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der Strafe freigewordenen Reichstagswahlkreis, sind bei der gestrigen Nachwahl die Freisinnigen ausgefallen. Es kommt zur Stichwahl zwischen dem antisemitischen Kandidaten Raab und dem Sozialdemokraten Hugo. Den Ausschlag geben die Freisinnigen.

Spanien.

In dem Wradrider Parlament geht es bunt her. Gestern, in der Schlußsitzung der Kortes, kam es zu ärgerlichen Skan­dalszenen. Die republikanischen Abgeordneten protestierten gegen die Maßnahmen der Regierung, welche die revolutio­näre Propaganda einschränken sollen, und riefen unzählige Male in den Saal hinein:" Hoch die Republik!" Die Majo­rität entgegnete mit Schmährufen und Drohungen. Der Präsident zerschlug fünf Glocken, ehe wieder Ruhe eintrat. Die Regierung droht jetzt, diejenigen Republi­faner, welche revolutionäre Rufe ausstoßen, aus der Kammer zu entfernen. Die Republikaner erklären, sie würden nicht nachgeben, da die Regierung die Verfassung übertrete.- Es kann also noch viel schöner werden!

Niederlande.

Ein neuer Schiedsgerichtsvertrag ist zwischen den Nie­derlanden und Dänemark abgeschlossen worden. Nach diesem Vertrage sollen Streitigkeiten zwischen diesen beiden Staaten dem Haager Schiedsgerichtshofe unterbreitet werden. Für solche Kleinſtaaten, die zu einer Auseinandersetzung auf dem Wege der ultima ratio, mit Blut und Eisen, nicht wohl in der Lage sind, mag das Schiedsgerichtssystem einen Vorteil bedeuten. Für Großmächte bedeutet es lediglich eine leere Formalität.

Balkan- Staaten.

Seltsame Nachrichten kommen aus dem Lande der Schwarzen Berge: Das Beispiel der serbischen Verschwörung scheint in Montenegro Nachahmung finden zu wollen. Man ist einer Verschwörung gegen den Fürsten Nikita auf die Spur gekommen, an deren Spize kein anderer als des Fürsten zweiter Sohn, Prinz Mirko, stehen soll. Dieser soll sich mit dem Plan getragen haben, seinen Vater, der wenig be­liebt ist, abzusetzen und sich selbst zum Fürsten zu machen. Der natürliche Thronfolger, Prinz Danilo, der Gemahl der mecklenburgischen Prinzessin Jutta, der ebenfalls bei den Tschernagorzen wenig Sympathien genießt, sollte des Landes berwiesen werden. Was an diesen Meldungen Wahres ist, läßt sich schwer ermitteln. Tatsache ist jedenfalls, daß dieser Tage in allen Teilen Montenegros etwa 60 angesehene Männer wegen Teilnahme an einer Verschwörung berhaftet und nach Cetinje gebracht wurden. Das montenegrinische Amts­blatt giebt vor, an der Verschwörung sei auch König Peter bon Serbien beteiligt gewesen. Letzteres klingt jedenfalls höchst unwahrscheinlich. König Peter hat selber Sorgen genug, als daß er sich diese neue Geschichte auf den Hals Inden sollte.

Deer und flotte.

Zur Hebung des gegenseitigen Waffenverständnisses zwischen Infanterie und Pionieren fanden seit dem Jahre 1898 gegenseitige Versetzungen von Offizieren statt. Diese fallen in Zukunft sort, dagegen sind alljährlich zum 1. Of­tober innerhalb eines jeden Armeekorps ein Oberleutnant oder älterer Leutnant der Pioniere zur Infanterie und von jeder Division je ein Infanterieoffizier desselben Dienstgrades zu den Pionieren zu kommandieren. Das Kommando dauert ein Jahr; ausnahmsweise darf es auf ein zweites Jahr ver­längert werden, wenn besondere dienstliche Gründe dazu vorliegen, und es unterbleibt in solchem Falle die Neukom­mandierung. Auf diese Weise wird die taktische Ausbildung der Pionieroffiziere und die technische Ausbildung der Infan­terieoffiziere auf eine größere Anzahl von ihnen ausgedehnt, als dies bisher der Fall war. Die Rückversetzung der be­treffenden Offiziere zu ihrer früheren Waffengattung hat bereits ihren Anfang genommen.

