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etne Perrüde berdeckt hatte. Die nunmehrige Frau v. A war über das Aussehen des unbehaarten Gatten so ent täuscht, daß sie eine heftige Abneigung gegen ihn faßte. Nach dreiwöchentlicher Ehe hat sie nun Scheidung be­antragt unter Betonung der Tatsache, daß sie Herrn b. A. nicht geehelicht haben würde, wenn sie sein wahres Aussehen gefannt hätte. Auf das Urteil darf man ge­spannt sein.

8 Noch immer der Leipziger Baufirach. Unter goo­Bem Andrange des Publilums wurde die durch Reichs. gerichtsbeschluß vom 4. Otober angeordnete nochmalige Berhandlung gegen den früheren Sirefior der Leipziger Bank Erner vor dem Leipziger Schwurgericht durch den Borsigenden Landgerichtsdireitor Mülere öffnet. Sei Verteidiger Justizcat Dr. v. Gorton- Berlin erilärt, der Ungeflagte lehne den Vorsitzenden als befangen ab; Di cettor Müller sei Borsigender und Berichterstatter der Er 3ffnungsfammer gewesen und habe als Vorsitzender der origen Hauptverhandlung durch verschiedene Zwischen Semerkungen sowie bei der Rechtsbelehrung zu erkennen gegeben, daß er voreingenommen sei. Landgerichtsdirektor Müller erklärt hierauf, daß er den Vorsiz borläufig nie. berlege und das älteste Mitglied des Gerichtshofes, Land­gerichtsrat Schmidt ersuche, den Vorsitz zu übernehmen Die Verhandlung wird auf Dienstag vertagt, um hierüber Beschluß zu fassen.

)-( Prinzessin Luise kann Giron heiraten, und zwan bhne weiteres, so behauptet die, Frff. 3tg.". Jm Kanton Genf braucht sie zu einer Wiederverheiratung bei dieser selbstverständlich der Glaubenswechsel vorausge est- wie zum Aufenthalt leine Legitimationspapiere. Tie Nieder­lassungsbewilligung an schriftenlose Ausländer ist gegen Bürgschaft zweier in Genf wohnender Schweizer Bürger aber gegen Erlegung einer verhältnismäßig geringen Kau­tion etivas alltägliches, und die Heirat jener schriften­Losen Ausländer, bie nachweisen fönnen, daß kein in Genf geltendes Ehehindernis besteht, ist nicht fel en. Die in Deutschland geltende Bestimmung, die die Heirat zwi chen Ehebruches schuldig Erkannten untersagt, besteht in Genf nicht. Giron soll geäußert haben, nach Auszahlung des Bslichtteils der Prinzessin Luise, der ihr von ihrem elter­lichen Vermögen zustehe- er s.lbst besize genügend eigene Mittel wollte das Paar nach Amerita auswandern, gleichviel, ob die Prinzessin ihre Legitimationspapiere be­Bommen habe oder nicht. Das Verhältnis der Prinzessin zum Hause Toskana scheint in den lezten Tagen wieder gespannter zu sein. Die Großherzogin hat den beabsichtig­ten Besuch bei ihrer Tochter in La Metairie bisher nicht ausgeführt und soll ihn nach Wiener Meloungen über­haupt aufgegeben haben. Dort verlautet, Kaiser Franz Josef habe den Mitgliedern des gesamten Hau es hab burg- Bothringen den Verkehr mit der Prinzessin Luise

berboten.

|::| Wer starb zuerst? Von der Beantwortung dieser Frage hängt die Entscheidung über den Millionennachlaß bes, wie man sich erinnern wird, vor Jahresfrit mit seinem Automobil an der französischen Riviera berun­glückten amerikanischen Nabobs Charles Fair ab. Fran Fair hat bekanntlich gleichzeitig ihren Tod gefunden. Die Jungbermählten hatten sich kurz zuvor gegenseitig zu Erben eingesetzt. Nach der Präsumtion des amerikanischen Gesetzes hat der Gatte, als der physisch stärkere Teil, die Frau überlebt, und seine Verwandten, Mrs. Vanderbilt und Delrich, wären seine Erben. Nun wird aber von den Verwandten der mitverunglückten Frau Fair der Beweis angeboten, daß die Frau ihren Gatten um einige Augen­blicke zwei Minuten überlebt hätte. Wenn dies er­wiesen würde, täme die arme Frau Vanderbilt um die Erbschaft, die auf vier Millionen Dollars geschätzt wird.

