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führen kann. Der Konflikt ist in Meinungsverschieden­heiten über die Behandlung der Obstruktion begründet.

* Die Polizei in Oakland( Kalifornien) hat angeblich Beweise eines gegen den Präsidenten Roosevelt ge­richteten Anarchisten komplotts entdeckt. Bekanntlich wurde kürzlich der Bruder des Präsidentenmörders Czolgɔsz in Kalifornien verhaftet.

Hof und Gesellschaft.

*** Der Kaiser nahm auf dem Ererzierplaz Fres caty bei Mez eine Besichtigung des Königs- Infanterieregi ments Nr. 145 vor. Später begann im Beisein der Kai­serin eine Gefechtsübung, die in einem Angriff auf das Fort ,, Württemberg" bestand. Inzwischen hatten sich die übrigen Truppenteile der Meter Garnison zum Parade­marsch aufgestellt. Der Gouverneur von Mez, Generalleut­nant Stößer, leitete die Parade. Die Infanterie mar­schierte in Regimentskolonne vorbei, die Kavallerie in Schwadronsfront, die Artillerie in Batteriefronten, die bei­den letzten Truppenteile im Trab. Der Kai­ser, der die Uniform des Königs- Infanterieregiments trug, führte das Regiment der Kaiserin vor. Nach dem Vorbeimarsch wurde Kritik abgehalten. Gegen 1 Uhr ritt sodann der Kaiser an der Epiße des Königs­Infanterie- Regiments nach dessen Kaserne in Montigny. Die Kaiserin hatte vor der Parade die Krankenanstalt ,, Maternité" zur Pflege armer Mütter und die im Vor­ort Montigny befindliche Haushaltungsschule des Mar­thastifts besucht. Bei der Parade erlitt Graf Hülsen­Haeseler, der Chef des Militärkabinetts, einen Schlagan­fall. Er wurde nach dem Lazarett beim Vorort Montigny geschafft. Nachmittags fuhr der Kaiser in Begleitung des neuen kommandierenden Generals des 16. Armeekorps Stößer an der Wohnung des bisherigen kommandierenden Generals Grafen Haeseler vor, stattete diesem einen Kran­kenbesuch ab und weilte eine halbe Stunde bei ihm.