Der Andrang zum Schiffsjungendienst ist in diesem Jahre ungewöhnlich groß. Es werden daher nur Jungen eingestellt, die 15 Jahre alt sind. In den letzten Jahren genügte das vollendete 15. Lebensjahr. Es treten 600 Jungen ein. Die Schulschiffe Stosch"," Stein und Moltke" nehmen je 200 an Bord. Da alljährlich ein erheblicher Teil der Ein­gestellten sich als untauglich erweist, sollen weitere 180 Jungen als Ersatz einberufen werden.

Der Wildhirt.

Eine obechessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) -Tiophel? Ja, ich sein ja älsmal

,, Beim- beim-

bei dem gewest

" Ja, das weiß ich, und möcht' drum wissen, was Du heut Nacht bei ihm gemacht hast."

,, Na, er war im Dorf und ich bin' n Stückche mit ihm gange."

"

Bis hinter die alte Lehmkaut, und da habt ihr ge­wildert gelt?" Hangcurt schwieg.

-

Jetzt war bei dem Pierer die Mäßigung vorüber. Mit setner Riesenfaust, mit dem breiten Daumen und den dicken Fingern, schlug er auf den Tisch, daß die Taffe Hangcurts in die Höhe sprang und umfiel, so daß sich der Kaffee über den Tisch ergoß und auf die Erde träufte. Auch die Kaffeekanne begann bedenklich zu tanzen und wenn sie nicht unten breiter gewesen wäre, wie oben, so würde sie sicher auch umgefallen jein.

" Jung, verdorbener Jung!" schrte der Pterer, ,, ehe ich an Dir erleb', daß Du ins Zuchthaus fommst oder in die Eisen, eher schlag ich Dich kurz und klein oder jag' dich von Haus und Hof! Glaubst, ich hätt' nit g'wußt um Deine Nichtsnußigkeiten, die Du des Nachts mit dem berlumpten Schuft, dem mit Gänsetiophel, getrieben hast? Heut Nacht, oder vielmehr heut Morgen biste wieder eing'stiegen, ich hab's geseh'n an der Leiter, die unter'm Fenster am Hause lag, und wenn-"

Deutfcher Reichstag.

( 34. Sitzung.) CB. Berlin, 16. Februar. Eine Debatte über Kunst im Reichstage ist mal etwas anderes". Auf der Weltausstellung in St. Loui soll auch die deutsche Kunst neben der deutschen In dustrie vertreten sein. Schon in der Budgetkommission is beim Titel Beteiligung des Reichs an der Weltausstellung ir St. Louis( im Extraordinarium des Etats des Reichsamts des Innern) Klage darüber geführt worden, daß die modern Richtung in der Kunst, die Sezession, in der deutschen Ab teilung der kommenden Weltausstellung kein Plätzchen haber soll. Jetzt steht dieser Titel zur Beratung im Plenum. Abg Spahn( 3tr.) legte bereits gestern eine Lanze für die Sezession ein. Ihm folgten heute die Redner der verschie densten Parteien. Natürlich jeder von seinem politischen Parteistandpunkt aus. Abg. Singer( Soz.) ist für die sezessionistische Kunst, weil sie vorwiegend die Not und das Elend wahrheitsgetreu darstelle und so eine stehende Anklage bildet wider die Satten". Auch der Redner der Konser. vativen, Abg. Henning, vertritt den Standpunkt, daß die Kunst sich nicht reglementieren lasse; sie müsse frei sein, aller­dings müsse sie aber auch auf das sittliche Wohl des Volkes Rücksicht nehmen. Graf Po sa do w sky bestreitet, daß die Absicht bestanden hätte, die Sezession auszuschließen. Wie der Abg. Spahn, so glaube auch er, daß die neue Richtung" sich jetzt von den Auswüchsen frei zu machen suche, die ihr bislang angehaftet haben. Graf Oriola( natl.) spricht sich ebenfalls für die Sezession aus. Nur da, wo die Kunst bestrebt sei, die Autorität, dem Volke die Ideale zu unter­graben, dürfe die Regierung einschreiten. Heftig geht Abg. Müller- Meiningen mit der Aeußerung Rinnſteinkunst, die vor einigen Jahren gefallen war, ins Gericht. Und Abg. v. Kardorff bricht summarisch den Stab über das Verhalten der Regierung in dieser Frage, trotz der erneuten Erklärung des Grafen Posadowsky, daß die Regierung ganz korrekt verfahren sei. Ergebnis: Die Sezession hat gesiegt im Reichstag!

