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tung trägt. Der Abg. Dr. Sattler beantragte deshalb, daß alle Angelegenheiten der Rechnungsprüfung an den Reichskanzler zu richten sind. Da indes diese Frage die Geschäftsordnung in ihrem Paragraphen 26 berührt, so beantragt der Zentrumsabgeordnete Dr. Epahn die Verweisung des Antrags an die durch 7 Mitgliedern ver­stärkte Geschäftsordnungstommission, was auch beschlos sen wird. Bei der fortgesetzten Beratung über die Kran­tassennovelle wurde namentlich das Verhältnis zwischen Aerzten und Krankenkassen und deren schlechte Honorie­rung besprochen. Allgemein war man darüber einig, daß die Interessen der Aerzte in einer besonderen Novelle wahrgenommen werden müßten. Auch in der heutigen Etzung wurden die einzelnen Paragraphen nach der Re­gierungs- bezw. Kommissionsfassung angenommen.

63. Cibung

Preussischer Landtag.

Haus der Abgeordneten.

Eigener Bericht.

- Eisenbahnverstaatlichung. Der Eisenbahnminister war zu Beginn der Eizung am Erscheinen verhindert. Infolgedessen ging das Haus zunächst nicht an die Eisenbahnverstaatlichungsvorlagen, sondern an die Erledigung einer Reihe von Petitionen, die kein besonderes Interesse boten. Dann tam Herr Budde, und die Eisenbahnverstaatlichungsgesetze erschie nen wieder auf der Bildfläche. Der Minister hätte nicht zu kommen brauchen: Ohne jede Debatte genehmigte die Volksvertretung in zweiter Lesung die Verstaatli­chungsvorlagen der Regierung. Ein dann zur Erörte­rung gelangender Antrag des freikonservativen Abg. Eckert, der die Einsetzung einer ständigen Kommission für Handel und Gewerbe verlangte, wurde nach längerer Erörterung angenommen. Nach diesem Jntermezzo schritt das Haus gleich zur dritten Beratung der eben erst in zweiter Lesung angenommenen Eisenbahnverstaatli chungsvorlagen. Es gab eine kurze Debatte, in der na­mentlich die Verstaatlichung weiterer Privatbahnen, nö­tigenfalls auf dem Zwangswege, verlangt und Wünsche wegen des Betriebes der jetzt wesentlichsten Bahnen ge­äußert wurden. Dann genehmigte das Haus die Vor­lagen auch in dritter Lesung.

Nab und fern.

::: Ein neuer deutscher Feldmarschall. Der komman­bierende General des 16. Armeekorps Graf v. Haeseler wurde aus Anlaß seines 50jährigen Dienstjubiläums vom Kaiser zum Range eines Feldmarschalls erhoben und te­legraphisch beglückwünscht. Der Großherzog von Baden verlieh dem Jubilar den Hausorden der Treue. Sämt­liche Generale und Regimentskommandeure des 16. Ar­meekorps erschienen bei dem Jubilar, um ihre Glück­wünsche zu überbringen, und überreichten als Ehrenge­schenk eine getreue verkleinerte Nachbildung des auf ber Esplanade in Metz stehenden Prinz Friedrich Karl­Denkmals. Die Ansprache hielt der Gouverneur von Mezz General Etoeßer. Hierauf überreichte eine Deputation von Offizieren des bayrischen Kontingents eine getreue berkleinerte Nachbildung des sogenannten Prinz Frie­drich Karl- Steines in Vionville. Später erschienen die Epißen der Zivilbehörden zur Gratulation. Nachmit­tags fand zu Ehren des Grafen Haeseler ein Festmahl statt. Der Jubilar brachte das Kaiserhoch aus. General Etoeßer trank auf das Wohl des Grafen Haeseler, wel­cher dankend erwiderte. Abends wurde dem Jubilar von sämtlichen Vereinen der Stadt Mez ein Fackelzug dar­gebracht.

)( Aus der Offiziersliste gestrichen wurde der Ritt­meister Freiherr v. Horn, à la suite des 2. bairischen Che­vaulegersregiments, Chef der Eskadron Jäger zu Pferde 1. Armeekorps, der, wie wir meldeten, dieser Tage auf geheimnisvolle Weise aus einem bei Meran gelegenen Sanatorium verschwunden ist. Ueber Horns Vermögen ist inzwischen der Konkurs eröffnet worden. Hierbei sei be­merkt, daß die Gattin des Verschwundenen, Baronin v. Horn, eine geborene Belgierin, im Jahre 1897 mit Hilfe ihres inzwischen verstorbenen Vaters unter schweren mate­riellen Opfern die zerrütteten Vermögensverhältnisse ihres Gatten geordnet hatte.