Hite Wunden, neue Schmerzen. Eine französische Preßkampagne gegen Bismarck. In einigen französischen Blättern herrscht wieder ein­mal eine sehr gereizte Stimmung gegen Deutschland, und ihr ,, Furor gallicus" macht sich in Schimpfereien gegen al­les, was deutsch ist, Luft. Den Anlaß zu diesem Auflodern unter der Asche schlummernden Grimmes boten den Fran­zosen die jüngst erschienenen Feldzugsbriefe Bismarcks an seine Gattin, die der ,, Matin" seinen Landsleuten in einer mustergiltigen Uebersetzung zugänglich gemacht hat. In einem dieser Briefe schildert Bismarck den Einzug der preußischen Truppen in Paris und schreibt dann: Don­nerstag, als man wieder zum Rückzug blies, folgten Tau­sende von Parisern Arm in Arm mit unseren Soldaten." Diese Worte sind es, die den Zorn der Franzosen erregt haben, und die von ihnen als schändliche Verleumdung bezeichnet werden. Der Temps" erhielt eine ganze An­zahl Zuschriften, die die Sache richtig stellen und der Be­hauptung Bismarcks direkt widersprechen. Ein Exkorporal der Nationalgarde, vom 10. Bataillon, 5. Kompagnie, schreibt: ,, Alle diejenigen, die, wie ich, im Jahre 1871 dem Abzug der preußischen Truppen von den Champs- Elysées beigewohnt haben, werden ganz energisch gegen die Be­hauptungen Bismarcks, der in seinen Briefen erklärt, daß die Pariser mit seinen Soldaten fraternisiert haben, pro­testieren. Das ist nicht nur unrichtig, sondern es fand gerade das Gegenteil statt. Als Nationalgardist vom 10. Bataillon war ich mit meinen Kameraden auf der Place de la Concorde, da wir den Auftrag hatten, die Rue Saint­Florentin abzusperren; und wir konnten die Menge, die Hinter uns stand, nur mit großer Mühe hindern, sich den Durchgang zu erzwingen, um allerlei Kehrichtstoffe der häßlichsten Art zu werfen. Etwa zwanzig Per­sonen gelang es, mit Gewalt unsere Linie zu durchbrechen und sich auf eine Dirne zu stürzen, die aus der Avenue des Champs- Elysées tam, wo die deutschen Soldaten sich auf­hielten. Bevor wir die Leute ergreifen konnten, um sie zurückzutreiben, war die Frau von ihnen schon entkleidet und in das Wasserbecken geworfen, das sich auf dem Plazze befindet. Diese Tatsachen, die von vielen Augenzeugen bestätigt werden können, beweisen die Unrichtigkeit der beleidigenden Behauptung Bismarcks." Der ,, Eclair" sucht Bismarck mittelst der Erinnerungen Charles Yri­artes zu dementieren: ,, Es war halb 9 Uhr morgens. Auf den Champs- Elysées war fast kein Mensch, höchstens hier und da einige Leute, die dort zu tun hatten. Die Husaren bienten als Plänkler. Das Regiment stand vor dem In­dustriepalast; der Generalstab wagte sich bis zu der Place de la Concorde vor. Wenn man wirklich etwas schrie, so war es nur: ,, Es lebe die Republik!" Die Straßburgstatue war während der Nacht mit einem Trauerflor bedeckt worden. Die Läden waren geschlossen und trugen die Auf­schrift: Geschlossen wegen Nationaltrauer". An den Fen stern sah man schwarze Fahnen. Am 2. März strömte eine Anzahl Beschäftigungsloser zu den Champs- Elysées, aber ihre Neugierde war hauptsächlich agressiver Natur. Ms Passanten in Zivil den in Uniform befindlichen Wal­bersee grüßten, wären sie von dem Publikum beinahe zer­rissen worden, wenn sie sich nicht als Berichterstatter eng­lischer Blätter zu erkennen gegeben hätten. Nur einen ein­zigen Ruf: ,, Es lebe Preußen!" hörte man in der Rue Saint- Florentin, und der Unbekannte, der ihn ausstieß, wäre beinahe gelyncht worden. Was Bismarck betrifft, so tam er nicht zu Pferde an, wie er gesagt hat, sondern im geschlossenen Wagen. Einmal zeigte sich sein Kops am Fenster, und jemand rief ihm ein starkes Schimpf­wort zu; das ist alles!" Es kommt nur darauf an, wem man mehr glauben will, dem Fürsten Bismarck oder einem in den weitesten Kreisen unbekannten Charles Yri­artes.

Nab und fern.

::: Ein Kaiserparade- Jubiläum. In Gegenwart des Kaisers findet bekanntlich am 29. Mai auf dem Döberizer Truppen- Uebungsplate nach einer großen Gefechtsübung des Garde- Korps die Enthüllung eines König Friedrich II.­Monumentes mit anschließender Truppenparade statt. Nicht ohne Absicht hat der Kaiser gerade den 29. Mai zu diesem Feſtatt auserkoren. Vor fünfzehn Jahren, am 29. Mai 1888, war es bekanntlich, wo der Kaiser als Kronprinz und Kommandeur der aus dem 2. und 4. Garderegiment z. F. und dem Garde- Füsilierregiment bestehenden 2. Garde- Infanteriebrigade diese dem tot­

Tranken Vater Kaiser Friedrich Ill. im Charlottenburger Schloßparte vorbeiführen konnte, die einzige Parade, die der edle Dulder als Kaiser abnahm. Zum Gedenken an diesen Tag hat der Kaiser bisher stets am 29. Mai mit ,, seiner" Brigade exerziert und abwechselnd bei einem der drei Offizierkorps diniert. In diesem Jahre aber jährt sich dieser Tag zum 15. Male, zwar kein regel­rechtes Jubiläum, aber immerhin ein bemerkenswertes Er­eignis, und gerade deshalb hat der Monarch die Mɔ­nument- Enthüllung auf diesen Tag anberaumt.

