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Sein kühler und stolzer Gruß wurde mit großer Zuvorkommenheit von den Gästen erwiedert. Peter Schönbach konnte daraus erkennen, in welch' hohem Ansehen der Direktor des fürstlichen Museums stand; höhnisch lächelnd nahm er seine Flasche und sein Glas, um sich an einem andern Tische niederzulassen.
" Ich dachte es mir," höhnte der Maler, der Mann ist feige; hinter dem Rücken verwunden kann jeder."
Der Direktor hatte unterdessen den bestellten Wein erhalten und sich eine Zigarre angezündet, er sprach leise mit seinem Nachbar, einem alten Herrn, und sein Blick heftete sich dabei mehrmals mit einem finstern, drohenden Ausdruck auf den Kupferstecher, der ihm unverwandt mit herausforderndem Hohn in's Gesicht schaute.
Die Mitteilungen des Nachbars mußten den Direktor wohl in hohem Grade empören.
" He! Sie da!" rief er plößlich mit der ganzen Ueberhebung, die namentlich in fleineren Residenzen hohe wie niedere Bureaukraten in der„ vormärzlichen Zeit" nicht selten an Tag zu legen pflegten. Seine Stimme klang dabei so laut und schneidend, daß die Gäste erschreckt zusammenfuhren.„ Wo wohnen Sie?"
Im weißen Lamm," erwiederte Peter Schönbach gelassen; warum? Darf ich Ihren Besuch erwarten?"
Sie werden das Weitere morgen erfahren!" brauste Joachim Spangenberg auf. Unsere Geseze haben Mittel, einem Berleumder den Mund zu stopfen, merken Sie sich das!"
Ich lasse mich nicht in Angst jagen," erwiederte Schönbach, indem er sich erhob und seinen Mantel vom Haken nahm. Ich verleumde Niemand; was ich sage, das kann ich auch beweisen."
Er nahm mit einer leichten Verneigung von den Gästen Abschied, bedeckte sein kahles Haupt mit einem breitrandigen Filzhut und ging hinaus.
Welch unverschämte Frechheit!" rief der Direktor, dem hageren Manne einen zornblizenden Blick nachsendend. Was will dieser Mensch hier? Glaubt er hier das große Wort führen und eine Rolle spielen zu können? Er sieht aus, wie ein Vagabund, und ich will mich köpfen lassen, wenn er etwas Besseres iſt!"
Erlauben Sie, Herr Direktor, der Kupferstecher Peter Schönbach ist eine Berühmtheit seines Faches!" sagte der Maler.
„ Na, so sieht er nicht aus," spottete Spangenberg.„ Berühmte Leute verdienen viel Geld und suchen mit denen, die ihnen nüßlich sein können, gut Freund zu bleiben, dieser Mann aber ist ein mit Gott und der Welt zerfallener Vagabund; ich will ihm schon zeigen, wo der Zimmermann hier das Loch gelassen hat. Der Sohn seines Bruders, der vor einiger Zeit hier war, ist auch nicht besser, wir werden an dieser Familie noch etwas erleben!"
„ Ein Kupferstecher erwirbt selten Reichtum," erwiederte der Maler achselzuckend, ich habe auch schon manchen berühmten Mann kennen gelernt, der unzufrieden und mit der Welt zerfallen war, weil ihm sein Ruhm nicht die Butter auf's Brod einbrachte. Verteidigen will ich Schönbach nicht, Herr Direktor, im Gegenteil, ich fand es sehr unflug, daß er hier seine Gedanken so offen aussprach, aber ebenso unflug würde ich es finden, ihn deshalb zu verfolgen."
