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in Betracht kommender Beamte die anfänglichen Stecherchen angestellt. Auf Befragen des Präsidenten schildert er bie jenigen Beugen des fetzigen Brozeffes, die in einem 206­hängigkeitsverhältnis von den Angeflagten stehen, als wenig auverlässig und nicht einwandfrei. Bon den Beugen, die hier als Gläubiger des Strifectischen Cheepaares in Be tracht kommen, befundet Diftriftsfommiffar Zeitlof, daß sie cher zugunsten der Angeklagten aussagen, weil sie fürchten, im Falle eines ungünstigen Berlaufs der Verhandlungen ihr Geld zu verlieren. Die nächste Beugin ist die

Fran Katharina Starbovial ans Strakan.

Sie war befreundet mit der Sebamme Ewell, die der Gräfin Swifecta bei ber angeblichen Geburt Sülfe geleistet hatte. Die Beugin Starboviat wird in polnischer Sprache mit Hilfe des Dolmetschers Regierungsrat Brandt bereidigt. Sie gibt folgendes an: Die Sebanume Gwell habe ihr erzählt, daß sie eine Summe von 200 Rubel für Sülfeleistungen bei der Niederkunft einer polnischen Gräfin in Berfin er halten habe. Ob tatsächlich eine Geburt stattgefunden hat, barüber könne sie sich nicht äußern. Auf Befragen der Ber­teidigung gibt die Beugin schließlich an, daß die Sebamme Ewell nad) einem sechs Monate währenden Stranfenlager am Serebs cines natürlichen Tobes gestorben sei. Sierauf wirb die Situng auf morgen vertagi.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Das Urteil im spiritistischen Suppeleiprozeß Schettler zu Berlin lautete für die Sauptangeklagte auf 2 Jabre 6 Wo nate Gefängnis, wovon 6 Monate durch) die erlittene Unter juchungshaft angerechnet wurden, ferner auf fünfjährigen Shrverlust und Polizeiaufsicht. Die Angeflagte Sorn fam mit einer Gefängnisstrafe von drei Monaten davon, da sic unter dem Einfluß der erfahrenen, raffinierten Frau Schett fer gestanden habe und von ihr vollständig umstrickt worden sei. Der Berfeibiger der Sorn beabsichtigt, die Gnade des Raisers anzurufen."

8 Die Bayerische Nationalwaffe. Vor der Würzburger Straffammer batte sich dieser Tage ein ländlicher Geld zu verantworten, ber bei einem Striegerfeste sein Wierglas an bem Schädel eines Festteilnehmers in Trimmer geschlagen batte. Sein Anwalt, ein ob seines Wipes bekannter Ber­feibiger, fuchte die Richter dadurch milder zu stimmen, daß er ausführte, das Bierglas oder der Maßfrug sei die babe­rische Nationalwaffe". Das Argument verfing jedoch nicht, und der bayerische Nationalheld muß sechs Wochen , brummen".

Heer und flotte.

Gin eisenbahnstrategisches Werf des preußischen Ministers Bubbe wird demnächst erscheinen. Der Weinister behandelt in ihm seine Erfahrungen über die französischen Eisenbahnen im deutschen Striegsbetrieb 1870/71. Das Buch behandelt in ausführlicher Weise die Organisation des Feldeisenbahn­wesens bei Ausbruch des Strieges, die von den Deutschen ausgeführten Babuarbeiten und Ausbesserungen, die Frage der Betriebsmittel, die militärische Sicherung der Bahn­finien, die Eisenbahnzerstörungen und Unfälle. Es enthält ein mit sehr großem Fleiß zusammengetragenes Material, au dessen Sichtung niemand besser in der Lage war, als ber ehemalige Chef der Eisenbahnabteilung im Großen General­stabe. Es beschränkt sich feineswegs auf trockene Darstellung ber Verhältnisse, sondern es zeigt in eindringlicher Weise den engen Busammenhang zwischen den eigentlichen Striegs­operationen und dem Eisenbahndienst in den besetzten Landes. tellen und stellt sich insofern als eine höchst dankenswerte Ergänzung des Generalstabswerks über den deutsch- franzö fischen Serieg dar. Seine Bedeutung liegt nicht nur in der Bergangenheit und der Schilderung der damaligen, beute in sehr vielen Punkten überholten Lage des Feldeisenbahn­dienstes, sondern es enthält gerade in seiner geschichtlichen Darstellung die interessantesten und bedeutsamsten. An­regungen für den Eisenbahner von heute und für diejenigen Offiziere, denen in einem Zukunftsfriege die Leitung des Eisenbahnwesens obliegen würde.

