Wie Augenzeugen berichten, spielten sich entsetzliche Szenen ab. Wie aus dem Flammenmeer herausgeschleudert, fielen aus den oberen Stockwerken des brennenden Hauses menschliche Körper in die Tiefe. So oft ein Körper herabstürzte, ertönte tausendstimmig ein jammernder Ausschrei Umstehender. Mit gerungenen Händen oder ausgebreiteten Armen um Hülfe flebend erschienen Gestalten, von emporzuckenden Flammen grauenhaft erhellt an den Fenstern. Wieder unten ein marferschütternder Schrei.„ Herabspringen" tönt aus allen Ketlen. Frauen, die bei dem furchtbaren Anblid ohnmächtig werden, rufen uni Hülfe, dazwischen schallen die Kommandoworte der Offiziere, die schrillen Signale der Feuerwehr. Run tam das Schrecklichste. Wie von einem Höllenteuer beleuchtet, fallen von der Höhe des lichterloh breitenden Gebäudes menschliche Körper schon half oder ganz verbann berunter. Ein junges Mädchen wurde aus Angst um feine im brennenden Hause befindliche Schwester mahnfinnig. Unter den Toten, die auf mindestens 45-50 Personen geschätzt werden, befinden sich auch die Frau und der Sohn des Geschäftsinhabers. Der Schaden beträgt vier Millionen Kronen.
Hof und Gesellschaft.
Der Kaiser hat von Mainz aus dem Prinzen und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen in Schloß Friedrichshof bei Cronberg einen Besuch abgestatte In Begleitung des Fürstenpaares führte dann der Monarch die, wie gemeldet, in Aussicht genommene Besichtigung der Saalburg aus. An dem Saalburg- Restaurant begrüßten der Erbauer der Burg, Jacobi, der am Abend zum Geh. Baurat ernannt worden war, Landrat Ebbinghaus und Oberbürger meister Marr den Kaiser, der sich von dort nach dem Mithräum begab, das er eingehend besichtigte. Weiter begab er sich dann auf dem Wege nach der porta decumana, bon dem Publikum lebhaft begrüßt, zum Prätorium in dem Kastell und nahm in Gegenwart des Bildhauers Goez die vor dem Sacellum aufgestellten Statuen der Kaiser Hadrian und Severus in Augenschein. Hierauf betrat der Kaiser die westliche Seitenhalle, wo die von Kommerzienrat Albert aus Wiesbaden ihm geschenkten Funde aus dem Kastell Stockstadi aufgestellt waren. Dann besichtigte der Kaiser die im östlichen Flügel aufgestellten Geschenke der Städte Frankfurt und Wiesbaden, welche aus Abgüssen römischer Fundstücke bestehen. Hierauf verweilte der Kaiser noch längere Zeit aus dem Kastell und begab sich dann nach anderthalbstündigem Aufenthalt zu Pferd nach Homburg.- Der Ankauf des Schlosses Dammsmühle für den Kaiser wird durch den Befizer Bollant dementiert.
Aus dem Gerichtssaal.
§ Zur Humbert- Affäre. Der„ Gaulois" bestreitet, daf Therese Humbert und ihr Mann die Nichtigkeitsbeschwerde eingereicht haben. Labori habe ihnen davon abgeraten, da von einem Gerichtshof in der Provinz ein strengeres Ur teil zu fürchten sei. Von nationalistischer Seite wird eine Interpellation in der Kammer über das geheime Dossier angekündigt. Ein Provinzblatt bezeichnet den früheren Ministerpräsidenten Waldeck- Rousseau als den Urheber der Zeitungskampagne gegen die Humberts. In Gerichtskreisen verlautet jetzt, daß die im geheimen Dossier enthaltenen Schriftstücke gefälscht seien. Dieselben seien von dem Abgeordneten Frederic Humbert auf Papier mit dem Zeichen der Abgeordnetenkammer angefertigt worden. Auch sei das Schreiben des früheren Ministers Flourens eine Fälschung.
Nab und fern.
Vermischtes.
