wegen der durch den Ernst der Lage sofort gebotenen Wiaß nahmen zwischen den beteiligten Ressorts Verhandlungen eingeleitet worden. Der am 6. Januar von Kurhaven abgegangene Ersatztransport wird voraussichtlich am 3. Jebruar in Swakopmund eintreffen.
Die beiden in der obigen Depesche an das Kolonialami als Sammelplätze der aufständischen Hereros genannten Ortschaften, Okahandja und Otjasazu, liegen im Bezirke Windhuk, nördlich von dieser Ortschaft. Okahandja ist Militärund Eisenbahnstation und 78 Kilometer von Windhuk, 303 Kilometer von Swakopmund entfernt. Nach den letzten Angaben wohnten in Okahandja 62 Europäer, etwa 900 Herero, je 100 Hottentotten und Bergdamara. Otjasazu liegt etwa einen Tagemarsch östlich von Okahandja. Nach den letzten Angaben wohnten dort 11 Europäer und etwa 500 Herero und Ovambandjeru. An beiden Orten befinden sich Stationen der Rheinischen Missionsgesellschaft.
Die Herero, ein den Kaffern verwandter Bantustamm, sind vor etwa 100 Jahren von Norden in das heutige Schutzgebiet eingewandert und später von den nachfolgenden Ovambo südwärts in das Gebiet der Bergdamara, ihre heutigen Size, gedrängt worden. Mit ihnen hat das Gouvernement schon mehrfach harte Kämpfe gehabt.
Die Herero stehen körperlich den südafrikanischen Kaffern sehr nahe. Die meisten von ihnen erreichen das Gardemaß. Ihre Waffen bilden die Wurfkeule( Kirri) und der Assagai; doch haben viele, namentlich im Süden, auch Gewehre, in der Mehrzahl allerdings sogenannte Pavianspfoten", Vorderlader ältester und oft sehr mäßiger Konstruktion. Trotzdem reicht die Schutztruppe bei weitem nicht aus, ihnen die Spitze zu bieten: die gesamte Schutztruppe zählt nur 800 Mann, und von diesen sind bei den weiten Entfernungen und schlechten Wegen, und vor allem auch bei der Unterbrechung der Bahnverbindung, nur etwa 100 Mann sofort für das Nordgebiet verfügbar. Hoffen wir, daß es der Schuztruppe gelingt, die aufständischen Neger solange im Zaum zu halten, bis aus Deutschland eine große Unterstützungsexpedition ihr zu Hilfe kommt. Denn ohne eine solche Expedition wird man des Hereroaufstandes kaum Herr werden.
Wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter hört, ist bereits das Kanonenboot Habicht", das z. Zt. in Kapstadt eine kleine Reparatur vornimmt, nach Swakopmund beordert worden. Das Schiff hat zwar nur 6 Offiziere und 116 Mann Besayung, indessen kann die kleinste Unterstützung, die schnell kommt, von großem Vorteil sein.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Wilddich und Mörder. Das Hallesche Schwurgericht verurteilte den Maurer Schollbach aus Gräfenhainichen, der beim Wildern den Gemeindevorsteher Beutmann aus Zschiefewiz erschoß, zu dreizehn Jahren Zuchthaus.
§ Ein jugendlicher Lüstling hatte sich in der Person des im 15. Lebnjahr stehenden Georg Adamczyk, Sohn eines Steindruckers in Kattowik, wegen Sittlichkeitverbrechens vor der Beuthener Strafkammer zu verantworten. Der Angeklagte hat sich in den Jahren 1902 und 1903 fortgesetzt gegen Schulmädchen vergangen. Auf Grund der unter Ausschluß der Deffentlichkeit geführten Verhandlung, in welcher 10 Schülerinnen aus Kattowitz als Zeugen vernommen wurden, wurde der Angeklagte zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Nach Abbüßung dieser Strafe wird Adamczyk der Zwangserziehungsanstalt in Lubliniß zugeführt werden.
an den Felsen der Insel Sein Schiffbruch erlitten; von der Besatzung sind 13 Mann gerettet, 10 sind ertrunken.
