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ordentlich streng. Für jede Waffe, die jemand im Besitz hat, ist ein Erlaubnisschein erforderlich. Solche Erlaubnis­scheine werden nur an zuverlässige Personen verabfolgt. Es gibt infolgedessen keine Niederlagen, aus welchen die Ein­geborenen sich mit Waffen versorgen könnten.

Italien.

** Die Italiener bemühen sich fortgesetzt, ihre Interessen an der afrikanischen Küste nicht in Vergessenheit geraten zu Lassen. Zum Zweck der Erbauung eines Hafens in Tripolis hat sich in Rom ein italienisches Syndikat gebildet.

England,

Das lang umstrittene Gesetz gegen die unerwünschte Einwanderung ist unter Dach und Fach gebracht worden. Das Unterhaus hat in dritter Lesung die Fremdenbill mit 214 gegen 136 Stimmen angenommen.

Balkan- Staaten.

** In Belgrad sind die Verhandlungen über den Ab­schluß eines serbisch- bulgarischen Handelsvertrages beendet worden. In dem neuen Vertrag ist das Prinzip der Zoll­gemeinschaft beider Staaten enthalten, die beiderseitigen Ursprungserzeugnisse werden gegenseitig Zollfreiheit ge­

nießen.

Türkei.

** Die zweite Kollektivnote der Mächte wegen der inter­nationalen mazedonischen Finanzkontrolle soll in Kürze der Pforte überreicht werden. Die Mächte wollen sich durch die ablehnende Haltung der türkischen Regierung nicht beein flussen lassen, sondern beabsichtigen, energisch auf der Rege. lung der Verhältnisse zu bestehen.

Alien.

** Bei der Entscheidung über das Schicksal der Mandschu­rei will China nicht ungehört bleiben. Eine der Aufgaben der chinesischen Abordnungen, welche nach allen Teilen der Welt gesandt werden, um die verschiedenen konstitutionellen Regierungssysteme zu studieren, soll darauf gerichtet sein, die Mächte zu veranlassen, eine internationale Konferenz einzuberufen, die sich mit den Angelegenheiten des fernen Ostens befassen soll.

frankreich.

Die Regierung beabsichtigt die Entsendung eines Marinegeschwaders nach Amerika. Rouvier und Marine­minister Thomson haben den Plan gefaßt, den vom ameri­kanischen Geschwader anläßlich der Ueberführung der Leiche des Admirals Paul Jones abgestatteten Besuch durch Ent­sendung eines französischen Geschwaders nach Newyork zu erwidern.

Amerika.

** Der Skandal im statistischen Bureau der Vereinigten Staaten zeitigt weitere Folgen. Einzelne Beamte sollen bekanntlich ihre Stellung zur persönlichen Bereicherung mißbraucht haben. Infolge des Drucks der öffentlichen Meinung und des energischen Vorgehens Roosevelts hat das Haupt des statistischen Bureaus, Hyde, dem Staatssekretär Wilson aus Gesundheitsrücksichten" sein Entlassungsgesuch eingereicht, das dieser sofort annahm, nicht ohne sein per­sönliches Vertrauen in die Amtsführung des scheidenden Beamten auszudrücken.

Heer und flotte:

Eine neue Art des Infanterie- Angriffs. Die neue Feld. dienstordnung, die auf dem Truppenübungsplatz Friedrichs­feld bei Wesel praktisch erprobt worden ist, soll sich als sehr brauchbar erwiesen haben. Die bei einem Infanterieangriff bisher üblich gewesenen großen Sprünge fallen beinahe ganz fort. Die Infanteriekolonnen bewegen sich auf der Erde friechend vorwärts, das Gewehr wird über die Schul­tern gehängt oder am Gewehrriemen zwischen die Zähne genommen. Durch diese Art der Vorwärtsbewegung bot sich den Gegner ein geringes Ziel, das in bezug auf Entfernung schiver abzuschäßen ist. Die Artillerie postierte sich hinter Deckungen, so daß man ihre Stellung nur an dem Auf­blizen der Schüsse erkennen konnte.

Hof und Gesellschaft.

