Die Zeugen.
Unter ben geladenen Zeugen, deren Zahl nahezu 150 beträgt, befinden sich Schriftsteller, Rechtsanwälte, Aerzte, Gymnasiallehrer, Studenten, Beamte, Handwerker, Arbeiter und Damen aus allen Bevölkerungsschichten. Auch die Spiritistenkreise sind unter den geladenen Zeugen stark bertreten, so befinden sich darunter die bekannten Spiritisten Dr. Spazier, Professor Sellin, ein früherer Hamburger Gymnasialprofessor, ferner Schriftsteller Langsdorff, der Magnetograph Gerling. Als Sachverständige sind zugegen der Universitätsprofessor Dr. Puppe, jezt in Königsberg und ein Oberarzt der Königlichen Charitee.
Der Geist des Schwiegersohnes.
Die Angeklagte gibt auf Befragen an, daß eigentlich der vor zehn Jahren erfolgte Tod des Bräutigams ihrer Tochter daran schuld gehabt habe, daß sie in den Verkehr mit der Geisterwelt getreten sei. Ich sah ihn soerzählt sie auf seinem Plaz auf dem Sofa immer noch ſizen, und ich sprach auch mit ihm, und als ich das den Leuten erzählte, sind sie zu mir gekommen. Präs.: Vor zehn Jahren haben Sie zum erstenmale Kenntnis von Ihrer Gabe genommen? Angell.: Nein, schon als Kind sah ich Personen vor mir stehen, die mir gänzlich unbekannt waren. Wenn ich sie beschrieb, erzählten die Leute, wer das gewesen. Es waren das immer Verstorbene.
Pure Gefälligkeit.
Präs.: Wann haben Sie nun angefangen, die Sache geschäftsmäßig zu betreiben. Angefl.( mit großer Entrüstung): Ich habe niemals etwas geschäftsmäßig getrieben. Wenn Leute zu mir tamen, habe ich mich hingesetzt. Das ist alles.
Troß aller Vorhaltungen des Präsidenten bleibt die Angeklagte dabei, daß sie niemand zu den Sigungen eingeladen habe. Alle Verhandlungen mit den Besuchern ihrer Vorstellungen habe der Impresario Jentsch geführt. Jenzsch habe die korrespondenz geführt, Vorbereitungen seien niemals getroffen worden.
Sie weiß von nichts.
Präs. Und was wissen Sie nun über den Verlauf der Sigungen? Angefl.: Davon weiß ich garnichts, ich weiß nur das, was mir die Leute nachher erzählten. Präs.: Wissen Sie denn, daß Ihr Körper untersucht worden ist? Angefl.: Jawohl. Präs.: Diese Untersuchungen sollen aber nur sehr oberflächlich gewesen, die Kleider sollen nur von außen beflopft worden sein? Angefl.: Das weiß ich nicht. Präs. Jenzsch soll den Teilnehmern ihre bestimmten Bläße angewiesen haben, es durfte sich niemand beliebig hinseßen. Angefl.: Davon weiß ich auch nichts. Ebensɔwenig will die Angeklagte etwas davon wissen, daß sie Blumen und Früchte gekauft habe, auch nicht, daß sie sich bei ihrer Berhaftung 20 Minuten lang energisch gewehrt habe. Sie sei erst auf der Fahrt nach dem Polizeipräsidium aufgewacht.
Die Verhaftung
der Rothe wird dann von den Polizeikommissaren Leonhardt und Kracht beschrieben. Interessant ist die Wahrnehmung Leonhardts, daß die Rothe bei ihren Erperimenten stets die Augen halb geöffnet hatte. Die Geister, die sie zitierte, Paul Flemming, Zwingli, der Kontrollgeist des fleinen Friedchen, sächselten" alle start. Als Die Rothe gepackt wurde, wehrte sie sich auss heftigste gegen eine Untersuchung, die dann aber einen ganzen Blumen- und Obstladen zu Tage förderte.
Der„ begnadigte" Polizeikommissar.
