die Schiffe nicht bauen zu können. Das Oberhaus steht auf dem Standpunkte der Regierung, dagegen wünscht das Unterhaus die erforderlichen Gelder durch Ersparnisse aufzubringen, die es durch bestimmte Reformen erzielen will. Unter diesen Umständen ist es sehr leicht möglich, daß die japanische Regierung ihr Flottenprogramm wird durchführen können.
Kurze volitische Nachrichten.
* Berlin, 17. Dezember.( Hofbericht.) Heute Morgen hörte der Kaiser die Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts Dr. von Lucanus und des Intendanten Kammerherrn v. Hülsen.
* Der Staatssekretär des Reichspostamts Kraette hat sich diesertage in Hannover mit dem preußischen Eisenbahnminister Budde ein Stelldichein gegeben, um die hannoverschen Eisenbahn- und Postverhältnisse zu studieren. Dienstag Abend waren beide Gäste des Feldmarschalls Grafen Waldersee.
* Im Großen Belt gerizt das deutsche Linienschiff Wittelsbach" auf Grund. Zur Flottmachung des Schiffes sind zwei Panzerkreuzer abgegangen. Das Schiff ist nicht gefährdet.
* Die zweite hessische Kammer nahm den Gefegentwurf betreffend die Beamtenfürsorge bei Betriebsunfällen einstimmig an.
* Eine Spaltung der polnischen Reichstagsfraktion wegen der Haltung der polnischen Abgeordneten in der Zollfrage wird in polnischen Blättern angekündigt.
* In deutschen amtlichen Kreisen rechnet man mit der Wahrscheinlichkeit, daß Desterreich- Ungarn seinen Handelsvertrag mit Italien noch vor Ablauf dieses Monats kündigt. Der Vertrag würde dann am 31. Dezember 1903 außer Kraft treten.
* Nach einer Meldung aus Rom verwarf die Kommission der italienischen Kammer das Ehegesetz.
* Eine Ministerkrise ist in Chile ausgebrochen, weil der Präsident sich aus politischen Gründen weigert, mehrere Provinzgouverneure ihres Amtes zu entheben. Da wird wohl eine kleine Revolution nicht lange auf sich warten lassen.
* Der Kaiser von Korea hat wieder einmal mehrere Minister entlassen.
Die Wiedergeburt des Handwerks.
Bon sachverständiger Seite wird uns geschrieben:
Verschiedene Handwerkerkammern haben nun bereits ihren zweiten Jahresbericht herausgegeben, aus dessen Durchsicht sich ergiebt, daß sie mit ihrer Aufgabe vollständig vertraut sind. Wir finden darin genaue Angaben über die ökonomische Lage des Handwerks, über Meisterfurje, Gesellenfragen und das Lehrlingswesen, Kredit- und Rohstoffgemeinschaften und Anregungen für geseggeberische Aufgaben, ferner auch Erörterungen über die theoretische und fachliche Ausbildung. Im ganzen zeigt sich schon jeßt, daß die Handwerkskammern tatsächlich für die Berufsgenossen eine Notwendigkeit waren und eine Wohltat sind; allerdings ist das Interesse für ihre Tätigkeit noch in einem geradezu beschämenden Maße gering.
