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Solche Elemente mit so wenig zuverlässigen Meldungen schaffen schiefe Bilder über unsere Lage, bringen Unruhe und Wirrsal und schädigen schließlich das Ansehen der Presse. Man macht am besten solche unzuverlässigen Elemente bei Zeiten unschädlich, indem man ihr Material zurückweist, das sie ja doch nur aus einer einzigen Quelle beziehen ingenio, indem sie es aus den Fingern saugen.

Die Politik.

Hessen- Nassaus neuer Oberpräsident.

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Auf den Kasseler Oberpräsidentenposten ist an Stelle des nach Schlesien versetzten Grafen Zedlitz- Trüßschler der Regierungspräsident in Frankfurt a. D., Herr v. Wind­heim, berufen worden.

Herr v. Windheim, der im Alter von 46 Jahren steht, war früher Landrat in Ost- und Westpreußen, wurde dann Polizeipräsident in Stettin und später in Berlin. Im An­fang dieses Jahres wurde er zum Regierungspräsidenten in Frankfurt a. D. ernannt. Er steht in dem Rufe, ein außer­ordentlich befähigter Verwaltungsbeamter mit eigenen Ideen und eigener Initiative zu sein. Auch wird ihm eine große persönliche Liebenswürdigkeit im Verkehr mit dem Publikum nachgerühmt.

Preußisch- badische Mißverständnisse.

Erst jüngst, bei der Verabschiedung des badischen Ge­sandten in Berlin, Dr. v. Jagemann, hieß es, die bis dahin unleugbar vorhandene Verstimmung zwischen dem Kaiser und dem Großherzog von Baden sei endgültig beseitigt. In­zwischen aber wurden immer wieder Gerüchte laut, daß die früheren herzlichen Beziehungen zwischen Berlin und Karls­ruhe doch noch nicht so ganz wiederhergestellt seien. Diese Gerüchte erhalten neue Nahrung durch die Tatsache, daß der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Frhr. v. Richthofen, beim badischen Großherzogspaare auf der Insel Mainau dieser Tage einen Besuch abstattete. Der Staatssekretär hatte stundenlange Besprechungen mit dem Großherzog, der die gesamte Lage unserer gegenwärtigen nationalen Angelegen­heiten eingehend erörterte. Erst am anderen Tage reiste der Staatssekretär ab. Danach hat es den Anschein, als ob die Mißstimmung zwischen Großherzog und Kaiser sich in der Hauptsache auf Meinungsverschiedenheiten bezüglich der auswärtigen Politik gründete. Hoffentlich hat diese Aus­sprache die letzten Mißverständnisse auf beiden Seiten be­hoben.

Kurze Tagesfchau.

* An der Weltausstellung in St. Louis wird sich die deutsche Industrie in geringerem Maße beteiligen, als an früheren Weltausstellungen. Die größten deutschen Werke haben die Beteiligung abgelehnt. Der Grund für diese Zurückhaltung ist, daß das amerikanische Patentgesetz den deutschen Erfindungen nicht genügenden Schutz gewährt und daß die deutschen Industriellen fürchten, ihre Betriebs­geheimnisse und Patente würden von den Amerikanern aus­genutzt werden.

* An der Berliner Börse waren gestern Gerüchte in Um­lauf, Kaiser Franz Josef von Desterreich wolle abdanken. Diese Gerüchte sind selbstverständlich völlig aus der Luft ge­griffen.

* Nach dem soeben erschienenen Bericht des Parteivorstan­des hat die sozialdemokratische Parteipresse überall einen starken Zuwachs an Abonnenten zu verzeichnen. Das Ver­liner Organ hat 78 000, das Hamburger 37 000, das Leip­ziger 30 000 Abonnenten. Das erstgenannte Blatt hatte im Berichtsjahre einen Reingewinn von 72 000 Mark. Das Unterhaltungsblatt Neue Welt" hat eine Auflage von 278 000 Exemplaren.

In Bulgarien wird die Stimmung der Bevölkerung an­gesichts der letzten Vorgänge in Mazedonien immer erregter und türkenfeindlicher. Die Bevölkerung fordert den Krieg mit der Türkei, und die Regierung ist so gut wie rechtlos. Fürst Ferdinand aber weilt in Ungarn!