[ Ein geistreicher Stadtvater.] Ein Stadtrat der fran zösischen Stadt Mans hat eine sehr originelle Idee ans Lich gebracht. Er brachte den Antrag ein, den Boulevard RenéLevasseur in Mans mit Bäumen zu bepflanzen, und das ist gewiß sehr nett und vernünftig. Aber er beantragt, die Zahl der Bäume auf 31 zu beschränken, damit sie genau die Zah! der gegenwärtig im Amt befindlichen Stadtväter entsprechen; außerdem soll jeder Baum den Namen eines Stadtverordneten erhalten; und schließlich wünscht der gute Mann, daß jeder Stadtrat eine andere Baumart wähle: der eine Pappel, jener eine Platane, ein dritter einen Kastanienbaum, eine Cypresse, einen Ahorn u. s. w. Der Antrag wird in den nächsten Tagen zur Diskussion gestellt werden; die Sitzung des Stadtates von Mans dürfte an jenem Tage sehr heiter sein.
O Der 50. Deutsche Katholikentag sandte ein Huldigungstelegramm an den Kaiser. Kardinal Fischer hob hervor, daß der Kaiser das rheinländische Wesen schäße und wisse, daß auch in den deutschen Katholiken ein warmes Herz für ihr Vaterland schlage. In der römischen Frage beharrten die Versammelten auf dem s. 3. von Windhorst formulierten Protest und nahmen eine Resolution an, in der sie für den Papst, die Unabhängigkeit und volle Freiheit" verlangen. Vom Bapst war als Dank für die ihm zu seiner Thronbesteigung von Komitee dargebrachten Glückwünsche ein längeres Schreiben eingelaufen.
Der Ansbruch des Besavs ist in eine neue Phase getreten. Ein kleiner Teil des alten Kraters ist abgebröckelt und an der Nordseite hat sich eine neue Auswurfsöffnung gebildet, so daß mit den beiden bereits vorhandenen der Vesuv jezt aus drei feurigen Rachen seine Feuergarben speit. Steine und Asche schleudert er hoch zum Himmel empor und mächtige Lavamassen ziehen sich in drei rotglühenden Hauptströmen gegen Pompeji hinunter. Doch bleiben die verderbenbringenden feurigen Fluten noch immer etwa 900 Meter über dem Meere.
& Die nene Spielbank in Altenberg bildet, wie unser CB, Mitarbeiter erfährt, z. Z. den Gegenstand diplomatiſchei Verhandlungen zwischen der deutschen und der belgischen Re gierung. Verschiedene einflußreiche Persönlichkeiten haben bereits an Ort und Stelle Informationen eingezogen. Selbſt verständlich werden die erwähnten Schritte fein sofortiges Resultat zeitigen, da allein schon die zu erfüllenden Formali täten eine geraume Spanne Zeit in Anspruch nehmen dürf ten. Wie noch bekannt wird, ist der Bürgermeister von Al tenberg furz vor Eröffnung der Spielbank ohne Vorwiſſer des Aachener Regierungspräsidenten auf Urlaub gegangen der Beamte hat jedoch jezt die Aufforderung erhalten, unver züglich nach Altenberg zurückzukehren. In Altenberg wirk nur Roulette gespielt und zwar beträgt das Minimum für den Einsatz 2 Frcs., das Maximum 1200 Frcs. Da das Roulette etwa 36 Nummern aufweist, so beläuft sich der höchste Gewinn, der bei einem Spiel mit dem höchsten Ein satz gemacht werden kann, auf 40 000 Fres. Fast alle der Bankbeamten sind früher bei der Spielbank in Namur in gleicher Eigenschaft tätig gewesen. Die leitenden Persönlich keiten heißen Rogart und Bara. Im Komitee der Ge sellschaft ſizen ausschließlich nur Belgier ,. Die Spielzeit is von 3 Uhr nachmittags bis 26 Uhr abends, und von 8 bis 11 Uhr abends.
[ Die Stimme des Gewissens. In einem Hause der Eisenbahnstraße zu Düren ereignete sich der gewiß seltene Fall, daß ein gestohlenes Fahrrad sich nach einigen Tagen im Garten des Bestohlenen mit folgendem Briefchen wieder vorfand:„ Geehrter Herr! Anbei erhalten Sie Ihr Rad mit bestem Dank zurück; es hat mir während der paar Tage gute Dienste geleistet. Ich hätte es so gern behalten, aber mein Gewissen ließ mir keine Ruhe. Seien Sie aber für die Folge vorsichtiger, denn Sie treffen nicht immer solch ehrlichen Spizbuben. Ede."