() Bom Juhrmann zum Millionär. In Forbes, einer Ortschaft in Neu- Süd- Wales, ist einem bereits in vorge­rückten Jahren stehenden Manne namens Newton der sich seinen Lebensunterhalt viele Jahre hindurch durch Holzfuhren und mit anderen harten Arbeiten verdienen mußte, eine Erbschaft von über eine Million Pfund Ster­ling zugefallen. Newton, der aus guter Familie stammt, ist vor langen Jahren von England nach Australien au3­gewandert, wo er nach allerhand Irrfahrten endlich in Forbes ein bescheidenes Unterkommen sand. Er pflegte bon jeher seinen Verwandten zu erzählen, daß ihm eines Tages ein großes Vermögen zufallen müsse und hat auch schon vor längerer Zeit Schritte getan, um in den Besi bieses Geldes zu gelangen. Jetzt endlich scheinen alle Schwierigkeiten beseitigt zu sein. Newton erhielt einen Brief von seiner noch in England lebenden Schivester, aus dent hervorgeht, daß das Gericht die Ansprüche des alten Mannes anerkennt. Newton will jetzt nur das Eintressen jeiner von England nach Australien unterwegs besind­lichen Schwester abwarten und dann mit dieser im Laufe bes nächsten Monats in die Heimat und nach dem Schlosse seiner Vorfahren zurückkehren.

Bunte Chronik. Der Fall Giron macht in der Schweiz Schule. Jm Kanton Bern brannte die Frau eines Stauf­manns unter Zurüdlassung von fünf Kindern mit einem 23jährigen Bierbrauerssohn und bedeutenden Geldmitteln burch.

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Der deutsche Verein für das Fortbildungsschulwesen bersendet soeben die Prospekte seiner Kurse für Lehrer an Fortbildungsschulen, die in der Zeit vom 7. Juni bis 17. Juli in Leipzig und vom 19. August bis 26. September in Frankfurt a. M. abgehalten werden.

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Der 75jährige Schiffer Karl Petsch aus Alt- Töplig bei Potsdam, der eine Erbschaft von 7000 Mr. binnen we­nigen Tagen mit Berliner Kellnerinnen durchgebracht hat und völlig mittellos bastand, hat seinem Leben ein Ende gemacht. Man zog seine Leiche aus der Havel. Um Ufer fand man einen Zettel folgenden Inhalts: ,, m Kanal an der Sandbank an der Rampe liege ich im Wasser. Mein Geld ist alle, da hört das Leben aus schön zu sein. Karl Petsch."

Das am Waldessaum von Fröschweiler errichtete Denkmal des Posenschen Infanterieregiments Nr. 57 wurde von ruchlosen Burschen beschädigt. Von den vier Erinnerungstafeln des Regiments blieb eine einzige un­berührt. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden.

- Ein Attentat auf einen Eisenbahnzug wurde bei Spinal verübt. Unbekannte Täter hatten die Schienen losgeschraubt, wodurch der Expreßzug von Nanch nach Spinal entgleiste. Glücklicherweise befanden sich mir we­nige Passagiere in dem Zuge. Von dem Zugpersonal wurde ein Maschinist getötet und ein Heizer schwer berleẞt.

Barlamentarisches ans Hessen.

Aus dem Bericht des Ersten Ausschusses

der zweiten Kammer über die Regierungsgemäen Wiederherstellung ermöglicht und gewährle ſtet

borlagen, den Hauptvoranschlag über die Staatseinnahmen und Ausgaben für 1903/4 entnehmen wir u. A., daß der Ausschuß be­antragt Bewilligung der in Ausgabe angeforderten

31570 Marf für das neue Schloß in Gießen.

Der VIII. Abschnitt enthält die Forderungen für das Ministerium des Innern.

