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20.6.1903 Zweites Blatt
 
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Nr. 142. Zweites Blatt.

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Gratisbeilagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Oberhefftfche Beitschrift für Landwirtschaft, Sbft- und Cartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmitags.

Samstag, den 20. Juni 1903.

Gießener

12. Jahrgang.

Insertionspret 8: Die einfpaltige Petitzelle für Gießen wie ganz Oberheffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 fe. fonft 15 Bfg.; Reklamen die Petitzelle 30 refp. 40 fg.

Boftzeitungsliste No. 3969.

Rebattion und Freebition: Gießen Regenweg 28. Ferufprechauschiak Ar, 368.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Beifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.

Was die Glocke gefchlagen hat.

[ Politische Wochenschau.]

Im Jahre 1898 war der Verfasser dieser Wochenschau in ber Familie eines vor wenigen Tagen zum zweiten Male durch­gefallenen Reichstagskandidaten anwesend, als allenthalben ini Deutschen Reiche das Volk zur Urne strebte und seine Ver­treter kürte. Der Kandidat, von Beruf Rechtsanwalt und deshalb an die Redefertigkeit gewöhnt, ließ sich von der in ihm lebenden Aufregung wenig anmerken; stärker schon aber wogten die Empfindungen in seiner Gattin und am un­ruhigsten zeigte sich sein zehnjähriges Söhnchen, das unaus­gesetzt am Fenster stand und beobachtete, wie das Volk nach dem gegenüberliegenden Rathause zur Wahl ging. Es schlug 6 Uhr der Schluß der Wahlzeit, der kleine Sohn teilte seinem Vater mit, was die Glocke geschlagen" und dieser seufzte auf ein Seufzer, tief und schwer und unvergeßlich. Offenbar hatte den Kandidaten trotz seiner lebhaften Unter­haltung feine Sefunde lang der Gedanke an sein Wahlschick­sal verlassen und wenn ihm eine Frage voraus an sein Ge­schick gestattet worden wäre, dann hätte er gewiß erfahren wollen, was die Glocke geschlagen hatte"; er war mit 100 Stimmen Differenz mit seinem Gegenkandidaten in die Stich wahl gekommen und fiel nachher durch. Dieser Mann mit dem pochenden Herzen muud seiner unruhigen Nervosität war der Typus des Wahlkandidaten. Wenn man in den Wahl­berichten die Namen liest, denkt man nicht daran, wieviel Ge­mütsaufregungen und schlaflose Nächte mit solch einem Wahl­kampfe zusammenhängen. Es ist wirklich ein persönliches Opfer an Wohlbehagen und Gesundheit, das da auf dem Altar des Vaterlandes niedergelegt wird.

Im deutschen Volke weiß man nun allenthalben, was die Glocke geschlagen hat, und nach einer kurzen Zeit der Ruhe wird die Parlamentsarbeit wieder beginnen. Zwar wird in einzelnen Blättern bereits darauf hingewiesen, daß möglicher­weise eine Parlamentsauflösung kommen werde und daß man vielleicht einer Aufoftrovierung eines neuen Wahlverfahrens entgegensehen dürfe. Eine derartige Darlegung ist als müßige Schwäßerei und unnötige Volksbeunruhigung völlig zu ver­werfen, denn im Parlament hat sich eigentlich doch nichts in den Bedingungen zur Mehrheitsbildung geändert. Die Ton­art wird auf der Linken aus dem Moll des bürgerlichen Frei­finns in Dur umschlagen, die Regierung wird etwas schärfer angefaßt werden, die Ordnungsrufe werden vielleicht auch zahlreicher, und das ist alles. Aber die positiven Aufgaben. die zu leisten sind, werden durch den Wahlausgang durchaus nicht gefährdet.

In Desterreich, wie auch in Ungarn würde man froh sein, wenn auch nur ähnlich günstige Verhältnisse herrschten, wie bei uns. Aber dort ist die gesebgeberische Unfruchtbarkeit zum Prinzip erhoben. In Ungarn haben die Parlamentarier so lange gestreift, bis der Ministerpräsident Koloman Szell ab­dankte und nun, nachdem dies Ziel erreicht ist, streiken die politisch bedeutenden Persönlichkeiten als Ministerkandidaten. Sie wollen nicht in ein Kabinett des Grafen Tisza eintreten, weil dieser die Bedingung eingegangen ist, den Baron Feservary als Banus von Kroatien mit zu übernehmen und der ungarische Schwabenſprößling Weferle, der neuerdings mit der Kabinettsbildung beauftragt werden soll, kann bei Kaiser Franz Josef seine Bedingung, daß Feservary entfernt wird, wiederum nicht durchsetzen. Das Volk und der König von Ungarn wiſſen nun, was die Glocke geschlagen hat und daß aus diesem Labyrinth von Widersprüchen und feindseligen Bestrebungen nur durch die Nachgiebigkeit eines maßgebenden Faktors der Gesetzgebung ein Ausweg zu finden ist.