Die Handwerksmeister sehen mehr, als es für ihre Interessen nüßlich ist, auf ihre Umgebung und nicht nach oben, aber auch nicht nach unten. Oben nimmt ihnen der Fabrikbetrieb die Luft weg und unter ihnen entstehen, während sich die einzelnen Geschäfte in einem wütenden Preistampfe befehden, die wilden Konkurrenzen der Pfuschmeister und Lehrlingspressen. Gegen diesen Wettbewerb fann der Staat sie nicht schüßen, denn er hat in dem Augenblicke, als die Maschine in vielen Produktionszweigen die Handarbeit verdrängte und die großkapitalistische Betriebsweise einführte, die Gewerbefreiheit geschaffen. Aber die Meister können sich untereinander schüßen durch ein strenges Lehrlings- und Gesellenwesen, durch gegenseitige Informationen über den Rohstoffmarkt und durch Schaffung von Einkaufs- und Kreditkassen, ferner durch fachlich getrennte, von den Handwerkskammern aber zentralisierte Arbeitsnachweise. Durch die genaue Kenntnis der Marktlage und die Schaffung von Kreditkassen sezen sich die Handwerksmeister in ihrer Gesamtheit in die Lage, den Wettbewerb gegen die großen Unternehmungen aufzunehmen. Je weiter unsere Entwicklung fortschreitet, um so wahrscheinlicher ist es, daß die Gemeinden die motorischen Kraftanlagen, Wasser-, Gas-, Heißluft- und Elektrizitätsantriebe, zentralisieren und mietsweise abgeben. Je mehr aber unsere Zeit zu diesem Stadium fortschreitet, um so mehr ist es notwendig, daß die Handwerksmeister unter einander Fühlung nehmen und diese Entwicklung beschleunigen, oder ihr den Stempel der Handwerkserfordernisse aufdrücken. Wenn sie aber, einer mißtrauisch auf den andern, in Untätigkeit verharren, dann werden die großfapitalistischen Unternehmer, denen die Mittel und die Absaßgebiete für eine umfangreiche Maschinenarbeit nicht fehlen, sie überflügeln, wie sie bereits einen Vorsprung gewonnen haben. Auch in dem Einkauf der Rohstoffe sind die Handwerksmeister ins Hintertreffen gekommen, weil die Stoffe einen zu weiten Weg vom Produzenten zum Groß- und dann zum Kleinhändler durchmachen; ehe fie in die Hände der Meister gelangen, sind schon verschiedene Hände an dem künftigen Arbeitsverdienste des Handwerkers gewaschen worden. Hier muß unter Leitung der Handwerkskammern der Hebel ebenfalls eingesetzt werden. Wichtig aber ist insbesondere die Heranbildung eines tüchtigen Meistergeschlechtes von jetzt ab. Die Lehrlingszüchterei ist zu verpönen. Die in solchen Werkstätten ausgebildeten Elemente dürfen nicht zur Gesellenprüfung zugelassen werden, und die ungeprüften, wenn auch handwerksmäßig ausgebildeten Gehilfen dürfen in keinen ge= ordneten Handwerksbetrieb aufgenommen werden. Um das durchführen zu können, müssen allerdings die verschiedenen Gegenden miteinander in Fühlung stehen, wie es beispielsweise die Konditoren eingerichtet haben. Diese haben für ganz Deutschland einen Zentralarbeitsnachweis, an den alle zu vergebenden und vergebenen Lehrlingsstellen gemeldet werden. Sind an einem Plaze alle Lehrlingsstellen besetzt, dann wird für diesen die Liste geschlossen, sind sie überhaupt alle besetzt, dann wird kein Lehrling mehr angenommen. Dadurch schüßen sie sich vor Ueberproduktion; als Gesellen werden nur geprüfte Elemente genommen. Wer aber jemals in einer Bäderei tätig gewesen ist, findet bei keineni Meister des Konditorenverbandes mehr Aufnahme. Würden alle Handwerksmeister nach diesem Muster
verfahren, dann würde bereits in der Gesellenzeit ein großer Teil der unbrauchbaren Lehrlinge in den Stand der ungelernten Arbeiter abgeschoben und durch die Läuterungen, denen eine gediegene fachliche und theoretische Ausbildung zur Seite gehen müßte, würde ein den neuen Verhältnissen gewachsener Meisterstand herangezogen, und es würde sich bald zeigen, daß das alte Sprichwort heute noch wahr ist: Das Handwert hat einen goldenen Boden.
Nab und fern.
* Errichtung einer Akademie für Medizin in Franks furt a. M. Die Frankfurter Stadtverordnetenversamm lung beschloß nach längerer Debatte mit großer Mehrheit die Ausgestaltung der städtischen medizinischen Anstalten und die Errichtung einer Akademie für Medizin mit einem Kostenaufwande von 2 250 000 Mark. Der Betrag ist durch Stiftungen gedeckt, wie bereits gemeldet.
:: Ein furchtbarer Raubmord wird aus Berlin gemeldet. Die 60 Jahre alte Witwe A. Budwig, eine strenggläubige Jüdin, die von einem kleinen Weinhandel und von Unterstügungen seitens ihrer Verwandten und Glaubensgenossen lebte, wurde Mittwoch früh in ihrer Wohnung mit Klaffender Kosswunde tot aufgefunden. Der Mord muß bereits am Sonntag Abend verübt worden sein. Nach dem Befunde wird angenommen, daß der Frau von ihrem Mörder ein Beilhieb gegen den Kopf versetzt wurde. Der Mörder wickelte dann ein Tuch um den Kopf der Getroffenen, um das Herausfließen von Blut möglichst zu vermeiden, und legte die Leiche unter den Tisch. Vom Mörder fehlt bisher jede Spur.
