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brechen. Denn diesmal werden sich die Ratgeber des Mikado durch keinerlei Drobungen bereit finden lassen, auf die kost­bare Beute zu verzichten.

Der Bests Port Arthurs sichert den Japanern im jetzigen Kriege die unumschränkte Herrschaft zur See. Das russische baltische Geschwader tut unter diesen Umständen am besten, die Kiele Heimatwärts zu wenden und es gar nicht darauf ankommen zu lassen, in einem Kampfe mit Admiral Kami. muras Kreuzern den kürzeren zu ziehen. Der Zweck seines Kreuzzuges nach dem fernen Osten ist ja doch ein für allemal verfehlt. Die Wirkungen des Falls von Port Arthur auf die Fortsetzung des Landkrieges ist vorläufig nicht abzusehen. 70 000 Mann japanischer Truppen werden frei, um auf dem nördlichen Kriegsschauplatz zur Verwendung zu kommen. Ob man allerdings dort in allernächster Zeit schon große friegerische Aktionen erwarten darf, ist fraglich. Sicher ist, daß die Japaner Port Arthurs Befestigungen schleunigst in neuer Stärke werden erstehen lassen. Dort werden sie sich Sestsetzen und den kommenden Ereignissen in Ruhe entgegen. sehen.

Die Dolitik.

Der Gatte der amerikanischen Humbert, Doktor Chad­wid, weilt augenblicklich in Pretoria. Er beteuert, an den Schwindeleien seiner Gattin gänzlich unschuldig zu sein und auch nichts davon zu wissen, daß sie mit der Zuchthäuslerin Devern identisch ist. Der Sherif Barry, der mit Haftbefehl und Auslieferungsbefehl zum ihm fam, ist übrigens ein alter Freund von ihm. Doktor Chadwick folgte dem Sheriff, der erklärte, daßẞ Chadwick sein Gast, nicht sein Gefangener sei, sofort freiwillig nach Cleveland.

+ Vei den diesjährigen diplomatischen Neujahrsempfängen wurden mehrfach die Schiedsgerichtsverträge von den Staats­oberhäuptern als ein wichtiger Fortschritt gefeiert. Der Schiedsgerichtsgedanke ist die herrschende Tendenz der Zeit.

& Der Kaiser hat bei dem diesmaligen Empfang des di­plomatischen Korps mit dem amerikanischen Botschafter Charlemagne Tower den Plan eines Austausches der Wissen­schaft zwischen Deutschland und Amerika erörtert. Amerika­nische Professoren sollten an deutschen Universitäten Vorträge halten und umgekehrt. Ein derartiger Austausch müsse mög lich sein und möglich gemacht werden.

Türkei.

A Die Lawine als Lichtfeindin. Durch eine Lawine wurde die elektrische Leitung, die die Stadt Grenoble mit Licht ver sorgt, unterbrochen. Die Stadt war infolgedessen fast die ganze Nacht in tiefstes Dunkel gehüllt.

Ein schweres Bahnunglück ereignete sich in Eisleben. Dort stürzte pin Wagen der elektrischen Kleinbahn um, wo­bei sechs rsonen schwer verletzt wurden. Eine Frau ver­starb auf dem Transport zum Krankenhaus.

A Die Türkei hat die Anweisung an das Finanzministerium ergehen lassen, daß die Verhandlungen wegen Abschlusses ciner Anleihe eingestellt werden sollten. Wahrscheinlich waren die Bedingungen der Uebernahme zu hart, und schließlich gibt es ja in der Türkei ein sehr einfaches Mittel, um die Staatskasse zu sanieren: Abzüge bei den Beamten. gehältern.

Amerika.

Ein schöne Tat der Schwesternliebe wird aus Hamburg berich: t. Im Oktober v. J. erlitt die jährige Tochter eines wurti Buchdruckereibesitzers durch kochendes Wasser erhebliche Bratwunden. Gesicht, am Hals und an der Brust. Während die Wunden im Gesicht abheilten, konnten die übrigen Brindstellen nur dura, Auflegen neuer Menschen. haut be eerden. Die 12jährige Schwester der kleinen Verwund ten ervoi sich, die zur Heilung nötige Haut, ein handgroßes Stück, sich von rem Körper ablösen zu lassen. Die Ope ten wurde im Strankenhause( Lohmühlenstraße) ausgeführt. Die beiden kleinen Patientinnen befinden sic wohl.

Das ist für unsere Stadt nicht viel." Aber man müßte einen zweiten, größeren Brunnen bauen lassen, damit wir täglich mindestens eine Million Liter haben," meinte Nagy.