* Der älteste praktizierende Arzt Deutschland feierte soeben seinen 90. Geburtstag. Es ist der Sani­nitätsrat Dr. med. Lüring zu Ahlfeld. Der Greis übt seinen verantwortungsvollen Beruf seit dem Jahre 1837 aus und besucht noch jezt trop seines hohen Alters seine schwerkranken Patienten persönlich.

Eine Ballonfahrt über den Atlantischen Ozean will der französische Luftschiffer Godard unternehmen. In den Berechnungen des Godardschen Planes und frü­herer Projekte- auch André grübelte einst über die Möglichkeit einer Luftreise von Amerika nach Europa spielen natürlich die anhaltenden Winde, die zu gewis­sen Zeiten zwischen der alten und der neuen Welt herr­schen, die entscheidende Rolle. Mit einer Durchschnitts­geschwindigkeit von etwa 50 mtr. in der Stunde würde die Reise über den Ozean von Newyork nach Europa etwa zehn Tage betragen; da jedoch unvorhergesehen niedrige Verhältnisse eintreten können, rechnet Godard mit einer möglichen Reisedauer von 40 Tagen. Diese Leistungsfähigkeit will Godard mit einem Ballon vɔn 29 Mtr. Durchmesser und etwa 13 000 Kubikmtr. Größe erreichen. Zudem soll noch in acht kleinen, an der Gon­del befestigten Ballons 2000 Kubikmeter Reservegas mit­genommen werden. Im übrigen gehören außer dem gro­Ben Proviant eine Menge Werkzeuge und ein mit Pe­troleummɔtɔr versehenes Alluminiumboot zur Aus­rüstung des Unternehmens.

Durch ein Pfcifcurohr tödlich verletzt wurde ir Baden bei Wien der Kutscher Alois Krenzl. Er stürzte von seinem schnell fahrenden Wagen und fiel auf das Rohr der kurzen Preise auf, die er im Munde hielt. Das Rohr wurde wurde dem Unglücklichen mit solcher Gewalt in den Mund geschlagen, daß die Spitze den Oberkiefer durchstieß und unter dem Ohre herauskam. Es besteht geringe Hoffnung, den Verwundeten am Leben zu erhal

ten.

)( Reich wider Willen ist durch eine Laune Fortunas ein kleiner siebenjähriger Straßenjunge in Lissabon ge worden. Der Kleme mußte sich und seine Eltern durch das Verkaufen von Lotteriescheinen für das landesübliche kleine Lotto ernähren. Noch in letzter Stunde die Lotterie­ziehung hatte bereits begonnen schickte ihn sein Bater unter Prügeln auf die Straße, er müsse noch die letzten Anteilscheine verkaufen. Schon wurden die Nummern durch die Straßen ausgerufen, als das Kind noch immer die Vorübergehenden anflehte, man möchte ihm seins Lose abnehmen. ,, Aber Bengel," rief ihm plößlich ein thr licher Herr zu du verkaufst ja das große Los!" Der Knabe stürzte nach Hause, wo ihn der Vater wieder mit Prügeln empfing, weil er noch Lose in seinen Händen sah. Darunter war aber wirklich das große Los mit einem Tref­fer von 150,000 Francs.

