Einzelbild herunterladen

Nr. 16.

Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel­jährlich Mr. 1.50.

Gratisbellagen: Oberbeffische Familieuzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Dienstag, den 20. Januar 1903.

Gießener

12. Jahrgang.

Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Big. fonft 15 Pfg.: Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Vig.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr. 862.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Die künftigen Wahlen.

CB. Für den Verlauf der bevorstehenden Reichs- und Bandtagswahlen ist die Versöhnung zwischen den Kon­servativen und dem Bunde der Landwirte von großer Bedeutung. Diese hat in einer Sigung der Konserva­tiven durch einen Separatfrieden der Fraktion mit dem Bundespräsidenten Freiherrn von Wangenheim ſtattge­funden. Wangenheim ist bekanntlich Mitglied der kon­fervativen Fraktion und zugleich der verantwortliche Lei­ter des Bundes der Landwirte. Indem sein Verbleiben bei der Fraktion für möglich erachtet wurde, war jede Feindseligkeit des Bundes gegen die Konservativen von bornherein ausgeschlossen. Die Versöhnung fand auf der Grundlage statt, daß der seitherigen feindseligen Kund­gebungen zwischen der politischen und der wirtschafts­politischen Organisation der Landwirtschaft eine versöhn­liche Auslegung gegeben wurde. Die Reichspartei bezw. die Freikonservativen müssen bereits über den Stand ber Verhandlungen unterrichtet gewesen sein; sie haben barum beschlossen, dem Beispiele des Herzogs von Ra­tibor und des Abg. v. Kardorff, die bekanntlich aus dem Bunde ausgetreten sind, nicht zu folgen.

Diese Wendung der Dinge hat für die Wahlen die praktische Bedeutung, daß die Parteien der Rechten als eine einheitlich geschlossene Gruppe in den Wahlkampf ziehen. Die Zolltarifparole ist für sie nicht von Bedeutung, weil der Paragraph 1 des Zolltarifgesetzes ihnen die Gewähr für einen wunschgemäßen Schuß der landwirt­[ chaftlichen Erzeugnisse gibt. In dieser günstigen Po­fition befinden sich die Parteien der Linken feines­

wegs. Von diesen schwärmt die freisinnige Vereinigung für eine geschlossene Wahlvereinbarung. Indem sie das aber tut, hat sie zugleich eine Fehde mit der freisinnigen Volkspartei zu bestehen, die bezüglich des Zusammenge hens der Freisinnigen mit der Sozialdemokratie eine sehr ablehnende Haltung einnimmt, weil sie davon vielleicht nicht mit Unrecht ein Erstarken der Partei von Bebel und Singer auf Kosten des bürgerlichen Li­beralismus fürchtet. Die Sozialdemokratie selbst aber

macht keinen Hehl daraus, daß sie für Wahlbündnis­gedanken und sentimentale Wahlf estimmungen kein Ver­ständnis hat. Sie schließt nur Bündnisse ab, die ihr Vor teile bringen und es ist ihr sonst höchst gleichgiltig ob da, wo sie nicht durchdringen kann, die eine oder die andere Richtung der bürgerlichen Parteien siegt. Infolgedessen ist denn auch die Physiognomie der fünf­tigen Wahlbewegung deutlich gekennzeichnet. Ein ver­schärfter Kampf zwischen der äußersten Linten und der äußersten Rechten, Wahrung des Besisstandes bei dem Zentrum und Zerreibung der Mittelstufen zwischen den extremen Barteien. Der Wahlkampf wird jedenfalls eine größere Beteiligung und schärfere Debatten bringen, als je einer zuvor über seinen mutmaßlichen Ausgang aber etwas zu prophezeien, wäre Vermessenheit.

Deutscher Reichstag.

241. Sigung.

Beginn der Statsberatung.

-

CB. Berlin, 19. Januar.