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Das wäre sehr gescheit," sagte der Bürgermeister,..aber bas kostet Geld, viel Geld." Der alte Nagy griff einfach in die Tasche. Zweimalhunderttausend Gulden gebe ich gern dafür," sagte er und zählte eine Reihe schöner Banknoten auf den Tisch. Und heute hat Hodmezövasarhely das Wasser, bas es braucht. Als die Alföld Fiumaner Bahn ausgebaut werden sollte, ging eine große Deputation zum Kaiser nach Wien, um die Konzession zu verlangen. Auch Herr Nagy war Mitglied der Deputation, und es soll in Wien allge meines Aufsehen erregt haben, als er in einem der feinsten Restaurants, in dem die Deputation ihre Mahlzeit einnahm, das Eßzeug beiseite schob und sich nur eines aus dem Stiefel­schaft gezogenen Messers bediente, wie es ein jeder Bauer in Ungarn mit sich zu führen pflegt. Abends erschienen die Mitglieder der Deputation im Theater. Da es aber sehr warm war, so entledigte sich Herr Nagy ohne weiteres feines blauen Tuchroces und saß in Hemdärmeln dort, so wie man in Ungarn in geschlossenen Räumen zu sitzen pflegt. Einer der Theaterdiener mußte ihn auffordern, seinen Rock wieder anzuziehen. Aber Herrn Nagy ging es lange nicht in den Kopf, weshalb man ihm das Sitzen in Hemdärmeln nicht gestatte an einem Orte, wo die meisten Damen tief dekolletiert erscheinen.

Dämon Alkohol. Ein furchtbarer Vorfall spielte sich in dem südtiroler Winterfurort Arco ab. Dort wurde der Kur. arzt, faiserlicher Rat Dr. Gerfe, in der Sylvesternacht vor sei. ner Villa von dem Kurgaft Defonom Rohde aus Oldenburg obne jeden Anlaß überfallen und durch neun Messerstiche schwer verletzt. Rohde, der Alkoholiker ist, hat die Tat un­ter dem dämonischen Einfluß seines Leidens vollführt, das ihn in den behandelnden Aerzten seine Feinde sehen ließ. Der Mörder erschos fich später selbst im Kurpart.

A Eine hübsche Illustration für die imperialistischen Pläne des Präsidenten Roosevelt ist der Fehlbetrag im diesjährigen Staatshaushalte in Höhe von zweinndzwanzig Millionen Dollars, mit welchem das Jahr 1904 abgeschlossen hat. Das Jahr 1905 wird kaum viel besser werden. Infolgedessen wird vielleicht die temperamentvolle Verstärkung der Flotte etwas verlangsamt werden. Wie übrigens die Parlamenta. rier auf Kosten des Staates spekulieren, mag die Tatsache zeigen, daß zwei angesehene Senatsmitglieder vor dem Schwurgericht wegen Grundstücksschwindels zu ungunsten der Staatskaffe zu erscheinen haben. Sie haben den Staat, dessen Interessen sie wahrnehmen sollten, um Tausende vor Morgen betrogen.

Heer und flotte.

Millionäre im Bauernkittel.

Budapest, 2. Januar.

Das sind die ungarischen Bauernmillionäre, die troh ihrer Millionen den Bauernfittel nicht um alles in der Welt mit dem Rock vertauschen würden und in so manchem ihren großstädtischen Millionenkollegen als Vorbild dienen können.

Ein interessantes Werk ist zu Weihnachten auf dem Büchermarkt erschienen. Der ungarische Bauer in Wort und Bild" heißt es. Sein Inhalt und seine Aufgabe ist aus dem Inhalt ersichtlich, man fann sagen, daß es sich seiner Aufgabe in recht geschicter und fesselnder Weise entledigt hat. Wir entnehmen dem Buch zunächst die interessante Tat. sache, daß die ungarischen Dörfer an Stopfzahl die Bauern­gemeinden anderer Länder durchschnittlich weit übertreffen. Dörfer von 10-60 000 Einwohnern sind hier keine Selten­heit, eigentlich mehr Bauernstädte, die sich jedoch durch ihren rustikalen Charakter von den Bürgerstädten grundlegend unterscheiden. Solch eine Bauernstadt ist eine Eigenart, weniger schön als charakteristisch mit seinen schier endlosen Straßen, in denen sich Bauernhof an Bauernhof reiht, jeder mit einem fleinen Hause, aus dem zwei ebenfalls kleine Fenster auf die Straße blicken.

