Ausgabe 
26.9.1903 Erstes Blatt
 
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tische Tat" gewesen set, so habe sie doch das spätere Verhalten der Verschwörer gereizt und sie in ihrer Menschen- und Offi ziersehre verletzt.

Die Nädelsführer des Nischer Komplotts, Novafowitsch und Lazarewitsch, erklärten außerdem, General Magdale­nitsch hätte sie zur Unternehmung ermutigt. Dieser sei be­reit gewesen, selbst dem Könige das Manifest zu unterbreiten und die Entfernung der Verschwörer vom 11. Juni zu ver­langen. Heute sind hier unverbürgte Gerüchte verbreitet, daß Magdalenitsch verhaftet werden solle. Man scheint jedoch mit der Verhaftung zu zögern, weil durch Versetzung Magda­lenitschs in den Anklagezustand die ganze Angelegenheit aus die Zivilgerichte übergeben würde, da er pensionierter General ist. Magdalenitsch bat um eine Audienz beim König, um sich zu rechtfertigen, wurde aber bisher nicht em pfangen.

Nab und fern.

Eine gefährliche Ballonfahrt mußten drei Offiziere des russischen Lehr- Luftschifferkorps durchmachen. Der Ballon wurde von Petersburg aus nach dem Finnischen Meerbusen getrieben, und die Offiziere zeigten auf offener See das Not­zeichen, das jedoch von den unten hinziehenden Schiffen nicht verstanden wurde. Da in der Ferne eine kleine Insel in Sicht kam, beschlossen die Luftschiffer einen beschleunigten Abstieg. Der Ballon senkte sich auf die Insel nieder, hier schlug aber der Anter auf einen Stein, so daß der Anter­ring zerbrach. In dieser verzweifelten Lage versuchten die Offiziere alle drei zugleich aus dem Ballon herauszuspringen. Zwei kamen auch wohlbehalten auf dem Boden an, der dritte hatte sich aber mit dem Fuß in den Stricken verwickelt und blieb kopfunter an der Gondel hängen, während der von seiner Last erleichterte Ballon in die Höhe schoß. Der Korb befand sich gerade über einem Kiefernwald, als der Offizier seinen Fuß frei bekam und sich schnell entschlossen in die Bäume faller ließ. Das Glück war ihm günstig. Die Zweige der Bäume hielten den Fall auf, und der Offizier erreichte mit nur geringen Verletzungen die Erde! Troß eifrigen Suchens hat man den Ballon bis jetzt nicht auffinden können.

Von Wilddieben erschossen wurde bei einem Gang durch sein Revier der Oberförster des Grafen von Westphalen in Karben, Franz Ernst. Er war unbewaffnet gewesen und hatte nur die Schlingen auf dem Dohnenstrich revidieren wollen. Dabei muß er mit Wilderern, die in der Gegend recht zahlreich sind, zusammengestoßen sein.

Raubanfall auf einen Eisenbahnzug. Die Unsicherheit, die auf einzelnen amerikanischen Eisenbahnstrecken noch immer herrscht, wird durch die folgende Meldung aus Oregon drastisch vor Augen geführt. Vier maskierte Män­ner hielten 21 Meilen östlich von dort den Schnellzug der Oregon Railway and Navigation Company an und zwan­gen den Lokomotivführer, sie zu begleiten. Sie sprengten den Gepäckwagen, den sie irrtümlich für den Postwagen hielten, mit Dynamit. Ein Bahnbeamter schoß auf sie und tötete einen von ihnen. Die übrigen entkamen, jedoch ohne etwas geraubt zu haben. Durch einen unglücklichen Zufall wurde auch der Lokomotivführer durch einen Schuß tötlich verwundet. Also ein förmliches Gefecht.