Daß heute ein großer Tag werden solle, hatte man zu Anfang der Sigung dem Hause kaum angemerkt. Pünkt­lich, wie immer, erschien um 21 Uhr der Präsident Graf Ballestrem, aber troß aller Klingelzeichen wollte sich das Haus nicht füllen. Dagegen waren die Tribünen und auch die Bundesrats estrade stark besucht. In einsamer Größe saß dort anfangs der Held der heutigen Reichstags­berhandlung, der Staatssekretär Frhr. v. Thielmann. Aber gegen 22 Uhr änderte sich das Bild; es erschienen die Staatssekretäre Dr. Graf Posadowsky, v. Tir­pib, Dr. Nieberding, Krätke, der Kriegsminister b. Gßler und ein Stab von Geheimräten. Auch die Bank der Bundesratsbevollmächtigten war gut befeßt; der Reichskanzler Graf Bülow war im preußischen Abgeord= netenhause start in Anspruch genommen, erschien aber um 4 Uhr im Hause. Staatssekretär Frhr. v. Thiel­mann hielt alsbald die Etatsrede in schmuckloser Form. Er zählte das Defizit auf und führte es auf ähnliche Ur­sachen zurück, wie sie der preußische Finanzminister be­reits vorgetragen hatte. Vor allem habe auch die Post weniger Gefälle abgeliefert als sonst, ebenso hätten die Beistungen der Zucker- und Brausteuer versagt. Zum Schluß erklärte er, wie sein preußischer Kollege es getan, bie Finanzreform für unbedingte Notwendigkeit. Die übliche Generalfritik an dem Etat hielt der Zen­trumsabg. Dr. Schädler, dessen Ausführungen also ge­wissermaßen die Leitmelodie zu den Ausführungen der übrigen Redner darstellen. Der Generalrebner ging auf bie Ursachen des Einnahmerückganges ein und sprach sich bor allem für die Reichsfinanzreform, aber gegen die Aufnahme einer Betriebsanleihe aus. Ferner fragte er ben Reichskanzler nach dem Stande der Venezuelafrage. Die Pièce de résistance aber, auf die namentlich von der äußersten Linken mit Spannung gewartet würde, bildete bie Besprechung des sog. Swinemünder Kaisertelegramms.

Er betonte hierbei, daß die Mehrheit des bayerischen Ab­geordnetenhauses mit anderen Worten das Zentrum

3. den Betrag der 100 000 Mark für Kunstzwecke ge­trichen habe, um damit gegen das Kultusministerium zu bemonstrieren. Eine Demonstration gegen den Prinzre­genten sei das ebenso wenig, wie etwa die Ablehnung ber Kanalvorlage durch die Mehrheit des preußischen Ab­geordnetenhauses eine Demonstration gegen die Person des Königs von Preußen sei. Die Mehrheit der bayerischen Kammer habe mit der Ablehnung ein verfassungsmäßiges Recht ausgeübt, um dem Regenten zu zeigen, daß das Stultusministerium das Vertrauen der Mehrheit nicht habe. Die Depesche habe das Zentrum nicht geschädigt, sondern gekräftigt. Seine Partei erhebe Widerspruch gegen die Umwertung der konstitutionellen Begriffe, insbesondere aber gegen das Bestreben, dis an Stelle des verfassungs­mäßigen Zusammenwirkens der Faktoren den Grundsaz seben wolle suprema lex regis voluntas est dazu noch nicht einmal im eigenen Lande. Der Kaiser sei im Deut­schen Reiche nicht souveräner Monarch, sondern die Souver ränität ruhe nach einer Darlegung des Fürsten Bismarc bom 19. April 1871 und der Auffassung der bedeutendsten Staatsrechtslehrer bei der Gesamtheit der deutschen Bun desfürsten, bezw. bei ihrer Vertretung, dem Bundesrat. Wollte man den Vorgang gutheißen, so hieße das, dem Kaiser das Recht auf Regierung für alle Bundesstaaten einräumen. Die Zentrumspartei lege Verwahrung ein, zumal die Stelle, von der das Telegramm ausgegangen sei, unverantwortlich sei. Abg. Schädler schließt seine Ausführung mit der Betonung, daß man auch in Süd­deutschland die Fürsorge des Kaisers für das Reich an­ertenne. Zum Schluß verwahrt er sich gegen die An nahme, als wolle das Zentrum das Wahlrecht antasten. Seine politischen Freunde seien für Gewährung von An­wesenheitsgeldern, sowie für unbedingtes direktes und ge heimes Wahlrecht. Reichskanzler Graf Bülow erwiderte furz, daß er nach der Verfassung nur für Regierungs­und Rechtshandlungen des Kaisers verantwortlich sei, nicht aber für private Kundgebungen des Monarchen. Als eine solche sei die Swinemunder Depesche anzusehen. Dem Kai­ser stehe wie jedermann das Recht zur Aeußerung jeiner Ansicht zu. So habe auch der Prinzregent die Depesche des Kaisers aufgefaßt. Der Reichskanzler schloß mit dem Aus­druck des Bedauerns über die Art, wie Abg Schädler die Angelegenheit behandelt habe, und mit der Erklärung daß er für die viel genannte Kundgebung die moralische Verantwortung gern übernehme.