Auch König Peter von Serbien, der übrigens sehr schnell die äußerlichen Formen eines angestammten Monarchen ge­funden hat, wird in eine Art Gewissenskonflikt getrieben durch) die sehr entschieden gehaltene russische Forderung, daß die schuldigen Offiziere für den Mord an dem Königspaar bestraft werden sollen. Da in Rußland gerade im Heere die Neigung zu Aufruhr und Verschwörung nicht ganz unmöglich ist, so ist diese Forderung, genau genommen, nichts anderes, als die politische Selbstbehauptung des obersten Heerführers gegen­über den zerseßenden Einflüssen der Opposition. Da gleich­zeitig der russische Gesandte in Belgrad bei der jetzigen durch den Mordanschlag an die Spitze des Staats berufenen Regie­rung sein Beglaubigungsschreiben überreichte, so weiß ja jeder einigermaßen feinfühlige Mensch, was die Glocke ge­schlagen hat. Auf den Diplomaten, der diese Note verfaßt hat, treffen jedenfalls die Worte aus Uhland nicht zu: Und was er sinnt, ist Schrecken, und was er blickt, ist Wut, Und was er spricht, ist Geißel, und was er schreibt, ist Blut."

Wenn die Offiziere jetzt ihre öfferlein packen und der neuen Regierung ermöglichen, in Ehren eine Gerichtsverhand­lung in contumaciam abzuhalten, dann ist der Gerechtigkeit Genüge geschehen. Derartige Methoden sind ja selbst in Ruß­land nicht ganz unbekannt. Ein russischer Schriftsteller schil dert, wie ein humaner Zuchthaus direktor in Sibirien die Prügelstrafe an den Sträflingen in effigie vollziehen ließ. Der Delinquent wurde regelrecht über den Bock gespannt, aber wehe dem Aufseher, der die wohlgezählten 50 Knutenhiebe nicht auf das Lederpolster des Strafbocks, sondern auf den Rücken des Verurteilten fallen ließ. Aehnlich wird es in Serbien gehen. Im Uebrigen aber hat Rußland insofern eine Schwenfung in der Balkanpolitik gemacht, als es in feinen offiziellen Erlassen die Glaubensverwandtschaft betont.

Es etabliert also troß der guten Beziehungen zu Desterreich) in der Schutzherrschaft über die christlichen Balkanvölker doch seine Vormachtsstellung. Der Panslavismus ist tot, aber als russischer Grenzwächter wird an den Toren der Türkei der religiöse Gedanke aufgestellt. Nun weiß die Welt, was die Glocke geschlagen hat. Das Testament Peters des Großen gilt auch heute noch; seine Ausführung ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Die betrügerischen Brüder. In Berlin wird zur Zeit der Prozeß gegen die Brüder Julius und Berthold Besas verhandelt, die in ihrer Stellung als Kassierer und Buchhalter im Israelschen Warenhaus ihren Chef im Laufe der letzten Jahre um einen Betrag von über 200,000 Mart geschädigt haben sollen. Sie bezogen beide in dem Hause Israel ein großes Gehalt und haben dort viele Wohltaten erfahren. Die Unterschlagungen sollen dadurch entstanden sein, daß die Angeklagten gemeinsam Kassenzettel für gekaufte Waren unterdrückten. Julius Besas behauptet, daß er infolge von Nervosität und hohem Alters fast täglich Fehlbeträge bis zu 50 Mark in der Kasse gehabt habe, und daher, um seine Stellung nicht zu gefährden ,, in Gemeinschaft mit seinem Bruder die Kassenzettel unterdrückt habe. Er habe sich nie bereichert. Beide Angeklagte besigen ein beträchtliches Barvermögen, dessen rechtmäßigen Erwerb sie nicht erklären können. Zu dem Prozeß sind 60 Zeugen geladen. Wir werden über das Urteil berichten.

§ Eine Gattenmörderin hat sich gegenwärtig vor dem Schwurgericht zu Allenstein zu verantworten. Dort be­gann die Verhandlung in dem Prozesse gegen die Be­sigersfrau Przygoda, die beschuldigt ist, ihre vier Ehe­männer vergiftet und den fünften zu vergiften versucht zu haben. Die Angeklagte bestreitet ihre Schuld.

Kleine Gerichts- Chronik. In Mainz wurde der acht­zehnjährige Raubmörder Detrois, der seine Tante in Sponsheim bei Bingen grausam ermordete und beraubte, vom Schwurgericht zum Tode verurteilt.

