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ichkeiten im Auftrage des Kaisers die Ausstellung in St. Bouis besuchen.

Vermischtes.

[ In Berlegenheit.] Eine reizende Geschichte, die nach Wild und Hund" wörtlich wahr ist, passierte im Städtchen M. i. Pomm. Ein Regierungsbaumeister W führte vor kurzem seine allerliebste junge Frau heim Gleich am Tage nach der Ankunft in dem festlich ge schmückten neuen Heim eröffnete der Herr und Gebieter jeiner bezüglich des Mittagsbrotes in größter Verlegen. heit befindlichen Kleinen Frau: ,, Herr Dr. B. hat mir versprochen, er wolle fans bald einmal Rebhühner sen­den," worauf das arme geängstigte und nunmehr in noch größerer Verlegenheit befindliche Frauchen die köstliche Erwiderung gab: ,, Ach Gott, wenn die Rebhühner doch nur gleich tot wären, ich kann wirklich keine schlachten."

Man

Giessener Cagesneuigkeiten. ** Der Großherzog hat dem Forstwart der

und Kleebeu gegeben. Schweine werden nicht gehalten.

weil die Güter fich nicht mit Milchwirtschaft befassen.

Landwirten.

** Das

Pfarramtsfo

Die Kälber werden nach einigen Tagen weggegeben, urze Distu Abraham Schwerer zu Unteres Königstädter Forst- gesezt um dem zweiten Klee das unmittelbare Nach enthält: 1. Forstwartei Unteres Königstädter Forsthaus, Förster Der Klee wird unmittelbar nach dem Mähen auf Böcke irde be haus aus Anlaß seiner Versegung in den Ruhestand wachsen zu ermöglichen. An diesem schließt sich in betr. die Au die Krone zu dem Silbernen Kreuz des Verdienstordens gleicher Weise ein driter Schnitt an. Bemerkenswert betr. das Gi war die durchweg ganz gleichartige Beschaffenheit der folgende Gr Güter in der Bewirtschaftung. Bürgermeister Krämer beim zum ** Der Großherzog hat dem Bürgermeister gedachte noch mit warmer Anerkennung der außer Philipp Hofmeyer III. zu Schwanheim, dem Bürger- ordentlichen Zuvorkommenheit des Herrn Amtsrat Sondorf, von Zimmermann, der in liebenswürdiger Weise dafür Dekanat Als tober dem Bürgermeister Adam Bersch zu Balkhausen, sorgte, daß die Reiseteilnehmer über alles Bemerkenswerte farrbitar dem Bürgermeister Johannes Esfinger III. zu Reichen unterrichtet wurden und der es sich nicht nehmen ließ die walter Bern bach das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Gesellschaft mit einem" Butterbrod" allerdings einem Butters Defanat " Für langjährige treue Dienste" am Bande des Philipps- brod in einem außergewöhnlich ausgedehntem Sinn zu be: Schotten

£ der Prager Adelsprozeß. Aus Prag wird vom Montag gemeldet: Heute begann hier unter großem An­drang des Publikums die Verhandlung gegen Milde von Mildenburg wegen Urkundenfälschung. Milde stellte seine Dienste zur Erlangung des Adels zur Verfügung und hat nachweislich in wiederholten Fällen durch Urkunden­no Matrikelfälschungen mehreren Personen den Adel verschafft. Die Anklageschrift umfaßt 489 Seiten. Die Verhandlung wird in czechischer Sprache durchgeführt. Zeugen sind nicht vorgeladen, trotzdem dürfte der Pro­zeß eine Woche in Anspruch nehmen, da viele umfang­reiche Protokolle zur Verlefung kommen. Mit Milde an­getlagt ist auch der frühere Direktor des Wiener Adels­archives, Ritter v. Schlechta, der zuerst auf diesen Schwin­del aufmerksam machte, nun aber seibst beschuldigt wird, seinen eigenen Adel durch Fälschung erschlichen zu haben.

