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Von Weihnachten

bis Neujahr

bleiben nur wenige Tage übrig, um für die Erneuerung des Post­abonnements zu sorgen und da­mit die pünktliche Zustellung unseres Blattes am 1. Januar 1904 zu sichern. Wer sein Postabonne­ment noch nicht erneuert hat, wird gebeten

nach Empfang dieser Nummer

eine an das Postamt adressierte Postkarte unfrankiert in den Brief­fasten zu werfen, worauf der Brief­träger fommt und den Abonne­mentsbetrag gegen Quittung ein­zieht. Kosten werden hierfür von der Post nicht berechnet.

Lokales.

29. Dezember 1903. Stadtheater Gießen. Nochmals ſei auf die morgigen Vorstellungen hingewiesen. Nachmittags 3 Uhr Blapper ulchen", Kindermärchen in sechs Bildern, abends 8 Uhr 3 apfenstreich" als Wieder­holung der Theatervereinsvorstellung.

** Im Provinzial- Siechenhaus zu Gießen farid ain Donnerstag die erste Weihnachtsfeier statt, an der sich fast alle Insassen, ca. 150 Männer und ca. 130 Frauen, beteiligten. Herr Landgerichtsrat Schäfer hielt eine Ursprache.

** Es wird uns folgendes aus Grünberg geschrieben: Mit der in der letzten Gemeinderatssigung beschlossenen probeweisen Beleuchtung der Straßen durch Spiritus glühlicht hat man insoweit einen Fehlgriff get an, als diese zwei angebrachten Spiritusbrenner sich nur für geschlossene Räume eignen, aber nicht zu öffentlichen Anlagen. Die hierzu erforderlichen besonderen Apparate aber wurden, da sich erfreulicherweise der Gemeinderat nun einmal für eine Verbesserung der öffentlichen Beleuchtung ausgesprochen bat, auf etwa 4000 Mt. für unsere sechzig Laternen zu stehen kommen, eine Summe, die denn doch für eine andere Beleuchtungsart anzulegen wäre. Unter der ridhtigen Erwägung, daß der Gemeinde teine allzu großen Lasten erwachsen, macht sich eine Bewegung für ein Gas­oder ein Elektrizitätswerk geltend." Wir schließen uns diesen Ausführungen an unter der Hinzufügung, daß die vom Gemeinderat beabsichtigten Verbesserungen bezüglich umferer öffentlichen Beleuchtung wohl anerkennenswert, aber nicht durchgreifend genug sind. Ift nun einmal die Stimmung für einen Fortschritt auf diesem Gebiete vors handen, so sollte man, unter voller Wahrung der Gemeinde­intereffen, einer modernen Anlage das Wort reden, der Errichtung eines Elettrizitätswertes. Bei oberflächlicher Betrachtung wird wohl mancher Leser diesem Borschlage mit Kopfschütteln begegnen, jedoch, was andere Dorte unter nicht günstigeren Verhältnissen zu Stande bringen, warum sollte die auf allen Gebieten eine enge Entwicklung

zeigende Stadt Grünberg nicht dasselbe leisten? Betrachten wir Alsfeld, welches im letzten Jahre mit dem Elektrizitäts­wert einen Ueberschuß von 7300 Mt. erzielte, desgleichen Buzbach mit einem günstigen Abschluß. Wäre doch auch hier neben einer Reihe von gewerblichen Betrieben für Kraftabnahme auch eine große Anzahl behördlicher und privater bnahmen für Lichtanlagen zu rechnen; dazu käme dann noch als Hauptkonsument die zu erbauende Jdioten­anstalt, desgleichen unser Wasserwerk, wo dann der Benzin­motorbetrieb wegfallen würde. Also an der Rentabilität eines städtischen Elektrizitätswertes wäre sicher nicht zu zweifeln, und damit einer unabweisbaren Forderung der Meuzeit entsprochen, wie auch in absehbarer Zeit dem Stadt­Fäckel eine neue Einnahmequelle erwachsen."

** Bazar. Der zum Besten der Alice- Schule Bießen vor Weihnachten abgehaltene Bazar hat all­gemeinen Beifall und ein außerordentlich großes Interesse gefunden, so daß der Wunsch nach Wiederholung schon mehrfach hervorgetreten ist. Jedenfalls wird der Alice­Werein diesem Wunsch zu gelegener Zeit gern nachkommen, doa der Mühe Lohn neben einem: Vergelts Gott! sich auch durch einen klingenden Reingewinn repräsentiert. Wie wir hören hat der Reingewinn des legten Bazars, nach Abzug wer durch die besonderen Verhältnisse entstandenen hohen Mntoften, 8500 Mt. betragen, eis immerhin ganz erkleckliches Sümmchen, daß der Mühe und Arbeit so vieler Hände mert ist.

