Einzelbild herunterladen

chricht

ber

oten und

men.

Expeditin

Oftober 19%

24. Oftober ayer, den Regierung Oftober 6.9 pig Frey a der Brü Fach zu ent Dr. Walther as Finan att, ausg

nung, die G ahn von B

** Der gestrige Ausflug in das Gebiet der pro­jeftierten Anlagen für einen Luftkurort in Grünberg hatte eine große Beteiligung aufzuweisen, es mochten wohl an­nähernd 150 Herren und Damen sein, die daran teilnahmen. Ein schönes Fleckchen Erde war es, daß da unter Führung des Vorsitzenden vom Verkehrsverein an dem prachtvollen Herbsttage in Augenschein genommen wurde, Herr Rohleder gab die Erklärungen an den Plägen die für das Unternehmen in Aussicht genommen sind. Die Wanderung nahm ihren Anfang an der unteren Ziegelhütte, am Stadtwald vorbei nach dem Tannenkopf( bort soll sich das projektierte Hotel erheben) und dann hinunter zur Dickelsmühle, oberhalb der letzteren ist die Nervenheil- Anstalt geplant; darauf wandte man sich dem Brunnental zu, um noch den von Herrn Bingmer geschaffenen Springbrunnen anzusehen. An der Brunnenpforte sprach Herr L. Moll im Namen der Teil­nehmer Herrn Rohleder den Dank für seine Erklärungen auf der Wanderung aus und Herrn Bingmer die Aner­fennung für seine Anlage im oberen Brunnenteich; weiter stellte Herr Moll eine Belebung des Teiches durch Schwäne und weiße Enten in Aussicht. Den Weg, den Herr Bingmer in der Anlage der Fontaine gezeigt, wolle man weiter verfolgen und bei der Reinigung des unteren Brunnen­teiches im nächsten Frühjahr auch dort eine Fontäne an­legen, die etwa 45 Meter hoch springen könne. Von den abgesprengten Felssteinen am alten Friedhof soll auf Vor­schlag des Herrn K. H. Jöckel an der Brunnenpforte eine Grotte mit Ruhebant errichtet werden. Wie wir hören, hat der Stadtvorstand dem Komitee zur Förderung der Vor­arbeiten für die projektierte Luftkurort- Anlage 100 Mark bewilligt.

Bestzwechsel. Die Dickelsmühle im Brunnen­thal bei Grünberg ging mitsamt der Wilden Grube" und 10 hess. Morgen Ackerland und Wiesen für den Preis von 8000 Mt. an den Besitzer der Loßzmühle, Herrn Th. Stein, über.