Na, nun macht's aber nit zu toll, Vater," sagte der Hangcurt, der sich in dem Alter, in dem er war, eine Behandlung nicht mehr gefallen lassen wollte, die

Preussifcher Landtag.

Haus der Abgeordneten.

( 20. Sizung.) RK. Berlin, 16. Februar. Die gestern abgebrochene Debatte über den Antrag Hirsch( frs. Vp.) auf Vorlegung eines Geſetzentwurfes, durch den die veralteten Bestimmungen des allgemeinen Berggesetzes von 1865 über die Knappschaftsvereine mit der Reichsgesetzgebung auf dem Gebiete der Arbeiterversicherung in Einklang gebracht werden", wird heute weiter fortgeſetzt. Als erster Redner erklärt der Abg. Stößel( 3tr.), daß seine Partei auf dem Boden des Antrages steht. Wir glauben in der Arbeiteraufsicht und in der Kontrolle der Betriebe durch Arbeiter Mittel zu sehen, die es ermöglichen, berechtigte Wünsche der Arbeiter zu erfüllen und den sozialen Frieden mit den Arbeitgebern etwas wenigstens anzubahnen. Auch wir verlangen die Achtstundenschicht, die Abschaffung der Ueberschichten, die Verpflichtung, daß nach 25jähriger Be­schäftigung den Arbeitern gesetzlich eine Rente zugesprochen wird. Wer 25 Jahre unter der Erde gearbeitet hat und dann noch gesund ist, hat eine beneidenswerte Natur." In der Diskussion tat sich der polnische Abgeordnete Korfanty wieder einmal recht unliebsam hervor, indem er behauptete, daß in Oberschlesien eine Beamtenkorruption sondergleichen herrsche und die polnischen Arbeiter wie das Vieh behandelt würden. Handelsminister Möller trumpfte ihn energisch ab, indem er meinte, wenn jemand behaupte, daß auf den oberschlesischen Gruben Korruption herrsche, sich aber weigere, Namen zu nennen, so würde sein Vorgehen für ge­wöhnlich mit dem Namen Verleumdung gebrandmarkt. Zwar versuchte Korfanty sich noch eine Revanche zu ver­schaffen, indem er mit Emphase drohte: Wenn der Minister mir diesen Vorwurf außerhalb dieses Hauses, wo mich par­lamentarische Rücksichten an der gebührenden Antwort hin­dern, gemacht hätte, würde ich wissen, mir Genugtuung zu verschaffen." Doch erweckte dieser Ausfall nur bei den Polen ein Bravo, sonst allgemeines Gelächter.

Der Antrag Hirsch wird schließlich gegen die Stim­men der beiden freisinnigen Gruppen, des Zentrums und der Polen abgelehnt. Der Rest des Ordinariums wie das Extraordinarium wurde ohne wesentliche Debatte an

дenommen.

seiner Meinung nach wohl für einen Schulkn ben, aber nicht mehr für einen erwachsenen Burschen von etlichen zwanzig Jahren sich ziemte. Ich bin kein Rozjung mehr."

