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Nab und Fern.

(:) Die Inthronisation des Erzbischofs Dr. Fischer fand gestern im Kölner Dome statt. Außer einer Fülle von hohen und niederen geistlichen Würdenträgern wohn­ten u. a. der Oberpräsident der Rheinprovinz Hesse, die Regierungspräsidenten von Köln, Aachen, Koblenz und der General berst von Loe der Feier bei. Nach feierlicher Brozession zelebrierte der Erzbischof das Pontisifalamt. Sodann richtete er eine lateinische Ansprache an den Kle­rus und eine in deutscher Sprache an die Gläubigen. ::: Prinzessin Luise von Tostana soll nach Mitteilun gen aus Leipzig beabsichtigen, auf den Erlaß des Königs Georg von Sachsen mit einer Gegenpublikation zu ant­worten. Hoffentlich bringt sie ihr Anwalt von diesem Borhaben ab, damit endlich einmal Gras über die un­exquickliche Angelegenheit wächst. Man vermutet wohl nicht mit Unrecht, daß der Großherzog von Toskana seine Tochter zu der Entgegnung ermuntert. Er soll über den Schritt des Königs Georg sehr pikiert sein und hat sich wohl nicht zulegt deshalb bewegen lassen seiner Tochter zu verzeihen. Er wird sich nächste Woche nach Lindau begeben, wo bie Versöhnung zwischen Vater und Tochter stattfinden wird. Man will in Salzburg wissen, daß der Prinzessin Luise gestattet werden wird, wieder den Titel einer österreichischen Erzherzogin zu führen.

Einen Mordversuch auf eine Straßendirne machte im Schlesischen Busch bei Berlin der Sachsengänger Franz Marzikowief aus der Provinz Posen. Ein Parkwächter lam hinzu, als M. auf dem Mädchen kniete und es am Halse würgte unter dem Rufe: ,, Du mußt sterben!" Er hatte dem Mädchen alle Kleider vom Leibe gerissen, sodaß sie buchstäblich nur mit dem Hemde bekleidet war. Es gelang bem Wächter, den Rasenden zu überwältigen und der P- lizei zu übergeben.

[ Eine elektrische Gebirgsbahn] wird gegenwärtig in Tirol gebaut. Sie ist nur wenig über drei kilometer lang, soll aber dafür die steilste Linie der Welt sein. Sie führt von dem Dorf Kaltern auf den Mendel- Paß. Der Höchstbetrag der Steigung ist 64 Proz. und übertrifft den der Bahn auf das Stanser Horn, der bisher steilsten Bergbahn. Nach Vollendung der Mendel- Bahn wild man die Paßhöhe in weniger als einer halben Stunde er­reichen können.

[ Amüsante ,, Theater- Nachrichten"] bringt der, Gil Blag": Nach der Aufführung des Werther" schreibt er ,, hörten wir in den Wandelgängen des Sarah Bern­hardt- Theaters aus sicherer Quelle, daß drei bekannte Schwantdichter gegenwärtig Goethes ,, Wahl erwandtschaf­ten" zu einer Bosse mit Gesang verarbeiten. In letter Stunde, lurz vor der Drucklegung unseres Blaties, hören wir noch die sensationelle Neuigkeit, daß die Klowns Footit und Chocolat aus Goethes Gesprächen mit Ecker­mann" eine Birbuspantomime machen."

