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gkeiten.

27. April 1903 früheren Pfarrer t i. D., das Mite

als am Abend des 22. Februar das dürre Gras der Bahn­böschung in der Schwarzbach brannte. Auf dem 19. Hes­sischen Feuerwehrtag, welcher in Bad Nauheim stattgefunden hatte, waren von der G. F. F. allein 81 Mann vertreten. Auch im verfl. Jahre wurden mehrere Dienstabzeichen für

Philipps des 10jährige Mitgliedschaft ausgegeben und zwar den Kame­

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Dr. Eugen Bagn

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Grünberg.

Nach Erledigung der Tagesordnung wurde zum gemüt­lichen Teil übergegangen, der die Versammlung noch lange beisammen hielt.

§ Der vom Verein Contentia" schon am 5 April geplante Ausflug nach Rodheim a. Bieber fonnte erst am verflossenen Sonntag ausgeführt werden. In der Tat hatte der Berein einen günstigen Tag getroffen, denn nach der trübseligen Witterung der Izten Tage brachte der

auch die Beteiligung an diesem Ausfluge so überaus zahl­

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führung erforderlich. Die Bahn führt durch das Wettertal an Burg Münzenberg und Kloster Arnsburg, zwei sehr sehenswerten Punkten der Wetterau, vorbei.

** Bad Nauheim. Vom 1. April bis einschließlich 23. April sind 350 Rurgäste angekommen; am 1. April waren anwesend 163 Personen, sodaß die Frequenz bis zu legten Donnerstag 513 beträgt. Bäder wurden bis zu letzt genanntem Tage 3799 abgegeben.

** Aus dem Dekanat A'sfeld. Auf der im vorigen Jahre in Alsfeld abgehaltenen Synode des evangelischen Defanats Alsfeld war wegen der Arbeitsüberlastung der zu Groß- Felda stationierten Dekanatskrankenschwester Elisa­beth Hedderich die Anstellung einer zweiten Dekanats schwester mit dem Sige in Kirtorf beantragt und be­schlossen worden. Dieser Beschluß ist inzwischen zur Aus­führung gelangt und es steht nun den Gemeinden des Dekanats in der Person der Schwester Anna Löchel zu Rittorf eine weitere Krankenpflegerin zur Verfügung. Die­selbe ist, wie die Alef. D. 8tg." schreibt, im Elisabethen. der Kranten- und Siechenpflege ausgebildet und bietet daher, wie die in Groß- Felda stationierte Schwester, die Gewähr

** In Glauburg wurde gestern der seitherige Bürger­meister Schmidt wiedergewählt. Gegenkandidat war der Gutsbefizer Berabeimer.

Marktbericht.

Gieken, 28. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfd. 0.90-1.00 Mr. Hübnereier 6 Pfg., 2 St.11 Pfg., EnteneierSt. 6-7 Bfg.. Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Vfg., Erbsen der Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bia.. Tauben per Vaar . 0.80-1.20, Hübner per Stud Mt 100-230, Hahnen, per, Stud Mt. 1,10-2.30, Enten per Stüd 2.00-2.40, Ganie v. Bld. 54-60 Pfg. Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Blg., Rindfleisch per Bfb. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo 66-76 Bio Schweine­fleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfa., Ralbfleisch per Pfb. 66-72 Bfa., Hammelfleisch per Vfd. 52-72 Bfa., Kartoffeln per 100 Rilo 6.00-6.50 Mr., Zwiebeln per St. Mr. 7.00-8.00, Milch per Liter 18 Vfa.

er Eisenbahnaffi Sonntag wieder einmal einen Frühlingstag. Daher war tschen Roni reich; ja die Biebertalbahn erhielt sogar Doppelvorspann stift zu Darmstadt in einem längeren Kursus in allen Zweigen ist effectiv gesucht und fonnte im Preise gegen die Vorwoche

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und unter Borantritt eines Mufitforps zogen alle Teilnehmer in Rodheim ein. Obgleich der neue Bendersche Saal ein

fonservativen großer Raum zu nennen ist, so wurde derselbe von seinen einer sach- und fachgemäßen Ausübung ihres Berufs. An­a bie 3 fordert werden. Gerste geſchäftslos. Safer hiesiger gegen

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der rührigen Leitung des Vereinsvorsitzenden fam bald reges Leben in die zahlreiche Gesellschaft. Es wurde gespielt, ge= fungen und sogar photographische Aufnahmen gemacht; auch war reichlich Gelegenheit geboten das Tanzbein zu fdwingen. Da inzwischen der Himmel jedoch einmal seine Sch'eusen gröffnet, so wurde auf ziemlich schlüpfrigen Boden unter Fackelschein der Heimweg ongetreten. Die Kleinbahn führte die Ausflügler in einem Extra ug zur Stadt zurück. Ge­piß sind auch diesmal alle Vereinsmitglieder von dem in jeder Weise wohlgelungenen Ausflug- troß der om anderen Morgen mit Schrecken betrachteten von Schmuß überzogenen Fußbefleidung befriedigt an ihr Tagewerk gegangen.