Ueberschwemmung in Sizilien. In Folge wolken­bruchartiger Regen ist der Fluß Simeto aus den Ufern getreten und hat die Bahnverbindung zwischen Catania und Siracusa unterbrochen. Den Feldern hat die Ueberschwem­mung großen Schaden zugefügt, besonders in der Ort­schaft Biccoca. Die Behörden und das Militär, die sich nach der Unglücksstätte begaben, mußten in Kähnen heran­fahren. Das Wasser erreichte die Höhe von fünf Me­tern und überschwemmte das Land auf eine Ausdehnung von acht Kilometern. Die Landleute der umliegenden Ortschaften sind auf die Dächer ihrer Häuser gestiegen und gaben von dort Flintenschüsse als Notsignale ab. In anderen Teilen der Provinz sind die Flüsse gleich­falls ausgetreten und haben mehrfachen Schaden, na­mentlich in den Weinbergen, verursacht.

Philipps des Großmütigen verliehen.

meister Peter Conrad II. zu Beedenkirchen, am 11. Of­

Ordens und dem Schullehrer Jakob Schuhmacher zu

Viernheim aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhe­

wirten.

Alefeld; Pf

Der folgende Tag war der Besichtigung des Landwirt verwalter in stand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps schaftlichen Universitäts- Instituts zu Halle a. d. S., des Ver- fiftent Vog Zahlt die Steuern! Alle Wähler, die mit der Provinzial- Geflügelzucht- Anstalt gewidmet. Aus der farraffiften

des Großmütigen verliehen.

**

dem dritten Ziel der Staats- oder Gemeindesteuer noch

amtstandida

Barroifar

Das Prachtgut des Herrn Bardenwerper- mtstandid

Mannigfaltigkeit des Gesehenen machte Herr Krämer der im Rückstande sind, müssen, falls sie ihr Wahlrecht Versammlung interessante Mitteilungen auf die näher ein weiten fa ausüben wollen, spätestens bis zum nächsten Mittwoch zugehen, es uns an Raum fehlen würde. Nachmittags; fact den Rückstand abführen und der Wahlkommission durch wurden zwei kleine Gutsbetriebe in der Nähe von Halle be­Vorzeigung der Steuerquittung nachweisen, daß die augenscheint. Büschdorf interessierte insofern, als der dort getriebene inten- affiftenten Zahlung erfolgt ist. five Feldgemüsebau in Frage fam, während das Gut Klein amtstandi Kugel( Gute pächter Walter) ein Bild ausgedehnter Rüben. Pfarrgebil und Satgutfultur bot.

**

Marramt

affitenten amtstand affiftentem

* Bon

verfolgt:

wegen

Nach Uebermittlung in Staßfurt folgte am Donnerstag, dem 4. Reisetage eine Besichtigung der Kalisalzwerke durch die Reisenden und der Versuchsfelder in Staßfurt- Leopolds hall. Der Redner beschrieb das Innere des Werkes, daß man in einer Tiefe von 406 Meter unter der Erdoberfläche Betru und in einer Ausdehnung von 1400 bis 1500 Meter durch: wanderte. Man beobachte dabei die Gewinnung des Materials, klein- Lüder wegen der Härte desselben wird dasselbe losgeschossen, Adolf Müb ebenso die Art der Läuterung in Behältern wobei die arbeiter M wertvolleren Salzstoffe etwa 40 Pro3. des Rohprodufts erlegung, Weiter interessierte megen Bett sich an der Oberfläche ansetzen. man sich für die mit je einem Garten verschenen Ar Baumann a Diese Ausführungen schweizer Br beiterhäuser der Gewerkschaft. wurden veranschaulicht durch Vorzeigen von mitge trugs, jämtl brachten Salzproben, sowie durch eine Photographie, Edweize welche die Reisegesellschaft, zum Einsteigen ferti, in Nach einem von den entsprechenden Kostümen zeigt

