Ausgabe 
18.2.1903 Erstes Blatt
 
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TASTERS

Inland oder im Ausland handelt, preußischen Unterneh­mern die Ausfuhr ihrer Erzeugnisse unmöglich gemacht wird. Handelsminister Möller sprach sich gegen den An­trag aus, weil derselbe gegenstandslos sei. Nach längerer Debatte zog Abg. Deser seinen Antrag zurüd, worauf die Beratung vertagt wurde.

Nab und fern.

Zwei deutsche Deserteure, angeblich vom 22. In­fanterieregiment in Breslau, sind, vor Hunger ganz entkräftet, in Paris eingetroffen und haben ein Polizei­tommissariat aufgesucht, wo sie die Absicht kundgaben, in die Fremdenlegion einzutreten. Die Ausreißer heißen Emil Komolta und Friedrich Wütscharm(?). Sie wollen bas deutsche Heer verlassen haben, weil sie von Unteroffi­zieren mißhandelt worden seien. Dem Komolka sol­len mit einem Gewehrkolben mehrere Zähne ausge­schlagen worden sein. Die beiden gingen zu Fuß von Breslau nach Paris; bei Tag schliefen, bei Nacht wan­berten sie. Unterwegs lebten sie von Brot und bettelten sich fümmerlich durch ganz Deutschland durch. Als sie in Paris eintrafen, hatten sie keine Sohlen mehr an den Stiefeln, und ihre Kleider waren ganz zerrissen. Auf der Polizei versprach man, für sie zu sorgen. Also be­cichtet wenigstens der ,, Gaulois"-- und der muß es ja vissen.

V Von Bruderhand gefallen ist der Tischlergeselle Her­mann Riemann in Berlin. Er geriet mit seinem Bruder, einem Gärtnery fen aus Rummelsburg in der Annen­straße in einen Streit. Die beiden Brüder schlugen auf­einander los und wälzten sich förmlich auf der Straße. Die Umstehenden dachten anfangs, es handele sich um eine geringfügige Schlägerei Betrunkener. Plöblich brach jedoch der eine der jungen Leute, von einem Messerstich ge­troffen, zusammen; der Täter wurde sofort verhaftet, be­hauptete jedoch dem Schußmann gegenüber, sein Bruder habe sich die Verlegung selbst beigebracht. Der Ver­wundete wurde in einer Droschke nach dem Krankenhause Bethanien gebracht, starb jedoch während des Transportes. ) Einem Mädchenräuber ist man in Berlin auf die Spur gefɔmmen. Vor einiger Zeit waren die beiden dreizehn und fünfzehn Jahre alten Töchter einer Witwe Spurlos verschwunden. Erst nach vier Tagen kehrten sie heim und erzählten der entsetzten Mutter, daß sie von einem alten Herrn gefangen gehalten und mißbraucht mor­den waren. Der Täter ist nun in der Person eines reichen, 52 jährigen Dr. R. ermittelt worden, gegen den die Mutter jofort Strafantrag stellte.

::. Ein entlarvter Menschenfreund. In der Wohnung des Landmessers Steldt in Wilmersdorf, der, wie erinner. lich sein wird, wegen schwerer Sittlichkeitsverbrechen an schulpflichtigen Mädchen fürzlich verhaftet wurde, erschien dieser Tage ein Herr, der Frau Steldt zu sprechen wünschte. Da er zu der frank darniederliegenden Frau keinen Zutritt erhalten tonnte, teilte er ihrer Schwägerin mit, daß er bei dem Gericht in Moabit großen Einfluß habe und dafür sorgen werde, daß St. auf freien Fuß gesezt werde. Außerdem werde er die belastenden Zeugen beseitigen, in­dem er mit ihnen nach Amerika abdampfe. Dafür ver­lange er die Summe von 2000 Mart. Die Schwägerin fiel jedoch auf diesen Schwindel nicht hinein, verstäni igte viel­mehr den die Kranke behandelnden Arzt und schl eßlich die Kriminalpolizei. So konnte der Betrüger sestgenommen werden und nach Moabit anstatt nach Amerika fahren.