V Die Auslieferung einer marokkanischen Harems: dame erregt in Spanien große Entrüstung. Seit etwa Monatsfrist weilte in Sevilla eine 17jährige, bildschöne Marokkanerin, namens Fatima, die dem Harem des Cul­tans Abd el Asis in Fez entflohen und über Tanger nach Epanien gelangt war. Eine vornehme Dame in Sc­villa nahm sich der Unglücklichen an und gewährte ihr Wohnung und Schuß. Zum Dank dafür trat Fatima zum Christentum über und wurde jüngst in der Kathedrale von Sevilla von dem dortigen Erzbischof getauft. Her­ren und Damen aus der vornehmsten Gesellschaft über­nahmen die Patenschaft. Mittlerweile tat die Regierung des Sultans alles, um den Aufenthalt der entflohenen Sklavin und Geliebten auszukundschaften. Als sie ihren Zweck erreicht, ſtellte sie bei der spanischen Regierung den Antrag, das arme Mädchen auszuliefern. Diese gab ohne weiteres nach; denn daß sie sich das Versprechen eben ließ, daß dem Mädchen nichts zuleide geschehen olle, ist nicht ernst zu nehmen. Sobald das Mädchen ich in Marokkɔ befindet, hat die spanische Regierung ar kein Mittel, irgend etwas über das Schicksal der Inglücklichen in Erfahrung zu bringen. Das Geschick des rmen Mädchens ist klar; es wird erdrosselt oder ersäuft erden, nachdem es an den Pranger gestellt und öffent­ch ausgepeitscht sein wird. Die gesamte Presse ist ent­üstet über die Handlungsweise der spanischen Regierung nd wirft ihr die Beihilfe an einem Verbrechen vor. Bunte Chronik. Der bekannte deutsche Weltmeister= fahrer Paul Albert, der vor kurzem, wie erinnerlich, auf einer Automobilfahrt bei Biebrich schwer verunglückte, ist an den erlittenen Verlegungen gestorben.

-Wie aus Kiel gemeldet wird, fand das Ansegeln des Kaiserlichen Yachtklubs, welches die Saison offiziell er­öffnet, bei mäßigem Winde aus westlicher Richtung statt. Die Fahrt ging, wie alljährlich, nach Eckernförde.

Der Schachmeister Lasker wird sich dauernd in Amerika niederlassen; er hat die Vertretung einer Ver­sicherungsgesellschaft übernommen.

- Wie aus Danzig gemeldet wird, wurde der Sohn des Rittergutsbesizers Wolschow auf Kamlau im Kam­lauer Walde von einem Wilderer durch einen Schuß in die Brust schwer verletzt. Der Wilderer ist verhaftet worden.

In Straubing fand die Hinrichtung von zwei Raub­mördern, dem Sattlermeister Karl Bradl und seinem 22­jährigen Sohne Max statt. Sie hatten am 18. November v. Js. an dem Reisenden David Bermann von Gunzen­hausen einen Raubmord verübt.

- Die kriegsgerichtliche Verhandlung gegen den Fähn­rich zur See Hüssener wird am 26. d. Mts. in Kiel beginnen.

Durch die Explosion von Dynamit, das vom Bau ber Jungfraubahn in einem Felsstücke zurückgeblieben war, wurde ein Arbeiter in Stücke zerrissen und drei andere Personen schwer verletzt.

- Auf dem in Mährisch- Ostrau gelegenen Karolinen­schachte brach, nachts ein großer Brand aus, der erst mɔr­gens gegen 3 Uhr lokalisiert werden konnte. Ob Men­schen dabei verunglückt sind, ist noch nicht bekannt.

Vermischtes.

)-([ Einen mittelalterlichen unterirdischen Gang] hat man in Trier entdeckt. Dort stieß man bei Kanal­arbeiten zwischen dem Engelstor und demi altrömischen Kaiserpalast in der Tiefe von 3 Meter auf ein sestver­mauectes Gewölbe. Als man den Eingang durch Entfer nung des Mauerwerks freilegte, jah man einen offenen Gang vor sich, der in der Richtung nach dem Kaiser­palast weiterführte. Man konnte etwa 60 bis 70 Meter ungehindert vordringen. Das guterhaltene Gewölbe hat gewaltige Ausdehnungen und führt in das Gelände des Kaiserpalastes. Man ist in Fachkreisen der begründeten Ansicht, daß der unterirdische Gang der Kaiserlichen Fa­milie als Zuflucht bei einem etwaigen Angriff auf den Kaiserpalast dienen sollte.