** Eine neue Arzneitage tritt vom 1. Januar . 3. für die Apotheken des Großherzogtums in Kraft. ** Bei dem hessischen Weinhandel besteht wenig Geneigtheit sich an der Weltausstellung in St. Louis u beteiligen. Troz aller Agitation werden sich laut Jahres­Bbericht des Verbandes Rheinhessischer Weinhändler, an der Rollektiv- Ausstellung in St. Louis im ganzen nur fünf Aussteller aus Hessen beteiligen.

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Falsches Papiergeld. Bei einem schlesischen Bostamt ist ein gefälschter Reichstassenschein über 5 Mart

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angehalten worden. Der Schein ist in der Breite, in| der Höhe 4 Millimeter fleiner als die echten; das Papier ist dünner und glatt; die Pflanzenfasern sind aufgezeichnet, der Druck, sowie die Zeichnung des Rankenwerkes auf der Borderseite und auf der Rückseite sind nicht scharf; die Strafandrohung ist undeutlich; in derselben fehlt außerdem das erste Wort Wert"; ferner steht auf der Rückseite der Buchstabe" D" höher als die Nummerreihe.

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× Klein- Linden, 27. Dez. Am zweiten Weihnachts­feiertag veranstaltete der hiesige Turnverein eine im ganzen gelungene Christbaumfeier in dem sehr geräumigen Saale zur Deutschen Eiche". Nachdem die ganze Festversammlung das Weihnachtslied" Stille Nacht" gesungen hatte, erklang eine kräftige Ansprache, die besonders die nationale Seite der Turnbestrebungen hervorhob. Die Beteiligung war eine so starke, daß alle Pläge vollauf besetzt waren. Den Glanzpunkt der Unterhaltung bildeten unstreitig die von der Musterriege anfgeführten Uebungen am Barren, welchen allgemeines Lob gespendet wurde. Diese Riege hatte sich schon durch ihre Ausbildung auf verschiedenen Turnfesten Ehren- Diplome errungen. Nachdem die geschmückten Aeste des im Kerzen­glanz strahlenden Christbaums versteigert waren, begann die Gabenverlosung, worauf eine recht gemütliche Unterhaltung folgte. Die in letter Woche hier vorgenommene Sammlung zur Großhezogspen de ergab die Summe von 26 Mart.

* Klein- Linden. Eine recht erfreuliche Weihnachtsbe­scherung erhielt vor einigen Tagen der Vorstand der Klein­finder- Bewahranstalt dahier. Ein unserer Anstalt geneigter Herr in Gießen spendete uns 300 Mart, und der Direktor einer größeren Genossenschaft 100 Mt. mit dem Anfügen, daß fünftighin jedes Jahr 50 Mt. gespendet werden sollen. Es sind diese Zuwendungen um so angenehmer, als im ab­gelaufenen Jahre durch Störungen in der Unterhaltung dieselbe in finanzieller Beziehung etwas beeinträchtigt wurde. Lüzellinden, 26. Dez. Auch an dem diesmaligen Weihnachtsfeste hat wiederum wie seit einer Reihe von Jahren Herr Fernie, der frühere Besizer des Gießener Braunsteinbergwerks, durch seinen Generalbevollmächtigten Herrn Direktor Pascoe in Gießen uns reiche Liebesgaben zugewandt. Es erhielten zum Beschent unsere Kleinkinder­schule 100 Mt. und eine bedürftige Bergmannswitwe in Hörnsheim 40 Mt.

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+ Weylar, 28. Dez. Am Donnerstag abend nahm sich ein hiesiger Fabrikschlosser, Wittwer und Vater von 4 kleinen Kindern, das Leben. Schwermut dürfte das Motiv zur Tat gewesen sein.

Schliß, 23. Dez. Dem Gräfl. Görzschen Revier­förster Bongard zu Rimbach wurde anläßlich feines vierzig­jährigen Dienstjubiläums durch den Großherzog das silberne Kreuz Philipps des Großmütigen verliehen und von Herrn

Kreisrat Wallau feierlichst überreicht.

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Lauter, 28. Dez. In dem Verfahren zur An­legung des Grundbuchs und Berggrundbuchs für unsere Gemarkung beginnt die Anmeldefrist am 10. Januar 1904; die Frist endigt am 9. April 1904. Die Vorschriften darüber, was seitens der Beteiligten während der An­meldungsfrist zu geschehen hat ist auf der Amtsstube zu erfahren.

