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In Italien ist eine friedliche Revolution ausge­brochen, indem die Bevölkerung von 3 Provinzen sich weigert, die Steuern zu zahlen. Die Bewegung nimmt einen immer größeren Umfang an, da die Steuern in einigen Landdistrikten tatsächlich nicht aufzubringen sind.

* Die spanische Regierung verlangt von der Kammer die Bewilligung eines neuen Geschwaders von sieben Panzern, drei kreuzern und mehreren Torpedobooten.

Hof und Gefelli'chaft. *** In Mühlhausen( Thüringen) fand in Gegenwart des deutschen Kronprinzen die feierliche Wieder­einweihung der restaurierten Marienkirche statt. In den festlich geschmückten Straßen bildeten Schulen, Krieger­und andere Vereine Spalier. Die dichte Menschenmenge be­grüßte den Kronprinzen mit lebhaften Hochrufen, die der­elbe freundlich dankend erwiderte. Am Kirchenportal fand Die feierliche Uebergabe der Schlüssel und hierauf die Ein­weihung des Gotteshauses durch Generalsuperintendenten Dr. Holzheuer- Magdeburg statt. Nach der Feier nahm der Kronprinz an dem Festdiner beim Oberbürgermeister teil.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Dreimal zum Tode verurteilt wurde vom Allenstei­ner Schwurgericht die Besizersfrau Przygoda, über deren Prozeß wir berichtet haben. Die Zeugenaussagen waren zur Ueberführung der Angeklagten von geringem Belang, da fast alle Zeugen und Zeuginnen wähnten, daß die Angeklagte sich mit Hererei befaßt habe, und daher nur ein unklares Bild von den Vorgängen geben konnten. Aus­schlaggebend war das Gutachten des gerichtlichen Sach­verständigen, der in den Leichen dreier verstorbener The­männer der Angeklagten beträchtliche Mengen von Arsenik aufgefunden hatte.

§ Treberschmidt, der sattsam bekannte frühere Direktor der Kasseler Trebertrocknungsgesellschaft, hat sich jetzt vor dem Kasseler Schwurgericht zu verantworten. Bekanntlich hatte der Zusammenbruch der von ihm geleiteten Gesell­schaft den Sturz der hochangesehenen Leipziger Bank und eine Schädigung des deutschen Nationalvermögens um mehr als 100 Millionen Mark zur Folge. Um den nö­tigen Kredit zu seinen Börsenoperationen zu erwerben, griff Schmidt zu den gröblichsten Buchfälschungen. In den Büchern wurden fingierte Aufträge, fingierte Ge­winne eingetragen, die Maschinenlieferungen an die Toch­tergesellschaften wurden als Bargewinn eingetragen, so daß in dieser Weise Dividenden bis zu 200, 300, ja 500 Prozent herausgerechnet wurden. Dementsprechend gingen die Kurse rapide in die Höhe. Die Mittel für all diese geradezu wahnwißigen Gründungen bezog Schmidt von der Leipziger Bank. Als dieser die Mittel ausgingen, ver­suchte er betrügerische Manipulationen auf auswärtigen Plägen. Wir werden über die Verhandlungen nur be­richten, wenn sich Sensationelles ereignet, und uns andern­falls mit der Registrierung des Urteils begnügen.

Kleine Gerichts- Chronik. Im Prozeß gegen den Berliner Rechtsanwalt Liebling und seinen Schwager, den Agenten Covo, wegen des rumänischen Verlosungs­schwindels, wird am Dienstag das Urteil verkündigt wer­

ben.

Der Rechtsanwalt beantragte gegen Liebling und Covɔ zwei Jahre Gefängnis.

Von den Angestellten im großen Buchmacherprozeß in Dresden wurden die Gebrüder Prochnow und Schwenn wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels und Steuerhinter­ziehung zu je sechs Monaten Gefängnis und 6000 Mark Geldstrafe verurteilt.

Nab und Fern.

XXX Vom Besuch des Kaisers auf der hannoverschen Landwirtschafts- Ausstellung wird noch bekannt, daß er den Maschinen und Geräten in der Erzeugnishalle" seine besondere Aufmerksamkeit zuwandte. Er ließ sich die hier aufgestellten Proben der verschiedenen Boden­arten, sowie aus Torf verfertigte Fliesen zeigen. Weiter erregten sein großes Interesse die Ausstellung für Spiritusverwertung und die plastische Darstellung über die deutsche Zuckererzeugung. Der Kaiser hatte über das Gesehene warme Worte der Anerkennung.

