Einzelbild herunterladen

9.

نے

ete Sperre

9.

oncte Specte

en.

3.

Ben.

g.

rdnete Sperr

oben.

Bießen.

ng.

geordnete Spe

en.

Be und Nort

ng. geordnete

t aufgehob

gen.

Jen 304.

nementenreis: ta Gießen, abgeholt monatlich) 50- Bfg., ' n gebrat 60 fg., burd die Poft bezogen stertel jährlich Mr. 1.50.

Bilbellages: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Office Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Balaban, foie bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich).

Blatt erscheint an allen Mertingen necesitags.

Dienstag, den 29. Dezember 1903.

Gießener

12. Jahrgang

Insertionsprei es Die einfaltige Weigelle far lejen e gany Oberbeffet, die Kreise Weller und Warburg 10 font 16 Pfg.: Refloniex bie Detitzelle 30 reip. 40

Boftzeitungsliste No. 3900.

Rebaftion und Expedition: Gießen Neuem 98 Berriredben, 362.

a.

a

Neuelle Nachrichten

( Sichener Hageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Sistemer Deitungs

fr Oberheffen und die Streise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung Gutbilt alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Zum Jahresfchluss.

CB An der Grenze, wo zwei Jahre scheiden, wirft ein jedor, der auf ein geordnetes Leben Betracht nimmt, gern einen Blick zurück, um zu sehen, ob die Bilanz mit Gewinn den Verlust abschließt. Auch der Staatsbürger, der sich als " benutter Teil des Ganzen fühlt, muß für die nationale Ent­wicklung des Volkes soviel Interesse und Verständnis haben, daß an der Wegscheide der Jahre das Konto der nationalen Enwide ung überprüft.

Das munmehr zu Ende gehende Jahr war gekennzeichnet ng. durch die Annahme des Zolltarifs, durch die im Angesichte der Wahlen aus dem politischen Leben gewissermaßen das rdnete Sperrrred der Parteien beseitigt worden war. Die gesamten

en.

gen.

ng.

politischen Kämpfe des Vorjahres fanden lediglich unter dem Getunkte der Stellungnahme zu dem Tarif statt. Nach den Grdigung dieser Vorlage entstand im politischen Leben getisermaßen ein luftleerer Raum und die Parteien waren gezwungen, im Wahlkampf lediglich ihre Parteiprinzipien auf das Volk wirken zu lassen. Das zu Stande gekommene geordnete Sh Muhib fann man sonach als eine ziemlich getreue Wieder­gabe der allgemeinen Volksstimmung betrachten. Wie be­ird hiermit a tant, sind aus den Wahlen die gesamte Rechte, das Zentrum aid die Nationalliberalen ziemlich ungeschwächt hervorge­garagen und auch auf der linken Seite ist eine Veränderung in der Stärke nicht eingetreten. Die Verschiebung in der datverteilung zu gunsten der Sozialdemokratie bringt in das gesamte Bild nur eine Verschärfung der Konturen, verandert aber die Physiognomie des Parlaments fast gar­iht. Es zeigt sich lediglich, daß die auf der Oppositions­seite stehende Wählerschaft stets der Partei folgt, die am tr. 127-5254 fortem kritisiert. Sie hält es, um mit einem Ausspruch des alten Frißen zu reden, im allgemeinen mit den besten Finten.

ng.

cker der eva ken in der chtet werden

el).

4684 qm

3241 qm( 2202 qm(

Do, wie wir oben darlegten, die Parteien feinen eigent= Tiden Mittelpunkt für ihre Agitation hatten, so mußten sie viljach die Parteitraditionen auffrischen, um ihre Anhän­geonidas bei der Fahne zu halten. Aus diesem Grunde sind die Gegensätze zwischen Liberalen und Zentrum einerseits uud zwischen Liberalen und Konservativen andererseits wie­dau neu belebt worden. Dafür aber haben Konservative und enberger- Chauffe Sentrum sich einander genähert, so daß man als die Sig­( seither. Bächter nur ides zu Ende gehenden Jahres die Erstarkung der Kirchen und Schulpolitik altpreußischen Stiles bezeichnen

5165 qm feither cha Das politische Moment hat im Jahre 1903 wieder

iesseits des oberh 5310= 634 q

f).

