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Schließlich lassen wir noch einige Urteile der Presse folgen, die um so größeren Wert haben, als sie zum Teil in Fachzeitschriften erschienen und offenbar von genauen Kennern des Sparkassenwesens abgegeben sind. Es schreibt:
Frankfurt a. M., 20. März Das Schöffengericht| tereffe des Publikums wie nicht weniger dasjenige der Beheit zusammengehen werde. Die Anregung des Maramten zu wahren. burger Komitees, ein Gesuch an die Eisenbahndirektion verurteilte den Tagelöner Közner zu einem Tage Gefängnis Frankfurt a. M. zu richten, betreffs des mangelnden wegen Diebstahls. K. hatte aus einer Sammelbüchse des Anschlusses der Züge der Nebenbahn Grünberg- Waisenfreund" zwei Hände voll Bigarrenabschnitte sich Lollar an die in Lollar in nördlicher Richtung hin angeeignet. Was alles gestohlen wird! und zurück verkehrenden Züge eine Verbesserung einzu führen, wurde beschlossen zu unterstützen. Hierauf fand die Wahl eines erweiterten Komitees für Nordeck und Umgegend statt, das sich vorzugsweise aus Bürgermeistern und maßgebenden Versonen der Umgegend zu sammensetzt. In einer fich anschließenden Sigung biejes Nomitees fand dann die Wahl eines engeren geschäftsführenden Ausschusses statt.
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Frankfurt, 22. März. Unlängst hat das Landgericht zu Neuwied eine für Aerzte wertvolle Entscheidung gefällt. Ein Arzt war in Strafe genommen worden, weil er Erkrankungen an Diphteritis und Sterbefälle hieran nicht, bezw. nicht rechtzeitig der Ortspolizeibehörde angemeldet hat. bezw. nicht rechtzeitig der Ortspolizeibehörde angemeldet hat. ( Regierungspolizei- Verordnung von 1899). Die Straftammer Neuwied sprach den Arzt frei, weil die in Rede stehende Verordnung ungiltig sei. Was bei ansteckenden Krankheiten angezeigt werden müsse, sei durch eine Nassauische Verordnung vom Jahre 1866 festgesetzt. Hierbei sei aber über Diphteritis nichts gesagt. Das Reichsgeset vom 30. Juni 1900 erweitere diese Anzeigepflicht, führe aber gleichfalls Diphteritis nicht auf. Weitere Verfügungen existierten nicht, die Regierungs- Verordnung gehe demnach über die ihr gezogenen Grenzen hinaus und sei ungiltig.
** Marburg. Bie die Hess. Lds.- 8tg." aus sicherer Quelle erfährt, wurde Herr Hauptmann a. D. Grimm als antisemitischer Randidat in Aussicht genommen, nachdem er sich auf das Programm der deutsch sozialen Reformpartei verpflichtet habe. Es würden hiernach für den Wahlfreis Marburg in Betracht fommen: ein fonservativer: Rammer herr Frhr. von Pappenheim; ein national- sozialer Schrift steller H. von Gerlach; ein antisemitischer Hauptmann a. D. Grimm( eventl. mit Gegenkandidatur von Seiten Dr. Böckels). Geschichte der Spar- und Leihkasse Gießen
Ferner als Bählfandidaturen des Zentrums Herr Redakteur Baum aus Fulda, der Sozialdemokratie: Schriftsteller Bader aus München und wahrscheinlich auch ein nationalliberaler Zählkandidat.
Butzbach, 23. März. In der Hofraite der Wasch. mühle bei Gambach entstand heute Nacht Großfeuer. Troßdem die Feuerwehren der umliegenden Orte rechtzeitig zur Stelle waren, fonnten sie das verheerenden Elements nicht Herr werden. Abgebrannt sind Scheunen, Stallungen das Vieh wurde gerettet und Nebengebäude. Der Schaden ist bedeutend, aber durch Versicherung gedeckt. ** Aus Oberhessen, 26. März. Der seit Wochen in ber Provinz Rheinhessen heftig unter dem Rindvich auf tretende Scheidetatarrh hat auch unsere Provinz heimgesucht. In Bellersheim im Kreise Gießen wurde diese schreckliche Seuche in verschiedenen Behöften constatiert.
** Braunfels, 22. März. In Brabaden fand eine Bersammlung statt, die sich mit dem Bahnbau Albshausen -Butzbach befaßte. 19 Vertreter der interessierten Gemeinden waren erschienen. Einstimmig wurde beschlossen an der Linie Albshausen- Brandoberndorf- Ebersgöns- Buz bach festzuhalten. Ein geschäftsführender Ausschuß wurde darauf gewählt
Dillenburg, 23. März. Dr. Burchardt- Bodesberg ist von der christlich- sozialen Partei im 5. nassauischen Reichstagswahlkreis als Randidat aufgestellt worden nachdem Dietrich v. Dergen seinen Rücktritt erklärt hatte.