Vier neue Generalfeldmarschälle hat dem deutschen Heere der Beginn des neuen Jahres beschert. Der Kaiser hat die im Range von Generalfeldmarschällen stehenden General. obersten Graf Haeseler, v. Hahnke, den Oberstkommandieren. den in den Marken, und Freiherrn v. Loë zu Generalfeld. marschällen ernannt. Außerdem wurde Prinz Leopold von Bayern, der zweite Sohn des Prinzregenten Luitpold, vor diesem zum bayerischen Generalfeldmarschall befördert. Prinz Leopold war bisher bayerischer Generaloberst der Kavallerie mit dem Range eines Generalfeldmarschalls. Prinz Leopold ist Generalinspekteur der vierten Armeeinspektion des deut schen Reichsheeres. Die Würde eines Feldmarschalls ist seit dem Jahre 1866 in Bayern nicht mehr vergeben worden. Der letzte, der sie besaß, war Prinz Karl von Bayern, der Bruder Königs Ludwig I. von Bayern, der sie vom Jahre 1841 bis 1866 innehatte, dann aber infolge der historischen Borgänge seine sämtlichen militärischen Würden niederlegte. Bisher zählte das deutsche Heer nur zwei Generalfeld. marschälle, Kaiser Wilhelm II. und Prinz Albrecht von Preußen, den Regenten von Braunschweig.

Nah und fern.

Kunft und Wissenschaft.

LO An der Grenze des Menschlichen. Der treffliche Natur­forscher und Reisende Dr. Beccari hat in den letzten Jahren großartige Forschungen auf der Insel Borneo ausgeführt, die nun durch eine treffliche Bearbeitung in ihren Ergeb­nissen auch größeren Arkisen zugänglich gemacht worden find. Das Wundersamste in seinen Veröffentlichungen sind wohl die Nachrichten über den Orang- Utan, die wenigstens bon den Zoologen als der wertvollste Teil seiner Arbeiten geschätzt werden. Die Dajaks von Borneo unterscheiden mehrere Spielarten des Orang, von denen die beiden wich­tigsten als Mayas- kassa und Mayas- tjaping bezeichnet wer den. Sie sind in höchste merkwürdiger Weise ausgezeichnet durch eine seitliche Ausdehnung der nadten Haut auf der Vorderseite des Gesichts vor jedem Ohr. Man kann kaum etwas Wunderbareres sehen, als die Abbildung eines Orang­utankopfes nach einer Photographie. Es ist das ein Gesicht, das man nicht für einen Affen und nicht für einen Menschen halten kann. Die Form der Nase und des Mundes deutet freilich auf den Affen, aber die Klugen Aeuglein, die Form der Stirn, die Behaarung des Kopfes und vor allen Dingen der stattliche Vollbart geben dem Antlitz ein wunderbar menschliches Gepräge.

Ebenso eigenartig sind auch die Bewohner dieser Dörfer. Die Bauern sind sich sonst in der ganzen Welt im allgemei. nen gleich), der ungarische Bauer aber macht eine Ausnahme von dieser Regel, einmal durch seinen Stolz, zum andernmal durch seinen Reichtum. Gibt es doch hierzulande Bauern, deren Vermögen bis in die Hunderttausende, ja verschiedent­lich sogar in die Millionen geht, die aber dennoch ihren Sitten, Gewohnheiten und ihrer Lebensweise nach stets einfache Bauern sind und bleiben.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Ein Streit um Lincolns Ueberrod. Der 90 Jahre alte Neger Alerander Freeman hat eine Newyorker Expreß gesellschaft auf Zahlung einer Summe von 300 Pfund Ster­ling verklagt, weil er ihr den Veriust eines Ueberziehers des Präsidenten Abraham Lincoln schuld gibt. Freeman war aus der Sklaverei nach Washington geflohen und hatte im Weißen Hause als Diener Abraham Lincolns Beschäftigung gefunden, wo er ihm bei einer Gelegenheit einen seiner Ueberröde schenkte, den der Neger als eine wertvolle Reliquie mit Argusaugen behütete. Der Wert des Ueberrodes wird von den Richtern festgesetzt werden.