(;) Nach der Trauung erschossen. Ein furchtbares Drama ereignete sich in Darmstadt. Der Fabrikant Chri­stian Stephan wollte mit seiner ihm eben angetrauten Frau die Hochzeitsreise antreten. Beim Ordnen des Reise­gepäcks nahm Stephan zufällig einen Revolver zur Hand, die Waffe entlud sich, und der Schuß traf die Frau so un­glücklich in die linke Bruſt, daß sie sofort tot zuſammen­brach.

(-) Die allgemeine Teutsche Ausstellung in Aussig( Böhmen) wurde durch den Protektor Erzherzog Ferdinand Karl eröffnet. Der deutsche Bürgermeister Ohnesorg hielt eine längere Ansprache, in der er beson­ders betonte, daß auch das Nachbarreich in würdiger Weise auf der Ausstellung vertreten sei. Er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser und den Erzherzog. Letzterer erwi­derte in längerer Rede, in der er die Teilnahme so vie= ler Aussteller aus dem Desterreich- Ungarn durch mannig­fache wirtschaftliche Beziehungen nahestehenden Nachbar­reich mit Freuden begrüßte.

Mordbrennerei auf einem dänischen Schiffe. Auf dem dänischen Schoner ,, Nimrod" hatte sich ein Passa­gier eingeschifft, der unterwegs den Versuch machte, den Kapitän zu ermorden und das Fahrzeug in Brand zu sehen. Nach verzweifelter Gegenwehr wurde er überwäl­tigt und in Ketten gelegt. Der Verbrecher, der beim Ein­laufen des Schoners in Kopenhagen der dortigen Polizei übergeben wurde, soll bereits vorher in Riga zwei Mord­taten verübt haben.

Bunte Chronik. Ein amerikanisches Geschwader von drei Kreuzern, welches sich auf dem W ge nach Kiel be­findet, ankerte auf der Reede von Nyborg auf der dänischen Insel Fünen.

Im Berliner Tiergarten verwundete der Matrose Blaubiz durch Revolverschüsse seine ihm untreu ge­vordene Geliebte namens Marie Raudonat, versuchte deren neuen Liebhaber niederzuschießen und verlegte schließlich sich selbst durch zwei Schüsse an der Schläfe and Brust.

- Die Ortschaft Mönichkirchen in Niederösterreich ist zum größten Teil niedergebrannt; 10 Personen sollen In den Flammen umgekommen sein.

Lokales.

Gießen, den 22. Juni 1903.

*** Wie wir furz vor Redaktionsschluß erfahren, ist seitens der Parteileitung der Deutsch- sozialen Reformpartei in Dresden an den hiesigen Wahl­Ausschuß der deutsch- soz. Reformpartei die Weisung ergangen, auf das Entschiedenste für den nat.lib. Kandidaten Heyligenstaedt ein­zutreten und sich nicht der Stimmenabgabe zu enthalten.

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Morgen hatte, fand durch Herrn Dr. Kranzbühler aus Gießen nach einer Ansprache die Ueberreichung von sieben Ehrenzeichen mit der Zahl 25 an sieben noch jetzt der Wehr aktiv angehörenden Gründer der Wehr statt. Die Wehr zählt jetzt unter Herrn Gorr als Hauptmann insge samt 122 aktive und inattive Mitglieder. Unter den inaktiven befinden sich noch 13 Mitbegründer. Sehr viele auswär willige und Gailsche), Hungen, Lollar, Nidda und Bad­tige Wehren, so von Grünberg, Langgöng, Gießen( Freis Nauheim, sowie auch der Krieger-, Turn-, Arbeiter und die dret Gesangvereine von Heuchelheim nahmen an dem Festzuq wie an dem Feste teil. Flott spielte die Bauersche Kapelle zum Tanz auf und heiter drehten sich die Paare auf dem

17. Juni.

Anna Elife M 13. Junt

Georg

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Genugtuung fonstatieren, daß sich die amtlich gezählten Tanzplaß. Heute findet Volksfest statt und wollen wir Marie Fishba hoffen und wünschen, daß der heutige Tag, gleich wie der mit Goptie 2

* Das amtliche Wahlergebnis veröffentlichen wir in heutiger Nummer im Anzeigenteil. Wir können mit Stimmen mit den von uns veröffentlichten Ziffern so ziem­lich decken. Mithin war unsere Zeitung die erste im Wahlkreis Gießen- Grünberg N dda die ein ziemlich ge­naues Resultat der Wahl brachte.