Daß die Rothe gegen die Kriminalisten, die sie schon seit längerer Zeit beobachteten und an den Eizungen teilnahmen, nicht mißtrauisch wurde, war dem Umstande zu verdanken, daß Kriminalkommissar Kracht sich ihr durch ein spiritisches Selbsterlebnis warm empfehlen konnte. Ich hatte mich als Gymnasiast so erzählt er zum Gottesdienst im Dom befunden. Und da schoß mir der Gedanke durch den Kopf, welchen Eindruck es wohl machen würde, wenn eine Granate in diese stille Gemeinde hineinplaßte. In demselben Moment knallte neben mir ein Schuß. Ein junger Mann hatte auf den Geistlichen geschossen. Nachdem die Rothe dies erfahren, begrüßte die Rothe ihn als einen Begnadigten" und zitierte ihm auch den Geist seines Vaters.
Die Sachverständigen.
geraume Zeit währte, wohnte auch die Kaiserin Alexandra bei. Nachher fand bei dem deutschen Botschafter zu Ehren des Staatssekretärs ein Diner statt, zu welchem u. a. der zeitweilige Leiter des Marineministieriums Vizeadmiral Avellan, der Direktor des Berliner Kunstgewerbemuseums Professor Lessing und die Mitglieder der deutschen Botschaft geladen waren. Den Abschluß der Ehrungen, die dem Vizeadmiral v. Tirpiz zuteil wurden, bildete ein Frühstück bei dem Kaiser und der Kaiserin in Zarskoje- ssels. Bald darauf trat der Staatssekretär seine Rückreise nach Berlin an, wo er Mittwoch früh eintrifft.
Gerichtsarzt Professor Dr. Puppe sagt aus, er habe gefunden, daß Frau Rothe nervös und hysterisch ist. Er hat eine Eizung mit ihr abgehalten und sie hypnotisiert. Ob die Hypnose eine echte war, konnte er nicht feststellen. Die Blumen- Apporte kennzeichnen sich aber dadurch als beabsichtigte Handlungen, daß Frau Rothe fortgesetzt Blumen einkaufte. Der zweite Sachverständige schließt sich ihm im wesentlichen an.
(!)[ 3wei Schmugglerinnen erschossen.] Beim heimlichen Ueberschreiten der russischen Grenze wurden bei dem Dorfe Cobierszino im Kreise Strasburg von der russischen Grenzwache zwei Frauen erschossen und ein Mädchen verwundet. Sie gehörten zu einem größeren Trupp russischer Arbeiter, die in Preußen Arbeit suchen wollten.
Dann werden die Aussagen der kommissarisch vernommenen Zeugen verlesen, die ohne großen Belang find, und die Eizung auf morgen vertagt. ( Fortsetzung folgt.)
Nab und fern.
::: Gräfin Cellere, eine der bekanntesten Damen der Welt, in der man sich nicht langweilt, ist in Rom ge storben. In der Villa dieser Dame sand der Zweikampf statt, bei welchem der radikale Politiker und Dichter Fe lice Cavallotti sein Leben lassen mußte. Die Gräfin Cellere war es auch, die den ungeratenen Cohn Crispis, mit dem sie ein Liebesverhältnis gehabt hatte, wegen Juwelendiebstahls verfolgen und unter Anklage stellen ließ.
* Zur Affäre der Prinzessin Luise von Toskana tommt aus Newyork eine absonderlich flingende Meldung, der Zahnarzt Dr. O'Brien, der bekanntlich mit der früheren Kronprinzessin von Sachsen in Verbindung gebracht wurde und fürzlich aus Dresden ausgewiesen ist, ist in Newyork eingetroffen. Er behauptet ,,, ein Opfer der Williür des Königshauses geworden zu sein", und legt dafür ein Zeugnis des amerikanischen Generalkonsuls Cole in Dresden vor(?). Was daran Wahres ist, wird sich aus der demnächst nun sicher zu erwartenden Gegenerklärung der Prinzessin Luise wohl ergeben.