Die Görlizer Straffammer verurteilte den Zahn­techniker Amrein aus Winterthur in der Schweiz, der in Görlitz als Zahnarzt mit dem Doktortitel auftrat und als Assistent bei einem der angeſehensten Zahnärzte große Diebstähle begangen hat, zu anderthalb Jahren Gefäng­nis, drei Jahren Ehrverlust, 400 Mark Geldstrafe und zur Tragung der Kosten.

Vermischtes.

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)-([ Ein Wahltalauer.] Ueber das Ergebnis Reichstagsstichwahlen lassen sich zwar im allgemeinen noch feine sicheren Schlüsse ziehen; dagegen ist der Ausfall der Stichwahl in dem schlesischen Wahlkreis Rothenburg- Hoh­erswerda, wo der freikonservative Graf Arnim- Muskau mit dem Freisinnigen Wenzel in die Stichwahl gekommen ist, kaum zweifelhaft, denn wie jeder Skatspieler weiß, sticht der Wenzel immer über.- An diesen ,, Wahlkalauer" schließen wir ein scherzhaftes Vorkommnis aus einem Rix­dorfer Wahllokal an, das sich auch wie ein Kalauer an­hört, aber wirklich vorgekommen sein soll. Ein Wäh­ler betrat den Isolierraum und wollte gar nicht wieder zum Vorschein kommen. Endlich machte sich ein Mitglied des Wahlvorstandes auf und entdeckte den Wähler, wie er gerade damit beschäftigt war, sein Wahlcouvert zu ver­siegeln. Der Mann beklagte sich bitter darüber, daß er erst in dem Isolierraum so lange nach dem Siegellack habe suchen müssen. Zündhölzer hatte er vorsichtigerweise mitgebracht, Siegellack aber erst nach langem Suchen in einer Ecke zufällig entdeckt.

(::)[ Waldeck Rousseau als Advokat.] Waldeck- Rous­seau, der ehemalige französische Ministerpräsident, trat Montag vor der zweiten Zivilkammer nach langer Zeit wieder zum erstenmale als Anwalt auf, und zwar in einem Zivilprozeß des bekannten Klavierfabrikanten Pleyel. Er hatte die Advokatenrobe seit Juni nicht angezogen. Es ist nicht das erste Mal, daß ein französischer Minister a. D. die Advokatenmappe wieder hervorholt, nachdem er das Ministerportefeuille abgegeben hat. Außer Waldeck- Rous­seau sind in den letzten Jahren auch die ehemaligen Mi­nister Baudin, Millerand, Poincaré und Guerin zu ihrer alten Liebe, der Advokatur, zurückgekehrt.

*[ Die Kosten der Wahlen in der Reichshaupt stadt] werden auf ungefähr 150,000 Mark beziffert. Diese Summe für Wahlzwecke übersteigt die Kosten früherer Jahre um ein Erhebliches; einmal, weil die Wählerzahl um rund 60,000 gewachsen ist, andererseits, weil die Wahl. agitation diesmal in ganz Berlin und in den Nachbar­freisen viel energischer betrieben wurde, als beispiels­weise im Jahre 1893. Außer an den Geldbeutel stellte die Wahl aber auch große Anforderungen an die physi­schen und geistigen Kräfte der Kandidaten. Nicht weniger als vier der in Berlin aufgestellten Kandidaten sollen durch die Wahlaufregung so heruntergekommen sein, daß sie sich in ärztliche Behandlung begeben, bezw. Sanatorien aufsuchen müssen.

* Katastrophe auf der Londoner Untergrundbahn. Zwei Stadtbahnzüge der Londoner Untergrundbahn stie­Ben auf dem Bahnhof Kings Croß zusammen. Eine furcht­bare Szene der Zerstörung folgte. Ein dicht mit Passa­gieren besetzter Wagen wurde völlig zertrümmert, meh­rere andere beschädigt. Das Geschrei und Stöhnen der unter den zuſammengebrochenen Wagen begrabenen Men­schen war schaurig anzuhören. Es bedurfte langer Zeit, um sie aus ihren Qualen zu befreien. Gegen dreißig Per­sonen wurden schwer verletzt.

