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Gießen, 18. August 1903

** Der Großherzog hat am 15. d. M. den Ge­richtsschreiber bei dem Amtsgericht Gießen Heinrich Dahmer zum Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Offenbach ernannt.

*

"

Privattelegramm der G. N. N." Bei der heute stattgefundenen Ziehung der 5. Klasse der 2. Hefs.­Thür.( Mitteldeutschen) Staatslotterie wurden folgende Ge­winne gezogen: 60000 Mart( Prämie) auf Nr. 8 84 743, welche zuletzt mit 300 Mart gezogen wurde, nach Darmstadt; 40 000 Mart auf Nr. 94 932 nach Alzey Nr. 86 869 Dornburg Nr. 67 011 Bensheim

20000

10000

5000

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Nr. 37871; je 3000 Mart auf 32 744 und 14172; je 2000 Mart auf 23 927, 43 575 und 99 791( Ohne Gewähr).

* Die 28. Hauptversammlung der Ludwigs­und Alice Stiftung für hessische Volksschullehrer wird am 30. September d. Js. im Saal des Festhauses zu Worm abgehalten. Es wird u. a. die Wahl von 3 Vor­standsmitgliedern vorgenommen. Es scheiden aus die Herren: Muhl- Vilbel, Scherer- Worms und Kaßlif- Darmstadt und 3

Erſaßmänner, von denen ausscheiden die Herren: Fuchs

Darmstadt, Knauß- Gießen und Mint- Bensheim.

†† Großfarben, 15. Aug. In der Nidda wurde heute Dröller hier tot aufgefunden. Sie war, wie mitgeteilt, auf Dienstag nach Vilbel vor Gericht geladen worden, um sich wegen der Anklage, das Verbrennen eines Kornhaufens verschuldet zu haben, zu verantworten.

* Unter- Schmitten, 15. August. Unsere Gemeinde hat seit kurzem elektrische Beleuchtung, welche vorzüglich funktio­niert( 11 Lampen und 2 Haus- Anschlüsse.) Nunmehr tritt die Wasserversorgungsfrage in den Vordergrund. Da nach der östlichen Höhe, dem sogen. Hainborn, Quellen vorhanden sind, so ist die Möglichkeit der Anlage einer Wasserleitung mit allen ihren Vorteilen nicht ausgeschlossen.

Nieder- Mörlen. Pfarrer Kohl beging dieser Tage das silberne Priesterjubiläum.

Windhausen. In den Gehöft des Joh. Scharch III. ist die Schweinerotlauffeuche festgestellt und über dessen Ge­höft die Sperre verhängt.

A Nidda, 15. Aug. Demnächst findet anf dem Hohe­rodskopf die diesjährige Familienkonferenz der Geistlichen des Defanats Schotten statt, zu der auch Geistliche der An Stelle benachbarten Dekanate Einladungen erhalten.

des ursprünglich bestimmten Referats des Herrn Pfarrers Bräß zu Darmstadt über Jugendfürsorge" wird Herc Pfarrer Koller zu Herchenhain einen Vortrag halten.

** Nidda, 15. Aug. An Stelle des von hier ver­

aus Gießen hier niedergelassen.

un:

17.90, fränkische Mt. bis- Riedgerste Mr. garische Mt. 17.50-18.50. Hafer, htesiger Mt. 14.50-14.90, fur­Hessischer Mt. 14.50-14.90, Württemberger Mr. bis bayerischer Mr. 14.60-15.10, russischer Mr. 14.20-15.10, Mais

Mixed Mt. 12.50-12.75, La Plata Mt. 12.35-12.50, weißer

Mais Mt. 12.70-13.20, russischer Mt.-.-.