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:::[ Buchstäblich wahr.] Aus Frankfurt a. M. wird fol­gendes Histörchen erzählt, das einem dortigen Gerichts­bollzieher mit einem Herrn passierte, bei dem er ein häufiger, aber ungern gesehener Gast ist. Dieser Tage fam der Beamte wiederum vor die Tür seines Geschäfts­freundes, wo ihm aber ein großes Plakat entgegen­lachte: Ich bin ausgezogen". Der Beamte verfügte sich zum Hausherrn, der ihm aber versicherte, der Herr sei absolut nicht ausgezogen, er befinde sich sogar sehr fidel und sei daheim. Der Mann des Gesetzes holte cinen Schlosser und ließ die Tür öffnen. Wie erstaunte er, als er seinen Klienten munter und gesund im Bett vor­fand. ,, Aber wie kommen Sie dazu, anzuschreiben, Siz seien ausgezogen? Wissen Sie nicht, daß das eine-?" ,, Aber, lieber Freund, erlauben Sie," entgegnete mit mil­dem Vorwurf der andere, ich bin wirklich ausgezo­gen." Und zum Beweise steckte er sein unbefleidetes stach­liches Bein unter der Decke hervor. Er war in der Tat ausgezogen.

£[ Ueber einen eigenartigen Habichtfang] wird aus Tilsit berichtet. In das Zimmer des Brückengelderhebers an der dortigen Schiffsbrücke schoß plößlich ein Sperling, gefolgt von einem großen Hühnerhabicht. Der Beamte schloß sofort die Tür, so daß beide Vögel gefangen waren. Den kleinen Sperling zu ergreifen, war nicht schwer; aber der Habicht wehrte sich kräftig, und erst nachdem er drei Personen mit seinen Krallen an den Hän­den stark verlegt hatte, gelang es, ihn in einen Draht­fäfig zu sperren. Der Sperling wurde in Freiheit ge­setzt, der Habicht dagegen soll getötet und ausgestopft werden.

$[ Die Hauptsache.] Der bekannte Tenorist Elezak vɔm Wiener Hofoperntheater hat, wie von dort gemeldet wird, vor kurzem als Telegrammschriftsteller in recht glücklicher Weise debütiert. Anlaß hierzu gab ihm ein eigentüm­licher, mit sehr bescheidenem Honorarsaz versehener Gast­spielantrag eines Berliner Theateragenten. Dieser Ge­schäftsmann telegraphierte ihm: ,, Offeriere zwei Abende Kgl. Oper Lohengrin, Tannhäuser. Honorar 600 Mt. Eh­rensache." Der Sänger war nicht faul und schrieb so­fort auf das bezahlte Rückantworts- Exemplar des Te­legramms:

Ehrensache Nebensache. Geldsache Hauptsache!

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(!)[ König Eduard in Schottland.] Der Leiter einer Londoner Gesellschaft hatte eine schottische Firma zum Annoncieren aufgefordert und erhielt folgende Ant­wort: Auf Ihr Schreiben teilen wir Ihnen mit, daß Sie aus Schottland keine Anzeigen erhalten werden, so lange Sie die VII hinter den Namen des Königs Eduard setzen. Das schottische Volk erkennt den König als den ,, ersten" Eduard eines neuen Reiches an, und dieses Reich ist britisch, nicht englisch. Es ist bedauerlich, daß man über diese Dinge im Süden nicht besser unter­richtet ist." Gerade so schrecklich, als wenn man in Bu­dapest vom Kaiser spricht!

