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hauchte der Leutnant
" Franz Buntat.
,, Himmlische Barmherzigkeit"
Verstanden?"
Das Chamaeleon.
Während die Einkleidung der neuen Rekruten auf den Humoreske von Tco von Torn. Regimentskammern sich vollzog, pflegte der Herr Oberst seine Offiziere um sich zu versammeln und ihnen einen längeren Vortrag zu halten, der um so eindrucksvoller war, als er sich in jedem Jahre wiederholte.
Zu den Rekruten- Offizieren, welche mit ganz besonders Er hatte das Vergnügen nun schon zum viertengemischten Empfindungen den„ Passions"-Weg zur ersten Besichtigung der Zöglinge antraten, gehörte der Leutnant mal und ein unerforschlicher Ratschluß hatte es gefügt, daß er bisher stets die ausgefallenste Gesellschaft bekommen hatte, welche in Reih und Glied gestanden. b. Hardegg.
Es wird das zwar von allen Retruten- Offizieren behauptet, wie es ja eine ganz allgemeine menschliche Schwäche ist, das eigene Malheur immer als das schwerste und unüberwindlichste anzusehen. Leutnant v. Hardegg aber hatte tatEr traute sich zunächst gar nicht heran, sächlich besonderes Pech gehabt. Sein Material war körperlich oder geistig derart spröde gewesen, daß auch die liebevollste Vertiefung in das Abgründige dieser Menschenseelen Nach diesen Erfahrungen sah der Leutnant mit dem resignierten Fatalismus eines Mohammedaners den neuen sondern winkte den sich meldenden Unteroffizier beiseite und fragte fummervoll:„ Na, Räßke, nun sagen Sie mal kurz und schmerzlos: Was hat uns der liebe Gott in seinem nur geringe Resultate gezeitigt hatte. Zorne wieder beschert?" Geistern entgegen.
" Zu Befehl, Herr Leutnant.
Ich möchte glauben, daß cs diesmal nicht so fürchterlich ist. Die Leute machen einen ganz guten Eindruck."
Gemütlich.
Fremder( am Billetschalter): Verzeihen Sie, wann geht der nächste Zug nach Hamburg? Ich möchte heute Billetteur:„ Noch heute? noch weiter fahren..."
Einige von den Leuten Ich werde mir die Gallerie schöner - da haben wir ja die Kazenpastete! Nur-1 ,, Wo er die rechte und wo er die linke Flosse hat-?" Wie ich Sie kenne, ist damit alles gesagt. Aber da hilft ja nehmen sich sogar recht gescheit aus. Nur " Zu Befehl, Herr Leutnant. Männer jetzt mal ansehen." mun nichts, Rätke. „ Na also
Ich bin gehorsamst der ,, Einen guten Eindruck so. Ich will Ihnen mal was sagen, Räßte: Sie sind ein unverbesserlicher Optimist. Im vorigen Jahre äußerten Sie sich ähnlich, und hinterher haben wir uns selbst mit der Emsigkeit eines Bohrwurms nicht durch die sechszölligen Bretter arbeiten können, welche die Kerls vor dem Schädel hatten. Was sagen Sie nun, Räßke?" Meinung, daß wir diesmal besser gestellt sind. " Zu Befehl, Herr Leutnant.
,, Glauben Sie wirklich?" rief Herr v. Hardegg, indem seine schwermütig umdüsterten Züge sich etwas aufklärten. Dennoch flang es noch recht zaghaft, als er weiter fragte: Meinen Sic, daß jeder weiß, wie er heißt, wo er geboren iſt-?"
„ Zu Befehl, Herr Leutnant. Habe bereits alles abge= fragt und es flappte ganz gut."
Je länger Leutnant v. Hardegg inspizierte und inquirierte, desto mehr hellte sich sein Antlitz auf. Die Kerls waren tatsächlich aus einer besseren Garnitur Menschheit zusammengestellt.
Nur
stand da nicht vorhin ein anderer?" ,, Sagen Sie mal, Räßfe," fragte der Offizier, indem er ein verwundertes Gesicht machte und den dritten Mann ,, Nein, Herr Leutnant. Das ist der Rekrut Bunkat, der vom linken Flügel durch sein Glas schärfer ins. Auge faßte, nämliche, welchem auf der Kammer zwei rechte Stiefel zuge= teilt worden sind, wie der Herr Leutnant vorhin be" sagen Sie mal, mängelten.
jetzt hat er einen schmalen Mund eine breite " I du Donnerwettstock! Jst ja richtig! Der Kerl hat die zwei rechten Stiebel. Aber er hat doch ein ganz anderes Gesicht! Vorher hatte er einen breiten Mund und eine schmale Nase
Nase. Nee
das ist doch überhaupt nicht derselbe!"