*** Der deutsche Kronprinz hat mit seiner Ge­mahlin den Besuch bei seinem Schwager, dem Prinzen Christian von Dänemark, beendet und ist von Aarhus an Bord der Jacht Iduna" in See gegangen.

Soziales Leben.

Resultate des Submissionswesens. Einen besonders interessanten Beitrag zur Frage des Verdingungswesens gab das Ergebnis einer Ausschreibung von Erdarbeiten für den Bahnhofsumbau in Dortmund. Es liefen 38 Angebote ein. Die höchste Forderung bezifferte sich auf 303 000, die niedrigste auf 92 000 Mart. Die Erklärung für diesen un­glaublichen Unterschied liegt wohl einzig und allein in der mehr wie fragwürdigen Ausartung des heutigen Sub­missionswesens.

Krisis im sächsisch- thüringischen Färbereigewerbe. Die sächsisch- thüringische Färbereikonvention, der 26 Firmen an. gehören, hat wegen des Ausstandes der Färbereiarbeiter bei den Firmen J. H. Bornemann und C. Batky beschlossen, ab Montag ihre Betriebe zu schließen, wenn die Weiterarbeit bei den beiden Firmen vor Sonntag nicht ermöglicht ist. Das Nachgeben der Ausständischen erscheint unwahrschein lich, da ihre Zahl sich weiter vermehrte. Auch in Glauchau sind weitere 40 Mann in den Ausstand getreten. In Gera wurden 100 Mann entlassen, weil sie die Ueberstunden der. weigerten.

Nab und Fern.

Fischsterben infolge der Site. Eine sonderbare Folge hat die große Hitze der letzten Zeit in Niederbayern gezeitigt. Im Flusse Schwarzer Regen machte sich ein massenhaftes Sterben der Fische geltend. Die Anwohner sammeln die Fische korbweise, und das Bezirksamt hat alle Mühe, die Leute vor dem gesundheitsschädlichen Genuß des Fundes zu

Zur Fleischteuerung. In Köln fanden sechs große zahlreich besucht: Volksversammlungen statt, in welchen die gegenwärtige Fleischteuerung und die Mittel zur Herbei­führung normaler Verhältnisse besprochen wurde. Man be­schloß, das Stadtverordnetenkollegium zu ersuchen, durch den Oberbürgermeister die Initiative zum Vorgehen der Stadt zur Herbeiführung der Aufhebung der Grenzsperre zu ergreifen. Außerdem wurde das Stadtverordneten­follegium ersucht, eine Fleischversorgung der Stadt durch die städtische Verwaltung zu organisieren.

Wohltätige Stiftungen. Der Fabrikant Schulz in Krefeld vermachte 67 000 Mark für gemeinnüßige Zwecke, darunter 42 000 Mark für eine Volkslesehalle und 11 000 Mark für Museumskäufe.

warnen.

Mann und Frau in den Tod gegangen. In Magdeburg wurden vor ein paar Tagen der Maler Hesse und seine Frau tot aufgefunden. Der Ehemann, der den Revolver noch in der Hand hielt, hatte sich in die rechte Schläfe geschossen, während die Frau einen Schuß in die Schläfe und einen zweiten in die Brust erhalten hatte. Der Grund zu dem Doppelselbstmord war nach einem in der Wohnung vorge­fundenen Zettel ein unheilbares Leiden des Ehemannes.

Gefaßte Räuber. Der Polizei in Preetz ist es jetzt ge­lungen, die Rowdies, die kürzlich den Oberleutnant 3. S. Arnoldi überfielen, verwundeten und beraubten, zu er­mitteln und zur Haft zu bringen. Die drei Straßenräuber wurden gefaßt, als sie einen neuen Ueberfall auf einen fechszigjährigen Mann verübten. In ihrem Besitz wurde dann das Zigarren- Etui Arnoldis gefunden.

Von Rindern zertreten. In Christinenfelde in Pom­mern wurde dieser Tage eine Rinderherde scheu und rannte in eine Schar Schulkinder hinein. Sechs Kinder wurden tot getreten, viele wurden schwer verletzt.