V[ Wenn ein Gast nicht zahlt.] Ein Herr in den Dreißigern beendet soeben sein opulentes Frühstück in einem ersten Pariser Gasthaus. Kellner, eine Zigarre," bestellt er. ,, Soll ich gleichzeitig die Rechnung mitbrin­gen?" Die Rechnung? Welche Rechnung?" erwidert der Gast, indem er Verblüffung markiert. Dann in einem entschlossenen Tone: ,, Am Et. Nimmermehrstag zahle ich. Sagen Sie das Ihrem Herrn." Eine Serviette unterm Arm naht dieser, ernst, majestätisch. Mein Herr," sagt er, Sie sind nicht der erste, der sich solche Späße in meinem Etablissement erlaubt. Ich könnte Sie auf die Polizei führen, aber man würde Sie morgen, nach­dem Sie eine väterliche Standrede angehört, wieder ent­lassen. Ich könnte Sie auch mit einem Fußtritte vor die Tür setzen." Dabei zeigte er seine langen und brei­ten Riesenfüße. Ich ziehe es aber vor," fährt der Wirt fort, Ihnen noch das Mittagmahl anzubieten, unter der Bedingung, daß Sie das Frühstücksgeschirr waschen wollen." Angenommen," willigt der Mann ein. Er begibt sich in die Küche, krempelt die Aermel hinauf und taucht seine Hände in das warme Wasser. Aber um den Restaurateur zum Verzicht auf seine Dienste zu be­wegen, zerbricht er Schüsseln und Teller.-Angesichts dieser offenkundigen Böswilligkeit entschließt sich der Wirt, den Mann zur Polizei zu führen. Das war eine gute Idee, denn diese erkannte in dem unzarten Schuld­ner einen Epißbuben, der alle Geschäftsleute des Vier­tels geprellt hatte. Selbstverständlich wurde er nicht mit einer väterlichen Standrede entlassen. Er sitt ganz fest, erhält alle Mahlzeiten gratis, wird aber doch eine ganz tüchtige Zeche bezahlen müssen.

[ Die Bevölkerung Chinas.] Die Aufbringung der Kriegsentschädigung ließ es dem Schazamt in Peking er. wünscht erscheinen, eine genauere Aufstellung der Be­völkerung Chinas zu erhalten. Es wurde daher eine Volks. zählung angeordnet, die nunmehr durchgeführt ist. Sie wird ziemlich allgemein überraschen, da sie ungefähr die­selbe Bevölkerung ergibt, die nach den Schäfungen der fünfziger Jahre damals vorhanden sein solle, während neuere Schäßungen von einer erheblich geringeren Be­völkerung, nämlich von 350 Millionen, sprachen. Jezi sind in den achtzehn Provinzen allein weit über 400 Millionen gezählt worden, und ganz China, mit Ein­schluß der vier großen Außenländer: der Mandschurei, Mongolei, Tibet und Turkestan, dürfte rund 426 Millio. nen Einwohner haben.

Kurzes Allerlei. Die Mittel und Wege der Men schen, sich zu ernähren, sind gar verschieden und ver schmißt. In Wien gab der Flugtechnische Verein kürz lich ein Festessen zu Ehren des 72jährigen Amerikaners Chamite, der bereits mehr als 1000 Gleitflüge aus Buftballons mit dem Fallschirm unternommen hat.

- Ein Balletmädchen der königlichen Oper wurde dieser Tage in Budapest wegen deutlicher Spuren von Gei­tesstörung in eine Frrenanstalt gebracht. Dort kann es an den Tag, daß das Balletmädchen ein junger Mann

war.

Lokales.

Gedenktafel für den 21. März.

1521. Kurfürst Moritz von Sachsen*.- 1685. Johann Sebastian Bach- 1724. er Physiker Celsius. 1763. Jean Paul Friedrich Richter* 1801. Sieg der Engländer über die Franzosen bei Alexandria.- 1804. Ludwig Anton Heinrich von Bourbon, Herzog von Enghien in Vinecnnes erschossen.- 1809. Favre*.- 1871.- öffnung des 1. Deutschen Reichstags; Bismard erhält ben Fürstentitel.

** ribattelegramm. Bei der heute Bormittag erfolgten 13. Ziehung der letzten( Haupt)-Klasse der Hessisch Thüringischen Staatslotterie wurden folgende Gewinne gezogen:

40000 Mt. auf: 46 967, 30 000 Mt. auf: 76 545, 5000 Mt. 94 550, 87 164, 25 115 je 3000 mt. auf: 5400, 10 262, 16 493, 36 857, 63 077, 69 720, 83 419, 95 397, 98 375.( Ohne Gewähr.)