)=( 700 000 Mark unterschlagen hat der bei der Berliner Bank für Handel und Industrie seit 21 Jahren angestellte Depotverwalter Maximilian Neßler. Die Unterschlagungen sind durch Fälschungen der Depotbücher, zu welchen sich Neßler Zugang zu verschaffen wußte, auf so raffinierte Weise erfolgt, daß dieselben trotz häufiger Revisionen durch Vorstand und Aufsichtsrat erst jetzt entdeckt worden, nachdem infolge ähnlicher Vorkommnisse bei anderen Instituten angeordnet worden ist, daß ein Wechsel in den einzelnen Bankressorts stattzufinden hat, und dieser Wechsel der Ressortchefs in der WertschaftenAbteilung vor kurzem durchgeführt wurde. Die Summe wird sich durch ein Effektenguthaben des Genannten von etwa 100 000 Mt. ermäßigen, auch ist anzunehmen, daß die fehlenden Effekten anderweit verpfändet sind und möglicherweise teilweise wiedererlangt werden. Neßler, der seit Sonntag flüchtig ist, lebte verhältnismäßig bescheiden, zumal er trotz seiner langjährigen Vertrauensstellung nur ein Gehalt von 5000 Mt. bezog; zu dem noch eine jährliche Provision von etwa 1000 Mt. hinzukam.
A Schatzgräber am Meeresgrund. Von Athen aus sollen demnächst Nachforschungen nach den Ueberresten der Flotte des Perserkönigs Xerxes beginnen, welche vor 2300 Jahren bei Salamis vernichtet wurde. Hierbei wird der Boden des Aegäischen Meeres mittels des vom genuesischen Ingenieur Pino, wie s. 3t. gemeldet, erfundenen Hydroskops untersucht. Man hofft, daß es dabei auch gelingen wird, das Schiff zu finden, auf welchem Pompejus die in Athen konfiszierten Kunstschäße nach Rom sandte und das vor 1950 Jahren unterwegs scheiterte.
V Zwei jugendliche Mörderinnen. Ein Aussehen erregender Mordprozeß hat sich in der englischen Hafenstadt Liverpool abgespielt. Vor den dortigen Assisen mußten sich zwei Dienstmädchen im Alter von 20 und 17 Jahren wegen Ermordung ihrer Herrin, eines wohlhabenden greisen Fräuleins, verantworten. Die beiden Angeklagten, Ethel Rollinson und Eva Eastwood, gaben im Verhör zu, das Verbrechen begangen zu haben, sie hätten die alte Dame mit Kopfkissen erstickt, weil sie sie habe hungern lassen und sie auch sonst schlecht behandelt hätte. Die beiden jugendlichen Mörderinnen wurden zum Tode verurteilt.
Den Bruder vergiftet. Eine erschütternde Tragödie wird aus Dresden gemeldet. Daselbst vergiftete in einem Anfalle von Wahnsinn die Schwester des Kunstmalers Dorsch, die diesem die Wirtschaft führte, ihren Bruder und sich selbst. Fräulein Dorsch, die schon vordem einmal wegen Jrrsinns einige Zeit lang in einer Anstalt untergebracht war, ist bereits gestorben. Der unglückliche Bruder ringt noch unter qualvollen Leiden mit dem Tod, doch ist nach Ansicht der Aerzte keine Aussicht auf Erhaltung seines Lebens vorhanden.
Bunte Chronik.. Auf einem Havelkahn bei Brandenburg a. H. wurde jezt erst die Leiche des vor 14 Tagen verstorbenen Schiffseigentümers Ackermann gefunden. So lange hatte sein sechzigjähriger irrsinniger Bruder bei ihm die Totenwacht gehalten.
Ter Mörder Behnert im Jenaer Gefängnis schlug einen Aufseher mit einer Eisenstange nieder, um zu entfliehen, wurde aber an der Flucht verhindert und in Eisen gelegt.
Der schwedische Dampfer ,, Oresund" überrannte im Kattegat den dänischen Dampfer„ Cimbria". Auf der ,, Cimbria" erfolgte bei dem Zusammenstoß eine Explosion, bei welcher der Steuermann schwer verletzt wurde; dann versank das Schiff sofort in den Wellen.
Wie verlautet, soll in Desterreich für den Fall, daß die Forderungen der im Ausstand befindlichen Lemberger Pharmazeuten nicht bewilligt werden, ein allgemeiner Apothekerstreit bevorstehen.
- Der Ausstand der Angestellten der Straßenbahn in Mailand ist infolge einer Einigung mit der Verwaltung der Bahn beendet.