Ein Aufsehen erregender Fall von Verfolgungswahn hat eine ganze Berliner Familie mitsamt dem Dienstmädchen ins Irrenhaus geführt. Es handelt sich um die drei Geschwister Elise, Gustav und Karl Schneider, von denen die erste ein Modewarengeschäft besaß, die beiden andern Oberpostassistent bezw. Kaufmann waren. Die Geschwister litten unter der Wahnidee, daß ihre ganze Wohnung von Räubern unterhöhlt sei. Das Dienstmädchen, das erst drei Monate bei ihnen in Stellung war, war von der geistigen Krankheit ihrer Herrschaft angesteckt worden. In den letzten Tagen hatten die Brüder harmlose Leute auf der Treppe mit Säbeln angegriffen und einen Markthallenaufseher schwer verwundet.
Die Nache des Offiziersburschen. Ein Soldat der französischen Garnison Toulon, namens Chretien, wurde von seinem Posten als Bursche bei dem Offizier Trouville abgelöst, weil er die Gemahlin des Offiziers belästigt hatte. Er schwur deshalb dem Offizier Rache. Jetzt benutzte er deſsen Abwesenheit von der Wohnung, um dorthin zurückzukehren, schlug die Frau nach langem Kampfe nieder und stürzte sie aus dem Fenster. Mit zerschmetterten Gliedmaßen blieb die Unglückliche unten tot liegen. Der ruchlose Mörder wurde verhaftet.
§ Ein Unglücksschuß bildete den Gegenstand einer Spandauer Kriegsgerichtsverhandlung. Vor dem Gerichtshof waren der Leutnant Herwarth v. Bittenfeldt, der Sergeant Woyschny und der Grenadier Eggemeier erschienen. Die Anflage lautete auf Nichtbefolgung von Dienſtvorschriften und fahrlässige Körperverlegung mit tödlichem Ausgange durch unvorsichtige Behandlung von Waffen. Das Unglück geschah am 30. November auf den Schießständen in der Jungfernhaide bei Haselhorst. Nach Beendigung des Schießens wollte der Sergeant seinen Mantel anlegen und überreichte dem Rekruten Eggemeier sein Gewehr, das noch zwei scharfe Patronen enthielt. Der Soldat schlug nichtsahnend die offen gelassene Rammer zu und hierbei ging ein Schuß los, der den unmittelbar vor ihm stehenden Grenadier Schwarz tötete. Der Leutnant wurde zu 3 Wochen Stubenarrest, der Sergeant zu 3 Monaten Gefängnis und der Rekrut zu 14 Tagen strengem Arrest verurteilt.
Nab und fern.
Gattenmord. In Nervi wurde, wie aus Rom gemeldet wird, der deutsche Arzt Dr. Braunstein aus Wipperfürth( Regierungsbezirk Köln) verhaftet, hinter den von feiner Heimatsbehörde ein Steckbrief wegen Gattenmordes erlassen worden war. Der Mord soll im Auslande erfolat ſein.
Schwere Stürme wüteten in Mainz und Umgegend. Der Orfan führte Hagel und Schneeschauer mit sich, die großen Schaden an den Häusern und auf dem Felde an richteten. Aus dem französischen Hafen La Rochelle wird gemeldet: Hier herrscht ein heftiger Sturm; die im Hafen befindlichen Schiffe fönnen nicht auslaufen. Der von Rio de Janeire kommende englische Dampfer„ Laureliwod" hat
Der Wildhirt.
Der Schriftsteller Georg v. Ompteda, der, wie kürzlich gemeldet, wegen seiner Gattin mit einem Rittmeister ein Pistolenduell ausfocht, hat gutem Vernehmen nach di Scheidungsklage bereits eingeleitet. Er hat seinen Dresdener Hausstand aufgelöst und wird sich demnächst mit seiner beiden Kindern nach der Besitzung Jürichen, einer reizend gelegenen Villa, genannt Klammschlößchen, im Pustertal in Tirol zurückziehen.