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Mainz, 20 März. Kassierer Heimann von der hiesigen Volksbank, der wie gemeldet, wegen Unterschlagungen im Betrage von 25,000 Mart verhaftet worden, soll die unterschlagenen Gelder beim Kartenspiel und bei Speculationen verpulvert haben. H. galt hier schon lange als passionirter Spieler.
Aus Rheinhessen, 20. März. In den ver= schiedenen Daten Rheinhessens, besonders im Kreis Oppenheim trassiert eine starke Erkrankung unter den Pferden, sie ist als Influenza festgestellt. Wertvolle Tiere sind daran verendet. Ein bedeutender Schaden für die Besizer.
von Rendant Hermann Doering- Gießen. Unter diesem Titel liest man in Nr. 12 der„ Hess. Beamtenztg." Folgendes:
Im Selbstverlage des Verfassers ist ein Werkchen erschienen, das aus Anlaß des Bezugs eines neuen Geschäftsgebäudes daselbst verfaßt wurde und deshalb den speziellen Titel trägt. Dasselbe enthält aber nicht nur diese Geschichte, sondern wie das in der Natur der Sache lag, in furzen Umrissen die ganze Entwicklungsgeschichte des Sparkassenwesens überhaupt, sowie auch eine vergleichende Uebersicht Anfangs der 50er Jahre- ins mit den erst später
Leben getretenen Kreditgenossenschaften speziell denjenigen Leben getretenen Kreditgenossenschaften speziell denjenigen des Sparkassenbezirks. Der Verfasser weist ziffernmäßig nach und beseitigt damit endgültig das Vorurteil, als schädigten diese Genossenschaften die Sparkassen, indem er aus diesen Zahlen den Beweis liefert, daß die Sparkassen neben den Kreditgenossenschaften emporblühten und daß letztere da helfend eingreifen, wo die mit äuß rster Vorsicht operierende Sparfasse nicht eingreifen fann, durch Gewährung von Personalfredit.
1. Württembergische Gemeindezeitung.„ Ein großer Teil unserer Oberamtssparkassen schaut im laufenden Dezennium auf ein 50 jähriges Bestehen zurück. Es wäre für jede derselben ein verdienstliches Werk, ihre Wirksamkeit und Entwickelung während dieses Zeitraums in ähnlicher mustergiltiger Weise zur Darstellung zu bringen, wie es in dem vorliegenden gelungenen Schriftchen geschehen ist. Zu diesem Zweck verdient dasselbe unserevollste Empfehlung."
2. Der Bürgermeister"( Organ des Badischen Ratschreibervereins) Geschichte 2c. betitelt sich ein jüngst erschienes, lehrreiches Werkchen, das allen Freunden und In teressenten unserer so segensreich wirkenden Sparkassen willtommen sein wird.
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3. Die Darmstädter Zeitung:".... ein sehr interessantes, lehrreiches Werkchen, das als wertvolles Hülfsmittel dienen kann; es ist hübsch ausgestattet. Wir wünschen ihm eine recht weite Verbreitung 2c.
4. Zeitschrift der Vereine badischer und württem bergischer Finanzbeamten:.... ist eine von Rendant Doering verfaßte Geschichte der Sp. u. L.-K. Gießen erschienen, die durch ihre übersichtlich gehaltene Schilderung des Entwicklungsganges des Instituts sehr wohl das Interesse auch des dem Gebiet des Sparkassenwesens ferner Stehenden verdient. Das Werkchen ist in unsere Büchersammlung aufgenommen worden.
Da das Gebiet der freien Hilfskassen unter den Be amten sich wachsender Aufmerksamkeit erfreut, hoffen wir, daß diese Geschichte einer mit den kleinsten Anfängen beginnenden Sparkasse, die es in 70 Jahren von einem Sparfassenstand von 18218 Gulden auf 9 Millionen Mark gebracht hat, eingehend studirt wird. Sie kann als Muster auf diesem Gebiete betrachtet werden."
Parlamentarisches ans Hessen.
Die 27. Sigung der 8 weiten Rammer findet am tommenden Donnerstag, mit nachstehender Tagesordnung statt:
1. Besprechung der Anfrage der Abgg. Dr. Schmitt und Genossen, die Entfestigung von Kastel betr. In Vers bindung hiermit: Besprechung der Anfrage der Abgg. Dr. Schmitt und Genossen, die elektrische Bahnanlage Mainz
Wiesbaden betr.
2. Besprechung der dringlichen Anfrage des Abg. Noad und Genossen, die Lohnverhältnisse der Arbeiter an der ehemaligen Main Neckar- Eisenbahn betr.
3. Anfrage der Abgg. Dr. Schmitt und Genossen, die Sicherheit bei Zoll- und Steuerkrediten betr.
Weiter stehen zur Tagesordnung:
4. Antrag der Abgg. Dr. Frenah und Genossen, die Einquartierungslasten betr.( Berichterstatter Abg. Diehl.) 5. 1) Antrag der Abgg. Dr. Frenay und Genossen, Versicherung gegen Hagelschlag betr. 2) Vorstellung der Magdeburger Hagelv.rsicherungsgesellschaft im gleichen Betreff.( Berichterstatter Abg. Wolf.)