* Mit seinem Millionenpump ist König Peter von Ser­bien jetzt nach Deutschland gegangen. Er sucht in Dresden fluge Leute, die ihm auf seine Wechsel Geld vorschießen. Im Lande der hellen Sachsen wird er wohl vergeblich operieren.

Hof und Gesellschaft.

prinzen am 24. d. Mts. statt. Der Entwurf zu dem Bau stammt zum Teil von der Hand des Thronfolgers, ebenso die Grundidee für den um das Schloß anzulegenden großen Part, mit dessen Schaffung der Kronprinz einen königlichen Hofgärtner aus Potsdam betraut hat.

A Die Windhose. In Saarbrücken richtete in der Nähe der dortigen Dragoner- Kaserne eine Windhose schweren Schaden an. Von einer Kompagnie Soldaten, die in das Centrum der Windhose geriet, wurde eine Anzahl zu Boden geworfen und verlegt. Ein Fuhrwerk wurde gegen eine Mauer geschleudert. Viele Bäume wurden entwurzelt.

40 Menschen ums Leben gekommen. Aus der finnischen Hauptstadt Helsingfors wird eine furchtbare Katastrophe ge­meldet: Als ein kleiner Dampfer mit einem Schiff im Schlepptau Kirchenbesucher von der Aguneemi- Kirche nach einigen Dörfern am Tykajärvis- See überführen sollte, brach das oberste Deck des Schleppdampfers unter der Last der darauf stehenden zahlreichen Menschen zusammen. Diese stürzten in den See oder auf die unten befindlichen Per­jonen. 30 bis 40 Menschen sind tot, viele andere erlitten schwere Verlegungen.

* Beim Kaiserpaar fand auf Schloß Wilhelms­höhe aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers von Oester­reich gestern ein größeres Diner statt, an dem außer dem morgens eingetroffenen Kronprinzen auch der österreichische Botschafter v. Szögyeény- Marich und Militärattaché Major Klepsch- Kloth v. Roden teilnahm. Der Kaiser wird dem­nächst Schloß Wilhelmshöhe vorübergehend verlassen und sich nach dem Truppenübungsplaße Altengrabom begeben, wo in der Zeit vom 20. bis 22. d. M. große Kavallerieübungen vor dem Monarchen stattfinden. Gelegentlich seiner dortigen Anwesenheit werden dem Kaiser von den vereinigten Trom­peterkorps der auf dem Uebungsplate befindlichen Kavallerie­regimenter( über 250 Trompeter) Serenaden dargebracht, mit deren Leitung der Kgl. Musikdirigent Bromme vom Ulanenregiment Hennigs von Treffenfeld( altmärk.) Nr. 16 betraut ist. Während der Kaisermanöver wird zugleich mit dem Kaiser, wie jetzt bekannt wird, auch die Kaiserin der Stadt Halle einen Besuch abstatten. Sie trifft bereits einige Stunden vor der Ankunft des Kaisers am 6. September ein zur Teilnahme an der Einweihung der Paulskirche. Nach Beendigung der Feierlichkeit begibt sie sich sofort nach dem Bahnhofe zurück, um dort den Kaiser zu erwarten und mit diesem gemeinsam den Einzug in die Stadt zu halten.

Prinzessin Rupprecht von Bayern, welche auf ihrer jüngst beendeten Reise in Japan an Blind. darmentzündung erkrankte, unterzog sich in München einer Blinddarmoperation, welche glatt und ohne Komplikation

berlief.

Ein ähnlicher Unfall, der aber zum Glück keine so schweren Folgen hatte, trug sich in dem italienischen Hafen Spezia zu. Dort brach bei einem Wettschwimmen die ins Meer hinausgebaute Tribüne für die Zuschauer zusammen, und 60 Personen stürzten ins Meer. Nur dem Umstande, daß viele Boote zur Hand waren, ist es zu danken, daß niemand ertrank. Doch sind viele der Herabgestürzten mehr oder minder schwer verletzt.