Graf Stolberg( kons.) gab der Hoffnung Ausdruck, baß man fünftighin vermöge sparsamer Wirtschaft ohne Anleihe auskommen werde. Donn vertagte sich das Haus

Die Politik.

Das Ketteler- Denkmal in Peking

ist am Sonntag enthüllt worden. An der Enthüllungs­feier nahmen alle in Beling anwesenden Ausländer und viele chinesische Würdenträger teil. Vor dem Denkmal war ein Altar errichtet worden, auf dem sich die Opfergefäße des kaiserlichen Hofes befanden. Prinz Tschun als Ver­treter des Kaisers von China brachte auf diesem Altar dann nach chinesischer Sitte zu Ehren des Verstorbenen ein Trankopfer dar. Der Prinz hielt dann eine Rede; er sagte: das Denkmal folle dem Volte eine Warnung sein, ein Zei­chen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern und ein Symbol des Friedens. Legationssekretär Frhr. v. d. Gols antwortete, das Denkmal sei dem Deut­schen Kaiser und dem Deutschen Reiche von dem Kaiser von China als dauernder Beweis des Zornes gewidmet, den der Kaiser von China über die Ermordung des Frhrn. v. Ketteler empfinde. Beide Reden wurden in deutscher und in chinesischer Sprache verlesen.

Reform der freiwilligen Feuerwehren. DEine Reorganisation der freiwilligen Feuerwehren wird von der Regierung geplant. Durch Einführung einer Art Pflichtfeuerwehr sollen die freiwilligen Feuerweh ren tatkräftig unterstützt werden. Jüngere Leute bis zu einem bestimmten Alter sollen zur aktiven, die älteren Personen, besonders aber auch die meistinteressierten Hausbesitzer, zur passiven Mitgliedschaft verpflichtet wer­den. Die Unterverbandstage der freiwilligen Feuerwehr­ren haben auf Anregung der Regierung bereits Muster­ortsstatute zur Regelung des Feuerlöschdienstes ausg arbeitet; doch haben diese die Billigung der Regierung nicht gefunden. Ein neuer Plan wird gegenwärtig im Ministerium ausgearbeitet.

Ein Bembardement in Venezuela.

Das allerdings englischen Ränken gern dienstbare Reutersche Büreau meldet aus Caracas, am Sonnabend hätte das deutsche Kriegsschiff ,, Panther" die Einfahrt in die Lagune von Maracaibo erzwingen wollen und dabei das Feuer auf das den Einfahrtskanal dedende Fort San Carlos eröffnet. Das Fort habe das Feuer erwidert und den ,, Panther nach einstündigem Gefecht genötigt, seine Absicht aufzugeben. Der Kommandant des forts berichte

daß das Fort teine Beschädigungen erlitten habe. Das deutsch- offiziöse Wollfsche Büreau bemerkt zu dieser Mel­dung: Amtliche Nachrichten liegen hier nicht vor. Ver­mutlich hat der Panther" auf der vor der Lagune lie genden Barre nicht genug Wasser vorgefunden und hat Deshalb die wahrscheinlich vorhandene Absicht, den Trans­port kolumbischen Kaffees über die Lagune zu hindern, aufgeben müssen.

Kurze politische Nachrichten.

* In der deutschen Botschaft in Petersburg emp jing der Kronprinz am Sonntag Abordnungen der deutschen Vereine Petersburgs. Abends sand in der Bot. schaft ein Mahl zu Ehren des Nconprinzen statt.

* Der Regierungspräsident von Osnabrück hat eine Anzahl Mormonenagitatoren aus dem Gebiete dee preußischen Staates ausgewiesen.

* Nachrichten über verschiedene Scharmüze zi schen dem Sultan und den Aufständischen kommen aus Marokko. Angeblich sind sie für den Sultan günstig abgelaufen. Zuverlässiges läßt sich darüber natürlich nicht ermitteln, der Sultan lügt genau so wie die Engländer im Burenkriege.

Graf Bülow und die Polen

Politik.

CB. Es gehörte kein allzu großes Maß polittchen Scharfs is dazu, um vorauszusehen, daß der diesjährige preußis, Etat Anlaß zu ausgiebiger Erörterung der Bolenfrage geben würde. Wenn auch bei der erst menige Monate zurückliegenden Debatte über die Erhöhung des Kolonisationstredits für die Ostmart um 250 Millionen Mark eine Aufrollung der gesamten Polenfrage nicht zu erwarten war, so konnte man doch auf eine eingehende Detailkritik der von der Regierung im Etat vorgeschlage nen Neuaufwendungen für den Often rechnen.

