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K Gießen, 15. Febr. Heute Vormittag 10 Uhr fand in der Turnhalle des Turnvereins Gießen die erste Turnstunde der Gauriege für das Deutsche Turnfest unter Leitung des 1. Gauturnwart Will­Wezlar statt. Vom Gauausschuß waren anwesend Helm, Eidmann, Wenzel, Will u. Heuser; vom Turnausschuß Wigandt. Turner hatten entsandt Buzbach 2, Gießen M.-T.-V. 2, G. T.-V. 5, Großen Bused 1, Stirchhain 1, Launsbach 2, Marburg 3, Nauheim 2 und Wetzlar 1.

Die Vereine haben nur solche Turner zu entsenden gehabt, welche am Barren aus dem Querstand Ein­grätschen, Achter, Stükkehre und wenn möglich Hand­stand ausführen können.

** Als heute mittag ein Omnibus den Seltersweg entlang nach dem Bahnhof fubr, lief ein Hund, so viel wie wir erfahren dem Vorstand des Tierschutzvereins gehörig, quer über die Straße und dem Wagen gerade vor die Räder. Der Hund wurde von den Rädern gepackt, ein Rad ging ihm über die Hinterfüße, das andere über den Ha's. Man mußte dem Umstand nach annehmen der Hund wäre tot, aber zum Glück gefehlt, das Tier sprang wieder auf und rannte seinem Herrn nach.

* Der Gabelsberger Stenographenverein hatte am

humorvolle Ansprache und drückte dabei sein Bedauern aus, daß die Räume zu eng wären( es waren auch noch die Hasso- Renanen im großen Saal. Nach Rück­fehr wurde im Cafe Ebel zu einem gemütlichen Tänz­sammenbielt.

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sonders fich in der Anfertigung von Rummeten noch ausbilden wollen, zu Ende gegangen. Alle Teilnehmer sind mit vielen Anleitungen und Kenntnissen reicher bon hier gegangen; einer unter denselben gab dahin feine Anerkennung Ausdruck, indem er sagte, daß er in seinen 6 Jahren, da er in mehreren guten Stellen ge­wesen sei, nicht das auf dem Gebiete der Kummet fabrikation gelernt habe, als in den letzten 14 Tagen. *** Ober- Ohmen, 15 Febr. Ein schwerer Unglücks­fall verf gte gestern alle Gemüter in Erregung. Der Sohn des hiesigen Zimmermanns Johs. Meckel, ein im 17. Lebens­jahre st.h nder, fleißiger Junge, verunglückte auf der Erz­grube Luise" bei Jisdorf. Er wurde von niedergehenden Erdmass n verschüttet und dabei dermaßen zugerichtet, daß man ihn für tot heraus grub. Verschiedene Knochen des Kopfes find ze schmettert. Er wurde nach Gießen verbracht. Ober Osleiden. Am Montag voriger Woche hielt Herr Pfarrer Dörr dahier in der Kornmannschen Wirt­schaft einen Vortrag über die Geschichte Ober. Oflei dens und der nächsten Umgebung. Nach einer einleitenden Vorbemerkung über die christliche Anschauung der Entsteh ungsgeschichte der Erde ging der Redner auf den Namen und die Geschichte Ober- Cfl idens ein. Darnach wird das

the gemein Sonntag nach dem Jagdschlößchen Dutenhofen einen felbe zum erstenmal urkundlich in der Geschichte erwähnt als die Sicherheit brachte man einige Stunden, der Vorsitzende Herr Kreis­in scheinbar Ausflug unternommen. In bester Festesstimmung ver- Ufleiden superior zur Zeit des Bonifat us, der auf der often fehrung der heidnischen Hſſen gefunden hatte. Im weiteren nahen Amöneburg einen wichtigen Stüßpunkt für seine Be­ging der Vortragende noch auf die Geschichte des Kirch­spiels Ober- Ofleiden ein, das im Mittelalter und zur Zeit der Reformation eine bedeutende Ausdehnung hatte und viele Ortschaften umfaßte, die nach jener Beit unter­gegangen sind. Die äußerst interessanten Ausführungen ließen erkennen, daß der Redner viel Zeit und Mühe für diese Arbeit geopfert hatte und es wäre wünschenswert, wenn dieselbe weiteren Kreisen zugängig gemacht würde. Ueber die spätere geschichtliche Entwicklung Ober Ofleidens und Beit weitere Beiträge zu liefern.