*** Der Großherzog empfing am 20. Junt u. A. den Assistenten Dr. Schneider von der Gewerbe­Inspektion Gießen.

** Das Amtsblatt des Großherzoglichen Ministeriums der Justiz, Nr. 15, enthält ein Aus­schreiben betreffend den Ansatz der Gebühren und Aus­lagen der Gerichtsvollzieher.

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* Ein Fund aus dem 17. Jahrhundert, ein Wappenschild, ist im Hause der Architekten Stein & Meyer am Walltor gemacht worden. Das Schild trägt das Wappen der Post von Turn und Taxis. ** Gleiberg Verein. Den Vorsitz im Glei­berg- Verein hat in der letzten Generalversammlung Herr Provinzialdirektor Dr. Bretdert angenommen.

** Der Hilfsverein für entlassene Geistes­trante in Hessen, der den Zweck hat, aus den Anstalten entlaffene Geistesfranke zu unterſtüßen und ihnen zu helfen bis sie wieder einen Erwerb gefunden, hat bei der diesjäh­rigen Sammlung in Gießen 770 Mt. an freiwilligen Gaben zusammenbekommen. An Personen, welche in Gießen ihren Wohnsiz haben, wurden im abgelaufenen Vereinsjahr 2573 Mark gespendet.

* Brandstifter. Der am Samstag morgen wegen mutmaßlicher Brandstiftung Verhaftete hat am Samstag Nachmittag die Tat eingestanden. Der Brandstifter, ein im Lande fich herumtreibender Handwerksbursche, der schon mehr auf dem Kerbholz hat, war am Donnerstag auf der hiesigen Natural- Verpflegungsstation und trieb sich Freitag obdachlos umher. Er ist etwa 30 Jahre alt, in Langenhain geboren und in Heuchelheim erzogen worden und soll schon einmal wegen Brandstiftung bestraft sein. Auf einer Karte teilte der Brandstifter seiner Braut" mit, wenn Du in der Beitung liest, daß es in Gießen gebrannt, dann denke nur daß ich es angesteckt habe." Schon als Knabe machte er von sich redev, da er ein äußerst mißratener Bursche war. Samstag nachmittag begab sich die Gerichtskommission mit dem Täter nach der Brandstätte zur gerichtlichen Besichtigung. Wie wir hören, hatte sich der erste Verdacht auf den durch seine vielen Brandstiftungen vor mehreren Jahren bekannt gewordenen Lackierer Keil gelenkt. Doch stellte sich alsbald die Grundlosigkeit des Verdachtes h raus, da er von der Polizei in der Brandnacht im Bett angetroffen wurde.

*** Sittlichkeitsverbrechen. In Klein- Linden wurde ein 55jähriger Mann wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit in Haft genommen.

** Die Ausflügler des Gymnasiums kehrten Samstag Abend wohlbehalten und befriedigt von ihren Touren zurück und haben mit erneuten Kräften ihre Tätigkeit heute wieder aufgenommen. Die Ober- und Unter- Prima waren unter Führung des Herrn Prof. Rahn nach dem Knülköpfchen; Ober- Sekunda unter Führung des Herrn Dr. Messer nach Dillenburg und Gladenbach; Unter- Sekunda unter Führung des Herrn Dr. Bernbeck nach Gladenbach und Lasphe; Ober- und Unter- Tertia unter Führung der Herren Dr. Schmidt und Lehramtsatzessist Sandmann nach der Saalburg; die Quarta nach Greifenstein und Dianaburg unter Führung des Herrn Oberlehrer Fuchs; die Quinta nach der Saalburg unter Führung des Herrn Lehramtsatzessist Wim­nauer; die Serta und I. Klasse der Vorschule nach dem Bleiberg unter Führung des Herrn Lehrer Hartmann; die II. Klasse der Vorschule unter Führung des Herrn Lehrer Levi war nach Wieseck und die III. Klasse der Vorschule war unter Führung des Herrn Lehrer Ziprecht nach der Hardt.