() In den Sielen gestorben. Während der letzten heftigen Schneestürme haben, wie jetzt bekannt wird, auch zwei Landbriefträger auf ihrem Bestellgange das Leben ein­gebüßt. Der Briefträger Böttcher, der beim Postamte Vierraden in der Mark bedienstet war, wurde bei sei­nem Gige durch den unaufhörlichen Sturm derartig erschöpft, daß er im Walde zwischen Blumenhagen und Hohenfelde Ruhe suchte. Er konnte sich vor Ermattung wohl nicht mehr erheben. Nachmittags, da Postbeamte ihn auf der Suche fanden, schlug sein Herz noch etwas, doch das Leben erlosch angesichts der nahen Rettung. Um so tragischer, da der pflichtgetreue Beamte vor der Heirat stand. Ferner ist der beim Postamte in Pyritz angestellte Landbriefträger Siepert in den Sielen ge­storben. Auch dieser treue Beamte erlag dem Unwet­ter. In der Nähe des Pyriter Chausseehauses wurde die Leiche des Unglücklichen gefunden. Seine Bestellungen hatte er noch ausgeführt.

Berliner Einbrecher- und Diebesbanden. 80 Ein­brüche hat eine Berliner Verbrecherbande auf dem Kerb­holz, von der die Kriminalvolizei jetzt die letzten Mit­glieder verhaftet hat, nachdem sie verschiedene schon vor zwei Wochen, wie gemeldet, in Nummer Eicher verbrachte. Mit welchem Raffinement die Bande arbeitete, zeigt fol­gender Vorfall. Veim Einbruch in eine Villa zu Schmar­gendorf mußien die Verbrecher einen Garten über breite frisch geharkte Beete überschreiten. Das war wegen der Fußspuren eine etwas gefährliche Sache. Aber die Ein­brecher wußten Rat. Bei einem Gastwirt hatten sie eben eine Menge Servietten gestohlen. Diese wickelten sie sich so dicht um die Füße, daß von den Stiefeln feine Spur mehr zu sehen war, die Beete vielmehr aussahen, als ob Elephanten darauf herumgetrampelt hätten. Die Ser­vietten konnten wieder gewaschen werden; dafür hatten die Spitzbuben ja ihre ,, Bräute". Denn die finden sich im mer dußendweise für einen tüchtigen ,, Nachtarbeiter". Manchmal halfen sie auch tätig beim Handwerk mit, ja, die lesse Anna", die der Polizei soeben in die Hände fiel, war selbst das Haupt einer weitverzweigten Diebes­bande, deren Angehörige man ebenfalls gefaßt hat. Die Bande trieb unter ihrer sachkundigen Leitung gewerb­

mäßig den Boden- und Kellerdiebstahl. Die Hauptmän­nin baldowerte dazu die passende Gelegenheit aus und stand Schmiere.

(-) Unerlaubtes Präsent. In Etaßfurt wurden die­ser Tage etwa siebzig Eisenbahnbeamte, Schaffner, Brem­ser, Wagenschieber usw. wegen unerlaubter Annahme von Geschenken von der dortigen Königlichen Eisenbahn­betriebs- Inspektion in eine Geldstrafe von je 50 Pfg. ge­nommen. Einem alten Brauche gemäß hatte nämlich auch in diesem Jahre die Vereinigte Chemische Fabrik in Staßfurt an die Eisenbahner je eine Kiste Zigarren als Weihnachtsgeschenk verabsolgt. Die Annahme dieses üblichen Präsents wurde als dem Reglement wider­sprechend angesehen und zog die obige Strafe nach sich. 2 Geschenk Roosevelts an den Papst. Präsident Roose­sevelt hat den Papst Leo XIII. mit einer Gabe beschenkt, die aus zehn geschmackvoll eingebundenen Bänden, ent­haltend alle Botschaften und amtlichen Schriftstücke der Präsidenten der Vereinigten Staaten, von Washington bis auf Roosevelt, besteht. Ein Geistlicher ist nach Rom abgereist, um dem Papst das Geschenk zu überbringen. Große Wechselfälschungen beging in Moskau der erbliche Ehrenbürger und vereidigte Rechtsanwalt R. A. Schlesinger. Er hat falsche Wechsel in einem Gesamtbe­trage von 200 000 Rubeln auf den Namen eines dortigen Großkaufmanns in Umlauf gesezt und die Papiere dann bei Moskauer Banken allmählich versilbert. Der gegen­wärtige Aufenthalt des Flüchtigen konnte trotz der um­fassendsten Nachforschungen bisher nicht ermittelt werden.