Ein niederträchtiges Attentat versuchte ein entlassener Arbeiter in der Iserlohner Fabrit von Magney ins Wert zu sehen. Er drang nachts in die Fabrik, verstopfte die Ventile des Dampffessels und schürte das Feuer unter diesem. Den Wächter, der ihn bei seiner unheimlichen Arbeit überraschte, streckte er durch einen furchtbaren Schlag mit einer Eisenstange nieder. Zum Glüd wurden einige in der Nähe wohnenden Arbeiter durch das Zischen eines Ventils, das nicht genügend verstopft war, aufmerksam und beseitigten die drohende Explosionsgefahr. Der Täter ist bisher noch nicht verhaftet. Die Verwundung des Wäch. ters ist schwer, aber nicht lebensgefährlich.
Bunte Chronik. Prinz Prosper v. Arenberg ist von Hannover nach der Strafanstalt Tegel bei Berlin übergeführt worden, um dort den Nest seiner Strafe zu ver büßen. Wie verlautet, werden mehrere hannoversche Ge fangenenauffeber wegen Begünstigung des Prinzen vor Ge richt gestellt werden.
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Der sogenannte„ Kaiser der Sabara", Jaques Lebanby, bat fich in Las Palmas auf einem nach Hamburg bestimmten Dampfer der Woermann- Linie eingeschifft.
Wie wir soeben zuverlässig erfahren, haben die diplo matischen Verhandlungen schon ein greifbares Resultat gezei tigt: Die Enklave Moresnet soll an Belgien abgetreten und dann die Spielbank in Altenberg aufgehoben werden.
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Lokales.
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Gießen, 26. August. Der Großherzog nahm vorgestern nachmittag unter Führung des Oberbürgermeisters Dr. Gaßner und des Architekten Opfermaun das ehem. Kurfürstliche Schloß und das Zollgebäude in Mainz in Augenschein und kehrte gestern gegen Mittag von dort nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück. Der Kaiser war von seinem Aufenthalt in Mainz äußerst befriedigt. Auf dem Bahnhofe sagte er scherzend zum Oberbürgermeister Dr. Gaßner: Eins fann man Euch nicht nehmen, den Rhein und die hübschen„ Meedcher"! Der neue Gouverneur Herr v. Scheele rühmte die mufterhafte Ordnung des Publikums, wie sie ihm noch in keiner Stadt vorgekommen sei. Das Publikum endlich beklagte sich über die strenge Absperrung während der Truppenschau auf dem Großen Sande.
Der 6. Zionistenkongreß tagt zur Zeit unter Vorsit des Dr. Herzl- Wien in Basel. Er ist von 400 Delegierter aus allen möglichen Ländern besucht. Die eifrigen Bestre bungen der Zionisten, das jüdische Volkstum neu zu be leben und ihm in dem Stamnilande Palästina eine dauernd. Heimstätte zu schaffen, sind ja bekannt. Wie es scheint, ha diese Bewegung durch die Vorgänge in Kischinem einen neuen starken Impuls erhalten. Ein Teil der Kongreß mitglieder, etwa 150 an Zahl, die sich„ Misrachi"( Orien talen) nennen, wünschen den Landerwerb in Palästina uni die Auswanderung dahin unverzüglich zu beginnen. Ein andere Partei, die„ Charuth" oder Freiheitspartei, wit vor allem erst den Zionismus finanziell sichern. Sie rech net dabei in erster Reihe auf die große Baron Hirschsch Stiftung von 200 Millionen. Wie der Vorsitzende Dr. Herzl mitteilte, haben mehrfache Verhandlungen mit dem Sultan zur Erlangung Palästinas als einer öffentlich rechtlich ge sicherten Heimstätte zu keinent Resultat geführt. Dagegen habe die englische Regierung sich erboten, den Zionisten ein großes Terrain in Ostafrika zu Kolonisationszwecken zui Verfügung zu stellen. Die Ansiedelung soll autonom seir mit jüdischer Verwaltung, jüdischer Lofalregierung und einem jüdischen Oberbeamten an der Spitze, alles natür lich unter britischer oberhoheitlicher Ueberwachung. Wie e den Anschein hat, wird der Kongreß das Anerbieten Erg lands annehmen.
Das Neuefte aus den Witzblätterns Empfindlich. Herr( zu dem stellesuchenden Diener): Ste haben ein ehrliches Gesicht; das gefällt mir!- Diener( beleidigt): Na, so sehr dumm bin ich aber doch gerade nicht, Herr Baron!