Ein Dampfer 68 Tage hilflos auf See. Aus Paris kommt die überraschende Nachricht, daß der seit mehr als zwei Monaten vermißte und bereits total verloren gegebene Dampfer Admiral Gueydon" wieder aufgefunden worden, allerdings als wertloses Wrack. Das große, 118 Meter lange Schiff, war an der arabischen Küste in Brand geraten, worauf der Kapitän das Fahrzeug unter großen Schwierig. feiten auf den Strand laufen ließ. 68 Tage lang waren die Schiffbrüchigen außerstande, von ihrer Lage Kenntnis zu geben, bis ein russischer Dampfer sie an Bord nahm und nach Aden brachte. Der Kapitän des Schiffes beschuldigte einen englischen Dampfer Afghanistan", den Schiffbrüchigen trotz flebentlicher Bitten keine Hilfe geleistet zu haben.

Die von uns schon vor einigen Wochen gebrachte Nach­richt vom bevorstehenden Abschied des bisherigen Reichs­gerichtspräsidenten Wirkl. Geh. Rat v. Dehlschläger wird nun auch halbamtlich für den Anfang Oktober bestätigt.

O Mit der Ueberficdelung der Buren auf deutsches Ge­biet scheint es denn doch nicht so glatt zu gehen, wie man ursprünglich annahm. Beim Gouverneur von Windhoek ( Deutsch- Südwestafrita) hat neulich eine Abordnung von bier Buren um Auskunft über die Ansiedelungsverhältnisse angefragt. Dabei stellte es sich heraus, daß die Leute zwar alle Rechte, die jeder Deutsche für sich in Anspruch nehmen fann, fordern, aber feine Pflichten übernehmen wollen. In erster Linie verabscheuen sie die allgemeine Wehrpflicht; ihre Söhne sollen frei sein davon. Soweit es möglich war, ist die Regierung ihnen entgegengekommen. Daß ihre Söhne aber nicht von der allgemeinen Wehrpflicht entbunden wer­den konnten, hat die guten Leute, wie berichtet wird, doch sehr berschnupft.

Die Umformung des englischen Kabinetts macht recht wenig Fortschritte. Schon sind 14 Tage seit Chamberlains Abgang verflossen, und noch ist so gut wie nichts geschehen. Die Kandidatur Lord Milner& schwebt noch; seine Ant­wort ist noch nicht eingetroffen. Für das Departement des Krieges wird jetzt neben Kitchener besonders Lord Esher genannt, der lange Jahre bei dem Herzog von Devonshire Geheimsekretär war, und sich später als Sekretär im Mi­nisterium der öffentlichen Arbeiten bei Hofe sehr beliebt machte.

Eine Frühstücks- Betrachtung. Wir haben durch schnittlich 10-12 Stunden nichts zu uns genommen, wenn wir früh morgens aufstehen. Das ist die längste Ruhepause unseres Magens. Das erste Frühstück beendet diese lange und angestrengte Tätigkeit, die er während des Tages ent­falten muß, vorzubreiten, den Magen gleichsam für seine Tage- Arbeit zu stimmen. Das vermag aber nur ein mildes, wohlbefömmliches Getränk, ein solches, das den Magen leicht und mäßig anregt, ohne die Nerven aufzuregen und andere nachteilige Folgen mit sich zu bringen, ein Getränk, das ferner immer von stets gleichmäßiger, unzweifelhafter Güte ist. Der Bohnentaffee, das eigentliche Frühstücks- Getränk der heutigen Kulturwelt, erfüllt in Wirklichkeit keine dieser Haupt- Bedingungen, denn, wird er stark zu­bereitet, so reizt er den Magen in übermäßiger, gesund heitsschädlicher Weise, bewirkt eine unnatürliche Be­schleunigung und Abkürzung des Verdauungs­Prozesses und ist unseren Nerven und unserem Herzen höchst gefährlich; wird er dagegen dünn gefocht, so füllt er und überschwemmt einfach den Magen, ohne irgend welchen Nuzen zu bringen. Sein einziger Vorzug, der

Des Sommers Ende

ist herangekommen; die Abende werden länger und damit erwacht das Bedürfris nach anregendem, bilden­den Lesestoff zu neuer Stärkung. Wo aber fände dieses Bedürfnis ausgiebigere Befriediguna als durch eine täglich erscheinende, von allem Wissenswerten aufs schnellste unterrichteten Zeitung? Gerade die Ereignisse des vergangenen Sommers und der Gegenwart haben es wiederum schlagend bewiesen, daß heutzutage Niemand, sei er Landmann oder Städter, der seine Zeit mit klarem Blick erfaßt, ohne den täglichen Führer durch die einander über­stürzenden Ereignisse des politischen, tommunalen, wirtschaftlichen und ful­turellen Lebens sein kann.

