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wie herrlich es dort sein werde, daß er morgen die

zu bestellen gedenke und so fort.

Zimmer

Nachdem das Frühstück vorüber, gingen die Damen dem begab. Haushalt nach, während Mr. Weaver sich in seine Office

Gegen zehn Uhr ging Else aus. Sie traf Frank, wie verabredet, bei einer Freundin, die die beiden zur City Hall" begleitete, wo eine Mariage License" verschafft ward. Dann fuhr das Trio zum Priester, einem alten Freunde des Weaverschen Hauses. Nachdem dieser den Wunsch des Paares vernommen, bat er sie, Plaz zu nehmen und ging in sein Arbeitszimmer. Nach einem kurzen telephonischen Gespräch fam er zurück und vollzog die Trauung.

als ein Bote mit einem Briefe erschien, der die Aufschrift trug: ,, Mr. und Mrs. Frank Wills." Eben schickte sich das neuvermählte Paar zum Gehen an,

Frank öffnete das Kouvert und las: Papas Handschrift!" sagte die junge Frau erbleichend.

,, Meine lieben Kinder!

Herzliche Gratulation zur Vermählung. Alles ver­ziehen. Kommt in die Arme Eures liebenden Vaters M. H. Weaver."

Der Priester und der junge Ehemann blinzelten sich ver­ausbrach. ständnisvoll zu, während Else vor Freuden in Tränen

DUND FLUR

FELD

Hühnerzucht im Wald und Dbstgarten.

Es ist verhältnismäßig wenig bekannt, wie gern Hühner im Walde, insbesondere im Laubwalde, sich aufhalten, und mit welcher Lust und unermüdlichkeit sie unter den Bäumen scharren und suchen. Wäre es bekannt, dann würden Forstwirtschaft und Geflügelzucht viel mehr in Verbindung gebracht sein, als es der Fall ist. Der Wald bietet den Hühnern nicht nur alle, sondern auch sehr günstige Bedingungen für ihr Gedeihen. Sie finden hier Schutz vor Unwetter, Wind, Frost, Sonnenbrand, Regen und Raub­vögeln, sowie ausreichende Bewegung. Auch reiche Beute an Schnecken, Würmern, Insekten und deren Larven, Sämereien, besonders in Buchenwaldungen die emsig gesuchten Bucheckern. Ist der Wald groß genug, so liegt es nahe, Hühnerhäuser auf fahrbaren Gestellen anzulegen, so daß Futter- und Ruheplatz leicht gewechselt werden kann. Durch diesen Wechsel des Aufenthalts wird der Schaden, den die Tiere den jungen Pflanzen zufügen könnten, bis zur Unerheblichkeit vermindert. Auf der anderen Seite werden die Hühner den Kulturen sehr nützlich durch Ver­tilgung von Unkrautsamen und Keimpflanzen, sowie schädlichen Insekten. Erheblicher Nutzen für die Forsten wie die Obstbaum­pflanzungen liegt noch darin, daß die Hühner durch ihr beständiges

lichen Vaters. Nach wenigen Minuten lag sie in den Armen ihres glück- Scharren das Unkraut nicht aufkommen lassen, den Boden locker

Als Mrs. Weaver von den Vorgängen erfuhr, konnte sie sich vor Entrüstung kaum fassen.

So! Vermählt ohne mein Wissen! Escaped!" rief sie. Ich verweigere meine Zustimmung!"

Weaver brach in Lachen aus.

Thu' doch nicht so, Altchen," sagte er, alles ist allright, wohl und gut. Ich werde dem jungen Paare ein nettes Häus­chen einrichten, wo sie glücklich und zufrieden leben können. Aber ich konnte mir doch wegen der Hochzeitsvorbereitungen habe, verderben lassen. nicht meine einzige Erholungsreise, die ich seit vier Jahren Kinderchen, und Donnerstag reisen wir!" Nun gehen wir alle zusammen,

Ungeliebt.

Der Sturmwind durch die Gassen weht, Großmütterlein zur Kirche geht Im schweren Seidenkleide. Großmütterlein geht still erfreut, Sie zählet achtzig Jahre heut Ich bin so jung und leide!