Explosion. In dem Eilgüterschuppen des Hannover schen Bahnhofs zu Hamburg fand eine Gasmessererplosion statt, durch welche drei Personen schwer verletzt wurden. Das Gebäude erlitt beträchtlichen Schaden.
Raubmordversuch. Auf den Rittergutsbesizer Skrzydlewski auf Ocieszyn in Posen wurde von seinem Kammerdiener, ein m früheren Kellner, ein Raubmordversuch verübt. Der Diener gab drei Revolverschüsse auf seinen schlafenden Herrn ab und verletzte ihn gefährlich am Mund und Hinterkopf. Die Zähne waren ausgeschossen. Auf das Hilfegeschrei eilten Leute herbei, die den Diener feſtnahmen; er wurde ins Gefängnis von Obornik eingeliefert. Der Besizer hatte am Abend vorher eine größere Geldsumme von einem Viehhändler erhalten und unter dem Kopfkissen verborgen.
Der Pfarrberein für das Herzogtun Soburg hat sich neuerdings für die Feuerbestattung aus. gesprochen. Es wird in dem Beschluß erklärt, daß der Feuerbestattung Bedenken in keiner Weise entgegenständen und daß sie für die Zukunft un abweisbar sei. Nur halte man es zur Zeit für inopportun, daß die Geistlichen a gitatorisch sich für die Feuerbestattung betätigen.
Vermischtes.
[ Keine dumme Idee.] In Berliner Hoffreisen fursiert folgende hübsche Geschichte. Dieser Tage machte der Kaiser in der Umgebung des Neuen Palais in Potsdam seinen gewohnten Spaziergang und kam dabei auch) an eine Stelle, an der Handwerker damit beschäftigt waren, die Fassade an einem Bauwerk auszubessern. Der Kaiser war etwas näher getreten und schien sich für die Arbeiten zu interessieren. Namentlich war dies der Fall bei einem der Arbeiter, der eifrig bemüht war, einen besonders schwierigen Teil der Fassade auszubessern. Der Kaiser gab dem Mann einige Anleitungen, wie am besten ein Ausweg gefunden werden könne, und der Arbeiter antwortete treuherzig: Wissen Se Majestät, das ist gar feene so dumme Idee!..." Der Kaiser lächelte über diese freundliche Anerkennung und setzte seinen Spaziergang fort.
Der geheimnisvolle Leichenfund von Zara hat jetzt, we nigstens teilweise, seine Aufklärung gefunden. In dem, wie berichtet, von Fischern aus dem Meere gelandeten Ermorde ten ist jetzt der österreichische Oberleutnant- Rechnungsführer Komlosy aus Sanok ermittelt worden, der sich ohne Urlaub aus seiner Garnison entfernt hatte. Sanoks Kasse ist völlig in Ordnung befunden worden. Mit seiner Abreise und seinem Tode wird folgendes in nahe Verbindung gebracht: Oberleutnant Komsoly unterhielt häufig Liebesberhältnisse, zuletzt mit einem Dienstmädchen, das Mutter eines Kindes wurde. Der Offizier suchte die Beziehungen zu lösen und bot dem Mädchen 1000 kronen als Entschädigung an, doch das Mädchen gab sich damit nicht zufrieden. Es wollte keine Gabe, sondern, daß Komsoly die Beziehungen zu ihr aufrecht halte. Das Mädchen, dessen Namen man bisher nicht nennt, soll furchtbar eifersüchtig und rachsüchtig gewesen sein, und ihn sogar am Leben bedroht haben. Sie hat ein Vitriolattentat gegen ihn geplant, das er nur dadurch verhüten konnte, daß er ihr in den Arm fiel. Dieses Mädchen ist nun, wie aus Sanoks mitgeteilt wird, in derselben Nacht, in welcher der Offizier abreiste, von dort ebenfalls verschwunden. Kein Mensch hat sie seither gesehen. Das gleichzeitige Verschwinden des Mädchens läßt den Schluß zu, daß es zu dem gräßlichen Ende des Offiziers in gewissem Zusammenhange steht.
Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Am Nachmittag kam auch dann der Hangcurt wieder zur Wildhütte, um sich an dem Braten des gewilderten Hirsches aütlich zu thun. Man konnte dabei die Beobachtung machen, daß die beiden Burschen, die in ihrem Wesen und in ihren äußeren Lebensverhältnissen so durchaus verschieden waren, in einem innigen Verhältnte zu einander standen. Ob wohl gerade die Verschiedenheit ihrer Charattere diese gegenseitige Anziehung als Ergebnis eines ausgleichenden Gesetzes be= dingte? Fast hätte es so scheinen fönnen. An der Seite des untersetzten Tiophel mit dem wilden Ausdruck im fahlen breiten Gesicht und in schäbigster Kleidung empfand der Hangcurt ein gewisses Gefühl des Wohlbehagens Es mochte das allerdings zum Teil hervorgerufen werden durch das halbwilde Naturleben, das jener führte, und den Reiz seines geheimnisvollen Tretbens, das man im Dorfe zwar berurteilte, das aber doch Eindruck machte.
Ich muß mich in acht nehmen," sagte Hangcurt endlich, daß nichts d'evon' rauskommt, wenn ich so biel hierherkomm'; das Elsche hat schon Verdacht und fragt mich gestern abend, was ich mit dem Schnaps wollt."
Das Elsche? fragte Tiophel. So befümmert sich das um Dich?"
* Ernann zum Pfarrbifar in berwalter Emmel Schotten( zweite B
*
Erledigt
der Oberförfieret
*
Zur Wied evangelife Pfarrfte
A Theater ( 6) Borstellung Sudermanns neues Sofrates" zur findet mit Rüdfid Gaffspiels ohne 3 Achtundvierziger, b Das Gie Mittwoch vor b Gaftspiel und erzie wurde, in der M und der Zebrochen leins Bapfenftreid Stadtth 21. Januar gaftirt mann- Ensembl Johann Boyer) un Gaft- Fräulein in Berlin bringt. spiel noch ausführli Der Gernh chor feiert am Sa Stiftungefeft, befte Ronzert und nachfo Brogramm( fiebe der noch viel zu reicher Abend bevo ][ Der Tur ein großes Masten bereitungen laffen bietungen schließen. Nächsten D
IDer König vom Württemberg und die Hundesperre.] Die Hundesperre ist seit einigen Tagen in Stuttgart und Umgegend verhängt worden. Anlaß hierzu gab ein tollwutverdächtiger Hund, der drei Erwachsene und ein Kind gebissen hatte, so daß die Verletzten sich nach Berlin begeben mußten, um sich in der Berliner Tollwutschutzstation einer mehrwöchigen Schußimpfung zu unterziehen. König Wilhelm geht den Hundebesitzern in der Befolgung der Polizeivorschrift mit gutem Beispiel voran. Bei seinen Spaziergängen führt der Monarch selbst seine beiden mit Maulförben versehenen prächtigen Spitzerhunde an der Leine.
+ Drama an Bord eines japanischen Dampfers. Ein aufregender Vorfall spielte sich auf dem Dampfer ,, DaigenMaru" der japanischen Linie Osaka Shosen Kaisha ab. Der Dampfer war gerade auf dem Wege von Hankau nach Hause, als bei dem ersten Ingenieur Wahnsinn ausbrach. Er ergriff ein Gewehr und schoß in die Mannschaft, dann rannte er zur Kabine des Kapitäns und setzte diese nebst dem Speisesaal in Brand. Während er sich daran machte, die Schiffsmaschine zu zerschießen, schoß der Kapitän den Unglücklichen nieder. Der Schuß tötete den Wahnsinnigen nicht. Als man ihn ergeifen und fesseln wollte, sprang er über Bord und verschwand in den Wellen.
„ Ja, das Ding hat Mißtrauen.' s weis zwar nit, was m'r treiben, aber wie's die Weibsleut' machen wennse mal' n Verdacht haben, dann ruhense nit eher, als bis sie' s raus haben."