Ter erste Tag der Etatsberatung im Abgeordneten­hause brachte dann auch ein fräftiges Präludium für das bei der Spezialberatung zu erwartende Mei nungskonzert. Das Vorspiel verriet schon, daß dieses Konzert an Dissonanzen ziemlich reich sein wird: Gleich der erste Etatsredner begann mit einer fummarischen Kritik der durch die Etatsforderungen bekundeten Ab­sichten der Regierung. Herr Frißen vom Zentrum sprach seine unverhohlene Mißbilligung der Absichten des Ka­Einetts aus. Das Zentrum ist mit der Regierung, mas die Maßnahmen zur Förderung des Deutschtums angeht, von jeher ja recht wenig zufrieden gewesen. Auch beim dies­jährigen Etat will das Zentrum so ziemlich alles wesent­liche, was die Regierung für das Deutschtum im Osten fordert, ablehnen.

Graf Bülow nahm selbst das Wort, um dem Zen­trumsredner zu antworten. Mit kerniger Entschiedenheit erklärte er mit Recht die Ostmarkenfrage für die wich tigste Frage der inneren preußischen Politik. Mit einer erfreulichen Ueberraschung fuhr er fort: Tie Ansiedlungs­kommission soll, den oft und dringend geäußerten Wün­schen patriotischer Kenner des Ostens gemäß, an Haupt und Gliedern reformiert werden. Sowohl für Poten wie Westpreußen soll je eine besondere Ansiedlungstom­mission mit den Oberpräsidenten an der Spize errich­tet werden. Der Geschäftskreis jeder Kommission wird dadurch auf die Hälfie verkleinert, also übersichtlicher, und ermöglicht so ein intensivere Bearbeitung der Ansied­fungsgeschäfte.

Um wirksame Gründe für die Beamten- und Lehrer­zulage war Graf Bülow auch nicht verlegen. Prämien sollen diese Zulagen sein, ein Ehrensold sozusagen eine Kriegszulage, für die Beamten und Lehrer, die als Pi­oniere des Deutschtums auf dem schwierigen vorgesch nen Posten stehen.

Einem weiteren berechtigten Verlangen trägt die Bels­gung der kleinen und mittleren Städte mit Garnisonen Rechnung. Ausdrücklich versprach der Ministerpräsident auch, das Schulwesen im Often zu heben; überhaupt sol­Ten für die Einbürgerung fünstlerischer und wissenschaft­licher Kultur in jenen Landesteilen fortan dauernde und ausreichende Aufwendungen gemacht werden.

Das wichtigste und vielleicht das wertvollste aber tam zum Schluß der Rede Bülows: Der Ministerpräsident fündigte an, daß die demnächst einzulegende Neben­bahnborlage auch 34 Millionen für Bosen und West­preußen vorsieht! Für die wirtschaftliche Hebung der Ostmart ist das bas beste mittel: erst durch gute Berkehrs wege wird die Besiedelung des Landes mit beutschen Bauern den rechten Erfolg haben.

,, Ohne Gehässigkeit und ohne Chitane, aber anch ohne Schwäche und ohne Schwanken," das ist, so schloß Graf Bülow, die Devise der Regierung für ihre Bolen­politik. Das ist eine gute und würdige Devise; wenn bie Regierung ihr immer nachlebt, wird der Erfolg nicht ausbleiben.

merrte der Earl.

Was für eine Persönlich feit war denn

ber unglüdliche Mann?"

Ich glaube, er stand mit seinem Vater auf nicht gutem aus guter Familie, aber ich habe ihn nie leiden mögen. Sehr schön und gentlemanlife, natürlich, er war ja

daß

sie ihm eine peinliche Mitteilung

hingegeben.. zu sein," äußerte nach einer Weile der junge Mann. ,, Du und sich ganz dem wonnigen Frieden des Augenblicks Ich fürchte, Liebe, heute nicht sonderlich gesprächig zu machen habe

lächelte er.

Berlenschnur umschlungen, schimmernben Augen sehr schön aus." hattest ein hochrotes Kleid an und eine große etrurische Vesend und über deine Leftüre Tränen vergießend," Ich erinnere mich sehr wohl, Barbara, du und sahst mit deinen tränen­

Bertrauen

eineni

fie

und ihr

Unwürdigen

geschenkt;

Kind

Tassen

arm und freudl vs worden,

- dem Erbarmen

fie roar ver

eine

Der

Tochter Welt

preis

anderen Ramen als den seiner Mutter." gegeben. Ihr Kind war ohne Anspruch auf irgend einen