)-( Gedenkfeier für Kaiser Wilhelm en Erften. Am 22. März, dem Geburtstage weilend Kaiser Wilhelms I., hatte sich bei wundervollen Frühlingswetter eine nach Hunderten zählende Menschenmenge im Charlottenburger Park versammelt, um das Kaiserpaar zu erwarten, das, wie alljährlich, auch diesmal den Manen bes großen Ahnen seinen Tribut darbrachte. Der Kaiser stieg entblößten Hauptes, seine Gemahlin am Arme sühcend und begleitet von Prinz Joachim und Prinzessin Viktoria Luise, sowie zwei Nichten der Kaiserin, der Prinzessinnen von Schleswig- Sonderburg- Augustenburg, in die Gruft hinab. Am Sarkophage seines Großvaters legte er einen kostbaren Kranz nieder und verweilte längere Zeit in stiller Andacht mit den Seinen an der friedlichen Stätte. Im Laufe des Vormittags erschienen bann noch Deputationen des Offizierkorps des 1. Garderegiments, des Regiments der Gardes du Korps, des Königin Elisabeth- Gardegrenadierregiments Nr. 3, des Bonner Königshusarenregiments, sowie derjenigen anberen Regimenter, deren Chef der alte Kaiser war.
) Starte Erdbeben werden aus der Pfalz gemeldet. Im südlichen Teile der Vorderpfalz von Landau bis Winden und Wörth wurden beinahe in allen Orten starke Erdstöße verspürt. Die Einwohner eilten erschreckt ins Freie, da sie das Einstürzen der Häuser befürchteten. Auch in Karlsruhe wurde das Erdbeben wahrgenommen. Um dieselbe Zeit wurden auch in Südfrankreich, namentlich in den Städten Tarascon, Foix und Aix- les- Bains drei kurze Erdstöße verspürt.
( †) Staatssekretär von Tirpit in Petersburg. Gelegentlich seiner Anwesenheit in Petersburg zur Beerdigung des Admirals Tyrtow wurde der Staatssekretär des Reichsmarineamts, Vizeadmiral v. Tirpis, vom Kaiser Nikolaus in Audienz empfanaen. Der Audienz, die eine
A Eisenbahnunfälle. Schon wieder werden mehrere schwere Eisenbahnunfälle gemeldet. Bei Marienbad stieß der von Pilsen kommende Personenzug bei der Einfahrt in die Etation auf einen Teil des vorzeitig ausfahrenden Karlsbader Zuges auf. Der Zugführer des erstgenannten Zuges wurde getötet. Außerdem wurden 7 Personen, unter ihnen beide Lokomotivführer und ein Schaffner, leicht verlegt. Bei der Ausfahrt aus der Station Degerloch entgleiste der letzte Wagen eines aus 4 Wagen bestehenden Personenzuges und fiel auf die Straße. In dem Wagen befanden sich etwa 20 Personen, von denen mehrere erhebliche Quetschungen davontrugen und 6 besonders durch Glassplitter verletzt wurden.
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Brivattelegramm. Bei der heute Vormittag erfolgten 16. Biehung der lezten( Haupt)-Kiaffe der HessischThüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen:
30000 Mt. auf: 79 624, 10 000 Mt. auf 91 612, je 3000 Mt. auf 6464, 8514, 34 158, 42 322, 76 910, 93 462. ( Ohne Gewähr.)
Verhaftete Anarchisten. In Neapel verhaftete die Polizei in einem Hotel einen Russen, der sich Goz nannte und mit seinem Vater und seiner Schwester auf großem Fuße lebte. Sein Paß, der beschlagnahmt wurde, trägt einen anderen Namen. Gerüchtweise verlautet, die Verhaftung des Goz sei wegen eines anarchistischen Verbrechens erfolgt. Die Polizei verhaftete ferner einz Persönlichkeit, die mit dieser Angelegenheit in Verbindung steht. Auch die Pariser Polizei hat einen guten Fang gemacht. Es gelang ihr, einen gefährlichen italienischen Anarchisten, namens Giovanni Sabbatini zu verhaften, der schon aus Frankreich ausgewiesen, spä er aber dorthin unter verdächtigen Umständen zu ückgekehrt war.
** Das Großh. Regierungsblatt Nr. 17, ausgegeben am 21. März, enthält: 1. Bekanntmachung, den Bau und Betrieb einer Nebenbahn von Buzbach nach Lich betr. Bom 12. März 1903. 2. Bekanntmachung, die Ge bühren für Erteilung von Auskünften an die Hssische Landes- Hypothekenbank betr. Vom 12. März 1903. Nr. 18 desselben Organs, zur Ausgabe gelangt am 23. März, hat zum Inhalt: Bekanntmachung, die Ausgabe von Schuldverschreibungen durch die Hessische Landes- Hypothekenbank betreffend.