** Ernannt wurden zu Regierungsbaumeistern: die Regierungsbauführer August Hildebrand aus Hungen, August Walloth aus Saargemünd und Wilhelm Kayser aus Darmstadt.

** Am 14. März d. J. wurde der Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ortenberg Dr. Karl Fuhr zum Oberamtsrichter bei diesem Gericht ernannt.

** Verlieben wurde dem Vorstandsmitglied und Konservato des Oberhessischen Geschichtsv.reins Hauptmann a. D. Karl S. ramer zu Gießen das Ritterkreuz 1. Klasse Philipps des Großmütigen.

** Mit Zustimmung Großh Ministeriums des Innern wurde der Großh. F ldbereinigungsfommissär i. P. Regie­rungsrat August Rach dahier zum Vorsitzenden des Vor­stands der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen mit Wirkung vom 4. Februar ab bestellt.

** In den Ruhestand wurden versezt die Weichen­steller in der Hessisch Preußischen Eisenbahngemeinschaft Johann Konrad Birx zu Lich und Christian Meyer zu Büdingen, beide mit Wirkung vom 1. April 1903 an.

** Die Mitteldeutsche Kreditbank und die vi de Genossenschaftsbank, beide zusammen, haben für die ausgeschriebene 32 prozentige Gießener Stadtanleihe in Höhe von 1/2 Millionen Mart das Die Stadtver= Höchstgebot mit 99,775% abgegeben. ordneten werden heute nachmittag darüber entscheiden, ob diese beiden Banten den Zuschlag erhalten.

Aus dem Verwaltungsbericht der Bürgermeisterei pro 1901/02, welcher heute den Stadtverordneten zur Vor­lage tommt, berichten wir: Die Stadtverordneten haben, mit Unterbrechung von Mitte August bis Mitte September, in 22 Sigungen 725 Gegenstände verhandelt gegenüber 27 Sigungen mit 591 Punkten im Vorjahre. Man hat also schneller gearbeitet! Der stärkste B.such der Stadt­verordneten Versammlung bestand aus dem Bürgermeister, 3 Beigeordneten, 229 Stadtverordneten, der schwächste aus dem Bürgermeister, 2 Beigeordneten und 17 Stadtverordneten. Im Durchschnitt entfallen auf jede Sigung 20 Stadt­verordnete und auf jeden, Stadtoerordneten 16 Sigungen, an denen er teilgenommen. An Unterstützungen an Wittwen, städtischer Bediensteter und Arbeiter gelangten 1648 Mt. 12 Pfg. zur Auszahlung, eine allerdings nicht sehr hohe Summe, die zweifellos für die Empfänger eine Hilfe ist, mit der dies selben rechnen fönnen. Für anhaltende und befriedigende Arbeit im Sommer 1901 wurden an städtische Arbeiter 1924 Mt. 75 Pfg. Vergütungen( eingeführt seit 1890) ge= zahlt. Dieser Bet ag kommt zur Auszahlung furz vor Ein­tritt des Winters und giebt den Leuten die Möglichkeit an die Hand ihren Winterbedarf an Brennmaterial und Kar­toffeln damit zu kaufen. Der Arbeitsnachweis gestaltete sich wie folgt: Die Zahlen in() bedeuten die des Bor­jahres. Gemeldet von Arbeitgebern waren 291 Stellen ( 435), welche zulfielen für gewerbl. Arbeiter 106[ 128] andere Arbeiter 91[ 236], Dienstboten 94[ 71]. Besuche um Arbeit lagen vor 366( 368) und zwar von gewerbl. Arbeitern 121( 140), anderen Arbeitern 187( 186), Dienſt boten 58( 42). Vermittelt wurden im Ganzen 76 Stellen ( 80). Von den gemeldeten 291 Stellen entfallen 232( 362), auf einheimische 59( 73), auf auswärts wohnende Arbeitgeber. Tagegen wurden 161( 162) Stellen von hie­sigen, 205( 206) von auswärtigen Arbeiter, gesucht, von welchen 32( 29) in Gießen ansässige und 44( 51) außer­halb wohnende Arbeitsfräfte untergebracht werden konnten. 700 zugereiste Arbeitsuchende der verschiedensten Berufsarten mußten mangels Nachfrage seitens der Arbeitgeber abge= wiesen werden. Von der Einrichtung, die getroffen ist, um durch den Vorsitzenden des Gewerbegerichts den Arbeitern über Fragen aus dem Gebiete der sozialpolitischen Gesez gebung fostenlos Auskunft einzuholen, wurde we der Ber­waltungsbericht mit Bedauern feststellt, nur wenig Gebrauch gemacht.