Die Kronprinzessin von Rumänien wurde glücklich von einem Sohne entbunden.

Nab und Fern.

Ein gefährlicher Klavierlehrer. In Pasing wurde der Rentier Roedl in seiner Wohnung von dem Klavierlehrer seiner Kinder erschossen. Dieser, ein vor zwei Jahren nach Basing berufener 20jähriger Hilfslehrer Kastl, hatte mit der dreißigjährigen Frau Roedl unerlaubte Beziehungen an­geknüpft. Jetzt überraschte der Mann seine Frau und den Lehrer bei einem Zusammensein, und es kam zu einem furcht­baren Auftritt, in dessen Verlauf Roedl erschossen wurde. Kastl selbst hatte einige Stichwunden am Arm davongetragen. Die Polizei mußte den Lehrer bei seiner Ueberführung nach dem Gendarmeriegebäude vor der wütenden Volksmenge schüßen, die ihn lynchen wollte.

Neues Jagdschloß für den deutschen Kronprinzen. In der Enguther Forst bei Dels unweit der Försterei wird sich Kronprinz Wilhelm ein neues Jagdschloß bauen lassen, um daselbst alljährlich im Herbst Jagdaufenthalt zu nehmen. Die Grundsteinlegung zu dem Bau findet im Beisein des Kron­

Verunglückte Berglente. Auf der Karl Friedrich- Grube in Entringen( Kreis Diedenhofen) wurden drei Bergleute verschüttet. Die Leichen wurden geborgen. Beim Auf­ziehen eines Förderkorbes wurde auf Zeche Graf Schwerin" bei Dortmund die völlig verstümmelte Leiche eines Berg­manns gefunden, der anscheinend zwei Tage vorher in den Schacht gestürzt war.

O Eine neue Spielbank wurde in Altenburg auf der En­klave Moresnet an der preußisch- belgischen Grenze eröffnet. Auf diesem neutralen Gebiet finden sich jetzt die Spieler zusammen, die nach der Aufhebung der belgischen Spiel­banken obdachlos geworden sind. Schon am ersten Tage nach der Eröffnung war der Besuch aus Belgien und Deutsch­land überaus stark.

ihrer geschäftlichen Interessen, zu welcher sie durch die all. seitige schußzölnerische Politik geradezu herausgefordert werden. Wohl aber sollten die beteiligten Regierungen ihre Aufmerksamkeit auf diese Seite der Frage lenten. Wenn es möglich wäre, genauere Erhebungen darüber zu veranstalten, so würde man vermutlich staunen über den Umfang, welchen diese Internationalisierung der Industrie be reits erreicht hat. Auf einer gewissen Stufe der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung wird eben die Schutzpolitik zu einer unzureichenden Waff, deren Anwendung lediglich die Folge hat, industrielles Kapital aus dem Lande zu treiben. Daß dabei zum Uberfluß noch die Riesenfirmen auf Kosten der mittleren Industrie begünstigt werden, da lettere derartige Filialgründungen zumeist nicht mitmachen kann, sei nur nebenbei erwähnt.

Schreckensszene in der Schönbrunner Menagerie. In der Menagerie des Kaiserlichen Schlosses Schönbrunn bei Wien wurde ein Wärter von einem Bisonstier, einem Geschent des Kaisers von Rußland, angesichts zahlreicher Besucher mit den Hörnern aufgespießt. Es wurde ihm das Rückgrat ge­brochen und der Beklagenswerte zu Tode getrampelt. Ihm Hilfe zu bringen, war nicht möglich.

Bunte Chronik. Sieben Vergnügungsreisende, die von Chamonix zur Beſteigung des Mont Blanc aufgebrochen sind, find verschwunden. Man glaubt nicht, sie lebend aufzu­finden.

In Hamburg wurde der Lotteriekollekteur David Levy in seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Levy war ein menschenscheuer Sonderling.

Der Finanzagent Moritz Dürkheim aus Frankfurt a. M. ist unter Hinterlassung von mehr als zweihundert­tausend Mark Wechselschulden flüchtig geworden.

Internationalisierung der Industrie.