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** Der Gesangverein Sängerfranz" feierte in Steins Garten gestern nachmittag sein Sommer­fest bei guter Beteiligung. Durch abwechselnde Gesangs­und Musikvorträge schwanden die Stunden in der ange= nehmsten Weise dahin. Der Gesangverein bewies mit seinen Liedervorträgen daß ec auf der Höhe steht und alte bewährte Kräfte in sich schließt. Die Militärkapelle hatte den be­fannten Schneid und wußte es den Damen bei den nach­folgenden Ball durch ausgewählte Tänze Recht zu machen. Die Fröhlichkeit schwang gestern das Szepter im Sär gerkranz, so daß das Fest zur größten Befriedigung verlief.

** Der hessische Athletenverband 3- wettstreit findet am 4. 5. und 6. Juli in Marburg statt. Es wird auf dem Wettstreit zum ersten Mal die Meisterschaft für Hessen zum Austrag gebracht. Unter anderen Vereinen nimmt an dem Wettstreit auch der Gießener erste Stemm- und Ring- Klub und der Athleten- Klub Gießen teil.

Beim Mähen gebe man acht auf junge Hasen, Fasanen und Rebhühner, denen durch unvorsichtiges Mähen leicht Schaden zugefügt werden kann.

*** Heuchelheim, 21. Juni. Am gestrigen Sonntag fand unter Beteiligung der gesamten Einwohnerschaft das 25jährige Stiftungsfest der hiesigen Freiw. Feuerwehr statt. Der ganze Dt war festlich geschmückt und munteres Leben herrschte auf dem Festplaße, der den Charakter eines rechten Volksfestes trug. Nach einer Uebung, die die Wehr gestern|

gestrige ausfällt. Der Feuerwehr in Heuchelheim rufen wir und wünschen ihr ferneres Blühen und Gedeihen." von dieser Stelle aus, ein kräftiges Gut Schlauch!" zu,

"

haltenen Versammlung beschloß der Radfahrerverein Rabenau Londorf, 21. Junt. In einer am Donnerstag abge­sein diesjähriges Sommerfest, bestehend aus Rennen, Konzert und Ball am Sonntag, den 12. Juli abzuhalten.

Lich, 21. Juni. Die Eröffnung der Nebenbahn Lich­Bußbach wird voraussichtlich zu Neujahr erfolgen; Stationen erhalten außer Bußbach und Lich: Hof Gül, Muschenheim, Treis- Münzenberg, Stadt und Burg Münzenberg, Ober- Hör­gern, Gambach und Griedel. Hoffentlich wird die Bahn in nicht allzu ferner Zeit nach Grünberg durch­geführt.

A Lich, 21. Juni. Sein 50jähriges Dienstjubiläum Jäger begehen. wird am 3. Juli unser langjähriger Lehrer und Organist

Ernst Carl Ju

Tromp Anfang

Eberstadt, 21 Juni. In voriger Woche stieg ein wohners und entwendete eine Taschenuhr. Der Dieb wurde Bettler am hellen Tage durch das Fenster eines hiesigen Ein­beobachtet, als er bieg merkte, entfloh er. Der in Bußbach Luftkuro auf den Strolch durch Telephon aufmerksam gemachten Gen­darmerie gelang es, den Einbrecher fest zu nehmen und nahm ihm seinen Raub wieder ab.