,, Treten Sie mal da vor!" rief der Offizier den be= treffenden Mann zu sich.„ Aber ein bißchen plötzlich, mein Lieber! Noch näher! So-1 Wie heißen Sie?"
„ Zu Befehl, Herr Leutnant. Es ist der
Räßfe!" rief er dann auch den
Was ist denn mit dem Menschen los?
zu sich selbst,„ der Kerl sieht schon wieder anders aus! Jetzt hat er abstehende Ohren und die Augenbrauen sißen schräg. Die Visage ist schon wieder anders. „ Zu Befehl, Herr Leutnant. Vorhin waren sie gerade. Unteroffizier heran. gefallen.
Gesicht."
Ist mir auch schon auf
Der Mann hat alle Augenblicke ein anderes
Schließlich fragte der Offizier:„ Was Aber die abstehenden Ohren und schrägen AugenLeutnant v. Hardegg faßte din Mann eine ganze Weile scharf ins Auge, um den rätselhaften Vorgang dieser kompletten Veränderung einmal in seinen einzelnen Phasen zu beobbrauen hielten sich. achten.
sind Sie?"
„ Künstler! Was für'n Künstler! Maler? Bildhauer? ,, Künstler, Herr Leutnant." Im Flohzirkus? Oder was sonst?"
, Mimifer, Herr Leutnant."
nun passen Sie mal genau Achtung, was meinetwegen mit Hilfer Ihrer Kunst" in den ich Ihnen sage, mein lieber Freund. Beim Militär hat ein Jeglicher nur ein Gesicht. Wenn Ihnen mehrere zur Verfügung stehen, so nehmen Sie das am wenigsten dumme und vorschriftsmäßigen Ausdruck, über den Ihnen noch näheres beigebracht werden wird. Lassen Sie es sich aber nicht beifommen, uns Vorstellungen geben zu wollen! Davon rate ich Ihnen auf das Entschiedenste ab! So, so bringen es
Herr v. Hardegg spitzte den Mund zu einem leisen Pfiff des Begreifens. Dabei sah er den Rekruten scharf an und nickte langsam mit dem Kopf.
jumine Spranje, vie
wonen ooc 10
jever von gut verstand, als wären sie durch Handschlag und feierlichen Eid besiegelt worden. In seinen Mienen stand es drohend und finster zu lesen: Meines Sohnes Glück und mein Leben hängt ab von dir, denn ich gebe mir selbst den Tod, sobald er erfährt, was du weißt, darum mußt du schweigen!- Und ebenso deutlich gab es ihr Blick ihm zurück: Ich werde schweigen, koste
es, was es wolle!
Im Korridor schlüpfte Hot- sumi an dem jungen Paar vorüber; als er es fah, fielen ihm mit einemmale seine Unterlassungssünden ein, und er wurde ganz klein und so geschmeidig wie ein Aal, als er die Gewänder seiner allzugütigen Gebieter" abwechselnd an seine Lippen drückte und die Vergehungen ihres allerniedrigsten Knechtes" reumütig beichtete. Aber Hellmut hörte ihn nicht zu Ende und schnitt seine Reden mit einer ungeduldigen Handbewegung ab; er bedeutete ihm, voranzugehen und die Türen zu Hildas Salon zu öffnen. Hier befahl er ihm kurz, daß jetzt er seinerseits ungestört zu sein wünsche, und das kam in Wort und Geberde so kurz und herrisch heraus, daß der Japaner sich erschrocken duckte und sich innerlich bei allen Göttern des„ Dai Nipon" schwor, diesmal seinen Auftrag nicht zu vergessen.
erregen! Wie wilst du dich nun rechtfertigen
Ihr Haupt war herabgesunken, und sie blieb stumm.
Erinnerst du dich, Hilda," hob er nach einer kleinen Weile sanft wieder an, als wir auf dem Belvedere standen und dem Sonnenuntergang zusahen? Vor einigen Wochen war's,- du wolltest mir irgend eine Kindheitserinnerung erzählen, ich habe vergessen, was es war!- und wir versprachen einander bei dieser Gelegenheit, unumschränktes Vertrauen zwischen uns walten zu lassen, niemals ein Geheimnis vor einander zu haben, als die festeste Grundlage ehelichen Glückes. Damals stimmest du mit voller Ueberzeugung bei, und ich faßte diese deine Zustimmung, die unmittelbar aus deinem Herzen kam, wie einen feierlichen Eid auf, den du mir im heiligen Tempel der Natur schwurst. Deine starke, stolze, reine Seele, deine ungebrochene Natur gab mir ein Recht darauf. Erinnerst du dich?"