A[ Die berühmte Bremer Rolandſtatue] war in letzter Zeit recht schadhaft geworden. Jezt soll sie nach einem Beschluß der Bürgerschaft wieder vollständig in Stand gesetzt verden, zugleich aber ein farbiges Gewand erhalten, wie sie es in früheren Zeiten 400 Jahre lang gehabt hat.
„ Na, Du wirst Dich doch nit von so' nem Weibsbild in Dei'm Vergnügen stör'n lassen?"
„ Wenns' n anderes wär, sicher nit. Aber dem Elsche muß ich schon was zu Gefallen thun." " Haft's gern, gelt?"
[ Woher die schlechten Zeiten kommen,] lehrt eine Ver einsstatistik der ca. 32 000 Einwohner zählenden Stadt Pirmasens in der Rheinpfalz. Dort eristieren nicht weniger als 541 Vereine; davon sind 4 politische und 537 nichtpolitische Vereine. Unter den letzteren befinden sich u. a. 121 Vergnügungs- und Geselligkeitsvereine, 32 Gesang- und Musikvereine, 175 Sportvereine. Von den letzteren 102 Billardvereine, 50 Schützenvereine, 9 Atletenvereine, 7 Radfahrervereine u. s. w. Da sieht man, wo das Gelo bleibt.
" Für mein Leben, Tiophel. Wenn ich wüßt, daß ich's mal nit friegen sollt, brächt' ich mich ums Leben." „ Will Dirs glauben. Ich nähm auch das Elche, wenn michs möcht. Aber welches Mädchen möcht dem feins im Dorf, und das Gänsehannes sein Jung?-
is doch ziemlich groß."
"
So darfst nit denken."
sind
[ Wertpapiere als Tapeten.] Auf dem Friedhofe Pere Lachaise wandert schon seit Jahren Tag für Tag ein armes irrsinniges Mädchen zwischen den Gräbern umher und verdient sich den Lebensunterhalt durch Singen von Psalmen und Kirchenliedern. Niemand weiß ihren wirklichen Namen. Sie ist groß und schlank und troẞdem sie geistesgestört ist, war sie bisher ganz harmlos. Aus welchem Grunde sie irrsinnig wurde, ist niemandem bekannt, obwohl schon viele Leute versuchten, näheres über ihr Vorleben in Erfahrung zu bringen und auch den Grund ausfindig zu machen, der sie den Verstand gekostet hat. Vergangene Woche nun geriet das Mädchen aus Zorn darüber, daß ihr einige Leute kein Almosen geschenkt hatten, außer sich; sie stürzte auf die Leute los, biß und fragte. Sie wurde noch im Zustande heftiger Erregung auf das nächste Polizei- Beobachtungszimmer gebracht und als sie sich ein wenig beruhigt hatte, gab sie über Befragen ihre Adresse an. Bei der dort vorgenommenen Hausdurchsuchung entdeckte die Polizei zu ihrem Erstaunen. dak Anitas Rimmer von oben bis unten mit Wertpapieren austapeziert sei, deren Gesamtwert auf beiläufig 50 000 bis 60 000 Francs berechnet wird. Zwei Drittel des Fensters hatten keine Scheiben mehr und an deren Stelle waren französische Renten geheftet worden; andere Wertpapiere waren über die schadhaften Fensterrahmen geklebt, um die Zugluft abzuhalten. Ein Teil von Anitas Vermögen ist bereits in behördliche Verwahrung gekommen, viele der Papiere waren aber so fest angeklebt, daß es ganz unmöglich war, sie unbeschädigt abzulösen.
" Na, hat mein Vater nit in den Eisen gesessen? Sie sagen all', ich wär' n Nichtsnuz und säh schon ganz d'rnach aus, als ob ich auch mal in den Eisen stürb Ich weiß nit, ob ich so schlimm ausseh, aber ich möcht'n wahrlich ihre Prophezeihung wahr machen." „ Schwätz nit solches Zeug," sagte Hangcurt, indem er eine Dampfwolfe in die reine blaue Luft blies. " Da hast's jetzt fein. Nimm Dich in acht, daß Du's so behälst."