(!) Einfach und praktisch. Wie in Rußland schneever­wehte Bahngeleise wieder freigemacht werden, darüber kann ein schlesisches Blatt folgende Auskunft erteilen: Auf der Strecke Sosnowice- Warschau der Warschau- Wilnaer Eisenbahn war der Verkehr des vielen Schnees wegen einige Tage fast ganz eingestellt. Als man endlich wagte, in der Richtung nach Warschau einen Personenzug ab­zulassen, erhielten auf sämtlichen Stationen die Reisenden 3. Klasse( 4. Wagenklasse existiert dort nicht) Freibillets, sie hatten aber die Pflicht, wenn etwa der Zug im Schnee stecken bleiben sollte, sofort auszusteigen und bei der Weg­schaffung des Hindernisses mit tätig einzugreifen, was fie auch bereitwilligst getan haben. Glückliche Eisenbahn­verwaltung!

*[ Ein Kampf zwischen dem Hut und der Mütze] ist in Budapest entbrannt. Dort haben die ungarischen Studenten, um ihren regierungsfeindlichen Gesinnungen ein äußeres Kennzeichen zu verleihen, beschlossen, ihre lockigen Häupter statt mit Hüten mit ,, Gesinnungsmüßen" in Form eines Husarenkäppis zu bedecken. Diese Sitte wurde schleunigst von Gymnasiasten und Volksschülern nachgeäfft. Das ging endlich den Hutmachern auf die Nerven und ans Geschäft. Und um nun der Müßenepidi­mie wirksam zu begegnen. beschlossen sie, nach dem Wahr­worte similia similibus curantur, Tausende von Müßen an jene Sorte von Nichtakademikern zu verteilen, die als Straßenjungen, Dienstmänner, Zeitungsausträger zu der Universität nur in sehr entfernten Beziehungen stehen. Die akademische Jugend nahm diese Herausforderung" an. Seit einigen Tagen sieht man auf den Budapester Anschlagssäulen ellenhohe Plakate, auf denen die Hut­macher als Verräter, als Schädiger heiligster Interessen, als Leute, gegen welche unerbittlich Krieg geführt werden müsse, geächtet werden.

(!) Die üblichen Attentatsgerüchte knüpfen römische Blätter an die Meldung, daß die beabsichtigte Einweihung bes von unserem Kaiser der Stadt Rom geschenkten Goe­thedenkmals während des bevorstehenden Besuchs des Monarchen nicht stattfinden wird. Der Grund, daß das Terrain, auf dem sich das Monument erheben soll, nicht widerstandsfähig genug sei, wäre nur ein Vorwand, in Wirklichkeit hätte die römische Polizei Wind von einem bei dieser Gelegenheit beabsichtigten Attentat bekommen. Die Nachricht flingt wenig glaubwürdig und wird wohl dem Hirn eines sensationslustigen Reporters entſprun­gen sein.

(!) Von einem Duellanten en gros weiß ein Hambur­burger Blatt wahre Echauergeschichten zu erzählen. Ein russischer Edelmann Jvannoviz von Tscherdiadieff habe kürzlich in der Nähe von Hamburg sein achtzehntes Duell bestanden und, wie immer, ohne die geringste Schramme davonzutragen. Der letzte Zweikampf stellte den Grafen einem Landsmann, einem hohen Militär, gegenüber. Tscherdiadieff wählt am liebsten Säbel und greift nur, wenn diese Betn rechtes Resultat bringen wollen, zur Pistole. Sein Waffe tötete bisher acht Menschen.(?) Da nach Angabe des Blattes Herr v. Tscherdiadieff erst 40 Jahre alt ist, so kann er es noch recht weit bringen.

) Prinzessin Luise von Toskana geht, wie die Leip­ziger Neuesten Nachrichten zu melden wissen, doch nicht ins Kloster. Der Prinzessin ist vom Kronprinzen von Sachsen eine Jahresrente von 50 000 Mark ausgesetzt worden.