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Frommer Wunsch. Staatsanwalt: Haben Sie noch einen letzten Wunsch? Deliquent: Ja! Ich wünschte, Sie wären an meiner Stelle, Herr Staatsanwalt! Auch nicht unrichtig. Kleiner Neffe: Onkel, was versteht man eigentlich unter Fangvrämien? Forstmann: Heiratsvermittler- Provisiones ( Megg. H. BI.)
* Verliehen wurde vom Kaiser dem Großh. Staatsminister Dr. Rothe der Rote Adler Orden erster und dem Großh. Finanzminister Dr. Gnauth der Kronenorden erster Klasse.
Aus der Höheren Mädchenschule. In der Literaturstunde wurde erzählt, daß Goethe, als er den vierten Gesang aus Hermann und Dorothea" vorlas, geweint und gesagt habe: So schmilzt man an seinen eigenen Kohlen." Eine Schü lerin erzählt in der nächsten Stunde wieder:„ Als Goethe bei Schillers den vierten Gesang vorlas, rollten ihm die Tränen über die Wangen und er sagte:„ So meint man über seinen eigenen Kohl"..."
** Beurlaubt ist der Kreisarzt Herr Medizinalrat Dr. Haberkorn- Gießen vom 21. August bis 12. September 1. Is.; während dieser Zeit wird er durch den Großh. Kreisassistenzarzt Herrn Dr. Bötticher in Gießen vertreten.
*** Auf der Landesuniversität hören im laufenden Sommerhalbjahr 1149 Studierende, davon sind 1902 immatrifuliert, 4 aufgenommene Hospitantinnen, 40 nicht immatrikulierte Hörer und 13 nicht immatrikulierte Hörerinnen. Von den Immatrikulierten sind 685 Hessen und 407 Nichthessen. Es studieren: Evangelische Theologie 74, Rechtswissenschaft 198, Medizin 158, Tierheilkunde 169, Bahnbeilkunde 8, Kameralwissenschaft 1. Forstwissenschaft 58, Mathematik 93, Naturwissenschaften 64, Klassische Philologie 42, Neuere Philologie 93, Philosophie 36, Geschichte 7, Pharmazie 18, Chemie 73.
Zu viel gehofft. Bekehrter Zecher( vor dem Spiegel): Jetzt gehöre ich schon 3 Tage dem Verein der Antialkoholiker in und meine Nase ist noch immer rot!( Jugend.)
Humor des Auslandes. Er: Hast du dir die Dame angesehen, die eben vorüberging?- Sie: Die mit dem gefärbten Haar, den falschen Zähnen und dem schlechtsitzenden unmodernen Kleid?... Nein, die hab' ich mir nicht genauer angesehen.
Berlin
Der Landwirt.
Durchgegangen. Gestern Abend gegen 8 Uhr ging einem hiesigen Landwirte ein Pferd durch. Mit vieler Mühe gelang es, dasselbe wieder einzufangen.
** Die Spenglerinnung zu Worms richtete an die Hessische Handwerkskammer eine Eingabe mit dem Verlangen, Schritte zu tun, damit von allen staatlichen und städtischen Submissionen in Hessen alle Nicht- Hessen ausgeschlossen werden sollen.
ac. Eine Steigerung der Vichpreise macht sich seit einiger Zeit auf den deutschen Märkten bemerklich. Am stärksten und ziemlich allgemein gehen die Preise für Schweine in die Höhe. Es notierten Schweine pro Kilogramm Lebendgewicht in Anfang Juli Anfang August 43-50 50-56 Mt. 40-46 42-53" 51-58 40-55 43-54 50-56 46-60 47-62
Breslau
Chemnik
47-54
Magdeburg 38-51 Hamburg Dortmund Stuttgard München
40-48
47-52
45-56
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Scharfschießen. Auf Ansuchen des InfanterieRegiments Nr. 118 macht der Landrat des Kreises Wetzlar folgendes bekannt: 1. Am 29. und 31. August, sowie am 1. und 2. September d. Js. findet ein Schießen mit scharfer Munition in dem Gelände zwischen Groß- Rechtenbach, Münchbolzhausen, Allendorf a. d. Lahn und Lüzellinden statt. 2. Die Straßen: Münchholzhausen- Allendorf, Allendorf- Lüzellinden, Lüzellinden- Groß- Rechtenbach und Groß- RechtenbachWezlar sind für den Verkehr während des Schießens frei. 3. Gesperrt sind die Straßen und Wege pp., die innerhalb des von diesen Straßen begrenzten Gebietes liegen, bis einschließlich des Weges, der 2 km nordwestlich Groß- Rechtenbach von der Provinzialstraße Groß- Rechtenbach- Wezlar nach Münchholzhausen führt, und einschließlich der Straße Groß- Rechtenbach- Münchholzhausen. 4. An den genannten Tagen dürfen während der Schießübungen das bezeichnete Gelände, welches durch Sicherheitsposten abgesperrt ist, und die durch dasselbe führenden Straßen nicht betreten werden. 5. Das Schießen wird von 6 Uhr vormittags bis 6 Uhr abends an den bezeichneten Tagen abgehalten. Na ▷ Beendigung wird das Gelände dem Verkehr wieder freigegeben.