und Laglob

beide wegen

Fuhrknecht G Betrugs bon Heinrich fahls von Schäferknech Diebstahls

Landwirtschaftliche Studienreise nach der Provinz Sachsen. In der letzten in der vergangenen Woche abgehaltenen Versammlung des landwirtschaftlichen Bezirks- Vereins Gießen erstattete Bürgermeister Krämer- Steinbach Bericht über die von dem hessischen Landwirtschaftsrat veranstaltete land­wirtschaftliche Studienreise nach der Provinz Sachsen, welche in den Tagen vom 30. Juni bis 6. Juli d. J. stattfand und an welcher außer dem Berichterstatter aus dem Kreise Gießen teilgenommen haben Defonom H. Haubach 1- Gießen und Bürgermeister Heller- Lich. Die Leitung der Expedition hatte Oekonomierat Dr. Müller­Darmstadt übernommen, der vom Assistenten Pfreimbtner dabei unterstützt wurde. Am 30. Juni gegen Abend tam die Reisegesellschaft, nachdem man der Wilhelms­höhe bei Stassel mit seinen ausgedehnten Anlagen einen Besuch gemacht, in Roßia am Harz an, wo noch die Fürstlich Stollberg- Roßlasche Domäne Roßla"( Ad­ministrator Laue) besichtigt wurde, wobei die leppig keit der Frucht, besonders von Weizen und Gerste der Gewerkschaft gegebenen Effen begab sich die Expe auffiel. Hier sah man noch Wald, auch wurde Simmen­dit on nach der Saatgutzucht und Rübenbauwirtschaft thaler Vieh gesehen. Die llebernachtung der Reise­des Oberamtmann Heine, Kloster Hadmersleben. Auch Gesellschaft fand in dem ausgedehnten Hotel auf dem Kyffhäuser statt. Einen ergreifenden Eindruck machte hier wird keine Viehzucht getrieben auch wird nicht Grün gefüttert. Auf den Feldern sieht man nur Rüben auf die Reisenden das gewaltige Kyffhäuserdenkmal bon und Frucht d. h. Weizen und Gerste dagegen wenig dessen Plattform sich ein wundervoller Rundblick auf Korn. Bemerkenswert war die Gewinnung der Saefrucht die Harzberge und hinab in die goldene Aue darbietet. Am nächsten Tage folgte die Besichtigung der Fürstlich mittels Herausschneidens nur der besten Aehren. Wegen der eingetretenen Dunkelheit war es leider den Teil Stollberg Roßla'schen Domäne Kelbra( Domänen­nehmern nicht möglich, alles Sehenswerte auf Had pächter Krüger), die mit Wagen erreicht wurde. Hier mersleben so eingehend zu inspizieren, wie man es imponierte in erster Linie der großartige Rübenbau wohl gern gemacht hätte. Mit der am folgenden Tage und die ausgedehnte Milchwirtschaft. Pferde und Schafe waren in großer Zahl vorhanden; die letzteren erfolgten Besichtigung eines weiteren Saatgutzucht- und kommen jedoch vor der Ernte nicht auf die Weide, Rübenbau- Gutes, nämlich Schlanstedt( Amtsrat Dr sondern werden allabendlich in den Stall eingetrieben.impeus), fand die eigentliche Studienreise ihren Ab Am Mittag wurden noch den Benkendorfer Guts. wirtschaften Benchlik und Benkendorf( Amtsrat von Zimmermann) und die Bauchstädter Versuchswirt schaft per Wagen ein Besuch abgestattet. Hier war kein Wald mehr zu sehen, soweit das Auge reichte, sah es nur unermeßlich ausgedehnte ebene Frucht- und Rüben­felder. An Frucht kommt zuerst die Gerste in Betracht, doch werden auch Waizen und Erbsen in großen Mengen gezogen. Der Korn- und Haferbau dagegen steht zurück. Grünfütterung giebt es nicht; Hauptfutter bilden Rüben, d. h. gedörrte Rüben mit Grubenrüben und Kraftfutter vermengt. Daneben wird noch Heu