Machinationen chen aufgespielt, welches die Teilnehmer noch lange bei­

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** Ortsgewerbeverein. Allmählig gehen die om südlichen Abhange des Nahrungsberges errichteten

holt wurden, des Diebstahls beschuldigt. Diese Be schuldigung brachten dem Betreffenden am Mittwoch 1 Jahr Gefängnis ein.

r. Wißmar. Von hier und dem benachbarten Launsbach waren mehrere Landleute zur Anzeige gebracht worden, da sie ohne polizeiliche Anmeldung und tierärztliche Untersuchung Vich eingeführt hatten. Vor dem Schöffengericht Wezlar beriefen sich aber ihre Vertreter auf die Beschlüsse höherer Gerichtshöfe, wo­nach die Angeklagten freigesprochen wurden.

*** Wei burg a. d. 2. Die hiesige Amts- Apotheke zum Enge" geht am 1. Juli in den Besitz des Herrn Apothekers Kleiner in Fulda über. Der i sige B sizer, Herr Tncelius, will sich nach 32jähriger Tätigkeit zur Ruhe ſez n. Biebesheim. Zwei hiesige Bäcker ließen durch die Orteschelle verkünden, daß der Brodpreis um 5 und 7 Pfg. herabarfezt wird. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14.

Es fönnen eingestellt werden:

1 Sattler nach Auswärts, 1 Schneider, 1 Schreiner, 1 Schreiber zum Abschreiben einer wissenschaftl. Arbeit, 3 mädchen für jofort, 2 Dienſtmabch n für 1. ober 15 März, Haus burschen, 1 Knecht, 3 landw. Arbeiter, 11 Dienſt 2 Disgl. für 1. oder 15. April, 3 Hausmädchen, 1 Köchin, 2 landw. Mägde.

Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Friseur, 1 Kaufmann, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 2 Wagner, 5 Schlosser. Es suchen Arbeit:

1 Metalldreher, 1 Buchbinder, 1 Glaser, 1 Lackierer, 1 Sattler und Tapezier, 3 Schlosser, 10 Hausburschen, 3 3 Knechte, 5 Rutscher, 4 landwirtschaftliche Arbeiter, 3 1 Laufmädchen.

ine unheimliche Siechenhausanlagen ihrer Vollendung entgegen und bilden dige richtet... burch ihre maler sche Anordnung und Ausführung eine feiner Umgebung versprach Herr Pfarrer Dörr in nächster Taglöhner, 4 Dienstmädchen, 1 Kinderfräulein, 4 Lauffrauen,

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neue hervorragende Zierde für Gießens nächste Umgebung. Aber auch die innere Einrichtung bietet außerordentlich In-*** Lüzellinden. Der hiesige Landw. Konsumverein teressantes und Neues, sodaß es von den Mitgliedern des hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 1902 1110 Mt. 20 Pfg. Gewerbevereins dankbar anerkannt werden wird, daß den- an Reingewinn erzielt. Der Warenumfaß war zufrieden­selben Gelegenheit gegeben ist, durch das freundliche Entstellend. Mitglieder hat der Verein jetzt 55. gegenkommen des Erbauers dieser Anlagen, des Herrn Geh. Oberbaurats v. Wengien, auch diese innere Einrichtung fennen zu lernen, bevor die Anstalt ihrer Bestimmung über­ten Verbannten geben wird, was so viel uns bekannt ist, Anfange April der Fall sein soll. Möge diese wohlthätige Anstalt unserer Etadt und Provinz zum Segen gereichen!