*[ König Peter von Serbien als Fauftkämpfer.] Aus der Pariser Zeit des zum König von Serbien er­wählten Prinzen Peter Karageorgiewitsch wird nach eine interessante Episode bekannt, die in das Jahr 1887 fällt. Der Prinz lebte damals in den bescheidensten Verhältnissen. Er gestattete niemals, daß man ihn Prinz nannte, weil jeine Vermögenslage mit diesem Titel nicht im Einklang zu stehen schien. Ein leidenschaftlicher Freund körperli cher Uebungen, war der Prinz ein ausgezeichneter Reiter und ein Fechter ersten Ranges. Auch das Boxen und der ,, Savate"-Kampf( eine Art Boxen mit den Füßen) hatten feine Geheimnisse für ihn. Seine Meisterschaft in diesen Künsten zeigte er eines Abends, als er ziemlich spät nach seiner Wohnung zu Fuß zurückkehrte. Auf dem Boulevard Malesherbes ersuchten ihn zwei herkulisch gebaute Stra­ßenräuber, ihnen alles zu geben, was er in seinen Taschen habe. ,, Wie beliebt?" fragte der Prinz ruhig.- ,, Deine Taschen sollst du leeren," sagten die Spißbuben ,,, oder du bist ein Kind des Todes!" Der Prinz sah ein, daß man mit solchen Leuten nicht erst lange unterhandeln dürfe; er gab daher einem seiner Angreifer einen furcht­baren Faustschlag mitten ins Gesicht und dem andern einen eleganten Fußtritt in die Magengegend. Halb toi blieben die beiden auf dem Pflaster liegen, und der Prinz jing ruhig nach Hause. Die serbischen Verschwörer mögen sich also in acht nehmen, sonst regaliert sie ihr neuer König vielleicht auch noch mit Faustschlägen und Fuß­tritten.

[ Eine Zeitung gegen den Zylinderhut] er­cheint, wie erst jetzt bekannt wird, seit mehreren Jahren cegelmäßig jeden Monat in London. Die Kosten des eigen­Irtigen Blattes werden nicht etwa durch eine große Auf­lage aufgebracht, sondern von der Hinterlassenschaft eines exzentrischen alten Herrn bestritten, der seine Abneigung gegen den Zylinderhut teſtamentarisch verewigte. Er be­fämpfte die Mode sein ganzes Leben hindurch und hinter­ließ einent Neffen eine Jahresrente von 2000 Pfund mit der Bedingung, daß er das erwähnte Journal veröffent­liche. Der Neffe akzeptierte die Rente samt Bedingung und gibt das Blatt regelmäßig heraus. Jeden Monat läßt er gewissenhaft drei Abzüge davon drucken, einen für sich selbst und je einen für jeden der von seinem Onkel er­nannten Testamentsvollſtrecker.

)([ Das Geschäft über alles.] Die Gemahlin des Vize­fönigs von Indien, Lady Curzon, hat sich eine Sammlung von Dokumenten angelegt, die die Fortschritte der Hindu in der englischen Sprache und der europäischen Zivilisation veranschaulichen sollen. In dieser Sammlung befindet sich ein Brief, den zwei Brüder in Bombay an ihre Freunde und Kunden nach dem Tode ihres Vaters schickten, der das Oberhaupt der Firma gewesen war. Der Brief lautet: , Meine Herren, wir haben das Vergnügen, Ihnen anzu­zeigen, daß unser hochverehrter Vater am 10. d. aus diesem Leben geschieden ist. Das Geschäft wird von seinen geliebten Söhnen, die sich hier unterschrieben haben, in unveränderter Weise weitergeführt. Der Opiummarkt ist ſtill und notiert 1,500 Rup.- O Tod, wo ist dein Sta­hel, Hölle, wo ist dein Sieg? Wir empfehlen uns-".

Heiteres. Anders gemeint. Mann: Eine schlechte Eigenschaft hast du, daß du nämlich niemals meine Ta­chen untersuchst!- Frau: Und das nennst du eine schlechte Eigenschaft? Mann: Natürlich; sonst würdest du fin­> en, daß sie alle zerrissen sind!

- Ein merkwürdiger Mensch. Ist der neue Assessor bei der Steuerbehörde aber ein schweigſamer Mensch!"- Ja, merkwürdig, ein einsilbiger Sinkommensteuerveranlagungskommissionshilfsarbeiter!"

Vor dem Friedensrichter. Ich nehme die Beleidigungen, die ich gegen den Herrn Kläger ausgestoßen habe, zurück, bis auf den Ausdruck ,, Pantoffelheld". Ich würde auf die Zurücknahme der letzteren Beleidigung verzichten, aber meine Frau verlangt sie aufs aller­entschiedenste!"

Würze. ,, Während des Zechens lese ich am liebsten Sizungsberichte vom Antialkoholkongreß!"

- Die ,, Spiegel"- Scheibe. Professor( in der Däm­nerstunde am Fenster, während von draußen zufälliger­veise ein Strolch durch die Scheibe starrt): Herrgott, es ſt wirklich die höchste Zeit, daß ich mich wieder einmal asieren lasse!

Der wißige Silberstein. ,, Sarah, plag' mer nicht immer mit e Reformkleid- warum bist de nicht ieber für e Reformgesicht?" ( L. Bl.)