Dem Vernehmen nach hat Herr Dachdeckermeister Carlé, der vor einigen Tagen erst die Luft'sche Hofraithe für 110,000 Mart faufte, jezt auch die des Schmiedemeisters Thomas, Neuenwrg gefauft.

Aus Heffen und Dachbargebieten.

o Abendstern. Auf dem Hofe der Frau Duill standen am Sonntag Morgen, als das Dienstmädchen daselbst die Sintertür öffnete, ein Par Ochsen. Sonde: barer Weise fonnte man dabei aber feinen Führer entdecken und wurden dieselben daher in den dortigen Stall eingestellt. Später tärte sich die Sache auf, indem sich ein Bäue lein aus dem benachbarten Kinzenbach auf der Suche nach seinen Ochsen bier einfand. Derselbe hitte die Tiere Tags zuvor am späten Abend aus entfernter Gegend per Bahn nach Gießen gebracht. Der sonderbare Kauz hatte aber mit den Tieren nicht den gewohnten Weg über Heuchelheim genommen, son­bern er war auf der Rodheimer Straße über die Kinzenbacher Mühle in dunkler Nacht seiner Heimat zugereift. In dem tiefen Hohlweg oberhalb der Kinzenbacher Mühle sind die Tiere auf unerk ärliche Weise gescheut, so daß der Besizer dieselben nicht beherrschen konnte. Da dieser die Tiere in jener Nacht nicht mehr aufspüren fonnte, so hat er allein sein Heim aufgesucht. Mithin ist es ein glücklicher Bufall zu nennen, daß sich die Tiere am folgenden Morgen in alllernächster Nähe vorfanden.

** Butzbach. An der neuen schmalspurigen Bahn von hier nach Lich haben dieser Tage die Erdarbeiten begonnen. Auf der Strecke sind fünf Brücken und eine Bahnunter­

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evangelischen Pfarrämter vermittelt. Die für die Dienste der Schwestern zu zahlende Vergütung beträgt pro Tag und Nacht 1 Mt., Armen und Geringbemittelten fann die Bah. lung der Vergütung ganz oder teilweise erlassen werden.

** Reinhardshain. Freitag findet hier die langerſehnte Bürgermeister wahl statt. Schon 3 Jahre hat unser Ort fein Oberhaupt und wünschen wir doch, daß die dies­malige Wahl, nicht wie die andern unentschieden bleibt, und unsere Gemeinde, das ersehnte Oberhaupt erhält.

Offenbach a. M, 27. April. Die bürgerlichen Parteien des wahlkreises Offenbach Dieburg ſtellten den Stadtverordneten Böhm- Offenbach a. M., als Reichstags

kandidaten auf.

*** Offenbach a. M, 27. April. Bei einer Uebung der Mühlheimer Feuerwehr wurde die freistehende große Leiter durch einen Wirbelwind umgeworfen. Von 3 auf derselben stehenden Feuerwehrleuten sprangen 2 rechtzeitig ab, während der oberst, der Maurer Haus zu Boden ge­schleudert und lebensgefährlich verletzt wurde.

*** Frankfurt a. M., 27 April. Die 83jährige Pri­vatiere Wittme Anna Marie Füg stürzte sich aus dem Fenster ihrer Wohnung im 3. Stock des Hauses Gußtow­straße 52 auf das Pflaster. Sie wurde noch lebend in das Krankenhaus gebracht, starb aber nach einer Stunde.