Der, den sie liebte, um sie warb, Sie wurde sein, und bis er starb, Sie hat ihn treu besessen. Ob er auch ruht in Grabesnacht, Das Glück, das einst so hold gelacht, Sie kann es nicht vergessen.

Wie wird es einmal mir ergeh'n, Wenn Winde rauschen, Flocken weh'n Wie heut nach langen Jahren? Mein Glück verflog sich in die Welt, Ich darf nicht sagen, was mich quält, Hab' niemals Freud' erfahren.

Werd' ich ein altes Mütterlein In seid'nen Kleidern und allein Zur stillen Kirche wallen? Großmutter betet Freud' und Dant- Ich knie schweigend in der Bank, In bösen Traum verfallen.

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halten und zugleich düngen. Um die Scharrtätigkeit nicht er­lahmen zu lassen, streut man das Körnerfutter noch zwischen und unter die Pflanzlinge, so daß die Hühner mit Eifer suchen müssen.

Bekanntlich ist der Geschmack der Hühnereier verschieden nach Rasse und Art, Gesundheits- und Nährzustand, Futter, Haltung und Pflege der Tiere. Insbesondere zeigt sich dies hinsichtlich des Geschmackes und Aromas des Dotters. Dabei ist die ganz bestimmte Beziehung zwischen Farbe und Geschmack des Dotters bemerkenswert. Die Dotter der Hühnereier weisen alle erdenk­Orange. lichen Farbenwechsel auf, vom matten Blaßgelb bis zum satten Die Eier mit hochgelben oder orangeroten Dottern haben einen viel besseren Geschmack, als Eier mit blassen, matt­gefärbten Dottern. Diese Erscheinung ist hauptsächlich dem Futter zuzuschreiben, daß die Hühner erhalten. Hühner mit un­beschränktem, freiem Auslauf werden stets Eier legen, deren Dotter die beliebte sattgelbe Farbe haben. Den freilaufenden Tieren steht die Auswahl unter den Futterstoffen frei. Sie nehmen in Gestalt von Würmern und Kerbtieren ausreichende Mengen tierischer Nahrung auf und können auch unter- den Pflanzenstoffen solche Auswahl treffen, die ihrem Geschmacke zusagt und ihrem Gedeihen förderlich ist. Hierbei kommen namentlich die Salze der Pflanzen in Frage, durch welche die frische Dotterfärbung bewirkt wird, ähnlich wie die Farbe der sogenannten Grasbutter nach dem Weidegange der Kühe im Frühjahr. Durch Fütterung von Eicheln erhält der Dotter eine so tiefgelbe Färbung, wie sie durch kein anderes Futter erzielt wird. Je mehr den Hühnern der freie Auslauf beschränkt wird, desto mehr schwindet der Farb­stoff im Dotter, desto blasser und geschmackloser wird derselbe.

In ausgedehntem Maße bringt der dänische Gutsbesitzer Biggo Ulrick die Geflügelzucht und Forstwirtschaft auf seinem Gute in Verbindung. Er hat seine Hühnerhöfe in den zahlreich dort vorkommenden, die Felder durchziehenden Haselhecken, dort Knicke genannt, angebracht. Die Fläche ist mit Draht umspannt, auf je 125 Meter Entfernung ist ein Hühnerhaus für 150 Hühner. Die Bodenfläche beträgt 27 Quadratmeter mit schrägem Dach, die lichte Höhe vorn 2,20, hinten 1,50 Meter. Die günstigen Erfolge haben Ulrick zu folgenden Vorschlägen bewogen. Die kleinen Waldbesitzer sollen die jungen Orte während der ersten Jahre nach der Aufforstung zur Hühnerhaltung heranziehen. Für je 46 Ar Bodenfläche rechnet er ein Hühnerhaus mit 75 Hühnern. Ein Eigentümer von 230 Hektar Wald, der in hundertjährigem Umtriebe bewirtschaftet wird, würde also nach und nach jährlich 5 Häuser mit 375 Hühnern einrichten, so daß nach 10 Jahren der normale Bestand von 50 Häusern mit 3750 Hühnern erreicht sein wird. Diese 3750 Hühner, meint Ulrick, könnten gut von 4 Personen gewartet werden und auf das Huhn einen jährlichen Reinertrag von 2 Kronen( 1 Krone gleich 1,125 Mk.) bringen, so daß also dem Besitzer von 230 Hektar Wald 7500 Kronen jährlicher Reinertrag aus der Hühnerhaltung auf jedesmal den zehn jüngsten Jahresschlägen zufließen würden. Das wäre für 1 Hektar Waldboden eine reine " Nebeneinnahme von fast 33 Kronen.