Kilo ab hier. OS SIP Hope Apes pro 100

Frankfurter Vichmarkt. Zum Verkauf standen 498 Ochsen, 51 Bullen, 757 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 213 Kälber, 140 Schafe und Hämmel, 1468 Schweine. Aus Desterreich 189 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) bollfleischige, aus­gemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mr. 70-72, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mt. 67 bis 69, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 64-66, d) gering genährte jeden Alters Mt.- Bullen: a) vollfleischige

höchsten Schlachtwertes Mt. 63-65, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mt. 59-61, c) gering genährte Mt. Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a) vollfleischige. ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 66-68, b) voll fleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) Mr. 64-65, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 53-55, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 50-52, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 82-84 Pfg.( Lebendgewicht) 50-52 fg., b) mittlere Mast- und gute Saugfälber( Schlachtge= wich) 78-80 Pfg.,( Lebendgewicht) 46-48 Pfg., c) geringe Saug­fälber 61-64 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel 70-73 Pfg., b) ältere Masthämmel 66-69 Pfg., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) Pfa. Schweine: a) vollfleischige der

zogenen praktischen Arztes Dr. Bett hat sich Dr. Dauernheim feineren Raffen und deren Kreuungen inidb) 49 Big, by fleticbige ( Schlachtgewicht) 62 Pfg.,( Lebendgewicht) Pfg., ( Schlachtgewicht) 61 Pfg.,( Lebendgewicht) 48 Pfg. c) gering ent­wickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 55-59 Pfg., Lebendgewicht, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Her­Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der funft Bfg.

* Bad- Nauheim, 15. August. In der abgelaufenen Woche sind 1257 Kurgäste angekommen und beträgt die Gesamtfrequenz bis zum 13. Auguſt 1903 20023 Personen ( 1902 18 727), wovon am genannten Tage noch 6113 legten Donnerstag 247949( 1902 225 176) abgegeben. får bag Botale, but i do fit ben besteffentlichen Erefinate: 1. Biti ( 1902 5048) anwesend waren. Bäder wurden bis zum

Das Vieh wurde gerettet.

Markt geräumt.

Berantwortlich: für und Inseratenteil Albin Klein;

Drud und Berlag der Gießener Berlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.

ungen ein Raub der Flammen. Der Beſizer ist versichert. Ein Freund" der Landwirtschaft. Das Bieg Roth, 17. Auguft. Gestern wurde die neue von

** Die Baugenossenschaft des Gießener evan­gelischen Arbeitervereins hat bis Ende v. Js. 38 Häuser errichtet, deren Herstellungswert einschl. Grund und Boden etwa 284 760 Mt. betrug, ferner sind im laufenden Jahre 6 wettere Häuser erbaut worden. Die ber Berein auch einige größere Wiethäuser mit Helfen Woh meisten Häuser sind kleine Einfamilienhäuser, indessen besigt nungen, um solchen Leuten, die nicht in der Lage sind, sich Ober- Rosbach, 15. Aug. Bei einem Gewitter schlug ein Blizz in eine Scheune und wurde diese und dret Stall­ein Häuschen zu erwerben, die Vorteile des gemeinnüßigen Wohnungsbaues ebenfalls zu gute kommen zu lassen. Die Genossenschaft ist stets mit gutem Erfolg bestrebt gewesen, ihren Häusern äußerlich einen behaglichen und netten Ein­druck zu verleihen und die einzelnen Wohnungen den Be­dürfnissen des fleinen Mannes entsprechend auszugestalten. In sämtlichen Häusern wohnen nur minderbemittelte Familien im Sinne des Wohnungsfürsorgeges 8. Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder beträgt 100, unter letzteren sind sozusagen alle Stände vertreten, Fabrikanten und Arbeiter, Beamte und sonstige Bürger. Die Genossenschaft hat zur Hebung der Wohnungsverhältnisse in Gießen nicht unwesent lich beigetragen und es ist dies auch von der Stadt dadurch anerkannt worden, daß sie der Genossenschaft das Gelände für ihre Bauten für etwa die Hälfte des wirklichen Wertes überlassen hat. dai D. 3.

* Gestürzt. Einem Radfahrer brach gestern abend in der Neustadt zu Gießen die Gabel in der das Vorderrad läuft; der Fahrer, ein Spengler, stürzte über die Lenkstage und erlitt eine stark blutende Kopfwunde. Aerztliche Hülfe

war sofort zur Stelle.

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* Feldbergfest. Am nächsten Sonntag findet das 50. Feldbergfest statt, das an dem ursprünglich in Aussicht genommenen Tage, 23. Juni, durch die Ungunst der Witter­ung vereitelt worden war.