Ihre Nachfolgerin wurde Frau Provinzialbirettor von Gagern, die das Amt bis zu ihrem Wegzug von Gießen im Jahre 1898 verwaltete, worauf es Frau Oberamtsrichter Gebhardt übernahm. Das Amt des Vizepräsidenten ging im Jahre 1897 von Herrn Büchner auf Herrn Oberbürgermeister Gnauth über, und nach dessen Ernennung zum Finanzminister im Jahre 1900 auf Herrn Oberbürgermeister Mecum. Frau Landrichter Erdmann und Herr Kreisschulinspektor Büchner haben sich um die Hebung des neuen Instituts große Verdienste erworben; Herr Büchner stand dem Verein bolle 19 Jahre, bis zu seinem im Jahre 1897 erfolgten Wegzug von Gießen, vor. Aber auch die Stadt unterstützte es, indem sie der Schule unentgeltliche Unterkunft in städtischen Gebäuden gewährte. Am 11. Juli 1878 wurden ihr zu nächst zwei Räume im obern Stock nebst Küche und zwei Rammern im unteren Stock des damaligen städtischen Schul­hauses auf dem Asterweg überlassen; 1880 wird ihr der obere Stock des Hauses mit Ausnahme eines Zimmers ein­geräumt; endlich in 1892, nach Vollendung des Neubaues ber Stadtknabenschule, erhält die Schule von der Stadt das Schulhaus auf dem Oswaldsberg zur alleinigen Benußung Die Spar- und Leihfasse in Gießen gewährte dem Verein regelmäßig jährliche Unterstüßungen zuerst von 100 Mt., später von 400 und 500 Mt., und der Staat gab in regel­mäßigen Zwischenräumen einen Beitrag von 500 Mart. Das Schulgeld hat man auf sehr mäßiger Höhe gehalten, um namentlich auch nicht ärmere Gemeinden daran zu hindern, daß sie ihre Industrielehrerinnen auf Gemeinde­foften in der Aliceschule ausbilden ließen. Für Unbemittelte find regelmäßig einige Freistellen offen gehalten, auch ist die löbliche Sitte, folche zu stiften, verschiedentlich, wenn auch nicht oft, geübt worden, so von der Gießener Loge, vom Boltsbildungsverein und der Grünberger Sparkasse. Sehr rasch erweiterte die Schule ihren Wirkungskreis, indem sie auch die Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen in thr Brogramm aufnahm. Der Unterrichtsplan 1889 verzeichnete 5 Kurse. Die Zahl der Lehrkräfte betrug fünf, nämlich die Damen Möser, Decker, Pfeil, Schopbach und Herr Hug. Der Besuch der Schule, der sich im ersten Jahre ihres Be­ftebens auf insgesamt 85 Schülerinnen belaufen hatte, war stetig gestiegen. Die Durchschnittszahl war 155 in den Sabren 1878 bis 1885. Insgesamt hatten bis zum letzteren Jahre 1083 Personen dort Unterricht genossen, von denen sich 38 zu Handarbeitslehrerinnen ausbildeten. Bis zum Jahre 1888 stieg die Bahl auf 1557 und bis zum Jahre 1893 auf 2200. Jetzt beträgt die Gesamtschülerinnenzahl rund 3500. Davon haben 180 die Prüfung als Hand­arbeitslehrerinn abgelegt. Im neuen Hause auf dem O8­waldsberg war es auch möglich, den schon lange bestehenden Plan der Angliederung einer Kochschule zur Ausführung zu bringen. Im Herbst 1892 eröffnet, hat sie unter der Leitung der Lehrerin Frl. Renner und unter spezieller Aufsicht der Frau Baronin von Bused sehr gute Erfolge erzielt. Im Sommer des Jahres 1898 besichtigten der Großherzog und die Großherzogin, sowie Prinzessin Ludwig von Battenberg die Schule. Als weiterer Kursus erschien im Programm von 1902 ein Kursus im Kunstwaschen und born Winter 1901/02 an wurde gemeinschaftlich mit dem Kaufmännischen Verein ein Handelskursus für Damen ein­gerichtet. Im Jahre 1902 verfügte das Großherzogliche Ministerium betr. der Ausbildung der Handarbeitslehrerinnen, daß in Gemeinden von mehr als 2000 Seelen an den öffentlichen Schulen nur solche Lehrerinnen zur Anstellung fommen dürfen, die sich einer staatlichen Prüfung unterzogen haben. Eine der drei zu errichtenden Prüfungskommissionen wurde nach Gießen verlegt, zum Vorsitzenden der Großh. Kreisschulinspektor für den Kreis Gießen und zu Mitgliedern mehrere Vorstandsmitglieder und Lehrerinnen der Aliceschule ernannt. Die erste Prüfung, der sich 11 Prüflinge mit bestem Erfolge unterzogen, fand im Frühjahr 1903 statt. Möchte es der Aliceschule vergönnt sein, auch fernerhin segensreich zu wirken in der Erziehung der Frauen zu nüßlicher Tätigkeit in Familie, Schule und Leben im Sinne und Beiste ihrer hohen ersten Protektorin, der verewigten Großherzogin Alice.