Nr. 115

Mittwoch. den 25 Mat.

1904.

Oberhessische Familienzeitung.

Tägliche Unterhaltungs- Beilage

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Gießener Neueste Nachrichten.

Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckeret, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); verantwortlich: Albin Klein.

( 4. Fortsetzung.)

Die Rache ist mein.

Originalroman von Ottomar Beta.

Und wieder an einer anderen Stelle: Emilie war hier, um den Gouverneur um Gnade für ihren Mann anzuflehen, den sie festgenommen haben, weil auf Bredow vom Guts fenster aus heimlich Signale gegeben würden. Und er gilt ier als Besizer. Sie schritt nach der Audienz triumphierend in mir vorüber, mit einem schauderhaften Zug um den Mund, wie man ihn nur einem vernichteten und gehaßten Wider ist ein Edelmann. acher zeigt. Als sie fort war, wurde ich zitiert. Laboissière Wenn man einen Feind in sein Herz schließen könnte, dieser alte Fischergeneral" würde mich nilde stimmen. Aber diesmal war er aufbrausend und heftig wie nie zuvor. In wessen Hause wohne ich hier? Wem ge­hört jenes Spionennest? Soll ich Sie nach Torney schicken, Madame, zu ihrem Freund, diesem Herrn Morik?" Er ist onst gewöhnt, in mir eine ehrliche Feindin anzuerkennen, und Aber ich hatte große Mühe, ihn diesmal zu beruhigen. Emilie, ich antwortete ihm daher auch mit gewohnter Staltblütigkeit. diese gleißnerische Schönheit, hatte ihn mit gärendem Gift den Vorgängen daselbst nichts, und du allein herrschtest nach gegen uns erfüllt; du hättest Morik betrogen, er wüßte von wie vor auf seinem Eigentum. Die ganze Darstellung, welche sie von der Sache gab, ist so, daß du deines Lebens nicht mehr sicher bist und daß selbst sein Liebling Nüske sich verbergen muß. Er ist hinüber ins Bruch und wird dir be­richten. Dies wird vielleicht auf lange Zeit das lezte sein, was du von mir hörst. O, wir Geschlagenen! Nur die allge­meine Not läßt uns die eigene vergessen!"

Erich, der sich einiger Aeußerungen von seiner Groß mutter erinnerte, erkannte aus solchen und anderen Stellen der mütterlichen Briefe den inneren Zuſammenhang der Dieser französische Gouverneur folgte alltäglich seiner pisfa­Beziehungen: vom Fischergeneral" hatte er viel gehört. torischen Passion mit einem gewissen Gottfried Nüske, dem städtischen Fischermeister, der aber insgeheim ein Vertrauter des Schillfreundes Staudius war und ihm von den Vorneh­mungen und Vorhaben der Franzosen regelmäßig Mitteilun­gen machte. Infolge dessen glückte diesen kein Ausfall gegen das Freikorps, während Schill den Franzosen an allen Ecken Zufuhren abschnitt, Posten wegnahm und sonderlichen Scha­den zufügte. Und Bredow war der Knotenpunkt dieses Ge­webes, welches sich um den Feind spann. Wie nun Staudius um den Besitz von Bredow kam, das war ersichtlich. Erich reimte dies und das zusammen. Studius, um Moritz zu retten, bei dem man eine Quittung von seiner Hand findet, verschreibt ihm Bredow. Morik leugnet dann, daß ein Schein­auf vorläge, leugnet, daß er die geringe Summe patriotischen Zweden geopfert und tritt in aller Form in einen Besitz ein, der sofort nach dem Abzuge der Franzosen zwanzigmal so Moritz erhalten. viel wert war, als die Summe betrug, welche Staudius von

Erich las die ganze Nacht hindurch in den mütterlichen je mehr er sich in die Vergangenheit hineinlebte. Briefen. Eine seltsame Stimmung bemächtigte sich seiner, ,, Was ich besitze, seh' ich wie im Weiten,

Und was verschwand, wird mir zu Wirklichkeiten."