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Jahres 1854

** Der Turnverein Großen- Linden be­absichtigt im Laufe dieses Jahres eine Vereins­turnhalle zu erbauen. Der Verein, dem man zu diesen Aufschwung nur gratulieren kann, erhält von der Ge­meinde einen Platz zur unentgeltichen Bebauung und späteren Erwerbung; ebenso werden Steine, Bauholz und sonstige Materialien von der Gemeinde zu einem sehr mäßigen Preise geliefert. Mehrere Mitglieder haben die Zinsgarantie des aufzunehmenden Kapitals übernommen. Sagten wir schon, daß dem Verein zu diesem Schritt zu gratulieren sei, um so mehr er­fennen wir die Unterſtüßung der Gemeinde an, die da­

mit ihren Blick für allgemeine Wohlfahrten dokumen tiert, auf der anderen Seite aber auch im Interesse der heranwachsenden Jugend wirkt.

Aus Hessen und Dachbargebieten.

** Groß Felda. Auch die 2. Theater- Vorstellung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr hatte den ge­wünschten Erfolg. Mitwirkende, wie das Publikum hatten Freude an den einzelnen Nummern. Man hegte am Schlusse des Programms den Wunsch, daß ab und zu gleiches wieder geboten werde und damit ein klein Wenig Abwechslung in das ländliche Winterleben komme.

*** Groß- Felda. Am Samstag ist der von Großh. Centralstelle für das Gewerbe hier unter Leitung des Herrn Sattlermeister Louis Völzing stattgefundene 14 tägige Rurfus für junge Sattlermeister, welche be­

Gefellenprüfung.

Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden in den Monaten März und April statt.

An derselben können alle jungen Handwerker aus den Orten: Gießen, Heuchelheim, Wiesec, Alten­Bus c, Großen- Busick, Beuern, Hausen, Buck­bardefelden, Waze born Steinberg, Leihgestern, Langaöns, Großen Linden. Trohe, Rödgen, Aune­rod, Garbenteich, lein- Linden teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schluß der Prüfungen beendet ist, und für welche kein Innungs- Prüfungsausschuß besteht.

Anmeldungen zur Prüfung sind unter Benugung des vorgeschriebenen Formulars( bei dem Unterzeichneten erhältlich) bis zum 1. Marz a. c. an den unterzeichneten Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mt und ist mit der Anmeldung an den Unterzeichneten ein­zusenden.

Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß die Able ung der Gesellenprüfung u. A als Vorbedingung für die Anfeitung von Lehrlingen und die Führung des Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher später empfindliche Nach­teile im Gefolge Hai.

Gießen, den 20. Januar 1903.

Der Prüfungsausschuß des Ortsgewerbe­

vereins zu Gießen:

Traber, Borsigender

** Beienbeim i. d. Wetterau. Das hiesige, dem Grafen von Assenheim gehörige Gut, hat der seitherige Bächter Neuhardt mit totem und lebendem Inventar an Oefonom Reiff aus Assenheim abgetreten. Die Bachtzeit dauert noch etwa 9 Jahr. Reiff zahlt an N uhardt eine Abfindungssumme von 100 000 Mt. Das Gut umfaßt ungefähr 460 Morgen.

Schotten. Schon seit einigen Jahren besteht hier wegen der großen Anzahl von Beamten Wohnungsnot. Die Mietspreise haben sich ganz merklich gesteigert. Es ist deshalb eine Bewegung im Gange zur Bildung eines Wohnungsbau- Vereins, um auch Minderbemittelten das Bauen zu ermöglichen.

*

** Aus dem Vogelsberg. In Groß- Felda hat sich eine Gesellschaft gebildet, welche die großen Basalt­Lava- Lager des Feldothales verwerten und zum Verkauf bringen will. Der erforderliche Grund und Boden ist

So

bereits erworben worden und mit den Aufräumungsarbeiten will man schon in allernächster Beit beginnen. dringt die Industrie im Vogelsberge immer weiter vor.

