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Kirche stehenden Schulen geschlossen werden. Einem großen Teil ist das auch schon widerfahren. Die Präsidenten der sogenannten" Action liberale", de Mun und Ptou haben jetzt offentliche Aurufe an die Mauern fleben lassen, die mit den Worten beginnen: Bürger! Ein Attentat ohnegleichen ist soeben begangen worden. 2500 Schulen find geschlossen, 15000 Kinder auf die Straße geworfen, 5000 Lehrer und Lehrerinnen ver­trieben und ohne Unterstützung. Der Aufruf nennt die Schließung der Schulen dann noch ein Verbrechen gegen die Humanität und Freiheit.

Sofia, 21. Jult. Die Oberleitung der am 29. Sep­tember beginnenden großen Manöver am Schipka Passe, an welchen ein russischer Großfürst als Ver­treter des Zaren teilnehmen wird, hat der Kriegs­minister übernommen.

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Der Sultan hat zum Zwecke archäologi scher Forschungen den auf den kaiserlichen Do­mänen bei Messul gelegenen Berg Kalatel Schirgat an Deutschland überlassen. In wissenschaftlichen Kreisen ist man der Ansicht, daß Ausgrabungen daselbst von höch­ster Wichtigkeit für die assyrische Geschichte sein werden.

Giessener Cagesneuigkeiten.

Wald- Michelbach zum Kreisgeometer des Kreisver-| messungsamtes Fürth i. O., der Geometer I. Klasse Georg Knapp aus Fürth i. O. zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Gießen, der Geometer I. Klasse Heinrich Jakobi aus Ober- Ramstadt zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Heppenheim a. d. B., der Geometer I. Klasse Adam Koch aus Alt­heim zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Reinheim und den Geometer I. Klasse Karl Burk aus Ortenberg zum Kreisgeometer des Kreisvermessungs­amtes Darmstadt II.

** Der Großherzog begab sich gestern Abend nach Bayreuth und gedenkt am 29. Juli nach Darmstadt zu rückzukehren. In seiner Begleitung befindet sich Flügel­adjutant Rittmeister Kraemer..

** Die Diensträume des Kreisamtes befinden sich von jetzt ab wieder im Kreisamtsgebäude am Brandplay. Der Gießener Wingolf" gedenkt am 5, 6. und 7. August 1. Js. die Jubelfeier seines fünf­zigjährigen Bestehens festlich zu begehen.

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Berichtigung. Auf dem Gustav- Adolphs- Vereinsfest in Allendorf hat im Vormittags- Gottesdienst nicht Herr Pfarrer Glück von Heuchelheim, sondern Herr Dekan Wagner von Grünberg gepredigt, im Nachmittags- Gottesdienst dann Herr Pfarrer Glück. In der Versammlung im Freien nach der firchlichen Feier sprach Herr Pfarrer Gußmann aus Kirch­berg nicht Roßinann.

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** Inhalt des Hessenlandes( Nr. 14). H. Bertelmann, Hessenblut( Gedicht). 2. Armbrust, Der Reformator Johann Sutel( Fortsetzung).- Dr. phil. Bergér, Hessen- Darmstadts Abfall von Napoleon I. ( Schluß). Ludwig Müller, Das deutsche Haus zu Marburg( Schluß). O. Gros, Unterm Hollunder­baum, historische Erzählung( Schluß). Vom Kasseler Hoftheater. V. Aus Heimat und Fremde.

** In den hiesigen Turnerkreisen ist mit tiefem Be­dauern das Hinscheiden des für die Turnsache sehr ver­dienten Herrn K. Schaffner, Frankfurt vernommen worden. Derselbe wurde gestern nach dem Sachsenhäuser Friedhof unter großer Beteiligung der Frankfurter Turnerschaft zur legten Ruhe bestattet.

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deshalb sollte man bei Gewittern nur im Gehölz, nicht im Freien fahren. Bei schweren Gewittern soll das Rad flach auf die Erde gelegt und das Weitere abgewartet werden.