Bunte Chronit. Großes Aufsehen erregt in der Altmark die Verhaftung des Rektors Hoppe an der Knabenschule zu Werben a. Elbe. Er wird beschuldigt, Sittlichteitsverbrechen an Kindern begangen zu haben. Er wurde nach Seehausen in Untersuchungshaft abgeführt.
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- Der Rentier Greulich in Sprottau, welcher, wie erinnerlich, wegen Verdachts der Brandstiftung verhaftet worden war, hat sich im Gerichtsgefängnis zu Sprottau erhängt. Er war überführt, den Gutshof von Klein- Eulau in Brand gesteckt zu haben.
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beit zufammer
burger Komite Frankfurt a Anschluffes de Bollar an di and zurüd bert führen, wurde fand die Wahl und Umgegend meistern und n fammenfegt. bieles Komitees chäftsführende Marbu
** Ernannt wurde der Regierungsbaumeister Heinrich Balz aus Darmstadt zum Kreisbauinspektor des Kreises Alsfeld. Ernannt wurde am 21. März d. J. der Steuerfommissär, caratteriefierter Oberfinanzrat Dr. Franz nell mit Wirkung vom 2. April zum vortragenden Rat in der Abteilung für Steuerwesen des Ministeriums der Finanzen unter Verleihung des Amtstitels„ Oberfinanzrat".
In Casale( Italien) wurden im Hause einer Witwe Gavino fast 3 Millionen Lire in Wertpapieren gestohlen. Aus Brotneid schoß in Wien ein Schneidergeselle auf seinen früheren Kameraden, der es durch Fleiß bis zum Meister gebracht hatte, und verlegte ihn schwer; darauf vergiftete er sich selbst.
- Der französische Dampfer ,, Marie" stieß mit einem Fischdampfer unweit Loriens zusammen und bohrte denselben in den Grund. Zwei Matrosen ertranten.
Hus dem Gerichtssaal.
* Verliehen wurde am 18. März den Bauassessoren Karl Krauß zu Mainz, Otto Berth' zu Alsfeld und Ludwig Haag zu Bensheim der Titel und Rang eines Bauinspektors.
Den Besuch der heute Abend im Café Ebel stattfindenden öffentlichen Versammlung des Bundes deutscher Bodenreform empfehlen wir aufs Wärmste. Auch der kleine Mann hat an dem Vortrag ein berechtigtes Interesse.
** F. G. F. Gestern Abend hat die Freiwillig Gail'sche Feuerwehr im Restaurant Sauer( am D waldsgarten) ihre diesjährige Generalversammlung abgehalten. Hauptmann Lindenstruth eröffnete und leitete dieselbe, gab einen furzen Rückblick von dem Stand der Wehren in Hessen, ebenso vom legten in Frankfurt a. M. stattgefundenen Feuerwehrtag. Den Jahresbericht erstatt te der Schriftführer Wnzel in mustergültiger Weise. Hervorzuheben ist aus demselben, daß der Besuch der Übungen seitens der Mitglieder um 30%, von 31 auf 61% gestiegen ist; ein gewiss anerkennenswerter Fortschritt. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des seitherigen Vorstandes. Der Verlauf der ganzen Versammlung war ein kameradschaftlicher. Der Bauer'sche Gesangverein( Dirigent Herr Musiklehrer Polster) feierte am legten Sonntag in dem Saale des Café Ebel sein 39. Stiftungsfeft. Einladungen waren an mehrere nahestehende Bruderv reine ergangen, denen auch durch Deputationen und freiwilliges Erscheinen entsprochen worden war. Die zur Aufführung gekommenen Chöre, Soloftücke und das Theaterstück besonders hatten den erstrebten Beifall gefunden. Der Bauer'sche Gesangverein ehrt das deutsche Lied eben in befter Weise und die Mitglieder wissen sich darin auch einig. Möge er weiter so wirken.
