Mehrheit der Duma nicht aufgehalten werden; eine Zwei­drittelmehrheit ist erforderlich, um den Minister zu zwingen, daß er seinen Vorschlaa sich noch einmal überlege.

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Und doch ist selbst dieſe Jammerverfassung, diese Schund­arbeit eines vertrottelten Greises, für Rußland noch ein Glück und der Anfang einer Hoffnung! Wenn die Mit­glieder der Zarenduma Charakter haben, wenn sie sich nicht einschüchtern und nicht bestechen lassen, so wird ihr bloßes Wort Macht genug haben, das Ohr des Zaren zu gewinnen und den Zaren zu wirklichen Reformen zu seinem Heil und zum Heil des ganzen Landes zu zwingen.

Wir sind hier an Enttäuschungen gewöhnt, aber auch an eine große Hoffnungszähigkeit, ohne die wir schon längst zugrunde gegangen, von der sogenannten Großfürstenpartei mit Haut und Haaren aufgefressen wären.

*

Politifche Rundschau.

Deutsches Reich.

Die zunehmende Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland in der Marokko- Angelegenheit dokumentiert sich auch in einer offiziösen Auslassung der deutschen Regierung anläßlich der jüngsten Uebergriffe von Marokkanern gegen­über französischen Untertanen. Es handelt sich um die wider­rechtliche Verhaftung eines Franzosen aus Algerien. Dozu sagt das deutsch- offiziöse Communiqué, die den Rechten der Fremden in Marokko zuwiderlaufende Behandlung ewes französisch- algerischen Untertanen durch die marokkanischen Behörden würde, die Richtigkeit der französischen Meldungen vorausgesetzt, einne Uebergriff bedeuten, in dessen Ab­meisun alle fremden Mächte sich solidarisch fühlen müssen. Die deutsche Regierung hat sofort ihren Vertreter in Fez angewiesen, zur befriedigenden Erledigung der Angelegen heit mit dem Vertreter Frankreichs Hand in Hand zu gehen.

* Ein ziemlicher Wechsel wird noch in diesem Sommer bei den leitenden Persönlichkeiten in Deutsch- Südwestafrika eintreten. Der Kaiser hat dem Gouverneur Leutwein den erbetenen Abschied bewilligt. An seiner Stelle ist der Ge­neralkonsul von Lindequist zum Gouverneur des südwest­afrikanischen Schutzgebiets ernannt worden. Herr von Lin­dequist wird im Oktober im Schußgebiet eintreffen. Aller Voraussicht nach wird auch der militärische Oberkomman­dierende in Südwestafrika, General von Trotha, in furzem seinen Posten quittieren. Bei der jüngsten Anwesenheit des Reichskanzlers in Wilhelmshöhe sollen die Verhältnisse in Südwestafrika zwischen Kaiser Wilhelm und Fürst Bülow ausführliche Erörterung gefunden haben. Aus Deutsch­Ostafrika berichtet der Gouverneur Graf Gößen, daß nörd­lich des Rufidjiflusses keine Anzeichen von Unruhen hervor­getreten sind. Dagegen ist die Bezirksnebenstelle Livale am 15. August überfallen und der Feldwebel Faupel, der Kauf­mann Aimer und der Ansiedler Pfüller nach Nachrichten. welche der Gouverneur für glaubhaft hält, ermordet wor den. Der Gouverneur beabsichtigt die Zusammenstellung einer starken Kompagnie in Kilwa und deren gemeinsames Vorgehen mit Station Ssongea auf Liwale. Das Marine­Detachement aus Mohorro hat eine Bande Aufständischer am Nordfuß des Kitschi- Berges zurückgetrieben. Bei dem Gefecht des Bussard"-Detachements bei Lugongwe ist der Matrose Gramkau gefallen. Außer dem Kreuzer Sec­adler" wird noch der Kreuzer Thetis" von der ostasiatischen Station zur Unterstützung nach Ostafrika dampfen. stellt sich jetzt heraus, daß die Nachricht von dem erneuten Auftauchen Samuel Mahareros im südwestafrikanischen Schutzgebiet falsch war. Nach Berichten der englischen Be­hörden befindet sich Samuel Maharero mit seinen drei Söh­nen und mehreren Unterhäuptlingen, darunter Traugott, Justus, Kayata und Julius unter englischer Polizeifontrolle noch am Ngani- See in Britisch- Betschuanaland. Die Ge­samtzahl der dortigen Hereroflüchtlinge, einschließlich der Frauen und Kinder, belaufe sich auf 730. Sie sind alle ent­waffnet.

* Aus Anlaß der Fleischteuerung haben der deutsche Gast­wirteverband, der Bund deutscher Gastwirte, der Verband der Gast- und Schankwirte von Berlin und Umgegend, die Berliner Gastwirte- Innung und der Verein Berliner Hotel­befizer eine gemeinsame Petition an den Reichskanzler und die beteiligten Minister gerichtet. Die Pefition soll auch dem Reichstag vorgelegt werden. In der Eingabe wird ausgeführt, daß Fleisch bei den jezigen Preisen für: ic weitesten Volksfreise in Deutschland nicht mehr ein Nch­rungs-, sondern ein Genußmittel sei. Bei Vergleich mit anderen Ländern ergibt sich, daß in Deutschland die höchsten Breise in ganz Europa für Fleisch bezahlt wird. Das Grund­übel liege daran, daß infolge der Grenzsperre gegen leben­des Vieh zu wenig Fleisch vorhanden sei, dann habe aber auch die Sperre auf die Schlachtviehzucht des Auslandes hemmend gewirkt. In Sachverständigenfreisen sei man der Ansicht daß die österreichische und dänische Grenze für lebendes Schlachtvieh unbeschränkt geöffnet werden könne. Die behauptete Gefahr für die Gesundheit der deutschen Viehbestände könne mit Leichtigkeit durch geeignete Maß regeln vermieden werden.

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In Straßburg i. E. tagt der 52. deutsche Katholikentag. Nach einem feierlichen Pontififalamte im Münster wurde die Veranstaltung durch einen großen Festzug eröffnet, an dem etwa 35 500 Personen, darunter über 23 000 aus den

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