Lokales.

Gießen, 19. August 1903

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** Heß. Staatsmedaillen. Laut dem letzten Gr. Regterungsblatt ist für Ausstellungen von nicht nur lokaler Bedeutung innerhalb und außerhalb des Großherzog­tums Hessen eine Staats- Medaille in Gold, Silber und Bronce geschaffen worden. Die goldene Staatsmedaille wird durch den Großherzog, die anderen Klassen durch den Ressort­minister verliehen. Die Medaille wird nur hessischen Staats­Angehörigen und nur in Ausnahmefällen auch an nicht­hessische Staats- Angehörige verliehen. Sie darf nicht getragen werden.

* Graf Gustav Erbach- Schönberg beging gestern den 40jährigen Gedenktag seines Antritts des Be­sigers der Standesherrschaft. Der Graf, welcher gestern sein 63. Lebensjahr vollendet hat, ist Senior des Erbachschen Gesamthauses und zur Zeit der älteste der Gräflichen Standes­herren im Großherzogtum.

Seine Gemahlin, Gräfin Marie, Prinzessin von Battenberg ist die einzige Tochter des verewigten Prinzen Alexander von Hessen. Der älteste Sohn, Erbgraf Alexander ist vermählt mit Elisabeth, Brinzessin zu Waldeck und Pyrmont. Der zweite Sohn, Graf Viktor, steht als Leutnant im 1. Garde- Regiment zu Fuß in Bots­dam, während die einzige Tochter Gräfin Elisabeth noch im elterlichen Hause weilt.

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weshalb man darf. Das läßt man ihn ausdrefchen la an Ansehen u weshalb man fahren, weil durchaus nich

** Laut amtlicher Zusammenstellung betrugen im Jahre 1902 in den evangelischen Kirchen des Großherzog­tums die erhobenen Kirchentolleften 114 645,71 Mt., und zwar für kirchliche Armenpflege( ausschließlich der nicht für diesen 8& bestimmten Kirchenopfer) 82 362 Mt., für die Heidenmission 6342,22 Mt., für die innere Mission 4014,59 f., für hilfsbedürftige Diaspora Gemeinden des Inlandes 4360,26 Mt, für ausländische Diaspora 4387,87 Mt., für die Lutherstiftung 3924,50 Mt., für die Gustav Adolf- Stiftung 4759,82 M., für Bürgel 4060 Mk., und für verschiedene Zwecke 1( 34,52 Mt. An freiwilligen Bei­trägen zur Prälat Dr. Köhler- Schmitt Habicht- Stiftung gingen ein 822,40 Mt.

Wie gemeldet wird, steht ein großes rheinisches Hütten­werk im Begriff, sich mit einem belgischen Hochofenwerk zu fusionieren. Die Tagespresse knüpft daran Bemerkungen über die geschäftlichen Umstände der Fusion und erinnert dabei an die gerade in der belgisch lothringisch- luxembur­gischen Eisenindustrie schon wiederholt zutage getretenen Ver­einigungsbestrebungen, ohne jedoch, soweit wir sehen, die Frage aufzuwerfen, was die Motive diesen internationalen Fusionstendenzen wohl eigentlich zugrunde liegen mögen. Demgegenüber weist der Handelsvertragsverein darauf hin, daß es sich hier um Wirkungen der sogenannten ,, nationalen Wirtschaftspolitit" handle: Die gegenseitige wirtschaftliche Absperrung der Staaten, sowohl durch Zölle wie durch andere indirekte Mittel, als Staats­begünstigungen der einheimischen Industrie 2c., haben nämlich zur Folge, daß die großen Etablissements in immer zuneh­mendem Maße dazu übergehen, auf den für den Export mehr oder weniger verschlossenen Märkten des Auslandes Filialen zu errichten oder mit dort einheimischen Werken in eine Verbindung zu treten, um bei dem Absatz auf dem dortigen Markte die Eingangszölle vermeiden, bet öffentlichen Submissionen als einheimisches Wert auftreten und auf sonstigen Umwegen die offizielle Abschließungspolitik umgehen zu können. Und diese Industriezweige sind, wie sich schon oft herausgestellt hat, dann gerade diejenigen, welche in ihrem eigenen Vaterlande am eifrigsten für Hochschutz ein­treten; ja, die Erfahrung hat gelehrt, daß solche Werke die Abschließungsbestrebungen des betreffenden Auslandsmarktes oft aufs fräftigste unterstüßen, weil sie durch eine solche, deren Nachteile sie selber umgangen haben, nunmehr gegen die Konkurrenz ihrer deutschen Mitbewerber auf dem in Frage tommenden Gebiete geschüßt werden. Deutsche Werke als Förderer ausländischer Abschließung gegen Deutschland, das ist die letzte Konsequenz jener Wirtschaftspolitik, die den Anspruch erhebt, eine spe­zifisch ,, nationale" zu sein.