leber einen dieser Millionäre im Bauernkittel, Johann Bagi in Szentes, hat auch Maurus Jokai berichtet. Als Vagi einst auf seinen Gütern umberging, wurde er von zwei Gendarmen angehalten, die seinen Paß verlangten. Die Gendarmen wollten ihm nicht Glauben schenken, als er sagte, er brauche keinen Paß, da er sich auf eigenem Grund und Voden befinde. Als gar Bagi auf die Frage, welches eigent­lich sein Besitz sei, hinzufügte, daß alles, wie weit man nur sehe, ihm gehöre, waren sie fest davon überzeugt, daß sie es mit einem Bagabunden zu tun hatten, und führten ihn ein­sach ins Szegediner Gefängnis. Dort bemerkte ihn ein Gefängniswächter, der einmal als Senecht bei Bagi gedient hatte. Erstaunt fragte ihn der Diener, was er denn mache, und als ihm Bagi das Vorgefallene erzählte, lief er rasch zum Komitatschef, um das Mißverständnis aufzuffären. Man wollte ihm jedoch lange nicht glauben, und erst nachdem der frühere Senecht in formeller Weise Bürgschaft für den reichen Bagi übernommen hatte, ließ man ihn frei. Ein anderes­mal, als nach dem Freiheitskrieg der frühere Gutsherr Bagis, Graf Georg Karolyi, in Geldverlegenheit geriet, erschien Bagi bei dem Güterdirektor des Grafen und teilte ihm de­mütig mit, daß er dem hochgeborenen Herrn" gern helfen würde. Der Güterdirektor lächelte nadjichtig, erklärte jedod), daß es sich um viel Geld, um zweimalhunderttausend Gul­den handle. Bagi verlor jedoch seine Ruhe nicht; er zog eine alte Banknotentasche hervor und sagte, daß er zwei­hunderttausend Gulden freilich nicht bei sich habe, wohl aber 160 000 Gulden. Den Rest werde er binnen drei Tagen besorgen. Der Direktor fügt Jokai, der diese Geschichte erzählt, hinzu lächelte nicht mehr.

Nach dem Sturme. Ueber die Nachwehen des Un­metters, das wie berichtet, unmittelbar vor Schluß des alten Jahres Mitteleuropa heimsuchte und besonders auch Deutsch. Tand sehr in Mitleidenschaft zog, laufen jezt vielfache Mel. dungen ein. In der Nähe von Helgoland traf der Hochseefischereidampfer M. Rathmann und Sohn" das mit einer Ladung Delfuchen von Harburg nach England bestimmte Stüftenfahrzeug Neptun", Stapitän Brinfema, aus Ostfriesland ohne Mannschaft und brachte das Fahrzeug nach Altona. Anscheinend war die Besagung über Bord gespült und ertrunken, Der Fährbetrieb zwischen Stralsund Hafen und Altefähr, der durch das Unwetter unterbrochen worden war, ist wieder aufgenommen, ebenso findet auch der Verkehr nach Rügen und Schweden wieder statt. In der Prerer Wief war infolge des Sturmes eine Fischerquay gestrandet, die Besagung ertrant bis auf drei Mann, die durch ein Rettungsboot in Sicherheit gebracht werden konnten. Auch in Südtirol hat der Sturm mit einer Heftigkeit getobt, wie es dort selten erlebt worden ist. Nach dem Sturm ist dort Kälte eingetreten.

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& Den eigenen Namen vergessen. Der Gewerbeinspek­tor Alfred Thyll aus Reichenberg, der seit November 1903 Spurlos verschwunden war und nicht aufgefunden werden fonnte, ist in einer Budapester Heilanstalt gefunden worden. Thyll hatte seinen Namen vergessen und so fonnte erst nach fast anderthalbjähriger Nachforschung seine Identität feſt­gestellt werden.

Streifunrnhen in Rußland. In den Werkstätten der Orientgesellschaft und der Compagnie Nadejchda in Tiflis ist die Arbeit eingestellt worden, ebenso in einer Tabaffabrik. In der Nähe von Bibi- Eibat und Balachany wurden Ber­fammlungen abgehalten, an einer derselben nahmen gegen 3000 Arbeiter teil; als die Polizei erschien, kehrten die Teil­nehmer gruppenweise nach Balachany zurück. Auf dem Rüd­mege warfen fie die Fensterscheiben eines vorüberfahrenden Buges ein. Eine Anzahl Personen wurden verhaftet, bis cuf 14 aber wieder freigelassen.

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[ Billige Pferde.] Eine unglaubliche Baisse auf dem Pferdemarkte herrscht zurzeit in Rußland. Die billigen Pferde namentlich sind zu geradezu lächerlichen Preisen zn haben. Die Bauern verlangen pro Stück 5 Rubel( zirka 10 Mark) und geben sie häufig noch billiger weg.