= Frankfurt a. M, 27. April. Der 33 jährige Post­assistent Max Dick in Höchst a. M. ist mit Glücksgütern reicher gesegnet als die meisten seiner Kollegen. Kein Wunder, daß diese manchmal einen fleinen Bump bei ihm ristierten. Dieß war stets gefällig, berechnete allerdings für 10 Mart 30 Bfg. Zinsen pro Monat. Das giebt nach Adam Riese 36 Prozent. 6 Prozent soll der Mensch nehmen, ca. 30 Prozent hatte Dieß gewuchert. Nicht im strafrecht­lichen Sinne, da die von ihm Bewucherten eine eigentliche Notlage nicht nachzuweisen vermochten. Aber disciplinarisch fonnte man ihn am Ohr friegen. Das geschah denn auch, und die beim Oberlandesgericht dahier gebildete Disciplinar­fammer für Reichsbeamte verurteilte den Assistenten mit dem großen Geldsack wegen Wuchers in 31 Fällen, davon 29 gegenüber Amtsgenossen, zur Strafverseßung und Minderung des Diensteinkommens um 18. Die Darlehen waren in Beträgen von 10 bis 650 Marf gegeben.

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( 1839

Frankfurt a. M., 27. April.( Getreidemarkt- Bericht.) Die Stimmung war infolge der anhaltenden Steigerung des Weizenpreises fest und wird als Grund hierfür der schlechte Saatenstandsbericht Preußens angeführt. Fremder Weizen wiederum eine Kleinigkeit gewinnen. Für Landweizen herrschte ebenfalls gute Kauflust. Roggen bei knapperem Ausgebot ur verändert, während für fremde Ware höhere Preise ge­lezte Nottierung unverändert, russischer infolge größerer Nachfrage etwas höher. Mais effektiv fnapp auf Lieferung infolge des billigeren Preises mehr Geschäft. Mehl bei festem Preis gefragter. Futterartikel knapp und gesucht. 16.75-16 85, ab Station unserer Gegend Mt. 16.20 Es notiert: Weizen, hiesiger und Wetterauer Mark bis 16.30, furhessischer Mt. 16.75-16.85, norddeutscher Mf. 16.80 bis 17.20 Amerikaner Redwinter Mt. 17.40 bis 17.60, Kansas Mt. 17.40-17.65, russischer Nico­Tajeff Mt. 17.30-18.20, Sagonsta f. 16 90-17.80, Ulfa Mt. 16.90-17.75, Azima Mt. 17.20-18.30, La Plata Mt. 16 55-18 50, rumänischer Mt. 17.50-19.50, Walla Walla 17.50 bis 17.70. Roggen hiesiger Mf. 14 50 bis 14.60, ruffischer Mf. 14.70-14 90, Amerikaner Mt. 15 10-15.20. Gerste, hiesige Mt. 15.50-15.90, Pfälzer Mf. 16.10-16 30, fräntische Mt 15.40-15 90, Riedgerste Mt. 16.10-16.20, ungarische Mt. 17.75-18.25. Difer, hiesiger und Wetterauer Mt. 14.70-14.90, furhessischer 14.70 bis 14 90, Württemberger Mt. rischer Mt. 14.70-15,10, russischer, Mt. 14 50 bis 15 25, Ma& Mixed Mt. 11.75-11.90, Weißer Mais Mt. 12 50 bis 12.75, La Plata 13 50-13.80, Odeffa Mt. 13.80 bis Mt. 14.10, Virginia Mt. 14.90-15.10. Alles per 100 Rilo netto effettiv loco hier. Mehl unveränder. Es notiert nach Qualität: Weizenmehl his. Nr. 0, Mr. 25.75 bis 26.25, feinere Marten Mt. 28.75 bis 29 25, hef. Nc. 1 Mt. 23.75-24 25, feinere Marken Mt. 25 25 bis 25.75, hies. Nr. 2, Mt. 22.75-23.25, feinere Marken Mt. 23.75-24.25, hies. Nr. 3, Mt. 21.75-22.25, feinere Marken Mt. 22 75-23.25, hiesiges Nc. 4, Mt. 19.00-19.25, feinere Marken Mt. 19.75--20.25, Roggen­mehl, hiesiges Nr. O, Mt. 22 75-23.25, do. Nr. 1, Mf. 20.25 bis 21.25, do. Nc. 2 Mt. 15.75-16.25. per 100 kilo incl. Sack loco hier Futt rartifel gesucht. Weizenschalen Met. 4.65-4.70, Weizentleie Mf. 4.60-4.70, Roggenfleie Mt. 4.90-5.00, Weiz n- Futtermehl Mt. 6.25 bis 6.75, Biertreber, getrocknet Mt. 5.50-5 60, Malz­feime Mt. 5.10-5.20, Rapstuchen Mt. 5.50 bis 5 60, Balmtuchen Mt. 5.50-5.65. Alles per 50 Kilo netto effektiv loco hier, bei Abnahme von 10 000 Kilo.

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