Ja!" sagte sie tonlos.
" Gilt nur beim Mann das Ehrenwort, das feste, ernſt gegebene Versprechen, nicht auch bei der Frau? Ich war stolz darauf, zu denken, daß ich mich auf meines Weibes Zusage so fest verlassen durfte wie auf meine eigene!"
„ Das darfst du auch, Hellmut, gewiß, du darfst es!"
Bleiben Sie doch noch
ein bischen."
einen Ausnahme natürlich!" ergänzte er
e nur, daß sie zwei Personen betrifft, die auf der Welt sind- dich und meinen Vater! daß es sich um eine Sache von solcher Wichdaß er seine Fassung nur höchst mühsam bewährend du die deine ganz und gar einesichts dieser fremden Leute! Die Japaner nsart, die auf den gegebenen Fall wunderbar t: Verlange alles, was du willst, o Herr, nicht!" Du willst mir dein Vertrauen er nicht, wo es mir am meisten daran gear Schritte ins Zimmer hinein, kehrte dann hm sie in seine Arme.
er bittere Ton gegen dich? Verzeih mir, dies mußt du einsehen! So wie ich dich jetzt n Armen, an meinem Herzen, dicht, ganz richts Fremdes zwischen uns geben, so lange inder läßt. Laß nicht in den ersten Tagen entstehen, die nur zu leicht weiter werden, er entfernen kann, unmerklich, aber un Was es auch sein mag, was du mir zu notwendig hältst, und ich weiß es, die h dazu führen, können nur gut und edel Sflicht der Pietät, des Zartgefühls dich auch 6 es mir, die Pflicht des Weibes gegen den ächste, die erste! Es kann uns ein langes beschieden sein, ein ganzes Menschenalter schön, wenn wir uns dereinst sagen können, blieben sind in unserem Herzen, daß keines Schlag getan hat, um den das andere nicht zärtlichen Worte trafen sie tausendmal Bitterkeit. Alles, was er sagte, weckte ein rem Herzen, er hatte recht in jedem Wort, er das alles sagte! Wie seine Augen, die nitredeten, wie seine Stimme weich und ein ang, wie seine Lippen sich heiß und lange re Augen, ihren Mund legten, als wollten siegeln, die sie soeben gesprochen! ( Fortsetzung folgt.),
efährliches Spiel.
heitere Geschichte von P. BI i ß.
( Nachdruck verboten.) ember war Käte, des reichen Gutsherrn Tochter, aus einem Schweizer Pensionat fünf Jahre war sie dort gewesen, als unes Landkind war sie hingegangen, und nun ar sie eine elegante, junge Dame mit den Baroneß und dem Chik einer Weltdame. 5 das in dem kleinen Landstädtchen Aner zu reden; am erbittersten darüber waren innen von ehemals, die nur zu bald einbe von dieser noblen Dame ganz und gar in den Schatten gestellt wurden; aber auch die älteren Damen ihrer Bekannt- und Verwandtschaft fanden genug an dem vornehmen Fräulein zu bemäkeln, oft sogar zu tadeln: und da Fräulein Käte nur noch den Vater hatte, bekam dieser oft mehr zu hören, als ihm lieh war.
いしい いい
Papa Müller aber, bekannt aus ein friedliebender Mann, dachte, schimpft ihr nur immerzu, ich tu' dennoch, was ich für richtig halte; er liebte die Tochter aufrichtig, und deshalb gab er ihr in allen Dingen Recht.
So viel aber das Fräulein von den Damen der Stadt gehaßt war, ebenso viel wurde sie von den heiratsfähigen jungen Männern angebetet und umschwärmt.
Zu alledem verhielt sich Fräulein Käte sehr reserviert, zu den Damen war sie freundlich und entgegenkommend, die Herren behandelte sie höflich, aber kühl. Sie hatte sehr bald bemerkt, für was man sie hielt, aber sie war zu stolz, an den Klatschereien der Freundinnen teilzunehmen, und fand es abgeschmackt, sich von jedermann den Hof machen zu lassen. Die Folge war, daß man nach einigen Wochen bereits von ihr sagte, sie sei stolz und eingebildet und warte nur auf einen Prinzen, der sie als Gattin heimzuführen komme.
Auch dies erfuhren Vater und Tochter, aber auch hierüber lachten beide von Herzen und kümmerten sich nun erst recht um keinen Menschen.