A Der gebildete Stiefelputer. Wie wir vor kurzem meldeten, wurde in Wien der Prager technische Student Jaroslav W. angehalten wurde, weil er Schulknaben von einer Gemeindeschule weglockte, um ihnen auf der Stiege ihrer Wohnhäuser die Schuhe zu puzen. Der geistes­gestörte junge Mann, Sohn eines Prager Postbeamten, wurde der psychiatrischen Klinik übergeben. Jaroslav W. hat im April 1902 in Prag durch seine Wahnideen viel von sich sprechen gemacht. Es war eben zur Zeit, da ein anderer Frrsinniger junge Mädchen in den Straßen Prags würgte. Man nannte ihn allgemein den Würgengel". Damals wurde W. dabei arretiert, als er in den Wein­bergen einen neunjährigen Knaben auf die Kellerstiege Lockte und ihm die Schuhe pußen wollte. Bei der Po­lizei hielt man ihn zuerst für den Würgengel", doch wurde später bei einem Verhör festgestellt, daß man es mit einem eigenartigen Fall von Fetischismus" zu tun habe. Man fand bei W. ein Notizbuch, aus dem hervor geht, daß er in der lezten Zeit 120 bis 130 Knaben die Schuhe gepugt habe, um einem ihm ,, innemohnenden un­miderstehlichen Trieb zu genügen.". W. war sich seines Wahns vollkommen bewußt. Er äußerte: Ich habe mich Niemandem anvertraut, weil ich mich geschämt habe. In der Lektüre medizinischer Schriften suchte ich mein heil vergebens. Ich weiß, was mir winkt: Irrenhaus, Me­lancholie Selbstmord." Bei diesen Worten begann e zu weinen. Später erzählte er, daß er das Stiefelpuzen seit vier bis fünf Jahren betreibe. W. ist sonst sehr be gabt. Er hat die Realschule mit Vorzug absolviert und im Vorjahre den dritten Jahrgang der Technik besucht. Die erste Staatsprüfung wurde von ihm ebenfalls mit sehr gutem Erfolge abgelegt.

17]

Dr. Rumseys Patient.

Roman von Dr. Halifar und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.

( Nachdruck verboten.)

Ich weiß, Robert", ficl seine Braut em, worauf Du anſpielſt. Glaubst Du, mich fönnte so etwas" beeinflussen?

nein, in dieser Hinsicht bin ich garnicht abergläubisch. Ich glaube nicht einmal an dies unheimliche Erbicil. Und Du, mein lieber, armer Scha, bildest Dir doch nicht etwa ein, Du seieſt zum Opfer dieses Verhängnisses auserforen? Dich trifft es nicht, verlaß Dich darauf. Ich habe einen entfernten Verwandten in London, einen sehr tüchtigen Arzt, Du wirst ibu ja später kennen lernen. Vor längerer Zeit sprach ich einmal mit Dr. Rumsey über Gure sonderbare Familiengefchichte. Gr meinte, das llebel entspringe einemt außergewöhnlichen Zustand der Nerven und könne durch eiserne Willenskraft überwunden werden. Dr. Rumsey ist ein sehr bedeutender Arzt, Robert. Er glaubt auch an Ver erbung wer thut das nicht!- aber er ist auch überzeugt, daß richtig angewandte Willensfraft mächtiger icin fann, als Grblich­feit. Nein, nein, Robert, Du darfst kein Opfer dieses Erbübels werden, also verbanne diese düsteren Gedanken für jegt und immer." Audrey lächelte seiner Brant dankbar zu.

Du richtest mich auf", verseste er weich.., Welch glücklicher Mensch bin ich, daß ich ein solches Juwel errungen habe! Dn wirst mir helfen, die duisteren Schatten zu verschenchen, Du wirst mein Leben mit Sonnenschein erfüllen. Maggie, ich fühle es, daß ich durch Dich den Fluch besiegen werde, der in meinem Blute schleicht."

Es eriſtiert fein solcher Fluch", widersprach Margarete tröstend. Als Dein Großvater eine an Leib und Seele gesunde Frau heimführte, da war das Verhängnis gewichen, der Bann gebrochen."