Er hatte sich erhoben und dem Freunde verstohlen einen Wink gegeben; Martin Kassel trant sein Glas aus und stand nun auch von seinem Sitz auf, worauf Beide das Lokal verließen.
ch mochte es nicht sagen, aber manches wahre Wort hat der Kupferstecher doch gesprochen," versetzte der Maler, während sie Arm in Arm die spärlich beleuchteten Straßen durchwanderten,„ es herrscht hier eine Protektionswirtschaft, die schon manchem jungen Talent den Hals gebrochen hat!" Dir wird sie ihn nicht brechen," erwiederte Martin ruhig, dafür sorgt dein Vater, der Herr Hofrat, und vielleicht auch Fräulein Sabine v. Derendorf!"
Hm, zieh an deiner eigenen Nase, mein Bester," lachte Ottofar, kaum dreißig Jahre und schon Hofjuwelier!" ,, Der Titel ist von meinem seligen Vater auf mich übergegangen!"
Und das große Vermögen ebenfalls! Du hast wahrlich feine Ursache, dich zu beklagen! Hast nur noch eine Schwester, die dein Hauswesen sorgsam verwaltet und ihren Anteil an der Erbschaft dir bedingungslos überläßt, machst täglich glänzende Geschäfte-
,, Na, na!" unterbrach ihn der Andere. Es ist nicht so
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Baters betrachtete man unseren Laden gewissermaßen als glänzend, wie es aussieht! Schon zu Lebzeiten meines Frühstückslokal, Freunde und Bekannte fanden Vormittags sich ein, um bei einem Glase Madeira die Tagesereignisse zu besprechen; so ist es bis heute geblieben, indirekt bringt es freilich meinem Geschäfte Nuzen, aber wer da glaubt, die Herren machten täglich Einkäufe, befindet sich in einem gewaltigen Irrtum."
" Der Adjutant Seiner Durchlaucht ist wohl auch täglicher Gast in deinem Hause?" fragte Ottokar in einem Ton, der nichts weniger als freundlich klang.
Alfred v. Bodenlauben? Jawohl, ich bin schon lange mit ihm befreundet."
,, Mein Freund könnte er niemals werden!" ,, Was hast du gegen ihn?"
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D, nichts; er ist ein guter Junge, geistig etwas beschränkt, pocht auf seine Güter und seine Ahnen, rasselt etwas start mit seinem Säbel und spielt in allen Boudoirs die etwas fade Rolle eines Süßholzrasplers."
,, D, nun tenne ich schon den Grund deiner Abneigung gegen ihn," scherzte Martin. Du malst augenblicklich Fräulein v. Derendorf, unsere junge, schöne Hofdame, das führt naturgemäß zu manchem vertraulichen Zusammensein, da muß es dich freilich ärgern, wenn der junge Leutnant säbelrasselnd als Störenfried eintritt."
" D, er geniert mich nicht, für mich ist er Luft!" „ Auch für das gnädige Fräulein?"
„ Sie muß sich leider seine faden Redensarten gefallen lassen," antwortete der Maler achselzuckend,„ Alfred v. Bodenlauben ist ja auch ein Günstling des Fürsten!"
Sagte man das nicht früher auch von Fräulein v. Deren
dorf?"
,, Was?" brauste der Maler auf.
Rege dich weiter nicht auf, ich frage ja nur! Sabine v. Derendorf ist so jung nicht mehr. Meine Schwester Ida hat ausgerechnet, daß sie nahe an die Dreißig sein müsse, und seit einigen Jahren haben ihre Beziehungen zum Hofe sich ziemlich gelockert, das weiß hier Feder."
,, Weil ihr der am Hofe herrschende Ton nicht mehr zusagt," antwortete Ottokar unwirsch. Durchlaucht hat keine feinen Umgangsformen, das wird Niemand hier bestreiten wollen, und am wenigsten seine Gemahlin, der seine klassische Grobheit manche trübe Stunde bereitet. Aber niemand soll wagen, Sabine zu nahe zu treten!"