Um diese Zeit kam Waldemar Schirmer, der einzige Sohn des Bürgermeisters, auf Urlaub in das Städtchen. Er war ein schmucker, junger Landmann, der jetzt sein Jahr in der Hauptstadt abdiente, nach dem Manöver war er„ befördert" worden, und nun kam er in der nagelneuen Uniform eines Unteroffiziers in sein Vaterhaus.
Wie immer in einer kleinen Stadt, erregt das Erscheinen eines Soldaten ein gewisses Aufsehen, hier aber war dop peltes Interesse vorhanden: des Bürgermeisters Sohn und noch dazu ein Unteroffizier und ein strammer flotter Kerl obendrein, kurzum, alles lag in den Fenstern, wenn der junge forsche Krieger sich blicken ließ.
Am zweiten Tage traf er auf der„ Promenade" mit Fräulein Käte zuſammen. Er hatte bereits von ihrem Dünkel erzählen hören und war sehr begierig, sie nun einmal zu mustern, zwar fannte er sie ja von Kindheit an, dazwischen aber lagen nun die Jahre der Entwickelung, in denen man sich ja so leicht entfremdet.
Als er sie grüßte und sie mit leichtem Kopfnicken dankte, sagte er bei sich:" Donnerwetter, das ist ja ein Staatsmädel geworden!" Er ließ aber sein Erstaunen nicht merken, ſpielte den Weltmann und begann in einem flotten und leicht burschifos gehaltenen Ton zu plaudern.
Zuerst ging sie belustigt auf seine Art ein, weil es ihr Freude machte, einen alten Jugendfreund wiederzufinden, als er dann aber immer dreister wurde, den forschen Kerl und den Schwerenöter spielen wollte, besann sie sich, wurde zurückhaltender und ließ ihn langsam aber sicher abfallen, so daß er mit kurzem militärisch strammen Gruß sich verabschiedete.
Wütend ging er weiter. Darauf war er nicht gefaßt gewesen! Er schwur, sich dafür zu rächen! Und während er so in seinem Groll nach Hause ging, dachte er immer nur: Was für ein prächtiges Mädel ist sie doch geworden!
Am anderen Tage traf er sie wieder, aber als er sich ihr nähern wollte, entwich sie, so daß sein Vorhaben mißlang. Darob wurde er so ergrimmt und in seinem Vorsatz noch mehr bestärkt.
Doch an den beiden nächstfolgenden Tagen ließ sie sich überhaupt nicht blicken, so daß er ganz übellaunig und fast verzagt ward.
Als er an diesem Tage abends in die Stammkneipe ging, begannen seine Freunde und Altersgenossen ihn weidlich zu uzen: Ja, lieber Junge, die holde Dame hat uns alle der Reihe nach schon abfallen lassen, da wirst auch selbst du vergeblich um Einlaß anklopfen."
Verärgert und wütend schwieg der junge Krieger. „ Die Jungfrau hat kein Herz, sonst wäre sie schon längst einem von uns um den Hals gefallen, so dauerhaft haben wir ihr die Kur geschnitten!" rief lachend der junge Rechtsanwalt.
„ So, meint ihr das wirklich!" entgegnete der andere noch wütender. Und ich sage euch, sie hat doch ein Herz, und es muß nur der rechte Mann kommen, da fällt auch dieſe Festung!"
„ Nun, vielleicht bist du dieser Rechte!" höhnte scherzhaft ein anderer.„ Beweise es uns doch!"
„ Das will ich auch, jawohl!" schrie Waldemar nun erregt. Ich werde es euch beweisen. Morgen, am hellen Tage, will ich ihr einen Kuß rauben! Ihr alle ſollt das mit ansehen! Jawohl, morgen schon!" Er stand da mit Hochrotem Gesicht, die erregte Stimmung, der zu schnelle Genuß der Getränke, das alles hatte ihm seine ruhige Weberlegung geraubt, so daß er gar nicht so recht wußte, was er gelobt hatte, nun erst, nachdem alle auf ihn einsprachen und seinen Mut bewunderten, nun erſt wurde ihm klar, was er gesagt hatte, nun aber war es zu spät, ein Zurück gab es nicht mehr, wenn er sich nicht lächerlich machen wollte, und jetzt wurde er erst recht ärgerlich, denn nun bedauerte er heimlich, ein so unsinniges Versprechen gegeben zu haben. wütend ging er nach Hause.
Am anderen Tage, als Fräulein Käte des Nachmittags um 5 Uhr allein in dem kleinen Stadtpark lustwandelte, trat plößlich der junge Kriegsmann vor sie hin; entfliehen konnte sie nicht, und so begann sie mit ihm eine Unter
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