()[ Die größte Zeitung.] Di: New York World feierte ihren zwanzigsten Geburtstag durch die Ausgabe einer aus 140 Seiten bestehenden Sondernummer. Es ist die größte Zeitung, die je veröffentlicht wurde; sie enthält fast 570 Spalten Anzeigen. Alle Epoche machenden Er­eignisse seit dem 11. Mai 1883, als Joseph Puliger, der Redakteur und Besizer, die alte World übernahm, sind bildlich festgehalten. Ferner sind die Glückwünsche vieler bedeutender Amerikaner abgedruckt, darunter von dem früheren Präsidenten Cleveland, von General Miles, Ad­miral Dewey, Whitelaw Reid und Richter Brewer. Cle­veland erinnert die World daran, daß er ohne ihre kräftige Befürwortung im Jahre 1884 nicht zum Bräsi­denten erwählt worden wäre.

)-( Amerikanischer Studentenkomment.] Wenn auch auf unseren Universitäten gar manche Sitten herrschen, die den Philistern", wozu vor allem die lieben Eltern zählen, oft recht wunderlich und tadelnswert vorkommen, so können sich doch alle, die es angeht, trösten, daß es in anderen Staaten nicht besser ist. Wer über den Drud Flagt, der auf die Füchse" bei uns von seiten der ,, Bur­schen" ausgeübt wird, der wende seine Blicke nach dem freien Amerika, und er wird mit Verwunderung erkennen, daß dort dieser Komment viel, viel schlimmere Formen an­nimmt, als bei uns. Bei Gelegenheit des Banketts der neu immatrikulierten Studenten der Cornell- Universität, so wird aus Newyork gemeldet, kam es zu einer großen Schlägerei zwischen den Füchsen" und den älteren Se­mestern. Die letzteren, die sich Sophomores nennen, ver­suchten, das Bankett zu stören, stießen aber auf eine so­lide Phalanx von etwa 100 Gegnern und wurden von die­[ en zurückgeworfen. In dem Getümmel erlitten 30 Per­sonen so schwere Verlegungen, daß sie in ein Hospital ge­bracht werden mußten. Sechs der Sophomoren wurden zu Gefangenen gemacht, gebunden in die Festhalle gebracht und dort gezwungen, Lieder zu Ehren ihrer Besieger zu jingen. Derartige Roheiten kommen Gott sei Dank auj beutschen Hochschulen nicht vor.

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:::[ Ein eigenartiger Zahnkünstler"] ist Otto Pe­terson, der Lehrer des dänischen Athleten klubs Brooklyn. Sein soeben der Zirkusfirma Barnum und Baily gemachtes Anerbieten ist entschieden sensationell und bedeutungsvoll. Peterson macht sich anheischig, sich von der höchsten Etage eines Newyorker Wolkenkrabers" bis zur Spitze des Manhatta- Turmes hinüberwinden zu lassen, und zwar will er dabei mit den Zähnen an einem über das Leitseil geschlungenen Strick hängen. Die Firma Barnum und Baily wird ihn, falls er das Wagnis glücklich vollbringt, in ihren Zirkus als den Champion aller starken Zahnmenschen engagieren.

burde, leitete der wei Liedervorträ die unter der Label zu Gehö Damen- Turnrieg aufgeführten M fungsvorträgen e Stadtverordnete Ansprache, inden

über die Damen mal aufgetreten i das die Teilnehm fröhlicher Stimmu

Betr.: M Die Neue

Namen der S Armenpfleger Senntnis.

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$ 3 Bezirks Gitellvertreter: 2 Heinrich Becker Fabritant. Konr Defonom. Wilhe Badermeifter.

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Simon, Meggern play, Braugaffe, S grafenstraße, Linde allage Nr. 3-15, bergstraße, Sonne wg, Wiesenstraße

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bctreter: Louis Butchacker, Kaufma

Roch, Assistent b. U

Sinrich Schmall, Bezeichnu rige, Eichgärten, beg, Grünbergerstr annstraße, Licherst berg, Neue Bäue,

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