,, Diese Absicht liegt mir sehr fern," erwiderte Martin ruhig,„ ich achte die Dame hoch und habe sie auch bisher gegen alles Gerede in Schutz genommen! Indessen verraten deine Worte mir nun, daß du ein tieferes Interesse für diese Dame hegst
„ Und wenn dies der Fall wäre?" fiel Ottokar ihm ungeduldig in die Rede.
,, Dann möchte ich dich auf ein Gerücht aufmerksam machen, das vor einigen Tagen in meinem Hause geäußert wurde. Diesem Gerücht zufolge soll Direktor Spangenberg die kühne Absicht hegen, um die Hand dieser Dame zu werben, und es wurde behauptet, daß der Fürst diese Absicht billige." „ Unsinn!"
Weshalb Unsinn? Joachim Spangenberg ist noch ein rüstiger Mann-
„ Er hat in seinem Hause zwei erwachsene Kinder, den Ministerkandidaten, wie Peter Schönbach ihn nannte, und seine Tochter Irma. Diesen Beiden eine Stiefmutter geben zu wollen"
Wäre das so töricht?" unterbrach Martin den erregten Freund;„ den Sohn kann er ausquartieren, auch die Tochter, wenn es nötig ist; seine Mittel erlauben ihm das. Die Verbindung mit Fräulein v. Derendorf-"
Würde ihre Tante, die Baronin v. Gagern, niemals zugeben!"
„ Hängt denn Fräulein v. Derendorf von ihrer Tante ab, oder diese von ihr?"
Sabina hängt von Niemand ab, sie ist reich und hat feine Eltern mehr, somit fann sie allerdings tun und lassen, was ihr beliebt, aber einige Rücksicht muß sie doch auf ihre Familie und die gesellschaftlichen Vorurteile nehmen!"
„ Der Wunsch des Fürsten gilt etwas mehr, indessen „ Heda, das nenne ich eine glückliche Begegnung!" unterbrach in diesem Augenblick eine sonore Stimme das Gespräch. Ihr wollt doch noch nicht nach Hause?" ( Fortseßung folgt.
Glaube nicht alles, was Du hörst.
Liebe nicht alles, was Du siehst; Rede nicht alles, was Du weißt, Tu nicht alles, was Du willst.
Frühlingsahnen.
Skizze von Reinhold Ortmann. ( Nachdruck verboten.) Als der Kanzleirat Hemmerling an diesem Märzmorgen, pünktlich wie immer, auf die Straße hinaustritt, um den gewohnten Weg ins Ministerium zu machen, bläst ihm der Wind so ungebärdig entgegen, daß er wahrhaftig Mühe hat, Ein Schiffer, der sein sich auf den Beinen zu halten. gebrechliches Fahrzeug bei wütendem Orkan über die bewegten Wellen steuern muß, tann es nicht schwerer haben, sich vorwärts zu kämpfen, als der Herr Kanzleirat, der den Stod seines Schirmes krampfhaft mit beiden Händen um llammert, damit ihm das teure Regendach nicht auf Flügeln des Sturmes entführt werde.
Natürlich kann er unter so schwierigen Verhältnissen nicht viel auf seine Umgebung achten, und es ist sicherlich nicht seine Schuld, wenn er an einer Straßenecke höchst unsanft mit einem ihm begegnenden Menschenpaare zuſammenprallt.
Aber so sehen Sie sich doch vor!" ruft er ihnen zu, ärgerlich über ihre Unvorsichtigkeit, über den greulichen Wind, den widerspenstigen Regenschirm und die nichtsnugige Nässe, die ihm ganz gewiß wieder einen Schnupfen eintragen wird. Die beiden aber es sind ein junger Mann und ein junges Mädchen, die Arm in Arm unter einem Regenschirm dahinschlendern, sehen ihn mit lachenden Gesichtern an, und ihre Entschuldigung klingt so fröhlich, wie wenn es gar nichts Lustigeres auf Erden gäbe, als so einen sturmdurchwehten Märztag.