Ja, ja, Du hast recht", erwiderte Robert. Mein Vater ist völlig verschont geblieben von dem Unheil, und auch ich wußte nicht, was Nervosität ist, bis vor furzer Zeit. Ich leide in der That jest an einer gewissen Gedächtnisschwäche.

,, Das fommit bei jedem Menschen vor", tröstete Margarete. Was zum Beispiel hast Du denn vergessen?"

..Es ist etwas so Unbedeutendes, daß Du mich auslachen wirst, wenn ich es Dir jage. Du kennst doch meinen Lieblingsstock?" ,, Gewiß, Du hast ihn übrigens in lester Zeit garnicht benut." " Das ist es eben. Er ist mir abhanden gekommen; überall habe ich schon nach ihm gesucht und mir den Kopf zerbrochen, wo

Hier

ich ihn etwa hätte stehen lassen können. Nur dessen erinnere ich mich, daß ich den Stock an jenem Abend, als ich mit dem un­glücklichen Franzius zusammentraf, noch bei mir hatte. Ich wünschte, ich fände ihn, es ist mir nicht des Stockes wegen, sondern weil ich mir Mühe gebe, nichts zu vergessen!"

Es wird Dir schon später einmal einfallen, wo Du ihn gelaffen hast, vielleicht wenn Du garnicht daran denfft."

Das kann schon sein, aber ich wiinschte, der Verbleib des Stockes quälte mich nicht so. Du weißt, der arme Franzius fand seinen Tod auf höchst merkwürdige Weise. Der Mann, der ihn tötete, rannte ihm seinen Stock ins Auge. Die Aerzte sagen, daß die Zwinge des Stockes durch das Auge ins Gehirn drang und den sofortigen Tod herbeiführte. Everett nun trug auch einen Stock, die Zwinge ist aber etwas zu groß für die Wunde im Auge. Mein Stock dagegen

Nun höre aber auf, Robert! Ich will keine solchen Worte hören!" rief Margarete. Nächstens wirst Du mich noch glauben machen wollen, daß der entseßliche Mord mit Deinem Stock vollbracht wurde."

,, Nein, nein, das nicht", verseste er, während sich sein Mund schmerzlich verzog. Es bennruhigt mich nur so sehr, daß ich an dieser Gedächtnisschwäche leide. Ich wäre herzlich froh, wenn ich den Stock fände, und noch glücklicher, wenn mein Kopf von diefem dumpfen Gefühl befreit wäre. Aber Deine liebe, herzige Nähe wird mich das auch vergessen machen."

Ich hoffe es, mein Robert", entgegnete Margarete zuver­sichtlich in ihrer bestimmten Weise.

,, lnd, Lich, es bleibt dabei, unsere Hochzeit findet am vierundzwanzigsten statt?" fragte er bittend.

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schluß. Der größte Teil der Reisenden verbrachte jedoch noch einige Tage in Berlin, wo man u. A dem Reich tag, den Markthallen, der landwirtschaftlichen Hochschule und ihrer Dauerausstellung einen Besuch abstattete. Herr Bürgermeister Krämer erklärt, daß die Teilnehmer an dieser Fahrt sehr befriedigt auf dieselbe zurückblicken, einen Rückbli man habe für den Landwirt überaus Interessantes und turneriſch ſeb Wertvolles gesehen und erfahren, wichtige Anregungen wartes font im Intereſſe der Förderung der Landwirtschaft habe Fortschritte man erfahren und es sei zu wünschen, daß derartige wahl brachte Expeditionen sich wiederholen mögen. Man fönne in Norddeutschland noch viel lernen von den dortiger

Ja, Robert, Du kommst zuerſt, immer zuerst. Ich will meine abergläubische Furcht bekämpfen, die Hochzeit soll nicht verschoben werden!"

Dank, tausend Dank, meine Maggie: Wie unendlich glücklich machst Du mich!"