len dieses J gen und G enehmigt. 2 pede 169 411 tungen find O M., und 53 Mart be follen 55 0001

Morgen Di ffanten Eng Rolle der Margarethe ung am Mitt

gsvorstellung p rtaffischen nd Wallenstei eftellung auf ren Areifen B fauf bereits j fin Ludwi unde und Gön

de gestern Gründung ierlichen At

Feier durd

ngen vom Alade ard begrüßte

berichtete über 125 Vereingj

der Alice- S 1878 fei folg Der zu früh feres regieren orin der G

erg trat om ewerbeschule f Ausbildung bon hobifchen Unter Sanbarbeits

und auf die Cragen werd ihres Bestehe enden Protetti

genommen ha Segen aud

n, dadurch d

fchluß an

würden. D Hilfe der f barbeit tätige nachdem a Jatte auch d

Verein

Sigung

hliffe ge

ogin an

ung der Gul

ann. Den b

brighter Erb

7m, Profef

t. Weiffen

tor Bün

feffor Biral

malt Bail

en waren e hatten Unterri er Herr Sug

Cau Fabrilan

lieb big 1892

*

*

Auf Anregung des Herrn Rektor Bernius hat sich im Grünberger Turnverein am Freitag Abend eine Männerriege gebildet, der ca. 15 Herren beigetreten find. Geturnt wird jeden Mittwoch abends von halb 9 bis halb 10 Uhr; Vorturner ist Herr Lehrer Roth.

Firma Meyerhoff& Goslar" zu Gießen eingetragen: Ge­** In das Handelsregister wurde bezüglich der schäft ist mit Firma auf Kaufmann Siegmund Herzberger dahier übergegangen.

drucker in Gießen und Marburg wird demnächst ins Ein Tarif- Schiedsgericht für die Buch­Leben treten. Dasselbe seßt sich zusammen aus je 4 Mar­burger und Gießener Prinzipalen und der gleichen Zahl Gehilfen, wovon abwechselnd je zwet Prinzipale und zwei übrigen als Ersatzmänner fungieren sollen. Gehilfen dieser beiden Druckstädte als Richter und die

= Kinzenbach, 25. Oft. Die hiesige Dampfziegelei hat nunmehr unterhalb des Bahnkörpers der Strecke Louar= Wetzlar in der Gemarkung Heuchelheim mehrere Parzellen fäuflich erworben und läßt auf denselben gegenwärtig Bohr­besuche vornehmen. Das Ergebnis derselben war ein recht günstiges, in einer Tiefe von 13 Metern wurde geeignetes Material gefunden. Die Dampfziegelei blickte bekanntlich schon in diesem Frühjahr auf ein 25jähriges Bestehen zurück und hat infolge seines mächtigen Tonlagers, das zu den mächtigsten Ablagerungen Deutschlands zählt, nunmehr eine Jahresproduktion von 4 Millionen Steinen erreicht. Sämt­liche Arbeiter finden auf dem Werk Sommer und Winter volle Beschäftigung.

XFrankenbach am Dünsberg, 25. Oft. Die hiesige Gemeinde ist genötigt im nächsten Frühjahr einen neuen Friedhof anzulegen und eine zweite Schulstelle zu errichten. Die hiesige Schule gilt schon viele Jahre als überfüllt, denn eine Schülerzahl von nahezu 100 Kindern ist für eine Lehrkraft zu viel.

)( Laubach, 25. Oft. Dem Amtsgerichtsgefängnis ent­sprang gestern ein Gefangener; ein Agent aus Frankfurt. Troß eifriger Suche gelang es noch nicht des Gauners habhaft zu werden.