3 qm( feitherig

Dah lelbergewicht über die rein wirtschaftliche Politik erlangt, mohrend die vorhergegangene Periode sehr stark unter dem Minilu der wirtschaftlichen Interessengegensäße stand.

Sm allgemeinen war das wirtschaftliche Leben des Jahres 1903 besser als in dem vorgehenden Jahre, das stark von den

er Schönen Ausmenbrüchen großer Unternehmungen und von der amerikanischen Gefahr beherrscht war. Die inneren Krisen, sob drwer sie vielleicht auch den einzelnen betroffen haben gent, haben entschieden in das Erwerbsleben gesundere Ver­life gebracht und der Hochdruck der amerikanischen Kon­firenz hat sich ebenfalls vermindert, nachdem dort die großen

1537 qm( jeb aße( neben 11, 9tr. 23 Herr Bernhard Flur XXI, Nr.

unternehmungen durch Ueberspannung des Bogens

notschaftlichen Schwierigkeiten hat vorzugsweise die deutsche dustrie gelittten, die durch forcierte Produktionen selbst nivenig zu der Entwicklung des Jahres 1902 beigetragen Der deutsche Handel aber war von den Stürmen jenes odres so wenig berührt worden, daß er zeitweilig den frem­Nain- Weserbal Geldmärkten, namentlich dem englischen, eine Stüze ge­dem ist.

Herr Nih, bez

n( feith. Päd

In schlechten Jahren sind es immer die Armen und anten, die unter der Ungunst der Zeiten am meisten lei­

XXVII, Nr. 6 Schlechte Konjunkturen und wirtschaftliche Krisen brin­ahn und Butter des Hungers. Erfreulicherweise hat sich aber

ggan Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosigkeit selbst ist wieder

Simon). 459 gm( fei

chlößden).

( feither. Pater am Dienstag

. 9 Uhr an

Reihenfolge, wi

Versammlung

g. Bon Mr. 11

verweg) foll die

86, bon 2 Uhr

m Wiefederweg

orhand

Lage

i im Jahre 1903 die Tätigkeit in unserem Industrieleben i doar thig gehoben, daß wir mit den besten Hoffnungen für die Yhrilere Entwicklung in das Jahr 1904 eintreten können.

Die Wiederaufrollung der ,, Affaire". A Paris, 28. Dezember.

In die Friedensklänge der Weihnachtsglocken mischte esisch dieses Jahr in der französischen Presse wie Ge­metter von Kriegsdrommeten. Die Streitart zwischen en Gegnern und den Verteidigern des Kapitän Dreyfus i wieder ausgegraben und der Kampf auf der ganzen Amiee hell entbrannt. Die Affaire" wird allem Anschein ach in ihrem ganzen Umfang wieder aufgerollt werden: Die: Revisionsfommiſſion des Juſtizministeriums hat sich einstimmig zu Gunsten der Revision des Prozesses ausge­prochen. Diesem Beschlusse ging eine gründliche Beratung and minutiöse Prüfung des Elaborats des Kommissions­beridterstatters Mercier, welches das Revisionsgesuch Drey­fus' begründet, voraus. Zur Beratung war auch der Dr­Bonn aanzoffizier des Kriegsministeriums, Kapitän Large, Thorge, eladen, welcher bekanntlich gemeinsam mit dem Minister die neue Untersuchung der Dreyfus- Affaire gepflogen hat. An der Hand des mitgebrachten umfangreichen Aftenfas­gifele erläuterte er den Kommissionsmitgliedern die Tat­foderen, auf denen die neue Revisionsaktion basiert. Wie be­

stimmt verlautet, soll dieselbe sich hauptsächlich auf die Fest­stellung gründen, daß ein Schriftstück, das aus der Zeit nach Dreyfus' Verhaftung datiert, betrügerischerweise mit einem Datum vor diesem Zeitraum versehen worden sei, sowie auf die fernere Feststellung, daß auf einem anderen Schriftstücke der Anfe buchstabe" P" durch den Buch­staben" D" ersetzt wo sei. Es soll dies das bekannte Schriftstück mit den Worten Cette canaille de D" sein. Die Kommission nahm an, daß das Kriegsgericht in Ren­nes sich wohl in dem fälschlichen Glauben befinden konnte, daß diese beiden Schriftstücke sich auf Dreyfus bezogen hätten.