Bunte Chronik. Der vermißte Heringsdampfer ,, Frie­drich Albert", dessen Rückkehr kürzlich fälschlich gemeldet wurde, ist an der Südküste Islands gestrandet und total wrack geworden. Der Steuermann, der erste Maschinist und ein Mann der Besatzung, dessen Name noch nicht festgestellt ist, sind ums Leben gekommen. Die übrigen neun Mann der Besatzung wurden gerettet.

- Das Urteil im Ehescheidungsprozeß des Kronprinzen von Sachsen ist fertiggestellt worden und wird Ende dieser Woche den Parteien zugestellt werden.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, 17. Februar. Staatsminister Roth, Geb. Staatsrat v. Krug, die Minister Dittmar und Gnauth sowie die Ministeralräte Dr. Becker und Braun sind anwesend.

Ein Botsunfall hat sich auf dem Kahlenbüllersee im Kreise Tondern ereignet. Drei Personen wollten in einem kleinen Bot von einem Ufer des Sees zum an­beren gelangen. Unterwegs tenterte der Kahn, und zwei der Insassen, eine Frau und ein junger Mann, fanden den Tod.

Präsident a as eröffnet 11 Uhr die Sigung. Auf der Tagesordnung stand das Budget für 1903. Jn der Generaldebatte wurde fortgefahren. Der erste Redner, abg. Korell weist die Angriffe des Abg. David zurüd und bemerkt daß der Bauer unter der Bisma d'schen Wirt schaftspolitik am besten sich gestellt habe. Redner wünscht zum Schlusse utfunft darüber, weshalb der Entwurf zur Einführung einer obligatorischen Vichversicherung noch immer nicht dem Hause zur Vorlage g bracht worden sei. Staats­minister Rothe erklärt, daß die Vorlage bereits fertig sei, aber aus noch näher darzulegenden Gründen noch nicht zur Vorlage gebracht werden konnte.

-Zahlreiche Emscherialzechen sind durch die Wurm­frankheit verseucht. Viele Hunderte von Bergleuten sind von der Krankheit befallen. Es steht eine zeitweilige Betriebseinstellung auf einzelnen Zechen in Aussicht.

In der Nähe von Tegel wurden bei Ausschachtungs­arbeiten Juwelen im Werte von 2000 Mart gefunden, die vor 2 Jahren aus einer Villa in Tegel gestohlen worden waren. Die Diebe, die gegenwärtig noch ihre Strafe ver­büßen, hatten s. 3t. angegeben, daß sie die Beute auf dem betreffenden Terrain vergraben hätten, man konnte sie damals aber trotz aller Nachforschungen nicht auffinden.

Bei einem Streit wurde in Borbeck bei Essen ein Wagenmeister erschossen, sein Bruder tötlich verletzt.

Abg. Hirschel( Antis.) wendet sich ebenfalls gegen die Ausführungen des Abg. David. Derselbe habe sich bemüht, seine Freunde und Parteigenossen als arbeiterfeind lich hinzustellen. Die Obstruktion der Minderheit im Reichs­tag bei der Zolltarifberatung fönne er in feiner Weise für gerechtfertigt halten.

Die Deutsche Levante- Linie richtet Anfang März eine neue Linie ein, die einen regelmäßigen und direkten Verkehr zwischen Havre und den Levantehäfen herstel­len soll.

In der Forst von Tinkleningken( Ostpreußen) wur den durch einen vom Sturm entwurzelten Baum zwei Waldarbeiter erschlagen, zwei andere schwer verletzt.

Abg Dr. Gutfleisch verurteilte ebenfalls die Ob. struktion. Er bedauere ferner, daß eine weitere Erhöhung der Steuer als Notwendigkeit hier im Hause angesehen werde. Die Biermersche Broschüre gebe zur Verbesserung unserer Finanzen verschiedene Wege an, die Mehrzahl der= selben sei aber nichts neues mehr. Die Eisenbahnausgaben, wie Biermer sagt, trügen die Schuld an der schlechten Finanzlage. Wenn eine Eisenbahn ein größeres Gebiet er­schließe, so hebe sich dadurch die ganze Gegend und das drücke sich auch in den Steuerverhältnissen aus. Mit dem vom Reichstag beschlossenen Wegfall des Oftrois würden den hessischen Städten 900 000 bis 1 Million Mark Einnahme entzogen. Wenn man ferner eine Erbschafts­steuer für das Reich verlange und eine Reich sein tommensteuer für große Einkommen schaff n wolle, so entstehe uns damit eine neue große Konkurrenz für die hessischen Finanzen, die für uns geradezu unheilvoll werden fönnte. Ec hoffe auf bessere Aussichten für die Zukunft beim Abschluß guter Handelsverträge, vor allem aber müsse sich die Industrie den Interessen der Landwirtschaft und diese wieder den Interessen der Industrie fügen, dann werde eine Gesundung der allgemeinen Verhältnisse im Reich, wie auch in Hessen, nicht ausbleiben.