" Verrücktes Volk!" knurrt der Kanzleirat vor sich hin. " Die müssen unter ihrem Schirmchen ja naß werden wie gebadete Kazen."
Er selbst ist nicht viel trockener, als er endlich den Schauplaz seines Wirkens erreicht. Auf dem Korridor geht der Kalkulator Heidenreich an ihm vorüber, ein junger Kollege, von dem er weiß, daß er erst seit einem Jahre verheiratet ist. Der arme Mensch trieft nicht weniger als der Kanzleirat. Aber sein vom Sturm gerötetes Antlitz strahlt förmlich vor Vergnügen.
-
Guten Morgen, Herr Rat!- Ein herzerquickendes Wetter nicht wahr? Man kann den Frühling schon förmlich riechen. Das giebt einem doch wieder mal frischen Mut." " So? Riechen Sie ihn?" fragt der Kanzleirat sarkastisch. ,, Dann müssen Sie eine feinere Nase haben als ich, Herr Kollege! Ich finde das Wetter einfach scheußlich."
Und er beeilt sich, an den geheizten Ofen zu kommen, dessen wohltuende Wärme er zehn Minuten lang auf seinen Rücken einwirken läßt, ehe er sich entschließt, sein Tagewerk zu beginnen.
Der Kanzleidiener legt wie immer einen ansehnlichen Stoß Atten auf seinen Schreibtisch, und Herr Hemmerling schlägt das erste Fascikel auf.
Es ist ein Bericht über die Fortbildungsschulen in G., und gleich unter dem Attendeckel liegt ein Blatt mit einigen auf den Inhalt bezüglichen Bemerkungen von der Hand des Herrn Regierungs- Assessors Reinwald. Der RegierungsAssessor ist seit drei Monaten als Hilfsarbeiter im Ministerium tätig und gewissermaßen ein Vorgesetter des Kanzleirats ein netter junger Mann, den der erfahrene Beamte mit einer Art von väterlichem Wohlwollen behandelt. Diesmal aber ist er mit seinen sachlichen Bemerkungen nicht ganz einverstanden. Es scheint ihm, daß sie nicht völlig im Einklang sind mit den vom Herrn Ministerialdirektor erlassenen Vors schriften. Er dreht das Blatt um, weil er auch auf der Rückseite noch etwas vermutet. Und sie ist in der Tat von oben bis unten beschrieben. Aber der Kanzleirat macht große Augen, denn was er da sieht, läßt sich mit den Vorschriften des Herrn Ministerialdirektors noch viel weniger in Einklang bringen, als die Bemerkungen auf der anderen Seite: " Herolde schickt der Frühling dir Auf schnaubenden Sturmesroffen. Sie flopfen an Deines Herzens Tür: Tu auf, was so lang du verschlossen!
And so weiter.
Einzelne Worte und ganze Zeilen sind durchstrichen und durch andere, ähnlich klingende ersetzt. Oben am Rande stehen ein paar Reihen von Strichen und Häkchen, offenbar die Notbehelfe eines auf seinen Versfüßen noch nicht ganz sicheren Dichters. Es ist gar kein Zweifel: Der RegierungsAssessor hat einen Teil seiner vom Staate bezahlten Arbeitszeit darauf verwendet, Verse zu machen. Und was für Verse! Zwar ob sie gut oder schlecht sind, kann der Kanzleirat nicht beurteilen, denn er ist Gott sei Dank niemals in Versuchung geraten, sich mit dergleichen zu befassen.
Aber er sieht doch, daß es ein Frühlingslied ist- ein Frühlingslied bei solchem Hundewetter! Und das nicht allein, sondern auch ein Liebeslied, ein feuriger Appell an eine die süßen Lenzgefühle, die nach seiner Behauptung des ungenannte Angebetete, ihr Herzchen weit aufzutun für all Dichters Brust durchzittern.