Das deutsche Schulschiff Woltke" wird am 5. November in Sponftantinopel erwartet. Die Befagung wird am 6. 20­bember der feierlichen Gröffnung der türkischen Medizin­schule in Saidar Bascha beiwohnen, am 7. November gib! Die Konstantinopeler deutsche Kolonie dem Offizierkorps und den Stadetten von der Woltke" einen Ball in der Teutonia.

Nab und fern.

erleichtern sollte. Um nad) außen bin mit großen Erfolgen zu prablen, faufte Jakobsen Söfe an, die fast teine Erträge brachten. Die Leiter der Bant gewährten Darlehne an Leute, die feinen Kredit verdienten. Tatsächlich geschah wenig zur Förderung des Deutschtums; für deutsche Ansiedler war nur wenig Geld vorhanden, und sie mußten die Dar­leben mit 6 bis 8 Prozent verzinsen. Die größten Summen verschlangen dagegen die gewagten Unternehmungen des Bastors Jakobsen, die auf Fernwirkung berechnet waren. So gründete er eine Stunstwebeschule, das Nordseebad La­holt, eine Starpfenzuchtgesellschaft, alles Unternehmungen, die von vornherein verfehlt waren. Die Bank hat jetzt eine neue Zeitung erhalten, und man versucht nach Kräften, sie mieber lebensfähig zu machen, um die Spareinlagen der fleinen Leute zu retten. Gegen Jakobsen wurde eine Unter­fuchung eingeleitet, in deren Berlauf er am 21. ds. verhaftet, jedoch am 23. wieder entlassen wurde, ohne daß er eine Raution hätte stellen müssen. Man wird also mit dem Urteil über seine Persönlichkeit zurückhalten müssen, bis das Er­gebnis der Untersuchung befannt wird.

Die Unternehmungen des Pastors Jakobsen. Der jetzt bom Amt suspendierte Pastor Jakobsen in Scheerebek batte mit dem Besizer Lassen eine Kreditbank gegründet, die in erster Linie das Deutschstum der Nordmark stützen und deutschen Anfiedfern den Erwerb von Grund und Boden

Der Generalgouverneur des Kankafus von Mördern überfallen. Aus Tiflis kommt die Nachricht von einem ver­wegenen Anschlag auf das Leben des obersten russischen Be­amten im Staufafus, des Generalgouverneurs Fürsten Go­lizyn. Als dieser mit seiner Gemahlin nachmittags 4 Uhr von einer Spazierfahrt nach der Umgebung zur Stadt zu1­rückkehrte, wurde die Equipage von drei Gingeborenen über­fallen. Einer der Verbrecher brachte dem Fürsten mehrere Dolchstiche in den Stopf bei. Die Mütze schwächte die Stöße ab, so daß die Wunden nicht gefährlich sind.