Die Weichsel bei Szczucin ist aus den Ufern ge treten. 30 Quadratkilometer steehn unter Wasser. Tau­send Wohnhäuser sind vernichtet und gegen 10 C00 Men schen obdach und brotlos. Es werden viele Menschen oermißt. Militär ist zu Hilfe gerusen.

- Das italienische Schiff Iris", von Newyork nach Marseille unterwegs, ist in Balma eingetroffen. Der Lootse und der Botsmann sind auf der Fahrt gestorben und mehrere Matrosen erkrankt.

- In der Patronenwerkstätte des Zeughauses von Woolwich erfolgte eine Explosion, bei welcher drei Ar­beiter getötet und sechs schwer verwundet wurden. Unter Den Verwundeten befindet sich ein Hauptmann.

- Aus Sudak( Gouvernement Shewastopol), türz lich eine ganze, aus sieben Personen bestehende Familie ermordet wurde, wird eine neue Bluttat gemeldet. Der Bolizeipristam und dessen Gattin wurden ermordet auf­jefunden. Der Mörder ist noch nicht ermittelt.

laufenen Familienabend zusammen zu finden. Wir rufen dem Verein ein kräftiges Stift- Heil" zu.

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** Las altrenommierte Restaurant Zum Andres" ( Sonnenstraße) ist gestern durch Kauf für den Breis von 120 000 t. an einen Herrn Comes aus Boppard a. R übergegangen. Die Uebernahme erfolgt am 1. März.- Dem neuen Besizer geht der beste Ruf als Witt voraus und ist darum zu wünschen, daß das weit über Gießen hinausbc= fannte Restaurant seine Beliebtheit behält.

** Bei dem 10. und 11. Febr. a. c. zu Gießen statt­gefundenen Markie waren aufgetrieben 1291 Rindvich 433 Schweine. Der nächste Markt findet aut 24. und 25. Febr. statt.

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*** Heute Mittag gab es auf dem Marktplatz viel Glasscherben und großen Menschenauflauf. Das Pferd von einem Bierwagen der Brauerei Ihring Lich wurde plötzlich scheu und rannte in die rechte große Schaufensterscheibe der Firma Pfeffer. Die an den Seiten ang brachten Spiegel wie auch die ausgestellten Waren sind natürlich fuisch. Pferd und Kutscher sind beschädigt; ersteres wurde nach der Vete­rinär- Alinit verbracht.

Gefes auferlegt

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** Die Stallhasenmarder scheinen, da ihre Raubzüge am Leihgesternerweg nicht mehr lohnend sind ,. sich auf den Fang von Feldhasen zu verlegen. So fand vor etlichen Tagen ein Besizer der Ebelstraße auf seinem am Leihgesternerwege gelegenen Land mehrere Schlingen, worin die Langohren ihr Leben beschließen sollten. Mutmaßlich hatten bereits mehrere dieser Tiere ihr Leben dort eingebüßt, denn eine Schlinge, in die Hans Langohr geraten und bereits von Vögeln und Stazen zernagt war, lieferten den besten Beweis für die Fangfähigkeit der 2- beinigen Marder. Die Wild­fallen, die von einem hiesigen Jagdpächter dort aufge stellt sind, fanden auch ihre Liebhaber.