> Nieder- Gemünden, 27. Dez. Zwischen hier und Elpenrod kam es in der Nacht vom 1. zum 2. Feiertag zwischen Burschen aus Elpenrod zu einem Wortwechsel der in eine Schlägerei ausartete, wobei auch das Messer ge= zogen wurde. Einer der Beteiligten erhielt mehrere Messer­stiche am Kopf, die ein von Nieder- Ohmen gerufener Arzt bernähte und verband.

Dorlar, 27. Dez. Für unser Dorf ist nunmehr auch Aussicht vorhanden, daß hierselbst eine Bigarrenfabrit gegründet wird. Die Firma Renn u. Cloos- Heuchelheim hat am hiesigen Orte ein Baugelände käuflich erworben, worauf im nächsten Jahre eine Zigarrenfabrik errichtet werden soll.

Friedberg, 27. Dez. Die hiesige Zuckerfabrik hat dieser Tage die diesjährige Kohzuckerproduktion beendet. Es wurden 800 000 Bentner Rüben verarbeitet, der Zentner wurde mit 0,85 Mt. bis 1 Mt. bezahlt. Der Zuckergehalt war vorzüglich. Die Fabrik verarbeitet täglich bis zu 12 000 Bentner( 60 Waggons) Rüben.

Griedelbach. Als ein rechter Mangel wird es in nnserer Gemeinde empfunden, daß wir am Sonntag gar teine Bostbestellung haben. Schon öfters ist es vorge­kommen, daß furz angesezte Termine für Versteigerungen und Verkäufe infolge dieses Mangels zu spät zur Kenntnis der hiesigen Einwohner famen. Dabei ist die nächste Post­agentur nur 20 Minuten von hier entfernt. Es ist ein dringender Bunsch der hiesigen Bürgerschaft, daß in dieser Beziehung Wandel geschaffen wird.

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Bad- Nauheim, 23. Dezember. Die Frequenz vom 1. April bis 31. Ottober 1903 betrug 23 931 Kurgäste, darunter 329 Aerzte.

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daher auf dem Lande ebenso hoch wie in der Stadt. Ein erwachsenes Dienstmädchen bekommt mitunter 240-250 Mt. jährlich und, wie üblich, noch einige Zugaben an Kleidungs­stücken oder ein paar Schuhe. Ein Knecht erhält einen Jahreslohn von mindestens 350 Mt. und noch darüber bei völlig freier Station. Man fängt jetzt auch vielfach an, Knechte ohne Lohnföftigung in den Dienst zu nehmen und find solche mit einem Jahreslohn von 800 Mt. und darüber gedingt worden.

Redakteurs- Klage.

Eine Strafverhandlung vor dem Landgerichte München ergab: In einem Dorfe bei Holzkirchen wurden am Kopfe eines Burschen neun steinerne Maßtrüge und mehrere Bier­gläser zerschlagen, während er festgehalten wurde. Vierzehn Tage später konnte der Mann als geheilt aus dem Kranken­hause entlassen werden.

In einem fühlen Grunde Da geht es flapp flapp tlapp; Sie schlagen neun steinerne Maßfrüg' An einem Schädel ab.

Doch ein solider Knochen Wird nicht so schnell zu Brei; Die Maßtrüg' find zerbrochea, Der Schädel ging nicht entzwei.

Ich möchte zuweilen springen Vor Kopfweh bis ans Dach; Die Trambahnglocken flingen Mir noch im Traume nach!

Ich möchte zuweilen reißen Mir sämtliche Haare aus, Wenn fingen ihre Weisen Die Orgeln vor meinem Haus.

Doch seit ich das gelesen, Ich weiß jeßt, was ich will: Ich möcht so einen Schädel! Dann wär's auf einmal still...

( ,, Münchner Jugend")

Wetterbericht.

( Wetterdienft zu Gießen: Peppler.)

Verlauf der Witterung von Sonntag bis Montag. während ein flaches TIEF über Italien lagert. Ein umfangreiches HOCH bedeckt Nord- und Mitteleuropa Infolge= dessen wehen nordöstliche Winde, welche trocknes, heiteres Frostwetter hervorrufen. Die Wetterlage scheint in den nächsten Tagen teine merkliche Aenderung zu erleiden. Da­her für Zeitweise heiter, windig, strenges Frostwetter. Dienstag und Mittwoch:

Marktberichte.

Steven, 29. Dezbr. Aus dem heutigen Wochenmartt tojzeren Butter per Pfd 0.95-1.00 M., bubnereier 2 Stüd 16-20 Bfg., Enteneier

St. 8 Pf. Räje per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg..