Wenn wir daher zum Vierteljahrswechsel den Weiter und Neubezug des

,, Giessener Neueste Nachrichten" angelegentlichst empfehlen, so geschieht dies mit der Ver­sicherung, daß es auch in Zukunft unser unablässig& Be­streben sein soll, unseren zahlreichen Lesern einen gediegenen, alle Gebiete des öffentlichen Lebens in erschöpfender Weise behandelnden und aus vorzügliden Quellen stammenden Lesestoff zu bieten.

Insbesondere werden wir unsere Aufmerksamkeit der ießt wieder in lebhaften Fluß kommenden Politik des In- und Auslandes zuwenden und dabei die in den Vordergrund tretenden wichtigen politischen Fragen zu be­antworten suchen. Wir können hierbei unseren Lesern die Versicherung geben, daß die von uns gebrachten politischen Nachrichten, Leitartikel oder Berichte auf autentischen Unter­lagen aufgebaut sind und darum auch immer das Richtige treffen.

In gleicher Weise werden wir bemüht bleiben, ge­stüßt auf zuverlässige und unterrichtete Mitarbeiter, die lokalen Nachrichten in jeder Beziehung auszubauen, sowohl die Nachrichten aus der engeren Heimat, wie der angrenzenden Gebiete.

Die Unterhaltungsbeilage wird, wie bisher, Orginal- Romane und Erzählungen aus nur ge= diegener Feder bringen und die Gunst der geneigten Leserinnen und Leser erhalten. Besonders an den langen Winterabenden wird die Unterhaltungsbeilage eine gern ge­sehene Lektüre sein.

Der Verbreitungsbezirk der Gießener Neueste Nachrichten hat sich durch Hinzutreten zahlreicher neuer Abonnenten ganz bedeutend vergrößert, Inserate finden darum die weiteste Verbreitung und sichern dem Inserenten guten Erfolg.

Indem wir die ,, Gießener Neueste Nachrichten" somit auch ferner der Gunst des verehrlichen Bublifums empfehlen, bemerken wir, das neu hinzutretenden Be ziehern bis zum Schluß des Monats von jetzt ab die Zeitung fostenlos zugestellt wird.

Verlag und Redaktion.

Lokales.

Gießen, 26. Septen br 1903.

Die evangelische Landessynode des Großherzogtums wird auf Dienstag, 20. Oftober, cin­berufen werden. Die erste Sigung beginnt des Vor­mittags um 10 Uhr. Wie lange die Verhandlungen dauern werden läßt sich nicht mit Sicherheit voraussagen, jedenfalls nehmen sie eine Reihe von Tagen in Anspruch, da außer einigen Gesetzentwürfen zahlreiche Interpella­tionen vorliegen.

** Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Hofmann zu Gießen zum Pfarrverwalter in Queck; Pfarrassistent Nies zu Kastell zum Pfarrverwalter in Ettingshausen; Bfarrassistent Vogt zu Gießen zum Pfari verwalter in Ober­Breidenbach; Pfarram standidat Lic. theol. Gaul zu Neu- Is nburg zum Pfarrassistenten in Gießen; Pfarrber­walter 3 lles zu Gedern zum Pfarrvikar in Jibeshausen.

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Privattelegramm. Bei der hute Vormittag erfolgten Ziehung der 6. Klasse der Hessisch- Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 10000 Mt. ihm auch nicht abgesprochen we: den soll, ist sein eigenartiger Wohlgeruch und Wohlgeschmack. das Muster eines Frühstücks- Getränkes in jeder Beziehung Nach diesem allen würde dasjenige sein, welches das Aroma des Bohnentaffees befäße, ohne einen einzigen seiner Nachteile aufzuweisen und welches zugleich genau den angeführten Bedingungen entspräche, die für das Haupt- Getränk einer der wichtigsten Mahlzeiten des Tages unerläßlich sind.