" Was bist Du nit?" schrie der Pierer noch lauter und indem er mit erhobener Hand schlagbereit vor feinem Sohne stand. Dieser retirirte weiter auf der Bank rückwärts bis hinten in die Tischecke", wo er sich einigermaßen sicher fühlte vor einer derben Ohr­feige, die bei dem Pierer ziemlich wohlfeil zu haben

war.

Aus den Parteien.

Es wird uns darüber aus Darmstadt folgendes ge­schrieben, das wir veröffentlichen ohne damit für eine oder die andere Seite Partei zu ergreifen. Der Darmstädter Herr schreibt: Feindliche Brüder. Im politischen Leben des Hessenlandes scheint eine neue Scheidung der Geister bevorzustehen.

Engeleitet wurde dieselbe durch den Uebergang der demokratisch antisemitischen Bauernbündler Hirschel und Köhler in das agrarisch-demo­fratisch- liberale Lager Haas Schlenke mit gleichzeitigem Anschluß derselben an den Bund der Landwirte. Diese agrarischen Neubildungen scheinen nun nach mancherlei Anzeichen von allerlei Fieber- Zuständen innerhalb der be­teiligten Parteiförper begleitet zu sein.

Da ging die Türe auf und Hereintrat Frau Glohr ( Clara), die Ehefrau Pierersch. Sie war eine noch hübsche Frau mit blasfem anziehenden Gesicht, in dem ein unverkennbarer Zug der Ergebenheit lag, der wohl entstanden sein mochte durch den jahrelangen Verkehr mit ihrem etwas strengen und gebieterischen Chegemahl. Man sah es ihrem Gesichte an, daß es einen Charakter spiegelte, der in seinem Leben schon manchen schroffen Gegensatz gemildert oder ausgeglichen, schon manche unverdiente Härte geduldig ertragen.

Ste trat vor ihren Mann hin und erhob die Hände, wobei sie dieselben inncianderschlug.

Andrees, set vernünftig," sagte sie. Was soller die Leut' denken, die draußen in die Kirch geh'n. Sie fönnen nit anders, als glauben, hier schlüg m'r sich!"

Er hätt sie auch verdient", tobte der Pierer weiter, wenn er auch schon etwas herabgestimmt war. " Du weißt noch gar nit, was er g'macht hat- un­glücklich macht er sich und uns mit!"

" Ja, was is denn eigentlich!" rief Frau Glohr, die nichts Gutes ahnte.

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Zurst war es die hochfeudale Reaktion aus Worms, die ihren Gehülfen zu Darmstadt mit einer romano publico durch die hoch feudale und zugleich amtliche Bresse auszuführende Nörgelet an dem demokratisch ange­hauchten Landtags- Präsidenten Haas betraute. Das machte Schüler, denn wir erfahren weiter, daß auch der Bund der Landwirte sich jest anschickte, die zu gmein­samem wirken faum gewonnenen Hirschel und Köhler, die ihm anscheinend doch zu sehr freigesinnt erscheinen, wieder abzusägen. Die Agitatoren des Bundes gehen in den Bezirken des hessischen Bauernbundes werbend von Ort zu Drt, ist hierbei interessant wie von Alsfeld ausgehend

Wilddiebe ist er gange mit dem verkommenen Strolch, dem Gänsetiophel, dem Brandstifter, der noch mal in die Eisen kommt!"

der Bund nun auch versucht, die neuen Haas- Hirschel­Köhler'schen Bezugs- und Absatz- Genossenschaften sowie Ge­treidelager durch Konkurrenz Unternehmen zu schädigen. Und hinter der Aufforderung z. B. an die Lagerhaus- Ge­nossenschaft Alsfeld- Grünberg die Neugründungen vorerst noch keinem Verbande anzugliedern, soll wie wir hören die Absicht lauern, diese Lagerhäuser dem Bund der Landwirte Kornhaus- Verband Corbach in Waldeck zuzuführen. So bildete sich wenn nicht alle Zeichen trügen heimlich aber zielbewußt hinter dem Rücken des Präsi­denten Haas, nicht zum wenigsten aber auch in den ihm seither immer nahe gestandenen nationallibe ralen aber reaktionären Kreisen eine feindliche Stimmung gegen denselben heraus, die nicht zu unter­schäßen ist.