" Ja, daß sie mir die Wildhute geben haben, hat mich g'freut, und' s soll der Gemeind' ihr Schaden ge= wiß nit sein. Eher' n Hirsch, wie' ne Rauf voll Gras! Verstehst mich ja! Zu was is der Gemeindsnichtsnug
doch aut."
Das Neueste aus den Witzblättern. Devot. Graf:„ Es tut mir leid, daß ich Sie angeschossen habe." Treiber:" Dös macht nir, Herr Graf, i wollt' dieser Tag' so wie so zum Dokta."
Deshalb. Wirt( zum Hausknecht, als die Gäste zu raufen beginnen):" Bring nur' n Mezger- Nazi gleich in Sicherheit, der muß ja morgen unsere Sau schlachten."
Ich hab' Dir schon mal gesagt, sollst nit solch' Zeug schwäßen. Siehste, halt ich nit bei Dich?"
eine Anzahl gelader bom Maschine nationalen Ge Pfingsten in Gießer zu bilden. Es fin gebeten zu tommer an dem eft intre ** Der Mä diesjähriges Mas in Neuen Saalba und Freude walte Der Sä
Das tust Du Hangcurt, drum laß ich mein Leben für Dich. Aber meinste, daß ich' n anderes Aussehen hätt', wennse mich für was anderes hielten und nit sagen fönnten, ich wär dem Gänsehannes sein Jung? Ich guck mir jeden fremden Menschen an und bedenke dann immer, wie würd' der sich machen, wenn sein Vater der Gänsehannes g'weft wär."
" Du hast ja ne närr'sche Laune heut." " Die hab' ich oft. Siehste, ich denk' immer dran, Hangcurt, wie m'r mal vor paar Jahren unten auf der Hute waren, wo ihr tanzt und ich stard berlumbi d'rbei und guckt mit zu. Da kamste auf mich zu und ließt mich mal trinken."
„ Und da denkste alleweil noch dran?" " Jawohl! Du und d's Elsche, ihr wart das hübschte Pärchen, dus d'rbei war. Wenn mal einer fäm, Hangcurt, der Dich um's Elsche bringe wollt, brauchtst mir nar' n Wort zu sagen, ich schlüg thn todt."
„ Na," lachte Hangcurt, das wird sich wohl keiner untersteh'n und's Elsche nähm auch kein andern."
Du weißt nit, was die Leut all' fertig bringen.
3' sollt nur mal' cumkommen, daß Da alsmal die Nacht nach'm Gänsetiophel gingst- mor'n wärste berrant." " Das braucht's ja auch gar nit. Uebrigens, ich seh doch nit, daß auch die andern Burschen gar nichts bon Dir wissen wollten. Wenn Du im Dorfe bist, läuft feiner fort vor Dir." ( Fortsetzung folgt.)
in se ner gestern fundenen Generalv Januar einen Tu Eingelehrt wird i turnwart Will, w ** Gestern Feuerwehr Chors wo im Keller nahmen nur furze Feuerwehrleute we Nachricht gebeten, berwaltung nicht d einführen will, dar
Leute immer glei Irrtümer oder fal fönnen.
+ Wieder
Beamter der St Arantfein verschie Schlachthof, Herr
1873 als Flerid reiches Biffen un bouneigung und
*
*
In das getragen: Bauu Marting Aberma die Firma ift ge
k
Boftn
und pünktliche Die übergroße Ungleichmäßig
Die oft geringe Weise erschwer nur rechtedige
eignette Form flebe die Marte rechts deutlich
ihn. Wer seine
Adreffe versehen Marte und ein ftimmungspostan
Inva berfäumt, bei
rinnen, Bigler
Kunden gegen farte zu fragen
berfidherung ei
nicht allein für
großem Nacht unfähigkeit, for
Der Berficherten
Enigang der R Jomeit durch d
nachgewiefen tu Arbeitgeber
noo