Landeshypothekenbank. Das Großh. Finanz­ministerium hat betr. Ausgabe von Schuldverschreib­ungen folgende Bekanntmachung erlassen:

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betriebs und b weiten, etwa machfter Nähe d Woll nun diefes aud felbstverstä Gleichzeitig tom der Bahn auf d Da vor wenigen purige Lokomoti eingefiellt wurde ** Norded nachmittags 4 Bersammlung rung der Bah werden soll. ** Aus d Find bis jpt und Weizen fi

Auf Grund der Bekanntmachung Großherzoglichen Staatsministeriums vom 17. Januar 1903( Reg.-Bl. 6. 23) erteilen wir hierdurch der Hessischen Landes­Hypothekenbank, Aktiengesellschaft zu Darmstadt, die Genehmigung zur Ausgabe von auf den Inhaber lauten­den und zu 3½½ vom Hundert verzinslichen Hypotheken­Pfandbriefen und Kommunalschuldverschreibungen nebst Zinsscheinen im Betrage von je 10 Millionen Mark. Die Verlosung und Kündigung der Pfandbriefe und Kommunalschuldverschreibungen ist bis zum Jahre 1909 ausgeschlossen. Die Stücke- Einteilung ist folgende: 1) Hypothekenpfandbriefe. Serie I

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500 Stück, Buchstabe B zu 2000 mt.= 1000 000 Mt. 2 200 000 1 100 000 480 000 220 000

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500 Stück, Buchstabe B zu 2000 Mt. 2200 C 1000 2200 2400

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2) Kommunalschuldverschreibungen.

Serie I.

100 Stück, Buchstabe A zu 5000 Mr. 500 2000 C 1000

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Serie II.

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100 Stück, Buchstabe A zu 5000 Mt. 500 2000

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7800 Stück im Betrage von

5 000 000 Mt.

** Besizwechsel. Der Kaufmann August Wallenfels taufte für 53 000 Mart das Jughardtsche Haus am Markt. Herr Kraft aus Weilburg faufte für 56 000 Mart die Hof­raithe früher zum Reiseonkel, Frankfurterstr.( Weidmannsche Konfursmass.)

Die früher benannte Westendhalle wird morgen Samstag nach ihrer vollständigen Renevierung wieder eröffn et. Die Bewirtung ist Hrrn Karl Schneider über­tragen worden.

** Einen Einbruchsversuch machte dieser Tage bei seinem früheren Arbeitgeber ein hiesiger Laufbursche. Mit den Räumlichkeiten des Besizers vertraut, das Ausgehen desselben beobachtend, schwang das Bürschchen sich gegen 91 Uhr abends über das in der Wagengasse gelegene Hof. nahme des Schlüssels zu Thor und Hinterthür. Der Besizer, thor und gelangte so in die Räume des Hauses, unter Mit­welcher die Hinterthüc rerschließen wollte, vermißte den Schlüssel aber noch rechtzeitig. Mit Hilfe des Vaters wurde sofort der Hof sowie andere Räumlichkeiten abgesucht, und nach langem Suchen fand man die beiden Schlüssel und den Langfinger in einem Schuppen unter Spreu und Stroh wie eine Maus versteckt. Von Mezgerhänden befam er eine ziemliche Portion Prügel, dann wurde er der Polizei über­

mittelt.