Existiert nun in Wirklichkeit schon ein solches Must er Gesundheits- Apostel und Feinschmecker vorhanden? Es existiert Getränk oder ist es nur in der Phantasie der Hygienifer, und heißt zu vollkommene Präparat besißt in hohem Grade den eigen­Kathreiners Malztaffee. Dieses gerade­tümlichen Dust und Wohlgeschmack des Bohnenkaffees. Durch ein eigenartiges, patentirtes Verfahren wird dem kräftigen und föstlichen Malz das Kaffee- Aroma imprägniert vermittelst Fruchtfleisch der Kaffeekirsche. Zu diesem Vorzuge gesellt sich eines würzigen und gänzlich unschädlichen Extraktes aus dem noch die ausgezeichnete, mild anregende Wirkung, die Kathreiners Matzkaffee auf Nerven und Verdauungs- Organe ausübt, ohne die geringsten schädlichen, unliebsamen Folgen

auf Nr. 73 077( nach) Darmstadt), 76 460( nach Eisenach) 94 240( nach Greit), 5000 Mt. auf Nr. 32 765, 68 95 83 891, 87 590, 3000 Mt. auf Nr. 52398, 54737, 60 128 73 875, 92 865.

** 8ur Feier der Vermählung der Prinzessin Alice von Battenberg mit dem Prinzen Andreas von Griechenland, die am 7. Oktober in Darmstadt stattfindet, werden von hohen fürstlichen Personen u. a. erwartet: die Königin von England, der Kaiser und die Kaiserin von Rußland, der König und die Königin von Griechenland, der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland Großfürst und Großfürstin Sergius von Rußland, Bring und Prinzessin Heinrich von Preußen und Prinz Waldemar. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland trafen bereits gestern nachmittag in Darmstadt ein. Prinzessin Ludwig von Battenberg ist von Schloß Heiligenberg in das Alte Balais übergesiedelt. Prinz Ludwig von Battenberg wird am 1. Oktober erwartet. Prinz Andreas von Griechenland traf aus den Manövern ein und nahm vorläufig im Neuen Palais Wohnung.

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** Die Weihe des neuen Friedhofs ist ver schoben worden; die Weihe findet Sonntag, 4. Dft., statt. Defizit. Nach oberflächlicher Zusammenstell ung soll das Landwirtschaftliche Fest wegen der teil weise ungünstigen Witterung mit einem Defizit von ffeither im S 9000 Mt. abgeschlossen haben.

dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Eröffnung der ** Gießener Stadttheater. Es sei auch an Spielzeit unter der Direktion Steingoetter Dienstag, den 29. September stattfindet. Als Eröffnungsvorstellung ge langen zur Aufführung: Kleifts zerbrochener Krug" Hierauf " Göthes Geschwister" und schließlich Wallensteins Lager" gewählte Zwischenmusik verbinden die einzelnen Stücke. von Schiller. Vorauf geht ein Prolog und entsprechend Ein sehr lebhaftes Interesse macht sich für die sog. Wochen abonnements geltend, die fast ausschließlich genommen werden daher gut tun sich solche bei Zeiten zu sichern. werden. Interessenten die auf bestimmte Plätze reflektieren, Kunst- und Musikalienhandlung des Herrn Challier statt; Der Abonnementsverkauf findet übrigens nur in der Empfang nehmen. daselbst können Interessenten auch Prospekte gratis in

* Kunstverein Gießen. Die Gemälde Aus­stellung im Turmhaus am Brand wird von kommenden Sonntag, den 4. Oktober, wieder geöffnet sein.