** Die Anträge des Grafen Douglas zur Bekämpf­ung des Alkoholismus, die das preußische Abge­ordnetenhaus und das Herrenhaus angenommen haben, haben nach einer dem Herrenhause mitgeteilten u bersicht die Regierung schon vielfach beschäftigt und zu folgenden Entfließungen geführt: 1) sind die Oberpräsidenten ver­anlagt worden, im Polizeiverordnungswege Verbote zu er= lassen für die Berabfolgung von Branntwein an Bersonen unter 16 Jahren sowie von geistigen Getränken an Be­trunkene und an die von der Polizeibehörde bezeichneten Trunkenbolde. Auch soll darauf hingewirft werden, daß boat, wo dies nach den örtlichen Berhältnissen angezeigt und bisher nicht geschehen ist, durch Polizeiverordnung der Ausschant und Verkauf von Branntwen in den frühen Morgenstunden verboten wird unter Festschung einer Boli­zeiftunde für die Branntweinkleinhandlungen und Brannt­weinschänken etwa auf 8 Uhr morgens; 2) ist die Abfassung gemeinverständlicher Schriften über die schädlichen Wirkungen des übertriebenen Alkoholgenusses in Bearbeitung; 3) werden Erhebungen angestellt über die für Trinker bestehenden Heilanstalten; dagegen wird 4) von der Ausstellung bild. licher Darstellungen in öffentlichen Lofalen über die schäd­lichen Birkungen des übertriebenen Alkoholgenusses ein Er folg nicht erwartet; 5) ist an die Bolksschulen ein Eriaß Hierauf wird die Generaidebatte geschlossen. ergangen, die Jugend über die schädlichen Folgen aufzu­Die Sigung schließt um Uhr. Nächste Sigung fären. Den höheren Schulen ist derselbe zur Kenntnis Mittwoch Nachmittag Uhr.

Abg. Dr. David( Soz.) meint, er habe nicht Angriff, sondern eine Abwehr gegen die agrarischen Abgeordneten gerichtet. Auch heute hätten die Abgg. Hirschel und Korrell wieder erklärt, daß die Sozialpolitik zu weit gehe. Das wolle er festnageln.

Abg. Brauer Ober- Ofleiden bemerkt unter großer Heiterkeit des Hauses, es habe zu der Zeit, in welcher auch die Bauern zufrieden auf ihrem Besigtum lebten, noch keine sozialdemokrat schen Agitatoren gegeben. Die Arbeiter hätten doch Ursache, für die Einführung der sozialen Reform dankbar zu sein.

Giessener Cagesneuigkeiten.

**[ Eine Musterleistung von Arroganz und findlicher Rachsucht.] Der Gießener An­zeiger schreibt in seiner Nr. vom 16. Februar d. Js. folgendes: Die Erklärung in der zweiten Hessischen Kammer, daß eine Steuererhöhung unter allen um ständen vermieden werde, diente dazu eine hier und da entstandene Aufregung, hervorgerufen durch über­flüssige und unnötige Alarmrufe Un­berufener, gründlich zu verscheuchen". Der Unbe­rufene", der sich über die Lage der hessischen Finanzen nicht zu fümmern habe, ist natürlich der hiesige ordent­liche Professor der Nationalökonomie, Finanzwissen­schaft und Statistik, Herr Dr. M. Biermer von der Landesuniversität, der über die Finanzen des Groß­herzogtums Hessen eine Broschüre geschrieben hat, die in wenigen Wochen buchhändlerisch so gut wie ver­griffen ist. Diese Publikation bezeichnete der damalige Chefredakteur des Gießener Anzeigers" in einem Schreiben an den Autor als eine vortreffliche Abhandlung, deren Ausführungen ihm durchaus sympathisch" seien. In ähnlichem Sinne äußerte sich der Herr Verleger des Gießener Anzeigers". Die Biermer'sche Broschüre stand in der Zweiten Hessischen Kammer während der ganzen Generaldebatte über das Budget im Mittelpunkt der Diskussion, von sonstigen Anerkennungen von durchaus autoritativer Sette ganz abgesehen. Ganz unvermittelt ist der Gießener An­zeiger" mit seinem Stabe nationalökonomischer Notablen zu der Ansicht gekommen, daß ein Professor der Finanz­wissenschaft, der über die Finanzlage des Landes schreibe, sich um Dinge fümmere, die ihn gar nichts angehen und von denen er, bei Licht betrachtet, auch nichts ver­stünde. Difficile est, satiram non scribere.