Es liegt uns fern, einem so handelnden Werke einen moralischen Vorwurf machen zu wollen. Denn schließlich bedeutet dies ja nur eine Form notwendiger Wahrnehmung

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** Philologentag. Die 47. Versammlung deut­scher Philologen und Schulmänner findet in den Tagen bom 7-10. Oftober in Halle statt. U. a. wird auch Pre­fessor Sauer Gießen einen Vortrag halten: Die Homer- Apotheose des Archelaos."

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Tas sozial emokratische Wahlkomitee des Wahlkreises Alsfeld- Lauterbach- Schotten hielt am vergangenen Sonntag in Alsfeld eine Bezirksver­sammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: die Tätigkeit der Partei während der letzten Reichstagswahl. Als Redner waren anwesend Dr. Michels aus Marburg und Stadtv. Orbig aus Gießen.

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Der Verbandstag Gabelsberger'scher Stenographen in Hessen und Waldeck, welcher Sonntag in Fulda stattfand, erfreute sich lebhafter Beteiligung und nahm einen anregenden, befriedigenden Verlauf. Als Dct des Verbandstages in 1904 wurde Alsfeld gewählt. Hervorragendes Interesse beanspruchte im Laufe des Sonn­tag- Programms die Festrede des Herrn Realschuldirektor Prof. Dr. Piz- Alsfeld über das Thema: Die Stenographie im Beruf und in der Schule."

** Der nächstjährige Weinbau- Kongreß findet in Neustadt a. H. statt.

* Der Vorschußverein Fulda hat seine Um­wandlung in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung beschlossen.

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Unfall. Gestern Vormittag glitt auf dem Trottoir am Brandplab Gießen eine ältere Dame aus und kam zu Fall, wobei sich dieselbe eine erhebliche Kopfwunde zuzog. Der Unfall wurde dadurch hervorgerufen, daß dort stehende Gemüsehändler, insbesondere Gurfenverfäufer, faule Gurken­teile auf die Straße und Trottoir warfen, obrohl dieselben am letzten Wochenmarkt auf die Folgen aufmerksam gemacht und ihnen dieses verboten wurde.

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Ueberfahren. Auf dem Gießener Bahnhof wurden heute Mittag 11.30 Uhr dem Weichensteller Adolf Reinhard aus Wieseck beide Beine abgefahren. Der Verun­glückte stand im 60. Lebensjahre.

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* Der Kriegerverein Gießen hielt gestern abend in seinem Vereinslokal, Restaurant Feidel, eine Haupt­versammlung verbunden mit der Gravelottefeter ab. Die Leitung hatte in Behinderung des 1. Vorsitzenden Oberamts­richter Wiener das Vorstandsmitglied Bommersheimer. Zu Eingang hielt der Ehrenpräsident des Vereins, Postsekretär a. D. Meyer, eine auf den Tag passende, recht patriotische Ansprache, welche er in einem Hoch auf Kaiser und Reich gipfeln ließ. Kam. Margolf erläuterte dann an der Hand einiger Karten den Verlauf des denkwürdigen Tages und betonte gerade die schwierige Aufgabe, die den hessischen Truppen zugefallen war. Von den Beschlüssen der Versammlung ist zu erwähnen: Die verstorbenen Kame­raden werden auch in Zukunft mit Musik beerdigt, außerdem

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