- Der bekannte Luftschiffer Santos Dumont in Paris hat die Brüder Lebaudy, die sich ein ,, lenkbares" Luftschiff haben bauen lassen, zu einer Wettfahrt herausgefordert. Ms Einsatz soller von beiden Seiten je hunderttousend Francs gezahlt werden.
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In Neu- Margenlan( Russisch- Turkestan) wurde am 16. Dezember furz vor 10 Uhr ein starker, und gegen 101/2 Uhr ein schwächerer Erdstoß in der Richtung von Nordost nach Südwest verspürt.
Parlamentarisches aus Hessen.
Großh. Regierung bekannt, daß ein Staatsbeamter, Lamb.
arprüngliche Beber
Gebräuche werben
Selten
Die Landtagsabgeordneten Schönberger, Breimer unb ber nachfen Ber Lang haben folgende dringliche Anfrage an Grob wird Herr Ruft Regierung bei der Zweiten Kammer eingebracht: Ist es der Flurnamen pred wirtschaftslehrer, für die bevorstehende Wahl eine Sportfreifen bel Präsidenten des landwirtschaftlichen Bri. Serr Ma vinzialvereins Startenburg die Führung einer Gemarlang Dill lebhaften Agitation übernommen hat, die geeign Wildfater ber ift, einen großen 8wiespalt in weiten Kreisen der Bevöller Soblenflede) an ung hervorzurufen? und welche Maßnahmen gedenkt wie erbeuteten Bildlage Großh. Regierung zu ergreifen, um einem derartigen Ueber überfenbet
Der amerikanische Milliardär Rockefeller hat der Universität Chicago wiederum eine Schenkung von einer Million Dollars gemacht.
189
griffe vorzubeugen?
eingelaufen
#
Bon be
aus Schmiedeberg
Bei der weiten Ständefammer sind weise brieflich ber 1) Vorstellung des Oberlehrers in Pension Seinni Röhrig aus Baumann- Worms um anderweite Regelung seine licher Elektrotechn
Pensionsgehalte,
2) Vorstellung der Angestellten und Bediensteten im Gr. Arbeitshaus zu Dieburg um Gewährung ben Wohnungsgeldzuschüsser,
Hoftheaters zu Darmstadt.
aus Defterreich w zu Gießen; wegen Bebrohung Hengersberg wegen Bichzählu
3) Regierungsvorlage betr. den Umbau des Großs anwaltschaft Gie Letzteres ist die im Herbst von der Regierung zurüd Biebzählung beträg gezogenr alte Vorlage und sollen zu den ganzen 756000 188 Rinder, 242
Mart betragenden Kosten noch 351 000 mt. aus den Domönenaquifitionsfond entnommen werden, sodaß die Stalt nur den Zinsverluft hiervon zu tragen hat. Die Stabt Darmstadt tauft dafür das sog. Interimstheater für 245 000 Mt. und giebt weitere 120 000 Mt. Buschuß zusammen also 365000 Mt.
Die Tagesordnung der 3. Sigung der Ersten Kammer der Stände am Samstag, 20. De
Aus Heffer fürlichen Treibig
t. Lidh, 16. De
fanen und eine Anzah altestelle( an Diefelbe liegt um 10
Rich- G, 15.
dieses Jahres, vormittags halb 10 Uhr, besteht aus folgen tie Dite Bob- ons
den Beratungsgegenständen:
1. Mitteilungen.
2. Mündliche Berichterstattung, Beratung und Ab stimmung über:
1) Regierungsvorlage, betr. den Gesezentwurf, die Fürsorge für Beamte infolge von Betriebsunfäller betreffend,
2) Regierungsvorlage, betreffend Nachtragsforderung zu Rapitel 94 Rciminalfassen", des Hauptvoran schlags 1892/03.
"
3) Regierungsvorlage, betreff nd den Entwurf eines Gßes über die Kenderung des Gesetzes, die Er hebung der direkten Steuern betreffend, bom 29 August 1874.
Zweite Kammer der Stände. Nu einge gangen ist eine dringliche Anfrage der Abgg. Noad, Langenbach und Saeng, betreffend die Lohnver hältnisse der Arbeiter an der ehemaligen Main- Neckar Eisenbahn.
Giessener Cagesneuigkeiten.
** Der Großherzog hat dem Assistenten für die zoologische Sammlung des Landesmuseums Dr. Theodor List das Ritterkreuz 2 Klasse mit der Krone des Verdienst ordens Philipps des Großmütigen verliehen.