Zu Nuß und Frommen unserer deutschen Leser, denen die Affaire" wohl nicht mehr so haarklein im Gedächtnis haften wird, wie den Pariser Zeitungstigern, sei hier ein kurzer rückschauender Ueberblick über den Fall Dreyfus ge­geben. Am 22. Dezember 1894 wurde Dreyfus von dem Kriegsgerichte unter Vorsitz des Obersten Maurel wegen Verrotes militärischer Geheimnisse in Frankreich zu lebens­langer Deportation verurteilt und auf die Teufelsinsel ge­bracht. Die Anlage, welche von Major d'Ormecheville ver­treten wurde, hatte sich auf ein aus dem Papierkorbe des deutschen Militärattachees Oberst Schwarzfoppen entwen­detes und angeblich von dem Angeklagten geschriebenes ,, Bor­dereau" gestützt. Die Familie des Verurteilten behauptete, daß der wirkliche Verfasser der Major Walsin- Esterhazy ge­wesen sei. Dieser wurde vor ein Kriegsgericht gestellt, aber freigesprochen. Emile Zola klagte darauf die beiden Ober­sten des Generalstabes Henry und Paty du Clam schwerer Fälschungen in dieser Angelegenheit an. Die Prozesse gegen Zola führten dazu, daß Oberst Henry mehrere Fälschungen zugestand und Selbstmord beging. Schließlich wurde vom Kasjationshof die Revision der Dreyfusaffaire angeordnet, doch sprach das neue Kriegsgericht in Rennes am 10. Sep­tember 1899 den Kapitän abermals schuldig. Auf sein Ansuchen wurde er dann begnadigt, ohne jedoch seinen An­spruch auf völlige Rehabilitierung aufzugeben. Am 26. No­vember d. J. überreichte er sein Revisionsgesuch, das einer Kommission überwiesen wurde, die es jetzt als begründet anerkannt hat.

Das

Was wird nun geschehen? Das ist die große Frage, über die in allen Pariser Cafés und in den Spalten der Zeitungen aufs heftigste debattiert wird. Einer der hart­näckigsten Gegner des Hauptmanns, Rochefort, nennt den Kriegsminister André, der die Revisionsbewegung eingeleitet hat, einen deutschen Agenten. Sollte es ihm aber gelingen, in der Armee drei Kains" zu finden, die schamlos genug zu einem Freispruch wären, so würden diese von den anderen Offizieren ausgerottet werden. Anderenfalls müßte man die Fahnen der ganzen Armee als schmachbedeckt verbren­nen. Aus diesen drohenden Schmähungen geht mit Deut­lichkeit hervor, daß Rochefort selbst von dem bevorstehenden Freispruch des Kapitäns Dreyfus überzeugt ist, wie die ganze öffentliche Meinung. Man nimmt mit Bestimmtheit an, daß Dreyfus nach Kassierung des alten Urteils- viel­leicht im März nächsten Jahres vor ein neues Kriegs­gericht gestellt werden wird, das, da die belastenden Doku­mente ausscheiden, die Schuldfrage verneinen muß. ist aber nur der Anfang. Mehr Kopfzerbrechen als der Freispruch machen den Anti- Dreyfusards die daraus resul­tierenden Konsequenzen. Wird man Dreyfus reftifizieren müssen, wenn seine Unschuld anerkannt wird? Das ist die Hauptfrage, die sie beunruhigt. Der allgemeinen Ansicht nach wird sich diese Forderung des einfachen Rechtes nicht umgehen lassen. Doch ist anzunehmen, daß es sich dabei nur um eine Formsache handeln wird. Dreyfus selbst wird mohl einsehen, daß sein Verweilen im Heere nur zu schweren Unzuträglichkeiten führen könnte, und deshalb sofort seinen Abschied nehmen. Weiter sträuben sich die nationalistischen Blätter schon im voraus gegen eine etwaige Rangerhöhung, die etwa Dreyfus zuteil werden sollte. Dreyfus freundlich gesinnte Kreise dagegen fordern nicht nur eine solche, son­dern für seine Leidenszeit ein Pflaster in Form einer Ertra­beförderung. Das objektive Rechtsgefühl sagt sich, daß Dreyfus, wenn er für nichtschuldig erklärt wird, den Rang berliehen erhalten muß, den er bei normalen Verhältnissen in der Zwischenzeit erreicht haben würde. Bis die Affaire" aber endgiltig erledigt sein wird, werden, wie gesagt, noch Monate vergehen und viel Tinte und noch mehr Haß in den Blättern um sie versprigt werden.

