schließt, ihn von einer Frankfurter Firma zu 1400 Mr. zu beziehen. Es soll ferner ein photographischer Apparat für 400 Mt. angeschafft werden, denn bei der Ausführung der Kanalisation fönnen Sprünge in den Häusern entstehen, die dann zu schlimmen Prozessen führen. Die Häuser sollen deshalb erst potographirt werden. Wird sicherlich sehr beifällig aufgenommen. Die Bohrversuche, die neulich ausgeführt wurden, haben pro Quadratmeter 6 Mark gekostet. Man beschließt, den Betrag zu genehmigen.
Vom alten Schloß.
Die Schlosserarbeiten am und im alten Schloß werden dem Schlossermeister Wilhelm Nagel über geben.
In der Alicestraße
soll gepflastert werden. Die Arbeit erhält Pflastermeister Joh. Hoffmann für 742,10 Mt. Derselbe Derselbe hatte sich auch zur Ausführung von Erdarbeiten zum Preise von 3297 Mt. angeboten, doch erscheint ihm dies jetzt zu gering. Der Erdarbeiter Schepp in Saasen bekommt also den Zuspruch der Versammlung.
Das Gelände an der Margaretenhütte wird teilweise an die Firma Friedberger, obwohl dieser der Preis zu hoch erscheint, zu 2 Mt. pro Am. und Jahr verpachtet.
Ein elektrisches Kabel möchte die Firma Stern u. Co, nach ihrer Fabrik gelegt haben. Allein das ist heute noch nicht möglich, da das Gelände hierzu 8,50-22,50 Mt. pro Om. kosten soll. Die Versammlung beschließt, erst dann die Genehmigung zu erteilen, wenn dieses Gelände durch Enteignungsverfahren in die Hände der Stadt ge= tommen ist.
** Der Stadtverordnete Flett starb gestern im Alter von 57 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Er wurde zweimal zum Stadtverordneten gewählt. Der Verstorbene erfreute sich einer großen Beliebtheit unserer Gießener Bürger.
Die Kosten des Realgymnasiums und der Realschule betragen diesmal 6825 Mf. mehr. Davon trägt die eine Hälfte der Staat und die andere Hälfte die Stadt. Die Schuldeputation ist für den Zuschuß, die Versammlung auch.
Viehzüchtung.
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** Zu Anfang August werden die Kanalbauten zum Stelbau in Angriff genommen. Die Hauseigentümer werden sich darum jetzt schon darüber schlüssig werden müssen, wie und wohin ihre Hausanschlüsse am praktischsten zu legen sind. Eine große Erleichterung dürfte es für den kommenden Winter mit sein, jetzt schon den Kohlenbedarf zu decken, denn später, wenn die Straßen aufgerissen sind, sind Schwierigkeiten beim Transport gar nicht zu vermeiden. Es werden zuerst die Kanäle folgender Straßin Angriff genommen: Bahnhofstraße, Auf der Bach, Weßsteinstraße, Wallthorstraße Marburgerstraße, Nordanlage, Grünbergerstraße, Licherstraße, Landmannstraße, anlage, Grünbergerstraße, Licherstraße, Landmannstraße, Wolfstraße, Schiffenbergerweg bis Bergstraße und Dammstraße.
Nach dem neuen Gesetz für Faselvieh darf in einer Gemeinde nur eine Sorte Rindvich gehalten werden. Die landwirtschaftliche Kommission schlägt die Simmenthaler Rasse vor und die Versammlung beschließt demnach.
Der Wiesenborstand erhält als Mitglieder von städtischer Seite aus Georg Simon, Wilhelm Löber IV. und als Stellvertreter Karl Egler. Die anderen Drei hat das Kreisamt zu
ernennen.
** In der hiesigen Gewerbeschule wurde in der Nacht vom 16. zum 17. Juli ein Einbruch verübt. Geld ist dem Thäter nicht in die Hände gefallen, aber ein wichtiges Hauptbuch.
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* Das sechste und lebte Abonnementskonzert wurde gestern Abend in Steins Garten gegeben. Es war wieder sehr gut besucht.
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tetten Berger- Berlin und Wilde- Charlottenburg( 3000 Mt.) 3. II. Preis Architekt Kröger- Wilmersdorf Berlin( 5000 Mt.); 4. III. Preis Börnstein und Kopf- Berlin( 3000 Mt.); 5. III Preis Architekt Thiriot- Köln( 3000 mt.); 6. IV. Preis Architekten Karst und Fanghänel- Rassel( 1000 Mt); 7. IV. Breis Architekt Frißsche- Bielefeld, Im Ganzen sind 118 Entwürfe eingesandt worden, von diesen kommen 37 in engere Wahl und von diesen wiederum 17 in die engste Konkurrenz. Die Entwürfe werden vom Freitag ab im Meßhause ausgestellt.