Ein ungetreuer Spielmann. Seit einigen Tagen ist der Hoboist verschwunden, der als Vertrauensmann der Mi­litärkapelle des vierten Garderegiments 3. F. fungiert und als solcher die Anteile der Mitglieder auf Sparkassenbücher anzulegen hatte. Die Untersuchung ergab, daß er die Spar­beträge in Höhe von 15 000 Mark unterschlagen und im eigenen Interesse verwendet hat. Namentlich in Rennwetten soll er große Summen verloren haben.

Die Hive in Amerika. Den durch die Hitze schwer lei­denden Bewohnern von Newyork wurde durch ein Unwetter, das in der vorlegten Nacht niederging und das die Tem­peratur herunterdrückte, einige Erleichterung gebracht. Es war aber auch höchste Zeit, denn während des vorhergehen­den Tages waren allein in den Städten der östlichen Staaten 96 Todesfälle infolge der Hitze zu verzeichnen.

Blutige Abrechnung. In Budapest rechneten dieser Tage zwei Maschinenarbeiter mit einander ab. Darob kam es zum Streit, der bald zu Tätlichkeiten führte. Der eine griff zum Revolver und schoß auf seinen Kameraden, der ihn mit einem Eisenstück tödlich verletzte. Bevor er den Geist aufgab, jagte er dem Gegner noch eine Kugel in den Leib, die auch diesem das Leben raubte.

Verstärkung des Expeditionskorps in Südwesta*~ Vom Truppenübungsplatz in Münster wird am 28. Juli e.. neue Feldzugskompagnie in Stärke von 300 Mann nebsi Pferden zur Einreihung in das Expeditionskorps in Süd­westafrika abgehen.

Inbiläums- Münze. Aus Anlaß des 25jährigen Regie­rungsjubiläums des Fürsten Karl Günther von Schwarz­burg- Sondershausen ist eine Jubiläums- Münze geprägt

worden.

Der Mord an dem Postpraktikanten Hehde. Unter dem Verdacht, den im Harz tot aufgefundenen Postpraktikanten Hehde ermordet zu haben, war vor einigen Tagen ein Kell­ner verhaftet. Er ist aber wieder auf freien Fuß gesetzt, da der Verdacht sich nicht bestätigte. Die Staatsanwaltschaft zu Halberstadt fordert nun drei junge Leute auf, sich bei ihr zu melden, die am Mordtage furz vor Auffindung der Leiche einen jungen Menschen gesehen haben, der sich auf einem Stein ausruhte, und die über ihn einem Herrn, den sie am Schneeloche trafen, auf seine Frage Auskunft gaben. Der junge Mensch sollte der Sohn des Fragenden, der von ihm abgekommen war, sein.

Sturm an der Ostseeküste. In der vorletzter Nacht tobte auf der Ostsee ein heftiger Sturm, der vielen Scha­den in den Badeorten angerichtet hat. So wurden in He­ringsdorf die Treppen am Damenbade abgerissen, und die am Steg verankerten Motorboote sind gesunken.

Grubenbrand. Auf der Zeche Lothringen" bei Essen steht ein Flöß in Brand. Man vermutet, daß es sich um Brandstiftung handelt.

Sihung der Stadtverordneten Gießens.