Als die drei Verbrecher den Fürsten aus der Equipage zu ziehen versuchten, warf sich der den Fürsten begleitende Rofat den Angreifern entgegen. Während des Sandgemenges fuhr die Equipage davon. Die Verbrecher flüchteten in eine tiefe Schlucht, wohin sie von einem Schutzmann und Privat­personen verfolgt wurden. Aus der Stadt eilte alsbald eine berittene Rofafemwache herbei. Die Verbrecher flüchteten von einem Gebüsch zum andern. Durch die Schüsse der Ver­folger wurde einer der Verbrecher getötet, der zweite tödlich verletzt und der dritte schwer verwundet. Die beiden letzteren erlagen später ihren Verwundungen. Nach seiner Rückkehr erfchien Fürst Golizyn nach Anlegung eines Verbandes im Saale des Gouvernementspalastes, wo die Vertreter der Ge­sellschaft versammelt waren. In der Bevölkerung gibt sich tiefe Entrüstung über den Anschlag kund. Die Theater­vorstellungen sind abgesagt.

Kriegserlebnisse aus dem Feldzuge 1870/71. ( 5. Fortsetzung.)

Oberleutnant Rüdiger begnadigt. Durch kaiserlichen Gnadenerlaß ist die gegen den früheren Oberleutnant Rüdiger bom 17. Infanterieregiment in Wörchingen verhängte sechs­jährige Buchthausstrafe in gleichlange Gefängnisstrafe um­gewandelt worden. Oberleutnant Rüdiger war, wie er­innerlich, f. 3t. der tragische Held eines Offiziersdramas. Im Rasino geriet sein Bruder, der von ihm schwärmerisch geliebte Oberstabsarzt Rüdiger, mit dem Hauptmann Adam aus geringfügiger Ursache in Streit und wurde von jenem geohrfeigt, so daß ein Duell unvermeidlich war. Der Ober­leutnant geriet darüber in eine furchtbare seelische Auf­regung. Im seinen geliebten Bruder, der Familienvater ift, von den Gefabren des schweren Duells zu retten, schoß er den Hauptmann Adam in dessen Wohnung nieder.

Bom 7.- 11. Dezember war das Regiment in Orléans einquartiert und am 11. bekam es den Befebt nach dem linken Loirenfer abzurücken, um sich mit der Div sion, die nach Blois marschiert war, zu vereinigen. Beim Ausmarsch aus Orléans begegnete das Regiment Leutnant Weßling vom 4. Heff. Infanterie- Regiment, ber sechs in Schloß Cham bord eroberte Geschütte nach Darmstadt zu bringen hatte. Am Abend bes 11. bezog das Regiment in Bailly, das von ben Bayern stark zerschossen und zum größten Teil abge­brannt war, Quartiere. Am folgenden Tage kam die 7. Kompagnie nach Nozieng, wo Feldwebel Bruchhäuser bei einem Stüfermeister einquartiert wurde. Die Bewohner batten große Angst vor den Deutschen, der Seitfermeister hatte sogar seine Frau in eine nicht von unseren Truppen befeste Gegend verbracht. Da die Franzosen aber faben, daß ihre Befürch tungen grundlos waren, wurden sie bald zutraulich und zu vorkommend gegen die Truppen. Ein heiteres Erlebnis hatte Feldwebel Bruchhäuser in der Nacht, als er mit einem Kameraden in einem Bette lag, kam auch der Stüfermeister und legte sich noch zwischen Beibe, aus Bescheidenheit aber mit dem Kopf an das Fußende des Bettes. Man ließ ihn gewähren, aber ein Zwischenfall, wie in Frip Reuter's Reis' nach Betligen fam hier nicht wor. Später, im Febinar fam das Regiment wieder durch Nozieug und jetzt hatte auch der Rüfermeister seine Frau wieder zurückgeholt und begrülfite mit ihr Feldwebel Bruchhäuser aufs Freundlichste. Bei Blois marschierte bas Regiment über die von den Franzosen

Bilbao im Aufruhr. Ueber die spanische Stadt Bilbao hat der Belagerungszustand verhängt werden müssen. Die Ausständigen, deren Babl fich jetzt auf 40 000 befäuft- sämtliche Inmungen sind dem Ausstand beigetreten- be gingen eine ganze Reihe schwerer Gewalttaten und es kam zu heftigen Straßenfämpfen.