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** Aus dem nordwestlichen Vogelsberg. Die so auf­fällig hohen Schweinepreise, über die feither vielfach lebhaft geklagt wurde, sind abermals sehr bemerkenswert herabge­gangen, sodaß sie jest auf einer Preisstufe angekommen sind die als normal bezeichnet werden tann. Bur Beit kaufen die Händler auf dem Lande das Pfund 2 bend­gewicht für 43 Bfg., zweiter Güte sogar zu 40 Pfg. Her­

unter.

.**

Wißmar Der im Juni v. Js. um 6100 Mark auf rätselhafte Weise ärmer gewordene hiesige Ein­wohner hatte später unserem Gemeindevorsteher, welcher an dem betreffenden Tage mit ihm auf der Kreisspar­tasse war, wo zur selben Zeit auch die 6100 Mark ge=

Zu haben in allen Apotheken.

Dr. Fernest's Lebens- Essenz.

Bestandteile: Man digeriere 100 Liter 30%, Spiritus mit 3,6 Ko. Rhabarber, 1,5 Ko. Bitwerwurzel, 2,8 Ko. Enzian, 250 gr Ammoniatgummt, 250 gr Lärchenschwamm, 1,250 Ko. Sagradarinbe 2,0 Ko.hertee

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Lehrlinge: 1 Gärtner, 1 Weißbinder, 2 Staufleute,

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Oberförsterei Schiffenberg. Donnerstag, 19. Febr. werden aus den Abt. Schinderskopf 21 und 22 und Rehloch 3a versteigert: 9 Kiefernstämme von 32-42 Ctm. Durchm., 4-10 Mtr. Länge mit 7,36 Fstm., 3 Lärchenftämme von 21-25 Ctm. Durchm. und 14-16 Mtr Länge mit 2,06 Fstm., 2 Fichtenstämme bon 38-50 Ctm. Durchm., 9-11 Mtr. Länge mit 3,02 Fftm. Buche: 2 Rm. Scheiter, 3 Rm. Knüpp 1, 260 Rm. 28. len, 2 Rm. Stöde. Eiche: 30 Rm. Scheiter, 29,6 Rm. Knüppel, 3390 Bellen, 105,5 Rm. Stöck. Nadel: 28 Rm. Schetter, 2 Rm. Knüppel, 480 Wellen, 11 Rm. Stöcke. Weichholz: 3330 Wellen, 75 Rm. Stöcke. Zusammenkunft morgens 9 Uhr auf der Rhschneise in Abt. Rehloch. Nähere Aus­funft erteilt Forstwart Menges zu Großen- Linden. Oberförsterei Homberg. Mittwoch, den 25. Febr. bon vormittags 91/2 Uhr an aus verschiedenen Distriften der Forstwartei Homberg. Zusammenkunft im Distrikt Beuerberg auf der Kreuzung des Kohlborn- und des Nieder Gemündener Weges.

Marktbericht.

Gießen. 17. Febr. Auf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter per Bib. 0.90-1.00 Mr. Sübnereler 1 St. 7-8 Pig., Enteneier St. -00 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 fg., Erbsen ver Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar 1. 0.80-1.10, Hübner per Stid Mt 1.00-1 50, ahnen, pr Stüd Mt. 090-2.40, Enten per Stüd 2.00-2.50, Gänte v. Bfb. 54-60 Pfg, Dchienfleisch per fb. 66-76 fq., Rindfleisch per Bfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 66-76 Bfg Schweine­fleisch gesalzen per Bfund 0.80 Bfa.. Kalbfletich ver Pfb. 66-72 Bfg., Sammelfleisch per Pfd. 52-72 Bfa., Kartoffeln per 100 til 6.50-7.00 mt., Zwiebeln per St. Mr. 6.00-7.00, Milch per Liter 18 Rfa.

Drud und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.

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