Titel 5, betrifft die Neubauten für die medizinische Fakultät der Landesuniversität Gießen. Ge­fordert und zur Billigung empfohlen werden für einen den Neubau einer chirurgischen und einer ophtalmolo= gischen Klinik eine zweite Rate von 535 000 Mark, für die Erbauung eines medifo- mechanischen Instituts die letzte Baurate bon 76000 Mart, für die Erbauung einer Bentralweschanstalt die letzte Baurate von 72 000 Mark, für die Erbauung neuer veterinärmedizinischer Institute eine zweite Baurate von 150 000 Mark. Titel 6, für den Neubau der Universitätsbibliothek wird die angeforderte letzte Baurate von 244 000 Mark zur Bewilligung empfohlen. Titel 7 betrifft Anschluß an die städtische Kanalisation zu Gießen, zu den bereits im Vorjahr bewilligten 10 500 Mart für Entwässerungszwecke werden nod) 12 500 Marf ange­fordert, deren Bewilligung beantragt wird. Bei Titel 8 werden als 1. Nate für ein Gebäude für das akademische Forstinstitut und die forstliche Ver­suchsanstalt in Gießen 18 000 Mark beantragt, deren Streichung mit 5 gegen 2 Stimmen empfohlen wird, und bei Titel 20 werden zur Restaurierung des Neuen Schlosses zu Gießen 25 000 Mark gefordert.

Die Wiederherstellung des Rathauses in Schotten.*)

Von Architekt Regierungsbaumeister W. Jo st- Friedberg. Am 19. Oktober v. J. wurde in dem freundlichen Gebirgsstädtchen Schotten das altehrwürdige Rathaus, das lange Jahre dem Verfall nahe war, nach einer gründlichen Wiederherstellung seiner Bestimmung wieder übergeben.

haltenen Bauleitungsfoften aus staatlichen Mitteln bestritten worden. Erst hierdurch ist die Durchführung einer sach­worden, und es darf als ein besonderes Verdienst dr hes= fishen Staatsregie ung bezeichnt werden, daß gleichzeitig mit dem Infrafttreten des Denkmalschutzgesetzes auch ein Beispiel der praktischen Durchführung der in dem Gesetz niedergelegten Grundsäße gegeben worden ist.

*) Aus der aus für funsthistorisch interessierte Laien zur Liftüre s h empfehlenswerten Zeitschrift S Die Denkmal pflege," V. Jahrgang, Nr. 1, herausgegeben von Otto Sarrazin und Friedrich Schulze, Verlag von Wilhelm Ernst u. Sobn in Berlin.

Die Macht der Finsternis

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Die Verein gehabt, welche gratfchen, Achte fand ausführer ** Als her entlang nach der wir erfahren d quer über die Räder. Der Rad ging ihm ha's. Man Dund wäre tot wieder auf und ** Der C Sonntag nach Ausflug untern brachte man ein amtsvorsteher humorvolle Ant and, daß die S noch die Hasso­fehr wurde im den aufgespiel fammenbielt. ** Ortsg om füdlichen Sirchenhausanla durch ihre mal neue hervorragen Aber auch die in tereffantes und F Gewerbevereins felben Gelegenhe gegentommen de Oberbaurats v. fennen zu lernen geben wird, wo der Fall sein fo Stadt und Prow ** Der T absichtigt im

breitet ihre riesigen Vampy flügel gespenstig über die un­glück ichen Selden des gleichnamigen russischen Sittenromans vom Fürsten J. v. Lubomirsti, den wir in der Lige sind, den Lesern unserer Unterhaltungsbeilage j tzt darbieten zu fönnen. Der Verfasser führt uns in das Getriebe der un­geheuren Verwaltungsmaschine des russischen Reiches, in der unzählige fle ne Rädchen, hinter den aroken Triebrädern versteckt, heimlich ineinander greifen. Durch ihre gemein ſame ſt le Thätiafet halten sie das Werk in scheinfar ruhigem Gang, gefährden aber in Wirklichkeit die Sicherheit des ganzen großen Betriebes. Denn die niedrigsten mensch­lichen Leidenschaften: Habgier, Neid, Hak und Nache, find die geheimen Triebfedern, die sie in Bewegung setzen. Da wird verleumdet, gebeßt. intriquiert scheinbar um den Staat zu retten, in Wahrheit aber. um die eigenen Gelüste zu befriedigen. Die unglücklichen Opfer dieser Machinationen aber verschwinden in den Eisesferfern Sibiriens. Und aus ihren Seufzern, aus ihren Tränen und ihrem unschuldig vergossenen Blute tittet sich ein Explosionsstoff zusammen, der, von rächender Hand in Brand ges Bt, seine unheimliche 3rstörungawut gegen Schuldige und U schuldige richtet... Einen genauen 8- itpunkt, in dem die hochdramatische Hand­lung, deren starte Spannung unvermindert bis zum Ende dauert, sich abspielt, hat der talentvolle Autor nicht ange­geben. Aus leicht begreiflichen Gründen: das Werk des Dichters ist ein scharfer Spiegel, in dem die russische Ge= doch vor garnicht langer 8 it erft der Amerikaner Konnau in seinem Sibirien" die unendlichen Leiden der dort in den scheulichen Befänonissen zusammengepferchten Verbannten berzergreifend archildert.