** Vogelsberger Rüstigkeit. Interessante Be­obachtungen fonnte man bei der gegenwärtigen Erntezeit machen in Bezug auf die Rüstigkeit, die den Greisen unseres Vogelsberges inne wohnt. Landwirte im Alter von 70-75 Jahren sieht man häufig auf ihrer Scholle, doch Männer im Alter von 70-80, ja 82 Jahren auf dem Felde die Sichel schwingen zu sehen vom Morgen bis zum Abend, setzt den Beobachter doch in Erstaunen. Wenn ein Mann

von 82 Jahren den ganzen Tag Garben bindet, wie man das in Belters hain beobachten konnte, so ist das doch ein Zeichen von Rüstigkeit das der Erwähnung wert ist; urwüchsige deutsche Kraft wohnt in eines solchen Mannes Arm. Das ist einer von den alten Barden deren Kraft nicht erlahmt und deren Hand nicht zittert, wenn sie das biblische Alter überschritten. Hätten wir nur alles solche Männer im deutschen Reich wie unsere Vogelsberger Land­wirte!

Lollar, 18. August. Gestern abend gegen 6 Uhr wurde einem Arbeiter von Salzböden auf der Main- Weser Hütte von einem Doppeltreibriemen der Arm vom Rumpf geschnitten. Der Bedauernswerte wurde sofort in ärztliche Behandlung genommen.

der Firma Bicker in Cölbe erbaute Lahnbrücke eingeweiht. Die Brücke ist ein massives Bauwert mit 4 Bogen Spann­weite und einen dazu führenden Damm, der zwei Flutbogen enthält. Die Kosten belaufen sich auf 75000 Mt., die die Gem inden Roth, Argenstein und Winkbach, sowie der Kreis n waren mit der Marburg tragen. Größere Festlichkeiten Einweihung verbunden.

-r. Marburg, 17. August. Am Samstag befanden sich drei vornehme russische Damen aus Moskau auf der Durch­reise nach Nauheim. In der Nähe von Kassel bemerkte eine aus Berlin kommende junge Dame, die im selben Kupee saß, daß ihr die Uhr von der Kette fehlte. Da die Sache den Eindruck machte, als sei die Uhr abgeknipst worden, so glaubte die junge Dame, die Ruſſinnen hätten ihr die Uhr entwendet. Sie machte davon auf hiesiger Station Anzeige, worauf die Russinnen in ein Zimmer geführt und untersucht wurden. Die Uhr fand sich jedoch nicht bei ihnen, sondern bei der jungen Dame selbst vor, bei der sie sich in den Kleidern irgendwo festgehakt hatte.

* Fulda, 18. Auguſt. Heute beginnt die zweitägige Bischofskonferenz, zu der u. a. Kardinal- Fürstbischof Dr. Kopp- Breslau, Kardinal- Erzbisch f Dr. Fischer- Köln, Erz­bischof Dr. Nörber- Freiburg, Weihbischof Dr. Likowski Posen, die Bischöfe Dr. Dr. Willi- Limburg, Rosentreter- Culm, Dingelstadt- Münster, Schneider- Paderborn, Korum- Trier, Thiel- Ermland und Voß- Osnabrück erscheinen werden.

*

Frankfurt a. M., 17. August. Eine wahre Selbst­mordmanie hat hier gestern und heute geherrscht. Aus Gram über den Tod seiner Frau erhängte fich heute bormittag, ein 59 Jahre alter Steindrucker, ferner wegen eines langjährigen Leidens eine 67 Jahre alte Privatiere. Den Revolver wählten ein Schreinermeister, der seinem Leben aus unbe­kannten Gründen ein Ziel seßte, und ein 25 Jahre alter Schreiner, der sich wegen eines ehelichen Zwistes eine Kugel in den Hals schoß, aber noch lebend in das Heiligegeiſtſpital gebracht wurde. Im Main wollte ein in den 20er Jahren stehendes Mädchen, mit ihrem 11/ 2jährigen Kinde auf den Armen den Tod suchen, wurde aber von vorüberkommenden Leuten daran gehindert.