** Der Dienstaustritt und die Kündigung der Dienstboten. Ein weit verbreiteter Irrtum her scht immer noch bei Herrschaften und bei Dienstboten bezüg'ich des Dienstaustrittes und der Kündigung. Nach dem B. G.-B. fann der Austritt der Dienstboten nur am Ersten eines jeden Monats erfolgen und nicht, wie es sehr häufig geschieht, am 15. die Kündigung für monatlid gemietete Dienstboten muß 14 Tage vor Ablauf eines Monats er­folgen und zwar spätestens bis zum 15. Bei Dienstboten, welche auf das Vierteljahr gemietet sind, ist die Kündigung nur für den Schluß eines Kalendervierteljahres und unter Einhaltung einer sechswöchigen Kündigungsfrist zulässig. Aus Hessen und Nachbargebieten.

** Von oberhessischen Behörden werden steck­brieflich verfolgt: Früherer Lehrer Wilhelm Gottlieb Bergauer aus Lehrbach wegen Betrugs von der Staats­anwaltschaft Gießen; Arbeiter Joseph Goldamer aus Leitmerig wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Fried­berg; der Schweizer Karl Gräz aus Motten wegen Dieb­stahls von der Staatsanwaltschaft Gießen; Viehschweizer Robert Jenisch aus Schwerstedt wegen Diebstahls vom Amtsanwalt zu Gießen; Weißbinder Heinrich Sch arch aus Nonnenroth wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Gießen; angeblicher Maler Karl Weber aus Diederbergen wegen Liebstahls vom Polizeiamt Bad- Nauheim; Landwirt Valentin Feldmann aus Griesheim wegen widernatür­iicher Unzucht vom Untersuchungsrichter I zu Gießen.

** Der heutige Viehmarkt war sehr gut beschickt, etwa 1000 Tiere standen zum Verkauf. Die Preise balan­zirten mit denen der Viehhändler am Blaze.

o. Steuerfuriosum." Folgendes Stücklein trug sich unlängst in dem Dorfe W. bei Gießen zu. Kam da ein Steuerbeamter in eine Wirtschaft; im Verlaufe des Gesprächs erfundigte er sich bei der Wirtin, ob sie auch Sett zu ver­kaufen habe. Spricht die Wirtin:" Mir hawwe faa', der Heß vo' Grüninge hot awwer drunne 30 liege, wenn aner hawwe will, verkaft der se aach." Der Mann des Gesetzes muß sich natürlich von der Sache überzeugen und läßt sich an die betreffende Stelle führen. Dort angekommen ist er nicht wenig überrascht, als ihm die Frau in ihrer Treu­herzigkeit 30 Eäd' zeigt, auf die natürlich der Beamte seine Steuerstreifen, die seit Einführung der Seltsteuer alle Grün­hälse tragen müssen, nicht zu fleben brauchte.

rn. Rödgen, 21. Juli. Gestern und heute wurde unsere Kirmeß in der altgewohnten Weise begangen. Leider war am Sontag wegen der unsicheren Witterung der Besuch von auswärts nicht so gut, wie wir das sonst gewöhnt sind. Heute führte das etwas bessere Wetter mehr Besucher zu uns heraus, so daß wir mit dem Fest noch ganz zufrieden sein fönnen

** Teuere Nüsse wird es kommende Weihnachten geben. Die diesjährige Nußernte ist infolge der starken Mai­fröste in manchen Produktionsländern vielfach ganz verloren gegangen. Die Nußbäume stehen zum Teil kahl und da treiben jegt wieder frische Blätter an Stelle der erfrorenen.

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Laubach, 20. Juli. Dem Forstwart der abnormalen Domanialforſtwartei Judeneiche( Oberförsterei Laubach) Johannes Wingefeld zu Wetterfeld wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand der Charakter als Förster" verliehen.