** Circus Lor ch. Die gestern Abend stattgefundene Eröffnungs- Vorstellung war sehr qut besucht und rechtfertigte in jeder Beziehung den guten Ruf, den der Circus Lorch genießt. Aus dem sehr reichhaltigen Programm wollen wir an erster Stelle die großartigen Freiheitsdressuren des Herrn Direktors Adolf Lorch hervorheben, von denen em besten die Vorführung der 4 Rapphengste gefielen. Mit Mrs. Corini ein und ernteten, wie auch mit ihrem Doppel­einem graziösen Pas de deux führten sich Miß Judith und Jockey- Akt und dem Sprung zu Zweien aus der Manege auf ein galoppierendes Pferd, wohlverdienten Beifall. Eben­so anerkennenswert war die von Frl. Amalie im Herrensattel gerittene hohe Schule, wie auch die Springfahrschule des | die Vorführung des arabischen Schimmelhenastes, Regent" durch Frl. Olga. Als großartige Leistung fann man mit Recht Herrn Mar Manns bezeichnen. Mit großer Spannung sab man dem Auftreten der Geschwister Lorch mit ihren circensisch- ifarischen Spielen zu. Ihre Leistungen sind staunen­erregend, ja man fann sagen auf dem Gebiete der Höheren Gymnastik einzig dastehend. Viel belacht wurden die ur­fomischen Intermezzos der 2 Maranas. Mit ihrer Fahrt im Todesring" errang sich die erste deutsche Rennbahn­Kompagnie reichen Beifall. Mr. Alfons Althoff in seinem musikalischen Aft, stehend auf galoppierendem Pferde, trat ebenfalls mit gutem Erfolge auf. Wir wollen unseren Be­richt nicht schließen, ohne auch der Clowns und dumman Auguste zu gedenken, die durch ihre drolligen Einfälle und fomischen Entrees für Erheiterung sorgten. Die Direktion darf mit dem Erfolge der Eröffnungs- Vorstellung zufrieden sein, sie hat die beste Aufnahme gefunden und dem Unter­nehmen viele Freunde gewonnen. ist sehr empfehlenswert. Ein Besuch des Circus Anlagenmusit findet Sonntag vorm. Uhr in Gießen in den Süd- Anlagen statt mit nachfolgendem Spielplan: 1. Ouverture Norma von Bellin', 2. Krönungs­marsch von Meyerbeer, 3. Valse bleue von Margis, 4. Finale aus Martha von Flotow.

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** Hundesport. Das am 11. Oktober stattfindende erste öffentliche Preisschliefen für Dachshunde" und Forterriers, arrangiert vom Verein Hundesport für Gießen und Umgegend", ist mit hohen Baarpreisen und einer erheblichen Anzahl von Ehrenpreisen ausgestattet. Das vorläufige Programm kommt in diesen Tagen zum Versandt, und als Richter werden die Herren Ernst Broeßler und W. Drth aus Frankfurt a. M. amtieren. Der ganz neu erbaute Schliefp' ist aufs Beste eingerichtet nach sich zu ziehen. Und schließlich muß der Umstand ent immer gleichmäßiger Güte auf den Markt kommt, weil er scheidend in die Wagschale fallen, daß Kathreiners Malzkaffee in nur aus edelstem und bestem Rohmaterial fabriziert wird. Er gleichmäßiger Qualität, was durch zahlreiche übereinstimmende bietet die vollständige Garantie unbedingter Reinheit und stets Gutachten fachmännischer Autoritäten außer Zweifel gestellt ist. Die Tatsachen beweisen, daß Kathreiners Malzkaffee eine der nüglichsten und für das Volk segensreichsten Errungenschaften hat und daß er speziell als Frühstücks- Getränk seinesgleichen bedeutet, welche die moderne Ernährungs- Hygiene zu verzeichnen nicht findet.

Man breche doch endlich mit der alten, eing fleischten Unfitte, den Tag gleich mit dem Genusse eines unter Umständen gefähr lichen und beimtückischen Giftes zu beginnen, gleich früh morgens ein nervenfeindliches Narkotikum, wie es das im Kaffee und im Tee enthaltene Koffein ist, zu genießen. Man befehre sich zum ständigen Frühstücks- Getränk und die Heilsame Wirkung auf freulich geltend machen. Magen, Herz und Nerven wird sich in furzer Zeit schon er [ 2412]

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