*

am

wenn

Je billiger man füttert, d. h. mit geringerem Geldaufwand man eine bestimmte Leistung von seinen Tieren erhält, um so größer wird die relative Renta­bilität sein, das weiß heute jeder Landwirt. Kann dieser Satz nun einseitig so ausgelegt werden, daß nur der billige Einkauf oder die billige Erzeugung der Futtermittel damit gemeint sein soll? Ganz ficher nicht, denn die bloße Erfahrung lehrt uns, daß die Berdaulichkeit der Nährstoffe eine hervorragende Rolle spielt. Diese Verdaulichkeit ist an gewisse Bedingungen gefnüpft, die einerseits in dem Futtermittel selbst, anderseits in der Verdauungskraft des Individuums begründet liegen. Ein Tier mit fräftig funktionieren­dem Verdauungsapparat wird das Futter beſſer ver­werten, als ein solches, dessen Organismus auch sonst gesund, doch weniger Leistungsfähig ist; dieſe Tatsache fann sogar ein Professor nicht bestreiten! Gin sonderbarer Gelehrter ist nun der Ansicht, man müsse solchen, weniger guten Futterberwertern eben mehr und andere Tiere zu produzieren vermöchten. Damit wäre besseres Futter bieten, damit sie gleiche Leistungen wie die Frage des Umfanges der Leistungen vielleicht zu lösen, unter keinen Umständen aber derjenige der Rentabilität; diese erfordert unbedingt billige Fütter­ung, und die kann nur dann erreicht werden, wenn es gelingt, das Futter bis an die Grenze der Möglichkeit auszunutzen. Als Hülfsmittel zu diesem Zweck stehen dem Landwirte seit Jahren die verschiedensten Diätetika zur Verfügung, und man darf sagen, die Landwirte haben sehr bald das Gute herauszufinden gewußt und konsumieren darum schon im Interesse der Dekonomie nur eine Sorte, die sich als vorteilhaft erwiesen hat. So ist zum Beispiel die Regensburger Futterwürze Bauernfreude" in ca. 30 000 Betrieben eingeführt, und Sie täglich einlaufenden Anerkennungen und Nachbe­ſtellungen beweisen zur Genüge, welche Dienste das Präparat im Stalle leistet. Nun kommt aber plöklich einem Freunde" der Landwirtschaft in den Sinn, die Verweisung dieses Anregungs- und Genußmittels in die Apotheke zu beantragen, weil es ein Tierheilmittel set. Wir verzichten darauf, aus den ureignen Worten des Antragsstellers die geeigneten Folgerungen zu ziehen, wollen es uns aber nicht versagen, die Land­wirte darauf aufmerksam zu machen, welches die Kon­Die na Bauernfreude" würde, aus der Die nach Ansicht des betreffenden Gelehrten ſequenzen für die Rentabilität der Wirtſchaft ſein

Kassel, 17. Aug. Der Kaiser und die Kaiserin, welche gestern Abend 10 Uhr 50 Min. von Wildpark im Sonder­zug abfuhren, trafen heute früh 7³½ Uhr auf Bahnhof Wilhelmshöhe ein und begaben sich in Hofequipagen zum Schloß, von der troß der früheren Morgenstunde + Grünberg. Unſere Wegbaukommiſſion iſt gar Bahnhof sowohl, wie am Schloß zahlreich angesammelten manchmal schon getadelt worden; in diesem Jahre Menschenmenge enthusiastisch begrüßt. Nachdem das Kaiser­fönnen wir sie aber nur loben. bis jetzt am Weg- paar auf Wilhelmshöhe eingetroffen war, wurde sofort die heute schon zu große Absperrung des Parkes vorgenommen. Die Kassellaner bau geschehen ist, Steinweg mit find bekanntlich von dieser Absperrung nicht sonderlich er­baut, da dadurch andere, zur Kur auf Wilhelmshöhe weilende Fremde vertrieben werden.

für

gut befunden werden Troßdem ein Bürger die geschehenen Ausfüllungen an Feldwegen dreckig" gefunden haben soll. Nur so fortfahren, dann werden mit ganz geringen Kosten alle unsere Grünberger Wege nach und nach auch gut. Abonnenten

einmal zu Wort kommen. D. Reb.)

Reden der Herren

Marktbericht.