Die Schrift enthält ferner die als mustergiltig anerfannten, ministeriell genehmigten Sagungen, deren Beftimmungen in ihren Grundzügen genau dem erlassenen Sparkassenges angepaßt sind und durch ihre Kürze der Sparkassenverwaltung jenen Spielraum lassen, der sie in gefeßloser Beit" zu so großen Erfolgen geführt hat. Die der Schrift weiter beigefügte Geschäftsordnung der Spar- und Lehtasse Gießen" ist, soweit dem Verfasser be= fannt, ein Novum auf diesem Gebiete, denn wie ihm mitgeteilt wurde, ist der deutsche Sparkassenverband schon seit Jahren bemüht, eine mustergiltige Geschäftsordnung zu schaffen, ohne bis jetzt zu einem greifbaren Resultate getommen zu sein. D mit soll nicht gesagt werden, daß die Doering'sche Geschäftsordnung etwa nicht verbesserungsbedürftig sei, fie tann aber jedenfalls als Grundlage für alle weiter zu lassenden Bestimmungen benußt werden. Und das ist gewiß auch ein Verdienst um die SparkassenA Bingen, 23. März. Eine Versamm'ung der Ver- sache- Die„ Saßung betr. die Dienstverhältnisse der Spartrauensmänner der freisinnigen Volkspartei, die hier statt- tassenbeamten," welche sich an diejenige der Stadt Gießen fand und die aus fast allen Orten Rheinhessens besucht war, mut. mut. anschließt, dürfte für viele Sparkassenverwaltungen stellte einstimmig den bisherigen Vertreter des Reichstags- Anregung zu gleichem Vorgehen geben; denn nichts hebt wahlkreises Alzey- Bingen, Reinhart Schmitt Elberfeld, die Dienstfieudigkeit mehr, als das Bewußtsein, im Falle wieder als Kandidaten des Wahlkreises auf. der Arbeitsunfähigkeit gegen Not geschüßt zu sein. In ** Darmstadt, 23. März. neter Reh.) In der hiesigen Staats- dieser Beziehung finden sich noch manche Sparkassenbeamte lotterie spielte ein Fabrikant aus Heidelberg, der vorm Kon- abgesehen von den bei rein städtischen Instituten und den furse stand. Er hatte Glück und siehe da, er gewann wenigen Privatsparkassen angestellten, die dem Zuge der Zeit 200 000 Mt. Da der Glückspilz den Mammon benötigte, gefolgt sind, in sehr prefärer Lage. so hinterlegte er das Los, da der Gewinn erst in ca. drei Wochen ausbezahlt wird bei einer Bank. Nach Abzug der Staatsgebühr von 32 000 Mt. und des Bankdisfonts fam er in den Besiß von 164 000 Mt. und bezahlte seine Gläubiger.
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** Frankfurt a. M., 23. März. Der Bauunternehmer Konrad Grölz dahier, gecen den verschiedene Anzeigen wegen Betrugs und wegen Verleitung zum Meineid bei der Staatsanwaltschaft anhängig gemacht wurden, ist, wie bereits gemeldet verhaftet werden. Troßdem G. 30 000 Mt., darauf 50 000 Mt. Raution anbot behufs Haftentlassung, ist dieselbe nicht erfolgt. G. hat besonders fleine Leute geschädigt, so einen Einwohner von Herzhausen( Kreis Darmstadt) Ludwig Log I. Loz hat während seiner Geschäftsverbindung mit dem Bauunternehmer nicht allein sein Vermögen von 27 000 Mt. verloren, sondern noch obendrein ca. 25 000 Mt. Schulden kontrahiert.
Versteigerung. Mittwoch, den 25. März d. Js. werden im Bicker'schen Saale Neustadt 55 zwangsweise versteigert:
nachmittags 2 Uhr
Diese zu bessern ist gegenüber dem so außerordentlich verantwortungsvollen Amte eines Rassenbeamten einfach ein Gebot der Selbster haltungspflicht der Sparlassen und des sozialen Gedankens.
Im weiteren sind der Schrift beigefügt: eine Instruktion für die Verwaltung der Pfennigsparkassen, deren große Ausbreitung in den Bezirksgemeinden ein besonderes Verdienst des Verfassers der Sparkasseng schichte ist, je eine Instruktion für den Vorstand der Sparkasse, den Direktor, Rechner und Kontroleur, mit vielen Mustern und Schemata, sowie endlich eine Beschreibung der Einrichtung der Büreauräume. Die dieser Beschreibung beigefügten Pläne und Größenabgaben des ganzen Gebäudes können für manche Sparkassen, die an einen Neubau herantreten müssen, von großem Werte sein, sodaß das Wertchen in feiner Sparkassenbibliothek fehlen sollte. Aber auch jeder Architekt kann daraus lernen, wie man baulich eine Sparkasse einzurichten hat, um das In
Verdingung v. Schreinerarbeit.
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Gießen, den 23. März 1903. Städtisches Hochbauamt. J. V.: Gerbel.
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