§ Münzenberg, 22. Oft. Bei den Arbeiten an der im Bau befindlichen Bahnstrecke Butzbach- Lich wurden be­deutende Funde aus der Römerzett gemacht. Die Bahnstrecke berührt bei Muschenheim und Hof- Gill das Römerkastell Arnsburg und durchschneidet bei Dorf- Gill den von Grüningen nach Hungen führenden Pfahlgraben. Außer Schmuckgegen­ständen, Messern und eisernen Werkzeugen wurden Gefäße, Hufeisen und Teile von Waffen gefunden.

Kriegserlebnisse aus dem Feldzuge 1870/71. lotte führte eine Pappelallee. Binnen einer Stunde waren

( 3. Fortsetzung.).

Da die Franzosen am 2. September ihren Angriff nicht erneuerten, fonnten die Truppen wieder zurückmarschieren. General v. Mai teuffel, der die Schlacht geleitet hatte, dankte den hessischen Truppen für die energische Unterstüßung und sprach sich sehr lobend über ihre Haltung aus. An dem selben Tage kam das II. Bataillon des Gießener Regiments nach Rosselange, wo es bis zum 3. verblieb. Hier trafen bie ersten Ersaßmannschaften des Regiments und Herr J. Homberger aus Gießen mit Liebesgaben für die Soldaten ein. Am 4. September fand ein Feldgottesdienst statt, und nach dessen Beendigung teilte General b. Bantzau den Sieg bei Sedan mit. Er fügte hinzu: Man sagt sogar, der Kaiser sei gefangen". Am Nachmittag wurde dieses Gerücht zur Gewißheit und die Gefangennahme des Kaisers ver­fändigt. Bur Feier dieses Ereignisses spielte die Regiments­musit in einem Garten. Am 5. September wurde das Megiment beim Kochen des Mittagessens allarmiert. Als die Einwohner des Dorfes die Truppen ausmarschieren sahen, riefen sie ihnen höhnisch zu, der Kaiser sei nicht gefangen, Mac Mahon werde bald erscheinen. Ein Ausfall fand an doi ſem Tage zwar nicht statt, doch mußte das Regiment seinen Standort wechseln und kam bei Regonville in Biwats. Als er hier anfam, wütete ein furchtbares Gewitter. Die Soldaten fonnten sich nicht hinlegen, weil auf dem Boden das Wasser in Strömen floß. Auch kein schüßendes Laubdach oder Belte waren vorhanden. Man band Reisig­Bündel zusammen, auf die man sich niederseßte, während barunter hin das Wasser floß. Von Regonville nach Grave­

von allen Pappeln die Aefte abgehauen, aus denen Hütten gebaut oder Reisigbündel hergestellt wurden. Das Biwack bei Regonville gehörte zu den unangenehmsten Erlebnissen im ganzen Feldzuge. Bei Durchstreifen der umliegenden Wälder fand man noch Leichen der am 16. August gefallenen Soldeten des Regiments. Während dieser Zeit tamen auch Transporte der bei Sedan gefangenen französischen Infanterie vorbei. Am 9. September fonnte das II. Bataillon das Biwak verlassen und wurden in dem Dorfe Regonville Massenquar­tiere bezogen. Der Ort war aber so überfüllt, daß auf die 7. Rompagnie nur eine Scheune, ein Stall und ein Wohn­haus famen. Hier gelang es, für 10 Franken ein Schaf­lämmchen zu kaufen, das bald geschlachtet und gekocht wurde. Die französische Suppe, die man daraus herstellte, war für Alle ein ungewöhnlicher Genuß. Am Abend des 9. wurde das Regiment allarmiert, weil die Beschießung der Lager vor Meß versucht werden sollte und man dabei einen Ausfall befürchtete. Es war sehr dunkel und regnete fürchterlich, sodaß die Beschießung bald aufgegeben wurde. Der Feind hatte keinen Ausfall unternommen, und die Truppen konnten daher wieder zurückmarschieren.