Huf des Meffers Schneide.

In Ostasien steht die Lage nach wie vor auf dem alten Fleck: Rußland versichert, es wolle den Frieden, Japan tut das gleiche, und beide rüsten eifrig zum Kriege. Die japanische Regierung hat der Presse bereits alle Mit­teilungen über Truppenbewegungen untersagt; Tatsache ist, daß mehrere Abteilungen japanischer Truppen und ein Kom­mando von 600 Eisenbahn- und Telegrapheningenieuren nach Korea abgegangen sind. Dorthin ist auch eine japa­nische Flotte entsandt worden. Angeblich ist diese Maßregel durch einen Aufstand der Koreaner gegen die eingewanderten Japaner veranlaßt worden.

An einzelnen Nachrichten sind heute die folgenden zu verzeichnen: Rußland hat bei einer amerikanischen Gesell­schaft dringend eine Million Pfund Pökelfleisch bestellt, die am 26. Januar in San Franzisko geliefert werden soll, wo sie von zwei russischen Schiffen übernommen werden. Zweideutig ist, wie stets, die Haltung Chinas. Nach einer Meldung aus Peking sind die Vizekönige von ganz China angewiesen worden, Ausweise über die Zahl der zum Dienst verfügbaren, von fremden Offizieren ausgebil­deten Truppen einzusenden. Der Thron genehmigte die vom russenfeindlichen Vizekönige Quanschikai vorgeschlagene Or ganisation der chinesischen Armee in zwanzig Heeresabteilungen, eine für jede der 18 Provinzen Chinas und je eine besondere für die Mongolei und die Mandschurei. Entgegen gewissen Gerüchten ist allerdings bis jetzt noch feine Mobilisierung chinesischer Truppen erfolgt, indessen dürfte sie kaum lange auf sich, warten lassen, sobald es zu Feindseligkeiten zwischen Japan und Rußland kommt.

Rußland wäre übrigens mit einer feindseligen Haltung Chinas durchaus einverstanden; im Notfalle würde es die Chinesen dazu sogar reizen. Wenn nämlich zwei Mächte gegen Rußland vorgehen, ist Frankreich verpflichtet, den Russen Beistand zu leisten. Das aber würde zur Folge haben, daß England nach seinem Bündnisvertrage mit Ja­pan den Japanern beistehen müßte. Dann fämen also auch Frankreich und England aneinander; Frankreich würde die englische Flotte in Europa beschäftigen, und Japan könnte nur geringfügige Hilfe von England erhalten, während ihm Chinas Hilfe so gut wie gar nichts nüßen könnte. Aus diesen Erwägungen heraus scheint Rußland es darauf anzu­legen, die Chinesen zu Feindseligkeiten zu reizen, und das Wort wird verständlich, das der russische Botschafter in Pe­fing, Lessar, gesagt haben soll: Wir müssen die chinesische Raße reizen, bis sie Miene macht, zu beißen."