Die Steigerung ist an allen Pläßen erfolgt, am stärksten in Berlin. Außerdem sind die Preise für Kälber faſt durchweg in die Höhe gegangen. Weniger stark ist die Steigerung bei Ochsen, Kühen und Schafen. Auch ist diese nicht allgemein, sondern beschränkt sich auf Berlin, Hamburg und Dortmund. Am wenigsten sind bis jetzt die süddeutschen Märkte von der Preissteigerung ergriffen worden, während Berlin für alle Gattungen Schlachtviehs schon höhere Preise gnlegen muß.
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Gesangs Wettstreit 1904. Zu einer Besprechung über den Wettstreit hatte der MaschinenbauerGesangverein- Gießen am Samstag eine Versammlung einberufen, auf der die Gießener Vereine„ Concordia",„ Bürgergesellschaft", ,, Bauer'sche Gesangverein", ,, Gemütlichkeit", " Harmonie"," Sängerfranz" und Sängerchor des Turnvereing" durch Deputationen vertreten waren. Die Ver treter der Vereine gaben sämmtlich die Versicherung ab, nach Kräften zum Gelingen des Gesang- Wettstreits beizutragen.
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* Dünsberg turn fest. Nächsten Sonntag findet auf dem Dünsberg das traditionelle Dünsbergturnfest, arrangiert von der Gießener Turnerschaft, statt. Gemeldet haben sich aus dem Turrgau Hessen 199 Turner zum friedlichen Wettkampf. Hoffentlich ist das Wetter ein günstiges.
der Weltau in dem befa fehr tüchtigen Breifen für d Programm i -Spiele finden
tt Der 33 Bezirtstag des Krieger= Vereins Bezirks Grünberg fand am Sonntag in Göbelnrod statt. Den Vorsiz hatte der Bezirksvorsitzende Fabrifant Ranft- Grünberg und das Protokoll führte der Schriftführer Lehrer Roth- Grünberg. Sämtliche Vereine des Bezirks waren vertreten. Den Bericht über den Delegiertentag gab der Bezirksvorsißende, Herr Fabrikant Ranft; weitere Berichte, u. a. über das Jahrbuch, schlossen sich dem an. Ein von Herrn Inspektor Mohr gehaltener Vortrag über Unfall- Versicherung wurde mit Beifall aufgenommen. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des bisherigen Präsidiums und erfolgte per Atlamation. Mit einem Hoch auf den Kriegs- und Landek herrn wurde der Bezirtstag geschlossen.
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Das Bestehen bleiben der Höfentränke in Grünberg ist gesichert, da die Stadt erfreulicher Weise den Teich auf weitere 12 Jahre an den bisherigen Bächter Hrrn Fr. Jöckel neu verpachtet hat; der Pachtpreis beträgt pro Jahr 8,50 mt. Es fann nur mit Befriedigung aufgenommen werden, daß die Stadt den Teich bestehen läßt, da er der Stadt, bei einiger Renovierung, nur zur Zierde gereichen kann. Was andere Städte sich mit großen Kosten anlegen, liegt in Grünberg an der Straße, unbeachtet. Wie schön würde sich der Teich ausnehmen, wenn die Ufer böschungen gut gepflegt, das Wasser mit Fischen belebt und auf dem Wasserspiegel ein paar Schwäne das Bild vervollständigen würden, dazu gegenüber der Schloßgarten. Für das Auge würde das eine angenehm empfundene Abwechslung hervorrufen und auf den Fremden einen guten Eindruck machen. Da das Wasser nach einem Urteil des
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