Sie versuchten die Eisenbahnbrücke bei Porto­galate zu sprengen und brachten Züge zum Ent­gleisen, so daß der ganze Eisenbahn-, sowie der Straßen­bahndienst unterbrochen werden mußte. Weiter versuchten sie bie Gasanstalt zu stürmen, um der Stadt die Beleuchtung zu Sperren. Die Gasanstalt wurde aber von Stavallerieabtei­lungen gerettet. An anderen Stellen bewarfen die Aus­ständigen die Wagen, welche noch verfehrten, mit Steinen unter Mufen: Tod dem Bürgerstande, nieder mit den Tyran­men. Die Polizei ging vor; es wurden Schüsse gewechselt und sechs Personen verwundet. Auf den Klub der Minen­besitzer wurde ein Ansturm gemacht. Fabriken, die Aus­ländern gehören, zegen ihre Nationalfahnen auf. Die Aus­ständigen verbindern auch das Landen der Schiffe; die Ge­schäfte an der Börse sind eingestellt; die Zeitungen erscheinen nicht, die Läden sind geschlossen, die Straßen angefüllt von Arbeitern. Infolge des Belagerungszustandes sind zwei Regimenter Infanterie und Verstärkungen der Gendarmerie eingetroffen. Die spanische Miegierung gibt nicht die ge­rinafte Schuld an dem aefährlichen Umfichareifen der Aus­

standsbewegung, die bekanntlich auch in Barcelona gleich. zeitig auflodert, den hehenden Reden französischer Deputier. fer, die dort gehalten wurden. Ministerpräsident Billaberbe ertlärt, er werde die unbequemen Gefellen über die Grenze schaffen lassen. Der französische Minister Delcassé hat seine Landsleute bereits aufgefordert, schleunigst unter die Fittige des gallischen Hahns zurückzukehren. Offizielle Berichte aus Bilbao geben an, daß bei den Unruhen eine Frau getötet und 15 Personen verletzt wurden, darunter 6 schwer." Milf. tär und Polizei gaben im ganzen 300 Schüsse ab.

* Eine furchtbare Explosion, deren Ursachen bisher nicht aufgeklärt sind, erfolgte auf der Station Schmerinka der ruf­sischen Südwestbahn in einem Wagen vierter Stlasse. Durch die Explosion wurden zwei Schaffner, zwei Telegraphisten und 53 Passagiere verletzt.

zerstörte, von den Pionieren aber wieder hergestellte Brücke der Boire in der Richtung auf Le Mans.

Der Mord an der Halbweltlerin Fougère in Air- les. Bains ist nach den Untersuchungsergebnissen unzweifelhaft von der Wirtschafterin Giriat allein begangen worden. Eben­so hat diese auch das Stubenmädchen Lucie Maire erdrosselt. Ladermann, der durch Selbstmord endete, war nur ihr Bei. helfer und Hehler.

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Bu viel des Guten. Mit seltenen Baterfreuden wurde ein Handelsmann in Dresden überschüttet. Seine Ehefrau beschenkte ihn auf einmal mit dem 26. und 27. Stinde, zwei Senaben. Von seiner ersten Frau hatte der Mann 12 Kinder, von der jetzigen 15. Bon diesen Sprößlingen be finden sich 20 am Leben.

Am 16. mußte das 4. Armeekorps aber wieder in Eilmärschen nach Orléans zurück, weil die Stadt von Osten her von feindlichen Streitkräften bedroht wurde. Am 17. gelangte bas Regiment nach La Chapelle, einer Vorstadt von Orléans, wo es mehrere Tage verblieb. Hier wurde die große Baute erobert, die sich noch ist beim Regiment im Gebrauch befindet. In diesen Tagen kamen die bei Le Mans gefangenen Franzosen vorüber auf dem Marsche nach Deutsch land. Ihre Kleidung, besonders das Schuhwerk, befand sich in einem trostlosen Zustande. Viele Gefangene gingen trop der winterlichen Kälte barfuß.