Bahnverlehr wifentlich 12.000 20. μ δ: τι βο Stampertenrod. Belehre hört man oft fa finden jebod in ur med Befehr anbeld inner. Cang befonders Ohm und Feldat Supertenrod, S Sie allem Verkehr abseits na Bahnstation et finn die nächste Bost e folge Entfernungen bed emige der reift oder
** Nach einer telegraphischen Meldung ist der Großherzog am Dienstag abend 6 Uhr in Port Said an gefommen.
offen muß. D
ili behandelt w te begrüßen, Broßfelda diesem baha abjuhelfen fuch fomitee gebildet hr und Bürgermeiste jorisch abgeste Jenten, daß Maler Dit wird der tommen. Etwa 1 Km. und dann ins Do inn ist mit den die Ein Gutuichuß ist g madt blunt, daß fich werteiden finden: in Baftoirt Bibler und denrod i Herrn Go feld bei dem Beter Fle bei Hem Borg Fich Maid Die Berlaufsit feinem anderen Breife Sana, 17. De
** Das Großh. Ministerium des Innern hat dem Direftorium der Renten- und Pensione anstalt für deutsche bil dende Künstler zu Weimar mit Genehmigung des Großherzogs die Erlaubnis erteilt, die Lose einer am 3. und 4. Februar 1903 zu veranstaltenden Geldlotterie nebst Ver losung von Gemälden innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben.
M Hessische Vereinigung für Volkskunde. Dienstag den 16. Dezember fand die zweite Versammlung der Ver einigung statt. Herr Provinzialdirektor Dr. Breidert be grüßte die Anwesenden und machte zunächst die Mitteilung, das Se. Kgl. Hoheit der Großherzog unter Anerkennung des von der Vereinigung bisher geleisteten geruht hat, das Protektorat über die Vereinigung zu übernehmen. Daran schloß sich der angefündigte Bortrag des Herrn Lehrer Weyl
s Raiserl.
34.
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Bringe durch
( Wieseck). Der Vortragende war 20 Jahre in amtlicher fonftigen Bei vo
Stellung im Hinterland thätig und erwarb sich in dieser Beit eine eingehende Kenntnis von Sitten, Gebräuchen, und Aberglauben jener Gegend.
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für Garderoben, S
Von dieser gab er, soweit sie Stulpen, Serbieier
in Beziehung zu Geburt und Taufe stehen, eine anschauliche empfehlende Grin
Schilderung, aus derem reichen Inhalt hier natürlich nur weniges wiedergegeben werden fann. Nach allgemeinem
Sebr
Gute Anerkenn
Mache auf d
Lindenpl
Glauben kommen die Kinder aus dem Wasser,( Brunnen, aufmerksam. Teichen, Quellen), aus welchem sie meist( jedoch nicht immer) der Storch holt. Eine große Rolle spielt wie überall die Furcht vor dem„ Versehen" der Mutter, wofür der Redner einige interessante Beispiele aufführte. Wichtig ist es, das Kind bei der Geburt und in der Zeit bis zur Taufe vor dem Einfluß böser Geister zu schüßen, verschiedene Bräuche und Maßregeln haben darin ihren Grund. Vor der Taufe werden die Bathen für das Kind gewählt, die im Hinter land sich selbst anbieten, während sie sonst meist gebeten werden. Da das Kind nach dem Glauben des Volkes vom Bathen in seiner geistigen Entwickelung beeinflußt wird, so ist die Wahl mit größter Vorsicht vorzunehmen. gerne werden Brautpaare zu Pathen genommen. Die Taufe findet etwa 4-6 Wochen nach der Geburt statt, im Sommer in der Kirche, im Winter im Pfarrhaus. Regel ist, das das Kind verhüllt bleibt bis zum Taufaft selbst. Der Vater ist bei der Taufe im Hinterland nicht zugegen, an seine Stelle tritt vollständig der Pathe. In and.ren Ges genden, z. B. in Beuern ist dagegen die Mutter nicht anwesend. Mit Tausschmaus im Hause des Vaters und Um zug der Bathen im Lorf endet das Tauff st im Hinterland. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Disfussion an, in welcher das vom Redner entworfene Wild nach verschiedenen Richtungen ergänzt wurde, durch Anführung ähnlicher oder abweichender Büge aus anderen Gegenden. Auch über bie
In der Chat t
Insekte
Spesiell file fliegen, S zahlreichen Unerfennu wirtt tolofialwie andere Sachen Originalflasche im Tiemals lofe zum pro flasche 30, 60, Rapid file Priftig Bieler, Drogerie
nichts anderes als
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