(") Eine ganze Stadt verbrannt. Aus Santiago ( Chile) wird berichtet, daß die peruanische Stadt Bisagua mit Banken, Telegraphenämtern und Geschäftshäusern fast gänzlich niedergebrannt sei, weil es an Wasser zur Bekämpfung des Feuers fehlte."

Bunte Chronik. Bei Hattingen ereignete sich nächt­icherweile in der Zeche Friedlicher Nachbar" eine Er­plosion schlagender Wetter, wobei 5 Bergleute, darunter 3 schwer, verletzt wurden. Einer der Verunglückten ist sei­ten Verlegungen erlegen.

-Der Matrose Kohler, der Mörder des Unteroffiziers Biedrißzky auf dem Stationsschiff Loreley", wurde aus Der Irrenanstalt, in der er, wie erinnerlich, interniert vorden war, dem Kriegsgericht zur endgiltigen Aburtei­ung zugeführt. Sein Geisteszustand wurde als vollkom nen normal befunden.

-Der Prozeß Hüssener gelangt kommende Woche in diel zur Hauptverhandlung.

-In Sievershausen( Regierungsbezirk Lüneburg) er­rosselte der Arbeiter Vollmer sein breijähriges Stief­

ind.

In der Borckschen Fabrik in Leipzig zersprang ein Ballon mit Schwefelsäure. Die Flüssigkeit drang durch den Fußboden in die darunter befindliche Werkstatt. In­Jenieur Bord erlag der Einwirkung der giftigen Dämpfe; ein Werkmeister und drei Arbeiter sind schwer erkrankt, einer von ihnen befindet sich noch in Lebensgefahr.

Giessener Cagesneuigkeiten.

Gießen, 27. April 1903. Der Großherzog hat dem früheren Pfarrer in Fürth Jakob Schmitt, z. 8. in Neustadt i. D., das Ritter freuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß mütigen verliehen.

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Ernannt wurde der ständige Hilfsarbeiter bei de Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe des M nisteriums des Innern Regierungsrat Dr. Eugen Wagne zum vortragenden Rat bei dieser Abteilung unter Verleihung des Amtstitels als Oberregierungsrat, der Hauptlehrer a der Gewerbeschule zu Michelstadt Ludwig Schalt zum Haupt lehrer an der Gewerbeschule zu Worms und der Finan aspirant Wilhelm Erle zum Sekretariats- Assistenten bei de Landes- Universität.

** Versetzt ist ber 1. Mai der Eisenbahnassisten Rumpf von Grebenhein- Erausfeld nach Grünberg.

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beifammen hielt. § Der vom April geplante Au erit am berfloffe

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** Der Hauptverein der deutschen Ronser vativen hat eine fleine Schrift unter dem Titel Vor. wärts zu den Wahlen 1903!" erscheinen lassen. Es wird", so heißt es einleitend, der konservativen Parti erschwert, ihre Ansichten zu verbreiten, da die meisten Beit ungen in den Händen der Gegner sind, auch die andere Parteien über größere Geldmittel verfügen und viele Agi tatoren ins Land schicken. In öffentlichen Volksversamm lungen werden die konservativen Redner oft niedergeschrieen So erfährt die Mehrheit des deutschen Volkes gar nidt was die konservative Partei, im Gegensatz zur freisinnige und sozialdemokratischen Partei, erreichen will.

* Um das neue Jägerbataillon im 18 Armeekorps bewirbt sich neben Bensheim und Grün berg nun auch noch Usingen. Usingen führt Folgendes an: Hoffentlich werden sich in dieser Angelegenheit auch unser Stadtverwaltung( von Usingen) und der" Bürgerverein" be mühen, um mit in Ronkurrenz zu treten. Usingen liegt an der Bahn nach Frankfurt, tem Siz des 18. Arme forps, ferner am Fuße des Taunusgebirges unweit der " Saalburg", einem Lieblings- Aufenthalt unseres Raisert. Unsere Stadt fann ca. 150 Morgen geeignetes Gelände gratis zur Verfügung stellen und hat reichliches Wasser( so gar für zwei Bataillone), sowie ganz ausgezeichnete Straßen berbindungen nach allen umliegenden, größeren Orten Aug eignet sich der große Hattsteinsweiher" zu einer ganz vor - Wir wollen hoffen, daß züglichen Schwimmanstalt". die alte nassauische Residenzstadt, die jetzt im Begriffe, ihrem ersten Fürsten Walrad ein Tenkmal zu sehen, wieder zu ihrer früheren Blüte" gelangt. En Korrespondent schreibt nun zu diesem fleinen Garnisonstreite: Sollte das 18. Armeekorps wirklich in Bälde ein Jägerbataillon erhalten, so ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die jetzig Bahl der Garnisonen in diesem Korps nicht vermehrt wird. Es fönnen durch Zusammenlegen von jeßt getrennt garnisonierenden Regimentern Inf. Regt. 80: 1. 2. Bataillon in Wiesbaden, 3. Bataillon in Homburg; Inf.- Regt. 168: 1. Bataillon in Buzzbach, 2. Bataillon in Offenbach eine Garnison gewonnen werden, was wohl als das Wahrscheinlichste gilt, und wird wohl auch im Spielraum gerade innerhalb dieser beiden Regimenter die einstige Garnison für das neuzu bildende Jägerbataillon des 18. Armeekorps zu suchen sein.