Am 11. September wurde das Regiment für den Vor­poftendienst bestimmt. Vom 11.- 22. bezog es in Ars an der Mosel Quartiere, und am 23. fam das II. Bataillon bei Vour auf Vorposten. Wenn die Truppen in Ars auch nicht mehr so sehr den Unbilden der Witterung ausgesetzt waren wie bei Regonville, so kamen jezt doch viele Typhus- Er­tranfungen vor. Auch die Ruhr grassierte noch stark. Feld­webel Bruchhäuser war ebenfalls an der Ruhr erkrankt und fonnte sich nur mit größten Anstrengungen nachschleppen,

die unentgeltliche Hergabe von Grund und Boden in Ge­Usingen. In der Sitzung des Kreistages wurde meinschaft mit dem Oberlahnkreis zum Weiterbau der Bahn nehmenden Verpflichtungen genehmigt. von Usingen nach Weilmünster und die sonstigen zu über­

des Evangelischen Bundes Lic. Bräunlich, in Krafts Saalbau (:) Nidda, 22. Oft. Gestern hielt der Generalsekretär einen Vortrag über die evangelische Bewegung in Desterreich. Gegen 50 Beitrittserklärungen zur Bundessache und Bildung einer Ortsgruppe Nidda waren das Ergebnis der Versammlung.

(:) Lauterbach, 22. Dft. Das Scheiden des allgemein im Kreise beliebten Kreisrates Dr. Wallau, der am 1. No­vember in gleicher Eigenschaft nach Bensheim übersiedelt, wird sehr bedauert. Dr. Wallau hat in den 5 Jahren seines Hierseins sich um die Verbesserung und Hebung der Vieh­zucht, des Haupterwerbszweigs unseres Kreises sehr verdient gemacht.

§ Hersfeld, 25. Oft. Im hiesigen Bahnhofe fuhr gestern Morgen infolge falscher Weichenstellung ein Güter­zurückgebogen, und die Maschine fuhr über ihn hinweg zug auf einen Prellbock. Der Prellbock wurde vollständig einige Meter in die Weichenstellerbude hinein. Verlegungen von Personen famen nicht vor.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 23. Oftober 1903. Unter der Anschuldigung der Elise Lämmer zu Alsfeld einige Haushaltungsgegenstände demoliert zu haben, wurde der Taglöhner Johann Heinrich Schmidt von Offenbach durch das Alsfelder Schöffengericht wegen Sachbeschädigung zu einer 14tägigen Gefängnisstrafe verurteilt, wogegen er Berufung einlegte. In der heutigen Verhandlung bestreitet er die Tat und bietet Beweise zu seiner Unschuld an, wes­halb Vertagung eintritt.

Litterarisches.

Fleischers Deutsches Post- ABC" nennt sich etn neues im Verlag von Hobbing& Büchle in Stuttgart ers schienenes Handbuch für den gesamten inländischen Post-, Telegraphie und Fernsprechverkehr, das im Gegensaße zu der fortlaufenden und daher vielfach unübersichtlichen Einrich­tung anderer Posthandbücher alle Vorschriften nach ihrem Inhalt alphabetisch d. h. in Form eines Lerifons geordnet vorführt, so daß jede Bestimmung irgend welcher Art sofort zu ermitteln iſt.

Marktberichte.

** Fruchtpreise am Grünberger Frucht­markt, vom 24. Oftbr. Weizen 16,00,-, Rorn 13,32 big Gerste 13,-, Hafer 12,50-00,00, Erbsen 00,00, Samen 00,00, Kartoffeln 6,00-00,00 Mark. Ales per Doppelzentner.

Hamburger Futtermittelmarkt. Originalbericht von G.& D. Lüders, Futtermittelgroß­handlung, Reis- und Delfuchenmühle, Hamburg. Die letzte Berichtswoche brachte dem Futtermittel- Geschäft keine nennenswerten Veränderungen. Die Abforderungen waren be­friedigend, doch konnten sich die Preiſe einſtweilen noch nicht beſſern.

Tendenz: ruhig.