§ Die Katastrophe des Dampfers Primus hat jezt vor der Altonaer Straflammer ihr gerich liches Nachspiel. Wie erinnerlich, stießen im September vorigen Jahres die Dampfer ,, Hansa" und ,, Primus" zusammen. Der lettere, der eine große Schaar Ausflügler an Bord hatte, sant und 103 Menschen fanden ihren Tod in den Wellen. Die Anklage legt die Verantwortung für die beklagenswerte Katastrophe der mangelhaften Führung des Kapitäns und des Steuermanns der Hansa" zur Last. Der Kapitän Peters vom Primus", der anfänglich auch angeflagt war, wurde auf ein oberseeamtliches Gutachten hin außer Untersuchung gestellt. Da es sich bei der Verhandlung im wesentlichen nur um nautische Fragen handelt, so werden wir uns auf die Wiedergabe des Urteils beschränken.
Lokales.
Gedenktafe! für den 25. März.
1801. Der Romantiker Novalis t. 1835. Der Nationalökonom Adolf Wagner*. 1867. Bismarck legt durch den preußischen Gesandten im Haag Protest ein gegen die Abtretung von Luxemburg an Frankreich.
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** An die Postabonnenten. Mit der Einziehung der Beitungsbezugsgelder für das nächste Vierteljahr durch die Orts- und Landbriefträger ist begonnen worden. Es liegt in gleichem Interesse des Publikums wie der Postverwaltung, daß das Einziehungsgesdäft sich möglichst glatt abwickelt. Es empfiehlt sich deshalb, die Bestellung früh zeitig zu erwirken, damit der Bezug der Zeitung feine Verzögerung erleidet. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß die von den Briefträgern ausgestellten Quittungen volle Rechtsgiltigkeit der Postverwaltung gegenüber haben.
Aus Hessen und nachbargebieten.
** Großen- Linden. Am verg. Sonntag tam ein Radfahrer vom Bahnhof her nach dem Dorf gefahren. Derselbe, sicherlich noch wenig auf einem Stahlroß gefissen, verlor an der Stelle, wo die Straße etwas bergab geht, die Gewalt über das Rad und in rasender Geschwindigkeit gings hinab. Das Unglück blieb nicht aus, der Radler sauste mitten in ein Thor; er blieb besinnungslos liegen und das Rad muß seinen Dienst für immer einstellen. Zum Glück konnte die Schwester der unweit gelegen Kleinkinderbewahranstalt dem Verun glückten die erste Hilfe bringen; dessen Ueberführung nach Gießen in die Klinit nach dem vorgenommen werden mußte.
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▷ Nordeck, 23. März. Gestern fand hier eine Ver sammlung von Bewohnern des hiesigen Ortes und der Umgegend statt, welche die Weiterführung der Bahn Marburg Dreihausen über Roßberg und Nordeck nach Londorf zum Gegenstand hatte. Die Versammlung, die gut besucht war, wurde um 4 Uhr eröffnet. Der Bürgerverein von Marburg war durch ein Vorstandsmitglied vertreten. Herr Rothschild referierte über das, was bis jetzt in der Angelegenheit ge schehen sei und bemerkte, daß diese Versammlung auf Wunsch des in Marburg gewählten Komitee's von dem fürzlich einige Herren in Norded gewesen seien, einbe rufen worden wäre. Er set überrascht, daß noch nicht einmal ein Vertreter dieses Komitee's anwesend sei. Nachdem Herr Stern über die voraussichtliche Rentabili tät der Linie, namentlich soweit es die Ausfuhr betrifft, eingehend referiert und seine Ausführungen mit statistischem Material belegt hatte, meldete sich als Vertreter des Marburger Komitee's Herr Universitätsmechanikus Engel. Er bemerkte, daß es jedenfalls schwer wiegende Gründe seien, die die übrigen Marburger Herren abgehalten hätten, zu erscheinen. Soviel er sagen könne sei im Stomitee die Mehrheit der Ansicht, daß die Linie Dreihausen- Roßberg- 2ondorf die größte wirtschaftliche Rentabilität besitze und demnach im Auge behalten werden solle. der Absendung eines Besuches an den Kreisaus. schuß wurde abgesehen, nachdem Herr Kraft die Mitteilung gemacht, daß erst fürzlich ein Gesuch abgegangen sei und weil Norded mit dem in Marburg gewählten Komitee ja wahrscheinlich doch in der Bahnangelegen
Von
***
Quelle erfährt, antisemitischer fich auf das
werpflichtet hab Marburg in 2 herr Frhr. vo fteller H. von
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Bähltandidat Buzba mühle bei Ga Trogdem die Bur Stelle wa micht Herr wer das Vieh
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