Erbsen per Liter 21 Bfg., Vinien ser Liter 32 Brg., Tauben per Baar F. 0.80-1.00, Hühner per Stud M 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, enten per Stud 1.70-2.20, Gänse p. Pfd. 60-70 Pfa, Ochsenfleisch per fb. 68-78 3fg., Rindfleisch

per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfo. 66-76 Bfg. Schweine­fleisch gesalzen per fund 0.80 Big, Ralbfleisch per Pfd. 70-76 Bfg., Hammelfleisch per Vfd. 56-74 Bfa., Kartoffeln per 100 kilo 5.50 6.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Met. 4.50-5.00, Aepfel per Gentner 16-20 Mt. Wilch per Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des

Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt

nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden. Frankfurt a. M., 21. Dezember. Frucht markt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mt. 16.25-16.30, furhessischer Mt. 16.20-16.30, norddeutsch. Mr. Kansas Mt. 17.75-18.10, Roggen, hiesiger Mt. 13.25 bis 13.50, russischer Mt. 14.30-14.60. Amerifaner Mt. 14.40 bis 16.20, fränt.sche Mt. 15.80, Riedgerste Mt. 15.75 bis 16.10, un­garische Mt. 17.50-18.50. Hafer, hiesiger Mt. 12.25-13.25, fur­hessischer Mr. 12.25-13 25, Württemberger Mt. boyerischer Mt. 12.25-13.25, russischer wit. 12 90-14.75, Mais Mixed Mt. 11.95-12.20, La Plata Mt. 11.40-11.60, weiser Mais Mt. 12.10-12.30, ruffischer Mt. 13.25-13.50. Alles pro 100 Kilo ab hier.

14.75, Gerste, hiesige Mr. 15.30 bis 15.70, Pfälzer, Mt. 15.80 bis

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Hamburger Futtermittelmarkt. Originalbericht von G.& D. Lüders, Futtermittelgroß­handlung, Reis- und Delfuchenmühle, Hamburg.

In dieser Berichtswoche machten die herannahenden Festtage ihren Einfluß bereits geltend; es waren die Umsätze sehr beschränkt. In Baumwollsaatmehl wurden infolge fefterer amerikanischer Kabel­meldungen hier einige Partien aus dem Markte genommen, Tendenz: ruhig.

Reisfuttermehl 24-28 Proz. Fett und Protein Mt. 4.00-4.15 pr. 50 Kilo ab Hamburg, Mt. 4.20-4.40 ab Hamburg, ohne Ge= haltsgarantie Mt. 325,-3,90 ab Hamburg Reisfleie 1.90-3.00, Weizenkleie, grobe 4.25-4.50, Roggenkleie 4.10-450, Gerftetleie 4.60-5.25, Erdnußkleie( gemahlene Erdnusschalen) 1.85-2.25, Erdnußkuchen und Erdnußmehl 52-54 Brez. 5.85-6.20,- 53

+ Marburg, 27. Dez. Der Professor der Mathematik Broz. 6.00-7.15, Baumwollſaattuchen und Baumwolfaatmehl 52 Dr. Edmund Heß ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Der Generalsuperintendent Hermann Wilhelm Müller zu Aurich und der Professor für Kirchengeschichte Baul Wernle zu Basel wurden zu Ehrendoftoren der hiesigen Universität

ernannt.

Vom Lande, 27. Dez. Der dritte Weihnachtsfeier­tag ist für viele Herrschaften in Stadt und Land geradezu zu einem kritischen Tage geworden, indem an demselben die Dienstboten aus dem alten Dienst aus- und in den neuen Dienst eintreten. Vielfach führt der Tag auch den Namen , Büntels Geburtstag" oder Wandertag", da alljährlich auf diesen Tag die Bündel geschnürt werden oder gewandert wird. Der Dienstbotenwechsel tritt in neuerer Zeit auch vielfach mit dem 1. Januar ein, in anderen Gegenden erfolgt er auch erst am Petritage. Es sind in den letzten Jahren nicht allein die Dienstbotenlöhne stetig geftiegen, sondern es hält überhaupt oft schwer in hiesiger Gegend Dienstboten zu bekommen, zumal alle freien Arbeitsträfte den Fabriken zueilen. Die Löhne der Dienstmädchen find

bis 58 Proz. 6.25-6.40, 58-62 Proz. 6.40-6.80, Cocusnußfuchen und Mehl 8-34 Proz. Fett und Protein 5.20-6.00, Balmfern­fuchen und Mehl 22-26 Proz. 5.00-5.20, Rapsfuchen und-Meht 38-44 Broz. 4.40-4.60, Leinfuchen und-Mehl 38-42 Pro3. 5.80 bis 6.50, Maisölkuchen und-Mehl 18-14 Broz. 5,50-5.75, e- trocknete Schlempe 33-45 Broz. 5.20-5.40, Geirodnete Treber 24-30 Broz. 4.90–5.20, Malzfeime Mt. 4 50-4.85 alles pro 5 Kilo ab Hamburg.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil:

Albin Klein

für das Lokale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann

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