F. Kassel, 17. Juli. Der Verein der Zahnkünstler im Deutschen Reiche hält hier vom 24.- 27. Juli seine General Versammlung ab.
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Wezlar, 18. Juli. 8wei Knaben eines hiesigen Chausseewärters waren im Klosterwald mit Beerensuchen beschäftigt gewesen und hatten auch schon einige Liter zusammengebracht. Da tamen mehrere anscheinend landwirtschaftliche Arbeiter daher, entrissen den Jungen die mühsam zusammengefuchten Beeren und verzehrten sie. Als darauf hin einer der Knaben flagte, er würde es seinem Vater sagen, ergriff einer der Arbeiter den Jungen und schleuderte ihn mit solcher Gewalt auf die Erde, daß das Kind jezt frank darniederliegt.
** Unser Turnverein entsendet eine Musterriege, bestehend aus 6 Mann und 1 Vorturner, auf das am 7.- 9. August in Worms stattfindende Kreisturnfest. Hoffen wir, daß sie recht gut abschneiden. m. Cirkus Walles. Den vorausgegangenen Empfehlungen des benannten Cirkus von Bad Nauheim aus schließen wir uns ganz und voll an. Alle aufgeführten Produktionen auch am gestrigen Abend waren tadellos. Besonders hervorragend sind die von der Frau Direktor Wilfe vorgeführten drei gut dressierten Hengste, sowie die Proben echten Kunstreitens der Frl. Else und des jungen Jokeys Mr. William. Staunenerregend waren die Kraftproben der beiden Gebr. Terra. Der eine derselben z. B. hob zuerst ein leeres Faß mit mehreren daraufstehenden Stühlen und zuletzt sogar noch mit zwei darauf sißenden Personen mit den Zähnen emporhob und trug das Ganze mehrmals im Kreise herum. Das Pferdematerial, sonst bei kleineren Etablissements gerade nicht hervorragend, ist im Cirkus des Herrn Walles von vorzüglicher Güte. Alle Aufführungen am gestrigen Abend erfreuten sich des größten Beifalls. Die Halle war gut besetzt, trotz des Umstands daß gerade am gestrigen Abend mehrere Concerte stattfanden. Jeder Besucher des Cirkus Walles verläßt jedenfalls sehr befriedigt denselben.
Die Reichs deutschen in Budapest ** Hygiene auf der Eisenbahn. In sämtersuchen auch Gießen um eine Unterstützung. Allein sie lichen inneren und äußeren Räumen des Hauptbahnhofs wird nicht gewährt. Frankfurt a. M wurde durch den Anschlag von Plakaten Die Standard Oil Company folgende Bekanntmachung erlassen:" Zur Fördernng will einen Platz an der Margaretenhütte pachten. Wird der öffentlichen Gesundheitspflege wird dringend ersucht, abgelehnt
Wirtschaftsfonzessionen. Für den Hess. Hof" erhält Witwe Kaltwasser, für die Schlesingersche Wirtschaft, Wilhelm Schmall III die Erlaubnis zum Betrieb.
Das Fest im Philosophenwald hat für Schleifen 1671 Mf. eingebracht. Mit den von der Stadt spendierten 4000 Mt. stehen im Ganzen zur Deckung der Kosten 5676 Mt. zur Verfügung, was gerade ausreichen wird. Es sollen aber allen denen, die als Kellner, Arbeiter 2c. dabei thätig waren, im Ganzen 250 Mt. als Gratifikation zugestanden werden. Nach furzer Debatte, in der u. a. Stadtv. Krumm sich gegen den Vorschlag verwahrte, weil Soldaten den arbeitslosen Kellnern die Arbeit weggenommen hätten, und nachdem diese Ansicht von den Stadtv. Schmall und Kirch bekämpft war, wurde der Posten genehmigt.
Schluß der öffentlichen Sigung 6 Uhr.
Giessener Cagesneuigkeiten.
** Veränderungen im Gerichtsdienst. Durch Entschließung des Justizministeriums wurde der Gerichtsafsessor Ellenberger in Darmstadt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Reinheim, der Gerichtsassessor Kirstein in Worms mit Wahrnehmung solcher bei dem Amtsgericht Oppenheim, der Gerichtsassessor Schuhmann in Friedberg mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Staatsanwalts am Landgericht der Provinz Oberhessen, der Gerichtsassessor Lutz in Friedberg mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts in Friedberg beauftragt.
**( Geheime Sizung.) Unsere Stadtverordneten haben nach der gestern stattgefundenen öffentlichen Sigung in geheimer Sigung u. a. zum Friedhofsaufseher den Steueraufsichtsvikar Friz Sier aus Lich gewählt. Die Stelle des durch den Weggang unseres Stadtbaurats Schmandt soll zur weiteren Besetzung an einen Hochbauarchitekten ausgeschrieben werden.