IDie Moskitowolte. Durch ein sonderbares Natur schauspiel ist dieser Tage Madrid überrascht worden. Nach mittags gegen 2 Uhr verfinsterte sich auf einmal die hell scheinende Sonne, und ein Geräusch, ähnlich dem fernen Meeresbrausen, wurde vernommen. Man sah bald, daß eine Wolfe von Mostitos niedergegangen war. Viele Pferde wurden scheu, und die Menschenmtenge flob entsetzt nach allen Seiten hin, denn die winzigen Tiere drangen in Augen, Mund und Nase. Millionen der lästigen Tiere drangen in die Cafés und Geschäftsräume. Auf einmal aber erhob sich die Wolfe wieder, wie auf ein Zauberwort, und verschwand in südöstlicher Richtung.

Admeren Dieb

Bießen.

* In Firma C. No auswärtigen Bießener Blä Bießen geschri libie seit Jab aburden, find 3. Frau Dr mns belannt is tätig. D. Reb hoon solchen Be pebracht, also * Sta bwürdigen Sch Frau", daß

IDem Verdienste seine Strone. In Korea begannen bor kurzem Insekten den Fichtenhain bei dem Grabe der letzten Königin zu zerstören. Darauf beauftragte man Sol. daten mit der Vernichtung der respektlosen Tiere und ver. sprach ihnen eine Belohnung, wenn sie sich darin recht eifrig zeigten. Einer von ihnen suchte auf eine recht absonderliche Art zu beweisen, wie ergeben er der herrschenden Dynastie wäre. Er verschluckte nämlich eine Schale voll von den Insekten, aus Born darüber, daß sie es gewagt hatten, dem föniglichen Grabe zu nahen. Zur Belohnung für die ver. drehte Tat wurde er alsbald zum Hauptmann gemacht. Nun befamen mit einemmal noch mehr Soldaten Appetit an dem seltsamen Gericht. Für die bloße Nachahmung des ver dienstvollen Beispiels ihres Kameraden erhielten sie jedoch feine Belohnung, was sie nicht wenig verstimmte. Die fleine Geschichte erinnert an einen ergößlichen Vorfall, der sich zur Zeit des Berliner Kongresses im Jahre 1878- trug. Lord Beaconsfield wohnte damals im Staiserhof. Er legte die kurze Strecke von da bis zum Reichskanzlerpalais immer zu Fuß zurück. Eines Tages sah er einen Mann, der Zigarrenstuminel vom Pflaster auflas. Er gab ihm ein Goldstück und sagte: Dafür fönnen Sie sich ordentliche Zigarren kaufen." Sobald dies in die Zeitungen gekommen war, gab es zwischen dem Kaiserhof und der Wilhelmstraße Dußende von Leuten, die alle eifrig nach Bigarrenstummeln suchten. Der edle Lord ging aber ironisch lächelnd an ihnen borüber.

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Zur Erkundung der östlich von Orléans stehenden Streitkräfte wurde am 20. Dezember das Detagements des Generals v. Bangau, bestehend aus dem 2. Infanterie- Regi­ment, 2. Reiter- Regiment und der reitenden Batterie der heff. Division nach Montargis beorbert. Am 22. wurde Wontargis erreicht und dort Quartiere bezogen. Feldwebel Bruchhäuser hatte einen Quartierwirt, deffen Großvater aus Darmstadt stammte. In Montargis Hofften die Soldaten die Weihnachtsfeiertage in Ruhe verleben zu können, aber schon am ersten Feiertage mußten sie bei grimmiger Kälte nach Briares marschieren, da die Meldung eintraf, daß diese tabt vom Feinde besetzt sei. Die Kälte war so stark, baß den Soldaten unterwegs das Brod gefroren war. Um Abend wurde La Bussiere erreicht, wo Quartiere bezogen und Feldwachen ausgestellt wurden. Am zweiten Feiertage fam bas Regiment nach Briare und wurde bort einquartiert In Briare, einem Städtchen von einigen Tausend Einwohnern, befand sich eine große Knopffabrik, deren Direktor ein Hesse,