Retsfuttermehl 24-28 Proz. Fett und Protein Mk. 4.25-4.40 pr. 50 Kilo ab Hamburg, Mt. 4.35-4.50 ab Hamburg, ohne Ge­haltsgarantie Mt. 3,60-4,30 ab Hamburg. Reiskleie 2.15-3.50, Weizenkleie, grobe 4.10-4.35, Roggenkleie 4.20-4.40, Gerstefleie 4.60-5.50, Erdnußkleie( gemahlene Erdnußschalen) 1.90-2.25, Erdnußkuchen und Erdnußmehl 52-54 Proz. 6.20-6.40, 53-58 Proz. 6.50-7.25, Baumwollsaatkuchen und Baumwollsaatmehl 52 bis 58 Proz. 6.50-6.75, 56-62 Broz. 6.80-7.10. Cocusnußfuchen und Mehl 28-34 Proz. Fett und Protein 5.30 6.25, Palmfern­fuchen und-Mehl 22-26 Proz. 4.90-5.30, Rapskuchen und-Mehr 38-44 Broz. 4.10-4.50, Leintuchen und-Mehl 38-42 Broz. 6.20 bis 6.60, Maisölkuchen und-Mehl 18-14 Proz. 5,75-6.00, Ge­trocknete Schlempe 33-45 Pro3. 5.20-5.80, Getrocknete Treber 24-30 Proz. 4.65-5.05, Malakeime Mt. 4 40-5.-. alles pro 50 Kilo ab Hamburg.

Berantwortlich: fär ben politischen und Inseratenteil Ib in klein: bas Sofale, ben Gerichtz-" und Oeffentlichen Sprechsaal": Fr. Opperman Druf und Berlag der Gießener Verlagsbruderet( vorm. Bilh. Keller), Gießen.

wenn die 7. Kompagnie auf Vorposten zog. Zum Glück fand er manchmal in dem Eisenwerk bet Ars an den Feuerungsanlagen ein warmes Lager. Die Belästigung der Vorposten erfolgte durch die Franzosen am meisten am Nach­mittag. Vom Fort St. Quentin tamen manchmal riesige Granaten herüber, ohne aber erheblichen Schaden anzurichten. Auf den Feldern sah man zuweilen Frauen mit Kartoffel­ausmachen beschäftigt. Da dies aber zumeist verkleidete französische Soldaten waren und die Festung auch mit feinen weiteren Lebensmitteln versehen werden sollte, so befahl Prinz Friedrich Karl, der Oberbefehlshaber vor Meg, diese Arbeiten nach Möglichkeit zu stören und stellte hierfür eine Anerken­nung in Aussicht. Eines Tages befand sich Sergeant Basel der 7. Kompagnie auf einem weit vorgeschobenen Unteroffizier­posten, der wegen der Nähe des Feindes nur Nachts abge­löst werden konnte, als sich wieder Arbeiter auf den Feldern zeigten. Durch einen wohlgezielten Schuß mit einem Chassepot­Gewehr streckte Basel einen davon nieder, während die anderen sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Nach einigen Tagen erhielt Basel zur Belohnung das Eiserne Kreuz. Um 28. September verließ Generalmajor v. Wittich die 49. Brigade und an seine Stelle trat Oberst v. Winkler vom Infanterie- Regiment 84. Am 1. Oktober kam die hessische Division wieder aus dem Vorpostendienst heraus und nach dem Städtchen Gorze in Quartiere, wo sie big bis zum 29. Oftober verblieb. Auch jest traten Ruhr und Typhus noch zahlreich auf. Die Truppen, die jeßt R. ſerveſtellungen ein­nahmen, wurden mehrmals allarmiert, doch fand kein Ausfall statt. Dagegen wurde fleißig im Exerzieren geübt, und auch Felddienst- Uebungen wurden auf dem Schlachtfelde vom 16. August abgehalten. ( Forts. folgt.)