Einmal, zweimal und zum drittenmal schüttelt der Kanzleirat den Kopf. Dann steht er auf und geht mit dem Blatte in der Hand in das Nebengemach, wo der hübsche verloren in den klatschenden Regen hinausstarrt. junge Assessor untätig am Schreibtisch ſizt und wie traum
Ich bitte um Entschuldigung, Herr Assessor", sagt er trocken, aber ich weiß nicht recht, was ich mit dieser Anweisung da beginnen soll."
Der junge Mann blickt verwundert auf, aber als sein Blid über das Blatt hingleitet, wird er rot, wie ein Mädchen, verlegen greift er nach dem Papier.
" In der Lat, lieber Rat- ein Versehen- ich weiß Ich danke nicht wie das in die Akten geraten konnte. Im übrigen ,, Nein, glücklicherweise, Herr Assessor! Ihnen. Es hats doch niemand außer Ihnen gesehen?" bencide ich Sie aufrichtig um Ihre Phantasie." Der junge Dichter lächelt ein wenig geschmeichelt. ,, Es hat Ihnen also gefallen?"
-
" Hm! Das will ich nicht gerade behaupten. Aber welche Einbildungskraft gehört dazu, jetzt den Frühling zu ahnen
ausgerechnet gerade jezt, wo es meiner Ansicht nach viel näher liege, Loblieder auf den geheizten Ofen zu dichten." ,, Sie scherzen, lieber Herr Rat! Spüren Sie denn in Ihrem Innern nicht auch so etwas wie Lenzesahnung, so ein unbeschreibliches Erschauern, ein unbestimmtes Vorgefühl von etwas Wunderbarem – Köstlichem Der junge Mann fängt an, dem Kanzleirat unheimlich zu werden. So redet man vielleicht auf dem Theater, aber nicht im Bureau eines Miniſteriums.
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,, Nein, ich spüre in meinem Innern nur die Vorboten eines Schnupfens", fällt er ihm mit der ganzen Beamtenwürde eines in Pflichttreue ergrauten Subalternen in die Rede.„ Aber ich will den Herrn Regierungsassessor nun nicht länger stören."
Er geht hinaus mit einem Gesicht, als ob ihm eine persönliche Beleidigung angetan worden wäre. Der Assessor aber starrt wieder in den Regen, und es in ein ganz eigenes, glückliches Leuchten auf seinem Antlik.
Mit dem Schnupfen des Kanzleirats Hemmerling scheint es diesmal doch gnädig ablaufen zu wollen. Als er am Nachmittag sein letztes Aftenstück zuklappt, fühlt er sich wieder ganz behaglich. Und da inzwischen der Regen aufgehört hat, findet er auf dem Heimwege auch den brausenden Märzsturm nicht mehr ganz so unerträglich wie am Morgen. Aber er vermag trotz allen Schnüffelns nichts vom Frühling darin zu riechen wie der junge Kalkulator Heidenreich, und von irgend welchen Wonneschauern ist schon gar nicht die Rede.
Sein Töchterchen Else fliegt ihm entgegen und ist ihm behilflich, den Ueberrock auszuziehen. Nach seiner lieben alten Gewohnheit, bei der Heimkehr über irgend etwas zu klagen, seufzt der Kanzleirat mit der Miene eines Märtyrers: ,, Ein Schandwetter heute! Die Luft geht einem aus und man kann kaum die Augen aufmachen."
Fräulein Else aber, die immer einen freundlichen Trost bereit hat für das Heer seiner eingebildeten Leiden, zitiert mit frischer, heller Stimme:
" Herolde schickt der Frühling dir Auf schnaubenden Sturmesroffen.
Sie klopfen an deines Herzens Tür--
Weiter kommt sie nicht. Ein Blick in ihres Vaters Ge sicht läßt sie erschrocken verstummen. Der Kanzleirat aber, nachdem er sie ein paar Sekunden lang durchbohrend an gesehen, zitiert in einem fürchterlichen Tone weiter: „ Tu auf, was so lang du verschlossen!
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