Etwas vom Radfahren. Der Winter liegt im Stern­geben! Die warme Sonne zaubert am fahlen Strauch die ersten grünen Triebe, und den Menschen lockt sie wieder hinaus ins freie Land, am Erwachen der Natur sich zu erfreuen. Und das Rad, das während der Wintermonate ein fümmerliches Dasein gefristet, kommt wieder zu Ehren, und wo der Frühlingswind die Straßen getrocknet, da Die schwirren auch die Radler wieder auf und nieder. Saison beginnt, nicht nur für den reinen Spaziergänger zu Rad, auch der Geschäftsmann fann, ohne die Unbilden der Witterung zu fürchten, seine Wege wieder mit dem Rade fürzen. So gesund und so nußbringend nun auch das Radfahren ist, so bringt doch seine Ausübung mancher= lei Gefahren mit sich, für den Fahrer selbst, wie für das Publikum, denn selbst dem Vorsichtigsten städtischen Straßenverkehr fann es einmal passieren, daß er einen Unfall erleidet oder daß er einen solchen herbei­führt. Gegen die Folgen solcher Unfälle seine Mitglieder zu schützen, hat der Deutsche Radfahrerbund als eine seiner vornehmsten Pflichten erkannt, und nun auch durchgeführt, So versichert der Bund jedes Mit glied bei einer jährlichen Prämie von nur Mr. 4.50 mit

zumal im

*** Bodenreform. Wir nahmen fürzlich Notiz von der ersten Versammlung des Bundes Deutscher Boden­reformer. Wie wir nun von unterrichteter Seite erfahren, findet nächste Woche eine öffentliche, von der Ortsgruppe Gießen veranstaltete Versammlung statt, in welcher der erste Vorsitzende des B. D. B. A., Damaschte Berlin, über Wohnungsfrage und Erbbaurecht sprechen wird. Jedenfalls sind dies zeitgemäße Fragen, die das Interesse weiterer Kreise uns'rer Stadt für sich in Anspruch nehmen dürften. De Bodenreform beschäftigt heute jeden für das Gemeinwohl interessirten Menschen. Hervorragende Gelehrte und Staats­männer bekennen sich als Anhänger und Förderer dieser Reformbewegung. Es sei hier nur an die Ausführungen des Grafen Posadowsky in der Sizung des Reichstages am 10. Februar d. Js. erinnert. Er sagte: Daß der geeigt. 5000 bei Todesfall oder Invalidität und Mt. 2.50 netste Weg sowohl für das Reich wie für Staat und Kom­mune den unbemittelten Bevölkerungsklassen billige Wohnungen zu schaffen, in der That in der Anwendung des Erbbau­rechts liegt. Nur wenn Reich, Staat und Kommune in dieser Weise dauernde Eigentümer des Grund und Bodens bleiben, auf dem im Wege der Genossenschaftsbildung billige Wohnstätten für die unbemittelten Klassen errichtet werden, wird es möglich sein, der Grundstücksspekulation in der Um­gebung der Städte, namentlich der Großstädte, wirksam und bauernd entgegenzutreten. Ich freue mich, daß in der Wissenschaft sich die Auffassung, daß dieser Grundsaz ein richtiger ist, immer weiter Bahn bricht." Diese warme Empfehlung des durch§ 1012 des B. G. B. gewährleisteten Ebbaurechtes darf als ein großer Erfolg der Bodenreform. bewegung bezeichnet werden.

täglicher Entschädigung bei Erwerbsunfähigkeit, bei jedem Unfall, der ihm beim Radfahren zustößt. Bolständig fostenlos ist die Haftpflichtversicherung und zwar bis zur Höhe von Mt. 50,000 bei Personen oder Sachschaden, und bis Mt. 100,000 für ein mehrere Personen treffendes Unfallereignis. Nähere Auskunft wird bereitwilligit erteilt durch die Geschäftsstellen des Deutschen Radfahrerbundes, Frankfurt a. M., Hochstraße 11a, Wiesbaden, Rheinstraße 109.

-

Aus Hessen und nachbargebieten.

** Großen Linden.( Ringofenbau der Lahnfaltindustrie.) Der Besizer des bisherigen Ringofens auf der Nordseite unserer Gemarfung, Herr Haas jr. in Gießen, lies in

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