** In Amerika verstorbene Hessen. Newark, N. J.: Dr. med. Fritz Thum aus Oberhessen. Findlay, D.: Peter Trautmann, 65 Jahre alt. Salem, Jl.: Anna Margar. Kraft geb. Gotta aus Udenheim, 75 Jahre alt. Monroe, Wis.: Johann Krauel, 96 Jahre alt. Hilda, Tex.: Johann Müller aus Lauterbach, 49 Jahre alt.

o. Burkhards, 18. Juli. Seit zwei Wochen ist unser Schulhausbau in Angriff genommen. Der Plan wurde von Provinzialbaumeister Stahl in Gießen entworfen und wird das Gebäude massiv aufgeführt, da sich die Schulhäuser in Herchenhain, Hartmannshain u. a., die in Holz mit Fach­werk aufgeführt sind, im Winter für den höheren Vogels­berg nicht gut eignen. Das Gebäude wird eine Zierde für unser Dorf. Der Staat leistet einen Zuschuß von 7000 Mt. Gestern abend wurde der Grundstein gelegt.

o. Ober- Seemen, 19. Juli. Vor einigen Wochen fon­stituierte sich hier ein Ziegenzuchtverein" unter der Präsi­dentschaft des Lehrers Keller. Der Verein hat nunmehr 16 reinraffige Ziegen bezogen und hofft mit demselben gute Resultate zu erzielen.

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Fulda, 17. Juli. Die Witwe E. hatte ihrer Tochter jeden Verkehr mit ihrem Burschen in Romrod verboten. Der Knecht W. kam daher als Liebesbriefträger für seinen Herrn nach Feld' und klopfte an des Mädchens Fenster um den Brief zuzustellen. Da wurde die Haus­thür aufgerissen und der Löffel- Peter von der Mutter des Mädchens dazu gemietet und angefeuert, schlug mit solcher Gewalt auf den Knecht ein, daß er bewußtlos niedersank. Nachbar L. hörte Schreie, öffnete das Fenster und vernahm die Worte: Er scheint tot zu sein, werfen wir ihn ins Pfuhlloch". Am folgenden Morgen fanden Dorfleute den Körper des bestialisch Zu­gerichteten auf der Miststätte liegen, er lebte aber noch. Alles ist empört ob dieser Roheit, und selbst die ältesten Leute, in dem sonst so friedlichen Orte wissen sich nicht eines gleichrohen Momentes in der Dorfgeschichte zu ent­finnen.

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Frankfurt a. M., 21. Juli. Der Kassirer der hiesigen Verwaltungsstelle des Deutschen Tabatarbeiterver­bandes Genosse Christian Kracker, der sich Defrau­dationen hat zu Schulden kommen loss n, ist in Untersuchungs­haft genommen worden. Man befürchtet, daß die Unter­schlagungen viel mehr als 1000 Mark betragen, denn, als sich ein Freund erbot, die 1000 Mark zu ersetzen, lehnte dies Kracker ab. Die Bücher sind mehrfach gefälscht und viele Belege vernichtet. Sogar fleine Beträge für strickende Kollegen hat Kracker unterschlagen.

Inwieweit darf ein Lehrherr den Lehrling von dem Besuche einer Fortbildungsschule zurückhalten? Ein Handwerksmeister hatte seinen Lehrling eines Abends von dem Besuche der Gewerbe­schule zurückgehalten, weil er an diesem Abend eine sehr eilige Arbeit zu verrichten hatte, zu deren Er­ledigung er die Hilfe des Lehrlings dringend bedurfte. Er wurde deshalb angeklagt, vom Schöffengericht aber freigesprochen. Die hiergegen von der Staatsanwalt schaft eingelegte Berufung und Revision wurde ver­worfen und hierzu vom zuständigen Ober- Landesgericht folgendes ausgeführt: Das Abhalten eines Lehrlings vom Schulbesuche wird nach der Gewerbeordnung nur dann mit Strafe bedroht, wenn eine Verletzung der dem Lehrherrn obliegenden Pflichten vorliegt. Daraus folgt, daß nicht jedes Zurückhalten des Lehrlings vom Schulbesuch strafbar ist. Der Lehrherr hat nun zwar in erster Linie im Interesse des Lehrlings für dessen Ausbildung zu sorgen. Wenn nun dieses Interesse mit dem gewerblichen Interesse des Lehrherrn an der Arbeitskraft des Lehrlings in Widerstreit tritt, so muß im allgemeinen das Interesse des Lehrlings vorgehen. Immerhin ist aber auch das nur die Regel. Im ein­zelnen Fall kann das berechtigte Interesse des Lehr­herrn aus besonderen Gründen so sehr überwiegen, daß diesem die Voranstellung desselben bei billiger Würdigung der Umstände zum Verschulden nicht an­gerechnet werden kann. Es ist deshalb unbedenklich gerechnet werden kann. anzuerkennen, daß der Lehrherr den Lehrling vom Schulbesuch zurückhallten darf, wenn ihm bei einer einzelnen besonders eiligen Arbeit die Hilfe des Lehr­lings während der Schulstunden unentbehrlich ist.