Um zu erfahren,( Hier lassen wir einen unerren Stadt- Gieken, 18. August. Auf dem heutigen Wochenmarlt lofteten Butter väter klar" sehn, ist es gt nötig, die einzelnen Bürger wissen wie ihre Erwählten zu den ein­

fennen zu lernen. Die

zelnen Posten der Tagesordnung sich äußern.( Wir schlagen da vor, wer sich dafür interessiert, möge den Sigungen doch beiwohnen; der Stadt Stadt kann man doch nicht zumuten, extra noch einen Stenographen und dann die Drucklegung dieser Reden auf ihre Kosten zu übernehmen. Der Vorschlag unferes wertgefch. Mitarbeiters ist bis jeßt unseres Wissens in feiner Stadt zur Brazis geworden. D. Red.)

r. Azbach( Kr. Weßlar). Am verflossenen Sonntag Morgen in aller Frühe hat ein hiesiger Landmann, namens Keller seinen Tod in der Lahn gesucht. Derselbe lebte in sehr guten Verhältnissen und stand bereits im hohen Alter bon 73 Jahren. Ein anderer Landmann hatte an dem­selben Morgen das Unglück bei dem Viehfüttern aus der Scheune zu stürzen, sodaß er nach verbracht werden mußte. nach Gießen in die Klinik

-

Enteneter

per Pfd. 1.00-1.20 mt, Hühnereier 7-8 Pfg., St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg... Käſematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar Mr. 0.70-0.90, Sühner per Stüd Mt. 1.20-1.70, Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.10, Enten per Stüd 1.80-2.00, Gänse p. Pfd. 54-60 Pfg. Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 fg, Rindfleisch per Bfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 8.00-00.00 m., Zwiebeln per 3t. Mt. 6.50-7.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch ver Liter 18 Pfg.

*** Fruchtpreise am Grünberger Frucht markt, vom 15. August. Weizen 00,00, Korn 14,00, Gerste Hafer 14,00-00,00, Erbsen 00,00, Samen 00,00, Kartoffeln 8,00-00,00 Mart. Alles per Doppelzentner. Frankfurt a. M. An Weizen, hiesiger und Wetterauer 17. August. Fruchtmarkt, Es

notierten nach Qualität: Mt. 16.50-16.60, furhessischer Mt. 16,60-16.70, norddeutsch. Mr. b., Kansas mf. 17.50-17.80, Roggen, hiesiger Mt. 13.50 bis 13.65, russischer Mf. 14.20-14.50. Amerikaner Mt. 14.40 bis 14.90, Gerste, hiesige Mt. bis Pfälzer, Mt. 17.20 bis

würden.

Apotheke bezogen, das Neunfache fosten. Heute bezahlt man bei Bezug per Postpacket 60 Pfg. für das Pfund, in der Apotheke dagegen müßte man 5-6 Mark für das gleiche Quantum zahlen. Dieses Verfahren nennt man wohl sich um die Landwirtschaft hoch verdient daß der Antrag machen??? Wir denken, daß der Antrag des Waffer war, rührigen Herrn ein Schlag viele andere zuvor, die Landwirte brauchen darum in absehbarer Zeit noch keineswegs auf die Vorteile der Bauernfreude", die man so gern mit allen Mitteln bernichten möchte, zu verzichten. Nach wie vor fertigt die Chemische Fabrif Th. Laufer in Regensburg die rühmlichst bekannte Futterwürze Bauernfreude" in alt­bewährter Zusammenseßung, und wer die Freßluft seiner Tiere erhöhen, die Verdauungstätigkeit derselben steigern, die Ausnutzung der Futterstoffe auf eine höhere Stufe bringen, kurz eine höhere Rentabilität der Viehzucht Die Erfahrung ist sich sichern will, nehme einen Versuch mit dem aner­fannt vortrefflichen Präparat vor. mehr wert als eine leere Doktrin bom theoretischen Standpunkte aus, man lernt dadurch eben die Dinge in ihrer Wirklichkeit erkennen und hütet sich in Zukunft vor den großartigen Einfällen gelehrter Herren, die es nur auf eine Unterjochung der Theorie unter die Praxis [ 2040] abgesehen haben.