** Am legten Donnerstag feierte der Galbelsberger Stenographenverein Gießen und das Damen­fränzchen desselben sein Winterfest in Steins Garten. Die Aufführungen waren sehr gut und fanden den allge­meinen Beifall der zahlreich anwesenden Vereinsmitglieder und Gäste. Die Gesangsnummern der Damen Barny und Zufall, sowie das Theaterstück Die Naturheilmethode" und das Genrebild Kurmärker und Sicarde" g fielen besonders gut. Ein Ball hielt die Teilnehmer des Festes noch lange zusammen. Den Abschluß des Festes bildete, wie bereits gestern berichtet am Sonntag ein gemeinsamer Ausflug nach dem Jagdschlößchen bei Dutenhofen, von wo aus die Teil­nehmer in Folge des beengten Raumes um 7 Uhr zurüd fehrten, um sich im Cafe Evel zu einem sehr hübsch ver­

und Beachtung mitgeteilt worden. Ferner sind in den oberen Klossen mehrerer höherer Schulen in Be lin_im Jahre 1902 probeweise von Aerzten Vorträge über allge­meine gesundheitliche Fragen gehalten worden, bei denen namentlich auch die schädlichen Wirkungen des übertriebenen

foholgenusses zur Darstellung gebracht sind; 6) muster­gültige Einrichtungen zur Verhütung des Alfsholmisbrauchs sind vorzugsweise in den zu den Ressorts des Ministers der öffentlichen Arbeiten und des Innern gehörigen Betrieben bereits getroffen worden. Den kommunalen Betriebsver­waltungen ist die Schaffung muftergültiger Einrichtungen zur Bekämpfung des Aikoholmißbrauchs empfohlen; 7) joll bie Angelegenheit einer Henderung des Strafgesetzbuchs bei der allgemeinen Revision desselben erneuter Prüfung unter­zogen werden; 8) sind die Erwägungen über eine Übänder­ung der Bestimmungen der Gewerbeordnung über die Kon­zessionspflicht der Wirte noch nicht zum Abschluß gelangt; 9) der Anregung, auf Erlaß eines Gesezes hinzuwirken, nach dem Bier unter zwei Prozent Alkoholgehalt steuerfrei ist, fann nach Auffassung der Regierung nicht entsprochen

werden".

Aus Hessen und nachbargebieten. Unglücksfall ereignete fich gestern in dem Grünberger

Grünberg, 17. Febr. Ein recht bedauerlicher Stadtwald. Einige Waldarbeiter waren mit Fällen der Bäume beschäftigt, als plöglich eine starke Fichte, an welcher 2 Leute arbeiteten, umfiel und den Wald­arbeitern Theis und Becker aus Weifartshain beide Beine zerschmetterte. Die Betauernswerten wurden von den übrigen Arbeitern nach ihrer Wohnung ber­bracht, wo ihnen sofort ärztliche Hilfe zu Teil wurde.

Lumda, 17. Febr. Bei der heute stattgefundenen Neuwahl des Bürgermeisters hat Lumda wieder Zeug­nis abgelegt, welch gutes& nbernehmen zwischen Ein­mohnern und Bürgermeister besteht. Der seitherige Bürgermeister Herr Schultheis wurde einstimmig zum dritten Mal wiedergewählt.

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6 Bären. Als mutter der zotti der größte derse Aleider vom L derart, daß E tommen dürfte * Darm

*** Lauterbach. Die Generalversammlung der Molferei­genossenschaft Fulda- Lauterbach hat nahezu einstimmig die Errichtung einer neuen Molterei Anlage in Lauter= bach beschlossen, da sich die jetzigen Betriebsräume der hiesigen Filiale bei der unausgesezten Vergrößerung der Genossenschaft im allgemeinenen und der Molkerei Lauter­bach im besonderen in der legten Zeit als viel zu klein und beschränkt erwiesen haben. Ein Bauplatz ist bereits bei dem Bahnhof Lauterbach( Alt) erworben und mit der Er­richtung des Neubaues dürfte schon bald begonnen werden.

ch. Rinzenbach. Daß die Arbeiter noch viel zu wenig mit dem Invalidenversicherungsgeses betraut sind und ebenso mancher Arbeitgeber die ihm durch das

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