** Das Institut der Kreis- Geometer, eine notwen­dige Konsequenz der Grundbuchsanlage tritt am 1. August im Großherzogtum Hessen in Wirksamkeit. Der Großherzog hat nun am letzten Samstag die erforderlichen Ernennungen bezw. Beförder­ungen der verschiedenen Geometer zu Kreisgeometern berfügt. Es wurden ernannt: Katastergeometer Adolf Heineck aus Kirtorf zum Kreisgeometer des Kreisver­messungsamtes A Isfeld, der Katastergeometer Philipp Haud aus Schaafheim zum Kreisgeometer des Streis­vermessungsamtes Erbach, der Katastergeometer Adam Keil aus Fürth i. O. zum Kreisgeometer Kreisber­messungsamtes Dieburg, der Geometer I. Klasse Eduard Neuschäffer cus Schotten zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Grebenhain, der Geometer I. Klasse Emil Groß aus Wimpfen i. Th. zum Kreis­geometer des Kreisvermessungsamtes Beerfelden, der Geometer I. Klasse Heinrich Battenfeld aus Darm­stadt zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Darmstadt I, der Geometer I. Klasse Ludwig Joch im aus Einartshausen zum Kreisgeometer des Kreis­bermessungsamtes Schotten, der Geometer I. Klasse Johannes Wallmanach aus Nieder- Ingelheim zum Kreisgeometer des reisvermessungsamtes Osthofen, der Geometer I. Klasse Wilhelm Wam ßer aus Viel brunn zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Bensheim, der Geometer I. Klasse Jakob Porth aus Wackernheim zum Kreisgeometer des Kreisvermessungs­amtes Offenbach, der Geometer I. Klasse Karl Henkel aus Gedern zum Kreisgeometer des Kreisvermessungs amtes Grünberg, der Geometer I. Klasse Adolf Heim aus Oppenheim zum Kreisgeometer des Kreis vermessungsamtes Alzey, der Geometer I Klasse Wilh. Schäfer aus Nieder- Weisel zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Mainz, der Geometer I. Klasse Ferdinand Schopbach aus Alsfeld zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Friedberg, der Geometer I. Klasse Jakob Knierim aus Osthofen zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Oppen­heim, der Geometer I. Klasse Wilhelm Eppels­heimer aus Wörrstadt zum Kreisgeometer des Kreis­bermessungsamtes Wörrstadt, der Geometer I. Klasse Ernst Hensing aus Darmstadt zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Homberg, der Geometer 1. Klasse Ernst Bücking( aus Alsfeld zum Kreis­geometer des Kreisvermessungsamtes Butzbach, der Geometer I. Klasse Wilhelm Lindenstruth aus Azenhain zum Kreisgeometer des Kreisvermessungs­amtes Büdingen, der Geometer I. Klasse Georg Hohenadel aus Bergheim zum Kreisgeometer des Streisvermessungsamtes Nidda, der Geometer I. Klasse Philipp Huber aus Bermersheim( Kreis Alzey) zum Kreisgeometer des' Kreisvermessungsamtes Worms, der Geometer I. Klasse Georg Habermehl aus Wiebels­bach zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Lauterbach, der Geometer I. Klasse Christian Christian Schadt aus Groß- Gerau zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Groß- Gerau, der Geometer I. Klasse Georg Nußbickel aus Wöllstein zum Kreis­geometer des Kreisvermessungsamtes Bingen, der Geometer I. Klasse Gustav Wagner aus Mainz zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Höchst im Odenwald, der Geometer 1. Klasse Adam Walter aus