[+] Grünberg, 21. Juni. Im benachbarten Londorf matte am Freitag Morgen der im 50 Lebensjahre stehende, Ende. ledige Schmied, Peter Dürr, seinem Leben durch Erhängen ein

Minuten vom wege. Penfion t fowie Gelegenheit Bestellung) bon Billardzimmer. Gelegenheit zum

Darmstadt wurde unter Ausschluß der Deffentlichkeit die An­** Wetterfeld, 21. Juni. Vom Schwurgericht in klage gegen die 25jährige, ledige Krankenpflegerin Johannette 8. Mai d. J. hat die damals in Hausen bei Offenbach Dörnis wegen vorfäßlicher Kindestötung verhandelt. Am wohnende Angeklagte ihr uneheliches Kind alsbald nach der Geburt durch Ersticken getötet und die Leiche durch Ver­D., sich Heiratsaussichten, die sie zu haben glaubte, zu beein­brennen beseitigt. Motiv der Tat war die Besorgnis der trächtigen; außerdem befand sie sich in schlechten Verhält. Feuerwehr in

nissen. Nach anfänglichem Leugnen hatte sie ein volles Ge­ständnis abgelegt. Die Angeflagte wurde zu 3 Jahren 6 Monaten Gefängnis verurteilt.

wurden gestern hier unter Leitung des Lehrers Jakob die ** Wetterfeld, 22. Juni. Unter großem Andrang Lutherfestspiele gegeben. Wir wollen heute nur das sagen, daß die auf nächsten Sonntag anberaumte leßte Vorstellung nur empfohlen werden kann.

*** Queckborn, 22. Juni. Gestern Sonntag fand hier eine sozialdemokratische Versammlung statt, freis Gießen- Grünberg- Nidda. Herr Kaufmann Krumm in welcher der Kandidat der Sozialdemokratie für den Wahl­regten Diskussion wurde von liberaler Seite die Ausführ­von Gießen, gesprochen hat. In der nach dem Referat ange­ungen Krumms widerlegt.

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wehr wurde fürzlich unser Mitbürger Christoph Wehrwein Burg- Gemünden. Zum Befehlshaber unserer Feuer Küchenlam gewählt. Derselbe ist sehr beliebt, sodaß seine Bestätigung sicher ist. Der frühere Befehlshaber Herrmann mußte in Stehlampe folge Wegzug nach Klein- Linden das Amt niederlegen.

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*** Nieder- Gemünden, 22. Juni. Der Geflügel­züchterverein von Grünberg und dem Hängelam Vogelsberg hielt gestern Nachmittag hier in der Södler'schen Wirtschaft eine Generalversammlung ab. Von Bon Ausleihung der Käfige, welche einen Wert von über 1200 den Beratungsgegenständen ist besonders zu erwähnen die Mark repräsentieren, an den neugegründeten Geflügelzucht: verein in Alsfeld gegen eine angemessene Vergütung. Der Alsfelder Verein beabsichtigt in nächster 3 it schon eine Ausstellung zu restieren. Nach der Versammlung, die sehr gut besucht war, blieb man noch lange recht gemütlich bei­durch komische Vorträge dielfidele Stimmung zur Freude aller sammen, wobei die Gebr. Maus von Ruppertenrod

erhöhten.

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Büdingen, 21. Juni. Ein Sittlichkeitsverbrechen an einem 21/ 2jährigen Mädchen verübte der 15 Jahre alte Bernhard Knaf. K. wurde in der Nacht verhaftet.

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Herbstein, 21. Juni. Kürzlich tagte hier die neun, zehnte Hauptversammlung des Vogelsberger Höhenflubs. Be­schlossen wurde u. a. für einen Aussichtsturm auf der Herchenhainer Höhe Mt. 100 zu bewilligen.

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Wetzlar, 21. Juni. Bei dem Besuch des Herrn Kultusminister Exzellenz Dr. Studt in unserer Stadt, sprach der Herr Minister bei der Besichtigung des Domes sich über die Renovierung des Domes dahin aus, daß man in W z'ar sich der Hoffnung hingeben dürfe ihm nach vorheriger Vereinbarung mit dem Herrn Finanz minister möglich sein- die staatliche Genehmigung für eine Lotterie zu Gunsten des Domes in Bälde zu erwirken. Mainz, 21. Junt. Der Raubmörder Detrois heulte und tobte Tage lang nach seiner Verurteilung zum Tode in der Zelle und schrie beständig: Ich will nicht sterben, ich will mich bessern!" zu spät!

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Wiesbaden, 21. Juni. Die Stadtverordneten ge­nehmigten die von Professor Thiersch- München entworfenen Pläne für den Kurhausneubau und bewilligie die für die Ausführung derselben erforderliche Bausumme von 3 Millionen Mart.

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