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?? Gießen, 20. Juli 1905. Die Sigung wurde 1/45 Uhr von Oberbürgermeister Mecum eröffnet, es fehlen nur wenige Stadtverordnete mit Entschuldigung. Zunächst wird die Einladung des Rektors der Landesuniversität an die Stadtverordneten­versammlung zur Grundsteinlegung der Bismarcksäule auf der Hardt zur Kenntnis gebracht. Punft 2: Baugesuch des W. Valentin für die Vergrößerung seines am Fuße des Hardtberges stehenden Hauses wird genehmigt. Abgelehnt wurde das folgende Baugesuch von Konrad Rübsamen. Derselbe will seine abgebrannte Feldscheuer wieder aufbauen gleichzeitig damit aber auch ein Wohnhaus errichten. Die Versammlung ist der Ansicht, daß es zur Beit nicht passend Bunft 4: ist, an jener Stelle ein solches Haus zu bauen. Baugesuch des Philipp Horn für die Große Mühlgasse, wird genehmigt. Horn hat vom Körberschen Garten einen Bau­plaz gekauft nnd will an dem dort zu errichtenden Neubau Ecker anbringen lassen, die 85 cm hervorragen, wozu be­fanntlich besonderer Dispens erforderlich ist. Das nächste Baugesuch, von A. Geisse für Ecke Seltersweg und Kaplans­gasse, wurde bedingungsweise genehmigt. Geisse will das Baterre umbauen, breite Schaufenster, auch solche nach der Kaplansgasse zu, einfügen lassen. Für die Kaplansgasse ist aber schon eine neue Baufluchtlinie bestimmt, welche vor schreibt, daß das Geisse'sche Eckhaus zurück muß. Würde die Genehmigung zum Neubau nicht gegeben, tönnte Geisse verlangen, daß die Stadt sein Haus antauft.- Längere Debatte brachte das Baugesuch der Frau Rothenberger, deren alte Hofraite am Neuenweg baufällig ist und sie ihren Neubau vor an die Baufluchtlinie rücken will, also soweit vor, wo jezt der Brunnen steht.( Der Brunnen muß wohl fallen. Wie wird's denn mit dem Wasserbe­dürfnis der Bewohner aus den nächstgelegenen alten Häusern, in welchen keine Wasserleitung ist? D. Red.) Das Gesuch wird genehmigt mit der Bedingung, daß im Neubau teine Knochen und Lumpen gelagert werden und ferner, daß sie die im alten Hintergebäude untergebrachten Knochen täglich und die Lumpen wöchentlich einmal in ihren außer­Für halb der Stadt gelegenen Speicher verbringen läßt. das von der Stadt zu kaufende Gelände( 41 qm) muß sie Dem katholischen 100 Mt. pro Quadratmeter zahlen. Kirchenvorstand wurde genehmigt, daß die neue katholische Kirche mit Lattenzaun 5 Jahre lang eingezäumt werden fann. Gegen die von der Firma Georg Phil. Gail nachgesuchte Aufstellung mehrerer Telephonstangen am Wis­marerweg gegen eine jährliche Anerkennungsgebühr von 1 Mt. wurde nichts erinnert.- Ebenfalls genehmigt wurde die Anlage eines weiteren Fußweges von Dswalds- Garten nach der Nordanlage. Die notwendigen Dachdeckerarbeiten am Forsthaus Hochwart wurde den Herren Kröck und Müller Gegen die Errichtung einer für 81 Mt. übertragen. Telephonverbindung von der Kläranlage nach dem Elektrizitäts­wert wurde nichts eingewendet. Das in der Plockstraße zwischen dem Bachschen Geschäftshaus und dem Neubau ge­legene fleine noch freiliegende Grundstück hat die Stadt vor Jahren gekauft. Die Uebergabe sollte am 1. Juni erfolgen. Kaufmann Bach ist aber eingekommen, man möge ihm den Blaz noch ein weiteres Jahr zur Verfügung lassen. Das Gesuch fand Buftimmung. Die Verträge über den Verkauf des durch die Ueberwölbung des Klingelbaches von der Stephanstraße bis zur Löberstraße gewonnenen Geländes wurden genehmigt. Der Verkauf hat bereits früher stattgefunden. Der letzte Punkt der T.-D. betr. die Abgabe von Waldparzellen zur Bergrößerung des Exerzierplazes an den Militärfistus wurde einstimmig abgelehnt. Es dreht sich um den schmalen Waldstreifen, welcher vom Philosophenwald nach dem da hinter liegenden großen Stadtwald führt und unseren Spazier gängern und Eholungsbedürftigen die einzige Möglichkeit gibt, im Schatten dort von einem zum anderen Wald spazieren gehen zu fönnen. Stadtv. Wimmenauer bringt hier zur Sprache, daß ihm ein früherer Regimentskommandeuer ge­sagt habe, der Platz sei sogar zu groß und er habe gefunden, daß auch der hintere Teil sehr wenig zum Ererzieren be nugt werde.

Durch eigene Unvorsichtigkeit verwundet. In Minden wurde dieser Tage bei einer Schießübung ein Gefreiter des Infanterieregiments Nr. 15 durch einen Schuß schwer ver­legt. Er hatte das Zeichen zum Beginn des Schießens nicht beachtet und war nochmals vorgetreten. Da fiel ein Schuß, der ihn in die Brust traf und schwer verletzte.