( Nachdruck verboten.)) Dieses Wort Goethes hatte er so oft sich selbst vorgemur­nelt, nun erst gelangte er zu dessen vollem Verständnis. Und doch spielte etwas Leibhaftes in diese Schattenwelt hinein. Jedes gelesene Wort der Mutter gewann Klang in seinem Ohr und lieh sich Franziska Fiebigers Stimme. Er sah die Mutter vor sich in Franziskas Gestalt. Auch der Sinn jener Briefe nahm eine Beziehung auf die Gegenwart an. Befrei­ung vom Franzosenjoche war damals die Losung, jetzt lautete sie, Befreiung vom Moritschen Joche. Zuweilen sank er in seinen Stuhl zurück und drückte die Hand gegen den Kopf.

,, Bin ich denn fürs Tollhaus reif," fragte er sich ,,, einer Phantasie so nachzugehen!"

Und doch konnte er die Vorstellung nicht von sich abwehren, daß wie ein Alp auf allem, was ihm lieb und teuer war, der Einfluß dieser Frau Moritz lastete, in der Gegenwart wie an Franziska. in der Vergangenheit. Und auch dabei dachte er vornehmlich

,, Warum in dieser energische Mensch, Emiliens Sohn, mit er sich weiter. seinen mehr als dreißig Jahren noch Junggeselle?" fragte

Und seine argwöhnische Phantasie gab ihm die geeignete Antwort, um seinen Haß und seiner Eifersucht gegen den Erb­feind in giftige Gärung zu versetzen. ,, Gewißheit

Gewißheit!" so hörte er eine innere Stimme schnarren. Der Yankeegeist setzte sich ans Ruder seines Gedankengefährts und steuerte dasselbe dem Hafen eines praktisch ausführenden Vorsakes zu. Er ging mit sich selbst ins committee of ways and means".

Das Einfachste schien es ihm, am Morgen die junge Dame und den Justizrat von dem Zustande seines Herzens zu unter­richten. Doch dagegen empörte sich sogleich etwas in seinem Innern. Gestiefelt und gespornt in das Rosenreich der Liebe eindringen zu wollen wie ein zweiter Fernando Cortes bei anderen den Azteken, ist falsche Strategie. Vielleicht liebte sie jemand einen Offizier, einen Assessor, einen jungen Ree­der, deren in der Stadt hunderte mit Glanzhüten und Glacê­handschuhen und auf Freiersfüßen umherliefen. Vielleicht fände sie ihn auch schon zu alt. Er war ein Vierziger und schon meldete sich jene Bedenklichkeit, die dem erfahrenen Junggesellen sich anhängt.

,, Du fühlst ja wohl, der Herbst ist da. Und doch begehrst du Rosen?" stammelte er mit bebender Lippe. Er sprang auf.

Gewißheit, Gewißheit!" rief er, auch darüber!" Stöberer fiel ihm ein; an den konnte er sich wenden, um Aufklärung über die Verhältnisse des Justizrats zu erhalten. Aber er mißtraute diesem Malefiziarius und Aftenmen­schen mit den Wieselaugen und dem breiten Schädel. Er hatte nicht umsonst einen fünfundzwanzigjährigen Kampf mit den sharpers in den Staaten durchgefochten. Er konnte sich der Vorsicht nicht entäußern, auch jetzt nicht, wo er nur dem Herzen folgte und tief eingreifenden Erschütterungen unterlag. Bei allen Vornehmungen erwog er das Wie" mehr noch als das Wann" und das Was".

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Paris 1900.

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