IDie kleinste Republik der Welt. Die Fürstentiimer Monaco und Liechtenstein und die Republiken Andorra und San Marino sind als winzig fleine Staatswesen sprichwört lich geworden. Und doch gibt es einen noch weit winzigeren Staat, den nur die Geographen kennen, obwohl er nicht im dunkelsten Afrika oder Australien liegt, sondern im zivili sierten Europa. Dieser Staat ist die Republik Tavolara, die auf der an der Nordostküste Sardiniens gelegenen Felſen insel Tavolara oder Isola Terranova blüht und gedeibt. Die Republik zählt ganze 170 Einwohner, aber sie hat eine Geschichte. Im Jahre 1882 war Tavolara noch eine al solute Monarchie: Baolo I. regierte als eine Art Bar. Gr gehörte zur Dynastie der Bartholoai, die im Jahre 1885 von Karl Albert von Italien feierlich als thronberechtigt anerkannt worden war. A18 Paolo I. aber im Jahre 1882 gestorben war, brach eine Revolution aus, und die Bevölke rung proklamierte die Republik. Tavolara hielt es für un nötig, den Mächten diesen plötzlich eingetretenen Wechsel dis Regierungssystems zu notifizieren und suchte nur die Zu­stimmung Italiens zu erlangen. Sie erhielt sie, und der Freundschaftsbund zwischen den beiden Staaten wurde e- neuert. Der Präsident der Republik Tavolara wird für zehn Jahre gewählt. Die Frauen haben Wahl- und Stimm recht; ein stehendes Heer gibt es nicht.

aufgeführt w Direktor Herr Saarstein), G ( Ottilie), Hel müller( Wall und ist die fi

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mit Namen Maurer, aus Darmstadt war. Die 7. Kompag nie wurde am 28. von Briare nach Gien, weiter unterhalb der Loire abkommandiert, um die dortige Telegraphenstation vor feindlichen Angriffen zu sichern und die gesprengte Loire brücke zu überwachen. Die Bewohner in Gien v.rhielter sich gegen die deutschen Truppen ziemlich feindselig in d Straßen waren überall Barrikaden errichtet. Da der Unter präfeft sich weigerte, die Barrikaden befeitigen zu laffen, wurde sein Schloß am Abend von der 7 Kompagnie 2. H Regts. umstellt und von Oberlt. Meßler, gerade als er mit seiner Familie bei Thee saß, verhaftet. Mit etwa 30 fangenen wurde er am folgenden Tage nach Orléans an Prinz Ludwig von Hessen abgeliefert. Die Tätigkeit der 7. Kompagnie bestand in Gien hauptsächlich im Patrouillen dienst an der Boire und in der Umgegend, das jenseitige linke Ufer der Loire war stark mit Franktiereurs befeßt, bie häufig nach den deutschen Truppen schoffen. Bei einem solchen Patrouillengange erhielt Sergeant Melior einen Schuß in den Unterleib, während gleichzeitig noch ein Musketier leichter verwundet wurde. In der Umgegend von Gren bes befanden sich viele Windmühlen, mit denen die Bewohner den Franzosen von den Bewegungen der deutschen Trupper Kenntnis gaben. War ein größerer Trupp deutscher Sol Daten in der Nähe, dann gingen die Windmühlen imme sehr rasch. Sie wurden daher später niedergebrannt. Auch die Kirchenglocken wurden häufi, dazu benußt, den französischen Streitkräften Kenntnis von unseren Truppenbewegungen z geben, indem beim Annähern der Deutschen Sturm geläutet wurde. Hauptman Buff von der Leibkompagnie überrascht einmal einige Civilisten beim Sturmläuten und trieb sie mit dem Glockenseil aus dem Seirchturme.( Forts. folgt.)

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