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Interessant wird es sein, sich diese Krisis weiter ent­wickeln zu sehen; es ist der alte Kampf: Demokratie und Volkswille gegen Reaktion und selbstherrisches Junkerkapitalisten­und Bureaukratentum. Vielleicht hatte auch der Abg. Köhler so unrecht nicht, wenn In dem unerwarteten Ansturm Heydenreich- Buff und Genossen gegen den ziemlich fategorischen Antrag ges Präsidenten Haas wenn nötig auch wieder Sams­tags- Sigungen abzuhalten, ein Mißtrauensvotum gegen die Person des Landtagspräsidenten vermutet, wenn auch Haas nach seiner offiziellen Erklärung dies nicht finden wollte. Vielsagen war auch die am Donnerstag von Seiten des Präsidenten dem Abg. Buff gewordene Zurecht­weisuna, als Buff den Wormser Großherzog gegen die Angriffe Ulrichs in den Schuß zu nehmen, sich als dessen Parteifreund berufen fühlte.

Eine Scheidung scheinte demnach bevorzustehen, denn auf die Dauer scheint es wohl unmöglich, daß derartige start auseinandergehende politische Anschauungen in einem Partei­förper weiter einträchtig beieinander wohnen, wie es seit= her der Fall war. Db dabei die nationalliberale Bartei nicht noch weiter in die Linsen geht und ob die Ernte den­jentgen in den Schook fällt, welche die Saat auswarfen.

Hessischer Landiag.

Darmstadt, 16. Februar 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Situng um 9 Uhr 15 Min.

Die Spezialberatung des Staatsvoranschlags wird fort­gesezt bei Kapital 10, Staatseisenbahnen. Abg. Dr. Schmitt bringt Wünsche von unteren Beamten, betr. Benachteiligung, sowie die Frage der Abgeordneten Freifarten zur p ache.

Frau Glohr warf einen entsetzten Blick nach ihrem Sohne. Hangcurt!

Dieser saß wie ein armer Sünder da. Er hatte das Gesicht in beide Hände gestützt und blickte unter den Tisch.

" Hangcurt, gib Deim Vater' ne Hand und verheiß' Dich bei Gott: Du wollst's nit wieder tun. Dein Vater hat recht!"

Da is er schon zu schlecht d'rzu!" tobte, jetzt allerdings schon bedeutend mäßiger, der Pierer weiter. Paß acht, an dem erleben wir noch was! Ich seh schon, den Hof fann er mal nit kriegen, den muß der Hannes haben!"

,, Hangcurt!" rief Frau Glohr fast berzweifelt und indem sich ihr Mutterauge mit liebendem Ausdruck und forgenvoll nach ihm hinwandte, Hangeurt, komm ' raus und gib Dem Vater die Hand und versprich hoch und teuer, Du wolst's nit wieder tun!"

Hangcurt warf einen feuchten Blick nach seiner über alles geliebten Mutter, dann kam er aus der Tischecke hervor und reichte seinem zürnenden Vater die Hand, indem er sagte:

,, Vater, laßt's gut sein; ich will's nit wieder tun." Das will ich Dir auch nit geraten haben," ver­setzte der so Angeredete mit nachdrücklicher Betonung. Das Ungewitter war durch das Dazwischentreten Glohrs rasch vorübergegangen, das heißt, beide Eltern hielten ihrem Sohne noch eine längere Strafpredigt, in der es besonders Frau Glohr an herzbewegenden Worten nicht fehlen ließ. Sie konnte gar eindringlich zu jemanden sprechen und nun noch gar zu ihrem Hangcurt, der ihr ans Herz gewachsen, weil er doch sonst im allgemeinen ein solch' gutmütiger und wohlgelittener Bursche war. ( Fortsetzung folgt.)

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