Hochbeglückt ging Audrey an diesem Tage nach Hause. Die ereignisvolle Woche brach an. Die Mündigkeitserklärung des Majoratserben ging an einem prachtvollen Augusttage vor sich. Alle Pächter von Großhofen versammelten sich in der weiten Halle, um ihren jungen Herrn zu beglückwünschen. Seine einfache und doch zum Herzen gehende Rede wurde mit stürmischem Jubel aufgenommen. Er bot einen prächtigen Anblick, wie er so dastand auf dem kleinen Podium und zu den Bächtern sprach, die ihn von Kind auf fannten. Er würde eines Tages ihr Herr und Gebieter sein. Die Baude, welche die Großhofener mit ihrem Gutsherrn verknüpften, waren sehr feste. Der Geist der

Feudalzeit schien bei ihnen noch heute zu regieren. Die Hochrute und Hurrahs, welche Roberts Rede folgten, erfüllten die Luft wie mit Sturmesbrausen.

Später fand auf dem weiten Grasplaß ein großes Schmause statt, worauf der Tanz folgte. Einem aufmerksamen Beobachte mußten bei dieſem Feſte unbedingt zwei weible Geſtalten i ängstlichen, scheuen Gesichtern auffallen. Die eine war

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Armitage, die noch bis vor kurzer Zeit ein für ihre Jah geradezu blühendes, jugendfrisches Aussehen besessen hatte, b 311 jener Nacht, da sie Mitwisserin des schaurigen Geheintnis ward; jest sah sie sehr gealtert aus, ihr Haar war mit grau Fäden durchzogen, ihr Gesicht wies scharfe Linien auf, und ihrem ganzen Wesen lag etwas Unstätes. Sie und Hetty bliebe immer dicht beisammen. Hier und da ergriff Fran Armitage Hand ihrer Nichte und drückte sie fest. Dann zitterte Hett Hand, und ihre schlanke Gestalt erbebte in heimlicher Todesang Die ganze Lust und Fröhlichkeit dünften dem armen Mädchen Mummenschanz der Hölle. Der Jammer, an dem sie so se trug, hatte sie gewaltig verändert. Ihr leidendes Aussehen un die Rolle, welche sie in der Mordaffaire spielte, 30gen natili die allgemeine Aufmerksamkeit auf sie. Und troß alledem w Hetty immer noch schön; sie fiel überall auf; wohin sie fa steckten die Leute die Köpfe zusammen und tuschelten. Siehst Du das junge Mädchen dort mit dem schön

dem Vor

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leidigung,

Beitung.

12 Uhr a

Gesicht?" hieß es, die ist an der ganzen Geschichte, schuldteileberfünd In diesem Augenblick erschien der Majoratserbe. Er ging di nächsten M auf Frau Armitage zu und bat sie, den Tanz mit ihm zu eröffUhr statt.

Sie thun mir eine große Ehre an, Herr Baron", stamme

sie zögernd, dann legte sie die Hand auf seinen Arm.

**

Der

Als er sie wegführte, trafen seine Augen diejenigen Hettne neue ,, Wir tanzen später auch zusammen", sagte er, ihr freund wird eine gar

aber nachlässig zunickend.

Sie errötete und preßte die Hand auf ihr wild flopfendes He Es war nicht ein einziger Bursche in ganzen Ort, der ni

**

Soffga

ichtiger Lan

etwas darum gegeben hätte, ein einziges Mal mit der schögat gestern Hetty" tanzen zu dürfen, aber sie schlug jedes Engagement Sucht und lei

,, Sie fühle sich nicht wohl", entschuldigte sie sich. Mit dem Baron würde sie tanzen, wenn er sie holte

natürlich! Aber mit den anderen- nein!

Sie seßte sich in eine ziemlich entlegene Ecke. Ihre Au folgten Robert, wohin er auch ging. Später erblickte Marga von Schönburg die stille, einsame Gestalt. Es lag ein Gi

baben nichts

nerft, so daß

**

Dorlar

Serrn Rentner

über das findliche, traurige Gesicht ausgebreitet, das des jun burden geschof

Mädchens teilnehmendes Herz wehmütig berührte, sodaß sie sch über den Grasplaz zu Hetty ging.

**

Friedb

Stadt hat e