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** Landwirtschaftliche Studienreisen. Großes Intereffe und rege Beteiligung haben die beiden in den Vorjahren vom Hess. Landwirtschaftsrat veranstalteten Studienreisen nach Baden und der Provinz Sachsen gefunden. Dies hat den Hess. Landwirtschaftsrat veranlaßt, auch in diesem Jahre eine Studienreise vorzubereiten. Es ist in Aussicht genommen, das Weinbaugebiet der Mosel zu besuchen, dann in Bonn die landw. Akademie nebst Versuchsfeld zu besichtigen. Hieran schließt sich in der Kölner Gegend eine Besichtigung hervor ragender Gutsbetriebe, auf denen besonders die Zucht des rheinisch- belgischen Pferdes betrieben wird, sowie des Land pestüts in Wickrath. En Tag ist schließlich noch für Belgien bestimmt, um auch die belgische Pferde zucht an Ort und Stelle tennen zu lernen. Dieselbe findet voraussichtlich vor 6.- 10. Juli b. I. statt.

- Die Schwalben sind wieder da! Nun ist kein Zweifel mehr. Die Herrschaft des bösen Winters ist end gültig und das Schnupfenwetter im besondern zu Ende D, die kleinen Zugvögel, sie haben immer eine gute Witter ung, wie es mit unserm Kalender steht und scheinen sich aud diesmal nich geirrt zu hab. n, denn heute meint es de Himmel schon besser mit uns.

** Maiblumen sollte man nicht im Munde tragen Es beginnt jetzt die Zeit der Maiblumen; wir weisen da raufhin, daß der Saft dieser lieblichen Blume giftig ist. J dieser Pflanze sind zwei Giftstoffe enthalten: Konvallarin und Konvallamarin. Legeres ist ein starts Herzgift. Die Ge wohnheit, Maiblumen einige Zeit im Munde zu tragen, fann berhängnisvoll werden.

+ Die Gießener Freiw. Feuerwehr hiel gestern Abend im Restaurant Wigandt ihre ordentlich Hauptversammlung ab. Erschienen waren 92 Kameraden Gegen 91 Uhr eröffnete Hauptmann Wigand die Versamm lung, hieß die Anwesenden herzlich willkommen und gab Bericht von dem verflossenen Jahr. Am 1. April 1902 hatte die Gießerer Freiwillige Feuerwehr 137 Mitglieder beigetreten sind im Laufe des Jahres 17( davon 2 Man bom Militär zurück); ausgetreten sind 4, gestrichen wurder 2, berzogen sind 4 und 1 zum Militär, so daß am 1. April 1903 bas Rorps 143 Mann start war. Zwei Kameraden Grün und Gröninger sind durch den Tod abgerufen, das Andenken derselben ehrte die Versammlung durch Erheber von den Sizen. Im verfl. Geschäftsjahr wurden 10 Ge samtübungen abgehalten, wozu im Durchschnitt 84 Man angetreten waren. Unter den Ubungen waren neben den Detail- lebungen ein Brandangriff auf den Güterschuppen Nur einmal wurde die Wehr alarmiert und das war,

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Morgen mit Fußb Meidung Dem Carlé, der v für 110,000 Thomas, 9 Aus F

o. Aber am Sonntag Hintertür öf fonnte man diefelben dal Lärte sich bi benachbarten bier einfand späten Abend gebracht. D nicht den gen bern er war Mühle in d

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