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† Weilburg. Es wird uns geschrieben: Die Ergebnisse des Weilburger Wetterdienst es während des Monats Juni sind noch besser als die des Mai. Berichten von 18 Vertrauensmännern der Landwirtschaftsfammer zu Wiesbaden und des landwirtschaftlichen Vereins für Oberhessen hatten die Wettervoraussagen im mittleren Lahngebiet 93%, im oberen und unteren Lahngebiet 88%, in den übrigen Teilen des Regierungsbezirks Wiesbaden und des Kreises Weßlar 86%, in der Provinz Oberhessen 86% Treffer. Auch diesmal waren fast alle Voraussagungen ganz oder rorwiegend richtig, nur 1-4% ( je nach der Gegend halb richtig; vorwiegend unrichtige oder ganz falsche sind überhaupt nicht vorgekommen.)
in den Bahnhofsräumen, auf den Bahnsteigen, Treppen und in den Wagen das„ Ausspeien" zu unterlassen." ( Die Bestrebungen der modernen Hygiene sind ja recht schön und anerkennenswert. Aber wenn wir so weiter in der Kultur fortschreiter, dann werden wir in fünfzig Jahren mit großer Aengstlichkeit nur noch in unserm eigenen Zimmer unter zwei Augen in einem eigens dazu hergerichteten und mit einem radikalen Desinfektionsmittel versehenen Napf expektorieren dürfen.)
Frankfurt a. M., 17. Juli. In der Emserstraße ereignete sich heute Vormittag ein schwerer Bau- Unfall. Dem auf einem Neubau beschäftigten 36 Jahre alten Arbeiter Revio aus Walldorf stürzte aus beträchtlicher Höhe ein schwerer Stein auf den Kopf, welcher ihm den Schädel spaltete. Der Verunglückt wur e noch lebend ins Elisabeth- Krankenhaus gebracht, woselbst er nach kurzer Zeit verstarb:
** Von oberhessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Dienstknecht Otto Kroll aus Blankenfelde wegen Diebstahls von der Staatsanwaltschaft Gießen; Heinrich Lamp aus Lauter wegen Entweichens vom Polizeiamt Gießen; ein angeblicher Vermittelungsagent Georg Ewald aus Weißenfels a. d. S. wegen Betrugs von der Staatsanwaltschaft Gießen, Bäcker Konrad Hartmann aus Rödgen und Russensteinmacher Hugo Walter Precht aus Kraftsdorf, beide wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Bad Nauheim; Gemeinde- Einnehmer Heinrich Herget aus Naimod wegen Vergehens im Amte vom Amtsgericht
Nach der Sizung fand dann noch ein gemeinsames Beisamensein im Hotel Viktoria statt, zu welchem unser neuer Provinzialdirektor, Herr Miniterialrat Dr. Breidert mit erschienen war. Der Provinzialdirektor hatte sich mit Freuden eingestellt, um das kollegium und die oberen städtischen Beamten fennen zu lernen und sich ihnen auch gleichzeitig vorzustellen. Herr Bürgermeister Mecum dankte ihm für sein Erscheinen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die städtische Verwaltung in der bisherigen angenehmen Weise mit den in Gießen domizilierten Provinzialund Kreisbehörden weiter zusammen arbeiten fönnen. Die Anregung, das Stadtverordnetenkollegium möge auch in Zufnnft nach den Sizungen noch kurze Zeit in geselliger Weise beisammenbleiben, wurde ebenfalls zuftimmend aufgenommen.
Alsfeld.
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Offenbach, 17. Juli. Aus Furcht vor geistiger Umnachtung machte hier eine 26 Jahre alte Beamtentochter ihrem Leben durch Erhängen ein Ende.
C. Darmstadt, 17. Juli. Der Großherzog übernahm das Protektorat über das im Jahre 1904 in Bingen stattVerbandsschießen des Mittelrheinischen findende Schüßenbundes.
c. Hanau, 17. Juli. Auf dem hiesigen Landgericht wurde heute das in Bierstein einer Zigeunergesellschaft abgenommene Kind der Frau Cassel aus Hannover, der vor Jahresfrist ein Kind von Zigeunern geraubt worden ist, vorgestellt. Frau C. erkannte das ihr vorgestellte 6-7 jährige Mädchen nicht als das ihrige an. Das Kind gibt an, seine frühere Mutter, die in Frankreich sei, habe es Elsa genannt. Die„ böse Mutter", die es immer schlage und zu der es nicht mehr wolle, nenne es Marie.