Giesener Cagesneuigkeiten.

Ueber die Baugeschichte dieses äußerst wirkungs- schaft schaudernd ihr trauriges Rerrbild erblickt. Hat vollen Fachwerkbaues ist nichts befannt, doch kann fein Zweifel hinsichtlich der Erbauungs- Zeit bestehen. Er ist ein Schwesterbau des bekannten Rathauses in Alsfeld und des im Aeußeren erst kürzlich wieder hergestellten neuen Schlosses in Gießen, fleiner zwar als jene, aber in dem strengen, ernsten Aufbau ihnen ebenbürtig. Da das Rathaus in Alsfeld( 1512) und das neue Schloß in Gießen( etwa 1530-1540) sicher aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts stammen, so muß auch die Erbauung des Schottener Rathauses in diese Zeit gesetzt werden. Es ist also einer der wenigen noch erhaltenen Fachwerkbauten aus jener frühen, noch gotischen Bauzeit. Die drei Bauwerke ragen in ihrer beinahe klassisch zu nennenden Stileinheit hoch über die gewöhnlichen Fachwerkbauten ihrer Gegend hinaus und zeigen deutlich das Bestreben des Baumeisters, auch in Holz monumental zu wirken, soweit dies möglich ist. Bemerkenswert im Einzelnen ist der nirgends durch brochene Grundsaß, daß unter jedem Balfenkopf ein Pfosten steht, ferner die Anordnung der Streben und Riegel u. s. w.

Der einst stolze Bau des Schottener Rathauses war im Lauf der Zeit durch mannigfache Veränder ungen bis zur Unfennntlichkeit entstellt und schließlich mit der alles verhüllenden Tünche überstrichen worden. Glücklicherweise konnten nach Abschlagen des Puzes die ursprünglichen Formen im Aeußeren wenigstens bis ins Einzelne genau festgestellt werden. Die Löcher für die Holznägel waren hier die einzigen, aber untrüglichen Zeichen. Im Innern dagegen fehlt jede Spur uc sprünglicher Teile; Studien an den allerdings nur späc­lich vorhandenen lleberresten der oberhessischen Gegend mußten dort ergänzend eintreten.

Den strengen Ansichten über Wiederherstellungs­arbeiten zuwiderlaufend war die Forderung der Ge­meindevertretung, daß das Rathaus den heutigen Be­dürfnissen entsprechend erweitert werden sollte. Ur­sprünglich nahm eine große Halle, deren Decke von einem fräftigen Pfosten mit Sattelholz und Unterzug getragen wurde, das ganze Erdgeschoß ein. Im Ober­geschoß lag der Statssaal mit einem Vorraum. Das erweiterte Rathaus zeigt im Gedgeschoß die Halle, im Obergeschoß den Ratssaal in alter Weise. Das Treppen­haus, dessen ursprüngliche Anordnung nicht mehr nach gewiesen werden konnte, wurde in die Halle eingebaut, um Platz zu sparen. Bis zur Wiederherstellung hatte ein lose angehängter Treppenturm den Verkehr zum Obergeschoß vermittelt. Die Erweiterung ist im Ücb­rigen ohne Aenderung der Eigenart des Baues ermög­licht worden. Bemerkt sei nur, daß der kleine Erfer als notwendige Unterbrechung der um etwa 6 m ver­fängerten Langfeite und als gleichzeitige Erweiterung der Treppenauftritts vor dem Ratssaal angeordnet wurde. Des erforderliche Plaz für die Erweiterung ist durch Uebermöl­bung eines dicht am Oftgiebel vorbe fließenden Mühlbachs gewonnen, der Ostgiebel selbst um 6 m hinausgeschoben. Das Gebäude zeigt im Aeußeren dunkelbraunes, geöltes Holzwerk mit hellen Gefachen und weißgestrichene Fenster­rahmen mit Bleiberglasung. Im Innern stehen die Flure ebenfalls in sichtbarem Eichenholzfachwert. Ratesaal und Bürgermeisterstube haben Wand- und Deckentäfelung und Defen aus grünglassierten Kacheln. Alle Türen sind ver­doppelt und mit handgeschmiedeten Beschlägen versehen.