Man wird sich bei dem Konflikt in Ostasien immer eines vor Augen halten müssen: Rußland hat nichts zu verlieren und alles zu gewinnen, Japan alles zu verlieren und nichts zu gewinnen. Danach dürfte wohl auch die deutsche Politik ihre Stellungnahme zwischen den beiden Mächten im Falle eines Krieges einrichten.

Die Politik.

Einer der bedeutendsten deutschen Volkswirte hat das Zeitliche gesegnet: Albert Schäffle in Stuttgart, der Nestor der deutschen Nationalökonomie. Schäffle, ein geborener Schwabe, schlug bereits mit neunzehn Jahren er war 1831 in Nürtingen geboren- die journalistische Laufbahn ein. Bis über die Gründung des neuen deutschen Reiches hinaus blicb er einer der hartnäckigsten Verfechter eines Großdeutsch­land unter österreichischer Führung. So war es verständ= lich, daß er 1871 einem Ruse Desterreichs folgte und öster­reichischer Handelsminister wurde. Indessen sah er bald ein, day Desterr.ich die Mission, die er ihm bis dahin zugedacht hatte, nicht erfüllen konnte, und so kam er denn, von tschechi­schen Einflüssen aus seinem Amte gedrängt, nach Deutschland zurück, um als Professor der Tübinger Universität sich ganz der nationalökonomischen Wissenschaft zu widmen. Schäffle war das geistige Haupt der sogenannten Kathedersozialisten.

Der demnächst beginnenden Session des preußischen Landtages wird auch der von der Generalsynode bereits an­genommene Gesezentwurf betr die Erhebung von Kirchen-. steuern in den Kirchengemeinden und Parochialverbänden der cangelischen Landeskirche unterbreitet werden. In diesem Ecsetzentwurf wird den Kirchengemeinden und-Verbänden die Ermächtigung eingeräumt, als Maßstab der Umlegung der Stiragensteuern neben der Staatseinkommensteuer auch die Realsteuern( Grund-, Gebäude- und Gemeindeſtener) heranzuziehen. Gegen die Gewährung dieser Ermächtigung sind bei den Staatsministerium aus den Kreisen der Haus­besitzer Einsprüche erhoben worden. Das Staats­ministerium wird sich demnächst mit diesen Einsprüchen be­fassen, sie werden, wie unser Berliner CB- Mitarbeiter aus guter Quelle hört, bei der endgültigen Aufstellung des Ent­wurfs nicht unberücksichtigt bleiben.

Nach wie vor sind die Aussichten auf eine Beilegung des Crimmitschauer Weberstreits feineswegs sonderlich groß. var schien die Basis für eine Einigung bereits so gut wie gefunden: Unter der Einwirkung des bekannten Sozialpolt­tifers Professor Tr. Boehmert wollten die Fabrikanten statt des bisherigen 11stündigen und des von den Arbeitern ver­langten 10ständigen Arbeitstages einen 10½stündigen Ar­beitstag bewilligen und diesen nach einem Jahre um eine weitere Viertelstunde verfürzen. Sie verpflichteten sich fer­ner, vor Ablauf von drei Jahren mit den Arbeitern in Ver­handlungen über die Einführung des Zehnstundentages ein­zutreten. Zudessen scheiterte die beiderseitige Annahme dieser Bedingungen daran, daß die Arbeitgeber sich außerstande erflärten, angesichts der Geschäftslage sämtliche ſtre­fenden Arbeiter sofort wieder einzustellen. Auch hat das Ergebnis der Weihnachtsbescherung, die den Streifenden von ihren Berufsgenossen im Reiche zuteil geworden ist, und die Sicherung der Geldunterstützung bis Mitte Februar bei den Ausständigen die Neigung verstärft, im Streif auszu­harren. Aus Hamburg war für die Streifenden ein voller Möbelwagen, aus Chemnitz 59 Kolli, aus Leipzig 7500

Ta

Expedition

aaaaa