Vorsicht beim Genuß von Petersilie! In Lichtenberg hat dieser Tage wieedr die Verwechselung von Schierling mit Petersilie schweres Unheil über eine Familie gebracht. Nach der Mahlzeit erkrankte die aus sechs Köpfen bestehende Familie unter Vergiftungserscheinungen. Der Arzt stellte fest, daß statt Petersilie Gartenschierling zum Essen verwen­det war. Der Ehemann, ein Arbeiter, liegt auf den Tod darnieder.

Drei Personen erschossen. In Folschweiler bei St. Avold wurde ein Dieb durch den Gastwirt Umenhover über­rascht. Der Dieb zog einen Revolver und erschoß den Gaſt­wirt, ein zweiter Schuß traf dessen Frau tödlich, ein dritter Schuß verwundete einen der Verfolger. Der Mörder ist entkommen. Umenhover hinterläßt fünf Kinder.

Hinrichtung eines Brandstifters. In Koblenz wurde vorgestern der Schlosser Stoffel aus Windesheim enthauptet, der vor einem Jahre das Haus in Brand gesetzt hatte, in dem sich sein schwachsinniger Schwager befand. Er hatte sein Opfer mit Stricken an die Bettstelle gefesselt.

Absturz aus dem Luftballon. In Santa Clara in Kali­fornien stürzte vor kurzem der Luftschiffer Maloney aus seinem Luftballon 3000 Fuß hoch ab. Der Körper war zu einer unförmigen Masse verwandelt.

Unglücksfall auf einem Kriegsschiff. Als das öster­reichische Linienschiff Habsburg" dieser Tage vor Pola Schießübungen mit scharfer Munition vornahm, wurden beim Abfeuern eines 15 Zentimeter- Geschüßes durch aus­strömende Gase ein Mann getötet und einer verletzt.

Ein neues Kabel im Orient. In der türkischen Haupt­stadt hat vorgestern die feierliche Eröffnung des Kabels von Küstendsche nachy Konstantinopel stattgefunden. Mit den türkischen Delegierten wohnte der deutsche Geschäftsträger Freiherr v. Bodmann und ein Vertreter des Reichspostamts der Eröffnungsfeier bei.

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5. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Gießen, 19. Juli 1905.

( Protokoll Auszug.) Anwesend sind die Herren: Kommerzienrat Koch, Vor­sigender, Kommerzienrat Heichelheim, stellvertr. Vorsitzender, Dürbeck, Friedberger, Grünewald, Hoos, Thring, Klingspor, Rinn, Röhr, Kommerzienrat Schirmer, Schmall, Stammler, Zurbuch, sowie der Syndikus Dr. Knipper.

Vor Eintritt in die Beratung der Tagesordnung be­grüßt der Herr Vorsitzende die beiden durch eine Ersazwahl als Mitglieder der Handelskammer gewählten Herren Mor Friedberger und A. Klingspor aus Gießen und gibt der Erwartung Ausdruck, daß ihre Mitarbeit von reichen Erfolgen für Handel und Industrie des Kammer­bezirkes begleitet sein möge. 1) Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mit­zuteilen. a) Der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. wurde der erbetene Bericht über die wirtschaftliche Lage des Eisenerzbergbaues im Handelskammer­bezirk während des zweiten Vierteljahres erstattet und hierbei namentlich auf die Nachteile hingewiesen, die den oberhessischen Erzbergbau durch die weite Entfernung von den Hüttenstationen und die hohen Frachtkosten treffen. b) Von mehreren Gießener Firmen wurden bei der Handelskammer Beschwerden über häufige Verzögerungen der Gespräch vermittelungen bei dem Fern sprechant Gießen geführt. Die Kammer hat sich durch Erfundigungen bei einer Anzahl von Geschäfte firmen

Gifenbahngüterber gänzlich tuht Da find, so ift in neu Wagenfandgeld Unrednung zu b fchon am Lage bo ift. Wenn die Ha Ansicht ist, daß di an Sonn- und Fe fertigt ist, so befal gehenden Vorschlag

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