Die Gesamtbaufosten betrugen 21 603 Mt., worin die Kosten der Heist lung einer nachträglich gewünschten Diener­wohnung mit Reller einbegriffen sind. Zu den Kosten hat die Großh. Staatsregierung einen größeren Barzuschuß ge­leiftet; ferner sind die in der genannten Summe nicht ent­

** Der Provinzialansschuß hielt gestern den in Sachen des zu enteignenden Kliniksgeländes beschlossenen Lokal­termin ab. Trotz des h rrschenden Schneenestöbers wurde Nachmittags um 3 Uhr durch den Park der Gail'schen Befizung von der Wilhelmstraße her das Gelände begangen und eingebend besichtigt. Ebenso wurde das von den Rechtsanwälten Grünewald und Justißrat Hirschhorn als billiger und besser geeignet in Vorschlag gebrachte Terrain in der Nähe der Cholera­baracke in Augenschein genommen. Der Vorsitzende des Provinzialausschußes Provinzialdirektor Dr. Breidert beraumte zur weiteren Verhandlung Termin an auf Samstag, den 28. Februar ev. Montag, den 2. März, Vormittag 8 Uhr. Der zweite Tag ist vorgesehen, weil die Rechtsbeistände der zu enteignenden Flächen erklärten mindestens 8 Stunden nötig zu haben zu den Aus­führungen, welche sie zur Sache zu machen haben.

** Das Regierungsblatt Nr. 9, ausgegeb n am 14. Februar enthält:

I. Bekanntmachuna. die Anlegung von Mündelgeld bei Banken im Falle des§ 1808 des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffend.

Das Staatsminifterium giebt dazu bekannt, daß die Hssische Landes- Hypothekenbank, zur Anlegung von Mündel­gelo bis auf weiteres für geeignet erffärt worden ist.

II. Bekanntmachung, die Konzession zum Bau und Be­trieb einer elektrischen N benbahn von Mainz nach Wies­baden und von Mainz nach Schierstein betreffend.

III. Bekanntmachung, die Aufnahme einer 3 pro­zentigen Staatsanleihe von 21000000 Mt. betreffend. Vom 12. Februar 1903.( Die Anleihe ist 1) für Eisenbahnzwecke, 2) zur Deckung sonstiger außer­ordentlicher Bedürfn ffe des Staates bestimmt).

** Ernst von Wolzogen wird mit einem aus erft­flassigen Kräften auf dem Gebiete des Gesanges, der Recitation und Instrumentalmusik bestehenden Enfelmble hierselbst am Montag, den 23. Februar in Steins Saal ein außerordentliches Concert veranstalten. Der geniale Schöpfer des Ueberbrettls hat einen neuen Concert­Genre geschaffen, über dessen Gigenart und künstlerischen Ziele bereits an dieser Stelle berichtet worden ist. Wir weisen heute nochmals darauf hin, daß in Folge der wirklich hervorragenden fünstlerischen Leistungen dieses neue Ensemble, welches unter der Direkion des be­fannten Hamburger Impresarios Herrn Martin Stein, schon in Berlin, Hamburg. Leipzig mit großem Er­folge die Feuerprobe bestanden hat, nur aus solchen Künstlern besteht, welche dem Princip Wolzogen's, das gesprochene und gesungene Wort durch deutliche Aus­sprache und wohldurchdachte mimische Bewegung zur richtigen Geltung zu bringen, voll und ganz entsprechen. In Anbetracht des uns bevorstehenden großen Kunst­genußes dürfte die Teilnahme unseres Bublifums am Wolzogen Concert" eine äußerst rege sein, daher es ratsam ist, sich bei Zeiten mit Billets zu versorgen. Der Vorverkauf befindet sich in Händen der Firma Ecnft Challier( Rudolphs Nachf.)

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** Das 50jährige Wiegenfeft begehen die Glocken unserer Stadtkirche in diesem Jahre. Dieselben wurden 1853 neu umgegossen und ließen ihre ehernen Klänge Sylvester also zum Einläuten des Jahres 1854 zum ersten Male ertönen.

turnhalle zu Aufschwung n meinde einen späteren Gewe und sonstige L sehr mäßigen haben die Zin übernommen. zu diesem Sd fennen wir di mit ihren Blic tiert, auf der der heranwachs

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