[ Das Festmahl der Totengräber.] Dem Stadtrat vor Luzern wurde ein Legat vermacht mit der Bestimmung, dex städtischen Gruben- und Straßenreinigern, sowie den Toten­gräbern jährlich im Fasching ein gemeinsames Nachtessen zu liefern.

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[ Was der letzte Londoner Nebel kostet.] Die geradezu fürchterlichen Verluste, die der letzte Nebel in London zur Folge gehabt hat, lassen sich erst nach und nach übersehen. Schiffseigner und Kaufleute sind natürlich diejenigen, die am meisten verloren haben, und die ersteren sind wohl die einzigen, die jetzt schon ungefähr berechnen können, welchen Verlust sie tatsächlich erlitten haben. Der Schaden derselben wird auf etwa anderthalb Millionen Pfund, also etwa 30 000 000 Mart, per Tag angegeben, und die ganze Nebel­woche wird ihnen etwa 200 000 000 Mark kosten. Während boller sieben Tage hat eigentlich jeder Verkehr auf der Themse aufgehört, und nur die allertollkühnsten der Kapitäne wagten es, die Anker zu lichten.

Einen anderen charakteristischen Fall erzählt von diesem reichen Bagi Koloman Mikszath. Ein neuer Komitatschef gab einmal den Spitzen seines Komitats ein Festessen. Ge­laden waren alle, die als die reichsten Grundbesitzer der Ge­gend bezeichnet wurden, darunter selbstverständlich auch Bagi. Pünktlich zur angesagten Stunde kam Bagi angerückt, selbst­verständlich in seinem Feiertagsgewand aus blauem Tuch, mit großen silbernen Knöpfen daran. Die Diener wollten ihn jedoch nicht einlassen und erklärten, sie hätten die Wei­sung, mur Gästen im Frad den Eintritt zu gestatten. Bagi machte wütend Kehrt, eilte zum nächsten Schneider und ließ sich einen Frad und alles, was dazu gehörte, geben. So fehrte er zurück. Der Empfang war bereits zu Ende und man setzte sich zu Tisch. Als dann die Suppe serviert wurde, erhob sich auf einmal Bagi, pacte einen Flügel seines Fracks und tauchte ihn in die Suppe ein. Um Himmelswillen, was machen Sie?" riefen alle Gäste. Ich speise meinen Frad," erwiderte Bagi, denn wie es scheint, ist er zum Essen ge­laden und nicht ich."

Ein anderer Bauernmillionär war Andreas Nagy in Hodmezövasarhely. Nagy beklagte sich einmal beim Bür­germeister, daß der artesische Brunnen der Stadt nicht genug Wasser gebe. Ja freilich," lautete die Antwort ,,, der Brun­nen aibt nur 94 000 Liter in vierundzwanzia Stunden, und

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[ Eine Schule für Mütter in Paris.] Die französische Hauptstadt wird demnächst um ein neues, wichtiges und nach­ahmenswertes Institut reicher sein. In Bordeaur hat bereits seit mehreren Jahren eine Dame, Mme. Moll- Weiß, eine Schule errichtet, die sich eine Schule für Mütter" nennt un in der die Frauen und Mädchen bis ins Kleinste das lernen, mas sie als Gattinnen, Hausfrauen und Mütter brauchen. Was Mme. Moll- Weiß in fleinem Maßstabe in der Provinz erfolgreich durchführte, will sie nunmehr im großen in Paris ausführen und dort ein Institut ins Leben. rufen, das für alle fünftig zu begründenden Institute vorbildlich wirken soll. In der Führung des Haushalts, in Küche, Kinder­und Krankenpflege sollen die Schülerinnen gründlich unter­wiesen werden.

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[ Englische Neujahrssitten.] Eine Menge volkstüm­licher Bräuche ist auch in England mit der Feier des Neu jahrstages verknüpft. So besteht seit alters der Brauch, day der Bürgermeister eines Ortes zusammen mit seiner Haus­frau dem Armenhaus einen Besuch abstattet und drei oder vier der ältesten Einwohner auszeichnet und beschenkt. Ein jovialer und reicher Bürgermeister hat in den patriarcha­lischen Zeiten der Vergangenheit eine Sitte eingeführt, nach der von neun Uhr früh am Neujahrstage bis neun Uh abends sein Haus für jedermann offen steht. Essen, Trinken und Lustigsein ist dann die Parole, und das sonst so stille und ehrwürdige Haus des Stadtvaters gleicht dann einem leb­

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