** Gegen Reklame- Redensarten wendet sich ein Stollege wie folgt:„ Sieht es nicht einer " Vorspiegelung falscher Thatsachen" ähnlich, wie ein Ei dem andern, wenn faufmännische Firmen annonzieren:" Täglich frisch geröstete Ware ( Kaffee) in allen Preislagen".-- Wir wollen annehmen, daß der Inhaber eines derartigen Geschäftes vielleicht 15 Sorten gerösteten Kaffee führt, und wirklich jeden Tag solchen rösten läßt, so wird er doch Niemand glauben machen wollen, daß er jahrein, jahraus jeden Tag, den Gott werden läßt, Kaffee röstet. So schreibt die„ Kolonialwaren- Zeitung".
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Aus Hessen und Nachbargebieten.
§ Mainz, 17. Juli. Die Brauereiberufsgenossenschaft legte gegen das Urteil des Schiedsgerichts, welches der Wittwe des in der Rheinischen Brauerei zu Weisenau ermordeten Arbeiters König eine Rente zuspricht, Berufung an das Reichsversicherungsamt ein.
* Mainz, 17. Juli. Nach neueren Beimmungen hält der Kaiser schon am 16. August dahier eine Truppenschau ab.
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Der in Mainz zum Militärdienst beim117. Jnf.- Regt. eingestellte ehemalige Buren fämpfer Henning ist während des Krieges durch seine Tapferkeit zum Kornet aufgerückt. Als solcher leistete er den Buren, namentlich als Kundschafter. erhebliche Dienste. englischer Uniform schlich er sich bei Ladysmith mit anderen zusammen in das feindliche Lager. Dort plünderten sie die Patronentaschen und schleppten die so gesammelte Munition, d.e ein Gewicht von 112 3tr. hatte, in einen Kessel, den sie zur Explosion brachten. Lange Zeit vermochte man sich bei den Engländern diesen Vorgang nicht zu erklären. Weiter weiß Henning die hochinteressante Mitteilung zu machen, daß der rote Adlerorden des General Buller- geflickt ist. Ein Granatsplitter soll ihn gerade auf die Ordensauszeichnung getroffen haben, die hierdurch vernichtet wurde, Buller aber gleichzeitig vor weiterem Mißge schick bewahrte. Selbstverständlich ließ Buller die einzelnen Teile sorgsam sammeln und zusammenlöten. Man geht wohl in der Annnahme nicht fehl, daß der geflickte Orden dem General jetzt noch viel lieber ist, wie früher der ungeflickte. Henning wurde später bei einem Gefecht mehrfach verwundet und da ihn ein Schuß in die Ferse am Entkommen hinderte, fiel er den Engländern in die Hände, die ihn als Gefangenen nach St. Helena schickten. Dort traf er auch den Obersten Schiel, dessen Haare durch die ausgestandenen Leiden völlig gebleicht seien. Durch Vermittlung der deutschen Botschaft in London, an welche sich Henning mit anderen zusammen gewandt hatte, erfolgte nach einiger Zeit seine Freilassung, und nachdem er den Neutralitätseid geleistet hatte, die Rückbeförderung nach Deutschland. Von Hamburg aus wandte sich Henning nach Mainz, wo ihn seine Freunde veranlassen wollten, seine Erlebnisse in einem öffentlichen Vortrag zu schildern; zu diesem Zwecke mußte er seine Papiere bei der Polizei einreichen, welche jedoch aus ihnen ersah daß der Gesuchsteller seiner Militärpflicht im deutschen Heere noch nicht genügt hatte.
Marburg, 17. Juii. In der Redaktion der Neuen Bienenzeitung" in Marburg bewarb sich, so schreibt die Hess Landeszeitung" um die Stelle eines Buchhalters ein junger Mann Namens Meiſter aus Kaſſel. Derselbe war von einem Pfarrer geschickt und machte, abgesehen von der etwas derangierten Kleidung, einen guten Eindruck. Er war früher als Regiſtrator bei der Trebertrocknungsgesellschaft in Kassel angestellt. Um 15. Juli wurde er beauftragt, 400 Mt. bei der Post zu erheben. Statt wiederzukommen, borgte er sich in Marburg ein Rad und suchte damit das Weite. Am folgenden Morgen leistete er sich den Scherz von Wahlershausen zu telegraphieren:" Stomme heute Mittwoch abend zurück. Meister." Auf die Ergreifung des Meister sind 20 Mart Belohnung gefeßt.
Kassel, 16. Juli. Heute Mittag 4 Uhr veröffentlichte di Kommission die preisgekrönten Entwürfe für den hiesigen Rathausbau. Es erhielt den I. Preis Diplom Ingenieur Roth- Darmstadt( 9000 Mt.); 2. II. Preis die Archi
f. Von der Nahe, 17. Juli. In der Gemarkung Lauben heim wurde bereits der Reblausheerd entdeckt. Auch
in der Gemarkung Heddesheim wurde die Reblaus gefunden.
Vermischtes.
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* Berlin, 18. Juli. Am Havelufer bei Gatow wurde gestern die Leiche des 24 Jahre alten Schlosser
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