diese begri frei, hat Lieb gerufen! Gd

Frankfurt a. M., 21. Juli. Der Polizeidiener als Sittenwächter! Unter dieser Ueberschrift erzählt ein Frankfurter Blatt folgende kaum glaubliche Geschichte aus Schwanheim: Als in Ried das Feuerwerk statt­fand, ging der Wirt B. aus Schwanheim in Begleitung seiner Frau und einer Freundin derselben an den Main, um sich das Feuerwerk anzusehen. Unterwegs begegnete ihnen der Polizeidiner Wachendörfer, mit dem B. einen Gruß tauschte. Kaum waren sie einige Schritte an ihm vorbei, als Wachendörfer ihnen nach­kam und B. aufforderte, mit ihm zur Wache zu kommen. Er habe sich soeben vergangen, indem er die Freundin seiner Frau unsittlich berührt habe. Trotz des Protestes der beiden Frauen mußte B. mit zur Wache und wurde bis zum andern Morgen 7 Uhr eingesperrt. Da entließ ihn W. aus der Haft und bat ihn flehentlichst, die Sache todtzuschweigen, er hätte sich versehen. Darauf ließ sich B. selbstverständlich nicht ein. Zur Frau B. hatte W. noch gesagt: Schreiben Sie sofort an Ihre Eltern. Das giebt einen Grund zur Ehescheidung."

** Die Streitfrage, wann für die Radfahrer die Beit der Dunkelheit beginnt, ist vom Spandauer Schöffenzericht in logischer Weise entschieden worden. Ein dortiger Bäckermeister hatte ein polizeiliches Strafmandat er­halten, weil er am 23. April d. J. gegen 71/2 Uhr abends, auf einem unerleuchteten Rade durch die Straßen der Stadt gefahren war. Hiergegen hatte er Einspruch erhoben. Im Gerichtstermine machte der betreffende Bolizeibeamte geltend, daß für Radfahrer die Zeit der Dunkelheit von Sonnen­untergang rechne. Das Gericht war anderer Ansicht. Es untergang rechne. Das Gericht war anderer Ansicht. Es sprach den Bäckermeister frei unter folgender Begründung sprach den Bäckermeister frei unter folgender Begründung: Es sei eine falsche Annahme des Beamten, daß für Rad­fahrer die Zeit der Dunkelheit mit Sonnenuntergang be­ginne. Sie beginne erst dann, wenn es, thatsächlich zu dunkeln beginne. Am 23. April d. I. sei die Sonne um 7 Uhr 9 Minuten untergegangen, demnach sei zu der Zeit, zu welcher der Angeklagte durch die Straßen radelte, noch Dämmerung gewesen.

** Darf man beim Gewitter Radfahren. Diese Frage wird von einer Anzahl Radfahrer bejaht, weil Diese Frage wird von einer Anzahl Radfahrer bejaht, weil sie sich durch den Gummireifen ihres Rades isolirt glauben. In der Kreuzz." wird hingegen betont, das Fahrrad ziehe nach mancherlei positiven Erfahrungen, den Blizz gerade an,

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Seligenstadt, 21. Juli. Hier wurde ein schon im Greisen alter stehender Taglöhner, Insasse des H esigen Armenhauses verhaftet, weil er sich seit 18 Monaten mehr­fach Sittlichkeitsvergehen hat zu Schulden kommen lassen.

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Darmstadt, 18. Juli. Ein äußerst dreister und frivoler Unfug wurde heute Nacht durch eine Anzahl Studierender hier ausgeübt. Dieselben haben, nach­dem sie schon vorher längere Zeit randaliert hatten, auf dem sogenannten alten Friedhof, welcher nicht mehr benutzt wird, auf welchem aber noch eine ganze Anzahl gut erhaltener Grabdenkmäler aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts stehen, das sogenannte Jakobs­dentmal, ein mehrere Gentner schweres eisernes viereckiges Denkmal, mit Gewalt aus den Fugen gerissen und um­geworfen. Den eifrigen Bemühungen der Polizei gelang es alsbald, die Thäter zu ermitteln. Am Sonntag tagte in Hanau die erste Verbands­versammlung des mitteldeutschen Hand­werker- und Gewerbeverbandes. Als Ver­treter der Regierung war Regierungsrat Listemann an wesend. Aus den Verhandlungen sei die Stellungnahme

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